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Wirtschaft

Liebe, die sie uns entgegenbrachten. Der Ortspfarrer stiftete für die Kolonne Gießen eine Bergmanns­lampe, in deren Fuß das Abstimmungsdalum ein- graoiert war und die Ortsleitung der Deutschen Front und das Rote Kreuz in Wiebelskirchen waren sehr für unser Wohl besorgt. Die Fürsorge aller unserer Quartierwirte läßt sich kaum in Worte fassen. Wir hatten Gelegenheit, die mustergültige Disziplin der Einwohner vor, während und nach der Ab­stimmung zu bewundern. Fahnen durften nicht ge­zeigt werden. Alles fügte sich der Anordnung. Am Tage vor der Abstimmung prangten die Fahnen­stangen an den Häusern mit Tannensträußen oder Kränzen und hie und da auch mit Bergmanns­lampen behangen. In jeder Wohnung standen die Fahnen in Farben des Dritten Reiches bereit, um sofort nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses ihren Platz einzunehmen. Abends erstrahlten die Fronten fast aller Häuser im Lichte vieler kleiner Lampen oder Glühbirnen und nur bei ganz wenig Häusern, wo dies nicht der Fall war, wußte man, daß hier der Status quo zu Haufe ist. Das konnte aber die Stimmung, die feste Zuversicht an dem für Deutschland günstigen Ausgang der Abstimmung nichts ändern.

Saargebiet gezählt werden, sind in regelmäßigen Abständen mit englischen Kavallerieposten besetzt; dieWartburg" selbst ist rings von englischer In fanterie mit zahlreichen Maschinengewehren um­stellt und in allen Stockwerken, selbst aus dem Dach, bewacht, während vor dem Portal Posten mit auf- gepslanztem Seitengewehr und eine Eskadron Auf­stellung genommen haben. Von schwerbewaffneten Kraftfahrkolonnen werden die Urnen eingebracht. Mit der Begleitung find englische und italienische Truppen betraut. In gleicher Weise sind die Gleise und Brücken der Bahnstrecken gesichert, auf denen die Bahntransporte mit den Urnen aus den ent­fernter liegenden Gemeinden anrollen; man sieht die Posten auf der Ueberführunq bei Dudweiler und die Besetzung des Güterbahnhofs, auf dem die Umladung in Kraftwagen erfolgt. Diese strenge Be­wachung ist erforderlich; weiß man doch, daß die Separatisten Sprengstoff besitzen und vor keiner Gewalttat zurückschrecken.

Montag schlägt die Abschiedsstunde. Wir verlas­sen das schöne Saarbrücken mit der frohen Gewiß­heit, daß der Sieg unser sein muß und damit ein schreiendes Unrecht sein Ende gefunden hat.

Das Saargebiet hat nicht umsonst geschmückt. Heute haben wir die Gewißheit, daß ein über Ver­haften herrlicher Sieg errungen ist. Wenn der Früh­ling mit feiner Pracht an der Saar wieder Ein­zug hält und die Natur auferfteht, die sich dort besonders reich entfaltet, dann wird es nach vielen harten Jahren der Fron für unser Saarland wie­der der erste deutsche Frühling der Freiheit sein!

* Metallgesellschaft AG. Frankfurt a. M. In der AR.-Atzung der Metall gesell schäft AG. wurde die Bilanz per 30. September 1934 oorgelegt, die aus laufenden Geschäften einen Reingewinn von

und manch dankbarer Händedruck erfüllte uns mit dem stolzen Gefühl, unsere schöne Aufgabe ßum Wohle unserer Volksgenossen und damit im Sinne unseres Führers und Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes gelöst zu haben.

änderungen nach beiden Seiten hielten sich zumeist innerhalb eines Prozentes.

Für den Sonderzug GießenNeunkirchen zur Saarabstimmung stellte das Rote Kreuz das Sani­täts-Begleitpersonal. Vier Pfleger aus der Sani­täts-Kolonne und zwei Helferinnen des Alicefrauen- vereins vom Roten Kreuz übernahmen unter Lei­tung einiger Aerzte, die abstimmungsberechtigt wa­ren, die Betreuung der hilfsbedürftigen Fahrtteil­nehmer. Die Aufgabe war wohl eine der schönsten und dankbarsten. Mit den Hilfeleistungen für unsere Brüder und Schwestern war es uns vergönnt, ein bescheidenes Teil zu dem herrlichen Abstimmungs­ergebnis beizutragen. Es war uns möglich, alle als krank gemeldeten Abstimmungsberechtigten wohl­behalten am Abstimmungsort in weiterhelfende Hände abzugeben. Wieviel stilles Heldentum wurde doch von den uns anvertrauten Schützlingen auf­gebracht!? Alte Mütterchen bis zu 80 Jahren, an­dere, die gerade vom Krankenlager aufgeftanden waren, werdende Mütter und eine Anzahl junger Mütter mit ihren Säuglingen haben die Anstren­gungen der weiten Reife gerne und mutig auf sich genommen, nur um ihre Stimme, die vielleicht aus­schlaggebend sein könnte, für Deutschland nicht ver­loren gehen zu lassen. So z. B. eine Frau, die in wenigen Tagen ihrer Niederkunft entgegen sah, scheute selbst die Gefahr einer eventl. Entbindung unterwegs nicht.

Bald war das beste Einvernehmen mit unseren Schutzbefohlenen hergestellt und manches Wort des Dankes und Ausdruck der Zufriedenheit von den Betreuten war schönster Lohn für gern geleistete Arbeit. Das Endziel der Reife konnte ohne ernsteren Zwischenfall erreicht, und die letzten unserer Pflege­befohlenen im Bahnhof Neunkirchen den Kamera­dinnen und Kameraden vom Roten Kreuz in Ob­hut gegeben werden. Treue deutsche Kameradschaft der Neunkirchener Sanitätskolonne hals uns in kurzer Zeit alle zur Hilfe notwendigen mitgebrach­ten Materialien und Geräte für den Rücktransport sicherzustellen. Quartiere bezogen wir in Wiebels­kirchen, einem größeren Dorf bei Neunkirchen. Die Einwohner dieses Dorfes fetzten sich zum größten Teil aus Arbeitern und Angestellten der umliegen­den Gruben und Hüttenwerke zusammen. Was wir nun erleben durften, wird uns allen in schönster Er­innerung blieben. Freudig strahlten uns die Augen entgegen, denn jeder wußte, daß bei einem der­artigen Einsatz nichts anderes als ein herrlicher Sieg erfochten werden konnte, der die Wiederver­einigung mit dem Mutterland bringt.Mir wolle hemm", so klang es uns überall mit stolzer Zuver­sicht entgegen. Einer wetteiferte mit dem anderen, uns irgend etwas Gutes zu tun.Ihr habt uns die Brüder und Schwestern aus dem Reich bringen hel­fen und wir vergessen nie, daß ihr uns damit im Kampfe für die Rückkehr zur Heimat geholfen habt."

Diese Gedanken bewegten unsere Brüder an der Saar immer wieder und waren der Grund aller

Die Arbeitstage im

Bezirk des Landesarbe.tsamts Hessen.

LPD. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Die saisonüblichen Entlassungen

rufsgruppe war in erster Linie durch saisonbedingte Entlassungen der Offenbacher Portefeuilleindustrie verursacht. Die Zunahme schwankt in den einzelnen Arbeitsamtsbezirken zwischen 1622 (Arbeitsamts­bezirk Frankfurt a. M.) und 9 (Arbeitsamtsbezirk Niederlahnftein). Zwei von den 17 Arbeitsamtsbe­zirken hatten auch im Dezember noch eine Abnahme der Zahl der Arbeitslosen zu verzeichnen, und zwar Kassel um 1081 und Darmstadt um 137.

Die Zahl der von der Reichsanstalt unterstützten Arbeitslosen ist den Zugängen im Dezember ent­sprechend gleichfalls gestiegen, und zwar schielten Ende Dezember 34 749 Personen Arbeitslosenunter­stützung und 46142 Krisenunterstützung, gegenüber 28 529 bzw. 45 816 Ende November 1934. Die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen hat da­gegen weiterhin von 42 775 auf 42 333 abgenom­men. Bei Notstandsarbeiten waren 22 514 Arbeits­lose beschäftigt, das sind 2081 mehr als Ende No­vember vorigen Jahres.

Die den sche Schweinehaltung.

Die vorläufigen Zusammenstellungen des Sta­tistischen Reichsamtes zeigen folgendes Ergebnis der Schweinezählung vom 5. Dezember 1934: Gefamt- fchweinebeftand 23,14 (Dez. 1933: 23,89) Millionen Stück, darunter Schlachtschweine (über V2 Jahr alt) 6,70 (6,28), Jungschweine (8 Wochen bis noch nicht V2 Jahr alt) 10,04 (10,35), Ferkel (unter 8 Wochen) 4,51 (5 13), trächtige Sauen 1,07 (1,23), davon Jung­sauen 0,24 (0,31) Millionen Stück. Der Schweine- bestand vom 6. Dez. 1934 ist um 3 v. H. kleiner, als im Dezember 1933. Es bestätigt sich damit die Ten­denz zu einer Verkleinerung der Schweinehaltung. Die über V2 Jahr alten Schlachtschweine weisen als einzige Altersklasse eine Zunahme gegenüber dem Vorjahre auf (6,5 0. H.). Alle übrigen Klaffen zeigen eine sich fortschreitend vergrößernde Abnahme. Ent­sprechend dieser Bestandsentwicklung wird das zur Zeit noch über Vorjahreshöhe liegende Schweine­angebot im Laufe der nächsten Monate allmählich um ein Geringes hinter dem Rekordangebot des Vorjahres zurückbleiben. Diese Entwicklung ist die natürliche Anpassung der Schweineerzeugung an den geringeren Futteranfall der letzten Ernte.

zugsaktien, sowie von 4 (0 v. H.) auf die 33,4 Mill. Mark Stammaktien vorgeschlagen werden, eine Aus­schüttung, die dem Reingewinn aus laufenden Ge­schäften entspricht.

Me n-Mainiscke Mittagsbörse.

Tendenz: fest.

Frankfurt a. M., 15. Jan. Das gewaltige Be­kenntnis des Saarlandes zum Reich hinterließ auch an der Börse den denkbar stärksten Eindruck. Daß hierdurch ein bisheriger internationaler Störunos- faktor ausgeschaltet worden ist, steht außer Zweifel

Am Chemiemarkt lagen Farbenindustrie mit 142,25 (143) bis 143 behauptet, fester waren noch Deutsche Erdöl mit 104,25 (104), und Metallgesell­schaft erhöhten sich auf den inzwischen bekanntge­wordenen Beschluß der heutigen Bilanzsitzung, wo­nach die Dividendenzahlung für die Stammaktien mit 4 v. H. wieder aufgenommen wird, auf 90 (89,50) v. H. Am Markt der Elektropapiere blieben die gestrigen Kurse zumeist gut behauptet, etwas fester lagen noch Felten, Siemens, Lahmeyer. Schlickert und Gesfürel bröckelten bis 0,50 v. H. ab. Für Montanaktien überwogen Kursbesserungen bis zu 0,65 v. H., besonders die Werte der Stahloer­eins-Gruppe wurden bevorzugt. Etwas schwächer lagen Harpener (0,75 v. H.), Klöckner (0,25 v. H.) und Buderus (0,75 0. H.). Weniger spe­kulative Papiere, wie AG. für Verkehrswesen (82,25), Eßlinger Maschinen (69,50), Moenus Ma­schinen (85), Gement Heidelberg (111,50), Zellstoff Aschaffenburg (72,50) erhöhten sich bis zu 1,50 v. H., ferner gewannen AKU 1,13 v. H., Daimler, Deutsche Linoleum, Westdeutsche Kaufhof und Reichsbank bis 0,75 v. H.

Der Rentenmarkt lag dagegen weiter fest, wenn auch die wesentlich höheren Vorbörsenkurse nicht mehr erreicht wurden. Altbesitz zogen auf 111,40 (111) an, ferner gewannen Kommunal-Umschuldung 0,40 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,25 v. H., Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,25, Zinsver- gütungsfcheine und Stahlverein-Bonds blieben etwa behauptet. Fest lagen Städte-Altbesitz mit 107 (106).

Am Pkandbriefmarkt bestand bei bis 0,50 0. H. festeren Kursen weitere Nachfrage, insbesondere für Liquidationspfandbriefe. Stadtanleihen lagen ruhig und nur wenig verändert, auch Staatstitel zeigten meist behauptete Kurse. Auslandsrenten fanden nur wenig Interesse.

Der Kassamarkt wies im ganzen noch feste Hal­tung auf, doch war die Haltung nicht ganz ein­heitlich. Sinalco blieben weiter stark gefragt, auch Seilindustrie Wolff und einige von der Mann­heimer Börse übernommene Werte, wie ©inner, Durlacher Hof, Pfälz. Mühlenwerke und Bad. Rheinschiffahrt waren gesucht. Tagesgeld unver­ändert 3 v. H.

Keine Abendbörse.

Wegen der Bedeutung des heutigen Tages hat der Börfenvvrstand angeorbnet, daß die Abendbörse ausfällt.

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 15. Jan. Auftrieb: Ochsen 42 (zum Schlachthof direkt 7), Bullen 37 (1), Kühe 350 (5), Färsen 220, Kälber 346 (7), Schafe (2), Schweine 765 (34). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Le­bendgewicht in Mark: Ochsen a) 33 bis 35, b) 28 bis 32, c) 24 bis 27. Bullen b) 28 bis 30, c) 22 bis 27. Kühe a) 30 bis 34, b) 25 bis 29, c) 19 bis 24, d) 10 bis 18. Färsen, a) 35 bis 38, b) 30 bis 34, c) 26 bis 29, d) 22 bis 25. Kälber b) 36 bis 40, c) 27 bis 35, d) 18 bis 26. Schafe nicht notiert. Schweine b) 50 bis 53, c) 48 bis 52, d) 46 bis 51. Marktverkauf: Rinder schleppend, Ueberstand. Kälber ruhig, lang­sam geräumt. Schweine ruhig, Ueberstand.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 15. Jan. Arn heutigen Grvß- rnarkt wurden aus Anlaß der Saarfeierlichkeiten keine Notierungen feftgestellt.

Ais SamtälsbeMer bei der Saarabstimmung

Don Kolonnepsührer L Kräh.

und hat die Zuversicht für eine weitere Förderung des europäischen Friedens nur noch verstärkt. Unter diesem Eindruck werden auch berechtigte Hoffnungen auf einen starken wirtschaftlichen Aufschwung des Saargebiets gehegt, die auf die Gesamtwirtschaft des Mutterlandes natürlich einen anregenden Emfluß

selischaft, sowie auf Währungsgewinne entfielen. Aus dem vorhergegangenen Geschäftsjahr steht ein Gewinnvortrag von 527 082 Mark zur Verfügung. Der GV. am 18. Februar soll die Verteilung einer Dividende von 6 v. H. auf die 1,86 Mill. Mark Vor-

Schifs. Nur über den Prozentsatz der deutschen Stimmen findet lebhafter Meinungsaustau ch statt. Sogar Ausländer aus den Abstimmungsgerichten bewegt diese Frage. Ein Norweger, der id) sehr lobend über die vorbildliche Geduld und Disziplin der Deutschen an der Saar ausspricht, hat auf 82 Prozent für Deutschland gewettet

Zum Empfang der abstimmungsberechtigten Deut­schen aus allen Erdteilen erstrahlen bei Eintritt der Dunkelheit die Hauptverkehrsstraßen und die Saar­brücken in Tausenden von elektrischen Flammen, und Scheinwerferlicht ergießt sich über das herrliche Barock der Ludwigskirche und das neue Rathaus in St. Johann, zwei Wahrzeichen der schönen und ur- deutschen Stadt Saarbrücken. Auf den Straßen flutet eine festlich gestimmte Menge deutscher Män­ner und Frauen, die aus aller Welt kamen, um ihre völkische Pflicht zu erfüllen. Rührend sind die Szenen des Wiedersehens unter alten Freunden; freudig bewegt erkennen sich Menschen, die Jahre, ja Jahr­zehnte getrennt waren. Jetzt hat sie der Ruf des Vaterlandes zufarnrnengeführt. Das gesamte Saar­land scheint eine große Familie geworden zu sein.

Vor den Abstimmungsgebäuden steht man schon in den frühen Sonntagmorgenftunöen Schlange. Wohl keiner setzt fein Kreuz ins dritte Feld, ohne vorsichtig und gewissenhaft geprüft zu haben, ob der in der Zelle hängende Stift den von hoher Kommission verordneten Farbton schreibt, lieber allen liegt ein feierlicher Ernst; jeder ist sich der Bedeu­tung der Stunde vollauf bewußt. Kein Abstim­mungsberechtigter spricht ein Wort; jeder hält den rechten Arm krampfhaft an der Seite, oder hat die Hand in der Tasche, um nicht durch unwillkürliche Erweisung des deutschen Grußes das Vaterland um eine Stimme zu schädigen. Bis zu fünf Stun­den haben manche Berechtigte anstehen müssen, ge­duldig und freundlich, bis auch sie endlich dran- famen. Aber Tage hindurch würden sie so gestanden haben, wenn es fein müßte, denn es geht um die Heimat und um Deutschland!

Wie groß der Siegeswille, nicht nur der Saar­bevölkerung, sondern auch der aus dem Reich ge­kommenen Volksgenossen war, möge daraus hervor­gehen, daß sich Fahrer von Krankenwagen, die Ab­stimmungsberechtigte nach Neunkirchen gebracht hat­ten, mit ihrem Wagen den ganzen Tag zur Ver­fügung stellten, um ortsanfäfjine (schwerkranke nach den Abstimmungslokalen zu befördern. Am Sonntag begegneten wir einigen Panzer- und Lastwagen mit fremdem Militär. Die Engländer, die am Abend mit starkem militärischem Amgebot die Wahlurnen zum Transport nach Saarbrücken abholten, schienen mit. . , ,......

ihrem Dienst recht zufrieden. Singend kamen sie auf 1 520 481 Mark aufweist. Außerdem erbrachte das ihren Lastwagen an und manches Scherzwort wurde; Geschäftsjahr außerordentliche Erträgnisse in Höhe vor Abfahrt mit den herumstehenden Schaulustigen! von 3 603 783 Mark, von denen 2 771 898 Mark auf gewechselt. Dem Ausspruch eines EngländersAuf Gewinn aus Rückkauf von Pfund-Anleihen der Ge- W'.edersehen" wurde ein promptes ,.So fiehste aus!" ' r*m'L~C1 r ~"c <m"t* entgegengesetzt. Unter Lachen auf beiden Seiten rollten die Wagen nach den nächsten Abstimmungs­lokalen ab. Die eingesetzten deutschen Polizeikräfte, gebildet aus Landjägern, Ortspolizei und Feuer­wehrleuten, hatten mit der Aufrechterhaltung der Ordnung leichte Arbeit, da es zu keinerlei Zwischen­fällen kam. e

Der Montagnachmittag brachte den Abschied und unsere Ouartierleute ließen es sich nicht nehmen, uns bis auf den Bahnsteig das Geleit zu geben.

Bald wurde unser Zug ins Abfahrtgleis bereit­gestellt und schon kamen auch unsere ersten Schutz­befohlenen wieder an. Die Freude des Wieder­sehens war auf beiden Seiten herzlich und ein kleiner Junge gab sich erst zufrieden, als ihn einer der Pfleger auf den Arm nahm und er stolz seinem

in den Außenberufen hatten im Dezember eine Zu- ... -7

nahme der Zahl der Arbeitslosen um rund 7700 «usuben wird. Vorbörslich entwickelte sich ziemlich zur Folge. Die rückläufige Entwicklung trat dieses lebhaftes Geschäft bei gegen die schon feste Abend- Mal im Dezember nicht so stark in Erscheinung,' börse höheren Kursen. Der amtliche Beginn brachte als in den Vorjahren; im Dezember 1933 betrug dann wider Erwarten eine recht uneinheitliche Kurs- die Zunahme 10192, im Dezember 1932 sogar , gestaltung, da seitens der Kulisse, die m den letzten 17 061. Ende Dezember wurden von den Arbeits- Tagen in Erwartung des eingetretenen Ereignisses ämtern im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen stark vorgekauft hatte, einige Entlastungsverkaufe insgesamt 155 893 Arbeitlose gezählt, davon waren erfolgten, denen jedoch eine ganze Anzahl Kauf- 18 783 oder 12 v. H. Frauen. In der Hauptsache\ orders, insbesondere der Depositenkundschaft, gegen- ist die Zahl der männlichen Arbeitslosen gestiegen,! überstanden. Das Geschäft war verhältnismäßig und zwar um rund 7200. Davon entfallen allein klein. Immerhin hielt die feste und zuversichtliche auf die Außenberufe (Landwirtschaft, Industrie der Grundstimmung an, und man rechnet in den nächsten Steine und Erde, Baugewerbe) rund 5400. Neben Tagen, wenn sich bi# Kundschaft besser auf die Lage den Außenberufen trat eine rückläufige Bewegung eingestellt hat, mit weiter steigenden Kursen und leb­hauptsächlich in der Lederindustrie ein, die eine Zu-. Haftern Geschäft. Deshalb setzten nach den ersten nähme von rund 1100 Arbeitslosen aufweist. Die Kursen bereits wieder kleine Rückkäufe ein. Die Per- Verschlechterung der Beschäftigungslage dieser Be-

In der Nacht zum Montag bietet sich, von nur > Freund den Opa von der Saar zeigen konnte. An wenigen bemerkt, ein sehenswertes militärisches der zur Zeit noch bestehenden Grenze hatten wir Schauspiel dar, die Einbringung der in eigens \ alle unsere Pfleglinge (ein älterer schwerkranker hierzu hergestellten Kisten verpackten Urnen mit, Herr war in Saarbrücken zurückgeblieben) wieder den Stimmzetteln aus sämtlichen Abstimmungs-' in Obhut genommen. Alle konnten wieder in ihren lokalen. Die Zugangsstraßen zurWartburg" in Heimatbahnhöfen wohlbehalten abgeliefert werden Saarbrücken, wo die Stimmen aus dem gesamten

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zulegi veichiossenen Dividende an Reichsvankdiskonl 4 0 H

.yiun u. u. -

<«1

Schluß- iurs

Schlugi. Abend-

W

Schluo- turs

Schlugt Mittag, börse

Datum

14.1- | 15.1

14-1.

15.1-

6% Deutsche Reichsanlethe 0 1927

98.4

98-5

98.65

98-9

6% ebem.7% Ti. Reichsanl. v. 1929 5%% ?)ounfl-iMnleit)e von 1930

99-4

99-8

99.75

100

Deutsche.,lnl..'2lblöf.«<3d)ul0 mti

AuSlof.-Rechten .........

111

110.4

111

110.13

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ebem.8% Hess. Bolksstaal 1929 (rückzahlb. 102%)

99

99

98-75

99

6% Hess Landesbank Darmstadt Goto R. 12

96

96.5

96-25

5*/»% Hess Lanbes-Hypotheken- bank Darmstadt LUaui

96-75

Oberhcssen Provinz-Anleihe mit Ausloj.-Reckten

Dealscke Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit Ausloi.-Reckten

109.25

109-75

109

109-75

6% ehe in 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe 15 unkündbar bis 1935

96.25

96-75

96-25

6% ehern. 7% Franks Hyp.-Bank Goldpfe 16 unkünobar bis 1936

96-25

96-75

tVi% ehem 4>/z% Franks Hyp.- Bank-Ligu.-Psandoriefe

96.5

97.25

6*/2% ehem V/2% Rheiniscke Hyp.-Bank-Ltau.-Golbpfe

97-5

98

97.5

98-5

«% ehem 8% Pr Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R 19

97-75

98

97,75

98

% ehem. 7% Pr Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 10

97-75

98

97-75

98

Steuergussch. BerrecknunggkurS

104.5

104.5

104-5

104-5

<% Oesterretchssche Goldrente

27-5

27-5

4,20% Lesterreichiscke Silberrente

1.1

1.3

1.3

*% Ungarische Goldrente

9

8-9

8-5

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8.75

8.65

8.75

8.45

4%% desgl. von 1913

8.75

8.65

8-7

8.9

6% abgest. Goldmexikaner von 99

11

10-9

11.2

11

4% Türkische Zollanleihe von 1911

-

4% Türkische Bagdaobahn-Anleihe Serie 1 ...................

8

8

au u.

Schluß- kurs

Schluß!. Abend- börie

Schluß- furei

Schlußk. Mittag- bör-e

Datum

14.1

15-1-

14-1-

15.1

4% vesgt. Lene li

8

8

_

5% Rumän. vereint;. Rente v. 1903

4-6

4.6

4.6

4.7

4^%Rumän.vereinh.Rentev.l9i3

6.5

6.5

6-8

4% Rumänische vercinh. Rente

4-3

4.35

4.4

4-3

2V4% Anatolier ............

33-5

33-5

33

33-75

Hamburg-Amertka-Pake« ....

0

26-5

26.5

26-65

26-25

Hamburg-Südam. Dampfschiff

0

24.5

24.75

Hansa-Dampfschifs ........

Norddeutscher Lloyd .........

0

0

30.4

30

29.9

29.9

A.G. für 'Verkehrswesen Akt. ..

0

81.4

82-25

80-5

81.5

Berliner Handelsgesellschaft ...

4

95.5

96

96-25

96-25

ssommerz- und Privat-Bank ..

0

74-5

75-25

74.25

75-25

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft .. .........

0

78

73-75

78

78-75

Dresdner Bank..............

0

79-25

80

79-25

80

Reichsbank ................

12

154

154-75

153-5

15 v5

A.E.G......................

0

29-75

29-9

29

29-65

Bekula.............

0

138.75

139

138-65

138-5

Elektr. Lieferungsgesellschaft...

6

104-13

104

104.13

104-25

Licht und Kraft ....

6

117.5

117

117

116.75

gelten & Guilleaume......

0

80.75

81.5

80.5

81-4

Gesellsch.f.Elektr. Unternehmung

5

111-5

111.75

111.13

111-75

Rheinische Elektrizität .....

5

111

110

110

110

(Wert & (So............

6

100-5

100

100-25

99-25

Siemens L Halske............

7

144-75

145

144-5

143-5

Lahmeyer L So.............

10

119.5

120

119-5

119.75

Buderus ..................

0

90

89-25

88-75

88.75

Deutsche Erdöl ..............

4

104

103-5

102-65

103-5

Gelsenkirchener..............

0

67-25

67.9

66-9

67-4

Harpener ...............

0

101

100.25

100-25

100

Hvesch EssenKöln-Neuessen ..

0

84-5

84-4

Ilse Bergbau ..........

6

150-13

150

Ilse Bergbau Genüsse........

6

120.13

120.75

120

121

Klvcknerwerke ............

0

80.5

79

79.9

79-25

Mannesmann-Röhreo........

0

77.9

78-25

77.4

77.75

vi an ui a.

«Öerim

Schluß- lurs

edjiUB Abend- bör>-

Sch- turs

e>d)iuur Mittag- bör c

Datum

14.1-

15-1

14-b

15-1-

Mansieloer Bergbau ..

.. 0

90-5

91

90-5

90-5

Kokswerke ........

.. 0

98 75

99.5

Phonir Bergbau......

.. 0

53,13

53

52-75

52-9

Rheinische Braunkohlen

. 10

211

213

210

212

Nheinstahl .........

.. 0

92

92

92

91-13

Bereinigte Stahlwerke.

.. 0

44.5

44.4

44.25

44.4

Ltavi Minen .......

. . ___

.. 0

12-75

13-13

12-75

13.4

Kaliwerke Aschersleben.

.. 6

112-25

112-5

112

Kaliwerke Westeregeln .

.. 5

111

112.5

110.5

112.25

Kaliwerke Salzdetfurth

.....

iy.

152-5

152-5

153.5

I. G. Farden-Jnoustrie

143

142-25

141-9

142-13

Sckeideanstalt........

.. 9

203

203

Goldschmidt .........

.. 0

91-25

92

91

90

Rülgerswerke ........

.. 0

98.4

98-25

98-75

98-75

Metällgeiellschaft......

.. 0

89.5

90

88

90.5

s»

Pb'ütvv Holzmann ....

.. 0

81

82-5

81-25

81-75

Zementwerk Heidelberg

Zementwerk Karlstadt..

.. 0

110-5

111

.. 0

-

Schultheis Payenhoser

.. 0

_

105-25

105.5

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

50.9

51-25

51

51.13

Bemberg .....

.. 0

117-5

117-5

117

Zellstoff Waldhof .....

.. 0

50

49.5

49-5

49-5

Zellstoff Aschaffenburg

.. 0

71.25

73

71-25

71-75

Dessauer Gas.......

.. 7

127

127-5

Daimler Motoren.....

.. 0

49.5

49.65

49-25

49.13

Deutsche Linoleum ....

.. 0

67-4

67.75

67-4

67-4

Crenftetn & Koppel ...

.. 0

92-5

92

Leonhard Tietz .......

. .. . .

.. 0

36-25

36-25

35-65

36-25

Ebade ...........

..10

189

Aceumulatoren-Fabril.

e e e e

.. 0

159-5

162

160

161-25

Contt-Gummi........

.. 0

145-75

145

145-5

145.5

Grtyner.............

.. 0

27-65

-

27-65

29.65

Mainkraftwerke Höchst a.M..

.. 4

87-5

87-75

Süddeutscher Zucker ..

.. 8

163

167

167

Lvmbardzinsfuß 5 0 H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZU

Banknoten.

14. Januar

15-3anucr

r Amtliche Notierung

mssiche Jlotie unq

G ld

Brief

Geld

1 Brief

Buenos Aire

0-628

0-632

0-628

0.632

Brüssel ....

58-22

58-34

58-20

58.32

Rio de 3an.

0-194

0.196

0-194

0-196

Sofia ......

3.047

3-053

3-047

3.053

Kovenhagen.

54-38

54.48

54.32

54-42

Danzig.....

81-30

81-46

81-28

81-44

L'onoon.....

12-18

12.21

12-165

12-195

Helitngfors..

5-375

5-335

5.37

5-38

Paris .....

16-425

16-465

16.42

16.46

Holland ...

168-23

168-57

168-39

168-73

.Italien.....

21-30

21-34

21-30

21-34

Zcwan.....

0.709

0-711

0-708

0-7,0

Jugoslawien

5-649

5-661

5-649

5.661

cslo..... :

61-21

61-33

61-14

61-26

48.95

49.05

Lissabon ...

11-05

11.07

11-04

11-06

Stockholm..

62-79

63-91

62-72

62-84

Schweiz ...

30-72

80-88

80-72

80-88

Spanien....

34,02

34-08

34-06

34-12

Prag.......

10.40

10-42

10-40

10-42

Budapest ..

Reuyork...

2-485

2-489

2-493

2-497

Serlin,15-Zonuar

Geld

Srle

Amentamime wüten.............

2-445

2-465

Belgische Noten..................

57-99

58-23

Dänische Noten ...............

54.11

54-33

Englische Noten ................

. 12-13

12-17

Französische Noten..............

16.38

16-44

Holländische Noten..............

167-97

168-65

Italienische Noten................

21-11

21-19

Norwegische Noten ..............

60.98

61 -22

Deutsch Lesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten ...............

_

Schwedische Noten...............

62-50

62-76

Lckweizer Noten.................

Spanische Noten.................

33-82

33-96

Ungarische Noten................