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Zuchthaus für Weißenberg

Luther gesprochen und die Andächtigen

der

den

von der Polizei in einem seiner Tochter gefunden.

der Erbhofbäuerln.

Greifenhagen (Pommerns

er» sei- ob

lehensgeschäfte wurden Bett in der Wohnung

Der Mord an

In Linde, Kreis

Weltkongreß der Juweliere in Berlin.

Dom 28. bis 31. August tagt in Berlin unter der Schirmherrschaft des Preußischen Mini­sterpräsidenten General der Flieger Hermann- ring der 5. Internationale Juwelierkongreß, zu dem die bedeutendsten Staaten der Erde Vertre­ter entsenden werden. Ehrenpräsident dieses 6. Internationalen Kongress es des Juwelrer^Gold» und

Silberwarengewerbes ist Herzog Karl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha. Dem Präsidium des Ehrenausschusses gehören die Reichs­minister Dr. Frick, Freiherr von Neurath,

Kunst und Wissenschaft.

Ein japanischer Staatsmann Ehrendoktor der Universität Leipzig.

Am 5. Juli 1935 hat die Universität Leipzig ehemaligen japanischen Ministerpräsi- deutsn Gras Ketgo Liyoura ehrenhalber zum

mahnt, recht fest am Meister Weißenberg und nem Glauben zu halten. Auf die Frage, Weißenberg oft stark nach Alkohol gerochen habe, antwortet sie:Er hat eigentlich immer

Ser Merschichienausgleich im Ruhrbergbau

Oie RSD.-Silfsaltion für den deutschen Bergbau.

Berlin, 13. Aua. (DNB.) Die NSK. meldet u. a.: Die Belegschaft des Ruhrberg­baues leidet in erheblichem Umfang unter un­gleichmäßiger Beschäftigung. Während infolge der allgemeinen Wirtschaftsbelebung, von der Eisenindustrie ausgehend, sich allgemein die Beschäf­tigung im Ruhrbergbau in den letzten zwei Jahren wesentlich hob, mußten auf einer Reihe von Zechen immer noch monatlich bis zu acht Feier- ch i ch t e n eingelegt werden. Es waren dies eine Reihe von Fettkohlenzechen, deren Beleg- chaftsziffer im Verhältnis zum Beschäftigungsan- pruch der Zeche (gegenüber dem Syndikat) zu hoch war. Darüber hinaus leiden besonders die Fett- und Anthrazitkohlenzechen unter der Minderbeschäftigung, die sich im Sommer beson­ders unangenehm bemerkbar macht, weil ja die für den Hausbrand benötigten Sorten in dieser Zeit in geringerem Umfang abgerufen werden.

Auf Veranlassung des Führers und Reichskanzlers wurde vor kurzem das Ruhr- yndikat veranlaßt, Wege zu suchen, um die Beleg- chaften sämtlicher Zechenanlagen des Ruhrreviers bis Ausgang des Winters nicht unter 21 bis 22 Schichten monatlich zu beschäftigen. Um zu verhindern, daß auf einer Schachtanlage volle Schichten verfahren werden, während eine Nachbar­anlage zur Einlage von Feierschichten in größerer

gung zur Zahlung von insgesamt 350 000 Mark zur angeblichen Bezahlung von eingeführten Eiern, Geflügel und Wild zu erlangen. Die Beweisaufnahme ergab, daß es sich in diesem Prozeß nur um einen Teilausschnitt aus einem demnächst zur Verhandlung kommenden Riesen- prozeß gegen jüdische Importeure handelt, die systematisch die deutsche Währung zu unterhöhlen versuchten. Es wurde festgestellt, daß fast der gesamte Einsuhrhandel von Wild in den Händen jüdischer Firmen lag, die in vielen Groß­städten Europas Zweigstellen nur zu dem Zweck errichteten, um über diese Scheinniederlassungen Devisengenehmigungen zu erschleichen. Der von diesem Schieberkonsortium angerichtete Schaden geht in die Millionen. Der Vorsitzende führte in der Urteilsbegründung aus, daß an sich bei einem derart gelagerten schweren Fall nur Zucht­haus in Frage käme, daß aber das Gericht in An- n der ganzen Umstände aus subjektiven Grün» , lbe Milde walten lassen, weil der Angeklagte nur als Werkzeug gerissener Schieber benutzt worden ist.

Klosterbruder wegen sittlicher Verfehlungen verhaftet.

Im Kloster der Salisianer in Benedikt- beuten wurden der Laienbruder und Oekonomie» verwaltet Kastenmaiet und der Laienbruder Resenberget sowie der landwirtschaftliche An­gestellte Kraus wegen sittlicher Verfehlungen nach § 175 StGB, von der bayerischen Politischen Polizei fe st genommen.

Einem gemeinen Wucherer das Handwerk gelegt.

Einem gemeinen Wucherer konnte in Köln das Handwerk gelegt werden. Ein gewisser Wilhelm Kerberos aus Köln nutzte in unglaublichster Weise die Notlage geldbedürftiger Leute aus. Durch­schnittlich berechnete der Volksschädling für ausge­liehenes Geld einen Monatszinssatz von 7 v. H. Es wurden aber auch Fälle ermittelt, in denen er 20 o. H. im Monat gefordert hat. Die Darlehensnehmer mußten neben Wechselsicherheiten in vielen Fällen ihre Gehaltssparbücher an den Wucherer aushän- digen, der damit die Leute vollkommen in der Ge­walt hatte. Abgesehen von den Wuchergeschäften hat sich der Bursche auch der Steuerhinterzie­hung sowie der Stempelfälschung schuldig gemacht. Um gegen Zugriffe geschützt zu sein, hatte er nach der Tilgung der Darlehen sämtliche Belege ver­nichtet. Die Unterlagen für noch laufende Dar-

Reichsminister Dr. Frick hat sich bereit erklärt, den Vorsitz im E h r e n a us s ch für den in Vorbereitung befindlichen, 1936 in Berlin und Mün­chen stattfindenden Internationalen Ge­meindekongreß zu übernehmen. U. a. haben Staatssekretär Grauert und Ministerialdirektor SurLn vom Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern ihre Berufung in den Ehrenausschuß angenommen.

Freitag abend verließ der bisherige Botschaf­ter Italiens Dittorio Cerrutti Berlin, um in Paris die Leitung der Botschaft zu übernehmen. Zur Verabschiedung hatten sich u. a. der Staats­sekretär des Auswärtigen Amtes von B ü l o w , der Chef des Protokolls Graf von Bassewitz, nahezu das gesamte diplomatische Corps unter Führung des Doyen Nuntius Orfenigo und zahlreiche Mitgli^er der italienischen Kolonie eingefunden. Der warme Abschied, der dem nach einer fast dreijährigen Tätigkeit scheidenden Bot­schafter zuteil wurde, zeugt von der herzlichen Sympathie, die er sich zu erwerben wußte.

wurde, wie gemeldet, die Erbhofbäuerin Habke auf ihrem Besitztum vor dem Backofen erwürgt auf­gefunden. Die Wohnung war nach Geld durch­sucht und das Fahrrad des Bauern verschwunden. Der Verdacht richtete sich sofort gegen den 21jähti- gen Matthias Spengler, der sich selbst in Berlin auf einem Polizeirevier g e st e l l t hat. Bei seiner Vernehmung gab er als Grund des Mordes an, er habe keine Lust mehr zum Arbeiten gehabt und gehofft, in der Wohnung Geld zu fin­den. Da ihm die Frau bei der Ausführung des Diebstahls im Wege gewesen sei, habe er sie solange am Halse gewürgt, bis sie besinnunglos umgefallen sei. Darauf habe er die Wohnung nach Geld durch­sucht. Da er nichts Besonderes gefunden habe, Habs er dann das Rad des Bauern genommen und sei damit nach Berlin gefahren. Als er erkannte, daß er keine Aussicht habe, zu entkommen, habe er sich der Polizei gestellt.

Wegen Raubmordes zum Tode verurteilt.

Dor dem Altmärkischen Schwurgericht in Sten­dal stand Paul Kilz aus Zerbst wegen Mordes. Der Angeklagte hatte in einem Walde die fünf» zehnjährige Herta Paulifch aus dem Spreewald, bU

Der finnische Außenminister wurde zur Teilnahme an einer am 28. und 29. August in Oslo stattfindenden Zusammenkunft der nordischen Außenmini st er eingeladen. Es soll dabei die Haltung der nordischen Staaten a u f der Dölkerbundstagung im September besprochen werden. Zu der letzten ähnlichen Tagung der nordischen Außenminister im Frühjahr dieses Jahres in Kopenhagen hatte Finnland keine Ein­ladung erhalten.

Das Volksfest beim Reichsparteiiag.

Nürnberg, 13.Aua. (DNB.) Im Rahmen des diesjährigen Reichsparteltages findet am Samstag, 14. September, ein großes Volksfest auf s ä m t - lichen Plätzen Des Stadions statt. Das , Volksfest wird durch Fanfarensignale und Sprech- chöre eröffnet, die Werkscharen der Deutschen Ar- dettsfront treten mit 3000 Mann in Erscheinung. Dann werden auf der Kampfbahn des Stadions große Sportveranstaltungen, bei denen viele Hunderte von Sportlern im Wettstreit stehen, vorgefuhrt werden. Man wird Sonderübungen sehen, . außerdem die aus dem Reichswettkampf siegreich . hervorgegangenen Ehren stürme der SA. Im : Mittelpunkt Des ganzen Geschehens soll jedoch das Fußballspiel zwischen dem Deutschen Fuß­ballmeister Schalke 04 gegen eine kombinierte Mannschaft Nürnberg-Fürth stehen. Bei dem Volks- , fest werden 25 Kapellen, Die besten Musikzüge und besten Orchester Deutschlands, aufspielen. Das Presse- und Propagandaamt der DAF. Berlin kommt mit 23 Tonfilmwagen und vier großen Tonfilmwagen mit Küchenbetrieb nach Nürnberg. Es soll in festlichem Rahmen hierbei auch die Uraufführung Des Filmes von Der erstenK d F." - M a d e i r a» F a h r t stattfinden. Schließlich wird ein Feuerwerk von gigan­tischem Ausmaß den Abend beschließen.

Moorsprengung an einer Reichsaulobahn. Durch neues Verfahren beträchtliche Kostensenkung.

B e r l i n, 13. August. (DNB.) An der Reichs- autobahn BerlinFrankfurt a. O. wurde in der Nähe von Kersdors eine große Moorsprengung vor­genommen, wohl die erste ihrer Art. Die Straße der Reichsautobahn führt hier durch das Gol- linger Moor, das der Dammschüttung zunächst großen Widerstand entgegenfefote. Es wurden bei den Bohrungen Moortrefen bis zu 20 Me­ter gemessen. Die ungeheuren Moormassen hätten ausgehoben werden müssen, um Dem Damm einen sicheren Halt zu geben. Durch längere Boh- runaen und Messungen wurde schließlich eine Stelle gefunden, an der die Moortiefe nur etwas über 10 Meter betrug. Hier hat man nun den Damm so hoch aufgeschüttet, daß er bei Verdrän­gung des barunterltegenben Moores etwa der ge­wünschten Höhe entsprechen würde. Durch ihr Ge­wicht haben die Sandmassen Teile des Moores be­reits nach den Seiten abgedrückt.

Der Spezialist für Bodenforschung bei der Ver­waltung des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen Dr. Casagrande hat nun ein Ver­fahren erfunden, das es ermöglicht, die Moor­massen durch Sprengung zu beseitigen. Zu­nächst hat man das Vorfeld, das Moor zu beiden Seiten des Dammes, durch Sprengungen aufge­lockert. Dann wurden in mehreren Ketten neben­einander im Damm Sprenglöcher bis auf den Grund des Moores getrieben und Sprengminen mit insgesamt 4000 Kilogramm Sprengmitteln eingesetzt. Durch die in bestimmten Phasen erfolgten Sprengungen sollte das Moor zu beiden Seiten des Dammes herausgedrückt werden und Der Fuß des Dammes sich bis auf die feste Schicht unter Dem Moor absenken.

Da Das neue Verfahren die Kosten der Moor­verdrängung von 3,75 Mark pro Kubikme­ter auf 0,80 Mark ermäßigt, ist es von größter Bedeutung.

Nach einem instruktiven Vortrag erfolgte dann gegen Mittag die Sprengung. Es waren an sich mehrere Sprengungen hintereinander, die aber dem Laien nur als eine Sprengung bemerkbar wurden. Viele hundert Meter weit schwankte der Boden, als die zahlreichen Sprengminen zur Entzündung gebracht wurden. Dann sackte in Qualm und Pul­verdampf eine breite Strecke des Autobahndammes plötzlich um mehrere Meter ab, und zu beiden Seiten des Dammes quollen ungeheure Moormassen empor. Die Sprengung hatte den gewünschten Er­folg. Man wird bas gleiche Verfahren nunmehr auch an anderen Stellen bei schwierigen Bauten im Moor anwenden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Oberbefehlshaber des Heeres General der Artillerie Freiherr von Fritsch hat sich am 13. August auf eine viertägige Dienst­reise zur Besichtigung von Ergänzunastruppenteilen in Neustettin und Deutsch-Krone sowie zur Teilnahme an einer Führer- und Nachrichten- Übung in Gröditzberg bei Liegnitz begeben.

Berlin, 13. Aug. (DNB.) Vor der 2. Straf­kammer des Berliner Landgerichts hatte sich der Begründer und ehemalige Leiter der am 17. Januar von der Geheimen Staatspolizei aufgelöstenW e i» ßenberg-Sekt e", Josef Weißenberg, wegen fortgesetzten Sittlicheitsverbrechens an einem Mädchen unter 14 Jahren sowie an zwei weiteren noch minderjährigen Mädchen zu verant­worten.

Der Lebenslauf des 79jährigen Angeklagten zeigt, daß sich Weißenberg bis zum Jahre 1903 in den verschiedensten Berufen betätigt hat. Dann ließ er sich als Heilmagnetiseur nie­der und damit begann seinegroße Zeit". Weißen­berg, der über eine außerordentliche Suggestions­kraft verfügt, konnte einen großen Kreis fanatischer Anhänger um sich sammeln, die ihm bedingungslos ergeben waren und seinen Handlungen göttliche Her­kunft und Wirkung beilegten. Die von ihm gegrün­dete SiedlungW a l d f r i e d e n" in Glau bei Trebbin war der Sitz der Kirche Weißenbergs und der Zentralpunkt feines Wirkens. Die jungen Mäd­chen der Siedlung waren in einem Jungmäd- chenbund zusammengefaßt, der häufig bei dem Angeklagten geschlossen zu Gast war, wobei die Mädchen auch mit Schnaps bewirtet wur­den. Weißenberg, der dem Trünke stark ergeben war, veranstaltete wöchentlich zweimalSaufge­lage". An diesen Tagen soll derMeister" wenig Göttliches" an sich gehabt haben. Bei den Zu­sammenkünften des Mädchenbundes mit demMei­ster" gab es nach der Bewirtung mit Schnaps eine gemeinsame Unterhaltung undBelehrung" durch den Angeklagten. Der sonderbareHeilige" miß­brauchte ein Mädchen unter 14 Jahren und in zwei weiteren Fällen verging er sich an noch minder­jährigen Mädchen, die seiner Erziehungsgewalt un­terstanden. Zur Duldung seines verbrecherischen Treibens veranlaßte Weißenberg die Mädchen durch eindringliche Hinweise auf die religiösen Wohltaten, die ihnen dadurch erwachsen würden. Er gab dann den Opfern Geldbeträge bis zu 10 Mark und machte ihnen zur Pflicht, strengstes Stillschweigen gegen­über ihren Eltern zu bewahren, diedafür doch kein Verständnis haben würden".

Der Angeklagte.

Der Angeklagte erklärte auf Befragen, daß er sich nicht schuldig im Sinne Der Anklage fühle. Darauf wird Die Oeffentlichkeit wegen Ge» fährDung Der Sittlichkeit ausgeschlossen. Nur beamtete Persönlichkeiten und Den Pressevertretern wird Die Anwesenheit im Gerichtssaal gestattet. Weißenberg gibt Dann eine Schilderung seines Lebensganges. Die magnetischen Kräfte will er schon als Kind verspürt haben. Lebhaft schildert Der An­geklagte, wie er Durch HanDauflegen Leiden aller Art geheilt und Denverfluchten Satan" im Körper Des Kranken Dadurch ausgetrieben habe.

Dors.: Haben Sie Denn auch Tote lebendig gemacht?

Angeklagter: Jawohl! Einer der hier anwesenden Zeugen war schon einmal tot und ich habe ihn wieder erweckt.

Auf die Frage, ob er denn glaube, daß der Heilige Geist sich in ihm verkörpert habe, erwidert Weißenberg, daß er ein Mensch wie andere sei, nur eine geistige Kraft arbeite in ihm. Diese Kraft ströme ihm aus Der Heiligen Schrift zu.

Bors.: Sie behandeln doch aber nicht nur durch Handauflegen: Zu Ihren Heilmitteln gehört doch auch weißer Käse. Wozu verwenden Sie denn Den?

Angeklagter: Weißen Käse mit Salz und Zwie­beln verordne ich gegen Krebs.

Die Beweisaufnahme.

Die Zeugin Edith D. gibt eine Schilderung über Den Gottesdienst, Den Weißenberg abhielt. Nach Der AnDacht ließ sich immer Durch ein Medium Der Geist eines Verstorbenen hören. Wenn viel los war, so erzählt Die Zeugin, z. B. zu Pfing­sten, hat sogar Bismarck oDer Martin

Rust und Reichsbankpräsident Dr. Schacht an. Der 4. Kongreß fand 1933 in Rom statt. Im Vor­dergrund Der Diesjährigen Tagung wird d a s d e u t- sche Handwerk stehen, Dem ein besonderer Platz eingeräumt ist. Neben Diesem sind auch der Han - Del, Die Industrie und Die Kun st beteiligt. Der Kongreß wirb in Der Preußischen Akademie Künste am 29. August feierlich eröffnet.

wunderbar. Man müsse chn zu den ausdrucksvoll­sten und reifsten Filmschauspielern zählen.

Aus aller Wett.

Plakat gegen den politisierenden Katholizismus abgerissen.

Im Schnellverfahren vor Dem Amtsgericht Wert­heim wurDe Die 37 Jahre alte leDige Viktoria Kern von FreuDenberg, Die Das von Der Gauleitung Baden herausgebrachte Plakat gegen den politi- ierendenKatholizismus herunterritz, z u z w e i M o- laten Gefängnis verurteilt. Die Angeklagte, Die Mitglied Der Marianischen Jungfrauenkongre­gation ist, hat Diese Tat, wie die Verhandlung er­gab, im vollen Bewußtsein der Bedeutung be­gangen. Sie hat trotz der Aufforderung eines Zeu­gen, die Finger davonzulassen, das Plakat herab- gerisien, angeblich deshalb, damit sichkeine Kuh an Den Reisnägeln verletze" (!).

Bier Jahre Zuchthaus für einen jüdischen Rasseschänder.

Ein Rasseschänder übelster Sorte wurde in der Person des jüdischen Schlächtermeisters Otto 6er- dos aus Oberhausen von der Duisburger Straf­kammer zu vier Jahren Zuchthaus und ünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Seroos hatte es m Bewußtsein seiner wirtschaftlichen Macht und Ueberlegenheit als Geschäftsführer verstanden, jahrelang einer unbescholtenen 20jährigen Angestell­ten nachzustellen und sie unsittlich zu belästigen. In der Verhandlung versuchte er seine Schandtaten als harmlose Scherze" hinzustellen.

Lin jüdischer Arzt wegen Verbrechens gegen § 218 festgenommen.

Wegen gewerbsmäßiger Abtreibung wurde Der «! Arzt Dr. med. Ferdinand Goldstein von riminalpolizei festgenommen. Dem Polizei­präsidium war Die Mitteilung zugegangen, Daß GolDstein gewerbsmäßig Abtreibungen vornehme. Die Kriminalpolizei Drang Darauf überraschend in Den Abendstunden in seine Operationsräume ein. Die Vermutung wurde bestätigt. Durch das Ein­greifen der Beamten konnte im letzten Augenblick eine Tat verhindert werden. Goldstein und seine Assistentin werden sich vor dem Richter zu verant­worten haben.

Vor einem Riesenprozeh gegen jüdische Devisenschieber.

Das Berliner Schöffengericht verurteilte Den 36- jährigen Georg Hanns aus Leipzig wegen fort­gesetzten vorsätzlichen Devisenoergehens zu zweieinhalb Jahren Gefängnis und 20 000 Mark Geldstrafe. Der Angeklagte war Platzvertreter einer Wild- und Geflügel-Einfuhrgesellschaft für Leipzig. Obwohl dieses jüdische Unternehmen von dem flüch­tigen Hermann Hartmann geleitet wurde, ein generelles Devisenkontingent bewilligt bekommen hatte, mußte her Angeklagte auf Anord­nung des Hartmann für s i cy noch einmal bie Genehmigung zur Transferierung von Reichsmark einholen. Mit Hilfe gefälschter Rechnungen und fingierter ßieferungsbefdjeinigun- gen gelang es Dem Angeklagten, Die Genehmt-

Zahl gezwungen ist, haben sich Die Zechen zu einem Beschaftigungsausgleich bereiterklärt. Es roirD notwendig sein, daß das Ruhrsyndikat einen Teil Der Kohlenmengen, Die nicht untergebracht wer­ben können, auf SynDikatlager nimmt. Diese Maß­nahmen werden zur Folge haben, daß künftig die Belegschaft solcher Zechen vor Härten ver­schont oleibt. Sie ist aber in derVergan- g e n h e i t vielfach in schwerste Notlage und Verschuldung geraten, und zwar nicht nur die Bergleute des Ruhrbezirks, sondern auch Steinkohlenbergleute anderer Re­viere litten bis in Die letzte Zeiet hinein, z. T. in erheblichem Umfang unter Den Feierschichten.

Um nun Den am meisten Betroffenen eine augen­blickliche und fühlbare Erleichterung zu geben, führt die NSV. eine tiefgreifende Hilfsaktion durch, die neben Der Ruhraktion dem gesamten deutschen Bergbau zugute kommt. Das Hilfs­werk entspricht unserem rassisch-gebundenen Denken, das uns unabbingoar bie Pflicht auferlegt, über­all b o r t nach Kräften einzugreifen, wo deutsche Volksgenossen sich in augenblicklicher Not» läge befinden. Der deutsche Bergarbeiter weiß bas zu roürbigen unb wird dieses Tatbekenntnis der Opfergemeinschaft dem Führer durch treue Hingabe an sein Werk danken.

der Mensch mit einem starken Trieb» leben sei. Hinsichtlich der Strafzumessung stellte es sich trotz der religiösen Stellung des Angeklagten nicht auf Den Standpunkt, daß Weißenberg a l s ein Erzieher der Mädchen anzusehen war. Das Gericht verkenne nicht, daß Der Angeklagte verschie­dene soziale Leistungen vollbracht habe. Es möge sein, Daß ihm, Der einen so gewaltigen Aufstieg erlebt habe, Dieser UmstanD zu Kopfe gestiegen sei. GeraDe wegen seiner Stellung habe er aber auch eine erhöhte Verantwortlichkeit getra­gen. Er habe das Vertrauen seiner Anhänger nicht so enttäuschen Dürfen. Im Hinblick auf Die objektive Schwere Der Tat habe Deshalb trotz Der Erkenntnis, daß es sich um einen alten Mann handle, bei dem schon gewisse Vergreisungserscheinungen auftreten, gegen den Angeklagten auf eine Zuchthaus­strafe erkannt werden müssen.

Doktor der Staatswissenschaften pro­moviert. Graf Kiyoura, Der seinem LanDe durch Jahrzehnte hindurch in den höchsten Stellungen ge­dient hat unb heute im 8 6. Lebensjahre steht, hat sich um Die Errichtung DesDeutschen For­schungsinstituts" in Kioto größte Verdienste erworben. Die Verleihung Des Doktor h. c. ist Der Dank Der deutschen Wissenschaft, inson- berheit der Universität Leipzig, die seit langem japanisch-deutsche Beziehungen pflegt, an einen ehr­lichen Freund Deutschlands.

Großer Erfolg des Louls-Trenker-IUms In Venedig.

Louis Trenkers FilmDer verlorene Sohn" hatte in Der Internationalen Ausstellung für Filmkunst in Venedig einen großen Erfolg er­rungen und wurde während der Aufführung wie­derholt stürmisch beklatscht. DerCorriere della Sera" schreibt, besonders die Darstellung des Ar- bettslojea in Neuyork durch $xentex selbst fei

nach Schnaps gerochen!"

Ein junger Mann, der ebenso wie seine Ange­hörigen ftüher der Weißenberg-Sekte angehörte, schilderte in drastischer Weise den Verlauf eines Saufgelages. Der Zeuge mußte dabei die Gäste bedienen, die solange hochprozentigen Schnaps tranken, bis sie sinnlos berauscht umher­torkelten. Der Zeuge gibt an, daß seine Schwestern ihm gebeichtet hätten, daß Weißenberg unzüchtige Handlungen an ihnen vorgenommen habe. Eine Schwester, bie sehr empfinbsam sei, war berart von diesem Erlebnis mit dem damals von ihr so ver­ehrtenMeister" erschüttert, daß sie einen Selbst- mordversuck unternahm. Die Schwester bestätigt die Angaben ihres Bruders, während Weißenberg alles bestreitet.

Der Strafantrag.

Der Staatsanwalt erklärt» daß bei Weißen­berg eine E r z i e h e r e i g e n s ch a f t im Sinne des § 174 des Gesetzes vorliege. Eine Zeugin hat behauptet, daß Weißenberg als Gott in der Sied­lungWaldfrieden" verehrt wurde, zu dem sie so­gar gebetet habe. Wenn man ihn als ein solches Wesen betrachtet, dann ist er auch Erzieher, Vater, Mutter und alles. Wenn er solche göttliche Der- ehrung genießt, Dann muß er auch in Reinheit und Makellosigkeit dastehen. Und bas hat er nach dem Ergebnis Der Verhandlungen nicht getan. Der Angeklagte muß sich sagen, daß er bei seiner Stel­lung unmöglich auf Milde rechnen darf, wenn man ihm auch bei seinen 80 Jahren einen gewissen Alterssenilismus zugute halten kann. Das kann ihn aber nicht vor harter Strafe schützen. Er hat in gemeinster Weise das Vertrauen seiner An­hänger mißbraucht unb bas Seelenleben junger Mädchen durch seine Handlungen vergiftet. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten wegen Vergehens gegen § 176 in einem Falle unb § 174 in zwei Fällen eine Zuchthausstrafe von zweieinhalb Jahren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre.

Das Urteil.

In später Abendstunde verkündete Der Vorsitzende Der Strafkammer nach 13ftünDiger Verhandlungs- Dauer folgendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen Vergehens gegen § 176, 3 sowie wegen Be­leidigung in zwei Fällen zu insgesamt ein­einhalb Jahren Zuchthaus und fün Jahren Ehrverlust verurteilt. Die Untersuchungshaf wird ihm angerechnet. In der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende, daß die Hauptbelastungs- zeugen gegen Weißenberg auf das Gericht einen durchaus glaubwürdigen unb günstigen Eindruck ge­macht haben. Vom Angeklagten selbst hat bas Ge­richt bie Ueberzeugung gewonnen, daß er ein pri­mitiver, sittlich nicht sehr hochstehen-