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unb bisher vergeblich versucht haben, sie allein wie« derherzustellen.

So wird deutlich, baß der wirkliche Sportarzt kein einseitiger Spezialist ist. sondern im Ge­genteil mit umfassenden Kenntnissen an den schwierigsten Aufgaben zu arbeiten hat.

Für den Wettkampfsport wird die ärztliche Tätig« feit besonders dann wichtig, wenn es sich um die Betreuung von Mannschaften handelt. Das verlangt eine ständige Zusammenarbeit mit dem Sportlehrer oder dem Uebungsleiter. So wird man in der Sprechstunde des Sportarztes von Zeit zu Zeit auch diese finden, um mit dem Arzt über die Mann­schaft Rücksprache zu nehmen oder über das weitere Training zu beraten. Nur eine solche vertrauens­volle Zusammenarbeit vermag auf die Dauer eine Arbeit zu entwickeln, die wirklich einem gesunden Leistungsaufbau dient.

Darum sind solche ständigen Untersuchungen und Besprechungen auch besonders wichtig für die Jugendlichen. Leider werden sie von den Vereinen noch zu wenig durchgeführt, obwohl auch die Kostenfrage für sie kaum eine Schwierigkeit bereitet. Anscheinend ist die Erkenntnis immer noch nicht durchgedrungen, daß es im Interesse unserer Jugend notwendig ist, alle Möglichkeiten zu ihrer Bestent­wicklung auszunutzen.

Nun wenn Jugendleiker und Arzt Zusammen­arbeiten und sich ihre Beobachtungen mitteilen, um daraus gemeinschaftlich die künftige Ausbil­dungsmethode herzuleiten, ist der Erfolg zu erwarten, den die Jugend eigentlich für sich von ihren Führern beanspruchen muß.

Nur so lassen sich auch körperliche Schwächen oder Leistungsbehinderungen erkennen, und nur so ist zu beobachten, ob die Maßnahmen zur körperlichen Entwicklung den beabsichtigten Erfolg bringen. Nur so läßt sich schließlich eine Körperschulung durchfüh­ren, die den verschiedenartigen Typen im Entwick­lungsalter gerecht wird. Der eine soll in seinem Wachstum angeregt, der andere in der Herzleistung verbessert und der Dritte in seiner Atmung ausge- bildet werden. Hier soll ein Anttieb erfolgen, um eine Willensschlaffheit zu überwinden, dort bedarf es einer Bremsung, um nicht aus dem Uebermaß

jugendlichen Ehrgeizes einen Schaden entstehen zu lasten. . ,

Daneben stehen dann die täglichen Ereignisse einer sportärztlichen Sprechstunde. Zunächst einmal die Gesundenuntersuchung. Auch Aeltere beginnen heute bereits einzusehen, daß als Ausgleich für das Stadt­leben, für das viele Stillsitzen und die unhygiemsche Lebensweise, die damit verbunden ist, etwas körper­liche Tätigkeit nur von Vorteil sein kann.Jhre Frage lautet dann an den Arzt:Darf ich Sport betrei­ben? Bin ich gesund?" Eine eingehende Unter­suchung, die nicht in fünf Minuten zu erledigen ist, wird alle Zweifel klären. Ihr Ergebnis ist viel­fach, dah wohl die Organe keine Fehler aufweisen, daß doch aber durch die ständigen unnatürlichen Umwelteinflüsse, die ost fahre- und jahrzehntelang gewirkt haben, dieMaschine Mensch" so verschlackt ist, daß sie einer gründlichen Reinigung und lang­samer Wiederinbetriebsetzung bedarf, um die Um­stellung auf eine ganz andere Belastungsart zu überstehen und Gewinn davonzutragen. Dafür gibt es dann einen eingehenden Uebungsplan der einer gelegentlichen Kontrolle bedarf.

Dann sind die verschiedensten Verletzungen zu be- behandeln, die zufolge ihres eigenartigen Ent­stehungsmechanismus nur von dem richtig gedeutet werden, der an sich selber alle diese oft exttemen und akrobatischen Uebungsformen gespürt hat. Sie erfordern eine sehr sorgfältige Behandlung und machen deshalb so große Schwierigkeiten, weil der Verletzte im täglichen Leben bald nichts mehr davon verspürt und sich dann leicht verleiten läßt, zu früh seinem Sport wieder nachzugehen. Es ist aber etwas ganz anderes, ob nur die alltägliche Belastung von einem Gelenk zu ertragen ist, oder ob die sehr viel höhere sportliche Arbeitsbelastung darauf einwirkt. Der größte Fehler, der leider noch so vielfach ge­macht wird, liegt darin, daß oft sogar sehr schwere Verletzungen, rote z. B. Blutergüsse, ganz ungenügend versorgt werden, und da sich dies dann häufiger wiederholt, schließlich zu Veränderungen der Ge­lenke führt, die nicht nur die sportliche Leistung für die Dauer herabsetzt, sondern auch für das sonstige Leben dauernde Schädigung nach sich ziehen kann. Schwerer geschädigte Gelenke, wie z. B. gerade das Kniegelenk, benötigen immer wieder einmal eine Nachprüfung und auch kurzfristige Behandlung, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten und gröbere Schäden zu vermeiden.

75 Jahre Turnverein Lich.

Am heutigen Donnerstag, 15. August, vor 75 Jah­ren, am 15. August 1860, wurde in unserer Stadt der Turnverein gegründet, neben dem Gesangverein Cäcilia" der älteste Verein unserer Stadt. Das erste Deutsche Turnfest zu Pfingsten 1860 in Koburg und das 1. Mittelrheinische Turnfest am 5. und 6. August 1860 in Offenbach a. M. waren ein An­sporn gewesen zur Gründung neuer Turnvereine oder zur Wiederbelebung von Vereinen, die nach dem Revolutionsjahr 1848 ihre Tätigkeit hatten einstellen müssen, und so kommt es, daß heute so- viele Vereine in ihrem Namen das Gründunas- jahr 1860 führen und in diesem Jahre ihre 75-Jahr- Feier begehen können. Auch der hiesige Verein wird diese Erinnerungsfeier an seine Gründung im Herbst in Verbindung mit einem Alterstreffen des Turm kreises Lahn-Dill festlich begehen.

Am 15. August 1860 hatten turnfreudiae Jüng­linge unserer Stadt den Turnverein ins Leben ge­rufen. Das erste aufgenommene Protokoll ist vom 21. August 1860 datiert. Es bezeugt, daß die Bürger Phil. U h r h a n , Hermann Rau, Karl R e i n - muth, R. Römer anwesend waren. Weiter heißt es:

Das in obiger Reihenfolge unterm 15. l. M. von einigen Turnsteunden zur Bildung eines Turnvereins dahier erwählte ComitL war un­term heutigen versammelt, und da sich eine ge­nügende Anzahl junger Männer zum Beittitt . in den Verein bereits angemeldet hatten, be­schloß man zur Kräftigung desselben noch einen Aufruf an die Bürger dahier zum Beittitt als außerordentliche Mitglieder zirkulieren zu

Die Satzung wurde aufgestellt, bereit erster Ab­satz lautet:Der Turnverein hat den Zweck seinen Mitgliedern Gelegenheit und Anleitung zu körper­licher Ausbildung zu geben und dieselbe durch ge­

meinschaftliche Turnübungen zu fördern." Konrad I h r i n g war der erste Sprecher des neuen Ver­eins von 18601866, ihm folgten Joh. Kämme­rer bis 1872, Stephan Oßwald bis 1880. Von da an trat ein häufiger Wechsel im Amte des Vorsitzenden ein.

Unter guten Turnwarten erfolgte eine stetige Aufwärtsentwicklung des Vereins, der bei Turn­festen jeder Art stets in größerer Zahl Sieger stellte und vor allem auch im Musterriegenturnen immer Gutes leistete. Stets war der Dienst an der Volksgemeinschaft auf das Banner des Vereins geschrieben, und so nimmt es. nicht wunder, daß aus den Reihen der Turner auch die Anregung zur Gründung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr kam. 1870 erfolgte dieBildung eines Sanitäts­korps zur Pflege der Verwundeten in Lazaretten hiesiger Stadt und Umgebung". Im Weltkriege 19141918 starben 29 Mitglieder des Vereins den Heldentod fürs Vaterland.

Der Turnverein Lich stand mit an der Spitze des alten Gaues Hessen, der am 5. Oktober 1862 in Gießen unter der BezeichnungBezirk Hessen" als ein Glied des seit 1859 bestehenden Mittel­rheinkreises begründet wurde. Der Bezirk zerfiel in die folgenden Untergaue: Gießen, Oberlahn­gau, Usgau, die für sich ihre Turnfeste abhielten. Das erste größere Fest des ganzen Bezirks fand 1869 in Butzbach statt. Ph. Förster vom Turn­verein Lich holte sich dabei den 5. Preis. Das zweite Hesfengaufest wurde dann 1870 in Lich durchgeführt. Hier wurde vom festgebenden Verein K. Förster 2. Sieger. Das Fest fiel zum Teil schon in die Zeit der Mobilmachung für den Krieg gegen Frankreich; denn am zweiten Festtag wurde die Festmusik (die Kapelle des 2. hessischen Infan­terie-Regiments zu Gießen) telegraphisch abgerufen. Dann war Lich wieder Feststadt für das 14. Gau­

turnfest 1885 und das 35. Gauturnfest 1908. Im Anschluß an das Gaufest 1885 kam es zu Diffe­renzen mit dem Gau, die dazu führten, daß die Vereine Gießen und Lich am 23. Mai 1886 in Lich den Lahn-Wettergau gründeten, dem noch im sel­ben Jahre Wieseck beitrat. Später kamen noch die Vereine Krofdorf, Marburg (Tgm.), Heuchel­heim, Wißmar, Rodheim a. d. B., Klein-Linden und Gemünden a. d. Wohra hinzu. 1890 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem Gau Hessen. Seit dieser Zeit hat der Turnverein Lich immer treu

zu seinem Hessengau gestanden. Nach der Neuglte« derung von Turnen und Sport im Dritten Reiche gehört der Turnverein Lich dem Turnkreis Lahn- Dill im neuen Gau XII: Nodhessen an. Unter zielbewuhter Leitung ist er bestrebt, sich mit allen Kräften für die hohen Aufgaben einzusetzen, die unser Führer und sein Beauftragter, der Reichs- sportführer und Führer der Deutschen Tur- nerschaft v. Tschammer und Osten, der Leibes- erziehung im neuen Deutschland gestellt haben.

Vf.Sludenlen-WelWeie in Budapest

Viebahn auch Meister im Turmspringen.Deutsche Tennis- und Fechterfolae.

Am Dienstagnachmittag ttugen, nachdem der Re­gen nachgelassen hatte, Deutschland und Frankreich abermals einen Rugby-Werbekampf aus, den die Franzosen nach ausgeglichenem Spielverlauf mit 8:5 (8:0) gewinnen konnten. Im Korbball verlor Deutschland gegen Ungarn mit 33:14 (25:10). Im Mannschafts-Florettfechten siegte Un- garn über Frankreich. Im Gesamtergebnis belegte Ungarn damit vor Frankreich, Deutschland und der Tschechoslowakei den ersten Platz.

Viebahns Doppel-Erfolg.

Der vorletzte Tag der Schwimmwettbewerbe bet den Akademischen Wettspielen brachte Deutschland wieder einen neuen Sieg. Siegfried Viebahn, der

Siegerin im Kunstspringen wurde bei den studen­tischen Weltmeisterschaften in Budapest die deutsche Teilnehmerin Fräulein Samson (SSE. 89). (Schirner-M.)

schon das Kunstspringen gewonnen hatte, riß auch das Turmspringen an sich und wurde so zwei­facher Weltmeister. Der Deutsche war in der Kür allen seinen Konkurrenten um eine Klasse überlegen.

Im 10 0 - Meter Rückenschwimmen reichte es für uns nur zu undankbaren Plätzen. Die beiden Vorläufe zum 1500-Meter-Crawl- Schwimmen wurden von den Ungarn Lengyel in 21:19,4 Min. und Pleplar in 22:13,6 Min. ge­wonnen.

Das lennisfurnier.

Das schwüle und trübe Wetter, das den ganzen Mittwoch über in Budapest herrschte, entlud sich schließlich in einem gewaltigen Wolkenbruch, der das im Gang befindliche Tennisturnier unterbrach. Heinrich Henkel hatte sich aber vorher noch durch einen 6:0-, 6:0-, 6:1-Siea über den Belgier Petain den Einttitt in die Vorschlußrunde erkämpft. We­niger Glück hatte Hans Denker, der am Vortage den Dänen Gnut 6:4, 6:1, 6:3 geschlagen hatte, und nun mit dem Inder Bhandari um den Ein­ttitt in die Vorschlußrunde kämpfte. Das Spiel mußte bei 6:1, 1:0 für den Deutschen abgebrochen werden.

Nach dem Ausscheiden von Frl. Gröhling hat die Berlinerin Frl. Weber die besten Aussichten, Weltmeisterin zu werden. Durch einen sicheren 6:4-, 6:2-Sieg über die Engländerin Dina Ley kam sie in die Endrunde, wo sie die Tschechin Drtinova zur Gegnerin haben wird.

Um die Degen-Mannschafts-Meisterschaft.

Ausgezeichnet schnitten unsere Degenfechter in der Mannschafts-Meisterschaft ab. Sie belegten hinter Frankreich den zweiten Platz vor Ungarn und der Tschechoslowakei. Drei Siege wurden errungen und zwar mit 9*/2: 5V2 Punkten gegen Aegypten und mit 9V2: 6V2 gegen Ungarn und gegen die Tschecho­slowakei. Nur gegen Frankreich mußten die Deut­schen eine 5V2: IOV2 - Niederlage einstecken.

Dritter Platz im Wasserball.

Durch einen knappen 3:2-(1:2-)Sieg über Oester­reich sicherte sich Deutschland deck dritten Platz im Wasserball-Turnier. Studenten-Weltmeister wurde erwartungsgemäß Ungarn, das die Tschechoslowakei,

Naturverbunbenheik ist Kraftquell unb Gefutt- bung. Die deutsche Jugend erlebt sie in den Zeltlagern der HI.

die den zweiten Platz beleate, überlegen mit 6:0 (4:0) abfertigte. Gegen Oesterreich spielte unsere Mannschaft taktisch recht klug, so daß die Spieler am Schluß meist frischer als ihre Gegner waren unb ben 1:2-Halbzeitstanb zum 3:2-Enbsieg gestal­ten konnten.

Ungarische Auszeichnung für den Reichssportführer.

Reichssportführer von Tschammer und Osten und der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Graf Bailett-Latour, die sich aus Anlaß der Stubenten-Weltmei- st e r s ch a f t e n in der ungarischen Hauptstadt auf­halten, wurden am Mittwoch vom Reichsver­weser in Audienz empfangen. Reichsverweser Horthy zeichnete die beiden Gäste mit dem Unga­rischen Verdienst kreuz Zweiter Klasse aus. Der Reichssportführer weilte am Mittwoch a m Balaton-See,wo ihm zu Ehren wassersportliche Ver­anstaltungen stattfanden. Der Reichssportführer un­ternahm in Begleitung des Leiters des Außenamtes des Reichsfportführers Grafen Schulenburg unb des Präsidenten des ungarischen Landessenats für Körperkultur Kelemen eine Motorboot­fahrt auf dem See, als plötzlich Hilferufs einer mit den Wellen ringenden Frau ertönten. Graf Schulenburg stürzte sich sofort i n s Wasser, um die Erttinkende zu retten. Mit Hilfe des Reichssportführers unb bes Präsibenten Kele­men gelang es, die Dame, ein Mitglieb bes Bala- toner Nachtklubs, in bas Motorboot zu heben.

Kegel-Klubkampf LollarWetzlar.

Auf ber Kegelbahn in berGermania" fanb am Sonntag ein Wettkampf zwischen ben beiden Kegel­klubs Bahnfrei (Lollar) und einem Wetzlarer Klub statt. Es gab zwischen ben beiden Zehnermannschaf­ten einen spannenden Kampf. Mit 1380 Holz blieb Lollar gegen Wetzlar, das nur 1313 Holz für sich buchen konnte, nach je 200 Kugeln siegreich. Als Auszeichnung erhält der endgültige Sieger, ben erst der Rückkampf in Wetzlar bestimmen wird, eine Keglerfigur.

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3m Herbst 1935 erscheint:

Gefiederte Meistersänger

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6. Ziehungstag 14. August 1935

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich

hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer

auf die Lose gleicher Nummer in den beiden

Abteilungen I und U

3n der heutigen Bormitta^ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

6 Gewinne zu 1OOOO M. 121684 172102 352338 894835

6 Gewinne zu 5000 M.

14 Gewinne zu 3000 M. 270779 339632 360772

24 Gewinne zu 2000 M. 61736 167785 197620 366312 394710

52 Gewinne zu 1000 M. 47622 48560 97795 1064 142053 156977 165207 268380 280807 289615 320463 325450 352699

33269 321894 338331

10743 27356 210054

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4398 5209 6054 13835

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D2 121779 127726 136955

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98 Gewinne zu 500 M. 13446 22399 30509 32803 36502 45911 53623 54022 55372 61496 78065 101747 ------ ------ ------ ------ ------

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92 Gewinne zu 500 M. 3365 15732 21648 33023 44171 45484 45699 47833 59196 69607 74171

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