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Jm offenen Korb in Vie Stratosphäre.

Nie Höhenflüge des deutschen BallonsBartsch v. Sigsfeld".

In den letzten Jahren sind in den verschiedenen Ländern von kühnen Pionieren der Lüfte wieder­holt Vor st äße in die Stratosphäre unter­nommen worden und seit P i c c a r d s Start in der luftdicht verschlossenen Kugelkabine eines Frei­ballons ist der BegriffStratosphärenflug" allge­mein geläufig. Wenige nur wissen, daß es zwei Deutsche waren, Berson und Süring, die vor nun etwa dreieinhalb Jahrzehnten zum ersten Mal in die Stratosphäre aufflogen. In einem Frei­ballon mit offenem Korb stiegen sie bis in eine Höhe von 10 8 0 0 Meter auf, und erst dreißig Jahre später konnte ihnen dieser Höhen­rekord entrissen werden. Der Franzose Sadile- c o i n t e erreichte 1923 mit dem Flugzeug eine Höhe von 11145 Meter, der deutsche Pilot Neuenho- f e n überbot mit einer Junkersmaschine diesen Re­kord um fast sechzehnhundert Meter, der Engländer U w i n s stieg im September 1932 bis zu 13 404 Meter in die Stratosphäre auf. Dann erst folgten P i c c a r d s Freiballonflüge bis zu Höhen von über 16 000 Meter, aber auch fein Rekord wurde bald darauf durch amerikanische und russische Stra­tosphärenflüge Überboten, bei denen Höhen von zwanzig Kilometern erreicht wurden. Die Ameri­kaner Albert Stevens und Orville Anderson konnten in diesen Tagen eine neue Weltrekordziffer verkünden: 2 2 612!

Der wissenschaftliche Wert dieser Flüge ist sehr hoch einzuschätzen. Die Stratosphärenflieger haben bei ihrem Aufstieg, jeweils eine Reihe von Appara­ten mitgeführt und Messungen vorgenommen, die für die Höhenforschung, vor allem für die Ent­rätselung der Höhenstrahlung, bedeut­same Unterlagen beschafften. Und gleichzeitig konn­ten sie wichtige Vorstudien für einen Höhenluft- verkehr machen, der in der Stratosphäre höchste Geschwindigkeiten und leichtere Navigation ermög­lichen würde!

In diese Reihe der Stratosphärenflüge sind auch die Fahrten des deutschen HöhenballonsBartsch v. Sigsseld" einzufügen, bei denen die Piloten, mit Sauerstoffapparaten ausgerüstet, sich in offenem Korb über zehntausend Meter hochwag- t e n und wertvolles Photomaterial beschafften. Heber zwei wissenschaftliche Hochfahrten in die Stra­tosphäre, die mit diesem Ballon unternommen wur­den, gibt fein damaliger Führer Alexander Dahl inWestermanns Monatsheften" einen Bericht, in dem die Schwierigkeiten bei der Vorbereitung der Flüge und die bei ihrer Durchführung anschaulich vor Augen geführt werden.

Mich bewegten zwei Fragen: Schaffe ich die sichere Führung auch bei unsichtbarer Erde? Wird das Sauerstoffgerät uns nicht im Stich lassen? Wir

wollen 10- bis 12 000 Meter im offenen Korbe schaffen und wissen, daß schon in 9000 Meter Höhe die bisher üblichen Sauerstoffgeräte ver­sa g t haben, und auch, daß in Hohen über 10 000 Meter sehr starke Winde herrschen können, die keine meteorologische Station meldet Sie bergen Gefahren für uns, wenn bei unsichtbarer Erde die Fahrtrichtung aufs Meer nicht sicher bestimmt wer­den kann. Werden die verschiedenen Apparate auch bei zu erwartender Kälte von minus 50 Grad arbeiten? Wie können wir lebenswichtige Teile dort oben heizen?"

Die größte Sorge galt dem Sauerstoffgerät, und bei dem ersten Aufstieg an einem windstillen März­tag, erwies sich, daß diese Sorge nicht unberech­tigt war. In einer Höhe von 8000 Meter streikte plötzlich der Sauerstoffapparat infolge von Ver­eisung. Doch in wenigen Minuten war der Schaden behoben, und die Piloten konnten weiter zu einer Höhe von 10 500 Meter auffteigen. Bei dem zweiten Hochflug im Oktober wurden 11000 Meter noch überflogen und mit Jnfrarotplatten eine Reihe von Aufnahmen gemacht. Vor allem sollte der Versuch unternommen werden, aus dieser Höhe eine Aufnahme der Erdkrümmung anzufertigen. Als der Ballon die Maximalhöhe er­reicht hatte, konnte ein Mitglied der Besatzung, der Meteorologe Dr. G a l b a s , nicht mehr atmen, so daß der Abstieg vorgenommen werden mußte. Doch hatten die Stratosphärenflieger die wissen- fchaftlichen Aufgaben, die sie sich gestellt hatten, be­reits erfüllt, und die Ergebnisse, die sie mit in die Tiefe führten, wurden nicht beeinträchtigt.

Die Aufnahmen gaben ein lückenloses Bild der Fahrtlinie über dem Rheinthal. Zum erstenmal war es gelungen, die wirklich erreichte Höhe aus einem Luftbild nachzuweifen, wenn auch die Ungenauigkeit der Höhenmesser und Barometer in diesen Höhen Abweichungen bis zu 500 Meter bedingen können. Ein Luftbild von Köln konnte bis auf 100 Meter genau mit einer Aufnahmehöhe von 11075 Meter bestimmt werden.

Der BallonBartsch v. Sigsfeld" ist bet einem späteren Aufstieg mit anderer Besatzung in Ruß­land abge stürzt und gestrandet, wobei zwei T o- desopfer zu beklagen waren. Auch in anderen Ländern endeten zwei Hochfahrten mit Absturz und Tod.Das soll uns aber nicht abschrecken, weiter­zuarbeiten. Wir haben durch praktischen Versuch an uns selbst ein wirklich brauchbares Sauer- st o f f g e r ä t zusammenstellen können. Wir wissen, daß Hochfahrten über 10 000 Meter keine Vergnü­gungsfahrten fein können, sondern der immer mög­liche Einsatz des Lebens für ein großes wissenschaft­liches Ziel: die Erforschung der Stratosphäre." C. K.

Wirtschaft.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunst:

1245: Merkblatt über die Art und Weise der Zah­lungen für die Wareneinfuhr aus dem Ge­biet der Republik Polen und der Freien Stadt Danzig.

1255: Die Bezahlung von Nebenkosten, Preisnach- lüssen usw. und die Behandlung von privaten Verrechnungsgeschäften auf Grund des deutsch-polnischen Derrechnungsabkommens.

1256: Bekanntmachung KP 60 der Heberwachungs- ftelle für unedle Metalle, betr. Kurspreife.

1257: Deutsches Ausfuhrverbot für verschiedene Waren.

1257: Uebertragung des Ausfuhrbewilligungsrech­tes auf die Heberwachungsftellen.

*

* Spareinlagenbestand bei der Nas­sauischen Landesbank wieder auf Vor­kriegs st and. Der Spare-inlagenbestand bei der Nassauischen Landesbank - Nassauischen Sparkasse Wiesbaden erreichte am 10. November mit 150,3 Mill. Mark wieder den Vorkriegsstand. Seit dem nationalsozialistischen Umbruch sind die Spargut­haben bei der Nassauischen Sparkasse von 120 auf jetzt 150,3 Mill. Mark gestiegen. Das bedeutet in­nerhalb von nicht ganz drei Jahren einen Zuwachs von 25 v. H.

* Erhebliche Steigerung der Indu­strieproduktion. Die industrielle Warenerzeu­gung ist von August auf September erheblich gestie­gen. Die vom Institut für Konjunkturforschung er­rechnete Indexziffer der industriellen Produktion (1928 = 100, ohne Nahrungs- und Genußmittel, Saisonschwankungen nicht ausgeschaltet) hat sich von 96,5 im Vormonat apf 102,8 im September 1935 erhöht. Zum ersten Male seit Beginn des Auf­

schwunges hat das Produktionsvolumen den Vor­krisenstand des Jahres 1928 wieder überschritten. Die Zunahme in den letzten Monaten ist überwie­gend saisonmäßig bedingt.

* Auslandaufträge für Henschel 8c Sohn AG., Kassel. Wie der Fwd. erfährt, hat die Henschel & Sohn AG., Kassel, in den letzten Tagen einen Auftrag auf Lieferung von 13 Diesel­motorenstraßenwalzen nach der Türkei und von zwei Dieselmotorenstraßenwalzen nach Siam her­einnehmen können.

* Zunehmende Beschäftigung bei Mannesmannröhren. In einer in Berlin abgehaltenen AR.-Sitzung der Mannesmann-Werke erstattete der Vorstand Bericht über das dritte Vierteljahr 1935 und die Lage der Gesellschaft. Die Beschäftigung hat noch erheblich zugenommen. Die Rohstahlerzeugung stieg gegenüber dem Vorguartal um fast 25 v. H., der Auftragseingang in Blechen um 13 v. H. und in Rohren um 28 v. H. Am Ge­samtgeschäft ist der Export nach wie vor, allerdings bei unzulänglichen Preisen, stark beteiligt.

* Erfolgreiche Steinsalzbohrung in Thüringen. Die Schwarzburger Saline Oberilm AG., Stadtilm, hat die im Frühjahr die­ses Jahres begonnene Tiefbohrung erfolgreich be­endet. Sie ist in einer Teufe von 546 Meter auf Steinsalz fündig geworden.

Nhein-Mainische Börse.

rNittagsborse freundlich.

Frankfurt a. M., 14. Nov. Die Börse war nach etwas unsicherem Beginn im Verlaufe weiter leicht befestigt. Anfangs lag verschiedentlich etwas Angebot vor, das nur zu ermäßigten Kursen auf­genommen wurde, später zeigte sich jedoch seitens der Kundschaft und der Kulisse Rückkaufsneigung. Die Grundstimmung war durchaus freundlich, das

Geschäft vermochte sich aber noch nicht nennenswert zu beleben.

Am Aktienmarkt lagen die ersten Notierun­gen etwas ungleichmäßig, jedoch überwiegend mäßig fester. In Weiterwirkung der Mitteilung der Mannesmann-Röhrenwerke AG. über den Stand der Beschäftigung blieben Montanpapiere bevorzugt. Mannesmann 77,40 (77), Hoesch unv. 83,50, Stahl­verein 75,2575,65 (75,50), Klöckner 81,25 (82). Rhein. Braunkohlen 206 (205). IG. Farben lagen unter Schwankungen mit 145,25145145,25 (145,50) nur knapp gehalten. Von Elektrowerten setzten AEG. 0,65 v. H. und Siemens ebenfalls 0,65 v. H. hoher ein, während Licht & Kraft und Gesfürel je 0,25 v. H. nachließen, Schuckert glichen mit 115,50116 (115,75) ihren anfänglichen Rück­gang aus, Elektr. Lieferungen unv. 1Ö9. Linoleum- werte lagen uneinheitlich, Deutsche Linoleum 134,50 (134), Conti Lino Zürich 128,50 (129,25). Von Zellstoffaktien gewannen Aschaffenburger 0,75 v. H. Sonst eröffneten u. a. Reichsbank mit 177,75 (177), AG. für Verkehrswesen mit 80 (79), Metallgesell- schaft mit 105,40 (104,50), Daimler mit 89 (88,25), Moenus Maschinen mit 77 (76,50) und Westdeutsche Kaufhof mit 23,90 (23,50). Schiffahrtsaktien lagen knapp gehalten. Südd. Zucker lagen schwach mit 192,50 (198), der niedrigste Kurs bestand allerdings schon am gestrigen Berliner Schluß.

Der Rentenmarkt hatte bei kleinem Geschäft wenig veränderte Kurse. Altbesitz und späte Schuld­buchforderungen lagen mit 113 bzw. 97,13 v. H. unverändert. Zinsvergütungsscheine zöge n auf 90,80- (90,65) an, dagegen gingen Kommunal-Um- schuldung leicht zurück auf 80,45 (80,55). Don frem­den Werten konnten sich Ungarn nur knapp behaup­ten, 5proz. und 4proz. Goldmexikaner lagen etwas fester.

In der zweiten Börsenstunde ergaben sich über­wiegend weitere Befestigungen, das Geschäft hatte aber nur kleinen Umfang. Etwas lebhafter waren nur einige Montanwerte und IG. Farben. U. a. notierten: Mannesmann 78,50 nach 77,40, Stahl- oerein 76,50 nach 75,65, Klöckner 82,25 nach 81,25, Buderus 97,50 (96,50). IG. Farben bis 146 nach 145,25, Schuckert bis 116,50 nach 116. Scheidean- ftalt lagen fest mit 210212 (207), ferner stiegen Hanfwerke Füssen auf 80 (78), Muag auf 67,50 (65,25), Rütgerswerke auf 111 (109) und Felten auf 101 (99,50). Feinmechanik Setter kamen nach Briefstreichung mit 74,50 (1. K. 80) wieder zur Notiz.

Der Rentenmarkt verzeichnete nur in Zinsver­gütungsscheinen zu 90,85 etwas Geschäft, im übrigen lagen die Kurse unverändert. Pfandbriefe bei klei­nem Umsatz behauptet, Stadtanleihen notierten ziem­lich uneinheitlich. Industrie-Obligationen lagen fester. Tagesgeld war weiter gesucht und erhöhte sich auf 3,25 (3) v. H.

Abendbörse behauptet.

Bei freundlicher Grundtendenz erreichte das Ge­schäft kein besonderes Ausmaß. Auch kursmäßig ergaben sich nur kleine Veränderungen, zumeist lagen die festeren Mittagskurfe gut behauptet. Etwas mehr Umsatz hatten nur IG. Farben mit 145,75 bis 145,90 (145,75), dagegen lagen Montan- werte wohl unverändert, aber außerordentlich still. Leicht ermäßigt waren AKU. mit 51,75 (52,25). Für Bankaktien zeigte sich verstärktes Interesse, Com­merzbank 84 (83,50), Dresdner Bank 84 (83,50), DD-Bank 83,50 (83) und Effektenbank 83,25 (82,50), Reichsbank waren zu 178,75 gesucht, aber ohne Notiz. Der Rentenmarkt wurde vernachlässigt, die Kurse lagen jedoch behauptet, so Albesitz mit ca. 113, Zinsvergütungsscheine mit 90,80, Kommunal- Umschuldung mit 88,45 und späte Reichsschuldbuch- forberungen mit 97,13.

U. a. notierten: 6 v. H. Stahlverein 102.75, 6 d. H. Krupp 103, 4 v. H. Ungarn Gold 9,20, 4 v. H. Rumänen 4,80, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 185,

Bank für Brauindustrie 112,75, Commerzbank 84. DD-Bank 83,50, Dresdner Bank 84, Effektenbant 83,25, Buderus 98, Harpener 108, Rheinftahl 102,50, Stahlverein 76,40, AKU. 51,75, Bekula 140,75, Bemberg 102,50, Conti Gummi 155,50, Scheide« anstatt 212, Deutsche Linoleum 135,25, Licht & Kraft 127,75, Eßlingen Maschinen 73,50, IG. Far­ben 145,75 145,90, Feinmechanik Jetter 75, Ges­fürel 121, Holzmann 86,50, Lindes Eis 123,50, Metallgesellschaft 105,25, RWE. 121,40, Schuckert 116,25, Westdeutsche Kaufhof 24,25.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 14. Nov. Auftrieb: Rinder 55 (gegen 22 am letzten Donnerstagsmarkt) dar­unter 1 Ochse, 3 Bullen, 48 Kühe und 3 Färsen. Kälber 768 (655), Schafe 253 (565), Schweine 396 (300). Notiert wurden pro ein Zentner Lebend­gewicht in Mark: Kälber a) 73 bis 76 (am 7. Nov. 73 bis 76), b) 66 bis 72 (67 bis 72), c) 60 bis 65 (60 bis 66), d) 48 bis 59 (50 bis 59). Lämmer und Hämmel b2) 48 (48), c) 46 bis 47 (46 bis 48), d) 42 bis 45 (43 bis 45). Schafe e) 40 bis 42 (41 bis 43), f) 34 bis 38 (35 bis 40), g) 25 bis 32 (24 bis 34). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51), Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (57). Marktverlauf: Kälber rege, ausverkauft. Hämmel und Schafe rege, aus­verkauft. Schweine wurden zugeteilt. Ueberftanb: 3 Kühe.

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 905 Viertel Rindfleisch, 128 ganze Kälber, 46 ganze Hämmel, 1585 halbe Schweine, 11 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76. Bullenfleisch b) 74 bis 78. Kuh- fleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Speck hiesiger Schlachtung, roh unter 7 Zentimeter 77 bis 80. 'Marktoerlauf: ruhig.

Schweinemarkt in Grünberg.

+ Grünberg, 14. Nov. Der heuttge Markt, Kleiner Gallusmarkt genannt, hatte einen Auftrieb von 502 Ferkeln und 2 Stück Rindvieh. Folgende Ferkelpreife wurden erzielt: Bis sechs Wochen alte Tiere 18 bis 20 Mark, sechs bis acht Wochen alte 20 bis 25 Mark, acht bis dreizehn Wochen alte 26 bis 30 Mark. Marktverlauf flott, es verblieb ge­ringer Ueberftanb.

Schweinemarkt in Lich.

H Lich, 14. Nov. Auf dem diesjährigen L i ch e t Herb st markt waren 120 Ferkel aufgetrieben. Bei flottem Handel wurden bezahlt: für Ferkel bis zu 6 Wochen alt 13 bis 15 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 16 bis 18 Mark und für 8 bis 10 Wochen alte 20 bis 22 Mark. Der Auftrieb wurde fast vollstän­dig umgefetzt.

Schweinemarkt in Friedberg.

Friedberg, 14. Nov. (LPD.) Auf dem heu­tigen F e r f e l m a r f t wurden folgende Preise ge­zahlt: Bis 6 Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark, 6 bis 8 Wochen 15 bis 20 Mark, 8 bis 12 Wochen 20 dis 30 Mark. Aufgetrieben waren 455 Jung­tiere. Bei lebhaftem Geschäft verblieb kein Heber» stand.

Freigas als Winterhilfsspende.

LPD. Höhr-Grenzhausen (Westerwald), 14. Nov. Die Gasanstalts-Betriebsgesellschaft Berlin- Wilmersdorf mit den ihr angeschlossenen Gesell­schaften beteiligt sich am Winterhilfswerk mit einer Gefarntfpende von rund 50 000 Kubik­meter Freigas und 12 0 0 Zentner Koks. Im Rahmen dieser Spende entfallen auf das Werk Hohr für fein Versorgungsgebiet 500 Kubikmeter Freigas.

Oer deutsche Außenhandel nach Erdteilen und Ländern in den ersten neun Monaten 1935.

Fwd. Die Gesamteinfuhr ist von Januar bis September 1935 gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres um 7,9 v. H. zurückgegangen. Die Ab­nahme entfiel fast ausschließlich auf den Waren­verkehr mit Ueberfee. Während die Bezüge aus die­ser Ländergruppe um rund ein Sechste! abnahmen, hat sich die Einfuhr aus Europa kaum verändert. Die Vermindereung der Einfuhr aus Ueberfee be­traf sämtliche Hauptwarengruppen. Bei Europa stand einer Verminderung der Fertigwarenbezüge eine Zunahme der Einfuhr von Lebensmitteln und Rohstoffen gegenüber. Gestiegen ist de -halb inner­halb der europäischen Ländergruppe vor allem die Einfuhr aus den Agrar- und Rohstoffländern, und zwar in der Hauptsache des Ostens und Südostens.

Die G e s a m t a u s f u h r hat sich vom Januar bis September 1935 gegenüber der gleichen Dor­jahreszeit kaum verändert. Um so stärkere Verschie­bungen sind im Warenverkehr mit den einzelnen Ländergruppen eingetreten. Während die Ausfuhr

nach Europa um 7,5 v. H. zurückging, hat sich die Ausfuhr nach Ueberfee um 20,9 v. H. erhöht. Die Abnahme des Warenabsatzes nach der europäischen Ländergruppe war bei den Lebensrnitteln verhält­nismäßig am stärksten. Absolut wurde das Ergebnis jedoch in der Hauptsache durch die Verminderung der Ausfuhr von Rohstoffen und Fertigwaren be­stimmt. Nach Ueberfee hat der Absatz von Fertig­waren und Rohstoffen zugenommen. Dagegen waren Lebensrnittel niedriger als von Januar bis Sep­tember 1934.

Die Handelsbilanz schließt in den ersten neun Monaten 1935 mit einem Einfuhrüberschuß von 31,0 Millionen RM., gegenüber 265,3 Mill. Reichsmark in den ersten neun Monaten 1934 ab. Die Abnahme des Pafsivsaldos wurde ausschließlich im Warenverkehr mit der überseeischen Länder­gruppe erzielt, der gegenüber sich der Einfuhrüber­schuß von 806,9 Mill. RM. 1934 auf 399,1 Mill. Reichsmark im laufenden Jahre verringerte.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frau.,u> u. «ui.

Schluß«! turs

Schlußk. Abmd« börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag- börse

Oafum

13.11 |

14.11

13.11.

14.11.

6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927

101,13

100,4

101,25

100,5

4% Deutsche ReichSanl. von 1934

97,5

97,5

97,5

97,5

5/2% Noung-Anleihe von 1930 ..

102

101,5

101,25

102,25

Deutsche Anl.-Ablös.-Echuld mit

Auslos.-Rechten .............

113

113

113

113

4/,% Deutsche ReichSpostschatzan

Weisungen von 1934, I.......

6% ehem.8% Hess. Bolküstaat 1929

100,6

100,13

100,7

100,4

(rückzahlb. 102%)............

97,25

97,25

97

97,25

4Yz% ehem.8% Hessische Landes,

bank Darmstadt Gold R. 12....

96,25

96,25

96

96

5VZ% efjcm. 4N% Hess. Landes

Hypothekenbank DarmstadtLigui

100,65

100,9

4%% ehern. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6

91,75

92

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. Aw

leche Serie 1 mit Auslos.-Rechten

113

113

113

113

*ya% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

96,25

96,25

6¥i% ehem. 4-/r% Franks. Hyp..

Bank-Ligu.-Pfandbriefe.......

100,65

100,65

6%% ehem. 4y,% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

100,75

100,9

100,65

100,9

»% ehem. 8% Pr. Landespfand- brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

4¥t% ehem. 7% Pr. Landespfand-

brtesanst., Gold Komm. £61.VI

Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38

97

107,65

97

107,5

97 107,65

97

107,5

4% Oesterretchische Goldrente....

29

29

29,13

29,13

4,20% Oesterreichische Silberrente

1,25

9,35

1,25

1,25

4% Ungarische Goldrente.......

9,2

9,25

9,45

9,3

4% Ungarische Staatörente v. 1910

9,4

9,25

9,13

4¥x% desgl. von 1913..........

9,25

9,13

9,5

9,3

6% abgest. Goldmerikaner von 99

10,7

10,7

10,7

10,8

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

U

eee

Frankmr a. -Ui.

2)eru.

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

13 11

14.11-

13 11

14-11

4% desgl. Serie 11 ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

5,8

8,75

4,75

38,75

15

16,5 79

107,4 83

82,5 82,5

177

34,5

140,9 109

126,75 99,5

120,5 122,5

120,75 115,75

163,5

120

96,5

100,5

108

83,5 150 125

82 77

11,9 5,9 8,4

4,8 39

15

16,4 80

106,75

84

83,5 84

178,75

35,65

140,75 109,5

127,75 101 121

121,4 116,25 164,13 120,25

98

101,25 108

84,5 150 125

82,25

78,75

6

8,5

4,8 39,25

14,75

28,25

16,13

78,75

106,5

82,75

82,5

82,5

177,25

34,75 141,13

108,75

126,75

99,5

120,75

124

120,75

115,5 163 119

96,5

100,5

107,75

83,4 153

125,5

81,5 76

8,3 4,75

38,75

15

28 16,25 80,13

108

83,5

83 83,5

179

35,5

140,9

110 127,25 102,25

121 126,25 121,75

116,5 163,5

120,75

98 101,65

108

84,25

151

125

81,9

76,5

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Ban! ... 0

Deutsche Bank und Disconto«

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

Reichsbaak ................12

A.E.G......................0

Bekula.................... 10

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ........... 6 y,

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co...............4

Siemens L Halske............ 7

Lahmeyer L Co..............7

Buderus ...................4

Deutsche Erdöl..............4

Harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 3

Alse Bergbau ...............6

Alse Bergbau Genüsse........ 6

Klöcknerwerke ...............8

Mannesmann-Röhren........ 0

Frantmr .. jjl.

öen.

Schluß­kurs

Schlußk. Abeno- börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

13.11

14-11

13-11

14-11.

Marisfelder Bergbau......

114

114

115,25

Kokswerke...............

.. 6

111,75

112,9

Rheinische Braunkohlen ...

. 12

205

206

205

206,25

Nheinstahl...............

.. 4

102,13

102,5

101,65

102,5

Vereinigte Stahlwerke.....

.. O

75,5

76,4

74,65

76,25

Otavi Minen ............

.. 0

18,25

18,25

18,13

18,4

Kaliwerke Aschersleben.....

.. 5

125,5

125,5

126

Kaliwerke Westeregeln.....

.. 5

121

121,75

120,75

122

Kaliwerke Salzdetfurth ....

7y,

177

178

177,25

179

Y. G. Farben-Industrie ....

.. ?

145,5

145,75

145,4

145,75

Schetdeanstalt............

.. 9

207

212

Goldschmidt .............

.. 5

102,5

103

102,75

103,25

Rütgerswerke ............

.. 6

109

111

109,4

111

Metallgesellschaft..........

- 4

104,5

105,25

104,4

105

Philipp Holzmann........

.. 4

83,5

86,5

86

86,5

Zementwerk Heidelberg ...

Cementwerk Karlstadt......

.. 7

115,5

114,75

129

-

Schultheis Patzenhofer ....

.. 4

_

102

101,75

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. O

52

51,75

51,75

52

Bemberg................

.. 6

100

102,5

100,25

102,5

Zellstoff Waldhof .........

.. 5

108,5

108,5

108,75

109

Zellstoff Aschaffenburg ....

.. O

72,25

73,13

72,13

74

Dessauer GaS ............

.. 7

124,25

125

Daimler Motoren.........

.. O

88,25

89,25

87,65

89,13

Deutsche Linoleum........

.. 8

134

135,25

133,5

135,25

Orenstein & Koppel.......

.. O

73,5

75,75

Westdeutsche Kaufhof......

.. 0

23,5

24,25

23,75

24,25

Chade...................

7l/i

293

291,4

293,25

Accumulatoren-Fabrik.....

. 12

167,5

167,5

Conti-Gummi.............

.. 8

155,25

155,5

155,25

155,75

Gritzner....................o|

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker io|

27,65 27

87,75 -

185 1 192 !

185

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

13. November

14 November

Amtliche Geld

Notierung »rief

Amtliche

Geld

Dotierung Brief

Buenos Atre

0,673

0,677

0,673

0,677

Brüssel.....

42,01

42,09

42,02

42,10

Rio de Jan.

0,141

0,143

0,139

0,141

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,57

54,67

54,59

54,69

Danzig.....

46,79

46,89

46,80

46,90

London .....

12,22

12,25

12,225

12,255

Helsingfors..

5,385

5,395

5,39

5,40

Paris ......

16,365

16,405

16,37

16,41

Holland ....

168,69

169,03

168,71

169,05

Italien.....

20,20

20,24

20,16

20,20

Japan ......

0,713

0,715

0,713

0,715

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,36

61,48

61,38

61,50

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49.05

Lissabon ...

11,09

11,11

11,09

11,11

Stockholm...

62,99

63,11

63,01

63,13

Schweiz ...

80,76

80,92

80,78

80,94

Lpanien...

33,93

33,99

33,95

34,01

Prag.......

10,265

10,285

10,265

10,285

Budapest ..

Neuyork ...

2,486

2,490

2,486

2,490

Berlin,14.November

Geld

25rief

Amerikanische Noten..............

2,438

2,458

Belgische Noten..................

41,88

42,04

Dänische Noten .................

54,38

54,60

Englische Noten .................

12,19

12,23

Französische Noten...............

16,32

16,38

Holländische Noten...............

168,29

168,97

Italienische Noten................

19,46

19,54

Norwegische Noten ..............

61,22

61,46

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

62,84

63,10

Schweizer Noten.................

80,60

80,92

Spanische Noten.................

33,59

33,73

Ungarische Noten ................