Heue Bestimmungen für die Rechtsberainng
g des Derant-
Vor dem Rücktritt Masaryks
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fügen. Die Meldung ist bis zum 31. Januar 1936 durchzuführen. Die Wehrbezirkskommandos erteilen weitere Auskünfte.
Sudetendeutschen Partei glaubte verzichten zu kon- nen, hatte er sich bestimmt geirrt. Diese Entwicklung hat sich heute schon ergeben, denn es sind ja rein tschechische Blätter sowohl auf der Linken wie auf der Rechten, die auf die Schlüsselstellung der Partei Konrad Henleins Hinweisen.
Unerfreuliches aus Litauen.
Deutscher Schuldirektor einer litauischen Grenzstadt verhaftet.
Mörder zum Tode verurteilt.
Dom Schwurgericht Kottbus wurde der 42jährige polnische Staatsangehörige Wladislaus Zelasny wegen vorsätzlicher Tötung zum Tode und dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Zelasny, der ein vielfach mit Zuchthaus und Ehrenverlust vorbestrafter Verbrecher ist und auch von polnischen Gerichten wegen verschiedener Verbrechen gesucht wird, war am 13. Juli in ein Haus des Dorfes Eantdorf bei Spremberg eingebrochen. Als sich ihm die Wohnungsinhaberin, die 23jährige Frau M e tz i g , entgegenstellte, schoß er sie kaltblütig nie- der. Zelasny konnte nach langer Fahndung festgenommen werden, als er die polnische Grenze überschreiten wollte. Vorher hatte er an der Grenze ein Postamt ausgeraubt.
und ihren Widerruf entscheidet der Landgerichtspräsident, gegen dessen Entscheidung die Beschwerde an den Oberlandesgerichtspräsidenten gegeben ist. Die Vorbereitung der Entscheidung liegt den Amtsgerichtsvorständen ob. Für derzeit als Rechtsberater tätige Personen gelten die bisherigen gewerberechtlichen Vorschriften b i s zum 3 0. Juni 19 3 6 weiter.
Erläuterungen Freißlers.
Staatssekretär Freisler erklärte zur Neuordnung des Rechtsanwaltsstandes den Presfever- tretern u. a., daß erhebliche Mißstände, die sich in der Rechtsbetreuung der Bevölkerung bereits seit Jahren ausgewirkt hätten, in einem immer fühlbarer werdenden Maße zerstörend auf die Rechtspflege, vor allem auf den Anwaltsstand, einzuwirken drohten. Es sei bekannt, daß der Rückgang der Geschäfte der Justizbehörden, vor allem der Gerichte, sehr erheblich gewesen sei und fortschreite. Die Ursachen beruhten teilweise darauf, daß die Befriedung der Be- völkerung in ihrer einheitlichen Grundeinstellung und die Friedensbemühungen der NSDAP, und der ihr angeschlossenen Verbände vielfach zur gütlichen Erledigung von Meinungsverschiedenheiten rechtlicher Art führten, die Prozesse überflüssig machten. Wenn die Entwickelung beim Rechtsanwaltstand so wie bisher weiterge- gangen wäre, dann hätte Deutschland gegenüber einer Zahl von zur Zeit 18 000 Rechtsanwälten in sieben Jahren etwa 39 000 bis 42 000 Anwälte gehabt. Die neue Rechtsgesetzgebung könne in keiner Weise nur zugunsten der Rechtsanwaltschaft ange- sehen werden, sondern in gleicher Weise komme in ihr die Betreuung des Justiznachwuchses und die Interessen der gesamten Rechtspflege zum Ausdruck.
lafsung entscheidet der Reichsminister der Justiz im Einvernehmen mit dem Reichsführer des BNSDJ. Sie Aeich-reWanwaNSlammer Die Anwaltschaft hat an Stelle der bisherigen einzeln nebeneinander bestehenden Anwaltskammern und der provisorisch errichteten Reichsrechtsanwalts, kammer eine einheitliche OrganiIa t i o n erhalten, die neu Reichsrechts a n w alts- tammer, die alle bei deutschen Gerichten zuge- lassenen Anwälte umfaßt und nach dem Führer- grundsatz aufgebaut ist. Die neue Gliederung knüpft an die bewährte Tradition der bisherigen Vertretungskörperschaften an. Die Ueberleitung geschieht unter tätiger Mitarbeit der erprobten und erfahre- nen Mitglieder der bisherigen Reichsrechtsanwalts- kammer' und der bisherigen Anwaltskammervor-
neue Reichsrechtsanwaltskammer um- wer gebunden. Die Reichsrechtsanwaltskammer un- saßt als Gesamtkörperschaft alle bei deutschen Ge- terliegt der Reichsaufsicht, die der Relchsmmlster richten zugelassenen Rechtsanwälte. Sie wird nach! der Justiz ausübt.
Berlin, 13. Dez. (DNB.) Der vom Führer und Reichskanzler berufene Ehrenausschutz der Adolf-Hitler-Spende für das deutsche Handwerk trat am 13. Dezember 1935 zu einer Sitzung im Haus des deutschen Handwerks zusammen. Unter Vorsitz von Dr. W i l - l u h n, Ministerialrat in der Reichskanzlei, und in Anwesenheit von Reichskommissar Dr. W i e n b e cf, Reichshandwerksmeister W. G. Schmidt, Generalsekretär Dr. Schüler und Pg. Karl Z e l e n y wurde über die Verteilung der Spenden- betrage für das laufende Rechnungsjahr beschlossen. Der Ehrenausschuß nahm die Verteilung in der Form an, daß der Gesamtbetrag in gleichen Anteilen von je 50 Mark durch die
eine Minderheit bildet, das ist einstweilen nur die besondere Eigenart der Tschechoslowakei. Um über diesen Mangel hinweg zu kommen, wurde nicht etwa ein tschechischer, sondern ein tschechoslowakischer Staat gegründet, wobei ausdrücklich bemerkt werden muß, daß sich die Slowaken nicht etwa der tschechischen Sprache bedienen, sondern eine eigene Sprache slawischen Gepräges besitzen. Auf das Selbstbestimmungsrecht, das von den Siegerstaaten so feierlich verkündet worden war, wurde bei der Gründung der Tschechoslowakei schon deshalb verzichtet, weil sich sonst ein Staatsgebilde von lebensfähigem Umfang überhaupt nicht ober doch nur schwer hätte bilden lassen. Auf die Anwendung wurde von den Siegerstaaten verzichtet, also nicht von den Nationalitäten in der Tschechoslowakei mit Ausnahme des Staatsvolkes der Tschechen selbst, die auch keine Ursache hatten, auf das Selbstbestimmungsrecht für ihren Staat zu bestehen. Es war auch Dr. Benesch, der nach dem Kriege aus den Nachfolgestaaten den Kleinen Verband bildete, aber nicht deshalb, um den Donauraum wirtschaftlich lebensfähig zu gestalten, sondern deshalb, um für Frankreich eine Rücken- deckung machtpolitischer Art im Donauraum zu bilden. Dr. Benesch gehört parteipolitisch zy der Gruppe der tschechischen Nationalsozialisten, die aber links gerichtet ist, zumal in ihr auch sehr starke marxistische Zutaten vorhanden sind. Weil Dr. Benesch der Vertrauensmann des Staatspräsidenten Masaryk ist, weil er sich ferner international durch seine diplomatische Gewandtheit und Anpassungsfähigkeit ein gewisses Ansehen erworben hat, so war und ist es möglich, daß er auch dann immer Außenminister blieb, wenn in Prag Politiker aus
i den Rechtsparteien die Regierung bilbeten.
ausmacht, baß Dr. H o b z a ein Slowake ist, ber aber als solcher immer eine gewisse Sonderstellung eingenommen hat. Es ist aber wesentlich eine Rechtsgruppe, die die Regierung Dr. Hod- zas trägt, eine Gruppe also, die nicht unbedingt mit Dr. Benesch parteipolitisch verbunden ist. Allein das wäre weiter nicht schlimm, wenn es nicht für die Tschechoslowakei eine politische Frage ersten Ranges gäbe, deren Lösung unmittelbar erfolgen muß. Diese Frage besteht darin, daß Präsident Masaryk zurücktreten will, daß als sein bevorzugter Nachfolger vielfach, aber nicht überall, Dr. Benesch ailt. Non Dr. Benesch als Staatspräsident wollen die tschechischen Agrarier nichts wissen, aber sie sind auch mit benachbarten Gruppen parlamentarisch nicht stark genug, um einen Staatspräsidenten nach ihrem Gefallen zu wählen. Tatsächlich haben die tschechischen Nationalsozialisten bisher so etwas wie das Zünglein an der parlamentarischen Waage gebildet, denn weder eine Rechtsregierung, noch eine erklärte Linksregierung war und ist ohne die nationalsozialistische Gruppe möglich. Die Linksparteien von den Kommunisten bis zu den Naimnalsozialisten stnd aber auchnichtftarkgenug, um Dr. Benesch als Staatspräsidenten durchdrucken zu tonnen
nn ben tschechischen und slowakischen Zeitungen obne Unterschied der Parteifärbung wird nun auch unwirsch zugegeben, daß der Ausschlag nun b -1 Öen Sudetendeutsche n K o ini r a b S) e n ■ l, i ll5 liege Das kann e,n Schreckschuß sein, der non links nach rechts und umgekehrt gefeuert wird. Aber es hilft auch nichts, daß die parlamentar,. fchen Verhältnisse heute fo verworren sind, weil die «»eckiilchen Parteien an der Tatsache immer wieder Jorüberaefjen, daß die Sudetendeutschen eine so starke parlamentarische Gruppe bilden, daß schon : ' “ staatspolitischen Gründen die Mißachtung tue- ser Grupp" ein Fehler ist und bleibb Als Dr.
‘ Hodza vor einigen Woche» auf bu Mtarbert bet
Am Freitag wurde ein Anschlag auf das Gebäude der deutschen Gesandtschaft i n K o w n o verübt. Zwei Täter warfen mehrere Steine gegen die Fenster des Gebäudes, roobei vier Dvppelfensterscheiben zertrümmert wur- den. Die Polizei verhaftete zwei Tater, zwei litauische Juden. Das litauische Außenmimste- rium hat der Gesandtschaft ihr Bedauern über den Vorfall ausgesprochen. *
Freitag wurde in Kowno eine sowjetrussische Buchaus st ellung eröffnet, deren Schirmherren der sowjetrussische Außenkommissar der sowjetrussische Gesandte, der litauische Außenminister und der litauische Bildungsminister sinb. Bei den Eröffnungsansprachen wurde von dem sowjetrutzi- schen Gesandten und dem litauischen Bildungsmini- fter die fortschreitende Entwicklung in benJul.tu» reiten und freundschaftlichen Beziehungen beider Staaten betont.
Eintritt von Freiwilligen in das Heer 1936.
Meldeschluß: 31. Januar 1936.
Allgemeine Versammluncs'uhe bis 15. Januar 1936
Berlin, 13. Nov. (DNB.) Der Reichspropagandaleiter der NSDAP., Reichsminister Dr. Goebbels, gibt bekannt: „Mit Rücksicht auf bie vor uns liegenden Feiertage ordne ich hiermit eine allgemeine V e r s a m m l u n g s r u h e für bie 3 eit vom 15. Dezember 1935 bis 15. Januar 1936 an. Diese Ruhepause betrifft alle öffentlichen Versammlungen unb Kunbgebungen. Nicht eingeschlossen sinki bie Weihnachtsfeiern ber NSDAP., ihrer Glie- berungen unb angeschlossenen Verbände sowie die Filmvorführungen der Amtsleitung Film der Reichspropagandaleitung."
Adorf-Hitler-Spende für das deutsche Handwerk.
Nicht gar so unvermittelt wie das zunächst schei- nen könnte haben sich die innerpolitischen Gegensätze in der Tschechoslowakei zu- n'svitzt. Nach außen tritt das dadurch hervor, daß Ministerpräsident Dr. H o d z a zurucktreten wi , daß aber ber Staatspräsident Masaryk sich weigert, das Angebot anzunehmem Das hat gute Gründe, denn tritt Hodza zurück, so wird es zu nächst nicht so einfach sein, eine neue Negierung zu bi(ben Und zwar deshalb nicht, weil bei dieser B l- bnna auch noch andere Dinge mitsprechen und Mit- freien al* nur parlamentarische und gar Partei- ’SpS M-I-ryk ist nämlich hochbe- i
&X" 7ö?nemStaaÄräsident Mcharyk ist immer ein Kämpfer gewesen, er bat insbejon bere im Kriege und unmittelbar nach dem Kriege für die Gründung des tschechoslowakischen Staates Ungewöhnliches geleistet. Es ist schon so, dß, dem tschechischen Volke nicht die überragende Per. föniichkeit Masaryks zur Verfügung gestanden hatte, es sehr wenig wahrscheinlich gewesen.wäre>, ni |a ris und London, vor allem aber in ^O'ymgion Neigung und Förderung für Gründung mes tschechoslowakischen Staates zu finden Daß der wissenschaftliche Ruf, den Staatspräsident Masaryk sich vor dem Kriege auch international erwerben formte, nur dadurch möglich wurde, daß er seine Bücher und Schriften in deutscher Sprache veroffent lichte, sei nur beiläufig bemerkt.
In der Tätigkeit, bie barauf angelegt war, ben Staatsverbanb ber österreichischen Doppelmonarchie ,u sprengen, würbe Staatspräsibent Masaryk vor- Nchmlich °°N Dr. Benefch Unterstützt daß es durchaus folgerichtig war, wenn nach bem Zusammenbruch bes Habsburger Staates neben Staats« Xbent Masaryk Dr. Benesch bas wichtigste ^faatsamt in ber Tschechoslowakei übernahm. Dies wichtigste Staatsamt war unb ist nicht etwa bie Ministrpräsidentschaft, sondern das Min st h.a äeufiern, weil es sich sofort nach der Gründung des tschechoslowakischen Staates als • «y^nafraae herausstellte, ur den reichlich eine Lebensfrage hera^^^ Anerkennung zu
ttnben D^ß es In einem Staat unterschiedliche Na- 8°NE.N «L., kommtauch lonft mEuropaoor tag aber irr einem Staat oai
Kowno, 13. Dez. (DNB.) Der Direktor der Deutschen Mittelschule in der litauischen Grenz- stadt Kybarti, Abrorneit, und seine Frau wurden verhaftet und in das Gefängnis von Wilko- wifchki übergeführt. Gleichzeitig wurde ber Schulverwaltung vorn öilbungsminiftenum in Kowno mitgeteilt, baß Abrorneit feines Amtes enthoben ei. Die Verhaftung Abromeits, ber Memel- länber ist, geht auf einen bereits erlebigten Zwischenfall zurück. Dor einiger Zeit hatte sich Abrorneit unb feine Frau über bie Grenze nach Eydtkuhnen begeben. Sie kehrten m bem Augenblick zurück, als ber Grenzübergang für bie Nachtzeit gerabe geschlossen würbe. Hierbei geriet Abrorneit mit einem litauischen Grenzbeamten, ber ihm ben Grenzübertritt verwehrte, in einen Wortwechsel. Abrorneit mürbe mit 50 Lit 0 e l b ft r a f e belegt. Damit war ber Zwischenfall seinerzeit erlebigt. Nun sinb Abrorneit unb seine Frau wegen angeblicher Beleibigunc litauischen Volkes nochmals zur —.-— Wartung gezogen worben.
Wetterbericht
des Reichsweiterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Noch immer wirb bie Witterung Deutschlanbs burch bie Zufuhr kalter Festlanbluft, bie mit einer Dftftrömung herangeführt wirb, bestimmt. Es herrscht baher über bem europäischen Festlanb in großer Ausbehnung Frost, ber sich in Deutschland in den Niederungen — von einzelnen Ausnahmen abgesehen — in mäßigen Grenzen gehalten hat. Inzwischen hat sich die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit verstärkt unb ben sich norblich von uns heranziehenben Hochbruckrücken abgebaut. Ein burdjgreifenber Witterungsumschlag ist für uns aber vorerst noch nicht bamit oerbunben.
Aussichten für Sonntag: Zunächst wolkig bis aufheiternb, späterhin auffommenbe Nieber- schlagsneigung, veränberliche Winbe, Fortbauer bes Frostes.
Aussichten für Montag: Voraussichtlich unbeftänbigeres Wetter mit Nieberfchlagsneigung, nicht mehr ganz so kalt.
Lufttemperaturen am 13. Dezember: mittags —2,2 Grab Celsius, abenbs —3,1 Grab; am 14. Dezember: morgens — 3,5 Grab. Maximum —1,2 Grab, Minimum — 4,1 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Dezember: abenbs 0,5 Grab; am 14. Dezember: morgens 0,3 Grab. — Sonnenfchembauer 4,5 Stunben.
Mnlerfporl-Wetternachrichlen.
Vogelsberg. Hoherobskopf: bebeckt, —12 Grad, 35 cm Gesamtschneehöhe, kein Neuschnee, verharscht, im Wald Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Herchenhainer Hohe: bewölkt, —8 Grad, 28 cm Gesamtschneehöhe, kein Neuschnee, verharscht, Ski und Rodel gut.
Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —9 Grad, 20 cm Gesamtschneehöhe, fein Neuschnee, verharscht, ©fi und Rodel gut. ,
Prag, 13. Dez. (DNB.) Der Präsident der tschechoslowakischen Republik Masaryk hat sich zum Rücktritt von seinem Amt entschlossen. Samstag 12 Uhr sind Ministerpräsident Dr. Hodza, Kammerpräsident M a l y p e t r unb Senatspräsident Dr. Soukup nach Schloß Lana, dem Sitz Masaryks geladen. Eine Nachricht über das Ergebnis dieser Audienz wird in den Nach- mittagsstunden ausgegeben werden. Die W ay l bes neuen Präsidenten wird Mittwoch, den 18. Dezember, im Wladislaw-Saal der Jßrager Burg stattfinden. Für Samstag werben Kundgebungen der Prager Bevölkerung erwartet. .
Die Prager Abendzeitung erklärt, aus wiederholten Aeußerungen des Staatspräsidenten Masaryk fei bekannt, bah er seinen Schuler unb Mitarbeiter ben Außenminister Dr. Ebuarb Benesch als seinen Nachfolger wünsche. Die tschechische rechtsoppositionelle Natio na le De r • Einigung habe aber anberen tschechischen Parteien ben Vorschlag gemacht, ben Professor ber Botanik an ber l
Dr. Bohumil Nemec, für bie Präsidentschaft kan bibieren zu lassen. Professor Nemec ^ Vorsitzender des tschechoslowakischen Natlonalra es, er war früher tschechischer nationaldemokratlscher Senator.
Aus aller Wett.
Schweres Explosionsunglück in einem Vronzewerk.
Eine schwere Explosion, die ein Großfeuer zur Folge hatte, ereignete sich in der Nacht zum Sams» tag * in der Bronzefabrik Neumühle bei Altenberg in der Nähe von Nürnberg. Mehrere Fabrik- gebaube liegen in Trümmern, bie Seitenwänbe sind herausgebrückt worben. Die Blechbächer würben weit fortgeschleubert. Drei Personen würben unter bem Mauerwerk begraben. Ein Schwerverletzter unb ein Toter konnten gebor- । en werben, währenb ein Toter noch unter ben 'rümmern liegt. Die Explosionsursache konnte bisher noch nicht festgestellt werben.
9:8 für Euwe
vor bem Schlußspiel um die Wettmeisterfchuft.
In Amsterbam mürbe bie 29. Partie, bie vorletzte im Kampf um bie Schachwe11meisterschaff zwischen Aljechin unb E u w e gespielt. Aljechin, ber bie weißen Steine spielte, eröffnete mit bem Königsbauern. Euwe anroortete zur allgemeinen Ueberraschung mit ber sog. „Aljechin-Der- teibigung". Jrn Mittelspiel opferte Euwe einen Bauern, um eine Remis-Aussicht zu bekommen. Aljechin hielt ben Bauern bis zum Enbfpiel, machte bann aber einen Fehler, ber es Euwe gestattete, eine Remis-Stellung herbeizuführen. Nach dem 41. Zuge würbe bie Partie mit sicheren Remis-Aussichten abgebrochen. Tags barauf würbe bann bie Partie schließlich nach 9 weiteren Zügen als Remis gegeben. Der Stanb ber Meisterschaft ist nunmehr 9:8 für Euwe bei 12 Remis-Partien. Die letzte Partie wirb in Amsterbam gespielt.
Die drei „Richter der Hölle" in Paris.
nationalsozialistischen Dermaltungsgrundsätzen von ihrem Präsibenten geführt, ber ehrenamtlich tätig ist unb vom Reichsminister ber Justiz im Einvernehmen mit bem Reichsführer bes BNSDJ. auf fünf Jahre berufen wird. Das Präfibium berät ben Präsibenten in ben laufenben Verwaltungsgeschäften unb wirb in ber gleichen Weise berufen wie ber Präsibent. Der Beirat besteht aus bem Präsidium unb allen Präsibenten ber einzelnen Rechtsanwaltkammern in ben Oberlandesgerichtsbezirken. Er soll in besonderem Maße Bindeglied zwischen Führung unb Gefolgschaft sein. Die Rechtsanwaltskammern in den Oberlands- gerichtsbezirken sind Dienststellen der Reichsrechtsanwaltskammer, deren Aufgaben sie in ihrem Amtsbezirk zu erfüllen haben. Sie sind an bie gesetzmäßigen Weisungen ber Reichsrechtsanwaltskam-
Die berufsmäßige Rechtsbesorgung durch Nicht- und Halbjuristen und durch solche Dolljuristen, die einer standesrechtlichen Aufsicht nicht unterstehen, beruhte auf dem üeberalen Grundsatz der Gewerbefreiheit. Das neue Gesetz hebt die Frage aus dem Bereich gewerbepolizeilicher Behandlung heraus und unterstellt sie der Justiz.
Das neue Gesetz macht die geschäftsmäßige, gleichviel ob Haupt- ober nebenberufliche, entgeltliche ober unentgeltliche Rechtsbesorgung von einer Erlaubnis abhängig, bie unter ben Gesichtspunkten ber persönlichen Zuverlässigkeit, ber fachlichen Eignung unb bes Bebürsnisses erteilt wirb, unb örtlich gebunben ist. Zu ben allgemeinen staatlichen Betreuunys- a u f g a b e n gehört ebenso wie auf bem Gebiete ber Heilkunbe, auf gewissen Gebieten bes Bauwesens, ber Technik usw. so auch auf bem G e - biete ber Rechtspflege, bie Volksgenossen vor ben für ben einzelnen zumeist nicht erkennbaren schweren Gefahren zu schützen, bie aus ber Inanspruchnahme n i ch t sachkunbiger ober unzuverlässiger Personen erwachsen. Ferner: Wenn ber Staat einen aufs sorgfältigste ausgebilbeten Rechtswahrerstanb geschaffen hat, unb ihn burch stanbesrechtliche, gebüh- renrechtliche unb ähnliche B i n b u n g e n in ber Berufsausübung im Interesse ber Rechtspflege gewissen Schranken unterwirft, so ist er es biefem Be- rufsftanbe schulbig, ihn gegen ben Wettbewerb einer berartigen Binbungen nicht unterworfenen, gewerblich eingestellten Berufsgruppe zu schützen.
Aus ber ersten Ausführungsverorbnung ist her- vorzuheden, baß I u b e n bie Erlaubnis nicht e r - teilt wirb, unb baß gewisse 93 o r ft r a f e n grunb- sätzlich bie Versagung ber Erlaubnis zur Folge haben, lieber bie Erteilung ber Erlaubnis
dürftige unb mürbige Hanbwerkej noch Dor Weihnachten zur Auszahlung gelangt.
Winterhilfsspende der Wehrmacht.
Berlin, 13. Dez. (DNB.) Am Tage ber Natio- nalen Solibarität würben von ber Wehrmacht in allen Stanborten innerhalb ber Kasernen unb militärischen Liegenschaften So nb e rsamm- lungen zugunsten ber Winterhilfe burchgeführt. Als E r g e b n i s ber Sammlungen in ber Wehrmacht konnten bem Winterhilfswerk 139 463,03 Mark überwiesen werben.
Berlin, 13. Dez. (DNB.) Das Reichs- friegsminifterium gibt bie Bebmgungen für ben Eintritt von Freiwilligen in bas Heer im Herbst 1936 bekannt. U. a. heißt es ba:
Der nächste Einstellungsterm n ist Anfang Oktober 19 36. Für bie Einstellung kommen nur Wehrpflichtige vom v o 11 enbeten 18 bis zum vollenbeten 25. Lebensjahr in Frage. Bewerber aus ben Geburtsjahrgangen 1915 bis 1918 werben im Herbst 1936 nur bei befonberer Eignung eingestellt unb nur, wenn sie länger a l s 1 Jahr im Heere bienen wollen. Die Angehörigen bieser Geburts- jahrqänge müssen vor Einstellung in bas Heer ihrer Arbeitsbien st pflicht genügen. Für Fahnenjunker— auch im Sanitäts- und Veterinärkorps — gelten ebenso wie für Anwärter einiger Sonderlaufbahnen im Heer besondere
Die drei „Richter d e r H o 11 e" treten zum großen Mißvergnügen der Pariser Postbeamten wie- ber in Erscheinung. Im vergangenen Jahre bereits befanben sich unter ben Postsenbungen viele Päckchen mit E x p 1 o s i v st o f f e n. Allen biesen Senbungen waren vervielfältigte Schreiben verworrenen Inhalts beigegeben. Die Polizei glaubte, baß ein Geistesgestörter am Werke war. Es gelana ihr jeboch nicht, ihn ausfinbig zu machen. Jetzt sind plötzlich wieder in brei Poststellen Explosionen von „Mu- ftern ohneWert" erfolgt. Die Untersuchung ergab, baß es sich in allen Fällen um kleine Höllenmaschinen ber gleichen Art wie im »ergangenen Jahre hanbelt. Sie sinb so eingerichtet, baß sie beim Deffnen ber Päckchen erpichteren sollen; sie gingen jeboch sämtlich vorzeitig in Knall und Flammen auf, als die Postbeamten sie abstempelten. Die unangenehmen Sendungen waren wieder von einem Brief ber „Drei Richter ber Hölle" begleitet. Verletzt würbe burch bie Explosion niemanb. Ein Postbeamter hat sich lebiglich ein großes Loch In bie Hose gebrannt.
Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. 2). 21. XI. 35: 11030. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Stein- bruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehk Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf* mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.
Bestimmungen. , , _
Die Einstellung ist in ber Regel nur bei Truppen- teilen möglich, beren Stanbort in ber Nähe bes Wohnsitzes bes Bewerbers liegt. Diese Einschränkung gilt nicht für Freiwillige, bie ihren Wohnsitz in Der entmilitarisierten Zone haben. Bevorzugt eingestellt werben: Bei motorisierten Truppenteilen Bewerber, bie an einem Lehrgang einer Motor-Sportschule ber NSKK. bereits teilgenommen ober sich zur Ableistung eines solchen Lehrganges vor Diensteintritt verpflichten; bei berittenen unb bespann- ten Truppenteilen Bewerber, bie ben Reiterschein besitzen; bei ben Pionieren Be- werber, bie Schiffer sinb ober wassersportliche Vorbilbung nachweisen können.
Noch nicht gemusterte Bewerber melben sich persönlich bei ihren zustänbigen polia etlichen Melbebehörben, Bewerber in ber entmilitarisierten Zone ausschließlich bei ber für ihren Wohnsitz zustänbigen unteren ErsatzbeHorbe. Dem Einstellungsgesuch ist bei bereits gemusterten Bewerbern bes Jahrganges 1915 ber Muste - rungsausweis, bei solchen bes Jahrganges 1914 Musterunasausweis unb Ersatz- n Rechtsparteien die Regierung onoeien. 1 M » f *\ i n T hoi noch nicht aemufterten
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