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der Redner seine Ausführungen.

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Nachdem der Führer der Ortsgruppe Gießen des Gedichtvortragen (Herr North), nm eimgen undes der Saarvereine, Herr Thum, noch kurz Musikstücken und mit dem dreifachenSieg-Heill

auf den Führer Adolf Hitler seinen Abschluß.

Gießen als Tagungsort

Ehrenbesuch der Gießener SS. in Saarbrücken

Oberheffen

Kolonialdeutscher Abend

Bundes der Saarvereine, Herr . z .. , y

über die bejahende Stellung der Saarländer zur

Ein Lichtbilder - VortragVon weißen Bergen und wilden Wassern" findet, veranstaltet von der hiesigen Paddlergilde, am kommenden Samstagabend in der Aula der Universität statt. Vortragender ist I. C. Luthe r. Näheres in der heutigen Anzeige.

Jugend werde dereinst die Aufgabe haben, das deutsche koloniale Erbe zu verwalten. Mit einem Ausruf, der Kolonialbewegung beizutreten, schloß

geborenen-Richter. Im Geiste folgte man dem Red­ner von Morogoro nach Dar-es-Salam und nach Tabora, folgte ihm in die Steppe und nach Lu- vembe, kurzum, man erlebte alles mit, was der Vortragende in unterhaltsamer Form vor das geistige Auge stellte. Schließlich hörte man auch mit großem Interesse die dramatischen Schilderun­gen über das Leben in der englischen Gefangen­schaft und die langen Reisen durch den Indischen Ozean, die der Vortragende als Kranker in eng­lischer Gefangenschaft erlebte. Mit nachdrücklichen Hinweisen auf die Notwendigkeit der Wieder­erringung unserer deutschen Kolonien schloß der Redner seinen Vortrag, der durch zahlreiche, zum Teil farbige Lichtbilder unterstützt wurde.

Im weiteren Verlaufe des Abends hielt der Ver­einsführer der Vereinigung für koloniale Wieder­gewinnung

28. Tagung der Deutschen patholo­gischen Gesellschaft.

Vom 27. bis 30. März findet in Gießen die 28. Tagung der Deutschen Pathologischen Gefell- -chaft statt.' Die Hauptthemen der Tagung betreffen Wachstum und Gestaltung. Vorsitzender ist Pro- essor Dietrich, Direttor des Pathologischen Instituts der Universität Tübingen. Die örtlichen Vorbereitungen der Tagung liegen in Händen von Professor Georg Herzog, Direktor des Patho­logischen Instituts der Universität Gießen.

Der Tagung ist ein umfangreiches Programm zugrunde gelegt. Sie wird am Mittwoch, 2 7. März, nachmittags, im Pathologischen Jn- titut mit einer Vorstandssitzung und abends im Studentenheim mit einem Begrüßungsabend er- öffnet.

Für Donnerstag, 2 8. März, ist im Hör­aal des Physiologischen Instituts die Eröffnungs­itzung vorgesehen, an die sich eine wissenschaftliche Sitzung anschließt, die am Nachmittag ihre Fort- etzung sindet. Für den Abend ist eine Unterhal­tungsveranstaltung geplant.

Am Freitag, 2 9. März, findet die Tagung ihre Fortsetzung mit der wissenschaftlichen Sitzung mit zahlreichen Vorträgen, nachmittags findet eine Geschäftssitzung statt, mit der ebenfalls einige Vor­träge verbunden sind. Anschließend wird eine Fahrt nach Bad-Nauheim unternommen und dort sowohl das Balneologische, als auch das Kerckhoff-Jnstitut besichtigt.

Der Samstag, 3 0. März, bringt in der wissenschaftlichen Sitzung wiederum eine stattliche Reihe von Vorträgen, die mit einer Aussprache ab­geschlossen werden.

Oie Ostertagung der Gtudenten-Historiker.

Während der Osterfeiertage vom 20. bis 23. April indet wie bereits kurz berichtet in Gießen die 12. Deutsche Studenten-Historiker- Tagung statt, lieber die Veranstaltungen ist im einzelnen folgendes zu berichten:

Am Samstag, 2 0. April, wird die Tagung mit einem Begrüßungsabend im Hause der Bur­schenschaft Germania eingeleitet. Neben den Er­öffnungsansprachen wird der Abend einen Vortrag von Landgerichtspräsident Dr. Schneider- Mainz über das ThemaDie Gießener Schwarzen" bringen. Im übrigen sind die Stunden dem geselli­gen Beisammensein gewidmet.

Der Ostersonntag, 21. April, wird am frühen Vormittag zunächst Gelegenheit zum Gottes- dienstbesuch bieten, wobei für die evangelischen Ta­gungsteilnehmer der Gottesdienst in der Alten Friedhofskapelle stattfinden wird. Um 9.15 Uhr wird im Corpshaus der Hassia Oberkriegsgerichtsrat a. D. Koch- Gießen über das ThemaDer Gieße­ner SC. bis 1843" sprechen, anschließend wird eine Besichtigung von Erinnerungsstücken folgen. Um 11

Kolonialbewegung gesprochen und Herr Lorenz noch einige grundsätzliche Gedanken über die Hal­tung des Sparers zur Frage der Kolonien ge­äußert hatte, fand der Abend mit einigen kurzen

** Eine Aenderung der Friedhofs-, Begräbnis- und Feuerbestattungs­ordnung der Stadt Gießen betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen fei.

** Städtische B r e n n h o l z v e r st e i g e - r u n g. Am kommenden Freitag findet im Stadt­wald (Stolzenmorgen) eine Brennholzversteigerung der Stadt Gießen statt. Interessenten seien auf die heutige Bekanntmachung hingewiesen.

** Das Fundsachenverzeichnis. Das Verzeichnis über die im Monat Februar gefunde­nen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Land- araf-Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Emp­fangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwai- gen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fund­büro während der Dienststunden geltend zu machen.

** Unfälle. Die 46jährige Frau Pauline ©äl­ter Wwe. stürzte gestern so unglücklich die Treppe hinab, daß sie mit schweren Gesichtsverletzungen in die Klinik gebracht werden mußte. Der Arbeiter Friedrich Borge! von hier, Alter Rödgener Weg, erlitt einen Unterschenkelbruch und mußte ebenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

** Der Oberhessische Gebirgsverein, Ortsgruppe Gießen, führte vorigen Sonn­tag wie man uns berichtet seine 3. Jahres­wanderung durch. Das ZielRund um Marburg" und der lachende Sonnenschein hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Von allen Seiten kamen die rüstigen Wanderer, um im Postkraftwagen in sicherer Fahrt die Nachbarstadt zu erreichen. Nichtseefeste hatten sich vorsichtshalber zur Bewältigung desAnmar­sches" dem Dampfroß atwertraut. Am Hauptbahn­hof Marburg wurde die frohe Wanderschar von den Mitgliedern des Hauptvereins herzlich begrüßt; Wiedersehensfreude leuchtete aus allen Gesichtern. Die stattliche Wanderschar setzte sich dann zur ge­meinsamen WanderungRund um Marburg" in

Herr Tetzner

eine Ansprache, in der er auf die hohe wirtschaft­liche Bedeutung der Kolonien für Deutschland als Rohstoff- und als Absatzgebiet hinwies. In straffer Zusammenfassung sprach der Redner über die Stel­lung des Nationalsozialismus zur Frage der Kolo­nien und wies dabei auf den 3. Punkt des Natio­nalsozialistischen Parteiprogramms hin, in dem die Wiedererringung der Kolonien zur Aufgabe ge­macht sei. Dieser Punkt des Parteiprogramms werde ebenso seine Verwirklichung finden, wie jeder andere. Durch die Schaffung eines Kolonial- politischen Amtes sei die Kolonialfrage in ein neues Stadium gerückt. Die Kolonialbewegung sei Volksbewegung geworden, in der jeder Helfer sein könne. In den kolonialen Vereinigungen habe man die besondere Aufgabe, die Jugend zu kolo­nialem Denken zu erziehen, denn die gegenwärtige

Uhr beginnt eine Führung durch die Universitäts» Bibliothek mit Besichtigung von Erinnerungsstücken zur Geschichte der Universität und desGießener Stu« oentenlebens, wobei Universitätsprofessor Oberbibljo» thekar Dr. Hepding die Führung hat. Nach einem anschließenden Frühschoppen und gemein­samen Mittagessen treffen sich die Tagungsteilneh­mer um 15 Uhr im Wingolfhaus, wo Professor D. Dr. Freiherr von Gall- Gießen über das Thema Der Wingolf in der Gießener Bürgerschaft und Stundentenschaft" sprechen wird. Anschließend folgt eine Besichtigung von Archiv- und Museumsstücken, hierauf Kaffeetafel. Von 16.30 Uhr ab folgen im Korpshaus der Starkenburgia Besichtigung von Museumsstücken (Führung Oberforstmeister Heyers Vortrag von Professor Dr. Fabricius über Gießener Studentenauszüge", Vortrag von Stu­dienrat Scheunemann - Berlin überDi« Be­deutung einer umfangreichen 93erbänbeftatiftif". An­schließend ist Gelegenheit zur Besichtigung der Stu­dentenhauses der Universität am Leihgesterner Weg gegeben. Don 18.30 Uhr ab vereinigen sich Öle Teil­nehmer im Haus der Landsmannschaft Darmstadtia, wo Professor Decker- Gießen einen Vortrag über das ThemaMagister Lauckhards Schilderung des Gießener Studentenlebens um 1780" halten wird. Von 19.30 Uhr ab folgt zwangloses Beisammensein im Corpshaus der Teutonia.

Am Ostermontag, 2 2. April, beginnen die Vorträge um 9 Uhr im Haus der Burschenschaft Alemannia. Hier wird zunächst unter Führung des Universitätsbibliothekars Dr. Waldrach eine Be­sichtigung von Museumsstücken ftattfinben, sodann spricht Geh. Justizrat Heer (Marburg) überStu­dentische Stammbücher, Schattenrisse, Pfeifenköpfe und ähnliche Andenken, und ihr Wert für die Stu­dentengeschichte". Sodann folgt ein Vortrag von Professor Dr. Wentzke (Düsseldorf) überDas Wartburgfest von 1848". Im Anschluß Aussprache über neuere studentische Literatur. Nach dem Mit­tagessen ist von 13 Uhr ab Gelegenheit zum Be­suche der Häuser der Chattia, Adelphia, Frankonia, Silvania, Merovingia und des VDST. gegeben. Nachmittags findet ein Ausflug mit Postkraftwagen nach Burg Gleiberg, Kloster Schiffenberg und evtl, nach der Burg Staufenberg statt. Auf Burg Glei­berg wird im dortigen Schulungslager Studien­referendar Gräf einen Vortrag halten über das ThemaDer Student, insbesondere der Korpora­tionsstudent, im Dritten Reich". Von 19 Uhr ab Beisammensein auf dem Schiffenberg, wo im Ver­laufe des Abends Rechtsanwalt U l l m e r (Wies­loch) überDas Wachstum deutscher Dichter aus der Kneipzeitung ihrer Verbindung" sprechen wird.

Am Dienstag, 2 3. April, um 9.40 Uhr, Abfahrt nach Frankfurt a. M. zur Besichtigung der hochfchulkundlichen Sammlung des Köfener SC. (Führung und Erläuterung Bibliotheksrat From­me!) und zur Besichtigung des Archivs der Deut­schen Burschenschaft (Führung und Erläuterung Archivrat Dr. Gerber). Damit findet die Tagung ihren Abschluß.

Bewegung, und bald nahmen die Naturschönheiten von Marburgs Umgebung die Wanderer gefangen. Je höher die Schar hinaufstieg, desto schöner bot sich der Anblick des Städtchens, bis über schneebe­deckte Waldwege die Terrasse von Spiegelslust er­reicht war. Ein prachtvoller Rundblick belohnte die Teilnehmer in reichlichem Maße für ihre Anstren­gungen. Im hellsten Sonnenschein lag dasalte Nest", und die Wälder und Berge rund um Mar- bürg. Eine kurze Rast vor dem Abstieg. Nur schwer konnten sich die Wanderer von dem herzerfreuenden Anblick trennen. Durch den verschneiten Vorfrüh- lingswald ging es hinunter zum Städtchen, wo bei dem Mitglied und Inhaber des Cafäs Spangenberg Einkehr gehalten wurde. Während bei der Wande­rung die Berge von den Damen nur schrittweise genommen wurden, wurden die Kuchen-, Sorten* und Schlagsahneberge nunmehr im Handumdrehen bewältigt. Am Nachmittag trafen sich die Gießener und Marburger Wanderer im blumengeschmückten Saal des Kurbotels Ortenberg. 200 Teilnehmer mögen es gewesen fein, die den Raum füllten, und bald umschlang das Band der Volksgemeinschaft die ftohgestimmte Wanderschar. Die Stimmung er­reichte ihren Höhepunkt, als der Frauenchor des Gießener Vereins unter gewohnter meisterhafter Führung die Walzer-IdylleEin Sonntag auf der Alm" von Koschat zu Gehör brachte.Horch, was kommt von draußen rein" undDer Jäger aus Kurpfalz", sowie Sologesänge fanden nicht weniger Anklang, während humoristische Mundartvorträge aus dem Büchlein des deutschen Wanderführers, geboten von einer Wanderin des Gießener Vereins, wahre Lachsalven hervorriefen. Aber auch die Mar­burger Wanderbrüder und -schwestern waren nicht müßig und erfreuten mit ernsten und lustigen Ge­sangsvorträgen. Nur zu rasch vergingen die Stun­den, und bald mahnte der Zeiger der Uhr zum Aufbruch. Alle, die diesen Wandertag miterlebten, erfüllte die Ueberzeugung, daß er mehr war als ein Wandertreffen im üblichen Sinne, es war ein Tag der Volksgemeinschaft im Sinne unseres großen Führers, was auch die beiderseitigen Ansprachen zum Ausdruck brachten. Noch ein herzlicher Hände­druck, ein frohes Wiedersehn und Heil Hitler, und wohlbehalten brachte uns die Deutsche Reichspost nach unserem lieben Gießen. Den Teilnehmern wird dieser Tag unvergeßlich bleiben.

Durch einige Zeitungen ging die Nachricht, daß die 2. SS.-Standarte aus Frankfurt a. M. den Saarbrücker Volksgenossen am Sonntag, 10. März, einen Besuch abgestattet habe. Diese Nachricht ist nur bedingt richtig. Die Teilnehmer am Auf­marsch in Saarbrücken waren aus sämt­lichen Standarten (2., 35., 83., Mot. 30 und Pi. 30) des SS. - Abschni11es XXX. in Kas- s e l herausgezogen.

Die Abfahrt der Gießener SS.

erfolgte am Samstag, 9. März, mit dem fahrplan­mäßigen Zuge nach Frankfurt um 22.45 Uhr. In Frankfurt wurde der Transport zusammengestellt. Gegen 2 Uhr verließen drei Sonderzüge den Haupt­bahnhof nach Saarbrücken, wo sie gegen 6.30 Uhr eintrafen. Die Stimmung der SS.-Män­ne r, schon während der Fahrt, war eine unge­mein freudige. Ins Dunkel der Nacht brauste der Zug. Verschlafene Dörfer und Städtchen zogen am Abteilfenster vorüber. Auf einmal änderte sich das Bild: Am Horizont zeigte sich Feuerschein; rot flammte der Himmel! Beim Näherkommen sahen wir: es sind die Zechen, die Hochöfen, die Jndustrie- werke des Saargebietes.

Heiliges, uns 15 Jahre entrissenes deutsches Land, nun lag es vor uns, und wir fuhren immer weiter in es hinein. Still glanzten die Augen all der Manner, die an dieser Fahrt teilnahmen.

Eine Gruppe alter Frontsoldaten, heute im schwar­zen Ehrenkleid der Garde des Führers, hatte sich plötzlich zusammengefunden.Weißt du noch? Dor zwanzig Jahren! Auch damals war es Nacht, als mir durch dieses Land fuhren, auch damals stand der gleiche Feuerschein, der von deutscher Arbeit und deutschem Lebenswillen zeugt, am Himmel. Und damals hat dieser friedliche Feuerschein uns hinübergelejtet zu einem anderen! Zu einem wild aufzuckenden, zum Tod und Verderben bringenden Trommelfeuer des Krieges!" Mit ihren Leibern haben sie die Heimat gedeckt; kein Feind hat deut­sches Land kämpfend betreten! Was man uns nahm, war nicht ehrlich erkämpft, war durch Ver­rat und Wartbruch gestohlen!Unser Kampf da­mals und unser Kampf heute, Schulter an Schulter mit unseren jüngeren Kameraden, er war nicht vergebens und er wird nie vergebens fein." Ein

Gemeinderat in Grünbera.

+ Grün berg, 12. März. Als wichtigster Punkt der Tagesordnung stand die Herstellung des unteren Triebwasserteiches im Brunnental nochmals zur Beratung. Die Herstel- lung war schon im vorigen Herbst beschlossen wor­den und sah einen Kostenaufwand von 8000 Mark vor, sofern die Ausführung des Dammes mit Erde (Lehm) erfolgte. Man sah damals aber von der sofortigen Inangriffnahme der Arbeiten ab und verschob sie auf dieses Frühjahr. Bei nachträglich angestellten Erwägungen über die Zweckmäßigkeit eines Erddammes ergab sich die Frage, ob es nicht angebracht sei, den Staudamm in Mauerwerk aus­führen zu lassen. Architekt Balser hat für diese Ausführung einen Plan und Kostenvoranschlag ausgearbeitet, der die Summe von 13 000 Mark erfordert, den er in der Sitzung näher erläuterte. Nach längerer Besprechung entschied man sich grundsätzlich für die Annahme des zuletzt vorgeleg­ten Planes. Folgender Beschluß wurde gefaßt: Der Gemeinderat beschließt an Stelle der früher geplanten Abdichtung des unteren Triebwasser- teiches eine feste Mauer von dem Rande dieses Teiches in Höhe der Quelle 1 quer durch das Bach­bett bis zum jenseitigen Hang zu errichten. Das Bett der Aeschersbach wird entsprechend höher ver­legt und an dem neuen Stauteich entlanggeführt. Der Bürgermeister wird beauftragt, die näheren Ermittlungen wegen der Finanzierung anzustellen, insbesondere mit dem Arbeitsamt und dem Kreis­amt zu verhandeln." Wegen der Finanzierung wurde noch angeregt, die Kosten auf die beiden nächsten Voranschläge zu verteilen, ebenso soll die Erlangung eines staatlichen Förderungsbeitrages versucht werden.

Die Anschaffung zweier BücherKampf um die Saar" wurde gutgeheiben; das eine soll der Stabt- bibliothek, das andere der Schülerbücherei der Volks­schule überwiesen werden.

Einem Gesuch des Turnvereins, von einem abge­haltenen Maskenball nur die einfache Vergnügungs­steuer zu erheben, da die Veranstaltung nur einen geringen Besuch aufzuweisen hatte, wird aus Bil­ligkeitsgründen stattgegeben.

Landkreis Gießen.

* Klein-Linden, 12. März. Das 6jährige Söhnchen des hiesigen Handlungsgehilfen H i l- b e r g erlitt einen Unterschenkelbruch und mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

r. Klein-Linden, 11. März. Unter starker Beteiligung der Einwohnerschaft hielt unsere Volksschule am Sonntag im Saale des Gast­hausesZur deutschen Eiche" ihren diesjährigen Elternabend ab. Im Mittelpunkt des Abends stand das deutsche Märchen. Sämtliche Klaffen wetteiferten um das Gelingen des Abends. Die oberen Klaffen fangen außerdem noch mehrstim­mige Chöre, kleine Mädchen tanzten Reigen. Kna­ben der mittleren Klaffen ergötzten mit heiteren Turnübungen. Sämtliche Darbietungen fanden großen Beifall. Rektor Dr. Croßmann sprach über das Verhältnis zwischen Schule, Elternhaus und nationalsozialistische Jugendorganisationen. Er legte ferner die Gründe dar, die den Gemeinderat bewogen hätten, einem Anbau an das neue Schul-

haus zuzusttmmen. Gesundheitliche Rücksichten fei der eine Grund, der die Gesundheitsbehörde be­wogen habe, das alte Schulhaus in der Wetzlarer Straße 3U verwerfen; weiter gelte es, unseren na- nationalsozialistischen Iugendverbänden ein Heim für ihre Versammlungen zu beschaffen. Das natio­nalsozialistische Programm auch auf dem Gebiet der Schule zur Verwirklichung zu bringen, sei un­ser aller Pflicht. Der Reinertrag des Abends wurde dem Jugendvolk zum Ausbau seines Musikzuges überwiesen. Ferner wurde noch eine Tellersamm­lung zum Besten des Winterhilfswerks durchgeführt. In seinem Schlußwort gedachte der Schulleiter noch des verstorbenen Gauleiters und Reichsministers Hans S ch e m m und forderte auf, im Sinne Schemms für den Führer, die nationalsozialisttsche Bewegung und Deutschland mitzuarbeiten. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem ge­meinsam gefangenen Horst-Wessel- und Deutsch- landlied klang der Abend aus.

* Wieseck, 12. März. Der hiesige T u r n o e r e i n wird am kommenden Samstag im Dienste des Winterhilfswerkes einen großen Turnabend veranstalten. Ein gut zusammen- Letztes Programm verspricht einen anregenden

ch Großen-Buseck, 12. März. Am Sonntag­abend fand in unserer Kirche eine sehr gut besuchte liturgische Feierstunde statt, die unter dem LeitwortHeldisches Christentum" stand. Der Orts­geistliche hielt einen Vortrag über das ThemaIst das Christentum eine heroische Religion?" Anschlie­ßend wurden zahlreiche schöne Lichtbilder aus der christlichen Märtyrergeschichte gezeigt, die in ein­drucksvoller Weise das im Vortrag Ausgesuhrte ver­anschaulichten. Eine reiche Liturgie, in der der Kirchenchor zwei passende Lieder vortrug, sowie die Konfirmanden einen Sprechchor, geeignete Gedichte und Lieder barboten, umrahmten wirkungsvoll die wohlgelungene Feier.

wg. Großen-Buseck, 12. März. Dieser Tage wurde hier die Versteigerung der durch die Feldbereinigung angefallenen Massegrund­stücke durchgeführt. Es hatten sich zahlreiche In­teressenten eingefunden. Die Preise lagen sehr hoch. Für den Normalmorgen Wiese erster Qualität wur­den 2000 bis 2500 Mark, mittlerer Güte 1250 bis 1500 Mark und für Böden geringerer Güte 500 bis 1000 Mark geboten. Ackerland erster Güte erbrachte Preise von 1800 bis 2250 Mark; mittlerer Qualität 1250 bis 1500 Mark, geringerer Güte 1000 bis 1500 Mark. Für besonders gute Stücke Land wurden noch höhere Preise geboten. Demnächst finden weitere Versteigerungen statt. Bei der Holzverstei» gerung im Gemeindewald wurden folgende Preise erzielt: Buchenknüppel 14 bis 16 Mark, Eichenknüppel 8 bis 10 Mark, Eichenscheite 12 bis 14 Mark je zwei Raummeter. Buchenreisig kostete 5 bis 7 Mark je fünf Raummeter.

+ Grünberg, 12. März. Dieser Tage hielt der hiesige Männerchor imTaunus" seine Hauptversammlung ab. Nach dem Jahresbericht, er­stattet vom Vereinsführer, Uhrmachermeister Richard Jockel, zählt der Verein 59 aktive Sänger, außer­dem 11 Ehrenmitglieder und 82 passive Mitglieder. Der Zugang an jungen Mitgliedern dürste besser sein. Der Besuch der Singstunden weist auch eine«!

Die hiesige Ortsgruppe des Sparerbundes hielt gestern im Hotel Hindenburg in Zusammen­arbeit mit der Vereinigung für koloniale Wiedergewinnung einen Kolonialdeutschen Abend ab, der einen außerordentlich starken Besuch aufzuweisen hatte. Der Abend nahm einen sehr an­regenden Verlauf. Er wurde durch musikalische Dar­bietungen und durch einen Gedichtvortrag (Volk ohne Raum"), von Frau H ö p f n e r zu Gehör gebracht, eingeleitet. Der Vereinsführer der Orts­gruppe Gießen des Sparerbundes, Herr Lorenz, begrüßte bann die Teilnehmer.

Oberzollinspektor Hetz

hielt hierauf einen sehr fesselnden Dortvag über seine Erlebnisse in Deutsch-Ostafrika und in eng­lischer Gefangenschaft. Er schilderte zunächst seine Tätigkeit vor Kriegsausbruch in Ostafrika, erzählte, wie den Kolonialdeutschen der Ausbruch des Krie­ges bekannt wurde und berichtete dann über die Vorbereitungen, um im Falle kriegerischer Ver­wicklungen auch in den Kolonien die deutschen In- teressen verteidigen zu können. Insbesondere hörte man von der Ausbildung der Eingeborenen-Trup- pen, sodann von den kriegerischen Unternehmungen, die die Deutschen bei der Verteidigung ihrer Kolo­nie gegen die Engländer zu bestreiten hatten. Der Redner stellte dabei klar heraus, wie schwer dieser Kampf war, da ja die Engländer ausgezeichnet ausgerüstet waren und den Deutschen kaum das allernotwendigste Kriegsmaterial zur Verfügung stand. Weiter erzählte er von den ungeheuren Strapazen, von Dürft und Hunger, denen die deut­schen Truppen häufig ausgesetzt waren, von den Krankheiten, gegen die man sich behaupten mußte; er berichtete aber auch von luftigen Begebenheiten, insbesondere aus der Zeit seiner Tättgkett als Ein­

seltsames Leuchten war in den Augen dieser Män­ner, als sie sich wortlos die Hände reichten. Im Osten stieg das Licht; ein neuer Tag begann!

Der Einmarsch in Saarbrücken

zu den Verpflegungsquartieren war unbeschreiblich schon, denn trotz der frühen Morgenstunden waren alle Anmarschstraßen dicht umsäumt von frohen, jubelnden Volksgenossen. Nach kurzer Morgenoer­pflegung formierten sich die Züge zu einem etwa zweistündigen Propagandamarsch durch die Stra­ßen Saarbrückens und Burbacks. Eisiger Nord­wind pfiff durch die Straßen, aoer trotz der Kälte waren diese von freudigen, spalierbildenden Men­schen gefüllt. Nach Beendigung des Morgenmar­sches rückten an den einzelnen Quartieren die Feld­küchen an,' und es entwickelte sich nun ein froh bewegtes Bild lachender und essender Menschen.

Ein großer Teil der Saarbrücker Bevölkerung halle sich In den einzelnen Lokalen eingefunden und ließ es sich nichl nehmen, die Manner mit Bier und Zigaretten zu bewirten.

Nur all zu rasch verstrichen die Stunden, wo wir Männer aus dem Reich uns mit den Saarbrücker Kampfgenossen über die nun glücklich hinter uns liegenden Zeiten der Unterdrückung und Verfol­gung unterhalten konnten. Gegen 15 Uhr wurde erneut zu einem Marsch durch die Straßen der Innenstadt angetreten.

Der Jubel und die Heilrufe der Bevölkerung, die zu vielen Tausenden die Straßen füllten, wollten nicht abbrechen und steigerte sich zum Orkan, als die schwarzen Kolonnen mit wehen­den Standarten und Fahnen im strammen Paradeschritt vor ihrem Oberabschnittssührer, S S.-Gruppenführer heißmeyer, vorbei­marschierten.

Viel zu schnell waren die frohen Stunden ver­flogen. Gegen 18 Uhr begann bereits der Rück­transport. lieber Bingen, Mainz ging die Fahrt wieder in die Standquartiere zurück. Wir Gießener trafen gegen 1.15 Uhr hier ein.

Ein anftrengungsreicher, aber auch in seiner Freude nicht zu übertreffender Tag lag hinter uns. Wir alle, die wir das Glück hatten, an dieser Fahrt teilnehmen zu dürfen, werden diese Stunden n i e vergessen! Sch.