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lieh gereift und hat es Italien das neue 3u- aendvolk gegeben, das Mussolini als Doraus- ehung seiner kühnen Politik für notwendig hielt? Don außen ist diese Frage schwer zu beantworten. Mussolini scheint sie zu bejahen, indem er die Staa­tenwelt des Völkerbundes, England als die führende und mit seinen Interessen am meisten an ihr haf­tende Macht, und ganz zu Duldung oder Kamps herausfordert.

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Ein Toter, zwei Schwerverletzte bei einem Steinbruchunglück. Im Steinbruch Winterhausen bei Würzburg er­eignete sich ein schwerer Unfall, dem ein Men-

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BurschenschaftEdelweiß.

Ichenl-b-n zum Opfer fiel. Durch Plötzlich h°r°b- stürzende Gesteinsmassen wurde der 40 yabye alte Steinbrucharbeiter Heller aus Ochsenfurt so schwer verletzt, daß er alsbald starb. Em anderer Arbeiter erlitt Quetschungen am ganzen Körper, einem dritten wurden mehrere Fmger abgequetscht. Die beiden Schwerverletzten wurden m das Wurz burger Krankenhaus eingeliefert.

Acht Tote

beim Absturz eines amerikanischen Flugzeugs.

Ein amerikanisches Verkehrsflugzeug P etwa 50 Meilen von der Stadt Panama entfernt ab ge> ft ü r z t und explodiert. Die acht Insassen wurden getötet.

fassung alles Vorhergehenden, wobei der Ge­gensatzso war und so ist es heule besonders hervorgehoben wird.

Weiter ist der Ausstellung eine Schau der städti­schen Betriebe (Gas und Wasser) und der Geag mit elektrischen Geräten usw. angeschlossen. Em« letzte GruppeWirtschaftlichkeit im Haushalt" wird von der NS. - Frauenschaft im Verein mit der Darmstädter Frauenschaft gezeigt.

Die Ausstellung dauert bis zum 13. Oktober. Sis wird im Rhein-Mairx - Gebiet nu« in Darmstadt gezeigt werden.

Illegale Flugschristen muffen abgeliefert werden.

LPD. Darmstadt, 13. Sept. Vom Schöffenge- richt wurden ein Darmstädter und ein Frankfurter Einwohner zu G e f ä n g n i s st r a f e n von 7 bzw. 4 M 0 n a t e n verurteilt, weil sie illegale Flug­schriften, die sie zugesteckt bekamen, nicht ab- lieferten und den Mann, der sie ihnen gab, nicht a n z e i g t e n. Sie wurden so milde behan­delt, weil sie sich seither weder politisch betätigten, noch ihnen kommunistische Gesinnung nachgewiesen werden konnte. Ihre Strafen sind durch die Unter­suchungshaft verbüßt.

Darf man auf der Autostraße wenden?

LPD. Frankfurt a. M., 13. Sept. Eine Ent­scheidung von grundsätzlicher Bedeutung für den Verkehr auf den Autostraßen fällte der Einzel­richter. Ein Zeuge war mit seinem Auto auf der Umgehungsstraße gefahren und kam plötzlich auf den Gedanken, zu wenden. Dabei wurde sein Wagen von einem andern Auto angefahren, und es gab Verletzte und Beschädigungen. Der Lenker des nach- kommenden Fahrzeuges wurde angeklagt, und die Verhandlung spitzte sich zu der Frage zu, ob man auf einer Straße, die ausschließlich für den Auto- verkehr bestimmt ist, wenden darf. Das Gericht sprach den Angeklagten frei, denn ein Wenden sei grundsätzlich nicht erlaubt. Wenn jemand wenden wolle, so müsse er das in einer Seitenstraße tun oder sich vorher überzeugen, daß auf Hunderte von Metern kein Auto herannahe. Das aber habe der Zeuge nicht getan. Den Ange­klagten treffe infolgedessen kein Verschulden.

Oie Jugend Italiens und der Krieg.

Mussolini und der Faschismus haben sich durch das Propaganda-Schlagwort vom preußischen Mi­litarismus, gegen den angeblich der Krieg und in den Nachkriegsjahren das sinnlose Zerstörungs­werk der Entente gerichtet waren, nicht abhalten lassen, ein nationales Erziehungssystem unter soldatischen Gesichtspunkten und mit kriegerischen Zielen aufzubauen, wie es die Welt noch nie, sicherlich nicht seit den Zeiten Spar- tas gesehen hat. Der Vorwurf des Militarismus hat, wenn überhaupt, nur dann einen Sinn, wenn man ihn als Durchdringung auch des bürgerlichen staatlichen Lebens mit militärischem Geiste begreift. Noch vor ganz kurzer Zeit hat der englische Mini­sterpräsident Baldwin im Unterhaus seiner Sorge über die militärische Erziehung der deutschen Jugend Ausdruck gegeben, ohne zu ahnen, daß Grund zur Besorgnis für die Staatenwelt des Völ­kerbunds, der den in der Geschichte genügend dis- kreditierten Gedanken einer internationalen Kon- tingentsarmee zum Schutze gegen einen nationalen Militarismus vergeblich zu beleben versucht, von einer ganz anderen Seite gegeben war. Es ist das tragische Versehen der englischen Staats­männer, daß sie bei Betrachtung der europäischen Vorgänge für Deutschland einen Zeißstecher, für Italien ein ganz gewöhnliches Opernglas gebrauch- ien, so daß sie letzt einigermaßen erstaunt vor dem eigenartigen Wandel der italienischen Szenerie

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was über die geographisch-militärischen Grundlagen der Landesverteidigung Schülern oorgetragen wer­den kann. Mit der Abhaltung der Universitätsvor­lesungen sind Offiziere betraut, die den Professoren gleichgestellt sind. Das Hören dieses Fachs ist, wie in den Schulen, obligatorisch und Voraussetzung für jedes Zeugnis oder Diplom. Sein Ziel ist etwa eine philosophische Abrundung der erworbenen temni= scheu und organisatorischen Kenntnisse des Militä­rischen durch Vorlesungen wieDas Wesen des Krieges als politische und soziale Erfthemung ,Die Vorbereitung der Nation auf den Krieg ,-oegrtff des integralen Krieges".

Mit der Einführung des militärischen Unterrichts in den Schulen hat der faschistische Staat die schon länger bestehende organisatorische Erfassung der Iw gend durch die Jugendoerband e unterrichtlich und erzieherisch überbaut. Es bleibt ihnen die kör­perliche Ertüchtigung und Vorbereitung zum eigent­lichen 'Militärdienst und für die 18- bis 21iahrigen, (für diejenigen, die sich zum Flieger, Telegraphisten usw. ausbilden lassen wollen, in den fasci di com- battimento, den Kampfstaffeln der Partei), eine vormilitärische Ausbildung, die nach einem Pro­gramm des Kriegsministeriums 'durch die faschi­stische Miliz erteilt wird und in theoretischer und praktischer Vorausbildung zum Militärdienst besteht. Dieser Unterricht umfaßt zwei Jahreskurse von 4 und 6 Monaten, im ganzen 40 Lektionen von je drei Stunden und wird mit Rücksicht auf die An­sprüche der Kirche auf den Sonntag, amf a schi­ft i s ch e n Samstag" erteilt Hand in Hand mit dieserparamilitärischen" Ausbildung geht die vom Staat geförderte Einrichtung von Schießständen durch Vereine und Gemeinden und die Grün­dung von Schützenvereinen nach Schwei­zer Muster unter der Aufsicht der Militärbehörden. Die Einrichtung und Gliederung der Jugendorgani­sationen, derSöhne der Wölfin", derBalilla" und derVorhut" ist oft geschildert und bekannt; sie umfassen die Jugendlichen vom 8. bis 18. Jahre und haben im ganzen einen sportlichen, körperlichen und disziplinären Erziehungszweck.

Die Jugend Italiens ist heute, wenn sie mit 21 Jahren zum aktiven Militärdienst herangezogen wird, im großen und ganzen vollzählig durch diese Maschine des faschistischen Erziehungssystems gegangen. Sie ist vom frühen Kindesalter bis zum 18. Jahre körperlich trainiert und im faschi­stischen Geiste diszipliniert: von 1932 an sind jedes Jahr annähernd eine Million 18jähriger in die vormilitärischen und etwa 200 000 in die Ausbil­dungskurse für die Spezialwaffen eingetreten; der unterrichtliche Aufbau in den Schulen und Hoch­schulen liefert die moralische und geistige Substanz gleicherweise für den Soldaten, den Unterführer und für die obere Führerauslese. Ein großartiges Schema für die Verwirklichung des Gedankensein Volk in Waffen", ist hier entworfen und mit diesem Jahre vollendet worden. Wir schreiben das Jahr 1935, für das der Duce vor 13 Jahren, am Anfang feiner staatlichen Laufbahn, die große Krise für Europa vorausgesagt hat. Ist es ein arithme­tischer Zufall oder das Glied einer unerhörten Kalkulation, daß es von diesem Jahr an drei­zehn Jahre Faschismus und acht Jahre als Anfang der faschistischen Erziehung ergeben das militär- dienstpflichtige Alter von 21 Jahren! keine mili­tärische Jugend mehr in Italien gibt, die nicht den Stempel des fasch i st ischen Staates er­halten hat? Ist das Erziehungswerk, das organisa-

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LPD. Darmstadt, 13. Sept. In der städtischen Festhalle zu Darmstadt wird am Samstag die AusstellungVolk und Wirtschaft", die von dem Verein Deutscher Ingenieure, der Landes­stelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und der Stadt Darmstadt veranstaltet wird, eröffnet. Die Ausstel­lung stellt die größte technische Lehrschau dar, die zur Zeit in Deutschland gezeigt wird, und soll, wie aus dem Vorwort des Oberbürgermeisters, Kreis­leiter Wamboldt, zu dem Ausstellungsführer hervorgeht, die Zusammenhänge der Volkswirtschaft und ihre Einwirkungen zeigen.

Die AusstellungDolf und Wirtschaft" ist der­art übersichtlich und leicht verständlich, daß jeder Besucher reiche Anregungen mit nach hause nehmen wird. Sie vermittelt klar das Derstehen der wirtschaftlichen Maßnahmen und Zusammenhänge.

Bei der heutigen Pressebesicht-igung erläuterte Diplomingenieur B i b e r g e r bei einer Führung durch die Ausstellung die zehn einzelnen Gruppen. Zunächst wird die Erde mit ihren Schätzen und dem Menschen erfaßt. Die zweite Gruppe, die Ent­wicklung des Wirtschaftsgebarens, gibt in symbol­haften Darstellungen einen chronologischen Ueber- blick vom Beginn des Wirtschaftens bis zur heuti­gen arbeitsteiligen Wirtschaft. Die nächste Gruppe umfaßt die wichtigen Fortschritte in Naturwissen­schaft und Technik. Eine weitere GruppeDas deutsche Volk von heute" vermittelt die allgemeine Einführung in volkswirtschaftliche Vorgänge mit einer Ueberficht über die Struktur unseres Volkes. Weiter schließt sich eine Gruppe anDer Mensch und sein Bedarf", in der die Geldbewegung in an­schaulicher Weife gezeigt wird. In diese Gruppe ge­hören auch die UntergruppenNahrung, Kleidung und Wohnung",Körperliche und geistige Ausbil­dung" und die GruppeBedürfnissteigerung". Weitere Gruppen befassen sich mit der Gütererzeu­gung, dem Güteraustausch und der Wirtschaftlich­keit im Haushalt.

Eine besondere zusammenfassende Gruppe be­fahl sich unter der HeberschriflNationalsozia­lismus baut auf" mit den volkswirtschaftlichen Maßnahmen der Regierung zur Neugestaltung und Stärkung der deutschen Wirtschaft. Diese Gruppe bildet den Abschluß und die Zusammen-

^Als der Faschismus die Macht im Staate ergriff, stützte er sich auf seine bewaffnete Partei 0 r g a - nisati 0 n und auf die stille Duldung der König­lichen Armee. Das Volk, Bürgertum, Wirtschaft, Arbeiter, die durchlaufende Schicht derIntelligenz", waren mit der nationalen Revolution zum Teil be­geistert mitgegangen, zum Teil standen sie mit den Händen in der Tasche abseits. Im ganzen ein un­sicherer und wandelbarer Faktor für ein Regime, das sich auf die Dauer einzurichten gedachte, in einem Lande, das an politische Wandlungen ge­wöhnt war. Bestand versprach für die Gegenwart nur die Gewalt, für die Zukunft die Er- ziehungund Gewinnung der Jugend. Der Faschismus ging sofort, aber in vorsichtigen Etappen an dieses Werk heran, dessen Ziel und Ende dasVolk in Waffen" ist und dessen Schluß- tein erst am 1. Februar dieses Jahres durch die ge- etzliche Verkündung eines Lehrprogramms - ü r den militärischen U nterr icht in den Schulen und Universitäten gelegt wurde. Dieses stammt bezeichnenderweise von dem General Gra - g i an i, der als der fähigste und schneidigste Füh­rer der Armee gilt. Als Leitgedanke der Neuerung wurde in einem Zirkular an die Unterrichtsverwal­tungen durchgegeben, daß es gelte, jede unterschied­liche Auffassung zivilen und militärischen Lebens, der bürgerlichen und militärischen Einrichtungen, aus den Vorstellungen der Jugend fernzuhalten; die militärische Erziehung soll ein militärischer Bestandteil der allgemeinen Er­ziehung werden. Das Programm baut sich in die vorhandenen Schultypen, Volksschule, höhere Schule und Hochschule oder Universität ein und umfaßt in den beiden ersten alles, was über die Armee, ihre Organisation und Gliederung, ihre -vi-

Stellung im Leben der Nation, ihre Geschichte, und I torisch erst m diesem Jahr abgeschlossen wurde, Inner

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Donnerstag/19. Sept. 20*/< Uhr

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(Pfarrer Thiel, Berlin) 5257V Stellung unö HufgoDe des BDflng. Biuiües Im Dritten Helfl). Klein-Linden Gasthaus zur Deutschen Eiche Sonntag, den 15. September 35 Hachklrmes Es ladet ein: