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Mittwoch, 13. Hebruar ^955

185. Jahrgang

Nr. 37 Erster Blatt

Ge;.: Wüller-Scheld

gemeldet werden, heil Hitler!

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Das Wesenlustschiff,Macon'im Sturm verunglückt Oer Llntergang derAmerikanischen Himmelskönigin". Oie Besatzung bis aus zwei Mann gerettet. - Roch keine klaren Berichte über die Ursachen der Katastrophe.

Sie Einladung aus London

Von Or. Max Clauß.

Rom nicht in Frage, und ganz Westeuropa zweifelt auch nicht, daß Deutschland gerade für den Luft­pakt durchaus positives Interesse hat.

Abwartend verhalten sich Polen und die Kleine Entente, wobei die letztere lebhaft an den Ostpakt erinnert. Eindeutig ablehnend urteilt, wie eingangs erwähnt, die s 0 w j e t r u s s i s ch e Presse. Die deutsche Stellungnahme wird ge­gen den konkreten Charakter des Luftpaktes sicher nichts einzuwenden haben, aber gleichzeitig Sorge tragen, sich auf unabsehbare Bindungen als Gegen­leistung für die Gleichberechtigung keineswegs ein- zulassen. Wer uns als Friedensfaktor braucht, mutz uns auch die militärischen Vora u s 1 e tz u n - gen dazu freigeben. Der englischenGleichzeitig­keit" von Sicherheit und Gleichberechtigung ent- spricht die deutsche Auffassung, daß nur derjenige Staat anderen Sicherheit verbürgt, der selb >t Sicherheit besitzt. In diesem Sinn kann die Dresdener Rede des Ministerpräsidenten General Göring bereits als eine Antwort auf die Lon­doner Einladung gelten, wenn er sagte:Wir sind bereit alles zu tun, um den europäischen Frieden zu sichern; a n e r st e r S t e l l e steht d e r F r i e d e unseres eigenen Volkes. Zum Frieden aber gehört die S i ch e r h e i t zu Lande, zu Wasser und in der Luft."

Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr .. -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt

Zwischen USA. und UdSSR, muß die europäische Politik ihren eigenen Weg finden, denn das 20. Jahr­hundert denkt in Kontinenten, nicht mehr in Na­tionalstaaten. Ob die Londoner Verlaut­barung vom 3. Februar, die als Ergebnis der englisch-französischen Fühlungnahme eine Ein­ladung an Deutschland und an die bei­den übrigen Locarnomächte Italien und Belgien brachte, ein internationaler Fortschritt ist oder nicht, wird sich erst aus den praktischen Fol­gerungen erweisen. Schon heute jedoch fällt auf, 1 daß von außen gesehenEuropa wieder als eine I Einheit" in Erscheinung tritt, wenn auch noch in , schwachen Umrissen und von inneren Gegensätzen . zerrissen. Der angeführte Ausdruck stand diesem , Tage in einer Meldung aus Washington zu lesen, wo vermerkt war, daß die Amerikaner den Pazifismus und Universalismus Wilfonscher Prä­gung in seiner ganzen Unzulänglichkeit durchschauen und der wachsenden Ansicht sind, die Europäer müßten den Frieden in Europa unter s i ch re­geln, und zwar ohne die großen Töne von Genf.

Das Echo aus Sowjetrußland besagt genau das Gegenteil und kommt doch wi­der Willen auf dasselbe Gefühl heraus, daß in Lon­don so etwas wie eine europäische Selbstbesinnung begonnen habe. Kein Wunder, daß die Sowjet­union, seit längerer Zeit schon gewohnt, im Trüben zu fischen, sich mit Händen und Füßen gegen ihren Widerausschluß aus Europa wehrt, in einem Augenblick zumal, wo die Vereinigten Staaten ihre diplomatische Vertretung in Moskau planmäßig abbauen. Die Londoner Einladung, daran besteht kein Zweifel, wendet sich an Deutschland als an eine westliche Macht, und dieTimes hat offen angedeutet, daßvielleicht eine Kluft im Westen sich schließen und eine im Osten sich breiter auf tun werde", eben zwischen den Europäern und den Sowjets.

Bei der aufmerksamen Prüfung, die das Londo­ner Kommunique deutscherseits verlangt, bevor die Reichsregierung dazu Stellung nehmen kann, wird vor allem die britische Färbung des ganzen Textes stark beachtet. Ob tatsächlich em englischer Mmisterbesuch in Berlin zu erwarten steht, wissen wir nicht, aber eines ist sicher, daß es England wirklich und ernstlich auf die Einladung an Deutsch­land ankam. Sir John Simon hat eben noch ein­mal in einer Pariser Rede bestätigt und von Herrn Flandin gegenzeichnen lassen, daß es sich keines­wegs um einen diplomatischen Umweg mit dem Hintergedanken einer englisch-französischen Sonder- abmachung handelt. Englisch ist in dem Kommuni­que der einleitende lobende Hinweis auf den Völkerbund gewesen, englisch die salomonische Methode der ,'G l e i ch z e i t i g k e it" zwischen Sicherheitspakten und militärischer Gleichberechti­gung so daß keines ausdrücklich vom anderen ab- hänqt aber alles in ein ©neralabfommen m un d e n könnte, englisch ist schließlich und vor allem die Idee eines Lustpaktes für West­europa. Die Erwähnung des Völkerbundes war zu erwarten, hindert aber die entscheidende Tatsache nicht, daß man die Deutschen bei sich zu Hause aufsuchen will, auch wenn sie sich bis auf wei­teres nicht wieder an den runden Tisch in Gen

teilet bet tanbesffeUe Qeffen-Ttafiau des Reichsministeriums für Boßsaufllerung und Propaganda.

ten, da es sich über einer Nebelbank besun- t den habe. Das Marinedepartement hat bestätigt, ! daß sich das Luftschiff in Schwierigkeiten befindet. ! Eine vom Marinebefehlshaber von San Franzisko , eingegangene Meldung lautet:Die ,Macorü hat l einen schlimmen 23 e r I u ft auf der Höhe von Point Sur gehabt und meldet, daß beabsichtigt wird, das Luftschiff zu verlassen und aufzugeben.

Ein Kreuzer leistet Beistand."

Die Berichte der amerikanischen Flotte.

Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Flotte, Admiral Joseph R e e v e r , hat dem Marmedepar- tement gemeldet: Die Ueberlebenden desMacon" in sieben Rettungsbooten sind 13 Meilen südöstlich von Point Sur gesichtet worden. Ich berge sie und setze die Suche nach anderen Ueberlebenden fort. Ich werde Ihnen alle weiteren Ereignisse mitteilen. Eine weitere Meldung besagt: Der ZerstörerCon­cord" hat dem Kommandanten des Luftschiffes, Kommander Wiley, einen weiteren Offizier und neun Mann gerettet.

In weiteren Berichten ans San Franzisko heißt es: Eine Anzahl Schlachtschiffe und Kreuzer hatten in der Nähe von Point Sur zwei Stunden lang vergebliche Nachforschungen angestellt, bevor die Mannschaft gesichtet wurde. Die See ist glatt; doch ist die Dünung stark, und es fällt ft a r t e r Re­gen bei schlechten Sichtverhältnissen. Das Luft- chiff war zur Zeit des Unfalles von Manövern mitder Flotte zurückgekehrt. Das Schlachtschiff Pennsylvania", das mit anderen Schiffen suchte, erblickte plötzlich eine Rakete. Schließlich drangen die Scheinwerfer des Schiffes durch den dicken Regen und die Finsternis und zeigten die undeut­lichen Umrisse derAmerikanischen Him-

die Gedanken zu Deutschland und zu den osteuro­päischen Fragen hinüberschweifen.

Ohne einen Zwiespalt konstruieren zu wollen, wo vielleicht nur die Rollen taktisch verteilt sind, hat man den Eindruck, daß Ministerpräsident F a n - t) in sich entschlossener auf den Londoner Te^t fest' legt, als der Außenminister Laval, dem die Ost­paktsorgen keine Ruhe lassen. Flandm hat in drei Erklärungen der letzten Woche betont' daß man statt unfruchtbarer Polemik über die deutsche Gleich Berechtigung das Reich zu einem semeinfamen Sicherheitsplan eingeladen habe, und daß dabei der Luftpakt vor den übrigen Themen zum Abschluß gebracht werden soll. Aber im Quai d Orsay gehen auch Besucher aus und ein, die nichts fehn.icher wünschen als eine Ablehnun 6 Deutfcklands und hinterher eine Schwenkung zur Ententen£or- diale mit England einerseits zum Bund Nis mit der Sowjetunion anderseits. Diese Auf­fassung, mit der sich Herr Laval auseinandersetzen muß, bedauert vor allem, daß der O st p a ft tn London stark in den Hintergrund getre­ten ist, statt Deutschland als erster Beweis für fei­nen Friedenswillen zur Unterzeichnung vorgelegt zu merben. In Wirklichkeit gewinnt be. solchen Betrach- tungen der ßocarnogeift des Londoner Kom- muniques noch an Logik. Denn eben weil England

Funkbeamte in San Franzisco vermuten, daß sich an Bord des Lustschisses -ine Expl° s.on> er- eignet hat. Sie teilen nut, daß die erste Botschaft des Luftschiffes folgendermaßen lautet:Wir haben einen schweren Verlust gehabt, und das Luft schiff fällt. Wir werden es beim Berühren der Wasseroberfläche verlasse n."

Eine bei der Funkstation San Diego eingegangene drahtlose Mitteilung besagt:Wir werden das> Lust- chiff verlassen, sobald wir ungefähr 30 Kilometer von Point Sur entfernt, wahrscheinlich 16 Kilo­meter von der Küste ab, auf die See medergegan- Se®n,nroeitere Funkmeldung habe nur das Wort Warten" enthalten. Beobachter tn Santa Bar­bara und Santa Monica berichten daß das Luftt schiff vom Sturm ungefähr 12 Kilometer n ach Süden abgetrieben worden sei. Der Leucht- turmwächter von Point Sur mclbde, daß es ihm nicht möglich gewesen sei, das Luftschiff zu beobach-

die Gefahr fürchtet, in einem friedlosen Europa eines Tages eine einseitige Entente mit Frankreich abschließen und außerdem zusehen zu müssen, wie dieses Frankreich sich mit dem unabsehbaren Kriegs­faktor Sowjetrußland verbündet, deswegen der Mit­telweg über den Luftpakt. Deutschland muß heran- gezoqen werden, und zwar nicht zum Ostpakt, den es ebensowenig anerkennt wie Polen, und nicht erst bei seiner Rückkehr in den Völkerbund, die durchaus im Ungewissen liegt, sondern auf der Stelle: als europäische Militärmacht zu einer Luftpolizei des Friedens. x

3n zwiespältigen Gefühlen befindet sich Italien vor dem Londoner Text, der zwar eine starke eng­lische Anerkennung der römischen Nichtemmischungs- konvention für SüdWeuropa und des italienisch- frcmzösischen Konsultativpaktes über Oesterreich ent­hält gleichzeitig aber das Fragezeichen des Luft- oaktes^ Nachdem die Engländer etwas obenhm zu verstehen gegeben haben, daß ihre Flugzeuge schwer­lich bis nach Italien fliegen wurden, scheint nun die italienische Diplomatie den Spieß umdrehen und vorschlagen zu wollen, daß im Rahmen. des geplanten Luftlocarnos Italien auf den englischen, England auf den italienischen Beistand aus geo­graphischen Gründen verzichten sollten. Eme Ablehnung des gesamten Vorschlages kommt für

me 1 skönigin". In den sieben Rettungsbooten des Luftschiffes brannten mehrere Kalziumflammen. An dem Rettungswerk hatten sich auch der Kreuzer Richmond" und das KriegsschiffMemphis be­teiligt.

Tiefer Eindruck in Amerika.

Das Unglück des Warineluftfchiffes 2U a c 0 n M hat in ganz Amerika tiefen Eindruck ge­macht. Das Marineamt in Washington blieb die ganze Nacht über hell erleuchtet. Auch Präsident Roosevelt blieb die Nacht über auf, um sofort genauere Weidlingen über den Hergang der Kata­strophe in Empfang zu nehmen. Nach der letzten amtlichen Feststellung betrug die gesamte Besatzung des Luftschiffes 83 Wann. 81 wurden von den KreuzernRichmond",Eoncord" undEincinnati an Bord genommen. Heber das Schicksal der beiden Vermißten bei dem einen handelt es sich offenbar um den Funker ist noch nichts bekannt. Von den Geretteten ist niemand ernstlicher verletzt worden.

Heber die Hrfache des Absturzes ist man sich noch völlig im unklaren. Nach einem Funkspruch des Kapitäns derWacon", Wiley, erfolgte der A b ft u r z, nachdem das Hinterschiff aus­einandergebrochen war. Die Wannfchaft habe jedoch Zeit gehabt, Rettungsgürtel anzulegen und die Gummiboote zu besteigen. Nach einem anderem Bericht ist dieWacon" aus etwa 600 Weter höhe 13 Weilen südöstlich von Point Sur aufs Weer gestürzt und anscheinend auf eine Felsklippe aufgefdjtagen.

81 Mann von Kriegsschiffen ! geborgen.

Neuyork, 13. Febr. (DNV.-Funkspruch.) Wie aus San Franzisko gemeldet wird, ist das a m e r i- ! kanif che R i e f e n l u f t f ch i f fWac 0 n" auf einer Fahrt nahe der kalifornischen Küste ver­unglückt. Das Luftschiff sandte SOS-Rufe aus und ging dann auf der höhe von Point Sur auf die See nieder. Nach den letzten Nachrichten haben amerikanische Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer die Stelle erreicht, an der das Riefen- luftschiff auf See niedergegangen ist und haben so- ort mit der Rettung der Wannfchaft be­gonnen. Nach amtlicher Mitteilung bestand die Be­atmung aus 83 Offizieren und Wannschaften. Die Besatzung ist nach den letzten Weldungen bis auf zwei Wann gerettet worden. Die rasche Bergung der Wannschaft wurde durch den Hmstand erleichtert, daß sich eine größere Anzahl amerika­nischer Kriegsschiffe in der Nähe befand. DiePennsylvania" war nur vier Seemeilen von der Hnglücksstelle entfernt, wo dieWacon" ihr Raketensignal in die Luft sandte.

Heber die Hrsache der Katastrophe herrscht noch keine Klarheit. Ls scheint jedoch, als ob dieWacon" unter ähnlichen H m ft a n - den zugrunde gegangen ist, wie seinerzeit das LuftschiffHeran im Jahre 1933. Mehrere Be­obachter an der Küste des Stillen Ozeans in der Nähe von Point Sur sahen, wie dieWacon" mit einem heftigen Sturm kämpfte, der am Dienstag auch in Los Angeles großen Schaden angerichtet hat. Es wurde beobachtet, wie die Wacon" rasch auf die See niederging. Das Luft­schiff hob fich jedoch wieder und verschwand in den Wolken. Als Hrsache des späteren Niederganges nimmt man eine Explosion an Bord des Luft­schiffes an.

Das Schwesterschiff der verunglückten Slfroit".

Das LufttchiffMacon" ist das größte Luft­schiff der Welt, ein Schwesterfahrzeug der Acron", die im Jahre 1933 verunglückte Die Macon" war zum ersten Male am 21. April 1933 aufqestiegen, einige Monate vor der Katastrophe derAcron". Das Luftschiff ist 235 Meter lang. Sein Aktionsradius beträgt etwa 9500 Kilometer. Zur Füllung wird unbrennbares Heliumgas ver- wendet.

Das größte LusWff der Wett funkt 868.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

richten: Anzeiger Gießen v 1 behördliche Anzeigen 6Rps.

8r°nWmLl16n Druck und Verlag: Brühl'sche UnioerfitStz-vuch- und Steindrucke«! «.Lange in Stehen. Schristleitung und Eeschäslsftelle: Schulftrahe 7 Mengenabschmsie Stoffe. 6

fetzen werden.

Der bekannte Londoner konservative Publizist © ar Din hat sehr deutlich gesagt, worauf es jetzt unkommt: das nationalsozialistische Reich muh 1 feine volle Gleichberechtigung erhalten, 1 um in ein europäisches Kollektiosystern eintreten zu können Deswegen Schluß mit den Haarspaltereien , über Versailles! Man muß über die praktische Friedenssicherung reden,in fruchtbarer Beschrän­kung auf klare Eventualitäten", rote dieDeutsche Diplomatische Korrespondenz" sich ausdrückte. Don den Britischen Inseln aus erscheint als eme solche Eventualität erster Ordnung die Gefahr eines Luftkrieges über Westeuropa, daher der konkrete Vorschlag, die fünf Locarnomachte io ort zur gegenfeitigen Unterstützung m der Luft zu ver­pflichten für den Fall, daß eme von ihnen zum An- areiier wird Für die Herren Baldwin und Simon hat dieses Dorfpiel zu einer umfassenden ^riedens- ordnunq sehr viel Verlockendes: England erhalt zum e?stenmal in der Geschichte kontinen­talen Schutz und geht dafür keine neuen Verpflichtungen ein, da ja der Lustpakt nur die Locarnogarantie in einem Spezi al fall präzisiert. Außerdem schafft der Vorschlag eines solchen, Luft- Locarnos eine ausgesprochen ro e st l i ch e Sicher b a uni? Lieht Deutschland °°m ersten Augenblick an in den Friedenskreis «n, wobei eine deutsche Luftflotte zu Kriegszwecken bereits o o r aus gefetzt wird, noch ehe sie durch l°rm°l;,-öe kitiauna der Versailler Bestimmungenerlaubt ist. ' M Punkt, in dem sich ->er Absatz über den ßuftpatt und der vorhergehende über den Sesam komplex von Sicherheit und Gleichberechtigung^zu widersprechen scheinen, ruft in 8^"nkr $ gewisse Unruhe hervor Trotzdem begreift dl i fran zösische Oeffentlichkeit sehr wohl, daß die Herren Flandin und Laval IN London öus°gr'kf haben, als England aus eigenstem Jnterefse eine militärische Bindung in der Luft haben wollte. F« Frankreich ist das Wichtigste dabei, daß m diesem erweiterter oder spezialisierten Locarno zugleich eine neue französisch-englische Z fammenarbeit enthalten sem wird. Für eng lands Freundschaft setzt man bewußt das Bündnis mit den Sowjets aufs Spiel und nimmt auch das Unvermeidliche mit in Kauf, daß Deutschland mit von der Partie sein wird. Allerdings schaden sich die Geisttr in der Deutung des Londoner Kom­muniques, sobald über die Britenbegeisterung hinaus

Diesen Aufruf mußt auch Du le'ett!

Es geht um unsere Jugend!

Braun gebrannt, mit toten Baden und leuchtenden Augen tarnen im vorigen Zahr die 19000 Sinder zurück, die von der JISB. innerhalb unseres Gaues aufs Land zur Erholung geschickt wurden.

Aber nicht nur körperlich gesundeten unsere Kinder draußen in freier Natur. Die Stadt­kinder haben auf dem Lande schon in ihrer frühesten Jugend dem deutschen Bauern bei seiner Arbeit helfen dürfen, und von Tag zu Tag ehrten fre dresen Mann, der seinem Volke das Brot schafft, mehr. Jetzt erst wußten sie, welche ungeheuer schwere, aber auch schöne Arbeit der bäuerliche Beruf mit sich bringt Wie anders war es in früheren Zetten, wo der Städter mit 20 Jahren kaum das Kartoffelkraut von Gerste unterscheiden konnte.

In diesem Jahre wollen wir mindestens die doppelte Zahl unserer Stadtkinder hinaus zur Erholung aufs Land schicken. Dazu ist es notwendig, dahvonaltenSeitenmitgeholfen wird, unserer üugend eme Sommer- freuöe, aber auch Verständnis für unser deutsches Bauerntum zu bereiten.

Ihr alle müßt mithelfen! Stellt für unsere Jungens und Wädels aus der Stadt P f l e g e st e l l en im Sommer zur Verfügung!

In der Zeit vom 25. Februar bis 2. Wärz 1935 werden Taufende von NS v.- helfern an jeder Tür anklopfen und um eine Pflegestelle bitten. Laßt sie nicht

Autz^dem können" b e i jeder Dienststelle der 7k S v. P s le g e st e 11 en an-