der Abtrennuw
England treibt dieMstungsdebatte voran
ge- die
Überwachung und der Treuhänder der Arbeit werden gerckve hier ein wachsames Augen haben. Auf der anderen Seite besteht kein Zweifel darüber, daß nach der Rückgliederung auf vielen Gebieten ein erheblicher aufgestauter Warenbedarf im Saargebiet vorhanden sein wird.
Rückständig ist das Saarqebiet in ganz besonders krassem Maße auf dem Gebiete des A r b e i ts- rechtes und des Arbeitsschutzes, fiier sofort Wandel zu schaffen, ist eine der vornehmsten Aufgaben der Rückgliederungsarbeit.
Eine weitere Sofortmaßnahme ist selbstverständ-
nach dem Saargebiet eine Frau einem gesunden Knaben das Leben schenkte. Mutter und Kind wurden in sorgfältige Pflege genommen, so daß die junge Mutter mit ins Saarqebiet einreisen und abstimmen konnte. — In der Nacht zum Montag kehrten als erste die A b - stimmungssonderzüge aus Trier und dem Sacirgenzland zurück. Von Trier aus verkehrten Verteilerzüge, die die Saardeutschen in ihre Heimat (Eifel, Hochwald und Moselqebiete) zurückbrachten, lieber 200 Kraftwagen des NSKK. übernahmen die Rückbeförderung solcher Personen, deren Wohnorte nicht mit der Eisenbahn zu erreichen sind. Trotz der schlechten Witterung ging der Abtransport bei vorbildlicher Organisation von- statten.
Treuqelöbnisfe für den Führer.
Der Vorsitzende der Saarvereine Hessen und Hessen-Nassaus, Postamtmann A n - schütz, richtete vor der Abfahrt zur Abstimmung folgendes Telegramm an den Führer und Reichskanzler: „5000 Abstimmungsberechtigte von Hessen und Hessen-Nassau, die heute zur Saarabstimmung fahren, grüßen den Führer und freuen sich, die untrennbare Verbundenheit des deutschen Saargebiets mit seinem deutschen Mutterland durch ihre Abstimmung bezeugen zu können."
Die zum diesjährigen Waffenstudententag zusammengekommenen Vertreter der im Allgemeinen Deutschen Waffenring vereinigten Verbände und der Reichsverband deutscher Offiziere haben dem Führer und Reichskanzler am Vorabend der Saarabstimmung Treue- gelö b ni sse übersandt, für die der Führer beiden Verbänden seinen aufrichtigen Dank übermittelt hat.
die der ver- (ber
Vi- las- jede
Neuyork, 14. Fan. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter bringen ausführliche mehrseitige Bericht über den Verlauf der Ab- stimmung im Saargebiet, ergänzt durch zahlreiche Funkphotos. Uebereinstimmend wird der rczhige Verlauf der Abstimmung hervorgehoben. Die in das Saargebiet entsandten Berichterstatter rechnen mit einer Mehrheit für d i e Rückkehr zu Deutschland.
In 20 Stunven mit dem Auto von der Memel an die Saar.
Eine automobilsportliche Spitzenleistung vollbrachte der bekannte Berliner Langstreckenfahrer Julius o. Krohn mit einer winterlichen „Q u e r- durch-Deutschland-Fahr t". Im tiefsten ostpreußischen Winter bei 16 Grad Kälte startete er am Freitag um 7.30 Uhr in Tilsit, um seinen NSKK.-Kameraden V o h m a n n, einen Saarländer, zur Abstimmung nach Saarbrücken zu bringen. Nach einer offiziell bestätigten zwanzigstündigen Nonstop- Fahrt über Königsberg, durch den polnischen Korridor, über Elbing, Küstrin, Berlin, Weimar, Frankfurt a.M. und Kaiserslautern erreichten die beiden Kameraden am Samstag früh um 3 50 Uhr wohlbehalten Saarbrücken. 1400 Kilometer in 20 Stunden und 20 Minuten, das entspricht einem Reisedurchschnitt von 72,8 Kilometer pro Stunde. Bei Abzug der zwei kleinen Pausen von 50 Minuten in Berlin und 20 Minuten in Frankfurt a.M. ergibt sich eine reine Fahrzeit von 19 Stunden 10 Minuten, was einem Stundendurchschnitt von 77 Kilometer entspricht.
Genf, in dortigen Völkerbundskreisen vertrete man die Ansicht, daß eine st a r k e Mehrheit für die Wiedereingliederung des Saargebiets in Deutschland eine für die allgemeine Wiederversöhnun- günstige Atmosphäre schaffe und möglicherweise die Gelegenheit biete, Deutschland nach Genf zurückzuführen. Diese Möglichkeit werde sogar von maßgebenden Völkerbundskreisen sehrern st genommen.
Auch eine Reche anderer Blätter beschäftigt sich mit den Aufgaben, vor die sich der Völkerbund gestellt sehe. „L' H o m m e Libre" fordert eine gerechte Auslegung des Wahlergebnisses. Frankreich tue alles, um eine deutsch-französische Annäherung zu begünstigen. Die Saarfrage sei aber Feine deutsch-französische Frage, sondern eine Angelegenheit des Völkerbundes. Wladimir d'Ormesson stellt im „F igar o" fest, daß der gestrige Wahlsonntag ruhig und würdig verlaufen sei. Es wäre unsinnig und verbrecherisch, wenn man auf beiden Seiten des Rheines die Leidenschaften anfachen würde. d'Ormesson gibt etwas verspätet zu, daß es vielleicht überhaupt angebrachter gewesen wäre, wenn man die Saarfraqe schon vor Jahren auf dem Wege freundschaftlicher Verhandlungen geregelt hätte. Dem Völkerbunde gibt d'Ormesson den Rat, nach dem Bekonntwerden d-s Abftimmungs-rgeb- nisses so bald wie möglich eine Entscheidung zu treffen und sich dabei vom Rechts- gefühl und gleichzeitig vom praktischen Geist leiten zu lassen.
Auch die Aeuyorker preise rechnet mit starker deutscher Mehrheit.
Des Saarlands Wille ist klar.
Das Echo der englischen Presse.
London, 14. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Der glatte Verlauf der Volksabstimmung im Saargebiet wird in der Londoner Presse mit Befriedigung und Erleichterung aufgenommen. Die gewaltige Beteiligung der Bevölkerung, der weder Kälte, noch Schneestürme, noch lange Wartezeit Abbruch tun konnten, findet bewundernde Anerkennung. Einige Korrespondenten schätzen die Beteiligung auf mindestens 98 v. H. Daß die Deutsche Front eine überwältigende Mehrheit aufweisen wird, bezweifelt nicht einmal der marxistische „Daily Herald". Die beiden Sondervertreter des „Daily Telegraph" in Saarbrücken haben den Eindruck, daß die Deutsche Front die S a ar b e v ö l k e r u n g mit sich gerissen habe. Unbekannt sei nur noch das Ausmaß ihrer Mehrheit. Die Organisation der Deutschen Front sei musterhaft gewesen. Allgemein habe die ruhige Entschlossenheit geherrscht, die Abstimmung ohne Schwierigkeiten zu erledigen. „Daily Mail drückt die Erwartung aus, daß die Mehrheit zugunsten der Rückkehr des Saargebietes zu Deutschland groß sein wird und bemerkt, die Abstimmung sei zur Ueberraschung vieler ausländischer Beobachter beträchtlich ruhiger verlaufen, als nianche Parlamentswahl in England ober Amerika.
In einem Leitauffah bes „Daily Expreß" heißt es, die Saar habe über ihr eigenes Schicksal zu entscheiden. Ieht sollten die britischen Truppen wieder nach Hause gebracht werden; es bestehe kein Grund, sie länger dort zu belassen. Was auch das Schicksal des Saargebiets fein mag, der Völkerbund solle zu seinem eigenen Grundsatz des Selbstbestimmungsrechtes stehen und es den Saarländern überlassen, ihre eigenen Angelegenheiten zu regeln. Es würde Schwierigkeiten der allerschlimmsten Art geben, wenn der Völkerbund versuchen wollte, einen besonderen Staat für die Gegner Hitlers zu schaffen. Vach einer Parlamentswahl wird doch auch kein besonderer Staat für die Leute gebildet, die bei der Wahl in der Minderheit geblieben find. Wenn dies aber doch geschieht, bann bedeutet dies den Bürgerkrieg.
Das Ausland von einem überwältigenden deutschen Sieg überzeugt.
sen wirb darauf hingewiesen, baß die Regierung in diesem Falle eine andere Haltung ein- nehme, als sie sie seinerzeit gegenüber den i m Jahre 19 3 3 aus Deutschland eingetroffenen Flüchtlingen einnahm. Begründet wird dies damit, daß sich die Flüchtlinge damals auf das holländische Asylrecht berufen konnten, da sie unmittelbar aus dem Lande kamen, aus dem sie entwichen waren. Nunmehr bestehe aber für Holland keinerlei Notwendigkeit, weiteren Emigranten einen Zufluchtsort zu bieten, da sie in Frankreich und Belgien ein Unterkommen finden könnten.
Morgen Feiertag des Saar andes.
Die Deutsche Gewerkschastsfront und der Gesamtoerband der Arbeitnehmer an der Saar haben für Dienstag Arbeitsruhe im ganzen Saargebiet angekündigt. Der Dienstag soll zu einem wahren deutschen Volks- und F a m i l i e n f e st ausgestaltet werden. Die Saarländer wollen an diesem Tage die Heimkehr zum Mutterlande feiern. Auch die Deutsche Front beabsichtigt als politische Organisation für Dienstag abend eine große Feier, über die jedoch noch nichts Näheres verlautet.
Am Sonntagnachmittag versammelten sich in Saarbrücken die zur Berichterstattung anwesenden reichsdeutschen Journals st en mit ihren saarländischen Kollegen und einigen deutschfreundlichen ungarischen Redakteuren zum er st en deutschen Eintopfgericht im Saargebiet. Dazu war auch der Landesorga- nisationsleiter der Deutschen Front, Karl Brück, erschienen. Auf dem Tisch stand der große blanke Kessel. Es gab Bohnensuppe und Würstchen.
3m Saar-Sonderzug geboren.
Aus Kirn (Nahe) wird gemeldet, daß dort in einem die Bahnstrecke passierenden Sonderzug
reite Vorkehrungen für b i e Aufnahme neuer Emigranten getroffen. Nach einem Bericht des „Motin" rechnet man mit insgesamt 24 000 Emigranten. Allerdings, so betont das Blatt, werde Frankreich die Emigranten nicht wahllos übernehmen, sondern jeden einzelnen "Fall nau prüfen. Als Aufenthaltsort würden ihnen westlichen französischen Provinzen angewiesen.
Der in Saarbrücken weilende diplomatische Korrespondent des „News Chronicle , Vernon B q r 11 e 11, faat: Ob man damit einverstanden lst ober nicht, bie Saar bat gestern bie Tatsache bezeugt, baß sie deutsch ist. Wenn das Verbot, deutsche Fahnen zu hissen, nach Bekanntgabe des Abstimmungseraebnisses nicht aufgehoben wird, bann wird die Polizei die halbe Bevölkerung verhaften müssen. Im Bericht des Sonderkorrespondenten der , T i m e s " heißt es: Neben den geordneten Bewegungen aroßer Menschenmassen war das her- norragpnMte M-rknwl des geftrm-m Tages die Leichtigkeit, mit der die vielen Wähler von einer lächerlich geringen Zahl von Polizisten und Beamten geleitet wurden. „Morning Post" sagt, bie aroße Masse der Bevölkerung hat klar genug gezeigt, dah Iie ihr Schicksal mit d-m Deutsch, lands zu vereinigen wünscht. Ohne An- mofenbeit des internationalen Militärs wurde bie Abstimmung wahrscheinlich nicht so glatt oonftatten gegangen sein.
pariser PreisEmmen.
Paris, 14. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Die Pariser Presse veröffentlicht spaltenlange Artikel ihrer Sonderberichterstatter über die Abstimmung im Saargebiet. Man erkennt allgemein die Ruhe unb bie Disziplin an, mit der die Bevölkerung zur Wahlurne geschritten ist, und unterstreicht die Vaterlandsliebe der Deutschen, die nicht gezögert haben, aus allen Erdteilen h e r b'e U u e i l e n , um mit ihrer Stimme zur Rückkehr der Saar ins Mutterland beizutragen. Im übrigen fährt die Pariser Presse fort, in tendenziöser Weise von einem „moralischen Terror ( ) ZU sprechen, um daraus die Niederlage der Separatisten zu erklären Die Sonderberichterstatter beschweren sich außerdem sehr heftig über die Behandlung durch die Behörden, besonders darüber, daß man es gewagt habe, sie vor der „Wartburg" einer Leibesvisitation zu unterziehen.
Trotz dieser unfreundlichen Haltung herrscht auch hier kein Zweifel mehr an dem Erfolg dieser Abstimmung. Die französischen Behörden haben be-
ftrenger internationaler Aufsicht würde einen hohen Preis wert fein. Aber keine der wirklichen technischen Schwierigkeiten zwischen Frankreich und Deutschland sei gelöst. Auch sei bisher keine der wesentlichen britischen Einwendungen gegen die Uebernahme weiterer „Durchführungsgarantien" entkräftet worden. Es sei durchaus am Platze, wenn die britische Regierung das Problem von neuem prüfe. Aber vor Uebernahme irgend welcher neuen europäischen Verpflichtungen, auch wenn sie dem Frieden und der Abrüstung gelten, müßten Land und Parlament von der Regierung restlos ins Vertrauen gezogen werden.
Komeradfchastliches Zusammensein der höheren Keichswchr- und SS.-Fübrer.
Berlin, 13. Jan. (DNB.) Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg veranstaltete am Sonntag, 13. Januar, dem Tage der Saarabstimmung, einen Bierabend, der sämtliche Oberbefehlshaber und Befehlshaber der Wehrmacht mit dem Reichsführer d e r SS., Himmler, und den Obergruppen- und GruppenführernderSS. aus dem ganzen Reich in kameradschaftlichem Zusammensein vereinte. Reichsführer der SS. Himmler hielt dabei einen Vortrag über die Aufgaben der SS.
Geburtstagsempfang bei Ministerpräsident Göring.
Ministerpräsident Göring traf am Samstagmorgen, vom Obersalzberg kommend, in Berlin ein, wo ihm am Bahnhof Staatssekretär Körner die Geburtstagswünsche des engeren Stabes des Ministerpräsidenten überbrachte. Im Laufe des Vormittags erschienen die Mitglieder des preußischen Staatsministeriums, geführt von Minister Dr. P o - p i tz, ferner die Minister Frick, Darre, Rust, Schacht, Kerrl, Seldte, Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg, der Chef der Heeresleitung General von Fritsch, der Chef der Marineleitung Dr. h. c. R a e d e r und Generalmajor von Reichenau. Die Glückwünsche der zahlreichen Gäste des Ministerpräsidenten brachte der Reichswehrminister in sehr herzlich gehaltenen Worten zum Ausdruck. Ministerpräsident Göring dankte für die Glückwünsche und für das Treuegelöbnis. Er svrach die Erwartung aus, daß alle im Sinne der Weisungen des Führers tatkräftig und mit inneren Freuden, die allein den Erfolg verbürgen, am Aufbau unseres Vaterlandes weiter mitarbeiten werden.
Unter den zahlreichen Persönlichkeiten, die dem Ministerpräsidenten ihren Gruß entboten, sah man weiter u. a den Chef des Stabes der SA. Lutze, den Reichsführer der SS. H i m m 1 e r, die Staatssekretäre der Reichsregieruna und für den FAD. Staatssekretär H i e r l. Der Kölner Oberbürgermeister der mit Gauleiter Grohö erschienen war, überreichte den Ehrenbürgerbrief seiner Stadt. Mit besonderer Freude erfüHtp den Miniftervräsidenten.^tz unter Führung von Staatsrat Terboven eine Abordnung von' Betriebsführern und Arbeitern in Bergknappenuniform aus dem Ruhrgebiet erschienen war. Unter den vielen Geschenken war übrigem, auch ein Jagdwagen mit einem rafften Trakehner Zweigespann. Der Führer und Reichsta nz° l e r hatte folgenden Glückwunsch an Reichsminister Göring gesandt: Lieber Göring, nehmen Sie zu
London, 14. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das Problem der Abrüstung, das nach Erledigung der Saarfrage das außenpolitische Feld beherrschen dürfte, wird von der Londoner Presse heute angelegentlich erörtert, wobei die in einem Leitaufsatz der Times" vom Samstag enthaltenen Anregungen eine gewisse Rolle spielen. Das Blatt hatte folgenden anscheinend inspirierten Vorschlag gemacht: Ein neuer Weg zu einer Beilegung der Hauptfragen der europäischen Politik könne darin bestehen, daß Großbritannien, Frankreich und Italien den anderen Staaten, die aus dem Versailler Vertrag Vorteile ziehen, die Anregung unterbreiten, daß sie einer gemeinsamen Erklärung an den Volker- bundsrat über bie Militärklauseln i m Teil V des Versailler Vertrags zustim- men. Die Mächte konnten erklären, sie seien der Ansicht, daß nach 15 Jahren des Friedens der Augenblick gekommen fei, zu erklären, daß die durch den Versailler Vertrag auferlegte Einschränkung nicht mehr gegen irgendeinen U n - terzeichnerstaat Wirkungskraftig sein werde, vorausgesetzt allerdings, daß ein allgemeines System der Begrenzung angenommen und auf alle Staaten ohne unterschiedliche Behandlung angewandt wird. Die von den Vertraaseinschränkungen befreite Macht werde vollen Anteil an dem Kollektivsystem Europas nehmen. Jede Nation werde auf der Grundlage der Gleichheit an den Verhandlungen über ein Rüstungsabkommen in einem Regime der Sicherheit teil- nehmen.
Ueber den Eindruck, den dieser Vorschlag, die Alliierten sollten auf die Versailler Abrüstungs- flaufein verzichten, in deutschen Kreisen gemacht hat berichtet der Berliner „Times"- Korrespondent u a, die vorsichtige Kritik der Presse brauche bei einem so frühen Stadium der Entwicklung nicht zu ernst aufgefaßt zu werden. Sie sei mehr gefühlsmäßig als inspiriert. „Morning Post sagt zu dem Vorschlag der „Times ein solcher Schritt würde eine höfliche Form der Kenntnisnahme von Verstößen gegen bie, Versailler Klauseln sein. Aber ebenso offenbar Jet, daß bie Franzosen niemals dam11 einverst a n b e n sein würben, bevor bas A b k o m-- men unterzeichnet fei. Das Problem fei, Frankreich genügende weitere Sicherheiten zu geben, damit die französische Regierung in der Lage sei, die Kammer um Anerkennung der deutschem Ausrüstung zu ersuchen. Dieses Problem beschäftige gegenwärtig die britischen Minister.
Laval habe die britische und die italienische Regierung benachrichtigt, daß er bereit sei, eine Vereinbarung zu erwägen, die dm praktische Gleichberechtigung Deutschlands sichern würde, falls er 'hinsichtlich der Sicherheit Frankreichs befriedigt werde. Großbritannien erachte eine Vereinbarung über die Begrenzug der deutschen und der anderen Rüstungen als unbedingt notwendig für die öffentliche Sicherheit. Das eng- । lifche Kabinett müsse während, der nächsten acht i oder zehn Tage endgültig über ferne Politik ent= i ^Falls keine Vereinbarung zwischen Großbritan- nien, Frankreich und Italien über die Grundlagen ; einer Rüstungskonvention erreicht werde, wurden Schritte getan werden, um das Niveau f e ft - , 2 u ft eilen, auf dem Deutschland bereit fei, feine : Rüstungen zu begrenzen. Eine internationale Kon- - oention über Begrenzung der Rüstungen unter
tum gebührt. Das erfordert einmal die H e r g a b e ausreichender öffentlicher und privater Aufträge an die Saarindustrie, wie es fett zwei Jahren in erfreulich steigendem Ausmaße bereits der Fall aewesen ist.
Das erfordert aber weiterhin eine pflegliche Rück sichtnahme auf die eigenwirtschaftlichen Belange des Saargebietes. Es wäre eine völlige Verkennung der Sachlage, wenn etwa Industrie und Handel im Reiche des Glaubens wären, im Saargebiet würden Ausdehnungs - und Betätigungsmöglichkeiten gegeben sein, wie sie üblicherweise in Kolonialgebieten ausgenutzt zu werden pflegen. Man wird sich darüber klar sein müssen, daß der wirtschaftliche Aufbau des Saargebiets heute wesentlich von dem der Vorkriegszeit verschieden ist. Die industrielle Grundlage ist durch die Schaffung neuer Produktionszweige, durch Zweigniederlassungen aus dem Reichsgebiet, und durch die Erweiterung vorhandener Produktionsstätten namentlich in der Sphäre der kleineren und mittleren Industrie und Handelsbetätigung erweitert worden, d. h. also praktisch, daß das Saargebiet auf dem Gebiete der War Ölversorgung gegenwärtig st ä r k e r als Selb st'o e r s o r g e r anzusprechen ist, als das vor
Die Stimmung in Gens.
Schnelle Entscheidung desBölkersbundsrats wünschenswert.
Paris, 14. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Der Genfer Sonderberichterstatter des „Petit Parisien" erklärt, die Stimmung in Dölkerbundskreisen gehe dahin, die Regelung der Saarfrage m ö g l i ch st zu vereinfachen. Niemand habe den Wunsch, die Saarfrage zu einem politischen Zankapfel zu machen, der eine Quelle neuer Schwierigkeiten b a r ft eilen würde.
Der Außenpolitiker des „Journal" berichtet aus
scheu Regierung nicht berührt.
Das plötzliche Inkrafttreten dieser Verordnung, die erst bekanntgegeben wurde, nachdem sie bereits in Kraft gesetzt war, zeigt, daß Frankreich s i ch über den Ausgang der Saarabstimmung vollkommen klar ist und nunmehr die Grenze zwischen dem Saargebiet und Lothringen als seine Grenze betrachtet. Bisher Herrschte zwilchen Lothringen und dem Saargebiet völlige Freizügigkeit, so daß praktisch als französische Paßgrenze die Zollgrenze des Sanrqebietes gegen Deutschland zu betrachten war. Man will sich zweifellos durch diese Verordnung vor d-m Emigrantenstrom retten, der nach B - kannntwerden des Mahlergebnisses am> bemi Gaa j gebiet nach Frankreich fluten wirb. Frankreich hat kein Interesse an b e n Emigranten, es sind in Frankreich bekanntlich in den letzten Taarn bereits saMrei»; Stimmen laut aewarden d, sich q-a°n die zua^wander^n Ermqran'-n nd Sena- ratisten enerqito iur Wehr setzen. Gs ist nunmehr auch klar, wesbalb die f r a ru o h f d) e n 3 wachen an der saarländischen bisher
nur sebr schwach besetzt waren, nlatzlich fo nutzer- ord-n'lich oerftnrtt worden 'wd ""d warum auch die Grenzkontrolle plötzlich so streng gehandhabt wird.
Auch JMlon* verzichtet auf die Saar-Lmiqranten.
Den .Haag, 13. San. <DNB.> Die Regierung hat die Grenzbehörden beaustragt von Sonntagabend ab eine besonders) Kontrolle gegenüber allen Au dem auszuüben, die nach ^k^nach
beabsichtigen. Man erwartet, nämlich, daß natt) einem für Deutschland günstigen Ausfall de Ligen Entscheidung sich ein großer Ft ) lingsstrom aus dem S a r g e b i e t er qietzen wird. Diese Flüchtlinge sollen »der m Holland nicht zugelassen werden. In politischen Krei
g vorn Reiche der Fall war. Es wird also vox allem Sorge getragen werden müssen, daß dieser Entwicklungsgrad nicht durch wirtschaftlichen Eigennutz, Schleuderkonkurrenz usw. von reichsdeutscher Seite zum Nachteil des Saargebiets verändert wird. Der Reichskommissar für Preis
lich die Umstellung von derFranken- Währung auf die Reichsmarkwährung, und zwar nicht nur hinsichtlich der umlaufenden Zahlungsmittel, sondern auch bezüglich aller geldlichen Verpflichtungen und Forderungen
Don Interesse ist ferner die notwendige handelspolitische Aenderung der Lage des Saargebietes Hier handelt es sich um die Ausgliederung der Saarwirtschaft aus dem französischen Zollgebiet und die Wiedereingliederung in das Reichszollgebiet. Sie wird eine nicht unwesentliche Verschiebung der deutsch- französischen Handelsbilanz zur Folge haben, denn im vergangenen Jahre stand einer Ausfuhr saarländischer Produkte nach dem Reich im Werte von rund 170 Millionen Mark eine Einfuhr aus dem Reichsgebiet nach der Saar von 70 Millionen Mark gegenüber, d. h. das Saarge- biet hatte einen Ausfuhrüberschuß von rund 100 Millionen Mark, der auf der Seite der französischen Handelsbilanz erscheint. Die Neuregelung der Außenhandelsbeziehungen wird tm Rahmen demnächst beginnender deutsch-französischer Wirt- schaftsverhandlungen vorgenommen werden, wobei nach bem Dezemberbericht des Völkerbundes der bestehenden wirtschaftlichen Lage Rechnung zuZra- gen sein wird.
Frankreich erschwert den GrenMertritt.
Schutz vor der Emigrantenflut.
Saarbrücken, 13. Jan. (DNB.) Wie die Re- qierungskommission des Saargebietes, Direktion des Innern, mitteilt, hat die französische Regierung beschlossen, daß vom 13 Januar, 15 Uhr ab, die Inhaber von saarländischen Reisepässen für deutsche Staatsangehörige (es gibt keine saarländische Staatsangehörigkeit!) zur Überschreitung der Grenze im Besitz eines besonderen Visums sein müssen. Infolge dieser Maßnahme sind sämtliche von der Regierungskommission erteilten E i n r e i s e g e n e h m i g un- gen für Frankreich, ungeachtet ihrer Geltungsdauer, hinfällig und müssen durch ein Visum des französischen Konsulats erseht werden. Bisher brauchten Saarländer ein französisches Visum nicht, sondern konnten ohne weiteres Grenze überschreiten. Jeder Saareinwohner, sich künftig ngch Frankreich begeben will, ist pflichtet, sich in seinen saarländischen Reisepaß rote Personalausweis genügt nicht mehr) ein sum beim französischen Konsulat eintragen zu sen. Es heißt in der Mitteilung weiter, daß Person, die die Grenze ohne dieses Visum zu iwer- schreiten versuche, sich der (Befahr einer Zurückweisung aussetze. Ledialich die augenblicklich noch in Kraft befindliche Regelung für Grenz- farten wird durch diese Bestimmung der französi-


