Einzelbild herunterladen

&

irischast.

Oie Lndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

770: Diejenigen metallverarbeitenden Firmen der ersten Verarbeitungsstufe (im Sinne des §2 der Anordnung 30 vom 29. 4.1935), die bis­her ihre Anträge auf Erteilung einer Be­darfsbescheinigung für unedle Metalle un­mittelbar an die Ueberwachungsstelle richte­ten (Großverbraucher), werden aufgefordert, die Formulare für die Meldung von Ver­brauchszahlen für 1934 bei der Jnduftrie- und Handelskammer anzufordern. Die Mel­dung der Verbrauchszahlen muß innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Inkraft­treten der Bekanntmachung (7. Mai 1935) an die Ueberwachungsstelle für unedle Metalle erfolgen.

Auf Grund der Bekanntmachung 6 darf weiter derjenige, der einen Ausfuhrver- brauchsfchein beantragt, unter gewissen Vor­aussetzungen auch den Ausfuhrbedarf eines Betriebes dritter Verarbeitungsstufe, der sein Abnehmer ist, berücksichtigen. Er darf dies jedoch nur insoweit tun, wie der Abnehmer ihm zuvor auf ordnungsgemäßem und voll­ständig ausgefülltem amtlichen Vordruck der Ueberwachungsstelle die schriftliche Zusiche­rung beigebracht hat, daß er die bestellten Erzeugnisse tatsächlich und ausschließlich zu Zwecken seines nachweisbaren Ausfuhrbedarfs benötigt und die für die Herstellung seiner Ausfuhrerzeugnisse benötigten Materialien, Bestand- oder Zubehörteile weder aus eige­nen Beständen entnehmen kann, noch auf Grund anderweitiger erteilter Aufträge zu erwarten hat. Die für diese Erklärung erfor­derlichen Vordrucke, die die Bezeichnung Ausfuhrbedarfserklärung" tragen, sind eben­falls bei der Kammer erhältlich

*

* 7 prozentigetürkische Schuldver­schreibungen von 193 3. Der Verwaltungsrat der aufgeteilten öffentlichen Schuld des früheren Ottomanischen Reiches, Paris, teilt mit, daß der am 25. Mai d. I. fällige Halbjahreskupon mit 18,75 f. Franks für die über 500 Franks lautende neue Schuldverschreibung vom Fälligkeitstage ab eingelöst wird. Gleichzeitig teilt der Verwaltungsrat mit, daß er auf Grund seiner Vollmachten gemäß dem Ver­trage vom 22. April 1933 beschlossen hat, den fran­zösischen Franken als Währung für die Bezahlung des am 25. November d. I. fälligen Kupons beizu­behalten.

* Wanderer-Werke Schönau b. Chem- n i tz. Die Gesellschaft konnte in 1934 eine wert­mäßige Umsatzsteigerung von 75 v. H. gegenüber dem Vorjahre erzielen. Ebenso konnte die Gefolg­schaft erheblich vermehrt werden. Nach Vornahme von 1,86 (0,46) Abschreibungen auf Anlagen, sowie 0,05 (0,04) anderen Abschreibungen verbleibt ein Gewinn von 1131110 (741 814) RM., der sich um den Gewinnvortrag auf 1412 060 (866146) RM. erhöht. Hieraus werden 8 (6) v. H. auf die StA. und 6 v. H. auf die DA. ausgeschüttet. Der vor­handene Auftragsbestand sichert der Gesellschaft Beschäftigung auf Monate hinaus. Die Verwal­tung sieht der Entwicklung des Geschäftsjahres 1935 mit Vertrauen entgegen.

* Adlerwerke. Betriebsüberschuß u m 20 n. H. erhöht. Die Verwaltung der Adler­werke in Frankfurt gab in ihrem Berichtsauszuge den Betriebsüberschuß mit 5,5 Mill. RM. an und bezifferte den vorjährigen Betriebsüberschuß mit 3,7 Mill. NM., den Nettoüberschuß mit 1,6, dem sie als vorjährigen Nettoüberschuß 0,8 Mill. RM. gegenüberstellte. Man mußte annehmen, daß in dem endgültigen Bericht dazu eine Erläuterung erfolgt. Nunmehr berichtigt sie den vorjährigen Betriebsüberschuß in 4,36 und den Vorjahres­nettoüberschuß in 1,4 Mill. RM. Der Betriebs­überschuß erhöhte sich also in 1934 um 20 v. H.

I^hein-Mainische Miitagsbörse.

Aktien nachgebend.

Frankfurt a. M., 14. Mai. Die Börse ver­kehrte am Aktienmarkt in außerordentlich stiller Haltung. Von der Kundschaft lagen nur wenig Aufträge vor, während die Kulisse zu einigen Ver­käufen schritt. Infolgedessen bröckelten die Aktien­kurse überwiegend etwas ab, zumal Anregungen fehlten. Der Appell des amerikanischen Finanz­ministers, der für eine internationale Währungs­stabilisierung eintrat, fand starke Beachtung. Das Geschäft war so klein, daß Erstkurse zunächst kaum zustande kamen. Am Chemiemarkt gingen IG. Farben um 0,40 v. H. und Scheideanstalt um 0,50 v. H. zurück. Von Elektrowerten setzten Siemens

1 v. H. und AEG. 0,25 v. H. niedriger, Felten 0,50 v. H. höher ein, Schuckert lagen behauptet. Am Montanmarkt gaben Buderus 0,50 v. H., Ilse Genuß 1 v. H., Mannesmann, Stahlverein und Rheinstahl bis 0,50 v. H. nach. Gut behauptet blieben Harpener mit 105 (104,75). Für Zellstoffwerte zeigte sich kleines Interesse, Aschaffenburger gewannen 0,40 v. H. und Waldhof 0,13 v. H. Bon sonstigen Werten eröffneten Daimler 1,25 v. H., Holzmann 1 v. H., Zement Heidelberg 0,25 v. H. und Reichsbank 0,13 v. H. niedriger. Gut behauptet lagen AKU. und Norddeutscher Lloyd sowie AG. für Verkehrswesen.

Am deutschen Rentenmarkt zeigte sich etwas Anlagebedürfnis, das Geschäft blieb aber ebenfalls klein. Altbesitzanleihe gewannen 0,25 v. H., Zins­vergütungsscheine 0,15 v. H., Kommunal - Umschul­dung und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen gut behauptet. Von fremden Werten waren Mexi­kaner leicht befestigt, ebenso Rumänen.

Die Börse zeigte auch in der zweiten Stunde keinerlei Geschäftsbelebung, da die Zurückhaltung anhielt. Infolge der starken Gefchäftsstille bröckelten die Aktienkurse meist weiter etwas ab. Auch die später zur Notiz gekommenen Werte lagen bis zu 1 v. H. schwächer, lediglich Rheinische Braunkohlen konnten sich um 2 v. H. auf 225 befestigen. IG. Farben gingen auf 144,40 (144,65) und Daimler auf 89,75 (90,50) zurück.

Am Rentenmarkt blieben deutsche Anleihen gut behauptet, Zinsvergütungsscheine lagen nochmals 5 Pfennig höher. Der Pfandbriefmarkt lag still, aber gut behauptet, einzelne Liquidationspfanobriefe gingen leicht zurück. Stadtanleihen waren allgemein etwas angeboten und gaben bis 0,50 v. H. nach. Von Industrie-Obligationen blieben 6 v. H. Stahl­verein mit 101,65 behauptet, 4,50 v. H. zogen auf 92,90 (92,65) an. Auslandsrenten lagen still und unverändert. Im Freiverkehr zeigte sich kleines In­teresse für russische Vorkriegsanleihen, die Kurse lagen allerdings kaum verändert.

Adlerwerke Kleyer waren etwas gesucht und zogen bis auf 91 (89,50) an, im übrigen wiesen die Freiverkehrswerte keine Veränderung auf.

Tagesgeld 2,50 v. H.

Abendbörse behauptet.

Auch im Abendbörsenverkehr war die Geschäfts­stille wieder stark ausgeprägt, da Anregungen und vor allem Aufträge fehlten. Infolgedessen war die Stimmung eher etwas freundlicher, die Kulisse be­kundete verschiedentlich etwas Rückkaufsneigung. Die im Mittagsfchlußverkehr eingetretenen leichten Er­holungen konnten sich gut behaupten, darüber er­gaben sich teilweise noch leichte Erhöhungen, so bei Harpener, Schuckert, Deutsche Linoleum und IG. Farben: letztere setzten zunächst mit 144,75 (145) ein, zogen aber später auf 145,25 an. Am Kaffa- markk waren Lux. Intern. Bank weiter gesucht, Taxe 6 v. H. Geld (5,25)).

Der Rentenmarkt war stark vernachlässigt und hatte meist nominelle Kurse aufzuweisen. Auch fremde Werte lagen sehr still, aber unverändert.

U. a. notierten: Altbesitz 116, 6 v. H. Stahlver­ein 101,65, Reichsbank 161,50, Bank für Braü- industrie 116,75, Commerzbank 93, DD.-Bank 94,25, Dresdner Bank 94,25, Buderus 97,13, Harpener 106,50, Mannesmann 79,50, Rheinstahl 107,50, Stahlverein 80,50, AKU. 54, Betula 136, Conti Gummi 150,25, Scheideanstalt 218, Deutsche Lino­leum 161,90, Licht und Kraft 124, IG. Farben 144,75 bis 145,25, Gesfürel 120,25, Goldschmidt 97,75, Holzmann 91,50, Iunghans 89, Laymeyer 123, Metallgesellschaft 98, Schuckert 109,40, Siemens 159,50, Südd. Zucker 168,50, Hapag 32,40, Reichs­bahn-Vorzugsaktien 123, 4 v. H. Rumänen 4,40, 5 v. H. innere Mexikaner 6,10, 3 v. H. do. 5,25, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 165.

'Rinhermorff in Gießen

Auf dem gestrigen Rinder-Nutzvieh-Markt in Gießen standen 1032 Stück Großvieh, 369 Fresser und 230 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milch­kühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 400 bis 520 Mark, 2. Qualität 280 bis 360, 3. Qualität 160 bis 210: Schlachtkühe a) 250 bis 400, b) 100 bis 180; Rinder, %= bis ^jährig 90 bis 140, %- bis 2jährig 140 bis 260, tragend 200 bis 400 Mark; Kälber, das Pfund Lebendgewicht 28 bis 38 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf schleppend, Ueber- stand: gute Milchkühe gesucht.

Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.

Frankfurt a. M., 14. Mai. Der Gemüfe­markt verzeichnete im allgemeinen gutes Ange­bot. Spargel und Kopfsalat waren sehr stark zu­gefahren, dagegen standen Karotten und Gelbe Rüben alter Ernte nur knapp zum Verkauf. Preise für letztere merklich gestiegen, im übrigen meist etwas rückläufig. Geschäft schleppend. Es notierten im Verkauf an den Kleinhandel: Blumenkohl (Treibhaus), Stück 30 bis 60, Steige ä 10 Stück 5,50 bis 6 (holl.); Erbsen 28 bis 30 (ital.); Gelbe

Rüben 8V2 bis 10; Salatgurken (Treibhaus), Stück 25 bis 50, 40 bis 55 (holl.); Karotten (alte) 12 bis 15, neue (Treibhaus), Bündel 15 bis 20; Kohl­rabi I, Stück 15 bis 20, II 8 bis 12; Lattich und Schlüpfer 25 bis 40; Rettich, Bündel 10 bis 50; Rote Rüben 2 bis 4; Spargel la 40 bis 42, Ilb 35 bis 38, b 32 bis 35, c 24 bis 25; Spinat 16 bis 20; Frühwirsing 16 bis 18, 8 bis 10 (holl.); Zwie­beln 12 bis 15 (ägypt.)

Obst: Deutsche Aepfel waren nur noch gering angeboten, amerikanische und australische dagegen

reichlich. In Treibhaus-Erdbeeren verzeichnete man zunehmendes Angebot bei nachgebenden Preisen. Sonst ergaben sich bei langsamen Geschäft keine Aenderungen. Bananen zogen jedoch bei knappen Zufuhren weiter stark an. Eßäpfel 45 bis 52, Tiroler 50, Amerikaner (rot), Kiste 40 Pfund 19, bis 22,, do. (gelb) 18 bis 22,, Australier 18, bis 22,; Apfelsinen (blond) 17 bis 20 (span.); Bananen, Kiste 25 Pfund 12, (Jam.), 10, bis 11, (Bros.).

Adam Opel AG., Rüsselsheim.

In der gestern in Rüsselsheim abgehaltenen GV. der Adam Opel AG., bei der das volle AK. ver­treten war, wurde die Bilanz, sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 1934 einstimmig genehmigt. Aus dem Gewinn werden 11,4 Mill. Mark zur Abdeckung des aus den Jahren des Nie­derganges stammenden Verlustvortrages verwendet; weitere 2 Mill. Mark werden der gesetzlichen Re­serve zugeführt; die Spitze von rund 6000 Mark wird auf neue Rechnung vorgetragen. Zu stell­vertretenden Vorstandsmitgliedern wurden der Konstruktionsleiter Otto B y ck h 0 f f und der Ein­kaufsleiter Otto C. Mueller ernannt.

lieber GV. und AR.-Sitzung werden noch fol­gende Einzelheiten bekanntgegeben:

Die Gefchäftsentwlcklung in den ersten vier Monaten des taufenden Jahres war überaus befriedigend.

Der Jnlandabfatz betrug 31 916 Wagen, gegenüber 15 647 in der gleichen Zeit des Vorjahres. Auch der Auslandabfatz konnte trotz aller Schwierigkeiten be­trächtlich (um rund ein Drittel) gesteigert werden; in den ersten vier Monaten 1935 wurden 3876 Wagen (2843 in der gleichen Vorjahreszeit) exportiert.

Die (Erb- und Bauarbeiten für das neue Werk Brandenburg sind in vollem Gange. Die Fer­

tigstellung und Einrichtung der Gebäude ist für den Herbst des Jahres geplant.

Die für Brandenburg vorgesehene Produktion von Lastkraftwagen dürfte noch vor Jahresende in Gang kommen. Der zur diesjährigen Automobil- ausstellung in Berlin erstmalig gezeigte TypOlym­pia" hat auch auf den Ausstellungen in Genf, Am­sterdam und Barcelona großes Interesse und Nack- frage hervorgerufen. Die ersten hundertOlympia^- Wagen rollen in diesen Tagen von den Bändern ab.

Am 23. April verließ der 400 000. Opelwagen das Werk Rüsselsheim.

Der erste wurde gebaut im Jahre 1898 der 400 000. also 37 Jahre später. Die Opelproduktions- entwicklung dieser Jahre vermittelt einen interessan­ten Einblick in das Fortschreiten der Motorisierung Deutschlands überhaupt: Für die Herstellung der ersten 100 000 Wagen waren 30 Jahre (1898 bis 1927) erforderlich, die zweiten Hunderttausend wur­den in 2% Jahren (Anfang 1928 bis Mitte 1930) gebaut, das dritte Hunderttausend erforderte hier zeigt sich der Krisenrückschlag 3% Jahre, die vierten Hunderttausend wurden am 7. Februar 1934 in Angriff genommen und konnten in der außerordentlich kurzen Zeit von nur 14% Monaten hergestellt werden.

Preußen.

Oer Führer als Chrenpate

LPD. Straßebersbach (Dillkreis), 14. Mat. Bei der neunten T o-ch ter des Formers Karl K n ö b e l hat der Führer und Reichskanzler die Ehrenpatenschaft übernommen. In einem Schreiben ließ der Führer mitteilen, daß fein Name neben denen der anderen Taufpaten in das Kirchen­buch eingetragen werden soll.

Fahrlässiger Hochverrat.

LPD. Frankfurt a. M. Wegen fahrlässigen Hochverrats gemäß § 85 des StrGB. verurteilte das Schöffengericht den 72jährigen Georg Müller zu sechs Monaten Gefängnis. Der Angeklagte war ein Mitläufer der KPD., und es schwebten schon zweimal Verfahren gegen ihn in politischen Dingen. Diese Verfahren wurden niedergeschlagen, nachdem der Angeklagte ver­sprochen hatte, daß er gegen den neuen Staat nichts mehr unternehmen werde. Dieses Versprechen hielt er nicht. Er gab eine nach außen getarnte kommunistische Hetzschrift gegen d i e SA. weiter, wollte sie aber nicht gelesen haben. Das Gericht war der Ansicht, daß es sich bei dem Angeklagten um keinen harmlosen Menschen und dummen Schwätzer handele, sondern um einen Mann, der voller Bosheit steckte.

Kreis Wehlar.

c?o Hörnsheim, 14. Mai. Gestern verstarb im Alter von 88Jahrender hiesige Landwirt und Gemeindevorsteher a. D. Johannes Bork. Er war der älteste Einwohner und letzte Veteran vom Feld­zug 1870/71. Als Gemeindevorsteher hat er über zwei Jahrzehnte die Geschicke unserer Gemeinde mit Tatkraft, Sorgfalt und Klugheit geleitet. Sein stets gerechter Sinn und seine Besonnenheit sicherten ihm bei allen Einwohnern und bei den vorgesetzten Be-' Hörden Achtung, Anerkennung und Ansehen. Vor­steher Bork hat es verstanden, bei größter Spar­samkeit die Gemeinde zu einer günstigen Entwick­lung zu bringen. Unter feiner Verwaltung wurde im Jahre 1908 die Feldbereinigung in Angriff ge­nommen, später wurde das elektrische Ortsnetz und die neue Schule gebaut. Neben seiner Tätigkeit als Gemeindevorsteher war er über vier Jahrzehnte erster Beigeordneter des Amtes Groß-Rechtenbach, Mitglied des Kreisausschusses und Mitglied des Landwirtschaftskammerausschusses für die Rheinpro­vinz. Als kerndeutscher und frommer Mann hat er auch regen Anteil am kirchlichen Leben genommen. So war er lange Jahre Mitglied des Presbyteriums der hiesigen Kirchengemeinde, dem er bis zu feinem Ende angehörte.

< Hörnsheim, 14. Mai. Die Geldfamm - l u n g anläßlich des Muttertages, die hier von

Mitgliedern des Evangelischen Jungfrauenvereins Dorgenommen wurde, ergab 24,20 RM.

od Lützellinden, 14. Mai. Die Schaf­haltung in unserer Gemeinde, die in den letzten Jahren stark zurückgegangen war, hat dank einiger Liebhaber in' Erkenntnis der volkswirtschaftlichen Notwendigkeit der Förderung der Schafzucht wieder einen Aufschwung erhalten. Durch die Maßnahmen der nationalsozialistischen Regierung für die Roh­stoffversorgung der deutschen Wollindustrie wird eine Vermehrung der Schafbestände für notwendig gehalten, die auch in unserer Gemeinde erzielt wurde. Die hiesige Schäfereigesellschaft hat bereits einen Zugang der Schafe zu verzeichnen. So wur­den im Jahre 1933 rund 190 bis 200 Schafe ge­halten, im Jahre 1934 bereits 250 Stück. Um eine gute Nachzucht zu ermöglichen, find bereits etliche Böcke aus der Hochzucht Westfalen angefchafft wor­den. Auch ist die Schafhaltung auf das vom Kreis­schafzuchtoerband ausgestellte Zuchtziel abgeftellt und somit die Rentabilität der Schafzucht gesichert. Um der Schafhaltung weiter fördernd zur Seite zu stehen, muß die Futtergrundlage erweitert und dazu der Schafhaltung alle geeigneten Plätze, Hütungen und Freiflächen zur Verfügung gestellt werden.

Kreis Biedenkopf.

§ Gladenbach, 14. Mai. Die anläßlich des Muttertages von der NSV. veranstaltete Listen­sammlung ergab den Betrag von 67,55 RM. Der Plakettenverkauf ergab 59,60 RM.

Kleine Strafkammer Gießen.

Der F. St. aus Kirtorf wurde vorn Amtsgericht Homberg wegen Sachbeschädigung zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Dagegen legte der Angeklagte Berufung ein. Die gestrige Haupt­verhandlung ergab, daß der Angeklagte ein fremdes Huhn, das sich auf feinen Hof verlaufen hatte, erschlagen hatte. Die Berufung des Angeklagten wurde kostenfällig verworfen.

Amtsgericht Gießen.

Wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde der Siegfried Isenberg aus Gießen durch Straf­befehl zu 50 Mark Geldstrafe, evtl, zehn Tagen Gefängnis, verurteilt. Der Angeklagte kam mit feinem Personenkraftwagen in Richtung Klein- LindenGießen. Nachdem er die Bahnüberführung passiert hatte, fuhr er auf einen in derselben Rich­tung fahrenden Arbeitsdienstmann auf, den er schwer verletzt in die Klinik brachte und sich dann der Poli­zei stellte. Gegen den Strafbefehl legte der An­geklagte Einspruch ein. Nach Schluß der gestrigen Beweisaufnahme erging Beschluß, daß die Ent­scheidung in einer Woche ergeht.

Saturn

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 61/z% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

4/*% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, I.......

6% ef)em.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ...........

4'/r% ehein. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6y2% ehem. Hess. Landcs-Hypo- thekenbank Darmstadt Siaui ...

4¥i% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverichr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auölos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4¥a% ehem.8% Franks. Hpp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

6%% ehem. 4%% Franks. Hyp.° Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

5y,% ehem. 4y3% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....

4 '/2% ehem. 8% Pr. Landespfand- briSfanstalt, Pfandbriefe R. l'J

4%% ehem. 7% Pr.Landeüpfand- briefcmst., Gold ftomm. £61.VI

Steuergutsch.Berrechnungsk. 35-39

4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterretchische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y2% desgl. von 1913..........

5% obgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.....................

Kurszettel i)er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe 0er zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

.yrannurt a.M.

Berlin

Frankfurt a. Ul

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Schluß- furd

00)11161. Abend- dörse

Schluß- lurs

c-chluyl. Mittag- börie

Schluß- turs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- Mrs

Schlußk. Mittag­börse

Schluß- kurs

Schlußk. Abend-

Schluß«

Schlußk.

Mittag.

13.Mai

14Ma>

13.5

14.5

13.5 | 14.5

Datum

13 5

14 5

13-5

| 14.5

Datum

13-5.

14.5

13-5 ; 14.5

Amtliche Notierung

Geld | Srlef

Amtliche Notierung

Geld | Brief

100

96,75

102

115,9

100,5

98

96,25

100,5

92

121,5

115,75

96

100,7

101,13

96,75

96,75

100

96,9

101,9

116

100,5

98,25

96,25

100,5

92

122,5

116

96

100,9

101

96,75

96,75

100,25

97

116

100,5

98

o = i 1 1 1 1 S - ISS

4% desgl. Serie 11 ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/2%Rumän.vereinh.Rentev.i9i3 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2*4% Anatolier ......

Hamburg-Amenka-Pakei o Hamburg-Südam. Dampfschiff . o Norddeutscher Lloyd .........o

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-

Gesestschaft................o

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ............... 12

9,75

4,75

7 4,35

38,25

12.75

35 36,75

111

93,4

94,25 94,25 161.9

9,5

4,75

4,4 38,25

32,4

35

86,5

111

93

94,25 94,25

161,5

10

4,8

7

4,5

37.9

32,65

27,5

34,9

87

111

93,4

94,25

94,25

161 65

10

4,8

7,13 4,45

38,5

32,5

28 34,75 86,75

111

93

94,25 94,25 161,5

Mansfelder Bergbau......... 8

Koks werke.................. 5

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen ..... 12

Rheinstahl ................ 314

Vereinigte Stahlwerke........0

Otavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....?y2

3. G. Farben-Industrie....... 7

Scheideanstalt............ 9

Goldschmidt ................0

Rütgerswerke ................

Metallgesellschaft.............4

108,5

223 107,25 80,4 18,75

122 121,25

166

145 .19,5 98,5

98,25

92,5

54,13 111,25

114,9 84,65

1,75

163

35,5

291

148.5

92

168,5

108

225 107,5

80,5 18,75

121,75

122

166

145,25

218 97,75 113,5

98

91,5 115,75

54

114,75

85

90

161,9

35

162 150,25

36,65

92

1684

108,75 117,25

222

108 80,5 18,75 121,75 121,75

166

145,4

98 113,75 98,25

92,75

109,25 54,5

111

115

85 125,25 91,4 162,5

87,5 35,25 291,5

162

148

36,5

168,5

108,5 117,25

225,5

107,75

80,25

18,65

122,5

122

166,5

145

97,25 113,5

98,25

91,75

108,75

54,25

110

115

85,5

125

89,75

160,75

85,5

35,25

294

162,5 150,4

36,65

168,5

Buenos Sttto. Brüssel.....

Rio de Ian. . Sofia ......

Kopenhagen. Danzig.....

London .....

Helsingfors.. Paris ......

Holland .... Italien.....

Japan ......

Jugoslawien Oslo..... :

Wien.......

Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanten.... Prag.......

Budapest ...

Neuyork ...

0,658 41,98

0,199 3,047

54,28 46,85

12,155 5,365

16,37

168,23 20,53 0,715

5,649 61,09

48,95

11,03

0,662 42,06

0,201

3,053 54,38

46,95

12,185 5,375

16,41

168,57

20,57 0,717

5,661

61,21

49,05

11,05

0,658 41,98 0,199 3,047 54,13

46,80 12,12 5,345

16,37 168,23

20,53 0,713 5,649 60,92 48,95

11,00

0,662 42,06 0,201

3,053 54,23

46,90 12,15

5,355

16,41

168,57 20,57 0,715

5,661

61,04

49,05

11,02

62,63

80,50 34,01

10,37

2,490

116

96,25

101,4

96,76

96,75

116

96,25

101

96,75

96,75

A.E.Ä......................0

Bekula.................... 10

Elektr. Lieferungsgesellschast... 5

Licht und Kraft .........6 y2

Felten L Guilleaume......... O

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co............... 4

Siemens & Halske............7

Lahmeyer L Co.............. 7

38,2b

135,4

107,5

124,25

95,13

120,25

127,5

108,65

160,5

123,4

38

136

106,5

124

95,65 120,25 127,75

109,4

159,5

123

38,4 135,25 107,25 124,13

95,25 120,4

128

109 160 >22

96,75 108

104,75 96,25 154,5 127,9 91,65 79,75

38,4

135,9 105,75 124,25

96

120,25 127

109,25

160

122,5

97,75 109,65

106,25 95,75

153,75

127,5

91,5

79,9

PHUtpp Holz mann...........O

Zementwerk Heidelberg ......5

Cementwerk Karlstadt......... 4

Schultheis Patzenhoser ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg................. 0

Zellstoff Waldhof............0

62,68

80,33

33.94

10,35

2.486

62,80 80,49

34,00

10,37

2,490

Banfnoten.

62,51

80,34

33,95

10,35

2,486

__________Derlin,i4.Mai________

Geld

23 rief '

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer Gas ............... 7

Amerikanische Noten.............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

2,438 41,82 53,92

12,085 16,31

167,81 20,01 60,71

62,30 80,11

33,48

2,458 41,98 54,14 . 12,125 16,37 168,49 20,09 60,95

62,54 80,43 33,62

106

27,5

106

27,65

106

27

106

28,1

Buderus ................... 0

Deutsche Erdöl....... 4

96,4

108

104,75

128,5

91,25

79,5

97,13

109,75

106,5

152,75

127,5 91

79,5

Deutsche Linoleum...........6

Orenstein & Koppel ..........O

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade......................0

Accumulatoren-Fabrü....... 12

Conti-Gummi .............. g

Gritzner....................0

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutsch« Zuck« ......

Englische Noten .................

Französische Noten.............

Holländische Noten.........

1,25 7,95

7,75 7,8 13,65

9,75

1,2 7,95 7,65 7,65

14

9,5

1,2

8 7,75 7,85 13,75

1,25

8,05

7,65

7,65

14,13

Gelsenkirchener.............. Ö

Harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neiiessea .. 0

Ilse Bergbau ............... g

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke .............

Mannesmann-Röhren ....... O

Italienische Noten................

Norwegische Noten .............

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schillina Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten................

Ungarische Noten................