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Geldspenden bis 4. November 1935.

31.10.

RM.

29.10.

2.11.

30.10.

13690,68

Gesamtsumme

30.10.

DieZungvolkpimpfe sammeln Brot!

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Reichskanzlers sowie der Reichsbahn überreicht.

1239:

Dicke Linsensuppe nach Hausfrauenart.

Für 4 Personen.

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28.10.

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19, 12,35 17,50 50,10

8,05 39,46 191,48

8,40 14,90 16,40

6,80 9,70

61,35 34,

8,65

29,60 24,80 36,55

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38,15 13,49

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1935 1694,58

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8,90 20,

5, 11, 20, 10, 18,15 20,

5, 25, 25, 38,80

land ernähren. Daher sei die Wiedergewinnung serer heute unter Mandat stehenden Kolonien das deutsche Volk durchaus wünschenswert.

Die Ausführungen Prof. K lut es fanden vollste Interesse der Zuhörer, was am Schluß lebhafte Beifall bewies.

Biebertalbahn, Gießen Adolf Geiße, Gießen Verein Union, Gießen I. Barnaß, Gießen Pelikan-Apotheke, Gießen

Abgeschlossen am 4. November Vorheriges Gesamtergebnis

Erna Sack und Herbert Ernst Groh, Veranstaltung in Heuchelheim

Nordd. Hefe und Sprit, Gießen Reichsbund Deutscher Offiziere, Og.

Gießen

Schützenverein Gießen Altersvereinigung 1884,_ Gießen Wilhelm Friedrich, Gießen Prinz Solms-Hohensolms-Lich Professor Börstel, Gießen Frhr. v. Lemmers, Gießen W. Geora i. Fa. Reinig, Gießen Ludwig Rühl, Gießen Dr. Gail, Gießen

Professor Dr. August Messer, Gießen Dr. Emil Vogt Wwe., Gießen August Schunk, Gießen

Burschenschaft Einigkeit, Heuchelheim Stab I. Abt. Art.-Regt. 9, Gießen

Gesolgschasts- und Betriebsspenden.

Arbeitsamt Gießen

Sack & Iughardt, Gießen Mannesmannröhren, Gießen Max Hertel, Kesselbach Oberer Hardthof Gießen

Oeffentl. Handelslehranstalt, Gießen

Angestellten der Bezirkssparkasse, Gießen

Beamten der Bezirkssparkasse, Gießen

I. B. Noll, Gießen

Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen Arbeitsamt Gießen

Kaufhaus Kerber, Gießen Schuhhaus Darr6, Gießen Eierteigwarenfabrik, Gießen

Karzentra, Gießen

Nachdem vor vier Wochen die Jungmädel im BDRl. mit dem ganzen fanatischen Eifer, den die Jugend aufbringen kann, kinderwösche und Klei­dung für das diesjährige WhW. mit überraschend großem Erfolg in der Bevölkerung von Stadt und Kreis Gießen gesammelt haben, rüsten sich nun­mehr die Jüngsten aus der Hitlerjugend, um, wie in den Vorjahren, sich wiederum in den Dienst der großen Sache zu stellen. Es ist bewun­derungswert, welch' soziales Mitgefühl gerade die Kinder aufbringen, die innerhalb ihrer Jungvolk- organisalion zu wahrer sozialer Kameradschaft er­zogen werden, und die im Herzen das leuchtende Vorbild unseres Führers am hellsten tragen. Dazu kommt ein Schuß Ehrgeiz der einzelnen Fähnlein, sich im Ergebnis ihrer Sammlung zu überbieten.

So ist auch in diesem Jahre für die am kom­menden Samstag durchzuführende V r o t - sammlung für das WHW. von dieser Seite aus alles bestens gerüstet.

Daß der Erfolg wieder der Gleiche wird, oder sogar den vorjährigen noch übertrifft, hängt nun­mehr allein von der Opferfreudigkeit aller Vevölkerungsschichten in Stadt und Land ab. Wenn jeder bedenkt, daß das hier gesammelte Vrot in eines der größten Notstands­gebiete unseres Gaues, nach Offenbach geht, in dem durch die Notlage des Lederhandwerkes heute noch große Bevölkerungsteile nicht wieder in den Arbeitskampf eingeschaltet werden konnten, so wird sich jeder verpflichtet fühlen, im Rahmen die­ser Sammelaktion sein Scherflein beizusteuern.

Ls darf nicht sein, daß ein Volksgenosse, der zu

4.11. Fr. Teipel, Gießen

Buderus, Lollar

Genossenschaft für Häute- und Fett- verwertung

Franz Bette, Gießen

W. & G. Schuchhard, Gießen

Rinn & Cloos, Gießen-Heuchelheim

Kaeß Nachfolger, Gießen Theodor Köhler, Gießen Bänninger G. m. b. H., Gießen

Milärgenchisbatteit und Mlitärstrasrecht

Vortrag von Kriegsgerichtsrat Echiffler vor den Lungjuristen.

Regt. 116, in , ..... _

später Reichswehr-Schützen-Regiment 22, ein.

** Vierzig Jahre im Dienste der Reichsbahn. Gestern konnte der Reichsbahn- Zugführer Martin Schneider von hier, Glaub- rechtftraße 14, das Jubiläum feiner 40jährigen Dienstzeit bei der Reichsbahn begehen. Aus diesem Anlaß wurden ihm von dem Vorstand des Reichs­bahn-Betriebsamtes Gießen, .Oberbaurat Wilke, Dank- und Glückwunschschreiben des Führers und

geben in der Lage ist, sich ausschliehen will mit der Begründung, daß die Sammlungen und Spenden zu häufig kämen, daß er am 1. des Monats schon einen Gehaltsabzug hingenommen, am Sonntag darauf die erste Plakette des WHW. gekauft habe, daß er am letzten Sonntag erst für die Eintops- spende gab, nein, das alles ist, gemessen an der Not, die wir im WhW. lindern wollen, ja so wenig. So lange ein gesichertes heim und feste Arbeit dem Einzelnen erlaubt, sich rechtschaffen, wenn vielleicht auch nur bescheiden, durchzuschlagen, muß er fernen für die ärmffen Brüder Opfer zu bringen. Und Opfer bringen heißt Verzicht leisten, nicht, wie früher im Rahmen der üblichen Dohlfahrtsveran- staltungen, Almosen geben mit Vergnügen verbunden.

So erwartet am kommenden Samstag die kreis- führung des WHW., daß unsere Pimpfe an keiner Tür vergeblich schellen. Wir alle wollen beweisen, daß Stadt und kreis Gießen den Appell unseres großen Führers anläßlich der Er­öffnung des WHW. verstanden haben und danach handeln.

Die Kreisführung des WHW. Gießen.

An atteLastkrastwagenbefiher.

Wir bringen unseren Aufruf in (Erinnerung, in dem wir baten, uns für Samstag nachmit­tag, 16. November, und Sonntag, 17. November, ihre Lastfahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Meldung nimmt jederzeit ent­gegen die Kreisführung des WHW. Gießen, Abtei­lung Organisation, Fernruf: 2297.

Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

Die vorn Werberat der deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Messe­amt herausgegebene BroschüreErgebnis der Leipziger Herbstmesse 1935" liegt der Kam­mer vor und steht zur Einsichtnahme zur Verfügung.

Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Don 20.30 bis 21.30 Uhr, Alte Pestalozzischule, Wernerwall.

Schwimmen für Frauen und Män­ner. Von 20 bis 21 und von 21 bis 22 Uhr, Volks­bad.

Reiten. Von 21 bis 22 Uhr, Reitschule Schömbs.

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 12. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (bulgarische Kühl­haus) 11, (jugoslawische) Klasse C 103/«, (inländische frische) Klasse A 123/i, Wirsing, das Pfund 6 bis 10 Pf., der Zentner 7 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 4 bis 8 Pf., der Zentner 4 bis 8 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 10 Mark, Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosen­kohl 20 bis 35, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 25 bis 35 Pf., Zwiebeln 7, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 12 bis 30 Pf., der Zentner 12 bis 25 Mark, Birnen, das Pfund 10 bis 25 Pf., Nüsse 50 bis 60, Zwetschenhonig 40, junge Hähne 80 Pf. bis 1 Mark, Gänse 80 bis 90 Pf., Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salat 8 bis 10, Endivien 8 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 12, Sellerie 5 bis 25, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Pf.

*

Ausgehend von den Grundlagen der Militärge­richtsbarkeit und des Militärftrafrechts, dem RMStGB., RStGB., der Disziplinarstrafordnung und der Militärstrafgerichtsordnung, gab der Red­ner in feinem Vortrag im Jungjuristen-Schulungs- lager auf dem Gleiberg zunächst einen kurzen Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung. Nach­dem 1920 die Militärgerichtsbarkeit abgeschafft wor­den war, wurden die von Soldaten begangenen Straftaten von den ordentlichen Gerichten abgeur­teilt. Dies war jedoch auf die Dauer, insbesondere im Hinblick auf die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, nicht mehr tragbar, da die besonderen Belange der Militärbehörden durch die Verurtei­lung Heeresangehöriger seitens der ordentlichen Ge­richte nicht genügend gewahrt wurden. Es wurde daher ein neues MStGB. geschaffen, das am 1. 1. 1934 in Kraft trat. An Hand von Zahlen legte der Redner den Umfang der Tätigkeit der Kriegs­gerichte dar. Jeder Soldat, jeder Angehörige der Kriegsmarine und der Kriegsschiffe, im Kriege außerdem auch noch Gefangene und ausländische Offiziere, die im Heere dienen und in gewissen Fällen auch Zivilpersonen fallen wegen sämtlicher strafbaren Handlungen unter die Militärgerichtsbar­keit. Ebenso unterliegen ihr Wehrpflichtige des Be- urlaubtenstandes für die bei Wehrversammlungen und Reserveübungen begangenen Verstöße.

Was das Verfahren anbelangt, sind drei Instan­zen zu unterscheiden. Erste Instanz ist das K r i e g s- gericht, das sich bei jeder Division befindet. Als zweite Instanz ist bei jedem Korps ein Korps- oder Oberkriegsgericht gebildet. Ein be­sonderer Senat beim Reichsgericht stellt die dritte Instanz, die Revisionsin stanz, dar. Das Kriegsgericht setzt sich zusammen aus einem Kriegs­gerichtsrat und zwei Beisitzern. Der Kriegsgerichts- rat, der außer seiner normalen juristischen Ausbil- düng noch seiner Wehrpflicht genügt haben muß, hat gegenüber den ordentlichen Richtern insofern eine eigenartige Stellung, als er Richter und Staats­anwalt in einer Person, allerdings nicht in ein und derselben Sache ist. Jeder Divisionsbezirk ist in drei Teile eingeteilt. Diese einzelnen Teile werden den drei Kriegsgerichtsräten, die sich bei der Division befinden, derart zugewiesen, daß sie für die in einem Bezirk begangenen strafbaren Handlungen

MAGGI8 Linsensuppe wird aus feinstem Linsenmehl hergestellt Des­halb ist sie so leicht verdaulich und wohlbekömmlich. Tausende von Hausfrauen wissen das schon. MAGGI3 Linsensuppe bildet eine vorzügliche Grundlage für eine dicke Suppe. Versuchen Sie es maL

MAGGI5 SUPPEN -.

** Der Schlageter-Schild wurde verliehen an W. Philipp, Gießen, Friedensftraße 27, auf Grund seiner Zugehörigkeit zum Hessischen Frei­korps, Kompanie Hauptmann Damm. Herr Phi- ck Auflösung seines Reaiments, Jnf.- oas neuaufgestellte Hessische Freikorps,

Winterhilfswerk 4935/36 Ortsgruppe Gießen-Süd.

Am Montag, 11., Dienstag, 12. und Mittwoch, 13. November findet durch die NS.-Frauenschaft im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Pfund­sammlung für den Monat November 1935 statt.

Es wird gebeten, die Pfundpakete zur Abholung bereit zu halten.

Deutsche Arbeitsfront.

Ortsgruppe Gießen-Ost.

Am Mittwoch, 13. November, abends 8 Uhr pünktlich, findet in derGermania", Kaiserallee, ein Appell sämtlicher DAF.-Walter der Orts­gruppe Gießen-Ost statt. Mit sofortiger Wirkung beginnt die Mitgliedsbuch-Umschreibung und damit die Einziehung der Mitgliedsbücher. Bei dem Ap­pell werden die genauen Richtlinien über den Ein­zug der Bücher bekanntgegeben. U. a. werden -auch die Türplaketten ausgegeben. Es ist dringend er­forderlich, daß jeder DA F. - Walter an die­sem Abend erscheint. Eine Beurlaubung für diesen Appell kommt nicht in Frage. Dauer des Appells zirka 40 Minuten.

Volksbildungswerk Gießen

Dienstag, den 12. November, 20% Uhr, findet im Studentenhaus der Eröffnungsabend der Volksbildungsstätte Gießen hatt. Es spricht Professor Dr. D u k e n ; die musikalische Um­rahmung übernimmt der Leiter der 2Irbeitsgemein= schäft für Singen und Musizieren, Lehrer Siegler.

Die Kurse beginnen Mittwoch, 13. November, in der Universität. Alles Nähere ist dem Arbeitsplan zu entnehmen, der kostenlos in allen Buchhand­lungen und auf der Geschäftsstelle, Wolfstraße 20, erhältlich ist.

Deutsche Arbeitsfront.

NS.-GemelnschaflKraft durch Freude-.

Das Programm für die Winterfahrten 1935/36 mitKraft durch Freude" ist erschienen und auf der Geschäftsstelle, Gießen, Schanzenstraße 18, für 10 Pfg. erhältlich.

Sportkurse des Sportamts Gießen

Heute folgende Kurse:

Allgemeine Körperschule. Von 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillerschule, Schillerstraße.

dagewesen, und man habe an Hand von Funden festgestellt, daß die afrikanische Steppe im feuchten Diluvium schon bewohnt war. Auch Menschen, wie bei uns der Neandertaler, hätten in der Zeit des Diluviums dort gewohnt.

Die Einwohner, die ihrer Sage nach alle von Osten oingewandert sein wollen, zerfallen in Acker­bau treibende und viehzüchtende Stämme. Der letzt­genannte sei natürlich viel kriegerischer, als die acker­bautreibenden Bewohner. Charakteristische Waffen seien Lanze, Schild und Schwert. Obwohl der Ur­wald fruchtbarer sei, sei doch die Steppe dichter be­siedelt und je weiter man in der Steppe vordringe, um so größer würden die Dörfer und Städte. Vor­ratswirtschaft betrieben die Steppenvölker, denn sie hätten sich für ihr Hirsekorn Getreidespeicher er­richtet, wo sie bei Bedarf sich einen Teil ihrer Nah­rung holen könnten. Die Kleidung bestehe zum größten Teil aus Leder. Ihre Tänze seien zum größten Teil unästhetische Bewegungen nach einer monotonen. Musik.

Um das Land für sich nutzbar zu machen, habe der Europäer, nachdem das Elfenbein bald aus­gebeutet war und der Sklavenhandel sein Ende ge­funden habe, durch intensive Bebauung des Landes und Anlegung von Plantagen die Ernten der Kakaobohnen, des Kaffees und der Oelpalmen stark gesteigert. In den Gebieten, wo noch etwas Acker­bau möglich war, habe man Erdnüsse und Sisal- Hans angepflanzt. In trockeneren Gebieten seien die Baumwollfelder entstanden. Eine andere Mög­lichkeit der Wirtschaft seien die Viehzucht mit ihren großen Farmen und Herden, sowie die Diamant­funde. Durch die Europäer sei das Land auch mit Eisenbahnen erschlossen, ferner Häfen angelegt wor­den, und durch die wirtschaftliche Erschließung des Landes durch die Europäer sei die Eigenproduk­tion der Eingeborenen gewaKsen.

Der Europäer in den afrikanischen Kolonien sei auf die Arbeit der Schwarzen angewiesen. Um ren­tabel zu wirtschaften, könnten die Weißen nicht auf die billige Arbeitskraft der Schwarzen verzichten. Obwohl Afrika sehr dünn besiedelt sei, so sei es doch nicht möglich, eine größere Zahl von Euro­päern dort anzusiedeln, im Interesse der Verhütung eines weißen Proletariats in diesem Land.

Der relativ geringe Geldwert aus Ein- und Aus­fuhr einer Kolonie dürfe nicht enttäuschen, denn wenn ein Land Kolonien besäße, könne der Staat die dortigen Erzeugnisse besser kaufen, und bevöl­kerungspolitisch gesehen habe eine Kolonie für ihr Mutterland noch einen großen Zukunftswert. Wenn auch die Zahl der Volksgenossen, die in den Kolo­nien sich ansiedeln, ziemlich klein sei. so bleibe doch der bevölkerungspolitische Wert bestehen, denn durch billige Einfuhr der Ware ins Land könne man auch einen Teil, ohne daß er auswandere, im Heimat-

^?a99> 8 Linsen-Suppe, 2 Eßlöffel feine Graupen ..<,« (Gerste), 11/4 Liter Wasser, geröstete (SemmefoürfeL

Die Graupen In 1 Liter Wasser halb weichkochen. Inzwischen die Linsen-Suppenwürsel mit knapp 1/4 Liter kaltem Wasser glatt- rühren, zu den Graupen geben unb nach her einfachen Dorschrist auf den gelb-roten Würfeln garkochen. Die fertige Suppe an heißer Stelle ziehen lassen unb geröstete Semmelwürfel barübergeben. Brüh- Würstchen ober einige Scheiben Blutwurst vervollständigen die MadlzeiL

Die im vergangenen Semester der Universität begonnene VortragsreiheW issenschaft im Dienst am Vol k", hervorgegangen aus der Zu­sammenarbeit der Universität mit der NS.-Gemein- schaftKraft durch Freude", wurde mit Beginn des Wintersemesters fortgesetzt. Für dieses Halbjahr ist als Vortragsraum das Kunstwissenschaftliche In­stitut in der Ludwigstraße genommen worden. Dort batte sich am gestrigen Montagabend eine stattliche Anzahl Volksgenossen eingefunden.

Professor Dr. Dietz,

der vom Rektorat mit der Leitung dieser Vorträge beauftragt wurde, eröffnete den ersten Abend, dankte dem Direktor des Kunstwissenschaftlichen In­stituts für die Bereitstellung des Hörsaals und kam nochmals kurz auf den Sinn dieser Vortrags­abende zu sprechen, die jetzt in die Abteilung Volks­bildungswerk der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" eingegliedert seien. Ziel sei ein Feier­abendwerk zu gestalten. Die Universität als Hüte­rin der Wissenschaften wolle jedem Volksgenossen einen Einblick gewähren in das Schaffen der Wissen­schaftler, um so die Errungenschaften der wissen- scyaftlichen Arbeit und Forschung zum Besitz des ganzen deutschen Volkes zu machen. Daher seien diese Vorträge unter dem Namen zusammengefaßt Wissenschaft im Dienst am Volk".

Der Direktor des Geographischen Institutes un­serer Landesuniversität

Professor Dr. Klute

gab mit feinem, mit zahlreichen guten Lichtbildern durchsetzten Vortrag überW irt schaftswert afrikanischer Landschaften" einen Ein­blick in die Arbeit der geographischen Wissenschaft. Afrika, eine Fläche von der dreifachen Größe Euro­pas, wurde in diesem Vortrag nach vier Gesichts­punkten hin näher untersucht. Zuerst galt es, die Zuhörer mit dem Bild der Landschaft vertraut zu machen, die in vier großen Typen sich uns vorstellt, nämlich Urwald, Savanne, Steppe und Wüste. Ein Sechstel von Afrika bedecke der Urwald, der aber auch nicht wertlos fei, denn er berge in seinem Be­stand u. a. ganz gesuchte Holzarten. Nur sei das Heranschaffen dieser meist vereinzelt stehenden Bäume mit großer Arbeit und viel Schwierigkeiten verbunden. Das Wandern im afrikanischen Urwald sei kein Genuß, denn die feuchtwarme Lust mache in kurzer Zeit die ganze Tropenkleidung durch und durch naß. Anders die Savanne mit ihrer Trocken­heit. Hier könne man Wildherden von 200 bis 300 Stück Wild leicht sehen. Wenn auch durch die Jagd diese Herden schon stark gelichtet seien, so sei der Wild­reichtum heute immerhin noch sehr groß. Auch in der Steppe treffe man noch die verschiedensten Ar­ten von Wild an, und aucy noch sehr zahlreich, so Herden von Gazellen und großen und kleinen An­tilopen. Typische Zeichen für die Steppe feien der Dornbusch und das Steppengras, das in der Trockenheit, weil es auf dem Halm zu Heu werde, den Tieren als Nahrung ausreiche. Rücke man, z. B. in Südwestafrika, von der Wüste aus weiter ins Land herein, so komme man ins Gebirge, wo die Vegetation wieder zunehme. Hier weideten Tau­sende von Ziegen und verschiedene Rindertypen, meistens Vieh, das mit europäischen Tieren aufge­kreuzt worden sei. In dem Landschaftsbild der Berge fehlten auch nicht heute teilweise noch tätige Vulkane und große Seen. Die höchsten Berge seien sogar unter dem Aequator vergletschert und ihre Kuppen seien mit einer Eishaube überzogen. Eine weitere typische Art für Afrika fei fein Reichtum an großen Seen. Im Diluvium seien noch mehr Seen

Weitere Geldspenden für das WHW

Eine neue Liste der Kreisführung Gießen des Winterhilfswerks.

Wissenschaft im Dienst am Volk.

Professor Dr. Klute überWirtschastswert afrikanischer Landschaften"

als Richter, für die im anderen Bezirk begangenen als Staatsanwalt und Untersuchungsrichter zustän­dig sind. Eine weitere Besonderheit ist es, daß es neben dem Kriegsgerichtsrat auch noch einen 0e« richtsherrn gibt, bei der Division den Divi­sionskommandeur. Dieser kann dem Kriegs­gerichtsrat Vorschriften machen, ist somit gewisser­maßen General- und Oberstaatsanwalt. Da das Gerichtsverfahren einen Eingriff in die Truppe be­deutet, muß der Gerichtsherr gefragt werden, wenn ein Verfahren eröffnet werden soll. Beispielsweise sind Haftbefehle von einem Kriegsgerichtsrat unb dem Gerichtsherrn zu unterschreiben. Bei Meinungs­verschiedenheiten zwischen Kriegsgerichtsrat unb Gerichtsherrn hat erster dem Korpskommandeur Be­richt zu erstatten. Dieser kann seinerseits wieder Anweisungen an den Divisionskommandeur erlassen. Teilt er jedoch die Ansicht des Divisionskomman­deurs, so ist weiterer Bericht an den Kriegsminister zulässig. Oberkriegsgericht und Senat beim Reichs­gericht sind lediglich Berufungs- bzw. Revisions- instanz.

Bei der Verhandlung selbst ist Vorsitzender ein Kriegsgerichtsrat, der nicht Untersuchungsrichter war. Als Beisitzer sind vorhanden ein Stabsoffi­zier im Range eines Majors und ein Heeresange- höriger im Range des Angeklagten. Bei schwereren Straftaten fetzt sich das Gericht aus zwei Kriegs­gerichtsräten, von denen der dienstälteste den Vor­sitz führt, einem Stabsoffizier und zwei Personen im Range des Angeklagten zusammen. Der Unter­suchungsrichter vertritt die Anklage, wobei er frei und an Aufträge nicht gebunden ist. Im übrigen erfolgt die Verhandlung wie bei den ordentlichen Gerichten. Ein Unterschied ist jedoch insofern vor­handen, als den Angeklagten keine Kosten entstehen dürfen.

In materieller Hinsicht ist zu unterscheiden zwi­schen Disziplinär- und gewöhnlichem Strafrecht. Mit letzterem haben sich die Militärgerichte zu befassen, während die Disziplinarstrafgewalt dem Kompanie­chef usw. zusteht. Verstöße gegen dos Strafgesetz können nur von den Militärgerichten abgeurteilt werden, fallen somit nicht unter die Disziplinar­strafgewalt. Letztere ist nach dem Range des Aus­übenden gestuft. Hinsichtlich der Strafen ist be­achtlich^ daß das MStGB. die Arreststrafe vorsieht.