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Ur. 293 Drittes Blatt

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

Montag, 16. Dezember 1935

GauleiterReichssiatihalierSprengerfprichiinGießen

Eine gewaltige Kundgebung in der Bolkshalle

Links: Gruß an den Gauleiter bei seiner Ankunft in der Volkshalle. Rechts: Der Gauleiter während seiner Rede. (Aufnahmen [2]: Photo-Pfaff.)

Gchlußprüfung der HI.-Geldverwalter

schult werden, und es ist erfreulich zu hören, daß

Verwaltungsschulung betrieben

Aus der provinzialhaupisiadi

tschland dank der genialen Politik des Schwerlich wird Der xsaie den gegenwärtigen Verwicklungen der gehört? Dazu sind nämlich

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Weiter wies der Redner auf die Ueberwindung

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läßt, wo sie am nötigsten sind, müssen auf allen Gebieten ge-

stets dort einsetzen Die HJ.-Führer

als lebendiger Mensch stehen, nur so er sehen, was der ganze lebendige Orgarns- notwendig hat. Alle die, die durch diese

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löst der

Nationalsozialismus nur zu erklären:

Was wir haben, das behalten wir. Uns niemand ab, weder im Staate, noch in "Bolksführung! (Starker Beifall.)

Zum Schluß wies der Redner noch kurz darauf hin, daß Deutschland dank der genialen Politik des

Schwerlich wird der Laie erraten, was alles dazu " ') im ganzen 25 Arbeits­

an ge- es

Friedens und der Ruhe geworden ist, dennoch aber an Macht und Ansehen inder Welt stark gewonnen hat. Er sprach weiter allen deutschen Männern und Frauen voll aus dem Herzen, als er mit warmen Worten auf den Wie­deraufbau unserer Wehrmacht hinwies, der für niemand in der Welt eine Bedrohung dar- ftellt, sondern lediglich dem selbstverständlichen Schutze des deutschen Volkes und seines Heimat­bodens gegen jeden Angreifer, also nur der deutschen Verteidigung dient.

hier nicht nur

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Gauleiter

Aeichsstatwalter Sprenger.

Er knüpfte an den Sprechchor der Studenten und deutete das in diesem Sprechchor mehrfach brauchte WortRevolution" dahin, daß

LPD. Niedernhausen, 14. Dez. Im Beisein des Stabsfllhrers der RIF. Hartmann Lauter­bacher, des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger und des Gebietsführers Potthoff nahm Reichskassenführer Berger den 3 8 Ge­bietsgeldverwaltern und Anwärtern des 1. Geldverwaltungs-Lehrganges die Schlußprüfung ab. Nach der Prüfung fand eine Abschiedsfeier statt, bei der Gauleiter Sprenger u. a. ausführte, daß gerade er, der als Gauleiter den Gau aus den kleinsten Anfängen heraus aufgebaut habe, d i e Bedeutung einer geordneten Verwal­tung wohl zu schätzen wisse. Es ist geradezu die Voraussetzung jeder großen Organisation, daß man auch die geringsten Mittel sauber vermaltet und sie

des Klassenkampfes durch den nationalsozia- listischen Gei st der Volksgemeinschaft hin, er erwähnte die gleiche Neugestaltung in den Betrieben durch die innige kameradschaftliche Ver­bindung von Betriebsführer und Gefolgschaft und betonte die Verpflichtung des Betriebsführers, im­mer darauf bedacht zu sein, daß die Männer seiner Gefolgschaft Menschen mit Freude im Herzen und frohem Schaffensgeist werden und bleiben, weil nur auf dieser Grundlage Qualitätsarbeit erzielt werden kann zum Besten der Volksgesamtheit. Und wie der Arbeiter wieder freigemacht worden sei aus den früheren Fesseln, so sei auch der Bauer befreit worden von den Fesseln des Judentums und von den daraus früher entstandenen Lasten. Der Red­ner hob in diesem Zusammenhang den Segen des Reichserbhofgesetzes für den Bauern, die Scholle und das deutsche Volk hervor und betonte,

nunmehr stehe der Bauer, ebenso wie der Arbeiter wieder mitten im deutschen Volke gleichberechtigt da.

Auch die Marktordnung habe sich als nützlich und segensreich für das Bauerntum und für die Verbraucher erwiesen. So gehe auf allen Gebieten die Aufbauarbeit des Führer rüstig und erfolgreich vorwärts, überall vollziehe sich eine Umwertung aller Werte, sei eine wahre Revolution im Gange. Und wir alle müßten uns glücklich schätzen, an unserem Teile an diesem Aufbau mitarbeiten zu dürfen. In Einigkeit und Geschlossenheit müsse unser Volk weiter marschieren, um das Hochziel unseres Führers mit erringen zu helfen.

Der Gauleiter betonte sodann die Verpflichtung aller Parteigenossen, alle Kräfte anzuspannen, um das ganze deutsche Volk zu National- sozialisten zu machen und durch die eigene Lebensführung

den Nationalsozialismus in vorbildlicher Weise zu bekunden.

Weiter wandte er sich klar und entschieden gegen alle Störungen, die gegen die Aufbauarbeit der nationalsozialistischen Regierung noch immer gerich­tet sind. Er wies in diesem Zusammenhänge auf die klaren Abgrenzungen zwischen dem Staat und den Kirchen hin und forderte, daß der politische Kanzelredner nun endlich verschwinden müsse, da bisher immer noch von der Kanzel Angriffe auf die Partei und den Staat vorgekommen seien.

Er verlangte von der kirchlichen Seite, daß sie sich loyal auf ihr kirchliches Arbeitsgebiet be­schränke, auf dem sie vom Staat und der Par­tei, die sich zum positiven Ehristentum beken­nen und den christlichen Konfessionen ihren Schuh gewähren, nie behindert werde, im übrigen aber sich nicht in die Arbeit und Auf­gaben des Staates einzumischen.

Wer diese klare Abgrenzung der Aufgaben über­schreite, habe damit zu rechnen, daß der Staat ein­greife. Das deutsche Volk wolle diesen Unfrieden nichts es wolle damit in Ruhe gelassen sein. Der Staat sei verpflichtet, dafür zu sorgen, daß der Volksgenosse nicht verhetzt werde. Sodann lenkte der Redner die Aufmerksamkeit der Versammlung auf das Treiben des Bolschewismus, das jetzt wieder einmal in verschiedenen Teilen der Welt zutage tritt. Sowjetrußland halte immer den Hebel h'-r W"llrevolution in der Hrmd. Dazu habe der

wurde, sondern auch SA.- und HJ.-Ä b z e i ch e n erworben wurden. Nur wer körperlich gesund und lebensfähig ist, wird sich auch mit freudigem Schwung seiner Arbeit annehmen, nicht bloß als Geldverwalter, sondern als ganzer Mensch und Volksgenosse. Jeder muß bet' uns in der Verwal-

An alle Vereine und Verbände

LPD. Die am 12. Oktober an die Vereine und Verbände gerichtete Pressenotiz ist verschiedentlich falsch ausgelegt worden. Das Geheime Staatspolizei­amt Darmstadt teilt deshalb mit: Oeffentliche sowie nichtöffentliche Versammlungen aller Vereine und Verbände sind grundsätzlich nicht anmeldepflichtig. Es ist lediglich darauf zu achten, daß bei Versamm­lungsankündigungen durch Presse, Flugblatt oder öffentlichen Anschlag die Namen der Redner ange­geben werden. Eine entsprechende Mitteilung an die Polizeibehörden oder an das Geheime Staatspolizei­amt Darmstadt ist in Zukunft nicht mehr erforder­lich. Soweit einzelnen Vereinen oder Verbänden seither besondere polizeiliche Auslagen gemacht wor­den sind, bleiben diese bestehen.

den gebraucht! Man staune: für den Pferdekopf allein 37 500 laufende Meter Holz; für den kleinen lustigen Pferdeschweif 15 600 lfd. Meter; für die strammen Beinchen 37 250 lfd. Meter; für diemus­kulösen" Aermchen 30 000 lsd. Meter; für die hübsche Reiterfigur selbst aber 250 000 lfd. Meter! Für die Schnur mußten 1900 000 lfd. Meter an­geschafft werden! Wer hätte das gedacht? Um das Reiterlein recht bunt zu machen, waren 750 Kilo­gramm Lack erforderlich. Und um die Reiterlein sorgsam in Pappschächtelchen zuverfrachten", waren 250 Zentner Pappe nötig?

Das alles wurde nur in Olbernhau gebraucht! Trotz des großen Verbrauchs von Holz, Lack, Schnüren und Pappe entfiel aber der größte Teil der Kosten auf die Arbeitslöhne, was wir alle wohl freudig begrüßen werden, weil wir wissen, wie karg und mager es in diesen Notstandsgebieten zugeht, die zum größten Teil auch Grenzgebiete sind und am meisten unter dem Erportschwund leiden. So brachten aber jeweils 1000 R"iterlein an Ar­beitslohn die Summe von 29,80 Mark.

Diese Zahlen beziehen sich, wie gesagt, nur auf Olbernhau und auf den ersten, vorläufigen Auftrag von 7 600 000 Reiterlein; Schnell und leicht ist auszurechnen, was nun auch im Hirschberger Tal in diesen Wochen verarbeitet und verdient wurde, denn die Summe aller Reiterlein wird voraussicht­lich über 12 Millionen hinausgehen?

Doch genug nun dieser Zahlen! Denn worauf es zuletzt ankommt, ist das Ergebnis, das die Reiter­lein über diese Arbeitsbeschaffung hinaus noch brin­gen werden? Wieviel Not werden sie lindern, wie­viel Mühsal leichter ertragen lassen, wieviel Kin­derherzen glücklich schlagen und aufjubeln lassen! Aber um das Ergebnis ist niemandem bange'! Denn wer so ein hölzernes Reiterlein schon sehen konnte, der wollte es gleich für sich behalten. So erging es auch einer Holländerin, die vor kurzem im Hauptquartier der Winterhilfe in Berlin das bunte Reiterlein sah. Da sie aber noch kein Reiterlein mit- nehmen konnte, hat sie fest versprochen, *ur Weih­nachtszeit über die deutsch-holländische Grenze zu kommen, um sich im deutschen Grenzgebiet hundert Reiterlein zu erstehen, die sie außer den Lichtker­zen als einzigen Schmuck für ihren Weihnachtsbaum verwenden will.

Ist das nicht ein wahrhaft weihnachtlicher Ein­fall? Sollen wir Deutsche uns vom Ausland über­treffen lassen? Nein, nein! Auch wir werden unge­zählte, unzählige Reiterlein in unsere Weihnachts­bäume hängen, und unsere Kinder werden fingen:

Reiterlein am Tannenbaum, Schmücke unfern Weihnachtsraum! Hebe auf die schwere Not, Die das deutsche Volk bedroht!

Hannes Deyben,

heule stehl unser Reich wieder fest und frei! Der Deutsche ist künftig von der Geburt bis zum Grabe Kämpfer für sein Volk und seine

Ewigkeitswerte.

Auf den beiden Säulen des Reiches, der Partei und der Wehrmacht, ruht die gesamte Lebenskraft des Volkes. Alle Volksgenossen reihen sich ein in den großen Marsch unter dem Befehl des Mannes, der die Partei und die Gesamtheit unseres Volkes ist: Adolf Hitler! Ihm und damit Deutschland wol­len mir allezeit die Treue halten, dann ist Deutsch­lands Bestand für ewig gesichert!

Im Anschluß an die häufig von Beifallsäußerun­gen unterbrochene und am Schlüsse mit erneutem starken Beifall belohnte Rede des Gauleiters sprach

pa Klostermann

ein kurzes Schlußwort, der das begeisterte Be­kenntnis der Versammlung zu dem Ziel: unter dem Führer und mit ihm zum ewigen Deutschland! zusammenfaßte in die dreimali­gen Sieg-Heil-Rufe auf den Führer und das deutsche Vaterland. Freudig stimmte die Menge ein. Mit dem Gesang der ersten Verse des Horst-Wessel- und des Deutschland-Liedes schloß die Kundgebung.

Weiter verlangte der Gauleiter eine klare und entschiedene Absetzung der deutschen Men­schen von den Juden unter strenger Beach­tung der vom Führer gegebenen Gesetze. Jeder Deutsche müsse auch in dieser Hinsicht seine Pflicht tun als deutscher Mensch, dazu brauchen wir weiter keine Paragraphen, sondern nur den deutschen Menschen.

Hierauf kam der Redner auf die Ernäh­rungslage zu sprechen, wobei er betonte, daß alle Grundstoffe zu unserer Ernährung in völlig ausreichendem Maße vorhanden sind. Die gegenwär­tige Verknappung an Fett könne durch Behelfs- nahmen der Frauen behoben werden, bis auch auf diesem Gebiete wieder mehr zur Verfügung stehe. Bei Schweinen sei schon wieder ein Auf­schwung zu sehen.

Unter starkem Beifall der Versammlung erklärte der Gauleiter, die deutschfeindlichen kreise im Auslande würden bestimmt eine Enttäuschung erleben, wenn sie glaubten, daß wegen der Er­nährungslage Deutschland vor ihnen kapituliere. Das deutsche Volk werde in Ruhe abwarten, bis man im Ausland zur wirtschaftlichen Ein­sicht komme und zum üblichen Warenaustausch mit uns bereit sei, denn das deutsche Volk bleibe bescheiden in seiner Lebenshaltung, und es wisse, daß seine Ernährung sichergestellt sei.

:.) Um b : 989 bullen, t, 3331 bis 43 Färsen lämmel Markt' Kälber Vurden

Das Tieiterlein am Tannenboum.

In diesem Jahre werden die Tannenbäume in den deutschen Weihnachtsstuben (und, wie wir sehen werden, and) in den außerdeutschen Weihnachtsstu- ben) ganz besonders hübsch anzusehen sein. Ein lustiges Kerlchen, ein kleines Reiterlein, wird zwi­schen den flimmernden Kerzen an den grünen Zwei­gen hängen und mit einem Kunterbunt die Herzen der Kinder jauchzen lassen, aber auch die Herzen der Erwachsenen warm und froh machen.

Es ist das kleine Reiterlein, das wir schon von dem Türschild der Winterhilfe für den Monat De­zember kennen und ckas nun als Weihnachtsabzei­chen und zugleich als Tannenbaumschmuck von der gesamten Hitlerjugend vom 18. bis 23. De­zember auf Deutschlands Straßen und Plätzen ver­kauft werden wird. Diesmal wird's ein besonde­res Rennen und Laufen um das WHW.-Abzeichen geben! Denn dieses Reiterlein ist so hübsch erdacht und so sorgfältig und liebevoll hergestellt, daß je­dermann es sofort besitzen möchte.

Wenn sich dann auf der Straße, oder in der Bahn zwei kleine Reiterlein als Mantelabzeichen begegnen, werden sie einander fröhlich zunicken und leise sagen:Nun freuen sich auch die Heimarbeiter und Heimarbeiterinnen im Erzgebirge und im Rie­sengebirge!" Denn dort im Erzgebirge, in Olbern­hau, und im Hirschberger Tal des Riesengebirges sind diese Reiterlein entstanden, und sie haben in die Stuben dieser Dörfer nicht nur viel Arbeit und Brot gebracht, sondern auch neuen Lebensmut und Glauben an Deutschland verbreitet.

Man sollte eigentlich in einer Weihnachtsplauderei keine Zahlen bringen. Aber die Zahlen dieses Rei­terleins können so viel erzählen, daß sich wohl mancher Leser und manche Leserin gern in sie vertiefen möchte. Und so mögen hier die wichtigsten Zahlen einmal aufmarschieren

Sie flammet* aus Olbernhau im Erzgebirge, wo die erste, vorläufige Bestellung auf 7 600 000 Rei­terlein in Auftrag gegeben wurde. Zu ihrer Anfer­tigung waren 950 000 Arbeitsstunden oder rund 80 000 Tagewerke nötig, die von 2000 Heimarbei­tern, und zwar von 1200 weiblichen und 800 männ­lichen Arbeitskräften, geleistet wurden. Was aber das erfreuliche an diesen trockenen Zahlen ist, das ist, daß unter diesen 2000 Arbeitskräften rund 1500 Neueingestellte (1000 weibliche, 500 männliche) waren.' Jedoch das ist nicht das einzig erfreuliche, denn die 500 übrigen Heimarbeiter hätten, wenn nicht das Reiterlein mit seiner Arbeitsbeschaffung gekommen wäre, noch vor dem Winter entlassen werden müssen!

Wer solch ein kleines Reiterlein aufmerksam be­sieht, wird wohl auf den Gedanken kommen, wie es in seinen einzelnen Teilen hergestellt wurde?

nicht wie in früheren Jahren Maschinenge­wehre, Gewehrschüsse, Bruderkampf im Sinn habe, sondern im Nahmen der nationalsozialistischen Welt­anschauung die Aufgabe darstelle, alles Morsche, Faule und Rückständige beiseite zu schieben und an Stelle von Unwerten neue Werte, an Stelle von Verbrauchtem Neues und Besseres zu schaffen. Als eines der Ziele dieser Revolution unter dem Befehl des Führers nannte der Redner die Herstellung der

Einheit und Einigkeit des ganzen Volkes.

Dieses Ziel, seit vielen Jahrzehnten von Staats­männern und Philosophen immer vergeblich ange­strebt, habe erst durch Adolf Hitler feine Ver­wirklichung erfahren. Eine gütige Vorsehung habe unserem Volke diesen Mann geschenkt, der als Führer mit gewaltigem Weitblick die Geschichte des deutschen Volkes richtig sah, aus seinen Erkennt­nissen die nationalsozialistische Weltanschauung schuf und damit schließlich sein ganzes deutsches Volk er­oberte. Der Redner lenkte in diesem Zusammen­hänge die Blicke der Hörer auf das Entstehen der Bewegung, die, aus dem Frontgeist geboren, die Besten in Deutschland um die vom Führer hoch- aezvgone Hakenkreuzfahne vereinte, die sich um Deutschlands willen zu Adolf Hitler bekannten und in felsenfestem Glauben und Vertrauen zu ihm sich überall mit Leib und Leben für seine Idee einsetz­ten, immer mehr Vertrauen und Glauben für den Führer im Volke erwarben, bis die Waagschale sich für den besten Deutschen neigte und Adolf Hitler am 30. Januar 1933 di^ Staatsgewalt über­nahm, nachdem ihm die Volksführung bereits durch feine Partei im Kampfe gewonnen worden war.

Der Gauleiter erinnerte dann daran, daß der Führer sich nun nicht etwa auf die Macht der Partei und des Staates stützte, die ihm ja voll zur Verfügung stand, sondern daß er sofort erneut um das Vertrauen des Volkes warb. Und zum Erstaunen der Welt stand über Nacht

ein einheitlicher Block des deutschen Volkes voll Glauben und Vertrauen hinter dem Führer.

Der Redner wies dann auf den Beginn der großen Erneuerungsarbeit mit der Säuberung des Beamtenapparates hin, wobei es notwendig geworden war, der Verwaltung, auch in Hessen, eine neue Korsett st ange einzuziehen. Er be­tonte, wo gute Menschen geblieben seien, die den besten Willen zur ehrlichen Mitarbeit hätten^soll- ten sie mitarbeiten, aber alle Arbeit müsse geleistet werden im Geiste der nationalsozialistischen Welt­anschauung und in der nationalsozialistischen Wil­lensbildung unter dem Befehl des Führers und der von ihm zur Führung berufenen Männer. Wenn irgendwo in der Verwaltung noch eineverstaubte Gestalt" stehe, solle sie nur ruhig stehen bleiben, denn wenn sie sich bewege und der Staub auf­wirble, werde zugegriffen. (Starker Beifall.)

Hierauf wies der Gauleiter auf die wichtigsten weiteren Aufbauarbeiten seit der Machtübernahme hin. Er erinnerte an den gewaltigen Erfolg im Kampf gegen bie Arbeitslosigkeit, wo immer neue Arbeitsplätze geschaffen wurden und überall eine anhaltende Belebung der Wirt­schaft die Folge ,war.

Dabei haben die Maßnahmen der naHonaL fozialistischen Regierung überall ihre volle Rechtfertigung gefunden, auch in der Finan­zierung der Arbeitsbeschaffungspläne, weil diese Maßnahmen aufgebaut wurden auf dem vollen Vertrauen des Volkes, dem besten Deckungs- mittel für die Währung.

Die Volkshalle zu Gießen war am Samstag­abend die Stätte einer außerordentlich eindrucks­vollen Kundgebung der Partei. Es mögen gegen 6000 Menschen gewesen fein, die die Volkshalle bis zum letzten Platz besetzt hatten, um in dieser Großkund­gebung den Gauleiter Reichsstatthalter Spren - ger zu hären. Bis zum Beginn der Versammlung unterhielt der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung des Musikzugführers Herrmann durch ausgezeichnete Marschmusik.

Nach dem feierlichen Einmarsch der Fahnen, an deren Spitze auch der Gauleiter Die Dolkshalle betrat, leitete ein Sprechchor des Studenten-Kame- radschaftsHauses die Kundgebung mit einem starken Bekenntnis zum Führer und zu Deutschland ein.

pg. Klostermann

betonte dann in seinen kurzen Einführungsworten, diese Kundgebung sei eine der größten, die Gießen bisher gesehen habe, und sie sei Zeugnis dafür, daß die Gießener Bevölkerung bereit sei, Den National­sozialismus nicht nur durch Worte, sondern auch durch die Tat zu bekunden, wie es ja auch Der Tag der nationalen Solidarität schon bewiesen habe. Nunmehr sprach, mit Beifall empfangen,

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des früheren Standesdünkel-, des Kastengeistes und!Welt hecausgeülieben und zu einem fiort des'gänge erforderlich. Und welche Mengen Holz wur-

Schule gehen, werden bei dem ungeheuren Bedarf der Partei alsbald auch in die Lage kommen, an verantwortungsvollen Stellen in der Partei rnitzu- wirken.

Pg. Hartmann-Lauterbacher dankte dem Gauleiter für seine Worte und sagte daran an­knüpfend: Auch wir in der HI. haben jahrelang mit Den größten finanziellen Schwierigkeiten ge­rungen. Aber es war gut, daß wir unseren Kampf mit den kleinsten Mitteln führen mußten. Keiner kam in die Versuchung, große Gelder zu beziehen und auszugeben. Wir glauben, daß keine Organisa­tion der Bewegung anständiger und sauberer auf­gebaut sein muß als die HI. Denn wir sind die­jenigen, die einmal die große Aufgabe aus der Hand des Führers und seiner Mitarbeiter übernehmen müssen. Eine straffe und saubere Verwaltung ist Das erste Unterpfand zum Sieg. Uns alle verbindet ein großer gemeinschaftlicher Gedanke: Sorgt Dafür, Daß er unten gefördert wird, seid gerecht, in euren Entscheidungen nicht kleinlich. Aber sorgt dafür, daß immer alles klar und sauber bleibt. Seid Euch Eurer Verantwortung voll und ganz bewußt, wenn Ihr mit einem solchen Ziel an Eure Arbeit geht, Dann werden wir es bald erleben, daß wir über das ganze Reich hinaus ein einheitlich geschultes Netz von Verwaltungsführern haben.