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Leitung: Paul Walter, Spielleitung: Heinz Wei­ser. Die Vorstellung gilt zugleich als 8. Vorstellung im Freitag-Abonnement. Am Totensonntag, 24. November, Wiederholung des Weltanschauungsdra­masPeer Gynt", in der Übersetzung von Dietrich Eckart. Spielleitung und Bearbeitung: Hans von Spallart. Musik von Edward (Stieg. Musi­kalische Leitung: Ernst Bräuer. Dauer von 1922 Uhr. Außer Abonnement.

Oberhessischer Kunstverein.

Im heutigen Anzeigenteil wird die Ausstellung im Turmhaus am Brandplatz in Erinnerung gebracht. Näheres in der Anzeige.

Die deutsche Rrbcitofront

N.S.-vemeinschaftfiraft durch frcubc"

Schumanntheater-Gastspiel

am 17. November in der Volkshalle.

Zu der geschlossenen Militäroorstellung um 16.15 Uhr haben die Erwerbslosen gegen Vorzeigen des Ausweises ermäßigten Eintritt. Die Karte kostet 30 Pf. an der Tageskasse, die um 15.30 geöffnet wird.

Koloniale Kundgebung.

Am Samstag, 23. November, 20.15 Uhr, in der Neuen Aula der Universität findet unter Beteiligung der HI., BDM., Arbeitsdienst, Musik^ug des SA.- Marinesturms und der Kolonialen Arbeitsgemein­schaft Gießen eine Koloniale Kundgebung statt. Es spricht Pg. Kurt Bütow (Gründer und Führer der deutschen Jugendbewegung in Süd-West-Afrika) überDie deutsche Kolonialforderung".

Eintritt 20 Pf. Karten sind im Vorverkauf auf der KreisdienstftelleKraft durch Freude" erhältlich.

Sportamt »Krast durch Freude'".

heute folgender Kursus:

Allgemeine Körperschule und Wald­lauf, für Frauen und Männer. Don 16 bis 17.30 Uhr, Universitätssportplatz.

Die Kurse für Hallentennis müssen heute und morgen a u s f a l l e n !

NS.-Lehrerbund, Gießen.

Fachschaft II (Höhere Schule).

Dienstag, 19. November, 17 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums Bezirksversammlung (Gießen- Stadt).

1. Vortrag: Neuzeitliche Geschichtsauffassung. Ober- studiendirektor Leonhardt.

2. Verschiedenes.

Gäste willkommen.

Die Eintopfsammlung im Kreise Gießen.

lieber das Ergebnis der Spendensammlung am vergangenen Eintopfsonntag in den einzelnen Orts­gruppen des Kreises Gießen und in den Gaststätten wird uns von der Kreisamtsleitung der NSV. in Gießen folgendes mitgeteilt. Es wurden gesammelt in den Ortsgruppen:

Allendorf (Lda.)

162,55

Hungen

277,45

Alten-Buseck

67,10

Klein-Linden

212,02

Annerod

46,35

Lang-Göns

194,05

Bellersheim

61,30

Lich

277,45

Beltershain

60,75

Lollar

310,11

Bersrod

134,85

Londorf

114,30

Bettenhausen

119,60

Mainzlar

41,70

Ettingshausen

83,10

Ober-Bessingen

76,95

Geilshausen

79,65

Rodheim

43,65

Gießen-Mitte

1107,37

Saasen

47,55

Gießen-Nord

859,25

Steinbach

118,10

Gießen-Ost

792,85

Trais-Horloff

87,60

Gießen-Süd

960,24

Watzenborn-

Großen-Buseck

151,83

Steinberg

150,15

Großen-Linden

281,65

Weitershain

71,75

Grünberg

329,50

Wiefeck

276,15

©rüningen

92,10

Gaststätten

235,72

Harbach Heuchelheim

36,50

246,80

Gesamtsumme:

8208,34

Baltikum-Ireikorpskämpfer und Separatisten-Abwehrkämpfer.

Um den vielen Anfragen gerecht zu werden, teilt die unterzeichnete Stelle folgendes mit:

Das SHlageter-Schild wird weiter­hin verliehen an Kameraden, welche den Nach­weis erbringen, daß sie an Gefechten teilgenommen haben, oder bei Entsatz von Städten mitwirkten. Das Schlageter-Gedächtnis-Museum e. V. besteht nach wie vor. Es handelte sich bei der Auflösung des Schlageter-Bundes um eine getarnte Fortfüh­rung vom Jahre 1923 bis zur Auflösung des da­mals im Reiche verbotenen N. d. h. T. Alle Kame­raden, welche sich um das Schlageter-Schild bewer­ben wollen, meinen sich bei der unterzeichneten Stelle. (Rückporto beifügen.)

Abwicklungsstelle des Reichsbundes der Baltikum- und Freikorpskämpfer, Gießen, Hammstraße 4II.

Staatliche Eheberatung

Bei der Abteilung für Erb- und Rassenpflege des Staatlichen Gesundheitsamtes in Gießen, Friedrich­straße 18 (neben der Augenklinik), ist eine Staat­liche Eheberatung zur kostenlosen Beratung und Begutachtung eingerichtet worden, lieber die Ar­beitsaufgaben des Instituts, die Sprechstunden usw. ist Näheres aus dem heutigen Anzeigenteil ersicht­lich.

Arbeitsdienst vor der Einstellung als Offizieranwärter.

Die Landesregierung Abteilung II brachte den Direktionen der Knaben-Vollanstalten eine Ver­fügung des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung zur Kenntnis, in der es heißt:

Wie mir mitgeteilt wird, beabsichtigt eine Anzahl Oberprimaner nach Ablegung der Reifeprüfung zum 1. April 1936 als Offiziersanwärter in den Heeres­dienst einAutreten. Nach den bestehenden Bestim­mungen ist der Eintritt in den Heeresdienst von der Ableistung der Arbeitsdienstpflicht abhängig. Der Herr Reichs- und Preußische Minister des In­nern hat sich bereit erklärt, bei den Oberprimanern, die ihre Annahme als Offiziersanwärter zum 1. April 1936 nachweisen, die Arbeitsdienstpflicht auf die Monate Januar, Februar und März 1936 Zu beschränken. Aus diesem Grunde ist es geboten, den Prüfungstermin für die in Betracht kommen­den Oberprimaner vorzulegen. Ich bin daher damit einverstanden, daß von diesen Oberprimanern unter Vorlage der militärischen Ausweise die Meldungen zur Prüfung schon jetzt entgegengenommen und die erforderlichen Vorbereitungen für die Prüfung ge­troffen werden. Die mündliche Prüfung wird auf die Zeit der beiden letzten Schulwochen vor Weih­nachten festgesetzt. An den Bestimmungen über die Ablegung der Reifeprüfung tritt eine Aenderung nicht ein.

Kundgebung der Ortsgruppe Gießen-Ost

Die Ortsgruppe Gießen - Ost der NSDAP, veranstaltete gestern abend im Saale des Cafe Leib eine Großkundgebung. Der Spielmannszug des Jungvolkes erfreute zunächst mit einem Marsch. Aus zwei Schargefängen der Hitler-Jugend klang das Bekenntnis zur Fahne und zum Volk. Dann marschierte die Fahnengruppe in den Saal ein und nahm vor der Bühne Aufstellung.

Propagandawart pg. Bahs eröffnete die Kundgebung mit Grußworten an die Versammlung und erinnerte sie an den Unterschied dieser Zusammenkunft einer auf ein Ziel ausge­richteten und mit einem Willen erfüllten Volks­gemeinschaft gegenüber den früheren Versammlun­gen der mit sich unzufriedenen, in politische, wirt­schaftliche und konfessionelle Gruppen getrennten Parteien. Heute seien alle bereit, einen Weg zu gehen, den uns unser Führer vorangehe. Der Red­ner gedachte noch einmal dankbar der Arbeit des nach Trier berufenen früheren Ortsgruppenführers Pg. Dr. Alex Röder und fügte hinzu, daß Pg. Kreuder zu feinem Nachfolger ernannt worden sei. Beim Winterhilfswerk des Führers erwarte jeden Volksgenossen ein Feld reicher Betätigung. Hierauf sprach, von starkem Beifall empfangen, der Gauredner,KreisIeiterz.b A.Bullmann Es ist symbolisch, so begann er feine etwa einein« halbstündige, oft von Beifall unterbrochene Rede, daß in dieser geschlossenen Gemeinschaft auch der Arbeitsdienst so zahlreich vertreten ist. Mit Stolz erinnerte er daran, daß der Führer dieses Ar­beitsdienstes von ihm, dem Redner, vor fünf Jah­ren als der erste Parteigenosse aus einem Wester­walddörfchen ausgenommen worden ist, in dem er später Gründer einer Ortsgruppe der Partei wurde. In diesem Zusammenhang wies der Redner darauf hin, daß Soldaten der Wehr jedes Volk habe, Sol­daten der Arbeit aber nur das deutsche Volk. In Zukunft könne keiner Staatsbürger werden, der nicht feiner Ehrenpflicht im Arbeitsdienst genügt habe.

Als der Führer die Macht übernahm, so sagte der Redner bann u. a. weiter, haben seine Widersacher keine Ahnung davon gehabt, daß mit diesem Tage die Revolution der deutschen Rasse und des deutschen Blutes

begonnen hat. Damit begann das erste Reich der Deutschen. Adolf Hitler hat den Kampf um den deutschen Menschen begonnen, und nachdem die schwarzweißrote Fahne eingerollt ist, wird das Reich über Jahrtausende hinüber seinen Namen tragen. Das Fundament dieses Reiches aber ist die Weltanschauung des Nationalsozialismus. Diese ist so einfach zu begreifen, wenn man erkannt hat, daß das deutsche Volk und das deutsche Blut die Grund­lagen des neuen Denkens sind. Früher war das deutsche Volk im politischen Denken ein Kind, und doch wissen wir, daß keiner als Arbeiter ober Ar­beitgeber, als Katholik ober als Reformierter, son­dern immer zuerst

als Deutscher geboren wird, der seine Pflicht zu erfüllen hak an der Aufgabe, die der Herrgott dem deutschen Volke erteilt hat. National fein ist nicht eine Sache der besseren Leute. Der 9. November 1918 wäre nicht ausgelöscht worden, wenn nicht die braune Armee hinter ihrem Führer Adolf Hitler marschiert wäre und das Volk zum Erwachen gebracht hätte. Das Volk ist von den zwei Millionen Toten des Weltkrieges bewußt getrennt worden, weil der Glaube an die Auf­erstehung Deutschlands fehlte. Man stritt sich um Nebensächlichkeiten und ließ das Volk auseincmder- laufen. Eine Handvoll Verräter im Dienste All­judas hatte das Volk in Parteien und Konfessio­nen zersplittert, um es besser vernichten zu können. Da hat der Führer bewiesen, daß er die Kraft be­sitzt, sich gegen diese Welt durchzusetzen. Sein Glaube an Rasse und Volk wurde der Glaube an diesen Mann?

Wenn heute noch nicht alles so ist, wie es sein könnte, bann muß man bedenken, daß der Führer bei der Machtübernahme ein Volk vorfand, bas völlig in Unorbnung und dessen größter Teil ohne Arbeit war. Jetzt müssen erst wieder gesunde 23er«

Diejenigen Abiturienten, die am 1. Januar in den Arbeitsdienst eingestellt, aber auf Grund der im Februar 1936 vorgesehenen psychologischen Prüfun­gen nicht als Fahnenjunker angenommen werden, können nicht zum 1. April aus dem Arbeitsdienst entlassen werden, sondern müssen ein weiteres Vierteljahr dienen.

Gießener Wochenmarktpreife.

* Gießen, 16. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis .0, Eier, inländische Kühlhauseier Klasse C 10%, Klasse B 11, jugoslawische Kühlhaus­eier, Klasse B 10%, Wirsing, das Pfund 6 bis 10 Pf., der Zentner 7 bis 8 Mk., Weißkraut, das Pfund 4 bis 8 Pf., der Zentner 4 bis 5 Mk., Rotkraut, das Pfund 8 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 10 Mk., Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 25 bis 30 Pf., Zwie­beln 7, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 7, Kartoffeln, 4 Pf., der Zent­ner 3,20 bis 3,40 Mk., Aepfel, das Pfund 12 bis 30 Pf., der Zentner 12 bis 25 Mk., Birnen, bas Pfund 10 bis 25 Pf., Nüsse 50 bis 60, Zwetschen- Honig 40 bis 45, junge Hähne 80 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 70 bis 80, Gänse 80 bis 90, Enten 90 Pf. bis 1 Mk., Tauben, bas Stück 50 Pf., Blu­menkohl 10 bis 50, Salat 8 bis 10, Endivien 8 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 12, Rettich 5 bis 10, Sellerie 5 bis 25 Pf.

** Polizeipersonalie. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1935 ab wurde der Hauptwachtmeister der Schutzpolizei Heinrich Kögel bei der Polizei- direktion Gießen zum Meister der Schutzpolizei be­fördert.

** Eine Fünfundsiebzigjährige. Am Montag, 18. November, kann Frau Lina Nagel, Mittelweg 4, in körperlicher und geistiger Frische ihren 75. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau kann fast noch alle Hausarbeit versehen. Sie ist seit über 40 Jahren Leserin des Gießener An- zeigers.

** Sprechstunden des Kreisschul- amte 9. Das Kreisschulamt Gießen teilt den Schul­vorständen der Landgemeinden des Kreises mit, daß die Sprechstunden des Kreisschulamtes vom 20. November ab nur Mittwochs von 14 bis 16 Uhr stattfinden. Es wird dringend gebeten, nur

bältniffe geschaffen werden. Jetzt muß erst wieder Harmonie und Gleichklang in das Volk e i n z i e h e n , bann wirb auch jeber roieber den Arbeitsplatz finden, der ihm für feine Fähigkeiten und Kenntnis zufteht. Wer erst noch auf ein G e - f e tz wartet, das ihm den Verkehr mit dem Juden verbietet, der ist kein Volksgenosse. Die Insti­tution Staat, die die rechtlichen Dinge zu ordnen hat, wirb beherrscht von ber Bewegung. Die Be­wegung hat aber gleichzeitig die Aufgabe, das Volk zu erziehen. Der von der nationalsozialistischen Weltanschauung erfüllte Volksgenosse wird begrei­fen, daß es kein nationalsozialistisches Wirtschafts­programm gibt, wie auch die Fragen des Arbeits­lohnes, der Arbeitszeit vorerst nicht anders geregelt zu werden brauchen; denn wenn erst einmal die großen Aufgaben des Lebens und des Fortbestehens des Volkes gelöst find, werden auch diese Tages­fragen damit beseitigt fein.

Das Volk glaubt an den Führer, der ihm der Garant des Blutes und des Lebens des Volkes in Gegenwart und Zukunft ist, und darum weih es auch, dah er diese Dinge zu ihrer Zeit so regeln wird, wie sie dem Volke dienlich sind. Der Führer hat gesagt, daß Deutschland au dem Boden des Christentums steht. Wir sind Christen der Tat; das Winterhilfswerk ist ber beste Beweis bafür. Wenn bas Volk nicht ge­sichert unb vorhanben ist, haben auch bie Kirchen keine Existenzmöglichkeit. Wir sagen: ber Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns Taten sehen! Das Volk muß wieder wissen, daß es einen Haus­vater hat. Und wenn es auch einmal knapp zu- geht, bann soll man baran benfen, baß bie Familie, die sich ein Sieblungshaus baut, sich auch manches­mal einschränken muß. Wir bauen als Volk aber auch an unserem Haus.

Der Rebner machte bann in überzeugender Weise die Gefahr des Judentums, als die zersetzende Kraft unter allen Völkern, verständlich. An vielen Beispielen zeigte er, wie notwendig die Erfüllung des Volkes mit dem revolutionären nationalsozia­listischen Geist ist; denn Kampf ist der Vater aller Dinge. Und auch unser Volk hat einen schweren Kampf zu bestehen, wenn es sich behaupten und durchsetzen will.

Schon seht hat die Welt Achtung vor uns und sie wird es nicht wagen, über uns herzufallen, weil sie weih, dah das ganze Volk erfüllt ist vom Glauben an den Führer und an die eigene Kraft. Wir erhalten dem Volke diesen Glauben nur dann, wenn wir es gesund und stark machen in allen seinen Teilen.

Darum ist auch die Durchführung des Winterhilfs­werkes eine der wichtigsten Aufgaben. Die Kirche bat weder den Weltkrieg, noch den Zerfall des Vol­kes und die Arbeitslosigkeit verhindern ober auf­halten können. Erft burch bie nationalsozialistische Revolution ist Deutschland erwacht und auf den Weg der Selbstbesinnung gekommen. Diese Einheit des Volkes darf nicht verloren gehen. Die Ju­gend, die nicht mehr bie Parteien unb Probleme ber Vergangenheit kennt, ist ber Garant ber Volksgemeinschaft. Aus ber Kraft des Volks­tums wird ihr ber Glaube erstehen an bas tausend­jährige Reich.

So wird der Nationalsozialismus Schritt für Schritt das Volk erobern. Indem er auch die ärmsten Volksgenossen teilhaben läht an den kulturschöpfunaen des Volkes, indem er ihnen die Meisterwerke der Musik und der Kunst ver­mittelt, ruft er die schöpferischen Kräfte im Volke wach und stellt jeden Einzelnen hinein in sein Volk, dem er verbunden ist mit Blut und Leben.

Nur so werden Führer und Volk eins, und das ganze Volk wird fein bie Kompanie 21 b o I f Hitlers!

Den mit stürmischem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Redners ließ Ortsgruppenleiter Pg. Kreuder das Schlußwort folgen, das in dem Bekenntnis zu Volk und Führer ausklang. Mit dem Horst-Wessel-Lied und dem Ausmarsch der Fahnen wurde die Kundgebung geschlossen.

diese Zeit zum Besuch des Kreisschulamtes zu be­nützen.

** Der NS.-Lehrerbund Gießen-Land versammelt sich am heutigen Samstag um 14.30 Uhr im Hotel Hopfeld in Gießen zu einer Bezirks­versammlung. Es werden dabei folgende Vorträge gehalten: 1.Ist Kunsterziehung im Zeichenunter­richt der Volksschule möglich?"; 2.Nationalsozia­lismus und Soldatentum."

** Besichtigung der Waldka ferne. Es sei noch einmal daran erinnert, daß bie Wald- faferne unseres II. Bataillons Infanterie-Regiment 36 am morgigen Sonntag von 10 bis 12 Uhr unb von 14 bis 16 Uhr zur Besichtigung für bie Bevölkerung offenfteht.

** Sonntagsrückfahrkarten zum Katharinenmarkt in Butzbach. Wie bie Fahrkartenausgabe beim Bahnhof Gießen mittet», werben zum Katharinenmarkt in Butzbach am 18. und 19. November Sonntagsrückfahrkarten im Umkreis von 50 Kilometer von Butzbach ausge­geben. Die Karten berechtigen zur Hinfahrt vom 16. November, 12 Uhr, bis 19. November und zur Rückfahrt vom 16. bis 19. November 24 Uhr.

** Motorradunfall. Der etwa 15 Jahre alte Heinrich Krug von hier, Horst-Wesfel-Wall 5 wobnhaft. erlitt bei einem Motorradunfall eine schwere Gehirnerschütterung, die seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik notwendig machte.

Amtsgericht Gießen.

Wegen Uebertretung des Lebensmittelgesetzes wurde bie K. K. aus Alten-Buseck burch Strafbe­fehl mit 25 Mark ©elbftrafe belegt. Am 8. Juli hat die Angeklagte an die Milchzentrale eine Kanne Milch abgeliefert, die nach dem Gutachten des chemischen Untersuchungsamtes durch Wasser­zusatz verfälscht war. Das Gericht erkannte gestern aus eine Geldstrafe von 40 Mark, evtl, acht Tage Gefängnis. Außerdem wurde die Veröffent­lichung des Urteils angeordnet.

Der Th. H. aus Ockstadt sollte durch zu schnelles Fahren am 15. Mai einen Zusammenstoß mit einem anderen Kraftwagen verursacht haben. Er erhielt deshalb einen Strafbefehl über 15 Mark. Dagegen verfolgte der Angeklagte Einspruch. Die gestrige Beweisaufnahme ergab seine Schamlosig­keit; es erfolgte daher Freisprechung.

Oberhessen.

1OO Jahre Bezirkssparkaffe Alsfeld.

J) Alsfeld, 16. Nov. Am heutigen Samstag veranstaltet die B e z i r k s s p a r k a s s e Alsfeld eine schlichte, würdige Feier zum 100jährigen B e ft e t) e n der Kasse, in Verbindung mit ihrer diesjährigen ordentlichen Mitgliederver- s a m m I u n g.

Die Jubilarin konnte am 3. Juni 1935 auf ihr hundertjähriges Bestehen zurückblicken. Diesen be« öeutfamen Gedenktag hat sie zum Anlaß genom­men, um ihre Entstehung, Entwicklung und ihre er­folgreiche Tätigkeit in einer geschmackvoll ausgestat­teten Denkschrift in der Erinnerung festzuhalten. Die erste Anregung zur Gründung der Kasse stammt aus dem Jahre 1832. Sie wurde von dem damaligen Kreisrat Neidhardt in Alsfeld gegeben, führte aber zu keinem Ergebnis. Auf Grund einer er­neuten Einladung durch Kreisrat Neidhardt am 5. März 1834 erklärten 28 Bürger der Stadt und der näheren Umgebung unterschriftlich ihre Bereit­willigkeit zur Errichtung einer Spar- und Leih- kasse für Alsfeld und Umgebung. Nach Ausarbei­tung der Statuten fand bie Gründungsversammlung am 3. Juni 1835 im Rathaus zu Alsfelb statt. In biefer bekannten sich 57 Anwesenbe zum Inhalt der durch Kreisrat Neidhardt vorgelegten Statuten und verpflichteten sich unter Uedernahme der Haf­tung zu der vorgeschriebenen Einzahlung der Ak­tien. Die Aktien lauteten über 200 Gulden und wurden auf den Inhaber ausgestellt. Das Grün­dungskapital betrug 1200 Gulden. In einer am 21. November 1835 abgehaltenen Generalversamm­lung wurde Kreisrat Neidhardt zum Direktor gewählt. Die Kasse führte die Bezeichnung Spar­und Leihkasse für den Landgerichtsbezirk Alsfeld. Sie begann ihre Tätigkeit mit dem 1. Januar 1836. Die Kaffe nahm in den nächsten Jahrzehnten einen erfreulichen Aufschwung. Sie hat die Revolutions- jahre 1848/49, die Kriegsjahre 1864, 1866 und 1870/71, ohne besondere Rückschläge überstanden. Auch die Zeiten der Zusammenbrüche und des Gründerschwindels in 1857, 1872, 1873 sind unbe­rührt an ihr vorübergegangen. Das 50jährige Be­stehen der Kasse wurde 1885, das 75jährige im Jahre 1910 festlich begangen. Mit dem neuen bür­gerlichen Recht am 1. Januar 1900 ergab sich für die Kasse die Notwendigkeit, sich dem neuen Rechts- Zustand anzupassen. Am 4. März 1901 wurde das Institut in eine Gesellschaft mit beschränkter Haf­tung umgewandelt. In diesem neuen Rechtskleid entwickelte sich die Sparkasse sehr gut. Wiederholt war schon der Anregung Ausdruck verliehen wor­den, die Kasse möge sich zur Umwandlung in eine öffentliche Sparkasse entschließen. In der Mitglie­derversammlung vom 3. März 1917 entschloß man sich, für eine möglichst alle Gemeinden des Amts­gerichtsbezirks Alsfeld umfassende Bezirksspar­kasse. Durch Entschließung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 13. Juli 1917 er- hielt die Bezirkssparkasse Alsfeld die staatliche An­erkennung als öffentliche Sparkasse Seit dieser Zeit besteht die Bezirkssparkasse Alsfeld als öffent- licye Sparkasse.

Als Haftungsträger sind ihr insgesamt 63 Gemeinden beigetreten. Durch Um- und Anbau des früheren Postgebäudes nach den Ent­würfen und unter Leitung des Architekten Hans Brandt in Berlin erhielt die Kasse ein den neu­zeitlichen Anforderungen entsprechendes Heim. Die Kasse besitzt Zweigstellen in Homberg (Ohm) und in Groß-Felda, sowie eine Annahmestelle in Grebenau.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 15. Nov. Zu Ge­meinderäten unseres Dorfes wurden bestellt: Herman Alker, Heinrich Bechtold, Karl Hof, Hermann Jung, Ortsbauernführer Wilhelm Jung XX. und Wilhelm Lenz. Die Ratsherren wurden in der jüngsten Gemeinderatsfitzung von Bürgermeister Fischer in ihren Dienst eingewie­sen. Zu Beigeordneten wurden der bisherige erste Beigeordnete Wilhelm Jung XI. und Ortsgrup- penleiter Dr. Crößmann bestimmt.

< Klein-Linden, 15. Nov. Da nahezu sämt­liche Schüler unserer Volksschule nunmehr bett nationalsozialistischen Jugenborganisationen ange­schlossen finb, würbe am heutigen Freitagvormittag in Gegenwart sämtlicher Schüler unb Lehrkräfte vor der neuen Schule bie Fahne ber Hitler­jugend gehißt. Ortsgruppenleiter Dr. Cröß­mann als Rektor der Schule wies in seiner An­sprache auf die edlen Ziele der nationalsozialistischen Jugendbewegung hin und forderte zum vollen Ein­satz für die Bewegung unb bamit für Deutschland auf. Sprechchöre, Gebichtvorträge unb mehrstimmige Chorvorträge umrahmten bie Feier. Mit bem Be­kenntnis ber Treue zu Führer unb Volk unb mit dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Lieb klang bie Feier aus. Am Donnerstagabend ließ bie Gaufilmstelle ber NSDAP. ' im Saale des GasthausesZur deutschen Eiche" den FilmDie große Chance" laufen. Dem Film, wie auch dem Beiprogramm, brachten bie zahlreichen Besucher leb­haftes Interesse entgegen.

§ Staufenberg, 15. Nov. Die NSDAP, veranstaltete gestern im Saale bes Gastwirts G e i s» l e r eine Kundgebung. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Nach einem gemeinsam gesungenen Liebe eröffnete ber stellvertretende Orts« qruppenfeifer P f l ü g e r - Mainzlar den Abend. Der Kreiswalter ber DAF. Pg. W a g n e r - Gießen vrach fobann über Tages- unb Zeitfragen, bas Winterhilfswerk, bie beutsche Jugend, über Markt- orbnung unb Erbhofgesetz, über ben Reichsnähr- tand, Betriebsgemeinschaften unb über bie Ziele unb Aufgaben ber Deutschen Arbeitsfront. Die Zu- Hörer bankten mit lebhaftem Beifall. Der Abend fanb in ber üblichen Weise seinen Abschluß. Eine Tellersammlung, bie Kreiswalter Wagner selbst vornahm, erbrachte ben ansehnlichen Betrag von 16,14 Mark für bas Winterhilfswerk. Der hiesige Krieger-- unb Schützen-Verein veranstal- tete zugunsten des Winterhilfswerkes ein Schießen. Die Beteiligung war sehr rege. Es wur- öen gute Ergebnisse erzielt. Der Erlös wurde bem Winterhllfswerks überwiesen.

§ JDl a i nzlar, 15. Nov. Die in ben letzten Tagen durchgeführte Pfundsammlung ber NSV. brachte hier ein gutes Ergebnis.

nr * * ** a b r n 9 e n ' 161 Nov. In Zukunft werben Auftrage unserer Semeinbe nur noch an biejemqen Betriebe vergeben, beren Betriebsführer unb Gefolgschaft geschlossen in der Deutschen Arbeitsfront stehen.

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1630 D

iflflnl Se,ter*weg 67 ! Telephon 3170