Berlin, 13.März (DNB.) Nachdem der Reichsminister des Auswärtigen letzten Samstag dem englischen Botschafter Sir Eric Phipps mitgeteilt hatte, daß der Besuch des englischen INinisters in ungefähr 14 Tagen erfolgen könnte, hat der englifche Botschafter der deutschen Regierung hierfür den 2 5. und 2 6. März vorgeschlagen. Der englische Botschafter wurde dahin unterrichtet, dah die englischen Gäste der Reichsregierung zu diesem Zeitpunkt willkommen sein werden.
Deutschland braucht Facharbeiter. Von Reichsarbeitsminister Franz Seldte.
Im Hinblick auf den Reichsberufs- wettkampf veröffentlicht der Reichsarbeitsminister in der sozialpolitischen Fachzeitschrift der Hitlerjugend „Das junge Deutschland" folgende Ausführungen.
Volksabstimmung a b g e s ch a f f t werden soll. Der Senat besteht zu drei Vierteln aus Veniselisten.
Veniselos kommt nach Rhodos.
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Athen, 14. März (DRB. Funkspruch). Der : Kriegsminister, General Kondylis, der nach der Riederwerfung des Aufstandes nach Athen zurück- gekehrt ist, erklärte dem Vertreter des Deutschen Rachrichtenbüros: „Dank der Hilfe und dem Vertrauen des griechischen Volkes liegt ein schweres Abenteuer siegreich hinter uns. Unsere Gegner verübten systematische Sabotage gegen das Merk der Regierung und versuchten, mit brutaler Gewalt die Regierung an sich zu reihen. Jetzt aber gehen wir einer neuen Wiedergeburt der Ration mit einer Stärkung der autoritären Staatsgewalt entgegen. Das Vertrauen des Volkes zur Regierung ist bewiesen durch seine Haltung, die es lehhin dem Ministerpräsidenten Tsaldaris gegenüber eingenommen Hal. Diesem halten wir, Volk sowohl wie Militär, Disziplin.
wie der grohe Führer der edlen befreundeten deutschen Ration, auf den willen des Volkes sich stützend, w u n d e r in der Reu- Organisation des deutschen Volkes vollbrachte, so wollen auch wir versuchen, auf das vertrauen des griechischen Volkes gestutzt» der griechischen Seele neues Leben und zeitgemäße Ideale einzuflöhen. Alle Zwistigkeit und Uneinigkeit muh in Zukunft verschwinden. Unser innenpolitisches Programm wird sich nicht viel unterscheiden von dem Programm c® ®®' tzen Formers des neuen Deutschland, Adolf Hitler."
General Kondylis, der der deutschen Sprache unkundig ist, gebrauchte das deutsche Wort Führer mit besonderem Rachdruck. Der Kriegsminister sprach weiter seinen Dank für die objektive deutsche Berichterstattung über die griechischen Ereignisse aus und fchloh: „Mit der gleichen Gesinnung werden auch wir versuchen, die gluck- , licherweise bestehenden freundschaftlichen > Beziehungen zu dem grohen Deutschland noch weiter auszubauen und den Wirtschaftsaustausch zwischen Deutschland und Griechenland im Interesse beider Völker einen neuen
Sine Unterredung mit Kondylis.
Grötzte Sympathie für das Aufbauwerk des Führers.
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Die Reorganisation Griechenlands
Das neue Deutschland als Vorbild und Beispiel.
stiegen innerhalb Jahresfrist von 32,2 auf 42,5 Millionen Mark. Trotz bedeutender Steuersenkungen ist der Haushaltsplan 1935 ausgeglichen.
Die Vorarbeiten für den Bau der zweiten Saaletalsperre, der H o h e n w a rte sp err e, haben jetzt begonnen. Es handelt sich dabei um die Er- etzuna von Straßen, Ortsverbindungen und Holzabfuhrwegen, die durch den Stausee unterbrochen werden. Hauptaufgabe der Hohenwartesperre tft es im Zusammenwirken mit der vor mehreren Jahren errichteten Bleiloch-Talsperre den Niedrigwasserstand der Elbe zu regulieren. Der Fassungsraum beider Talsperren wird rund 400 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen können. Bei richtiger Verwendung eines solchen Wasser- Vorrates wird es nicht mehr vorkommen, daß die Elbeschiffahrt eingestellt werden muß. Der Bau der Hohenwartesperre mit allen Nebenanlagen wird 315 Millionen Mark erfordern. Die Bauzeit ist auf vier Jahre veranschlagt worden. Der Bau wird als Notstandsarbeit erstellt, wobei mit einer Million Tagewerke, bezogen auf die 48-Stunden- Lohnwoche, zu rechnen ist.
Der Vorstand der Sparkasie Hannover wird die Ersparnisse aus der Senkung der Spareinlagenzinsen in voller Hohe zur
der aus Anlaß des Aufruhrs eingezogenen Heeres- angehörigen begonnen. Sechs Generale, die mit den Revolutionären sympathisiert haben, sino von der Regierung entlassen worden.
Letzter Widerstand aufständischer Truppen an der bulgarischen Grenze.
Sofia, 13. Marz. (DNB.) Wie aus P - t r i t f d) an der bulgarisch-griechischen Grenze von den bub garischen Behörden gemeldet wird, war dort am Mittwochnachmittag von 3 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit anhaltendes starkes Geschütz- und M a s ch i n e n g e w e h r f e u e r zu vernehmen. Nach Mitteilungen griechischer Grenzposten handelt es sich um ein schweres Gefecht z wisch e n g r i e ch i s ch e nR e gi e r u ngs tru p p e n und den zum aufständischen IV. A r m e e - korps gehörenden 22. Infanterieregiment das bisher seine Uebergabe ab gelehnt hat. lieber den Ausgang des Kampfes, der sich m der Gegen von Drama abgespielt hat, liegen bis zur Stünde noch keine Meldungen vor.
Athen, 13. März. (DNB.) Folgende Maß. nahmen zur endgültiger.Unterdrückung des Aufstau- des werden ergriffen: Die öffentlichen aem t e r werden von verdächtigen oder regierungsfeindlichen Funktionären g e r e i n i g t, alle reaktiv- narenOrganifationen werden aufgelöst, Wahlen zu einer Nationalversammlung werden ausgeschrieben, der Senat wird aufgelöst Das Kriegsrecht wird bis zur Beendigung der Verhandlungen der Kriegsgerichte gegen die Aufstandsteilnehmer a u f rech t er halt e n. Die Kriegsgerichte werden ihre Tätigkeit fob<Ud wie möglich ausnehmen. Die Zahl , der vor den Kriegs- gerichten Angeklagten beläuft sich auf 300 Personen. V e n i s e l o s wird von dem Kriegsgericht inab- sentia abgeurteilt Die Verhaftungen verdächtiger Persönlichkeiten dauern an. Unter den Verhafteten befindet sich auch der Senatspräsident G o n a t a s. Aller Besitz der A u fst än d i s ch e n ist b e s ch l a g n ahmt worden ' Das Haus von Veniselos, das beschlagnahmt ist, wird wahrscheinlich als Rathaus dienen. Ge- neral Kondylis erklärte, daß der S e n a t durch eine
Antrieb zu geben."
Wahlen zur Aationalverfammlung. Kondylis kündigt die Abschaffung des Senats an.
fein, bas.jur Zeit im Reichsarbeitsministerium vor- bC63tift stlbstv-rständlich, daß di- gefordert- Berufs- ausbildung und -erziehung d-r d-utfchen Jug-nd auch die politisch- Schulung und Er- Ziehung umfaßt. Ein- solche umfassende Erzi-° hung wird bewirken, daß unser neuer Staat dauernd und tief im Volke eingebettet und damit gegen alle Stürme geschützt und g-s-stigt ist und seine großen Aufgaben erfüllen wird."
Vorbildliche Aufbauarbeit.
In Königsberg (Preußen) gab Ob-rbürg-r- meister Dr. Will bei der Beratung des Haus- Haltsplanes einen Ueberblick über d>e wirtschaftspolitischen Erfolge. Dem « °.u markt sind im vergangenen Jahr über 32 Millionen Mark zuge- Hotten Der seewärtige Guterums ch l a g des Königsberger Hafens hat seit der Machtübernahme eine Steigerung von 61,19 v. H. erfahren und hat mit rund 2,7 Millionen Tonnen sogar dl-e D o r k r i e g s u m s ch l a g s z l f f e r überschritten. Die Zahl der Besucher der Deutschen O st m e s s e ist von 1932 bis 1934 u m m ehr als troei Drittel gestiege n Der Fremden- v - r k - h r hat -ine erheblich- St-'S-rung -rsahren. Die Spareinlagen bet der Stadtsparkasie
Die Nationalstaaten der Gegenwart stehen sich einander gegenüber wie große Persönlichkeiten. Heber die Persönlichkeit des einzelnen Menschen bildet sich eine allgemeine Meinung, die Wertschätzung oder Nichtachtung, die Vertrauen oder Mißtrauen ausdrückt. Nicht anders tft es mit der öffentlichen Meinung über eine Nation. Nichts formt aber so stark und entscheidend bte Weltmeinung über diese, als das, was sie schaffend hervorbringt. Angesichts der Industrialisierung der Welt prägen das Gesicht der deutschen Nation für die anderen nach außen hin nicht zuletzt auch die Leistungen seiner industriellen und gewerblichen Produktion. Deshalb hängt von der Qualität der deutschen Arbeit mit die Weltgeltung unserer Nation ab.
Diese Feststellung gilt zunächst für die Außenseite unseres nationalen Lebens. Aber sie besagt noch
Der Sennin für den Besuch Simons und Edens in Berlin aus den 25. und 26. Mär; sestgelegt. Oie konservative -Daily Mail" fordert bei dieser Gelegenheit die Beseitigung veralteten Plunder«^ - Entwaffnungsbestimmungen, Reparationen und
* Kriegsschuldklausel - aus dem Versailler Vertrag.
Senkung der Zinsen für Hypotheken und Kredite verwenden. Die Zinsen für Hypotheken, die im Jahre 1933 bereits dreimal freiwillig gesenkt wurden, indem auch gleichzeitig der Zinsfuß für Aufwertungshypotheken, der gesetzlich auf 6 v. H. festgesetzt ist, entsprechend ermäßigt wurde, betragen mit Wirkung vom 1. April 1935 an 4 v. H. Die hannoversche Sparkasse hat damit als erste öffentliche Sparkasse in Deutschland den Zinsfuß für Hypotheken auf 4 v. H. gesenkt.
Oie Saarspende
der deutschen Studenten.
B e r l i n , 13. März. (DNB.) Die Saarspende bet* Deutschen Studentenschaft, die anläßlich des einmütigen S e m e st e r - S ch l u ß - A p p e l l s a Her deutschen Studenten am 8. Februar 1935 nur an den Hochschulen vorgenommen wurde ergab einen Betrag von 20000 RM Diese Summ« wurde im Anschluß an die Feierlichkeiten zur Wie- dereingliederung des Saargebietes ms Reich in einem offiziellen Empfang dem ©auleiterJB u r tf e l durch einen Vertreter der Deutschen Studentenschaft übergeben und wird nach der Aussage des Saav» bevollmächtigten des Führers dazu verwendet wer» den, hn Saargebiet 4 Arbeitersiedlu n g s< Häuser aufzustellen.
Athen, 14. März. (DNB.) Ein italienisches Torpedoboot bringt den ehemaligen Ministerpräsidenten Veniselos nach der Insel Rhodos. Auf Samos wurde der frühere Ministerpräsident S o f u l i s , der unter Veniselos lange Jahre Präsident der Kammer gewesen war, verhaftet, da er unter dem Verdacht der Teilnahme an der Revolution steht. Er wird mit einem Torpedoboot nach Athen gebracht werden. Die griechische Regierung hat um die Erlaubnis nachgesucht, ein Torpedoboot nach der Insel Patmos (Dodekanes) zu entsenden, um ein von Öen Rebellen verlassenes Unterseeboot abzuholen. — Veniselos telegraphierte der Regierung, daß er die aus der Staatskasse von Kreta mitgenommenen Gelder, etwa 10 Millionen Drachmen, zurückerstatten wolle. Er betrachte diese Summe als seine persönliche Schuld Am heutigen Donnerstag wird mit der Demobilisation
Die „Times" sagt zu der Reuse von Simon und Eden nach Berlin u. a.: Die britischen Minister seien der Meinung, daß die vier Gegenstände^ die zur Erörterung stünden — Luftpakt, Dstpakt, Möglichkeit eines mitteleuropäischen Paktes und Ru- stungsabkommen — gleichzeitig geprust werden sollten, denn alle seien Teile eines logischen Ganzen. Die Minister betrachten den Abschluß von Nichtangriffsvertragen zwischen zwei besonderen Nationen nicht als günstig, da sie der Ueberzeugung seien, daß der Frieden E u - ropas ein unteilbares Ganzes bilde. Das britische Kabinett betrachte den Besuch in Moskau als eine sehr wichtige Angelegenheit und keineswegs als ein Anhängsel der Berliner Besprechungen, er könne unmöglich vor dem Besuch in Deutschland stattfinden. Es sei am heften, wenn Eden und Simon zusammen nach Berlin führen, damit Eden, wenn er nach Moskau weiterfahre, über die Berliner Besprechungen vollauf unterrichtet fei. Von Moskau werde Eden nach Warschau gehen. Unwahrscheinlich sei es jedoch, daß er noch Zeit zum Besuch eines der baltischen Staaten haben werde.
„Daily Mail" führt zu der Berliner Reife Simons aus, es werde so viel von diesem Besuch abhängen, daß feine Mühe gef ch-ut werden füllte, ein Gefühl aufrichtiger Freund- fdjaft' zwifchen Großbritannien und Deutschland su toaffen. Dies würde der britifch-sranzofifchen Freundschaft in feiner Weife abträglichNachdem d-r Versailler Vertrag im Wände der Zeit zu einem beträchtlichen Teil veraltet sei, dürfe man fragen, ob irgendein Grund dagegen
unseres nationalen Lebens. Aber sie besagt noch - mehr. Ihr Kern enthält eine noch wichtigere Wah^ 1 heit. Denn was für den einzelnen gilt, gilt auch für die Nation: sie wächst mit ihren Zielen. Nur ; ein Volk, das dauernd echte und beste Arbeit, - alfo Qualitätsarbeit, schaffen will, erzieht ft£p , felbft. In einem solchen Volke wird Gifte und Echtheit immer mehr Geltung bekommen und schließlich um ihrer selbst willen gewertet werden. Dadurch werden neue sittliche Energien und Kräfte geweckt, die das ganze Lebender Nation befruchten.
Welche, volkswirtschaftlichen Wert die gute Facharbeit in sich birgt, haben uns deutlich die großen Aufstiegszeiten, dann Krieg und Nachkriegszeit bewiesen. Und als dann der Hauptwertmesser der Welt das Gold, aus dem Verkehr verschwand, da kam weiten Kreisen zum Bewußtsein, daß die guten gewerblichen Erzeugnisse, die der einzelne befaß auch die Eigenschaften von Wertträgern Habern Und zwar maß sich deren Wert weniger an dem Material, aus dem der Gegenstand gemacht war — Dtm Ausnahmen natürlich abgesehen — als danach, welchen handwerklichen, künstlerischen und kulturellen Gehalt der Gegenstand hatte. Eine eingehende Betrachtung dieser Tatsache würde deutlich machen, daß tatsächlich eine Nation um so reicher ist, je mehr Qualitätsarbeit im Saufe der Zeil zu ih-^m Besitze geworden ist.
Diese Tatsache ist für uns Deutsche, deren Land nicht reich an allen Bodenschätzen ist, gewiß erfreulich. Sie weift jedoch gleichzeitig auf eine ernfte nationale Verpflichtung hin, nämlich mit allen Mitteln die deutsche Qualitätsarbeit zu fördern und zu pflegen. Die erste Voraussetzung dafür tft eine gründliche F a ch a r d e i t e r e r z i e hun g und Schulung. Deshalb besteht die Notwendigkeit, die m unserer Jugend vorhandenen Befähigungen auf- zusuchen und zu den entsprechenden Berufen zu leiten. Die Auslese der Besten einem blind wirkenden Zufall zu überlaffen, wäre gewisfenlos und kurzsichtig — gewisfenlos der Jugend gegenüber, , die einen Anspruch daraus hat, daß ihre Begabungen i und Talente ausgebildet werden, kurzsichtig, weil die beste Grundlage des wirtschaftlichen Ausstieges l einer Nation ihre schaffenden leistungsfähigen Men- Icken find. Deshalb ist die Heranbildung von Facharbeitern eine Lebensfrage für die deutsche Wirtschaft. Jugenderziehung, Lohnpolitik, Lehrlingsausbildung und gewerbliches Bildungswesen müssen e i n h e i t U ch in den D i e n st dieser Ausgabe g e st e l l t werden.
Es war ein entscheidender Fehler der Nachknegs- »eit daß der Staat aus diesen Erkenntnissen nicht Sie'notwendigen Folgerungen zog und sich daher nicht genügend um seine Jugend kümmerte. Der nattonalsoz?alistische Staat hat dieses Wmms auf der ganzen Lime aufgeholt. Durch eine sRpihe von Maßnahmen, die hier tm einzelnen W ou g- Ühr? werden sollen. Hot dl- Regierung
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Rede am ersten Tage d-r nationalen Arb->t am l.Mai 1933, sand im ganzen deutschen D°lk- al Bekenntnis zur echten und felbftlofen 2Irb f Volksgemeinschaft ein freudiges Echo Seit dieser Zeit arbeiten eng und harmonisch bte berufenen Stellen des Staates und der Partei an b f cp- lichen Erziehung der Jugend: Reichsarbeitsmin f - rium, Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung Arbeitslosenversicherung, Reichsjugendsuhrung u die Deutsche Arbeitsfront. Dies Zusammenarbeit fand soeben erst feinen sichtbaren Ausdruck m oem Aufruf zum Reichsberusswettka m p b Daß dieser ein voller Erfol 6 wird, ist m Wunsch und meine Ueberzeugung. Der Wettkampf wird mithelfen, die Besten zu finden und m iyrer weiteren Ausbildung zu fördern. Er. wird aberaucy weiter erkennen lasten, wo Fehler der Ausbildung vorliegen und so wichtiges Material für wertere Fortschritte liefern. Sein Ergebnis wird aber auch die Frage mitbeantworten, ob die Betriebe, bte immer im Mittelpunkt fachlicher Ausbildung stehen muffen, ihrer Aufgabe gewachsen sind. .
Die Krönung aller bisherigen Maßnahmen wird das Reichsberufsausbildungsgefetz
spreche, gewisse Artikel, die in Deutschland besonderes Mißfallen erregten, formell auf- zuheben. Die Entwaffnungsartikel feien bereits so gut wie tot. Die britische Regierung konnte sehr wohl erwägen, ob sie nicht die Beseitigung dieses veralteten „Plunders einschließlich der Kriegsschuld klausel aus dem Vertrage vorschlagen soPe. Nachdem die Reparationszahlungen vor vier Jahren endgültig aufgehört hätten, passe dieser Artikel nicht mehr zu den modernen Verhältnissen, bilde aber einen dauernden Anlaß zur Gereiztheit für Deutschland und eine Ursache internationaler Reibungen. Um b e s Friedens Europas willen fei es unbedingt notwendig, daß Großbritannien und das Deutsche Reich die besten Beziehungen zueinander unterhielten. In England sei keine Spur von Uebelwollen für Deutschland, und in Deutschland würden alle britischen Besucher freundschaftlich ausgenommen. Wenn Deutschland auf- gerüstet habe und dies auch weiterhin tun werde, so folge es damit nur dem Beispiel aller anderen Staaten der Welt mit Ausnahme Großbritanniens. Hoffentlich würden tut britischen Staatsmänner darauf verzichten, Deutschland wegen seiner Rüstungen Vorhaltungen zu machen. Sie würden bamit Schaden an« richten. Nicht weniger gefährlich fei der Gedanke, daß ein Pakt mit Moskau einen Erfatz für den Verlust der deutschen Freundschaft bieten würde. Niemand in England habe Vertrauen zu den Bolfchewisten,und sogar die radikalsten Sozialisten des Landes wurden zögern, den „treulosen" Sowjets irgendwelches Der- trauen zu schenken.
Störungsfeuer aus Paris.
Paris, 14. März. (DNB. - Funkspruch.) Die t Mitteilung des Foreign Office über den Berliner Besuch Simons und Edens gibt der französischen Presse Anlaß zu einer geradezu fieberhaften Tätig- । feit Die Blätter bemühen sich, den englischen Ministern klar zu machen, welche Marschroute sie bet - den Berliner Besprechungen zu befolgen hatten. [ Dabei tritt das Bestreben zutage, aus den deut- t schen Erklärungen zur Luftfahrt- i frage Kapital zu schlagen. Die Unterredung des
Nr 62 Crites Blatt ,85. Zahrgang Bonnetsta«, ll-Mörz,955
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesten
Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf.


