Einzelbild herunterladen

von Paris gewartet. Bald sei ein anderer Wogen dicht herangekommen. Zwei ihm bekannte GPU.-Beamte und eine unbekannte Frau hätten den bewußtlosen General heraus- gehoben und in seinen Wagen ge« bracht. Dann habe man ihm befohlen, n a ch Malo-les-bains zu fahren, wo der immer noch betäubte Kutjepow in eine Villa am Meer geschafft worden sei.

Die polizeiliche Untersuchung ergab, daß gerade zur Zeit der Entführung Kutjepows ein Boot in Malo-les-bains gestohlen worden ist, das später am Strande wiedergefunden wurde. Dieses Boot könnte dazu gedient haben, den General nach Bel­gien oder auf ein auf dem offenen Meer kreuzendes Schiff zu schaffen. Man vermutet, daß Le Gall sich mit der Kutjepow-Entführung in Zusammenhang bringt, um seine Rückbeförderung in die Derbrecherkolonie Cayenne, wohin er wegen eines anderen Verbrechens gebracht worden war, vor­läufig hinauszuschieben.

Das amtliche Ergebnis der Memelwahlen.

Memel, 14. Okt. (DRB.) Im Memeler Amts­blatt wird am Montag ein Beschluß der Wahl­kommission vom 12. Oktober mit der Bekannt­gabe der endgültig fest gestellten Abgeordneten des künftigen Landtages ver­öffentlicht. Danach entfallen 24 Abgeordnete

auf die Einheitsliste und 5 auf die litauischen L i st e n. Insgesamt sind 1 962 061 gültige Stimmen abgegeben worden. Davon ent­fallen auf die Einheitsliste 1 592 604 Stimmen und auf die sechs litauischen Listen zusammen 369 457 Stimmen. 81,17 v. H. der Wähler stimmten also für die Einheitsliste. Mit dieser Be­kanntgabe gilt die Wahl zum Landtag als abge­schlossen. Nunmehr läuft vom Tage der Veröffent­lichung eine fünftägige Einspruchsfrist gegen die Rechtmäßigkeit der Wahl. Der Oberste Gerichtshof muß gegebenenfalls über Einsprüche im Laufe von 10 Tagen entscheiden.

Wahlsieg der Liberalen in Kanada.

Otaoa, 15. Okt. (DNB.-Funkspruch.) Die Wah­len zum kanadischen Bundesparlament brachten den Liberalen einen überwältigenden Sieg, die Tage des konservativen Ministeriums Bennett sind ge­zählt. Um 21.30 Uhr war der Stand der Parteien wie folgt:

Liberale 113 (bisher 93) Sitze

Konservative 23 ( 133)

Splitterparteien 5

Bisher haben a ch t Kabinettsmitglieder ihre Sitze verloren. Der liberale Führer

und voraussichtliche Ministerpräsident Macken­zie King wurde in Prinze Albert (Saskatchewan) mit beträchtlicher Mehrheit gewählt. Der gegen­wärtige konservative Ministerpräsident Bennett ist in seinem Wahlkreis wieder gewählt worden.

Die Ordnung der Gchlachiviehmärkte.

Oer Reichskirchenaueschuß gebildet.

Berlin, 14.Oft (DRB.) Der Reichs- und preußische 2H i n i ff e r für die kirch- Nchen Angelegenheiten hat die in der Verordnung vom 3. Oktober 1935 vorgesehenen Aus­schüsse, nämlich den Reichskirchenausschuh und den preußischen Landeskirchenaus- s ch u h wie folgt gebildet:

Neichskirchenaussckuß.

Generalfuperinlendent L 2L D. Zöllner, Düffeldorf

Landesbischof Diehl, Speyer

Generalfuperinlendent L 2L D. Eger, Raum­burg a. d. Saale

Präsident koopmann, Aurich

Oberlandeskirchenrat Dr. Mahrenholz, Hannover Oberkirchenrat hanemann, München Pfarrer Wilm, Dolgelin (Mark)

Pfarrer kühner, Lohen (Ostpreußen).

preußischer Landeskirchenausschuß.

Generalsuperintendent 1. R. D. (Eger, Raum­burg a. d. Saale

Oberkonsistorialrat Kaminski, Königsberg Lpr. Superintendent Zimmermann, Berlin Superintendent Dr. Schmidt, Oberhausen (Rhld.) Domprediger Martin, Magdeburg

Pfarrer Kühner, Löhen (Ostpreuhen).

Die Zusammensetzung der Ausschüsse ist unter dem

Gesichtspunkt erfolgt, einen in fich geeinten und daher z u fruchtbringendem k i r d)* lidjen handeln befähigten Kreis von Männern zu finden, die aus ihrer Grundeinftellunß tiefste Verantwortung für Kirche, Volk und Staat bewiesen haben. Die Au«» schüsse sehen sich daher aus bewährten Theologe» zusammen, die als kirchliche Vorkämpfer deutsche und nationalsozialistisch« Männer, Prediger und Führer im weltprotestantismus Anspruch aus alb gemeines Vertrauen erheben können.

Die Bildung der Kirä^nausschüsse ist erfolgt, nach dem die zu berufenden Männer selbst in zweitägige« Beratungen unter f i ch vollständige Ein­mütigkeit über die Linien der künftigen inner- kirchlichen Arbeit und die Fragen des Verhältnisse» von Kirche, Volk und Staat erzielt haben. Das dem Reichsminifter für die kirchlichen Angelegenheiten in einer einstimmig gefaxten Erklärung vor­getragene Ergebnis der Beratung enthält dl» Grundlagen für eine förderliche Ge- ftallung der Lage und echten Befrie­dung des kirchlichen Lebens.

Der Reichstirchenausschuh wird noch im Laufe dieser Woche zusammentreten. Er wird sich in einer Veröffentlichung über die Grund­sätze für die Cöfung feiner hohen Aufgaben an das Kirchenvo 1 k wenden.

löemequng in V5upen=yjcuimeug jiei es uu|, uuy uic v*-1 °

Ausführungen sich fast ausschließlich auf Vorgänge Die Verteidigungsrede des Dr. ZE Nn^e s. Ver vor dem Inkrafttreten des G e f e tz e s wiers begann mit einer scharfen Kri^k des Ausbur über die Aberkennung der Staatsbürgerschaft be-1 gerungsgesetzes, wurde aber sofort vom Vorsitzenden

zogen, auf eine Zeit, in der der Nationalsozialis­mus in Deutschland noch nicht an der Macht war. Diese Feststellung ist deshalb wichtig, weil in der belgischen Presse immer wieder behauptet wird, daß das neue Deutschland vertraglich unzulässige Beziehungen zu der deutschen Volksgruppe im Ge­biet von Eupen-Malmedy pflege.

Der Anklagevertreter las dann zur Erhärtung seiner Behauptung, der Heimatbund sei darauf aus­gegangen, das Gebiet von Belgien abzutrennen und es einer ausländischen Macht anzugliedern, ein Dokument vor, das bei den Haussuchungen

Der Ausbürgerungsprozeß gegen -ievierHeimattreuen ausMalmedy

Zwischen Iran (Persien) und der Türkei ist ein Nichtangriffspakt abgeschlossen worden. Die iranische Presse begrüßt den Pakt gerade im jetzigen Augenblick besonders. Bei dem Wetterleuch­ten im Westen müsse Iran im Interesse des Frie­dens im Osten am Völkerbund festhalten.

In der Türkei sind die dort bestehenden zahl- reichen Freimaurerlogen aufgelöst worden. Die Maßnahme wurde am Sonntag in allen Städten des Landes gleichzeitig durchaeführt. Das Barvermögen und das Inventar der Logen wurde zugunsten des Staates beschlagnahmt. Die Be­schlagnahme soll jedoch nur etwa 300 000 Mark er­bracht haben. Die Statuten der Dolkspartei ver-

Jn Möltenort an der Kieler Förde wurde ein großes Einfamilienhaus durch eine Explosion völlig zerstört. Durch den gewaltigen Druck barst das Haus an verschiedenen Stellen auseinander. Es ent­stand Feuer, dem das gesamte Mobilar zum Opfer fiel. Die Hausbewohner konnten sich glück- ".ch ein Fenster ins Freie retten. Die ... Explosion konnte noch nicht einwandfrei festgestellt werden. In dem Hause war in den letzten Tagen ein Desinfekteur mit der Beseitigung von Milben beschäftigt gewesen. Zu diesem Zwecke wurde Schwefelkohle in flüssiger Form verwandt. Als der Desinfekteur das Haus verlassen hatte, kam es zu der Explosion. Man nimmt an, daß die Ex­plosion auf irgendeine Weise mit der Desinfektion

gefunden worden ist. Es handele sich, so erklärte er, um ein Schreiben des Sekretärs des Heimatbundes aus denz Jahre 1928. In diesem heißt es, daß zwischen der deutschen Volksgruppe und den ab­getretenen Gebieten in Deutschland einekultu­relle Brücke" aufrechterhalten werden müsse. Zu diesem Zweck sollten Reisen nach Deutsch­land erleichtert werden. Die Klagen der deutschen Presse über die wirtschaftliche und kultu­relle Rot in den deutschen Grenzgebieten seien schädlich für die Stimmung unter der deutschen Be- vulkerung. Die Heimattreue Presse in Eupen-Mal- medy müsse unterstützt werden. Die kulturelle Lage des Deutschtums in Eupen-Malmedy müsse durch gute Filme, Einrichtungen von deutschen Büchereien usw. gestärkt werden. Der Staatsanwalt zog aus diesemDokument" die Behauptung, der Heimatbund habe sich unter dem Deckmantel kultu­reller Betätigung mit Politik beschäftigt. Als belastend bezeichnete er auch die V e r s ch i k - kung von Ferienkindern aus Eupen- Malmedy nach Erholungsstätten in Deutschland. Der in Eupen - Malmedy bestehenden Kamerad­schaftsvereinigung ehemaliger Kriegsteilnehmer und der Christlichen Volkspartei, in denen die Beschul­digten eine führende Rolle gespielt hätten, warf der Anklagevertreter antibelgische Gesinnung vor. Die Angeklagten hätten sich als schlechte Staatsbürger erwiesen. Ihre Ausbürgerung sei daher ein Gebot der nationalen belgischen Belange.

sendungen vorher den zuständigen Kreisbauern­schaften zu melden. Besteht Veranlassung, ein wenig bedachtes Derbrauchsgebiet stärker zu beliefern, so hat der Schlachtoieh-Derwertungsverband die Mög­lichkeit, entsprechend zu verfügen. Mit Preis- st eigerungen ist unter gar keinen Um- ständen zu rechnen. Es ist daher für den Bauern Pflicht, wenn er seine schlachtreif gewordenen Schweine laufend abgibt. Nur dann gelingt es die Großstädte besser zu versorgen, wenn in den länd­lichen Bezirken eine fühlbare Einschränkung ein­tritt. Die vorgeschriebenen Strafbestimmungen wer­den bei Übertretungen rücksichtslos Anwendung finden.

In Frankfurt a. M. fanden unter dem Vor­sitz des Landesbauernführers Dr. Wagner und in Anwesenheit des Landesinnungsmeisters Zobel vom Metzgerhandwerk Sitzungen über die Ordnung des Schlachtviehmarktes statt, zu der jeweils die Kreisbauernführer und Kreishauptabteilungsleiter III bzw. die Kreisinnungsobermeister des Metzgerhand­werks sowie die Fachschaftsleiter geladen waren. Der Landeshauptabteilungsleiter III, Pa. Moses, erörterte die Maßnahmen, die von den Kreisbauern­schaften bzw. den Metzgerinnungen zu treffen sind. Dabei streifte er die Frage des auf den Schlachtvieh- aroßmärkten eingeführten Festpreises sowie die Durchführung der Erfassung der Schlachttiere durch die Verteilerschaft (Handel und Genossenschaften) und die Handhabung der Schlachtkarten. In einer lebhaften Aussprache wurden die Anordnungen ge­klärt. Es ergab sich insbesondere aus den Worten, die der Landesinnungsmeister Zobel an seine versammelten Berufskollegen richtete, der einmütige Wille der Metzgerschaft, sich im Einvernehmen mit l den zuständigen Stellen der Landesbauernschaft und den Regierungsstellen restlos hinter die Aufgaben der Marktordnung sowie hinter die Durchführung

| ber neuen Anordnungen zu stellen.

boten das Vorhandensein anderer Organisationen, besonders solcher, die ihre eigentliche Entstehung im Auslande hatten und nach dorthin noch Verbindun­gen unterhalten.

Aus aller Welt.

Lutherischer Weltkonvent in Paris.

Der 3. Lutherische Weltkonvent tagt in Paris. 24 Staaten find beteiligt, darunter auch Deutschland. In der Kirche vom Hl. Johannes fand ein gemeinsamer Gottesdienst statt. Die Pre­digt hielt Pastor Boury (Paris). Der Konvent wurde durch Pros. M o r h e a d (Neuyork) eröffnet Vertreter des französischen Luthertums sowie der Erzbischof E i d e m (Schweden) und die Abgesand­ten Chinas und Indiens überbrachten Gruß­worte. Den Eröffnungsvortrag hielt Landesbischof Meiser (München) über das ThemaUnser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat".

Einfamilienhaus durch Explosion zerstört.

Lüttich, 14. Okt. (DNB.) Vor der Ersten Kam­mer des Appellationshofes in Lüttich wurde der Ausbürgerungsprozeh gegen die vier Heimattreuen Männer aus Malmedy, Joseph Dehottay und seine Söhne Peter und Heinrich Dehottay, so­wie Paul Foxius, verhandelt. Die Anklage wirft den Beschuldigten vor, daß sie ihre Pflichten als belgische Staatsbürger schwer verletzt hätten. Sie hätten das Ziel verfolgt, die in Eupen-Malmedy geschaffene Ordnung umzustürzen und zu diesem Zweck einen hartnäckigen Feldzug gegen die Unver­sehrtheit des belgischen Staates geführt. Der Staats­anwalt hat gegen die vier Beschuldigten die Ab­erkennung der belgischen Staatsan­gehörigkeit auf Grund des Gesetzes vom 30. Juli 1934 beantragt

Aufsehen erregte die Intervention des Präsiden­ten des europäischen Nationalitätenkongresses Dr. W i l s a n , die sich auf den Punkt der Anklage be­zieht, der Joseph Dehottay vorwirft, daß er im Jahre 1934 an dem Kongreß der europäischen Min­derheiten in Bern teilgenommen habe. Wilfan er­klärt, die Tätigkeit des europäischen Minderheiten- kongresses gelte seit elf Jahren der Prüfung des Problems der Nationalitäten in einem Geist derZufammenarbeitzur friedlichen ßofung einer Frage, die fortdauernd die europäische I)iplo= matte beschäftige. Diese Organisation verbietet sich selbst statutengemäß jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten. Der Staats­anwalt erklärte dazu, was auch die Ziele des Min­derheitenkongresses seien, er beanstande lediglich die Beweggründe, aus denen heraus Joseph Dehottay an diesem Kongreß teilgenommen habe. Der An­klagevertreter beschäftigte sich dann mit der Ent­stehung des Gesetzes über die Aberkennung der Staatsbürgerschaft. Er ging dabei jedoch nicht auf die staats- und verfassungsrechtlichen Einwände ein, die sogar im belgischen Parlament gegen dieses Sondergesetz erhoben worden sind. Auch bei dem Ueberblick über die Entwicklung der Heimattreuen Bewegung in Eupen-Malmedy fiel es auf, daß die

unterbrochen, der erklärte, daß das Gericht zu einer Prüfung dieses.Gesetzes nicht befugt sei. Der Ver­teidiger erwiderte, daß er zu der rechtlichen Seite dieses Gesetzes deshalb sprechen müsse, weil er ver­hindern wolle, daß das Gesetz in seiner Handhabung nicht mit den Bestimmungen der Verfassung in Konflikt gerate. Dr. Jenniges wies darauf hin, daß aktive belgische Minister das Gesetz in schär fster Form verurteilt hätten. Es müsse ihm als Verteidiger erlaubt sein, das zu ver­treten, was Mitglieder der Regierung ausgesprochen hätten. Das Gesetz, das im Parlament nur mit einer Mehrheit von sieben Stimmen zustande ge­kommen sei, sei deshalb besonders hart, wett bei einer Verurteilung keine B e r u f u n g s mög­lich k e i t vorhanden sei. Nurschwere Verfehlun­gen", und zwar Handlungen, die in der Anklage­schrift genau Umrissen sein müßten, würden von der Ausbürgerung betroffen. Solche Handlungen seien weder vom Staatsanwalt nachgewiesen, noch in der Anklage genau bezeichnet worden. Was man den Angeklagten vorwerfe, seien l e d i g l i chM e i n u n- gen, Gesinnungen und Ges ühle. Ein strafbarer Tatbestand im Sinne des Ge­setzes sei nicht gegeben. Die Verhandlung wird am Dienstag fortgesetzt.

zusammenhängt.

3m eigenen Steinbruch von einem Felsstück erschlagen.

Der Steinbruchbesitzer Karl Schmitt in Bad Dürkheim begab sich unmittelbar nach einer Spren­gung in seinem Steinbruch im Stadtteil Hardenburg an die Sprengstelle, um Nachschau zu halten. Da­bei wurde er von einem Felsstück, das hängen ge­blieben war und sich nachträglich löste, erfra­gen. Schmitt war auf der Stelle tot.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Während eine westliche Luftströmung in Nord- und Nordoftdeutschland die Temperaturen in der ver­gangenen Nacht kaum noch abfinfen ließ, kam es bei uns infolge kräftiger Ausstrahlung stellenweise wie­der zu leichtem Frost. Immerhin macht sich die ver­mehrte Feuchtigkeit in verbreiterter Nebelbildung be­merkbar, die voraussichtlich zunächst weitere Ver­stärkung erfährt. Heber England macht sich der Ein­fluß eines neuen Wirbels bereits wieder bemerkbar, der sich auch auf das Festland ausdehnen und uns dabei mit lebhafteren südwestlichen Winden noch ein­mal Witterungsbesserung bringen wird.

Aussichten für Mittwoch: Zunächst viel­fach nebelig und trübe, vereinzelt auch etwas Regen, dann wieder Aufheiterung, nachts nicht mehr so kalt, tagsüber bei lebhafteren südwestlichen Winden ziem­lich mild.

Aussichten für Donnerstag: Bei leb­hafteren südwestlichen Winden im ganzen freundlich und ziemlich mild, aber nicht mehr durchaus be­ständig.

Lufttemperaturen am 14. Oktober: mittags 13,7 Grad Celsius, abends 3,4 Grad; am 15. Oktober: morgens 0,6 Grad. Maximum 14,5 Grad, Minimum 1,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Oktober: abends 6,9 Grad; am 15. Oktober: morgens 5,3 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 7,1 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 35: 9929. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein» druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

München, 14. Okt. (Fwd.) Bei der in den letzten Wochen auf dem Schweinemarkt bestehenden gewissen Verknappung konnte festgestellt werden, daß eine gerechte Verteilung der vor­handenen Schweine nicht erfolgte. Die Hauptoereinigung der deutschen Viehwirtschaft hat daher angeordnet, daß alle Schlachtvieh schlachten­den und fleischumsetzenden Betriebe an Orten mit Viehmärkten den Bedarf ausschließlich auf dem Viehgroßmarkt zu decken haben. Der Ankauf auf dem Land ist für diese Betriebe nur mit besonderer Genehmigung des Schlachtvieh- Derwertungsverbandes zulässig. Dasselbe gilt auch für Fleischwarenfabriken. Die Metzger an Orten ohne Großviehmärkte dürfen nur an Hand eines von der Fleischerinnung im Einvernehmen mit der Kreisbauernschaft ausgestellten Schlacht- s ch e i n e s Schweine aufkaufen. Die Hauptver­einigung bestimmt, wann diese Anordnung auch auf die übrigen Diehgattungen ausgedehnt wird. Für den Ankauf von Schlachtschweinen durch Handel und Genossenschaften wird für das gesamte Reichs­gebiet der Schlußscheinzwang eingefügt, um über die gehandelten Viehmengen und die gezahl­ten Preise eine Kontrolle zu haben. Die Schluß­scheinhefte sind durch die Kreisbauernschaften zu beziehen.

Auf den Großviehmärkten werden bei den Schweinen statt den bisherigen Höchstpreisen F e st - preise eingeführt. Die seitherige Höchstpreisfest­setzung hat dazu geführt, daß auch für die schiech- teren Güteklassen der Höchstpreis verlangt wurde. Durch die nun mit äußerstem Nachdruck durchge­führten Kontingentierungen der Schlachtungen be­steht keine Veranlassung mehr, die festgesetzten Preise zu überbieten, da nur so viel Schlachtschweine ausgegeben werden, als tatsächlich Vieh vorhanden ist. Um den Verkehr mit Vieh durch Handel und Genossenschaften zu überwachen und nötigenfalls auch anders zu oirigieren, find alle V i e h v e r -

macht. *

Der Ministerialdirektor im Reichs- und Preußi­schen Ministerium des Innern Dr. B u t t m a n n ist einstweilig in den Ruhestand versetzt und zum G e - neraldirektor an der bayerischen Staatsbibliothek in München ernannt wor­den.

*

Reichserziehunasminister Rust hat an den F ü h - rer der Deutschen Burschenschaft Rechts- anwalt Dr. G l a u n i n g folgendes Telegramm ge­sandt: Von der Auflösung der Deutschen Burscken- schäft und der Uebersührung der einzelnen Burschen­schaften als Kameradschaften in den NSDStB. habe ich mit großer Befriedigung Kenntnis genommen. Ich spreche Ihnen zu diesem Entschluß meine Glück- wünsche aus. Die Deutsche Burschenschaft hat damit bewiesen, daß sie gewillt ist, an der nationalsozialisti­schen Aufbauarbeit an den deutschen Hochschulen An­teil zu nehmen.

Der Reichsführer SS. Himmler stattete in Be­gleitung von Staatskommissar Dr. Li p p e r t dem Hauptamt für Volkswohlfahrt einen Be­such ab und besichtigte nach Begrüßung durch Haupt­amtsleiter H i l g e n f e l d t mit großem Interesse die verschiedenen Abteilungen des nationalsozialistischen Wohlfahrtswerkes.

Am Dienstag beginnen in Riga deutsch-let­tische Verhandlungen über eine Vertiefung und Erweiterung des gegenseitigen Warenverkehrs. Die deutsche Abordnung wird von Botschaftsrat Hemmen (Auswärtiges Amt) geführt und be­steht aus den Ministerialräten Forkel vom Wirtschaftsministerium, S ch e f h o l d vom Ernäh- rungsminifterium und Oberregierungsrat Sche­rer vom Reichsfinanzministerium.

kleine potitifcbe 7iüd>rid)tcn. licherweise durch Polizeipräsident Graf Helldorf ließ als Leiter -^Flac5e-.er

der Staatspolizeiftellen Berlin und Potsdam in den letzten Tagen mehrere Razzien in b e - kannten Verbrecherlokalen beider Be­zirke durchführen, die von vollem Erfolg begleitet waren. Bei dieser Gelegenheit wurden auch ver­schiedene von der Polizei seit längerer Zeit be­obachte kommunistische Drahtzieher unschädlich ge-

6fr

Gib ihnen doch wenigstens so viel Licht, daß ihre schwere Arbeit etwas erleichtert wird. Dauernde Naharbeit bei schlechter Beleuch­tung ist für die Augen anstrengend. Man

Die 32seitige bebilderte Druckschrift

»Vom guten Sehen bei künstlicher Be­leuchtungsenden wir Ihnen gern kostenlos.

OSRAM, BERLIN 01?

sind

lasse sich vom Elektro-Fachmann beraten. ^Deine^ __ j Die neuen OSHA LAMPEN geben, je nach Größe, bis 20 Prozent mehr Licht