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Am Abend fand in Mn, S-albau Än W«be.

Obechessen

kameradschaftliche Schulung des J. und des BdM. in sich aufneh-

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Nachdruck verboten!

18 Fortsetzung

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jaben in man zu- im Der« i großes illen Er­werben, nit Recht in der int wirb.

Viel ruhiger werden!

..auf Kaffee Hag umstellen!

stellen.

Draußen klingelte es und gleich darauf hörte er, es wurde nach ihm gefragt. Er erkannte die Stimme feines Chefs, mit dem er sehr gut befreundet war. Er fprang auf, strich über sein Haar und öffnete

der Besuch besser ist.

Kreis Zriedberg.

ihm, als ob ihm ganz leicht zumute war, zum ersten­mal seit langer Zeit, ganz leicht.

Bettina sang wieder, und die beschwingten Me­lodien erfrischten Hans Syden wie die Luft der Heimat am Rhein.

Er schaute Bettina an und schämte sich, daß er ihre Lippen geküßt ohne Liebe, mit der Liebe zu einer Toten im Herzen. Und Bettina hatte ihn ge­liebt Bettina, die er jetzt als eine ganz andere vor sich erblickte. Diese Bettina würde er nicht ge­wagt haben zu küssen ohne Liebe, nur von einem raschen Frühlingsaedanken verlockt.

Dann war das Konzert aus. Ernst Burger lud ihn ein zu einem leichten Nachtessen und einer Flasche Wein. Man fuhr zum Ratskeller, trank dort rheini­schen Wein, und Ernst Burger schlug vor:Stoßen wir auf die Sängerin an, ihre Schönheit, ihre Lie­der und ihr Lachen haben mich ganz durcheinander gebracht. Zwanzig Jahre hat sie mir weggesungen/'

Hans Syden ließ sein Glas an das des Aelteren anklingen und sagte leise:Bettina Hochwald stammt aus demselben Städtchen wie ich, sie ist eine Freundin meiner jungen Schwester und sang uns oft etwas vor."

Und davon erzählten Sie mir kein Sterbens­wörtchen, als ich Sie heute ins Konzert einlud, und verrieten davon auch keine Silbe bis jetzt." Er sah Hans Syden scharf an.Na, Farbe bekannt, Gräf- lein: Da schwebt wohl etwas zwischen Ihnen und der jungen Schönheit?"

Hans Syden lächelte:Da schwebt nichts, gar nichts."

Hätte ich gewußt, daß Sie Bettina Hochwald kennen, würde ich Ihnen keine Ruhe gelassen haben, bis Sie mich' ihr vorgestellt hätten", lächelte Ernst Burger, und dann aßen sie und sprachen vom Rhein. Saßen später noch lange beisammen.

Man trennte sich ziemlich spät, und als Hans Syden sich wieder in seinem Pensionszimmer be­fand, schien ihm alles unwirklich, was er erlebt, seit er vor wenigen Stunden hier fortgegangen. Bettina hatte er gesehen, Bettina Hochwald. Als eine andere, eine veränderte, schönere Bettina. Ihr Bild kam jetzt so matt aus seiner Erinnerung, so matt, als schreite sie durch Nebel auf ihn zu. Leuch- tend in frischen Lebensfarben aber sah er Bettina, sah ihre Augen leuchten und sah die schöngeschwun­genen Lippen, die er geküßt.

21. Kapitel.

Komteß Gretel lernt Dr. Diendorf kennen.

Die Millionenstadt Berlin lebte ihr hastiges Tempoleben. In den Hauptstraßen drängten sich

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eßen.

Midi« 1$. unter en Sache e von j sehte in i an bas Amtsge- jerab. 3n feibigung, v-Mn- teilt, bie gen ®e* il lerM jt Derr jung.to tsgencht'

Handwerk und HZ.

Lin Aufruf des Landeshandwerksmeisters.

Frankfurt a. M., 15. Okt. (LPD.) Landes- landwerksmeister G a m e r hat folgenden A u s - uf an die hessischem H a n d w e r k s m e l-

1 Aus. = N - Aus. Um- ndern n ber "teilt: Wn, "chtige en, 20 ungen, 'te für lepässe, emben«

rfer aus § Xür. Ernst Burger trat ein, der offene Paletot

an seiner i den Abendanzug sehen. Mittelgroß, ein wemg

berb, frisch und an den Schläfen angegraut, war rt| yay1 Einst Burger das, was man einen gut aussehenden hcrrn nannte. .....

reichte Syden die Hand und drückte sie traftig. ,,Gräflein, ich möchte Sie abholen. Ich wollte mit meinem Sohn ins Konzert des Geigers Pauli, aber der Junge erhielt im letzten Augenblick Besuch von zwei Freunden von außerhalb. Die wollen natür- sch feste bummeln, und Karten fürs Konzert wären

Fall- :°Ueit ntroi. J. Der. jrüje Abe. -OQtf. 3. auf 'sende . An.

®«6> erbe- riebe; $on. lieber. >e der Men seschil, Jd)un. '«item ' wei. h ein. wlizei. 8 unb Warft

WWWMW.

Roman von Anny von panhuys Urheberrechtsschutz Aufwärts-Berlag G. m. b. H., Berlin SW 68.

Am Abend des Konzertes hatte er es sich daheim bequem gemacht. Er lag auf dem Sofa und las Fachschriften. Er bewohnte zwei Zimmer m ferner Pension im stillen Gärtnerweg. Aber er mar: beute richt so bei der Sache wie sonst. Seme Gedanken irrten immer wieder von dem Artikel der sich mtt einem neuen Autotyp befaßte, ab und suchten sich rorzustellen, wie Bettina Hochwald vor das Publi- hm treten würde. Er konnte es sich nicht recht vor-

Canöfreis Gießen

£ Großen-Linden, 14. Okt. Im oollbesetz- tca Saale des Gastwirts Schaum sprach in einer Lecsammlung der Einwohnerschaft Bürgermeister Michel zur Gemeinde. Zu Beginn machte er be­kannt, daß die Sammlung des ersten Emtopfsonn- tat5 den ansehnlichen Betrag von 177 Mark er- neben habe. Weiter gab er bekannt, daß der Land­wirt und Ortsbauernführer Wilhelm Wenzel zun zweiten Beigeordneten ernannt worden sei. Mr Hauptgrund zu seinen Ausführungen war nun nach achtmonatiger Tätigkeit einmal Rechenschaft obzuleqen über die Arbeit innerhalb der Gemeinde unb seine Erfahrungen, die er bis jetzt gesammelt har. Insbesondere setzte er sich auch mit Nörglern und Kritikern auseinander. Die schon seit Jahren bei trockener Witterung in den Sommermonaten^

Der Stand der Spiele in der Bezirks klasse, Gruppe Gießen.

die Menschen und zogen in endlosem Zuge vorüber an den vielen Schaufenstern, darin Waren aller Art fo geschmackvoll und ins Auge fallend wie irgend- möglich ausgestellt waren, um zum Kaufe anzu- locken. Dort, wo die Leipziger Straße in den Pots­damer Platz mündet, standen Blumenverkäuser in Massen. Ein Farbenrausch von bunten Blumen er­gab sich und Bettina Hochwald meinte lächelnd zu ihrem Begleiter, Konrad Wilderling:Ich sehe Ber­lin in Wirklichkeit ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Es war in meiner Vorstellung immer etwas Großes, aber sehr Graues, etwas, was einem den Atem nimmt vor Maschinenmäßig­keit. Aber das ist anders. Es ist auch Fröhlichkeit in der Eile. Ich höre manchmal so frohes Lachen wie bei uns und die vielen vielen Blumen stecken als Strauß am Herzen Berlins und geben ihm Freude und Heiterkeit. Alles ist so sauber und der Herbsthimmet ist heute zum Beispiel so wunderschön blau, wie daheim bei uns. Was ich bis jetzt von Berlin gesehen, gefällt mir und ich habe keine Angst mehr, vor den Berlinern zu singen." Sie ge­stand:Vor den Berlinern habe ich mich nämlich ziemlich gefürchtet."

Er schüttelte fast heftig den Kopf.

Sie brauchen sich vor keinem Publikum der Welt zu fürchten, Bettina, Ihre Art, meine Lieder zu fingen," ist dazu viel zu eigen."

Sig gingen nebeneinander her, dem Strudel des Potsdamer Platzes entgegen. Beide waren zum ersten Male in Berlin und machten am Tage ihrer Ankunft einen kleinen Spaziergang. Erst für den nächsten Abend war das Konzert angekündigt.

Bettina machte vor einer Litfaßsäule halt und fand ihren Namen darauf. Sie lächelte ihren Be­gleiter an.

Komisch ist das! Mir erscheint es ganz fantastisch, daß mein Name hier mitten im lautesten Berlin gedruckt steht, wo sich so viele berühmte Namen zu­sammengefunden haben. So viele Theater- und Filmberühmtheiten."

Bettina ahnte nicht, daß sich die Gräfin Jutta von Syden mit Gretel seit zwei Tagen in Berlin befanden, daß beide viel von ihr sprachen unb sich schon Karten für das Konzert besorgt hatten. Siö ahnte nicht, daß auch Dr. Diendorf sehr viel an sie dachte und das Konzert besuchen wollte. Aber sie fühlte Bangen, als ihre Programmnummer an dell Reihe war und fand es mit einem Male ganz unbe« greiflich, daß sie es wagen wollte, in Berlin ztt singen.

_ (Fortsetzung folgt!)

,weg»7

pb. Butzbach, 14. Okt. Die NS.-Kultur- gemeinde, Ortsverband Butzbach, veranstaltete im kleinen Saal desHessischen Hofes" einen V o r - tragsabend unter dem Motto:Fanfaren des Dritten Reiches". Der Vortragende, Dr. Leonhard Blaß (Berlin), verstand es von vornherein, die Hörer durch seine vollendete Vortragskunst zu fes­seln. Den Vortragsabend hatte er in zwei Teile zer­legt: den ersten Teil benannte erKampf der Ge­danken", den zweitenBekenntnis zum Führer . Den ersten Teil begann er mit dem aufruttehiben Gedicht von Dietrich EckhardtDeutschland er­wache", ihm folgten bann Dichtungen von Iahst, Brook, Menzel, Chamberlain, Holzapfel, Anacker, Rosenberg, Böhme. Im zweiten Teil brachte er Stellen aus den Werken von Göring, dem Roman Hitlerjunge Quex" von Peter Hagen, Dr. Goebbels, Nierens und Schirach. Lebhafter Beifall dankte Dr. Blaß für seine formvollendete Vortragsweise, dem

auftretende Wasserknappheit soll durch Graben eines weiteren Brunnens behoben werden. Im Verlaufe der weiteren Ausführungen streifte der Redner die Judenfrage und ging noch kurz auf die außen­politischen Ereignisse ein. Nach demSieg-Heil!" auf den Führer und dem Horst-Wessel-Lied zeigte Lehrer Reinheimer einen von ihm gedrehten Film, der die Großen-Lindener Bevölkerung bei der Arbeit auf dem Felde, bei der Obstversteigerung, bei der Erntearbeit und beim diesjährigen Ernte-

Jubel dankte.

Wilderling hatte sich langst an die ihm anfangs so schwer scheinenden Dankesverbeugungen gewöhnt und Bettina lächelte unb fing alle Herzen ein mit ihrem sonnigen klaren Lächeln.

Das ist ein Mädel! In die konnte ich altes Haus mich verlieben!" flüsterte Ernst Burger dem neben ihm Sitzenden begeistert zu.

Als Bettina das Podium verlassen, und der be­rühmte Violinist wieder da oben stand und wilde Kadenzen aus seiner Geige lockte, rote das Lachen von Teufeln und Sirenen, hätte sich Hans Syden am liebsten die Ohren zugehalten, damit sie nicht den Nachhall der rheinischen Lieder übertonen soll- ten der in ihm geblieben. Er wartete etwas nervös auf das zweite und letzte Auftreten Bettinas. Was die Zeit bis dahin ausfüllte schien ihm ode.

Die Lieder, die Lieder und Bettina! Schon paßten

treten Bettinas. Er ärgerte sich fast darüber, wie gespannt er war.

Ganz deutlich glaubte er sie schon vor sich। zu sehen. Ein wenig zu hell, ein wenig zu farblos. Daß sie gut sang, gut vortrug, das wußte er längst, aber __Viele Aber hatte er bereit. Und dann war Bettina plötzlich da, neben dem alten Wilderling, dem die silbergrauen Locken um den großen Kopf strudelten. Da war sie plötzlich und er wußte, sie war es, weil er sie genau kannte, und doch schien sie ihm verwandelt. Schien schlanker, vornehmer, und von eigenartiger Schönheit. Das mattgrüne Samt­kleid zeigte, wie schön gewachsen Bettina war und um das Haar, das matte Bernsteinhaar, konnte jeder Bettina beneiden. Hans Syden ahnte nicht, daß Bettinas Gedanken jetzt bei ihm wären, obwohl sie ihn nicht sah, obwohl sie nicht wußte, ob er wirklich im Saale unter den Zuhörern saß. Sie wußte nur, sie befand sich in Frankfurt am Main, wo er lebte unb sie dachte und wünschte, er sollte da sein. Sollte sie hören, sollte miterleben, wie man sie feierte. Denn man jubelte ihr überall zu, also würde es hier nicht anders sein.

Sie hatte es sich immer ausgemalt, daß sie schön sein wollte, wenn er sie so wiedersehen würde und alle erzählten ihr wieder und wieder, sie wäre wun­derschön. Sie hoffte, er säße da unten und dachte

Ach, was er denken sollte sie wußte es selbst nicht genau. Verworren war das alles, aber ihr war es, als brannten ihre Lippen wie Flammen, die Lippen, die er geküßt.

Sie sang das erste Lied, sie fang das zweite Lied und fang das dritte. Jubel antwortete jedesmal.

mannschaft geblieben. Einen ausgesprochen schlech­ten Start hatten in diesem Jahre die 1900er. Die Mannschaft kann bestimmt mehr, als sie bis jetzt zeigte und wird, wenn es ihr möglich ist, ihre alten bewährten Kräfte wieder zu stellen, sich nicht aus dem engeren Wettbewerb um die Spitze ausschalten lassen. Es ist zu berücksichtigen, daß sie bisher ein Spiel weniger ausgetragen haben. Für Dillenburg war es höchste Zeit, daß es am Sonntag die ersten beiden Punkte auf eigenem Gelände erkämpfte. Die Mannschaft ist unbeständig. Die Watzenborn-Stein- berger, noch im vergangenen Spieljahre die gefürch- tetste Heimatmannschaft, befinden sich in einer Krise.

Zur Gesamtbeurteilung der Spielstärke ist zu sagen, daß die Ausgeglichenheit mehrerer Mann­schaften bestimmt es mit sich bringen wird, daß innerhalb der Spitzengruppe des öfteren Verände­rungen eintreten werden.

Ergebnisse der Kreisklassen.

Oberbiel Sportfreunde Wetzlar 3:4; 1900 II gegen Großen-Buseck 1:2; Leihgestern Rodheim 4:0; Heuchelheim VfB.-R. II 5:2; Albshausen gegen Steindorf 2:2; Philippstein Stockhausen 1:0; Leun Bissenberg 4:1; Holzhausen Ulm 1:2; Ehringshausen Werdorf 3:2; Garbenteich gegen Steinberg 2:0 abgebr.; Steinbach Großen- Linden 11:4; 1900 III Lich II 9:0; Allendorf ge­gen Grüningen 5:1; Lich VfB.-R. III 5:0; Rod- Heim II Vetzberg; Alten-Buseck Tv. 1846 Gie­ßen 2:2; Launsbach Fellingshausen 2:3; Krof­dorf Lollar II 3:1; Großen-Buseck II Rüb- dingshausen 4:5; Londorf Daubringen 5:1; Geils-

danksest behandelte. Außerdem konnten sich die Eltern der Schulkinder einen Eindruck von dem Lager der hiesigen Volksschule im vergangenen Sommer im Vogelsberg verschaffen, von dem eben­falls Aufnahmen gezeigt wurden.

wg. Großen-Buseck, 15. Okt. Der hiesige Geflugelzuchtverein hielt nach einer längeren Pause in seinem Vereinslokal bei Gastwirt Hahn eine außerordentliche Versammlung ab, in der nach der Eröffnung durch den ersten Vorsitzenden, Lehrer Jung zunächst der Vorstand bestimmt wurde. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Herren zusammen: 1. Vorsitzender Lehrer Ludwig Jung, stellv. Vor­sitzender Schlossermeister Heinrich Zecher, Schrift­führer Heinrich Münch III., Beisitzer Heinrich M e- I i o r, Rechner Wilhelm Weiß L, Kassierer Wil­helm Weiß II., Zeugwart Karl Wilhelm Wag­ner. Im Verlauf der Versammlung wurde ein- stimmig beschlossen, eine totale Geflügel­schau abzuhalten, die am 10. November in der GastwirtschaftZum Busecker Tal" (Mitglied Lud­wig G a n s) stattfinden soll. Es wurden sofort zahl­reiche Meldungen abgegeben. Zum Ausstellungs- leiter ist der bekannte Plymouth-Rocks-Züchter Hein­rich Pfeiffer bestimmt worden. Mit den Vor­bereitungsarbeiten für diese Schau wird sofort be­gonnen. Nach dem Austausch von Erfahrungen in der Aufzucht und in " ------

ustausch von Erfahrungen m uen. -uur uuUCt

, her ftütteruna fand die Der- bracht wurde, war allem das Werk der Juden, fammlung ihren Abschluß. Im Saale der Gast- Juden hatten aus Deutschland, der Ordnungszelle wirtschaftZur Germania" zeigte die Gausilmstelle Europas, mit dem ^Etotz vom 9. Novembe . der NSDAP, den TonfilmSchwarzer Rger I°- em und d^n chg^Ml erbund^d h auch derHter'der Ortsgruppe, Oberstüdiendirektor

W hem äSb ^Gans, in seinem Schlußwort Ausdruck gab.

folgt.

f Treis a.d. Lumda, 15. Oktober. Mit dem heutigen Tage verläßt der seitherige Bahnhofsvor­steher Hölscher unsere Gemeinde, um seine neue Stelle als Reichsbahnbetriebsassistent in Großen- Buseck anzutreten, die er schon seit einiger Zeit kommissarisch verwaltet. Wir verlieren in ihm einen tüchtigen Beamten, der es verstand, stets dem Publikum gegenüber den rechten Ton zu finden. Sein Nachfolger ist Willi Schmu Ibach, der schon seit einiger Zeit die Stelle hier versieht. Unser drittes, mitten im Dorf gelegenes Gemeinde­backhaus ist unbrauchbar gewesen und soll, da sein Rauch die Nachbarschaft, besonders auch die Schule sehr belästigte, an einer anderen Stelle neu errichtet werden, man weiß nur noch nicht recht wo, da ein wirklich geeigneter Platz, der von allen Beteiligten so bequem zu erreichen ist, wie seither, schwer zu finden ist.

]) Lich, 14. Okt. Am Sonntagnachmittab fand die diesjährige Hauptübung der Freiwil­ligen Feuerwehr Lich und der Pflicht- feuerwehr statt, mit der eine Besichtigung bei­der Wehren verbunden war. Hierzu waren Kreis- seuerwehrinspektor Bouffier (Gießen) und der Kommandant der Gießener Gailschen Freiwilligen Feuerwehr Münch (Gießen) erschienen. Beide Wehren, die in einer Gesamtstärke von 178 Mann angetreten waren, marschierten mit der Kapelle der Freiwilligen Wehr zum Uebungsplatz, wo unter dem Kommando von Oberbrandmeister Zimmer (Lich) Fußexerzieren und Geräteübungen durchge­führt wurden. Im Anschluß an das Exerzieren wurde unter Einsatz der Feuerwehr und der Sani­tätskolonne vom Roten Kreuz ein Großbrandangriff auf die GastwirtschaftZum Storchen" gezeigt. Nach der Uebung erfolgte der Rückmarsch zum Ge- rätehaus. Hier sprach Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier über die planmäßig aufgebaute und folgerichtig durchaeführte Uebung beim Brandan­griff seine volle Anerkennung aus. Ebenso lobend . I äußerte er sich über den Zustand und die Reichhal­tigkeit der Feuerlöschgeräte. Die Stadt Lich könne I mit Stolz auf eine solche schlagfertige Wehr blicken.

und Kameradschaftsabend der Freiwilligen Wehr statt. Nach der Begrüßung der außerordentlich zahl­reichen Besucher durch den Führer der Licker Wehr, Oberbrandmeister Zimmer, in der für das große Interesse und die Verbundenheit sowie die Anteil­nahme der Licher Bevölkerung gedankt wurde, sprach Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier (Gie­ßen) in längeren Ausführungen mit werbenden Worten über Zweck, Ziel und Aufgaben der Frei­willigen Feuerwehren im Dritten Reich und über­reichte dann fünf Mitgliedern der Licher Wehr Christian A l b o h n IL, Fritz A r n o I d , Fritz Kächler, Ludwig Menges I. und Geora Chri­stian U h r h a n , das Ehrenzeichen des Landesver­bandes Hessischer Freiwilliger Feuerwehren für 15- jährige ununterbrochene Dienstzeit in der Freuncl- ligen Feuerwehr. Bürgermeister Geil sprach sich anerkennend über die am Nachmittag gezeigten Leistungen aus und versprach als Vertreter der Stadt, der Wehr stets seine Unterstützung angedeihen zu lassen. Kameradschaftliches Beisammensein mit Tanz beschloß den Abend.

I Lich, 15. Okt. Dem Vorsitzenden des Volks- bilbungsoereins, Lehrer Hild, war es ge­lungen, für den Montagabend Pg. Prof. Dreyer (Friedberg) als Redner zu gewinnen, der seit bald zwei Jahrzehnten im Kampf gegen öte Kriegsschuldlüge tätig ist. Der Dereinsfuhrer, Lehrer Hild, begrüßte die Versammlung, dann sprach Professor Dreher über das ThemaAll­judas Schuld am, im und nach dem Kriege". Der Redner gab ein Bild des Judentums aus der ältesten Vergangenheit bis zur Gegenwart. Er lieh die Zu- Hörer Blicke tun hinter die Kulissen des Weltkrieges und zeigte an vielen Beispielen, mit welchen Waffen die Juden für ihre Weltherrschaft kämpften. Mit sei­nen Bundesgenossen, Freimaurertum und Marxis­mus, reichte'sich Alljuda über die Grenzen Deutsch­lands hinaus die Hände, um zur Weltmacht zu wer- den. Daß dabei Deutschland an den Abgrund ge-

[ampf bestehen können."

Beobachtungen an den Albacher Teichen.

J Lich, 16. Okt. Wer jetzt gegen Abend den Albacher Teichen einen Besuch abstattet, kann Raturbeobachtungen seltener Art machen. Der größte der Teiche, der in der vorigen Woche abge- laflen wurde und jetzt nur ganz geringen Wasser- itanö zeigt, wird von seinen allabendlich in der hq-bstzeit sich einstellenden Besuchern, den Tausen­de und aber Tausenden von Staren aus nächster unb weitester Umgegend, gemieden. In der Luft Schwirren sie schreiend in großen Scharen herum uii) suchen vergeblich nach ihren seitherigen Ruhe- pl tzen im Schilf, das, zertreten und zum Teil ab- ae iäht, ihnen keinen Ruheplatz mehr gewahrt, sine ständigen Bewohner, Bläßhühner und Wild­er len, haben den Teich ebenfalls verlassen; sie l)ö en vorübergehend ihr Standquartier aufgegeben im sind nach dem nächstgrößeren Teich nur we- ni c Minuten talaufwärts, abgewandert. Hier wim- iriit es gegenwärtig von diesen Wasserbewohnern; n seilen kann man auf kleiner Wasserfläche bis zu hijidert Bläßhühner zählen, und wenn man die n iqe Ruhe und Ausdauer im Warten bewahrt, utt man ein halbes hundert Wildenten. Bemerken dl'e aber den Menschen, so steigen sie in großer Z hl plötzlich auf, um in Scharen von 2 bis 5, al r auch in Mengen zu 15 und 20, in großen B gen die Teiche zu umkreisen und dann nach geren Flügen ins Wasser zurückzukehren. Doch n r noch wenige Stunden dürfen sich die Tiere iher zweiten Heimat erfreuen, denn seit 0^ sind die Schleusen geöffnet, um auch diesen Teich zil entleeren. Etwa vierzig Stunden lauft das Lasser ab, so daß am Donnerstag auch Fischzug ir zweiten Teich gehalten werden kann, wozu sich si erlich wieder viele Zuschauer einfinden werden. Bs zum Füllen der Teiche verlaufen im allge- nwinen bei normalem Wetter etwa 20 Tage.

Der Tabellenführer Naunheim hat in diesem Jahre tatsächlich eine Mannschaft zur Stelle, die in ihrer augenblicklichen Form als erster Anwärter für die Meisterschaft in Frage käme. Die schwersten Spiele dürfte die Mannschaft bereits in Wetzlar und Bis­senberg und gegen VfB.-R. Gießen hinter sich haben, so daß nicht zu erwarten ist, daß die Naun­heimer aus der Spitzengruppe verdrängt werden.

Die Bissenberger, im vergangenen Spieljahr schon ein gefürchteter Gegner, sind auch in diesem Jahr wieder in guter Form. Die Frohnhausener sind in diesem Jahre in technischer Hinsicht bedeutend reifer geworden. Sie haben bis jetzt annehmbare Leistun­gen gezeigt. Der vorjährige Meister hat bis jetzt enttäuscht und scheint in seiner Spielstärke zurück­gegangen zu sein. Seine Niederlage auf eigenem Platz gegen den Tabellenführer bedeutete eine Sen­sation. Aber man weiß, daß die Wetzlarer, dann, wenn es darauf ankommt, zur Stelle sind. Der Neu­ling Sinn hat sich sehr gut in der Gruppe zurecht- gefunden und zeigte ausgeglichene Durchschnitts­leistungen. Die Niedergirmeser sind die alte Kampf-

der Kampf angesagt und das Ende ihrer Herrschaft in Deutschland herbeigeführt. Drtegruppenleiter Kuhn dankte unter dem Beiefall der Versammlung dem Redner für seine Ausführungen und forderte zur tatkräftigen Unterstützung der Arbeit unseres Führers auf. Die Versammlung wurde dann m der üblichen Weise geschlossen.

D Lich, 15. Okt. Auf Einladung der NS-Ge- meinschaft ^Kraft durch Freude" und der NS.- Kulturgemeinde weilte am Samstagabend das Gießener Stadttheater in unserer Stadt, um unter Spielleitung von Wolfgang Kühne in der Turn­halle das reizende LustspielHilde und 4 PS' zur Aufführung zu bringen. Das Stück wurde vorzüg­lich bargeboten. Stärkster Beifall lohnte die guten Darbietungen der Schauspieler. Der Besuch des Abends litt leider darunter, doch gerade am Sams­tag und Sonntag verschiedene Veranstaltungen statt­fanden. Mancher, der das Stück gern gesehen hätte, ist dadurch um einen selten gebotenen Kunstgenuß gekommen. Hoffen wir, daß beim zweiten Theater­abend im ganzen sind vier Gastspiele geplant

ar in zur M

lich feste bummeln, und Karten fürs Konzert waren a,rtJLq alch nicht mehr zu haben gewesen. Pauli zieht, aber rW,1 kg e3 heißt, das Wortausverkauft" wäre auf Rech- erV hen ninq des rheinischen Komponisten Wilderling zu Ä«-" von dessen Existenz die meisten Leute bis jcht feine Ahnung gehabt. Ich übrigens auch mcht.

fl|, Die Sängerin seiner Lieder soll großartig fein."

Er ließ sich auf dem nächsten Stuhl nieder.Nun durch habe ich eine Einlaßkarte frei und dachte: Fahr mal irqDm)flrt taich zu Graf Syden, der kommt melletcht mit. folgte Hans Syden mußte die Einladung annehmen er ü wußte keine Ausrede unb beleibigen wollte er ben immer entqegenfommenben Chef, der ihn rote einen jüngeren Freund behandelte, auf feinen Fall

So warf er sich denn auch in Dreß und bann ar ber Seite Burgers auf einem sehr guten Par- irSÄr ^ia®sr6®benrhrk di^z^mmen? Imm-r ho.te es noch wie -in Druck

hum9, was er spielte, er wartete nur auf bas Auf- auf thrn gelegen das dose Erleben, unb letzt war es

[tir gerichtet:

In biefen Tagen hat bie junge ®arbe bes Füh­rers, bie HI., erneut in ber Öffentlichkeit ben Be­weis bafür angetreten, baß es Ehrenpflicht aller Later unb Mütter in Deutfchlanb fein mutz, ihre Lohne unb Töchter ber HI- ober Dem 8dM zuzuführen. Die beutfche Jugenb ist )a wertvollste Gut ber Nation unb gehört somit Je i Führer. Die Jungen unb Mabel bie bie welt- auchauliche unb kamerabschaftliche Schulung bes Ji igoolfs, ber HI. unb bes BbM in sich au neh- n haben einzig unb allem bie Anwartschaft bdrauf, in bie Meisterlehre bes Hanb- Dh r k s ausgenommen zu werben. Von Euch, nanbroerfsmeifter, erwarte ich, baß Ihr nur m die Lehrlinge unb Lehrmäbchen m £ire Werkstätten aufnehmt, bie ben Organi­sationen ber Jugenb bes Führers an- g hören. Die vornehmste Aufgabe bes Hanb- wirfs muß es sein, aus biefen Hitler-Jungen unb 8 M.-Mäbel Menschen zu formen, bie im Lebens-

Spiele gern.

verl.

un- entsch.

Pkte.

Tore

Naunheim

4

4

0

0

8

14:5

VfB.-R. Gießen

4

3

1

0

6

12:6

Bissenberg

4

2

1

1

5

10:8

Frohnhausen

4

2

1

1

5

10:8

Wetzlar

3

2

1

0

4

8:7

Sinn

4

1

2

1

3

10:8

Niebergirmes

4

1

2

1

3

4:8

1900 Gießen

3

0

1

2

2

5:6

Dillenburg

4

1

3

0

2

8:13

W.-Steinberg

4

0

4

0

0

6:18