Ausgabe 
14.6.1935
 
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und ein über drei Zentntzk schwerer Amboß gestohlen und fortgeschleppt. Nach monatelangen Ermittlungen gelang es nunmehr, als Täter zwei Einwohner eines benachbarten Dorfes zu ermitteln, die den Diebstahl eingestanden. Die Feldschmiede hatten sie umgearbeitet, während sie den drei Zentner schweren Amboß im Garten vergraben und Salat darüber gepflanzt hatten.

4 Groß - Eichen, 13. Juni. Wie wir erfahren, ist Landwirt Otto Fuchs zum Bürgermeister unserer Gemeinde ernannt worden. Er wird dem­nächst in sein Amt eingeführt werden. Der seitherige Bürgermeister Heinrich Faust, trat wegen hohen Alters freiwillig zurück. Otto Fuchs ist am 24. Mai 1892 geboren, gehört also der Frontkämp­fergeneration an. Er ist Mitglied der SAR. Wir wünschen ihm eine recht lange, gesegnete Amtszeit zum Wohle unserer Gemeinde und unseres Vater­landes.

* Groß-Eichen, 13. Juni. Das sechsjährige Töchterchen des hiesigen Arbeiters E l l e r i ch erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen Bruch des rechten Oberschenkels und mußte in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden.

O Eschenrod, 13. Juni. Die Eheleute Kirchen­vorsteher Heinrich Schuchard I. und Katharine, geb. Böcher, können am 14. d. Mts. das Fest der goldenen Hochzeit feiern.

krsis Alsfeld.

ss. Grebenau, 13. Juni. Am 2. Pfingstfeier- tag hielt, wie fast alljährlich, d^r hiesige Krieger­verein sein diesjähriges Preisschießen auf dem herrlich im Walde gelegenen Schießplatz im Schwarzenbachsgraben ab. Mittags marschierten sämtliche Vereine von Grebenau mit Fahnenbealei- tung (unter Vorantritt der Kapelle Stein- Gre­benau) nach dem Festplatz. Geschossen wurde mit Kleinkaliberbüchsen auf Meter. Hierbei erhiel­ten nachstehende Personen folgende Preise: 1. Preis Karl Eifert-Schwarz 34 Ringe, 2. Pr. Ernst Nagel- Grebenau 34 R., 3. Pr. Konrad Habermehl-Eulers­dorf 34 R., 4. Pr. Peter Dörr-Schwarz 34 R., 5. Pr. Karl Euler-Lieben 33 R., 6. Pr. Karl Dö­ring-Grebenau 33 R., 7. Pr. Hermann Hölscher- Grebenau 33 R., 8. Pr. Konrad Dörr-Udenhausen 33 R., 9. Pr. Johannes Hamel II. - Udenhausen 33 R., 10. Pr. Georg Peter-Schwarz 32 R., 11. Pr. Karl Rüffer-Grebenau 32 R., 12. Pr. Karl Becker- Grebenau 32 R., 13. Pr. Konrad Becker-Eulersdorf 32 R., 14. Pr. Heinrich Stroh-Eifa 32 R., 15. Pr. Karl Renker-Grebenau 32 R., 16. Pr. Karl Schmidt- Grebenau 32 R., 17. Pr. Wilhelm Klee-Eifa 31 R., 18. Pr. Johannes Habermehl-Schwarz 31 R., 19. Pr. Werner Wilker-Grebenau 31 Ringe. Während des Schießens trug die Kapelle Stein zur Unterhaltung einige Konzertstücke vor. Abends fand noch in der sehr geräumigen Turnhalle Tanzbelustigung statt. Bei der vor einiger Zeit in der Gastwirtschaft Krug- Grebenau stattgefundenen öffentlichen Ver­pachtung des Staatsjagdbezirks Nr. 10 des heff. Forstamts Grebenau mit einer Gesamtfläche von

Der Film wirbt für die Reichsautobahn.

Filmaufnahmen in Gießen.

Zahlreiche Zuschauer folgen der Arbeit der Filmleute. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

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Gestern mittag wurde in Gießen gefilmt. Das Schauspiel, das kleine Theater, das sich dabei bot, fand viele Zuschauer. Den Film an sich können wir zwar täglich sehen, eine Filmaufnahme ist aber in unserer Stadt etwas Seltenes. Man lernte dabei einmal jene Arbeit kennen, deren Ergebnis uns im Film so ganz ohne Mühe erscheint, so flüssig sich darbietet und vor der Leinwand nur selten erkennen läßt, wie weit der Weg und wie groß die Arbeit ist, die hinter einem solchen Bildstreifen steckt. Am gestrigen frühen Nachmittag wurden zwar nur einige Szenen gedreht, sie nahmen aber ziemlich Zeit in Anspruch, und die Zuschauer kamen auf ihre Rechnung. Es handelte sich darum, Szenen für einen

Film aufzunehmen, der der Werbung für die Reichs­autobahn dienen fall. Im einzelnen ging es darum, daß eine selbstverständlich sehr hübsche Dame mit sehr blondem Haar von einem gut aussehenden Herrn abgeholt und zu einem großen Autoausflug eingeladen und nun herzlich begrüßt werden sollte. Die Szene wurde vor einer Villa in der Wilhelm- straße verschiedentlich geprobt und photographiert, und dieseHandlung" wurde von den Zuschauern mit unverhohlenem Interesse verfolgt. Das Inter­essanteste war dabei das Drum und Dran der Film­aufnahme, von der unser Bild einen Eindruck gibt. Auch in einigen Straßen der Stadt wurden Auf­nahmen gemacht.

über 1000 Hektar Wald und Feld wurde je Hektar 52 Pf. geboten. Den Zuschlag als Höchstbietende er­hielten die früheren Pächter Rudolf Brinker und Gustav G ü t t l e r aus Elberfeld-Wuppertal.

Kreis Lauterbach.

Lpd. Lauterbach, 13.Juni. Ein 24 Jahre alter Mann aus dem Kreisort Allmenrod machte auf grauenhafte Weise seinem Leben ein Ende. Er steckte sich eine Dynamit-Spreng­

patrone in den Mund und brachte sie zur Entzündung. Durch die ungeheure Explosion wurde ihm der Körper vollständig zerrissen. Die Ursache zu der gräßlichen Tat soll in zerrütteten Familienver­hältnissen liegen.

Kreis Wetzlar.

I Aus dem Kleebachtal, 11. Juni. Die Heuernte hat vereinzelt begonnen, da durch die wochenlange, kalte, nasse Witterung der Graswuchs

sehr zurückgeblieben war. Während der erste Klee- schnitt im allgemeinen gut ausfiel, fehlt bei der Grasernte das Untergras. Die Winter- und Sommerfrucht zeigt einen guten Stand. Auch die Kartoffeln kommen gut aus der Erde. Die Ob st aussichten dagegen sind weniger günstig. Unsere Hauptobstart, der Apfel, hat besonders m den Tallagen durch Frost gelitten, so daß me Blüten in Knospenform erfroren sind. Die Ernte dürfte weit unter mittel bleiben. Noch mehr haben die Birnen vom Frost gelitten, so daß nur eine geringe Ernte zu erwarten ist. Die Zwetschen sind wesentlich besser durch die Blüte gekommen, doch ist der Behang, namentlich in den tieferen Lagen, nicht sehr stark, während in höheren Lagen eine gute Ernte zu erwarten ist. Süßkirschen ergeben Mißernte, weil vollständig vom Frost zerstört; Sauerkirschen dagegen hängen gut. Von dem Übri­gen Steinobst ergeben Pflaumen und Renekloden geringen Ertrag, während Mirabellen etwas besser stehen, aber noch keine Mittelernte erbringen. Die Walnußernte ist fast überall, selbst in Höhenlagen, durch Frost vernichtet. Pfirsiche gibt es ebenfalls nur wenig. Don dem Beerenobst sind die Johannis­beeren am besten durch die kalte Zeit gekommen. Die Ernteaussichten liegen stark über Mittel. Die Stachelbeeren dagegen bleiben ziemlich stark unter Mittel. Die Erdbeeren haben in der Blüte eben­falls durch Frost Not gelitten. Die zuerst erschiene­nen Blüten hatten schwarzen Fruchtboden, em Zeichen des Frostschadens. Jedoch kamen nachher noch reichlich gesunde Blüten, so daß mit einer leidlichen guten Ernte gerechnet werden kann. Auch die Himbeeren scheinen durch die Kälte gelitten zu haben, denn die Entwicklung der Blütentriebe ist gegen sonstige Jahre recht kümmerlich. Alles in allem haben wir mit einer mäßigen Obst- ernte zu rechnen.

£ Rodheim a. d. B., 13. Juni. In diesen Tagen ist hier mit dem Grasschneiden be­gonnen worden. Die Wiesen, die infolge des späten Frühlings einen recht dürftigen Eindruck machten und eine mäßige Heuernte verhießen, haben sich in den letzten Tagen prächtig entwickelt und werden einen guten Heuertrag liefern. Auch die Winter­frucht steht gut im Halm und verspricht für unsere Gegend günstiges Sommerwetter vorausgesetzt* eine gute Ernte. Leider haben die Hackfrüchte bisher nicht befriedigende Entwicklung genommen, insbesondere hat der Landmann Schwierigkeiten, mangels ausreichender Bodenfeuchtigkeit das Ge­müse (Dickwurz) in die Erde zu bekommen. Das Gartengemüse leidet auch an hartem Boden und Ungeziefer, entwickelt sich aber angemessen." Die Obsternte dürfte in diesem Jahre hier nicht an die üblicher Erträge herankommen.

* Frankenbach, 13. Juni. Der 29jährigs Bergmann Albert H o f von hier erlitt bei seiner , Arbeit einen Unfall. Er mußte mit Quet­sch u n g e n der Brust nach Gießen in die Klinik

I gebracht werden.

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Am Sonntag, dem 16. Juni 1935

Mioog derv.Tschammerund OMqMs

14.30 Uhr: Handball-Auswahlspiel des Kreises 11 gegen Kreis 8. In der Pause 4x 100 - Meter - Staffel um den Preis des Städtischen Verkehrsamts

15.40 Uhr: Sportfeldweihe

16.00 Uhr: Fußball - Repräsentativspiel des Gaues Nordhessen gegen den deutschen Pokalmeister Gau Mitte. In der Pause Tänze der Turnerinnen.

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Mrburger Festspiele 1935

Feierliche Eröffnung: Samstag, 15. Juni,

20,30 Ubr, im Schloßvar ktHeater, mit

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Ein Gommernachtstraum" (Erstaufführung)

Weitere Aufführungen: 3636d

Sonntag, 16. Juni, 20,30 Uhr:Ein Sommernachtstraum" Drenstag, 18. Juni, 20,30 Uhr:Ein Sommernachtstraum" Mittwoch, 19.Juni, 17,00 Uhr:Hans-Sachs-Spiele" (Erstauff.) Mittwoch, 19. Juni, 20,30 Uhr:Ein Sommernachtstraum" Donnerstag, 20. Juni, 20,30 Uhr:Ein Sommernachtstraum" Freitag, 21. Ium, 20,30 Uhr:Ein Sommernachtstraum" Samstag, 22. Ium, 20,30 Uhr:Ein Sommernachtstraum"

Sonntag, 23. Ium, 17,00 Uhr:Hnns-Sachs-Sviele"

Sonntag, 23. Juni, 20,30 Uhr:Ein Sommernachtstraum"

Dienstag, 25. Juni, 20,30 Uhr:Die lustigen Weiber von Windsor" Mittwoch, 26. Juni, 17,00 Uhr:Hans-Sachs-Smele"^"^^^^""^> Mittwoch, 26. Juni, 20,30 Uhr:Die lustigen Weiber von Windsor" Donnerstag, 27. Juni, 20,30 Uhr:Die lustigen Weiber von Windsor" Freitag, 28. Juni, 20,30 Uhr:Die lustigen Weiber von Windsor" Samstag, 29. Juni, 20,30 Uhr:Ein Sommernachtstraum" Sonntag, 30. Juni, 17,00 Uhr:Hans-Sachs-Spiele"

Sonntag, 30. Juni, 20,30 Uhr:Die lustigen Weiber von Windsor" Aend. Vorbehalten. Der Svielvlan für Juli wird noch bekanntgegeben.

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Grundbuch für Gießen, Band II, Blatt 69:

Flur I, Nr. 493/i0, hofreite in

der Steffansmark (Bleichstraße

Ar. 5), 332 qm, Schätzungs­

betrag - 22 580,RM.

Flur I, Ar. 32B/i0, Hofreitegrund

in der Steffansmark, 11 qm,

Schätzungsbetrag = 165,

= 34 040, RM.

XA

dessen Ehefrau,

Zusammen -- 22 745, RM.

Gießen, den 16. Januar 1935. « 35270

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen:

Karle, Ortsgerichtsvorsteher.

Zwangsversteigerung K 71/34

Am Montag, dem 1. Juli 1935, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gut- fleifchftraße Nr. 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, die nachstehenden Grundstücke versteigert: 35260

a) Grundbuch für Gießen, Band XV, Blatt 707: eingetragen auf den Namen:

a) Müller, Ludwig, der Vierte, zu b) Müller, Karoline, geb. Müller,

zu %

Flur I, Nr. 8758/10, hofreite Bahnhofstraße Ur. 54 (in der Scheppeneck), 188 qm Schätzungsbetrag

b) Grundbuch für Gießen, Band

XV, Blatt 706:

eingetragen auf den Namen: a) Jakob, Siegmund, zu A, b) Jakob, Emilie, geb. Levi, dessen

Ehefrau, zu XA,

c) Müller, Ludwig, der Vierte, zu XA,

d) Müller, Karoline, geb. Müller, dessen Ehefrau, zu XA,

hier jedoch nur die dem unter c und d Genannten zugeschriebenen ungeteilten Anteile (nämlich je A):

Alur I, Jlr. 875Vio, hofreike- grund (in der Scheppeneck), 64 qm, A Schätzungsbetrag - 960,

_ , Zusammen = 35 000, RM.

Gießen, den 2. Mai 1935.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Y v

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Eine Ph ofo Mo r k zum Sonntag, das ist eine besondere Mark. Man legt sie am Samstag ver­trauensvoll dem Photohändler auf den Ladentisch. Man nimmt am gleichen Nachmittag und am Sonn­tag früh alle Kräfte und alle Kunst zusammen, um acht Siege heimzubringen. Man gibt die Spulen am Montag früh halb zuversichtlich, halb bangend zum Entwickeln. Und dann am Abend, wenn die Nega­tive und die Abzüge das unwiderrufliche Ergebnis enthüllen, - ja dann weiß man bestimmt, wie gut es war (oder wie gut es gewesen wäre), sich vor­her ein bißchen zu erkundigen. Jemand zu fragen oder in der Zeitung zu lesen, was der neue ortho­chromatischeKodak"-FilmS.-G." leistet. Denn bei ihm kann man sich in der Belichtungszeit ruhig mal etwas irren: sein großer Belichtungsspielraum gleicht manchen Fehler aus. Es braucht nicht mal Sonnenschein zu sein, im Gegenteil! Regen gibt auch gute Bilder. Die Farbenwiedergabe ist ton­wertrichtig, Lichthöfe sind ausgeschlossen. Und alle diese unübertroffenen Eigenschaften bekommen Sie für nur eine Mark.

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