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Warum Rudern?

Volle hundert Jahre schon wehen von den Boots­häusern der deutschen Rudervereine, von den Boo­ten der deutschen Ruderer Flaggen und Wimpel lustig im Winde. Wenn dieser älteste aller deutschen Sportzweige heute weit über hunderttausend Volks­genossen vereint, wenn das Rudern in Deutschland eine Entwicklung nahm, wie sie kein anderes Land der Erde, nicht einmal England, das Ursprungsland sportlichen Ruderns, aufzuweisen hat, dann muß es damit eine besondere Bewandtnis haben.

Wir rudern, weil es schön ist!

Rur wer sein Vaterland richtig kennt, kann es wirklich lieben. Deutschland ist schön, am schönsten aber, wenn man es sich auf dem Wasser erwandert. Flotter Ruderschlag führt vorbei an stillen Wäldern, verträumten Dörfern, an Bergen, Burgen und Schlössern, an den großen Städten, in denen das Lied von der deutschen Arbeit dröhnt. Das Erleben der Natur schenken uns Wasser und Schilf, sinkende Nacht am Lagerfeuer norm Zelt, silberglitzernde Wel­len oder brausender Sturm. Das Auge, ja der ganze Mensch genießt die ständig wechselnden Eindrücke der Natur, frei vom lästigen Zwang der Kleidung, mit Freude und Frohsinn im Kreise gleichgesinnter Kameraden. Der Ruderer liebt sein Vaterland mit heißem Herzen, weil er seine vielgestaltige Schön­heit unauslöschlich in sich ausgenommen hat.

Wir rudern, weil es gesund ist!

Unbegrenzte Ausnutzung von Wasser, Sonne und Luft, die über den Wasserflächen immer von einer besonderen Frische ist, das ist das erste. Restlose Durcharbeitung des ganzen Körpers von der Fuß­spitze bis zum Nacken mit den Armen rudert man am wenigsten! das ist das zweite. Rudern kennt keine Einseitigkeit; es erfaßt den ganzen Menschen. Es ftörft die Muskeln, aber auch Herz, Lunge und Kopf. Das beweisen dieAlten" im deutschen Ru­dersport, die auch mit 70 Jahren noch frisch und gesund jahrein, jahraus Riemen und Skull schwin­

gen.Wer rudert, lebt lange"! Für jede Altersstufe bietet das Rudern reiche Betätigungsmöglichkeiten. Fast immer geht der Weg über das Wanderrudern zum Rennrudern, und vom Rennrudern wieder zurück zum Wanderrudern ... Rudern ist Leibes­übung und Sport zugleich, geeignet für jung und alt, für Mann und Frau.

Wir rudern, weil es zum Kämpfen erzieht!

Rudern bedeutet Kampf. Kampf nicht nur wider den Gegner auf der Rennstrecke, wo jeder das Letzte aus sich herausholt, sondern auch Kampf gegen Naturgewalten, gegen Strömung, Wind und Wellen, Kampf aber auch gegen die eigene Bequemlichkeit, Unentschlossenheit und Nach­giebigkeit.

Rudern bedeutet Unterordnung!

Die Mannschaft ist alles, der einzelne nichts. Mehr als 600 Bootshäuser nennen die deutschen Ruderer zwischen Saar und Memel ihr eigen. Es sind Kameradschaftshäuser im besten Sinne des Wortes. In ihnen herrschen Kampfgeist, Ritter­lichkeit, Freundschaft und Disziplin, also echtes Sol­datentum. Und weil wir wissen, daß soldatische Erziehung unser Volk groß gemacht hat und allein wieder groß machen kann, darum rudern wir!

Wir kämpfen, rudern und siegen!

Mehr als 30 000 Männer und Frauen, Jungen und Mädchen, gehen heute alljährlich an den Start der Regattabahn zum frohen, freien Wettkampf im Ruderboot. Hunderttausende legen jährlich viele Millionen Kilometer auf Wanderruderfahrten zu­rück. Diese gewaltigen Zahlen beweisen eindring­lich, daß der Rudersport zum deutschen Volkssport geworden ist. Das Märchen von seiner Kostspie­ligkeit gehört der Vergangenheit an. Der Breiten­arbeit der Massen entsprechen auch die Spitzenlei­stungen der deutschen Ruderer. Noch niemals sind sie ohne Sieg von den Olympischen Spielen heim­gekehrt! 1900 in Paris, 1912 in Stockholm, 1928 in Amsterdam und 1932 in Deutschlands schwerster

Notzeit in Los Angeles: stets ging die deutsche Flagge siegreich am Mast empor. Auch für 1936 kennen die deutschen Ruderer ihre Aufgabe, die Olympiasieg im eigenen Lande" heißt. Sie ar­beiten fchon lange auf dieses Ziel hin, still und mit zäher Energie im Winter wie im Sommer, ohne viel davon zu reden.

Darum kommt zum Rudern!

Rudern ist kein Sport der Sensationen und der Weltrekorde, kein Sport der Zuschauermassen. Ru­dern verlangt den ganzen Menschen, es ist der Sport der selber Tätigen. Wer einmal in den Bann dieses herrlichsten Wassersports gezogen wurde, wird ihn nie mehr aufgeben wollen, wird zeitlebens mit ganzem Herzen an ihm hängen. Darum auf, den Versuch und den Anfang dazu gemacht.

Glückwunsch

des Korpsführers Hühnlein.

Korpsführer Hühnlein, der Führer des deut­schen Kraftfahrsportes, sandte an die Daimler- Benz AG. anläßlich des deutschen Sieges im Großen Preis von Tripolis folgendes Glückwunsch-Telegramm:

Die erfolgreichen Ergebnisse des Großen Preises von Tripolis für Deutschland erfüllen mich mit stolzer Fkeude. Ich beglückwünsche die Daimler-Benz AG. zu diesem außerordentlichen Erfolge.

Hühnlein, Korpsführer."

Silbemeplakette bei derKurheffenfahrt

Bei der Kurhessenfahrt der Motorbrigade Hessen des NSKK., über deren Verlauf wir gestern be­reits berichteten, wurde SS.-Obersturmführer Ruhl von der Gießener Motorstaffel l/II (Beifahrer SS.- Oberscharführer Schütte), der auf einem Kraft­wagen bis 1100 ccm an dem Wettbewerb teilnahm, mit der Silbernen Plakette ausgezeichnet. Zu diesem hervorragenden sportlichen Erfolg ist zu bemerken, daß in der von Obersturmführer Ruhl bestrittenen Klasse keine Goldene Plakette erreicht wurde. Die Strecke, die die beiden Fahrer zu be­wältigen hatten, war besonders schwierig, sie be- stand zum Teil aus Hohlwegen mit stark überhän­

genden Bäumen, das Gelände war noch dazu sekjt steinig. Um so höher ist der sportliche Erfolg zu bewerten.

Kußball-Länderkamps Deutschland-Tschechoslowakei.

Die deutsche Elf.

Die deutsche Fußball-Mannschaft, die am 2 6. Mai in Dresden den Länderkampf gegen die Tschechoslowakei bestreitet, wurde jetzt wie folgt aufgestellt:

Jakob (Jahn Regensburg); Janes (Fortuna Düs­seldorf), Tiefe! (Eintracht Frankfurt); Grämlich Eintracht Frankfurt), Goldbrunner (Bayern Mün­chen), Zielinski (Union Hamborn); Lehner (Schwa­ben Augsburg), Lenz (Borussia Dortmund), Conen (FV. Saarbrücken), Siffling (SV. Waldhof), Fath (Wormatia Worms).

Die Elf der Tschechen

Folgende Spieler wurden von der Tschechoslo­wakei aufgestellt: Klenovec (Sparta Prag); Kostalek, Cytroky (beide Sparta Prag); Vodicka Slavia Prag), Bouzek, Srbek (beide Sparta Prag); Hrouska, Faczinek (beide Sparta Prag), Sobotka, Kopecky, Puc (alle Slavia Prag).

Kurze Sportnotizen.

Sechs Millionen Lira, der Hauptgewinn der beim Großen Autopreis von Tripolis veran­stalteten Lotterie, fielen auf das im Besitz eines kleinen Steuerbeamten aus Rom befindliche Los der Serie, die mit dem Namen des Siegers Ca­ra c c i o l a verbunden war. Der glückliche Italie­ner erhielt für das Los, das 12 Lire gekostet hatte, den Riesengewinn von 6 082 000 Lire (1 290 000 Reichsmark).

*

Olympia-Prüfungen der deutschen Leichtathletinnen werden im Rahmen desTag Der Leichtathletik" am 2. Juni in Ulm, Krefeld, Leipzig und Hamburg veranstaltet. In Ulm sind die Besten der Gaue Baden, Württemberg und Bayern, in Krefeld die der Gaue Westfalen, Niederrhein, Mittelrhein, Nordhessen und Südwest versammelt.

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