von Paris gewartet. Bald sei ein anderer Wogen dicht herangekommen. Zwei ihm bekannte GPU.-Beamte und eine unbekannte Frau hätten den bewußtlosen General heraus- gehoben und in seinen Wagen ge« bracht. Dann habe man ihm befohlen, n a ch Malo-les-bains zu fahren, wo der immer noch betäubte Kutjepow in eine Villa am Meer geschafft worden sei.
Die polizeiliche Untersuchung ergab, daß gerade zur Zeit der Entführung Kutjepows ein Boot in Malo-les-bains gestohlen worden ist, das später am Strande wiedergefunden wurde. Dieses Boot könnte dazu gedient haben, den General nach Belgien oder auf ein auf dem offenen Meer kreuzendes Schiff zu schaffen. Man vermutet, daß Le Gall sich mit der Kutjepow-Entführung in Zusammenhang bringt, um seine Rückbeförderung in die Derbrecherkolonie Cayenne, wohin er wegen eines anderen Verbrechens gebracht worden war, vorläufig hinauszuschieben.
Das amtliche Ergebnis der Memelwahlen.
Memel, 14. Okt. (DRB.) Im Memeler Amtsblatt wird am Montag ein Beschluß der Wahlkommission vom 12. Oktober mit der Bekanntgabe der endgültig fest gestellten Abgeordneten des künftigen Landtages veröffentlicht. Danach entfallen 24 Abgeordnete
auf die Einheitsliste und 5 auf die litauischen L i st e n. Insgesamt sind 1 962 061 gültige Stimmen abgegeben worden. Davon entfallen auf die Einheitsliste 1 592 604 Stimmen und auf die sechs litauischen Listen zusammen 369 457 Stimmen. 81,17 v. H. der Wähler stimmten also für die Einheitsliste. Mit dieser Bekanntgabe gilt die Wahl zum Landtag als abgeschlossen. Nunmehr läuft vom Tage der Veröffentlichung eine fünftägige Einspruchsfrist gegen die Rechtmäßigkeit der Wahl. Der Oberste Gerichtshof muß gegebenenfalls über Einsprüche im Laufe von 10 Tagen entscheiden.
Wahlsieg der Liberalen in Kanada.
Otaoa, 15. Okt. (DNB.-Funkspruch.) Die Wahlen zum kanadischen Bundesparlament brachten den Liberalen einen überwältigenden Sieg, die Tage des konservativen Ministeriums Bennett sind gezählt. Um 21.30 Uhr war der Stand der Parteien wie folgt:
Liberale 113 (bisher 93) Sitze
Konservative 23 ( „ 133) „
Splitterparteien 5
Bisher haben a ch t Kabinettsmitglieder ihre Sitze verloren. Der liberale Führer
und voraussichtliche Ministerpräsident Mackenzie King wurde in Prinze Albert (Saskatchewan) mit beträchtlicher Mehrheit gewählt. Der gegenwärtige konservative Ministerpräsident Bennett ist in seinem Wahlkreis wieder gewählt worden.
Die Ordnung der Gchlachiviehmärkte.
Oer Reichskirchenaueschuß gebildet.
Berlin, 14.Oft (DRB.) Der Reichs- und preußische 2H i n i ff e r für die kirch- Nchen Angelegenheiten hat die in der Verordnung vom 3. Oktober 1935 vorgesehenen Ausschüsse, nämlich den Reichskirchenausschuh und den preußischen Landeskirchenaus- s ch u h wie folgt gebildet:
Neichskirchenaussckuß.
Generalfuperinlendent L 2L D. Zöllner, Düffeldorf
Landesbischof Diehl, Speyer
Generalfuperinlendent L 2L D. Eger, Raumburg a. d. Saale
Präsident koopmann, Aurich
Oberlandeskirchenrat Dr. Mahrenholz, Hannover Oberkirchenrat hanemann, München Pfarrer Wilm, Dolgelin (Mark)
Pfarrer kühner, Lohen (Ostpreußen).
preußischer Landeskirchenausschuß.
Generalsuperintendent 1. R. D. (Eger, Raumburg a. d. Saale
Oberkonsistorialrat Kaminski, Königsberg Lpr. Superintendent Zimmermann, Berlin Superintendent Dr. Schmidt, Oberhausen (Rhld.) Domprediger Martin, Magdeburg
Pfarrer Kühner, Löhen (Ostpreuhen).
Die Zusammensetzung der Ausschüsse ist unter dem
Gesichtspunkt erfolgt, einen in fich geeinten und daher z u fruchtbringendem k i r d)* lidjen handeln befähigten Kreis von Männern zu finden, die aus ihrer Grundeinftellunß tiefste Verantwortung für Kirche, Volk und Staat bewiesen haben. Die Au«» schüsse sehen sich daher aus bewährten Theologe» zusammen, die als kirchliche Vorkämpfer deutsche und nationalsozialistisch« Männer, Prediger und Führer im weltprotestantismus Anspruch aus alb gemeines Vertrauen erheben können.
Die Bildung der Kirä^nausschüsse ist erfolgt, nach dem die zu berufenden Männer selbst in zweitägige« Beratungen unter f i ch vollständige Einmütigkeit über die Linien der künftigen inner- kirchlichen Arbeit und die Fragen des Verhältnisse» von Kirche, Volk und Staat erzielt haben. Das dem Reichsminifter für die kirchlichen Angelegenheiten in einer einstimmig gefaxten Erklärung vorgetragene Ergebnis der Beratung enthält dl» Grundlagen für eine förderliche Ge- ftallung der Lage und echten Befriedung des kirchlichen Lebens.
Der Reichstirchenausschuh wird noch im Laufe dieser Woche zusammentreten. Er wird sich in einer Veröffentlichung über die Grundsätze für die Cöfung feiner hohen Aufgaben an das Kirchenvo 1 k wenden.
löemequng in V5upen=yjcuimeug jiei es uu|, uuy uic v*-1 °
Ausführungen sich fast ausschließlich auf Vorgänge Die Verteidigungsrede des Dr. ZE Nn^e s. Ver vor dem Inkrafttreten des G e f e tz e s wiers begann mit einer scharfen Kri^k des Ausbur über die Aberkennung der Staatsbürgerschaft be-1 gerungsgesetzes, wurde aber sofort vom Vorsitzenden
zogen, auf eine Zeit, in der der Nationalsozialismus in Deutschland noch nicht an der Macht war. Diese Feststellung ist deshalb wichtig, weil in der belgischen Presse immer wieder behauptet wird, daß das neue Deutschland vertraglich unzulässige Beziehungen zu der deutschen Volksgruppe im Gebiet von Eupen-Malmedy pflege.
Der Anklagevertreter las dann zur Erhärtung seiner Behauptung, der Heimatbund sei darauf ausgegangen, das Gebiet von Belgien abzutrennen und es einer ausländischen Macht anzugliedern, ein Dokument vor, das bei den Haussuchungen
Der Ausbürgerungsprozeß gegen -ievierHeimattreuen ausMalmedy
Zwischen Iran (Persien) und der Türkei ist ein Nichtangriffspakt abgeschlossen worden. Die iranische Presse begrüßt den Pakt gerade im jetzigen Augenblick besonders. Bei dem Wetterleuchten im Westen müsse Iran im Interesse des Friedens im Osten am Völkerbund festhalten.
In der Türkei sind die dort bestehenden zahl- reichen Freimaurerlogen aufgelöst worden. Die Maßnahme wurde am Sonntag in allen Städten des Landes gleichzeitig durchaeführt. Das Barvermögen und das Inventar der Logen wurde zugunsten des Staates beschlagnahmt. Die Beschlagnahme soll jedoch nur etwa 300 000 Mark erbracht haben. Die Statuten der Dolkspartei ver-
Jn Möltenort an der Kieler Förde wurde ein großes Einfamilienhaus durch eine Explosion völlig zerstört. Durch den gewaltigen Druck barst das Haus an verschiedenen Stellen auseinander. Es entstand Feuer, dem das gesamte Mobilar zum Opfer fiel. Die Hausbewohner konnten sich glück- " „.ch ein Fenster ins Freie retten. Die ... Explosion konnte noch nicht einwandfrei festgestellt werden. In dem Hause war in den letzten Tagen ein Desinfekteur mit der Beseitigung von Milben beschäftigt gewesen. Zu diesem Zwecke wurde Schwefelkohle in flüssiger Form verwandt. Als der Desinfekteur das Haus verlassen hatte, kam es zu der Explosion. Man nimmt an, daß die Explosion auf irgendeine Weise mit der Desinfektion
gefunden worden ist. Es handele sich, so erklärte er, um ein Schreiben des Sekretärs des Heimatbundes aus denz Jahre 1928. In diesem heißt es, daß zwischen der deutschen Volksgruppe und den abgetretenen Gebieten in Deutschland eine „kulturelle Brücke" aufrechterhalten werden müsse. Zu diesem Zweck sollten Reisen nach Deutschland erleichtert werden. Die Klagen der deutschen Presse über die wirtschaftliche und kulturelle Rot in den deutschen Grenzgebieten seien schädlich für die Stimmung unter der deutschen Be- vulkerung. Die Heimattreue Presse in Eupen-Mal- medy müsse unterstützt werden. Die kulturelle Lage des Deutschtums in Eupen-Malmedy müsse durch gute Filme, Einrichtungen von deutschen Büchereien usw. gestärkt werden. Der Staatsanwalt zog aus diesem „Dokument" die Behauptung, der Heimatbund habe sich unter dem Deckmantel kultureller Betätigung mit Politik beschäftigt. Als belastend bezeichnete er auch die V e r s ch i k - kung von Ferienkindern aus Eupen- Malmedy nach Erholungsstätten in Deutschland. Der in Eupen - Malmedy bestehenden Kameradschaftsvereinigung ehemaliger Kriegsteilnehmer und der Christlichen Volkspartei, in denen die Beschuldigten eine führende Rolle gespielt hätten, warf der Anklagevertreter antibelgische Gesinnung vor. Die Angeklagten hätten sich als schlechte Staatsbürger erwiesen. Ihre Ausbürgerung sei daher ein Gebot der nationalen belgischen Belange.
sendungen vorher den zuständigen Kreisbauernschaften zu melden. Besteht Veranlassung, ein wenig bedachtes Derbrauchsgebiet stärker zu beliefern, so hat der Schlachtoieh-Derwertungsverband die Möglichkeit, entsprechend zu verfügen. Mit Preis- st eigerungen ist unter gar keinen Um- ständen zu rechnen. Es ist daher für den Bauern Pflicht, wenn er seine schlachtreif gewordenen Schweine laufend abgibt. Nur dann gelingt es die Großstädte besser zu versorgen, wenn in den ländlichen Bezirken eine fühlbare Einschränkung eintritt. Die vorgeschriebenen Strafbestimmungen werden bei Übertretungen rücksichtslos Anwendung finden.
In Frankfurt a. M. fanden unter dem Vorsitz des Landesbauernführers Dr. Wagner und in Anwesenheit des Landesinnungsmeisters Zobel vom Metzgerhandwerk Sitzungen über die Ordnung des Schlachtviehmarktes statt, zu der jeweils die Kreisbauernführer und Kreishauptabteilungsleiter III bzw. die Kreisinnungsobermeister des Metzgerhandwerks sowie die Fachschaftsleiter geladen waren. Der Landeshauptabteilungsleiter III, Pa. Moses, erörterte die Maßnahmen, die von den Kreisbauernschaften bzw. den Metzgerinnungen zu treffen sind. Dabei streifte er die Frage des auf den Schlachtvieh- aroßmärkten eingeführten Festpreises sowie die Durchführung der Erfassung der Schlachttiere durch die Verteilerschaft (Handel und Genossenschaften) und die Handhabung der Schlachtkarten. In einer lebhaften Aussprache wurden die Anordnungen geklärt. Es ergab sich insbesondere aus den Worten, die der Landesinnungsmeister Zobel an seine versammelten Berufskollegen richtete, der einmütige Wille der Metzgerschaft, sich im Einvernehmen mit l den zuständigen Stellen der Landesbauernschaft und den Regierungsstellen restlos hinter die Aufgaben der Marktordnung sowie hinter die Durchführung
| ber neuen Anordnungen zu stellen.
boten das Vorhandensein anderer Organisationen, besonders solcher, die ihre eigentliche Entstehung im Auslande hatten und nach dorthin noch Verbindungen unterhalten.
Aus aller Welt.
Lutherischer Weltkonvent in Paris.
Der 3. Lutherische Weltkonvent tagt in Paris. 24 Staaten find beteiligt, darunter auch Deutschland. In der Kirche vom Hl. Johannes fand ein gemeinsamer Gottesdienst statt. Die Predigt hielt Pastor Boury (Paris). Der Konvent wurde durch Pros. M o r h e a d (Neuyork) eröffnet Vertreter des französischen Luthertums sowie der Erzbischof E i d e m (Schweden) und die Abgesandten Chinas und Indiens überbrachten Grußworte. Den Eröffnungsvortrag hielt Landesbischof Meiser (München) über das Thema „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat".
Einfamilienhaus durch Explosion zerstört.
Lüttich, 14. Okt. (DNB.) Vor der Ersten Kammer des Appellationshofes in Lüttich wurde der Ausbürgerungsprozeh gegen die vier Heimattreuen Männer aus Malmedy, Joseph Dehottay und seine Söhne Peter und Heinrich Dehottay, sowie Paul Foxius, verhandelt. Die Anklage wirft den Beschuldigten vor, daß sie ihre Pflichten als belgische Staatsbürger schwer verletzt hätten. Sie hätten das Ziel verfolgt, die in Eupen-Malmedy geschaffene Ordnung umzustürzen und zu diesem Zweck einen hartnäckigen Feldzug gegen die Unversehrtheit des belgischen Staates geführt. Der Staatsanwalt hat gegen die vier Beschuldigten die Aberkennung der belgischen Staatsangehörigkeit auf Grund des Gesetzes vom 30. Juli 1934 beantragt
Aufsehen erregte die Intervention des Präsidenten des europäischen Nationalitätenkongresses Dr. W i l s a n , die sich auf den Punkt der Anklage bezieht, der Joseph Dehottay vorwirft, daß er im Jahre 1934 an dem Kongreß der europäischen Minderheiten in Bern teilgenommen habe. Wilfan erklärt, die Tätigkeit des europäischen Minderheiten- kongresses gelte seit elf Jahren der Prüfung des Problems der Nationalitäten in einem Geist derZufammenarbeitzur friedlichen ßofung einer Frage, die fortdauernd die europäische I)iplo= matte beschäftige. Diese Organisation verbietet sich selbst statutengemäß jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten. Der Staatsanwalt erklärte dazu, was auch die Ziele des Minderheitenkongresses seien, er beanstande lediglich die Beweggründe, aus denen heraus Joseph Dehottay an diesem Kongreß teilgenommen habe. Der Anklagevertreter beschäftigte sich dann mit der Entstehung des Gesetzes über die Aberkennung der Staatsbürgerschaft. Er ging dabei jedoch nicht auf die staats- und verfassungsrechtlichen Einwände ein, die sogar im belgischen Parlament gegen dieses Sondergesetz erhoben worden sind. Auch bei dem Ueberblick über die Entwicklung der Heimattreuen Bewegung in Eupen-Malmedy fiel es auf, daß die
unterbrochen, der erklärte, daß das Gericht zu einer Prüfung dieses.Gesetzes nicht befugt sei. Der Verteidiger erwiderte, daß er zu der rechtlichen Seite dieses Gesetzes deshalb sprechen müsse, weil er verhindern wolle, daß das Gesetz in seiner Handhabung nicht mit den Bestimmungen der Verfassung in Konflikt gerate. Dr. Jenniges wies darauf hin, daß aktive belgische Minister das Gesetz in schär fster Form verurteilt hätten. Es müsse ihm als Verteidiger erlaubt sein, das zu vertreten, was Mitglieder der Regierung ausgesprochen hätten. Das Gesetz, das im Parlament nur mit einer Mehrheit von sieben Stimmen zustande gekommen sei, sei deshalb besonders hart, wett bei einer Verurteilung keine B e r u f u n g s möglich k e i t vorhanden sei. Nur „schwere Verfehlungen", und zwar Handlungen, die in der Anklageschrift genau Umrissen sein müßten, würden von der Ausbürgerung betroffen. Solche Handlungen seien weder vom Staatsanwalt nachgewiesen, noch in der Anklage genau bezeichnet worden. Was man den Angeklagten vorwerfe, seien l e d i g l i chM e i n u n- gen, Gesinnungen und Ges ühle. Ein strafbarer Tatbestand im Sinne des Gesetzes sei nicht gegeben. Die Verhandlung wird am Dienstag fortgesetzt.
zusammenhängt.
3m eigenen Steinbruch von einem Felsstück erschlagen.
Der Steinbruchbesitzer Karl Schmitt in Bad Dürkheim begab sich unmittelbar nach einer Sprengung in seinem Steinbruch im Stadtteil Hardenburg an die Sprengstelle, um Nachschau zu halten. Dabei wurde er von einem Felsstück, das hängen geblieben war und sich nachträglich löste, erfragen. Schmitt war auf der Stelle tot.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Während eine westliche Luftströmung in Nord- und Nordoftdeutschland die Temperaturen in der vergangenen Nacht kaum noch abfinfen ließ, kam es bei uns infolge kräftiger Ausstrahlung stellenweise wieder zu leichtem Frost. Immerhin macht sich die vermehrte Feuchtigkeit in verbreiterter Nebelbildung bemerkbar, die voraussichtlich zunächst weitere Verstärkung erfährt. Heber England macht sich der Einfluß eines neuen Wirbels bereits wieder bemerkbar, der sich auch auf das Festland ausdehnen und uns dabei mit lebhafteren südwestlichen Winden noch einmal Witterungsbesserung bringen wird.
Aussichten für Mittwoch: Zunächst vielfach nebelig und trübe, vereinzelt auch etwas Regen, dann wieder Aufheiterung, nachts nicht mehr so kalt, tagsüber bei lebhafteren südwestlichen Winden ziemlich mild.
Aussichten für Donnerstag: Bei lebhafteren südwestlichen Winden im ganzen freundlich und ziemlich mild, aber nicht mehr durchaus beständig.
Lufttemperaturen am 14. Oktober: mittags 13,7 Grad Celsius, abends 3,4 Grad; am 15. Oktober: morgens 0,6 Grad. Maximum 14,5 Grad, Minimum —1,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Oktober: abends 6,9 Grad; am 15. Oktober: morgens 5,3 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 7,1 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 35: 9929. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein» druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
München, 14. Okt. (Fwd.) Bei der in den letzten Wochen auf dem Schweinemarkt bestehenden gewissen Verknappung konnte festgestellt werden, daß eine gerechte Verteilung der vorhandenen Schweine nicht erfolgte. Die Hauptoereinigung der deutschen Viehwirtschaft hat daher angeordnet, daß alle Schlachtvieh schlachtenden und fleischumsetzenden Betriebe an Orten mit Viehmärkten den Bedarf ausschließlich auf dem Viehgroßmarkt zu decken haben. Der Ankauf auf dem Land ist für diese Betriebe nur mit besonderer Genehmigung des Schlachtvieh- Derwertungsverbandes zulässig. Dasselbe gilt auch für Fleischwarenfabriken. Die Metzger an Orten ohne Großviehmärkte dürfen nur an Hand eines von der Fleischerinnung im Einvernehmen mit der Kreisbauernschaft ausgestellten Schlacht- s ch e i n e s Schweine aufkaufen. Die Hauptvereinigung bestimmt, wann diese Anordnung auch auf die übrigen Diehgattungen ausgedehnt wird. Für den Ankauf von Schlachtschweinen durch Handel und Genossenschaften wird für das gesamte Reichsgebiet der Schlußscheinzwang eingefügt, um über die gehandelten Viehmengen und die gezahlten Preise eine Kontrolle zu haben. Die Schlußscheinhefte sind durch die Kreisbauernschaften zu beziehen.
Auf den Großviehmärkten werden bei den Schweinen statt den bisherigen Höchstpreisen F e st - preise eingeführt. Die seitherige Höchstpreisfestsetzung hat dazu geführt, daß auch für die schiech- teren Güteklassen der Höchstpreis verlangt wurde. Durch die nun mit äußerstem Nachdruck durchgeführten Kontingentierungen der Schlachtungen besteht keine Veranlassung mehr, die festgesetzten Preise zu überbieten, da nur so viel Schlachtschweine ausgegeben werden, als tatsächlich Vieh vorhanden ist. Um den Verkehr mit Vieh durch Handel und Genossenschaften zu überwachen und nötigenfalls auch anders zu oirigieren, find alle V i e h v e r -
macht. *
Der Ministerialdirektor im Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern Dr. B u t t m a n n ist einstweilig in den Ruhestand versetzt und zum G e - neraldirektor an der bayerischen Staatsbibliothek in München ernannt worden.
*
Reichserziehunasminister Rust hat an den F ü h - rer der Deutschen Burschenschaft Rechts- anwalt Dr. G l a u n i n g folgendes Telegramm gesandt: Von der Auflösung der Deutschen Burscken- schäft und der Uebersührung der einzelnen Burschenschaften als Kameradschaften in den NSDStB. habe ich mit großer Befriedigung Kenntnis genommen. Ich spreche Ihnen zu diesem Entschluß meine Glück- wünsche aus. Die Deutsche Burschenschaft hat damit bewiesen, daß sie gewillt ist, an der nationalsozialistischen Aufbauarbeit an den deutschen Hochschulen Anteil zu nehmen.
Der Reichsführer SS. Himmler stattete in Begleitung von Staatskommissar Dr. Li p p e r t dem Hauptamt für Volkswohlfahrt einen Besuch ab und besichtigte nach Begrüßung durch Hauptamtsleiter H i l g e n f e l d t mit großem Interesse die verschiedenen Abteilungen des nationalsozialistischen Wohlfahrtswerkes.
Am Dienstag beginnen in Riga deutsch-lettische Verhandlungen über eine Vertiefung und Erweiterung des gegenseitigen Warenverkehrs. Die deutsche Abordnung wird von Botschaftsrat Hemmen (Auswärtiges Amt) geführt und besteht aus den Ministerialräten Forkel vom Wirtschaftsministerium, S ch e f h o l d vom Ernäh- rungsminifterium und Oberregierungsrat Scherer vom Reichsfinanzministerium.
kleine potitifcbe 7iüd>rid)tcn. licherweise durch Polizeipräsident Graf Helldorf ließ als Leiter -^Flac5e-.er
der Staatspolizeiftellen Berlin und Potsdam in den letzten Tagen mehrere Razzien in b e - kannten Verbrecherlokalen beider Bezirke durchführen, die von vollem Erfolg begleitet waren. Bei dieser Gelegenheit wurden auch verschiedene von der Polizei seit längerer Zeit beobachte kommunistische Drahtzieher unschädlich ge-
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Gib ihnen doch wenigstens so viel Licht, daß ihre schwere Arbeit etwas erleichtert wird. Dauernde Naharbeit bei schlechter Beleuchtung ist für die Augen anstrengend. Man
Die 32seitige bebilderte Druckschrift
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