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Ully.

also Vorsicht!

e. D.

Oie Hitler-Jugend: gez. Heim,Bannführer.

herausge- Umtausch

1935 auch

Wer also

Oie Deutsche Arbeitsfront: gez. Wagner, Kreiswalter.

sere Unterstützung erhalten.

Um nochmals jedem Gelegenheit zu geben, sich

Die vom Zentral-Berufsbildungsamt oebenen Berufsausweise werden durch bei den Arbeitsämtern eingezogen.

Durch Anordnung fallen ab 1. April

Morgen Freitag, den 15. März, findet um 20,30 llhr im Lase Leib zu Gießen die Eröffnungskundgebung des T.ReichsberusswettkampfeS statt. - Es sprechen:

der stellvertretende Gebietsführer

Oberbannführer Erich Seiffert, Wiesbaden, sowie der

Kreiswalter der OAI. pg. Wagner, Gießen.

einstellen können, dürfen nur durch das Zentral- Berufsbildungsamt in Berlin vorgenommen werden.

Um eine statistische Feststellung über Neuein­stellungen von Lehrlingen vornehmen zu können, ind sämtliche Gau-Berufsbildungsämter verpflichtet, bis spätestens 15. April 1935 zu melden, wieviel Neueinstellungen von Lehrlingen (Kellner, Köche usw.) im Gaststättengewerbe in den einzelnen Gauen vorgenommen wurden.

Die ausgefüllten Stammrollenscheine aller Kreis- und Gau-Berufsbildungsämter sind spätestens am 31. Mai 1935 an das Zentral-Berufsbildungsamt einzusenden.

Wir bitten die Betriebsführer und Lehrmeister, in dieser Hinsicht die Berufsbildungsämter, vor allem bei der Ausfüllung der Stammrollenscheine, bestens unterstützen zu wollen.

Wirtschaftsgruppe des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes

Der stellv. Leiter: Gez.: R. Schöpwinkel. Zentral-Berufsbildungsamt für das deutsche Gaststättengewerbe.

Der Leiter: Gez.: L. M e tz l e r. Jugendamt der DAF.

I. A.: Gez.: K. A k e m a n n.

Oie Deutsche Arbeitsfront.

Kreisbetriebsgerneinschaft Handel 17.

Fachgruppe Gaststättengewerbe Kreisberufsbildungsamt.

Betr. Arbeitsbuch im Gaststätten­gewerbe.

Hierzu gibt das Kreis-Berufsbildungsamt des deutschen Gaststättengewerbes folgendes bekannt:

Laut Beschluß des Reichskabinetts vom 26. Fe­bruar 1935 wird die Einführung eines Arbeits­buches (durch das ein einheitlicher, amtlicher Aus­weis über die Berufsausbildung und die berufliche Entwicklung der Arbeiter und Angestellten geschaf­fen wird) ab 1. April 1935 bestimmt. Die Reichs­betriebsgemeinschaft Handel, Fachgruppe Gaststät­tengewerbe, hat zur Klärung über die Einführung des Arbeitsbuches die sofortige Verhandlung mit dem Reichsarbeitsministerium und der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung ausgenommen, wobei fol­gende Vereinbarungen getroffen wurden:

Ab 1. April 1935 werden durch die Berufs­bildungsämter des deutschen Gaststättengewerbes keine Berufsausweise mehr ausgestellt. Die ausge­stellten Berufsausweise behalten ihre volle Gültig­keit. Das neue Arbeitsbuch wird durch die Arbeits­ämter vorzugsweise gegen Umtausch der Berufs- bzw. Betätigungsausweise ausgestellt. Wer also bis jetzt noch nicht im Besitz des Berufs- bzw. Beschäf­tigungsausweis ist, muß dafür sorgen, daß er im Laufe dieses Monats seinen Ausweis erhält.

Es wurde vereinbart, daß zwischen den zustän­digen Arbeitsämtern und den Berufsbildungsäm­tern der Fachgruppe Gaststättengewerbe bei der Einführung des Arbeitsbuches auf das engste zu­sammengearbeitet wird, damit die Uebergabe des Arbeitsbuches nicht an Berufsfremde erfolgt.

Zwecks Teilnahme an der Heldengedenkfeier des Regiments versammeln sich die Mitglieder der Orts­gruppe Sonntag, 17. März, vormittags 8.45 Uhr, auf dem Oswaldsgarten.

Vollzähliges Erscheinen erwünscht. Dunkler Anzug. Der Obmann: M ö l l.

Chorleiterkurse in Hessen.

Der NS.-Lehrerbund, Fachschaft Musik, teilt mit: Der Gau XII des Deutschen Sängerbundes veran­staltet in der Zeit vom 23. März bis 7. April in verschiedenen Orten des Gaugebiets Chorleiterkurse, die jeweils IV» Tage dauern, von Samstags nach­mittags bis Sonntags m den Abendstunden. Erst­malig sollen in diesen Kursen außer den praktischen Fragen der Chorleitung und Schulmusik auch Ge­meinschaftssingen und offene Singstunde behandelt werden. Mit Absicht wurden größere Städte aus­geschaltet, um den Bedürfnissen auf dem flachen

sämliche Berufseignungsprüfungen fort.

keinen Berufsausweis, oder eine Eignungsprüfung noch nicht abgelegt hat, hat keinen Anspruch auf ein Arbeitsbuch als qualifizierter Facharbeiter im Gaststättengewerbe. Wir werden auch mit aller Strenge darüber wachen, daß diejenigen, die bis jetzt unsere Anordnungen betr. Eignungsprüfung und Berufsausweis sabotiert haben, keinesfalls un-

Oeffeutliche Kundgebung

aus Anlaß der Eröffnung des 2. Reichsberufswettkampfes 1935

Am Sonntag fand im Gefolgschaftsheim. der Gefolgschaft 4/116 in der Heil- und Pflogeanstalt eine Führertagung statt. Es waren wieder einmal wichtige Dinge zu erledigen, in deren Mittelpunkt vor allen Dingen der Reichsberufswettkampf und die im Sommer zur Durchführung kommenden Zeltlager standen. Der Gefolgschaftsführer ließ sich zuerst einen Bericht über die Arbeit der einzelnen Scharen geben und ermahnte die Führerschaft, wei­tere äußerste Disziplin sowie einwandfreie dienst­liche Haltung zu wahren. Sodann wurden die Fra- aen über die Sommerzeltlager aufgerollt. Der Ge­folgschaftsführer gab bekannt, daß im Sommer jeder Junggenosse ohne Ausnahme 14 Tage m einem großen Zeltlager zu verbringen hat, in einem Lager draußen in der Natur, unter Kamera­den, bei gesundem Sport, fernab von aller Arbeit des Alltags. Eine finanzielle Stütze dieses Sommer­zeltlagers soll ein Sparkonto fein, das neu zu

um diesen Ausweis zu bemühen, weisen wir dar­auf hin, daß in Gießen letzmalig am 22. Marz 1935 und in Bad-Nauheim am_25. März 1935 Berufseignungsprüfungen für Servierfräuleins unter den bekannten Bedingungen abgehalten werden.

Soweit wir informiert find, mirb das Arbeits­buch im Gaststättengewerbe als erstes eingeführt. Das Arbeitsbuch selbst dient zum Schutz des Be­rufes und zur Bekämpfung von Schwarzarbeitern und Berufsfremden. Betriebsführer, die nach Ein­führung des Arbeitsbuches Gefolgschaftsleute ohne Arbeitsbuch beschäftigen, werden mit Gefängnis und hohen Geldstrafen belegt.

Achtung! Lehrlingseinstellung im deutschen Gaststättengewerbe.

Auf Grund verschiedener Anfragen betr. Lehr­lingseinstellung geben wir nochmals folgendes be­

kannt: , , ,

Sämtliche Kellner- und Kochlehrlmgsvertrage (auch die der weiblichen Lehrlinge) können nur durch das zuständige Berufsbildungsamt abgeschlossen werden. Anträge auf Einstellung von Lehrlingen, sowie Auskünfte erteilen die Berufsbildungsämter.

Vor Abschluß eines Lehrvertrages hat der Antrag­steller eine Berufseignüngsprüfung vor der zustän­digen Dienststelle auf Anordnung des Berufsbildungs­amtes abzulegen, hierfür gelten die Ausführungs­bestimmungen des Zentral-Berufsbildungsamtes und der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung. Für das gesamte Reichsgebiet, einschließlich Danzig, gilt der Lehrvertrag, herausgegeben vom Zentral-Berufs- biloungsamt für das deutsche Gaststättengewerbe.

Aenderungen in diesem Vertrag sind strengstens untersagt. Die uns bekannten Fälle werden durch die Dienststellen der DAF. verfolgt. Aenderungen in speziellen Notfällen, die sich im Laufe des Vertrages

Ich schwankte in meinen Entschlüssen hin und her. Ob man nicht doch mal ein ganz klein bißchen ver­sucht, von der einen Ecke zur anderen zu fahren? Hier in unserer verkehrsarmen Straße könnte ein solcher Versuch doch kaum mit Gefahren verknüpft sein.

Endlich hatte ich mich zu einem Entschluß durch­gerungen. Ich nahm mein Fahrrad unter den Arm, trug es vorsichtig die Treppen hinunter und ver­suchte dann, auf der Straße aufzusteigen.

Wenn jetzt jemand kommt, der dich kennt, ver­sinkst du glatt in die Erde", sagte ich mir. Fünfmal sah ich mich um; denn ich wünschte keine Zeugen bei meinem sensationellen Start ins Ungewisse.

Ich gab mir einen Ruck, schwang mich in den Sattel und setzte die Pedale in Bewegung, in der Erwartung, daß im nächsten Augenblick derKahn umkippt"; aber er kippte nicht. Es ging. Ein bißchen wacklig zwar, doch es ging. Ich bekam Respekt vor mir. Mein Selbstgefühl wuchs beträchtlich.

Man sitzt sowieso zuviel in der Stube, sagte ich mir, ein bißchen Bewegung kann durchaus nichts schaden; und so radelte ich von einer Straßenecke zur anderen, immer geradeaus; denn einen Bogen zu fahren, umzulenken, dazu fehlte mir vorläufig

auch mit Rücksicht darauf, daß die Bienen die De« ruchtung in den Blüten unserer Obstbaume be» argen. Besonders werden die Schulen gebeten, dir Jugend im Sinne des Naturschutzes zu erziehen uns vor dem Abreißen und Abschneiden von Bluten» kätzchen zu warnen.

Oie evangelische Bewegung in Oesterreich.

Die Ortsgruppe Gießen des Evangelischen Dun» des versammelte gestern ihre Mitglieder und eine Reihe von Gästen zu einem Bundesabend im Saale der JohanneskirA. Nachdem der Leiter der Orts» gruppe, Pfarrer Trapp, die gutbesuchte Versamm­lung mit Begrüßungsworten eröffnet hatte, folgte der gemeinsame Gesang eines Chorals.

Anschließend sprach Pfarrer K n a b aus St. Goarshausen über das ThemaDie evangelische Bewegung in Oesterreich". Nach einigen allgemei­nen Betrachtungen über mancherlei Zeitfragen des evangelischen Volkes berichtete der Vortragende aus eigener Kenntnis der Verhältnisse, aus Briefen und Gemeindeblättern über die Lage und den schweren Kampf der evangelischen Kirche in Oesterreich. Aus seinen Berichten ging hervor, daß die Machthaber des gegenwärtigen politischen Systems in Oesterreich den evangelischen Bevölkerungsteil Oesterreichs in schwerster Weise bedrücken und die freie Entfaltung der evangelisch-kirchlichen Bewegung möglichst weit­gehend zu unterbinden suchen. Der Redner erklärte, daß heute in Oesterreich eine ausgesprochene Gegen­reformation im Gange sei, aber auch die Los-von- Rom-Bewegung allen Hemmungen, Bedrückungen, ja Terrors' zum Trotz Boden gewinne. Als Ziel des Kampfes bezeichnete der Redner das Bestreben des katholischen Klerus und der Machthaber des jetzigen politischen Systems in Oesterreich, die dor­tige evangelische Bevölkerung mit allen Mitteln zur römisch-katholischen Kirche und damit unter die Herrschaft des Papsttums zurückzubringen, während auf der anderen Seite die evangelische Kirche sich bemühe, nach besten Kräften den Bestrebungen der Gegenseite entgegenzuwirken und darüber hinaus für den Protestantismus neuen Lebens- und Schaf»

Jk Nationalsozialistische

Kriegsopferversorgung

Ortsgruppe Gießen.

AS.-Gemeinschast,/Krast durch Freude"

Aufführung der Neunten Sinfonie am 30. April.

Alle Sänger und Sängerinnen (solche, die sich gemeldet haben und solche, die sich noch nicht ge­meldet haben), die bei der Ausführung der Neunten Sinfonie am 30. April Mitwirken, werden für Freitag, 15. März, 20.15 Uhr, zur ersten Probe in dem großen Hörsaal der Universität, 1. Stock, ge­beten.

*

Das Stadttheater Gießen führt auf Anraten des Reichsdramaturgen im Reichsministerium für Volks­aufklärung und Propaganda die Nachkriegstragödie von S. Graffs

Die Heimkehr des Matthias Bruck"

am Heldengedenktag, Sonntag, 17. März, auf. Der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" hat das Stadttheater für diesen Tag besonders günstige Preise gewährt, und zwar sind die Preise von 0,60 bis 1,20 Mark (2. Rang 1. Reihe bis 1. Sperr­sitz Reihe 1 und 2).

Sonntag, 24. März, das LustspielFrischer Wind aus Kanada". Preise der Plätze von 0,60 bis 1,30 Mark. Die Karten sind auf unserer Ge­schäftsstelle abzuholen. f

noch der Mut. !

So fing's an. Es blieb nicht bei diesem Fünf- Minuten-Ausflug. Er hatte mir bereits großen Spaß gemacht, und so ging's am Sonntag darauf richtig los. Zwei Stunden lang tummelte ich mein Stahlrößlein, warf mich dann ins grüne Moos und blickte in die im Sonnenschein glänzenden Baumwipfel.

Wie herrlich ist es doch, sich so lang ausstrecken zu können, und die Ruhe hier im Walde. Kein Stadtlärm, kein ewig nörgelnder Bürovorsteher, nur oben in den Zweigen piept und trillert es. Sonst herrscht Ruhe, wundervolle, nervenstärkende Ruhe.

Ich freue mich, daß ich hier so liegen kann und mir niemand die Ohren vollsäuselt. Die Stadt ist weit weg, ich liege hier im Moos und stehe nicht mehr auf, vorläufig jedenfalls nicht. Es ist zu schön, so zu dösen und an nichts zu denken.Bitte, Fräulein, schreiben Sie." Ich hörte die knar­rende Stimme des Bürovorstehers. Montag wieder, dachte ich, heute nicht. Heute bin ich mit meinem Fahrrad hinaus ins Freie geradelt, heute gehöre ich mir selber, heute bin ich für niemand zu sprechen.

Ich denke darüber nach, was die anderen jetzt wohl machen würden. Vielleicht sind sie beim Tanz­tee, beim Flirt, bei irgendeiner Modenschau. Viel­leicht sind sie gerade dabei, sich zu verschönern. Puder, Lippenstift, wichtige Dinge gewesen. Wozu das alles. Es ist ja so unwichtig. Wie konnte man nur daran Gefallen finden! Warum ist man noch nie hinausgxfahren? Mit der Eisenbahn, das ist ja wohl nicht das richtige; aber so, wie ich jetzt, mit dem Fahrrad, ja, das ist schon eine Sache!

Ein Käfer krabbelt mir übers Gesicht.Beeil dich, du, sonst puste ich dich weg!" Mit sanftem Brummerton fliegt er davon. Hoch oben in den Zweigen gibt ein Vöglein ein Solo zum Besten. Ein Solo für mich. Ruhe und Sonne um mich her. Weiße Wölkchen über den Bäumen. So liege ich hier im Wald und träume ...

Und der Sommer verging, und der Herbst zog ein. Ich hatte ihn noch nie so erlebt, wie jetzt, wo ich Radfahrerin geworden war. All die bunten, leuchtenden Farben, in denen die Blätter der Laub­bäume im Herbstsonnenschein glänzten, hatte ich vorher nie gesehen. Erst durch mein Fahrrad, das mich treu und brav aus dem Stadtlärm hinaus in den Wald trug, waren mir diese Schönheiten des Herbstwaldes voll zum Bewußtsein gekommen.

Und dann zog der Winter ein. Es war kalt und die Straßen oftmals schmutzig; aber meine Sonn- tags-Vormittags-Fahrten ließ ich mir auch im Win­ter nicht nehmen. Ich hatte nur noch ein mitleidiges Lächeln für die, die am Sonntag in der Stube hocken oder wie ich früher selber bis mit­tags im Bett liegen und dann mit einem dicken Oelkopf aufstehen.

Das war einmal. Jetzt wird nur noch frische Luft genossen, in jeder freien Minute. Ein ganz anderer Mensch bin ich geworden. Durch meinEisen-Pony" habe ich die Natur kennen und lieben gelernt. Ich muß manchmal lächeln, wenn ich an meine frühere Abneigung gegen das Radfahren denke.

Und eins weiß ich ganz bestimmt: Wenn ich mal heirate, kommt nur einWettesauser" in Frage;

lich wäre.

Orge.bau- und Gtockensachverftändiger

ELP. Nachdem der Pfarrer Theodor Wißmül- ler zu Nieder-Beerbach bei Darmstadt vor einiger Zeit zum ehrenamtlichen Orgelbausachver­ständigen der Evangelischen Landeskirche Nassau Hessen ernannt worden ist, hat ihn Landesbischo Lic. Dr. Dietrich nunmehr auch zum ehrenamt lichen Glockensachverständigen der Landeskirche er nannt. Bei allen Orgelbauvorhaben und Neubeschaf- sungen von Glocken ist Pfarrer W i ß m ü 11 e r früh­zeitig zu benachrichtigen und sein Rat nachzusuchen.

Schonet die Blütenkätzchen!!

Jedes Frühjahr muß der Naturfreund zu seinem Schmerz beobachten, daß die Blütenkätzchen der Salweide (Palmkätzchen), der Aspe und anderer Pappeln, der Hasel und der Erle, besonders in der Nahe der Stadt, rücksichtslos abgerissen ober auch abgeschnitten werden, und der Vorübergehende, der sich gerne über diese ersten Boten des Frühlings freuen möchte, trifft vielfach heruntergeschlitzte Aeste und förmliche Ruinen der Sträucher und Bäume an. Jeder, der sich versucht fühlt, sich an diesen Kätzchen zu vergreisen, sollte daran denken, daß er seinen Nebenmenschen etwas wegnimmt, daß er die Natur schändet und das Landschaftsbild ver­unstaltet. Dazu kommt, daß der Blütenstaub dieser Kätzchen zu der ersten Nahrung der Bienen gehört und daß der Bienenzüchter gerade diese Bienenweide besonders hoch einschätzt. In einer Zeit, in der wir uns bemühen, die Dolksernährung aus dem Ertrag des eigenen Landes sicherzustellen, muß auch an diesen wirtschaftlichen Gesichtspunkt gedacht werden. Denn die Bienenzucht ist von großer Wichtigkeit, nicht bloß wegen der Erzeugung des Honigs, sondern

ensraum zu gewinnen.

Durch die politische Spannung zwischen dem Reich und Oesterreich sei in den Kampf der beiden Kirchen eine starke politische Note hineingetragen worden, da alle führenden Stellen in Oesterreich dem neuen Deutschland mit ausgesprochener Feindschaft gegen- überstünden, die evangelische österreichische Bevölke­rung aber gerade im Dritten Reich nicht nur den einzigen, festen Rückhalt für den Protestantismus ehe, sondern im Deutschland Adolf Hitlers auch die Zewähr für die Erhaltung des unverfälschten beut- chen Volkstums erblicke. Daraus ergebe sich in Oesterreich eine Kampflage, bei ber bas evangelische Volk unb mit ihm alle deutschbewußten Menschen unenblich schwere Leiben zu ertragen hätten, von benen ber Vortragenbe aus Briefen unb Gemeinde- blättern, wie auch aus eigenen Erlebnissen zahlreiche Ausschnitte mitteilte. Er forberte am Schlüsse seines Vortrages zu einigem Zusammenstehen bes evange­lischen Volkes auf, um dadurch unb burch an« bauernbe Opfer bie beutsche Kirche in Oesterreich zu stärken in ihrem schweren Ringen für ben Pro­testantismus unb für bas Deutschtum überhaupt.

Mit Choralgesang, einem kurzen Schlußwort von Pfarrer Trapp unb mit dem Segen bes Herrn fanb ber Abenb seinen Abschluß.

Moden- und Schmuckschau.

Die Deutsche Mobc-, Industrie- unb Marken­artikelwerbung veranstaltete gestern im Caf6 Amend eine Modenschau, bie sich eines starken Interesses erfreute. Die Schau ist als eine Werbeschau für ben Einzelhanbel gedacht. Eingeleitet würbe sie burch bie Vorführung von Morgenröcken unb Morgen­kleibern, bie burch ihre Derschiebenartigkeit ber Ge­staltung auffielen unb guten Geschmack verrieten. Hauskleiber in praktischen Formen unb Farben fan­den sodann viel Beachtung. Man sah ferner eine Reihe von handgearbeiteten Pullovern, deren Mo­delle manche Anregung zu eigenem Schaffen gaben. Die Vorführung brachte außerdem eine Fülle von Nachmittagskleidern aus bedruckten Stoffen, die in geschmackvoller Weise Verwendung gesunden hatten. Außerordentliche Wirkungen wurden, ohne über­mäßig großen Aufwand an Material, mit den Abend­kleidern erreicht. Sehr gut gefielen die schönen luftigen Sommerkleider, die durch ihre einfachen Formen sicherlich bei mancher Frau lebhafte Wünsche wach­gerufen haben mögen. Den Abschluß der Moden­schau bildete die Vorführung von vielen bunten, zum Teil sehr originellen Strandanzügen, Strand­kleidern, Strandkomplets, von Kostümen für den Tennis-, den Ruder- und den Segelsport.

Eine Bereicherung erfuhr die Schau durch eine in ihrer Form sehr geschickte Vorführung von Schmucksachen der Gemeinschaftswerbung der deut­schen Edelmetall- und Schmuckwaren-Jndustrie. Im Zusammenhang mit den Vorführungen wurde auch auf Erzeugnisse der Waschmittel-, ber Nähmaschinen- Jnbustrie unb ber Jnbustrie ber Schönheitspflege hingewiesen. Eine Ansagerin gab zu allem kurzge­faßte Erklärungen unb förberte bamit bas Ser» stänbnis unb bie Kenntnis für alle gezeigten Dinge. Die Hauskapelle im Cafe Amend begleitete bie Vorführungen mit bezenter Musik unb trug so ihr Teil zum Gelingen ber unterhaltsamen Veranstal­tung bei.

Gießener Wochenniarktpreise.

* Gießen, 14. März. Aus bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, bas Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 9 bis 10, Wirsing, das Pfund 20 bis 25, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unter­kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 20 bis 25, Birnen 15, Suppenhühner 80 bis 90, Tauben, das Stück 60 bis 70, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 18 bis 20, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40 Pf.

Bornotijen.

Tageskalender f ü r Donnerstag: NS.-Frauensckaft, Ortsgruppe GießenNord, 20.30 Uhr, im Cafö Ebel, Ortsgruppenabend. Stadt­theater (Deutsche Bühne), 20 bis 23 UhrSalambo". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße,Brand in der Oper". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg,Zwischen Himmel und Erde". Verein Creditreform, 17 Uhr, ' in der Geschäftsstelle, Generalversammlung. : Reichsgemeinschaft deutscher Hausfrauen, Orts­gruppe Gießen, 20 Uhr, in der Gastwirtschaft Boi- ' ler, Lichtbildervortrag. Frühjahrs-Modenschau, I 16 bis 20.30 Uhr, im Cafe Amend. Oberhessi» i scher Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, 3. Jahresausstellung.

. Stadttheater Gießen: Heute Abenb

1 geschlossene Vorstellung für die NS.-KulturgemeindH

Lande Rechnung zu tragen. Am 23. unb 24. März inNidda, Ingelheim, Groß-Bieberau, Höchst i. £)., Waldmichelbach, am 30. und 31. März in Vilbel, Osthofen, Groß-Gerau, am 6. und 7. April in A l s- feld, Bürstadt, Ober-Roden. Es wird vorausge­setzt, daß die Teilnehmer den ihrem Wohnort nachst- gelegenen Schulungsort besuchen. Den Teilnehmern wird eine teilweise Vergütung ihrer Auslagen ge­währt. Näheres ist bei den Kreissachberatern für Musik im NSLB. zu erfragen. Meldungen müssen bis zum 15. März über den Kreissachberater für Musik an die Gaugeschäftsstelle des Deutschen Sängerbundes, Darmstadt, Stadthaus, Zimmer 70, erfolgt sein.

Iührertagung

der Gefolgschaft 4/116 der HZ.

richten sei. Es wurden dann weiter ber Dienst für die kommende Woche durchgesprochen und die Vor­bereitungen für den Reichsberufswettkampf getrof­fen. Geaen Ende der Führertagung sprach nochmals der Gefolgschaftsführer. Er ermahnte die Führer, weiterhin in ehrlicher Mitarbeit der Aufbauarbeit der HI. zu dienen, immer aber den Junggenossen Vorbild zu fein. Wir wollen, so führte der Gefolg­schaftsführer aus, alle freie Zeit, die uns zur Ver­fügung steht, hingeben für die Arbeit in der HI., damit wir eine Jugend formen und erziehen kön­nen, auf die unser Führer stolz fein kann. Wir wollen uns gegenseitig ein Vertrauen entgegen­bringen, das die Garantie einer unbedingten Ka­meradschaft bildet. So wollen wir weiter für unse­ren Führer arbeiten und ihm durch unfere selbst­verständliche und ganze Einsatzbereitschaft danken. Mit bem Lied der Jugend und demSieg-Heil" auf den Führer fand die Gefolgfchaftsführertagung ihr Ende.

Stiftung für die Stadtkirche.

Von einem unbekannten Spender wurde den Pfarrern der Matthäus- und der Markusgemeinde eine Spende von 500 Mark zur Ausschmückung der Stadtkirche überwiesen. Mit Hilfe dieser dankbar begrüßten, vorbildlichen Stiftung war es möglich, für den Altarraum einen neuen Teppich anzu- schafsen, der eine erfreuliche Verschönerung des Altarraums gebracht hat. Der Frauenverein der Matthäusgemeinde legte zu den Beschaffungskosten für diesen Teppich einen Betrag hinzu, außerdem stiftete der Frauenverein noch einen neuen Altar­belag, zwei silberne Vasen und vier neue Liedtafeln. Die Vasen stellen eine handgetriebene Arbeit einer Werkstatt in Schwäbisch-Gemünd dar, sie wurden durch Juwelier Karl Noll von hier geliefert und tragen die WidmungGestiftet vom Frauenverein der Matthäusgemeinde 1935". Mit Hilfe der neuen Liedtafeln wird es nun möglich fein, daß die Ge­meinde beim liturgischen Gottesdienst jederzeit selbst sieht, welches Lied und welcher Vers in der Reihen­folge der Liturgie gesungen werden, ohne daß die bisherige Ankündigung durch den Geistlichen, die immer im gewissen Maße störend wirkte, erforder-