Feiern den Auftakt und den Rahmen. Führende Männer der örtlichen Parteiorganisation hielten Ansprachen, in denen sie die Ereignisse des 9. November 1923, die heroische Aufopferung der Helden des Dritten Reiches und ihr edles Wollen in die Erinnerung zurückriesen.
Unter Tro-mmelwirbeln und den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wurden die Namen der 16 Gefallenen der Feldherrnhalle und die Namen der Gefallenen der Bewegung im Gau Hessen- Nassau verlesen. Mit dieser Verlesung bei gesenkten Fahnen fanden die Feiern ihren Höhepunkt.
In einer Reihe von Orten war mit dieser Gedächtnisstunde auch die Ueberführung von Kameraden der Hitler-Jugend in die aktiven Gliederungen der Partei verbunden. Führer der Hitler-Jugend wiesen in ihren Ansprachen auf die Bedeutung und die Verpflichtungen hin, die den Kameraden der HI. im Dienste der Bewegung erwachsen. Das erneuerte Treugelöbnis zum Führer, zu Volk und Reich, das Lied „In München sind viele gefallen", das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die Feiern.
Wirtschaft.
Oer Arbeitseinsatz im Oktober.
Die Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Oktober war hauptsächlich durch die vorgeschrittene Jahreszeit bedingt. Das unbeständige und niederschlagsreiche Wetter während des Berichtsmonats hat in manchen Gebieten die Außenarbeiten vorzeitig erheblich beeinträchtigt, so daß dort Arbeitskräfte in größerem Umfange zur Entlassung kamen. Die Zahl der bei den Arbeitsämtern eingetragenen Arbeitslosen stieg im Oktober um 114 000 auf 1828 000. Dieser Stand liegt um 440 000 unter dem Stand von Ende Oktober des Vorjahres.
Neben der Landwirtschaft setzten das Baugewerbe und die Baustoffindustrie, die im Sommer einen besonders günstigen Beschäftigungsstand erreicht hatten, nach Beendigung einer Reihe größerer Bauvorhaben Arbeitskräfte frei. Trotzdem blieb die Beschäftigung im Baugewerbe noch recht gut. Die Beendigung der Kur- und Reisezeit brachte im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe und im Verkehrsgewerbe den jahreszeitlich üblichen Rückgang im Arbeitseinsatz. Unter den konjunkturabhängigen Berufsgruppen erfreuten sich der Bergbau, zum Teil infolge des gesteigerten Bedarfs an Hausbrandkohle, ferner die Eisenerzeugung und die meisten Zweige der M^talloerarbeitungs- und Maschinenindustrie eines anhaltend guten Beschäftigungsgrades. Im Spinnstoffgewerbe war die Lage im allgemeinen unverändert, während das Bekleidungsgewerbe eine Verschlechterung erfahren hat.
In den Arbeitseinsatz kam im Berichtsmonat durch die planmäßigen Entlassungen aus dem Heeres- und Arbeitsdienst zusätzlich eine starke Bewegung. Infolge der Vorbereitungsmaßnahmen gelang es, den überwiegenden Teil der Entlassenen alsbald in Arbeit zu bringen. Dagegen war es in der kurzen Spanne Zeit, die seit der Entlassung bis zum Ende des Monats Oktober verstrichen ist, und bei dem jahreszeitlich verminderten Bedarf an Arbeitskräften noch nicht möglich, die Entlassenen restlos in Arbeit unterzubringen. Ein Teil der Gesamtzunahme in der Zihl der Arbeitslosen ist daher auf diese Erscheinung zurückzuführen. Da die Entlassenen den verschiedensten Berufen anaehören, gilt dies für fast alle Berufsgruppen im entsprechenden Ausmaß.
Von der Zunahme der Arbeitslosen wurden durch die Unterstützungseinrichtungen der Reichsanstalt 76 000 Personen aufgefangen. Dagegen hat sich die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen im Oktober noch um 8000 Arbeitslose vermindert. In der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge wurden Ende Oktober 951 000 Unterstützungsempfänger, in der Wohlfahrtshilfe 336 000 Arbeitslose gezählt.
Unreifes Vieh darf nicht geschlachtet werden.
ZdR. Gleichzeitig mit der Festsetzung der Schlachtungen und Fleischumsätze in sämtlichen Schweine schlachtenden und Schweinefleisch umsetzenden Betrieben auf wöchentlich höchstens 60 v. H. der wöchentlichen Schweineschlachtunqen und Schweinefleischumsätze nach dem Durchschnitt des Monats Oktober 1934 hat die Hauptvereinigung der Deutschen Diehwirtschaft unter dem 7. November 1935 mit Anordnung Nr. 28 ein Schlachtverbot für unreifes Rindvieh und leichte Schweine erlassen. Danach dürfen gewerbliche Schlachtungen von eindeutig unreifen Jungrindern nicht mehr stattfinden. Ebenso wird das gewerbliche Schlachten von Schweinen im Gewicht unter 180 Pfund in Städten mit Großmärkten und im Gewicht unter 190 Pfund außerhalb der Städte mit Großmärkten verboten. Ausnahmesälle sind nur zulässig, wenn die Notwendigkeit der Schlachtung von der zuständigen Kreisbauernschaft, oder dem Marktbeauftrag- len bescheinigt wird, oder wenn es sich um tierärztlich beglaubigte Notschlachtungen handelt.
Mit dieser neuen Anordnung ist ein weiterer Schritt in der Marktordnung für Vieh getan worden. Darüber hinaus aber erlangt die Anordnung besondere Bedeutung für die Sicherung bzw. die Wiederauffüllung der Lücken in unseren Viehbeständen, die durch die -Dürre des Jahres 1934 bzw. die sich daraus ergebende Futterknappheit im letzten Wirtschaftsjahre gerissen worden sind. Die Staffelung der Schweinepreise bei der Fest
preisfestsetzung vom 14. Oktober 1935 hatte bereits viel von dem Anreiz, Schweine unter 200 Pfund an die Märkte zu liefern, genommen. Nunmehr wird durch das Verbot von gewerblichen Schlachtungen von Schweinen bis zum Gewicht von 180 bzw. 190 Pfund dafür gesorgt, daß der nach den Schweinezählungen in der nächsten Zeit noch zu erwartende geringere Anfall an schlachtreifen Schweinen in gut ausgemästetem Zustande an den Märkten erscheinen muß, damit hierdurch ein gewisser Ausgleich geschaffen werden kann. Hat nun das Schlachtverbot für leichte Schweine in erster Linie bei dem an sich schnellen Umschlag in der Schweinehaltung für die nächsten Monate besondere Bedeutung, so geht die Auswirkung des Schlachtverbots für unreifes Rindvieh auf eine wesentlich längere Zeitspanne. Rindvieh wird erst nach längerer Zeit schlachtreif, so daß sich infolgedessen hier Eingriffe in die Erzeugung durch Ablieferung von unreifen Jungrindern an den Märkten nur in längeren Zeiträumen ausgleichen lassen würden.
*
*Guter Geschäftsgang der Ofenindustrie im Dillenburger Bezirk. Wie aus dem Gebiet des Handelskammerbezirks Dillenburg berichtet wird, konnte die Fabrikation von Oefen, vor allem der Eisenofenindustrie, bereits im vergangenen Jcthre eine Umsatzsteigerung verzeichnen. Die Nachfrage hat sich auch jetzt bereits so gestaltet, daß man wieder mit guten Erfolgen rechnen kann. Zu der winterlichen Absatzsteigerung gesellt sich eine ebenfalls nicht geringe Erhöhung der Sommernachfrage, die auf dem Wachsen der Wochenendbewegung (Zeltöfen, Laubenbeheizungsanlagen usw.) beruht. Der Absatz ist also nicht mehr wie früher saisonmäßig gebunden.
* Superphosphat-Preise f ü r Frühjahr 1936 unverändert. Laut Mitteilung der Deutschen Superphosphat-Jndustrie GmbH, gelten die bisherigen Superphosphat-Preise für die Versandzeit Frühjahr 1936, d. h. bis zum 31. 5. n. I., unverändert weiter. Die Preise für stickstoffhaltige Mischungen richten sich, wie üblich, nach den Stickstoffpreisen. Auch in diesem Jahre werden für Lieferungen im November-Dezember 1935 und Januar 1936 Frühbezugsoergünstigungen gewährt.
Nhein-Mainische Börse.
INillagsbörse meist schwächer.
Frankfurt a. M., 11. Nov. Die Börse brachte am Wochenbeginn bei weiterhin fast völliger Geschäftsstille am Aktienmarkt überwiegend schwächere Kurse. Die Unternehmungslust blieb mangels jeglicher Anregung sehr gering, während anderseits das anhaltende Angebot in Montanpapieren verstimmte. Es verloren Hoesch 1,25 v. H., Mannesmann 1,50 v. H., Stahlverein 1,13 v. H., Klöckner 0,75 o. H. und Rheinstahl 0,50 o. H. Stahlverein waren später um 0,25 v. H. erholt. Von chemischen Werten setzten IG. Farben mit 145,75 (146,50) ein, erholten sich später geringfügig auf 146, Scheideanstalt lagen mit 207 behauptet. Elektroaktien tendierten unregelmäßig, aber überwiegend behauptet. Schwach lagen nur Licht & Kraft mit 126,50 (128,75), Felten, Siemens und Lechwerke Augsburg bröckelten 0,25—0,50 v. H. ab. Ziemlich schwach lagen Zellstoff Aschaffenburg mit 73 (76), obwohl das Angebot klein war. Anderseits fielen Reichsbankanteile durch feste Haltung auf mit 177,25 bis 177,50 (175,75). Niedriger lagen noch Feinmechanik Jetter mit 79 Brief (80). Metallgesellschaft und Südd. Zucker eröffneten unverändert.
Der Rentenmarkt hatte etwas lebhafteres Geschäft in Kommunal-Umschuldung mit plus 0,25 v. H., ferner gewannen Altbesitz 0,20 v. H. und späte Reichsschuldbuchforderungen 0,13 v. H., während Zinsvergütungsscheine unverändert lagen. Ausländsanleihen lagen sehr ruhig.
Im Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen, und die Kurse bröckelten am Aktienmarkt überwiegend ab. So u. a. IG. Farben auf 145,75 nach 146,25, AEG. auf 35 nach 35,50, Stahlverein auf 76 nach 76,50 usw. Schwächer lagen ferner Holzmann mit minus 1,50 v. $)., Cement Heidelberg minus 1 v. H., Jul. Berger minus 0,50 v. H. Reichsbankanteile lagen mit 177,50 behauptet.
Auch das Rentengeschäft ließ bei allerdings gut behaupteten Kursen erheblich nach, höher lagen
nochmals späte Reichsschuldbuchforderungen mit 97,50 nach 97,40 (97,25). Pfandbriefe und Stadtanleihen notierten bei stärkster Geschäftsstille nahezu unverändert. Auslandsrenten lagen weiterhin sehr still. Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.
Abendbörse still, behauptet.
An der Abendbörse herrschte nach den z. T. empfindlichen Abschwächungen im Mittagsschlußverkehr starke Zurückhaltung und Geschäfts stille, zumal jede Anregung fehlte. Die Haltung war nicht mehr schwächer, anderseits trat aber auch keine Erholung ein. Die Kurse konnten sich im Vergleich zum Berliner Schluß ziemlich behaupten. Niedriger lagen Gesfürel mit 120 (120,75), Metallgesellschaft mit 103,50 (104), auch Scheideanstalt bröckelten leicht ab auf 206,50 (207). IG.-Farben und Stahlverein, die beide zunächst etwas schwächer eingesetzt hatten (145,40 bzw. 75), waren gegen Schluß wieder mäßig höher mit 145,50 (145,50) und 775,25 (775.13). Der Kassamarkt war ohne Bewegung und Veränderung. Am Rentenmarkt blieb die Haltung freundlich, etwas Interesse erhielt sich für Kommunal-Umschuldung und Zinsvergütungsscheine. Von fremden Werten wurden im Freiverkehr Tür- ken-Bagdad auf Basis des Berliner Schlusses zu 12 v. H. etwas beachtet.
U. a. notierten: Altbesitz 113, 6proz. Stahlverein 102,65, IG.-Farben-Bonds 122,50, 4^proz. Franks. Hyp. Bank Gold K 1 bis 4 96,25, Schutzgebietsanleihen v. 1911 bis 1913 10,40, 4pro3. Rumänen 4,80, Adca 70,50, Commerzbank 83,25, DD-Bank 82,50, Dresdner Bank 82,50, Harpener 105,65, Mannesmann 76, Rheinstahl 102, Laurahütte 20, Stahlverein 75 bis 75,25, AM. 52,75, Bekula 141,50, Conti Gummi 155, Scheideanftalt 206,50, Deutsche Linoleum 136,25, Licht und Kraft 127, IG.-Farben 145,40 bis 145,50, Gesfürel 120, Jung- Hans 77,75, Metallgesellschaft 103,50, RWE. 120, Schlickert 116, Südd. Zucker 203, Reichsbahn-VA. 122,50, Hapag 15.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt 0. M., 11. Nov. Der Getreidegrvß- markt nahm auf allen Gebieten einen sehr ruhigen Verlauf. Die einzelnen Märkte zeigten gegen die letzten Markttage keine Veränderung. Schwere Futtermittel aller Art blieben gesucht. Das Mehlgeschäft hat nur Abschlüsse für den laufenden Bedarf zu verzeichnen.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilo) in RM.: Weizen W13 203, W'16 206, W 19 210, W 20 212. Roggen R 12 166, R 15 169, R 18 173, R 19 175; Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Sommergerste für Brauzwecke 200 bis 210. Weizenmehl 13 27,95, W 16 28,20, W 19 28,20, W 20 28,55 Roggenmehl R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Reichsmark Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,10 bis 17,25, Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W 13 10A5, W 16 10,80, W 19 11,00, W 20 11,10. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50; Mühlenfeftpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Trockenschnitzel 8,80; Großhandelspreise ab Fabrikstation. Heu 8,00 bis 8,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 3,20 bis 3,40, dasselbe gebündelt, 3,00 bis 3,20 RM.
Kartoffeln: Industrie 2,90 bis 2,95, gelbfleischige 2,80 bis 2,85, weiß-, rot- und blaufchalige 2,60 RM. per 50 Kilo bei Waggonbezug. Die Sorten beziehen sich alle für hiesige Gegend. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtvlehmarkt.
Frankfurt a. M., 11. Nov. Auftrieb: Rinder 941 (gegen 818 am letzten Montagsmarkt), darunter 155 Ochsen, 54 Bullen, 636 Kühe und 96 Färsen. Kälber 326 (352), Schafe 85 (64), Schweine 1626 (1466). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a 42 (am 4. Nov. 42), b) 42 (42), c) 42 (42), d) 38 bis 41 (41 bis 42). Bullen a) 42 (42), b) 42 (42), c) 42 (42), d) 41 bis 42 (41 bis 42). Kühe a) 42 (42), b) 41
bis 42 (39 bis 42), c) 33 bis 40 (32 bis 38), d) 25
bis 32 (25 bis 31). Färsen a) 42 (42), b) 42 (42), c) 42 (42), d) 41 bis 42 (41 bis 42). Kälber a) 74
bis 76 (71 bis 75), b) 67 bis 73 (64 bis 70), c) 61
bis 66 (56 bis 63), d) 53 bis 60 (48 bis 55). Stimmer und Htirnrnel b2) 48 (48), c) 46 bis 47 (48), d) 40 bis 45 (45 bis 46). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51), f) — (—), Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (57). Marktverlauf: Rinder sehr lebhaft, ausverkauft. Ktilber rege, ausverkauft. Htirnrnel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt. Ueberstackd: 13 Kühe, 3 Schafe.
Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 778 Viertel Rindfleisch, 45 ganze Kälber, 72 ganze Hümmel, 4 halbe Schweine, 13 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76. Bullenfleisch b) 74 bis 78. Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färfenfteisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76.
Kalbfleisch b) 84 bis 91, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch nicht notiert Fettwaren: Speck aus hiesiger Schlachtung, roh unter 7 Zentimeter 77 bis 80. Marktverlauf: rege.
Schweinemarkt in Alsfeld.
A Alsfeld, 11. November. Bei dem heutigen Schweinemarkt war ein Auftrieb von 291 Ferkeln, darunter 98 HänSlerfchweinen, vorhanden. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Tiere 16 bis 20 Mark, acht bis zehn Wochen alte Ferkel 20 bis 24 Mark. Der Handel war schleppend, es verblieb ein Ueberftanb von 95 Stück.
Dos Sos förRrtroUsWcimfiunfl- das kMdslos das DcutTdumüoltoS HHI-16OO OOOfcwinne
„Mein Kampf" für Neuvermählte.
LPD. Bensheim, 11. Nvv. Auf Veranlassung des Kreisleiters der NSDAP, wird in sämtlichen Gemeinden des. Kreises Bensheim von nun an den Eheschließenden bei der Trauung das Buch des Führers „M e i n Kampf" als Geschenk überreicht.
Solokantaten für Gesang, Violine und Orgel von Buxtehude und Georg Philipp Telemann standen auf der reichhaltigen Vortragsfolge, die durch das hingebungsvolle Musizieren aller Mitwirkenden den sehr zahlreichen Besuchern eine erhebende Feierstunde vermittelten.
n. Mücke, 11. Nov. Gestern hielt die Orts- fachschaftsgruppe Imker im Saale des Gastwirts Baift ihre Monatsversammlung ab. Imker Erb erstattete Bericht über die Standschau bet Fink in Hartenrod. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde die gefährliche Faulbrut bei Bienen eingehend besprochen. Der Seuchensachverständige Ramge aus Kirtorf berichtete über feine jüngsten Erfahrungen und gab manchen praktischen Wink. Im Laufe dieses Jahres wurden sämtliche Bienenstände der Ortsfachgruppe einer eingehenden Revision unterzogen. Von welch' hoher Bedeutung diese Maßnahme war, zeigte sich dadurch, daß in drei Ortschaften des Bezirks Faulbruter- scheinungen feftgestellt und noch rechtzeitig auf ihren Herd beschränkt werden konnten. Für die Winterhilfe wurde im vorigen Jahre 2 v. H. des Honigertrages gestiftet. In Anbetracht der diesjährigen Mißernte hat sich die Jmkerfchaft entschlossen, eine Geldspende an die Winterhilfe abzuführen. Zum Schlüsse ermahnte der Obmann die Mitglieder trotz der geringen Ernte ihre Pflichten den Immen gegenüber nicht zu versäumen.
Kreis Lauterbach.
A Lauterbach, 11. Nov. Auf dem Fluggelände bei Maar konnte am vergangenen Sonntag der Lauterbacher Fliegersturm ein neues Segelflugzeug, einen „Zögling" von 12 Meter Spannweite, seiner Bestimmung übergeben. Das Flugzeug war von den Kameraden des Sturmes unter der Initiative von Gewerberat Köhler in 2000 Arbeitsstunden aus eigener Kraft geschaffen worden. Graf Solms, als Vertreter der Landesgruppe 11, weihte bas Flugzeug auf den Namen „Biel", auf den Namen jenes Geländes, auf dem der Fliegersturm Lauterbach feine fliegerische Tätigkeit begann.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
R 0 d h e i m a. b. 23 i e b e r, 11. Nov. Mit dem Schlageterschild wurde der Schreiner Friedrich Schneider von hier ausgezeichnet.
Oberhessen.
Kreis Alsfeld.
]) Alsfeld, 11. Nov. In der hiesigen Walpurgiskirche fand ein Kirchenkonzert statt, das von der Wanderkantorei Münch ausgeführt wurde. Orgelwerke des großen nordischen Orgelmeisters Dietrich Buxtehude und des Lüneburgers Georg Böhm, die beide für den jungen Johann Sebastian Bach zu wichttgen Lehrmeistern wurden, zwei Sätze aus Violinsonaten Georg Friedrich Händels und
Srieffaflett der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung)
TB. Sch. in R. Wenn der Käufer sich weigert, statt der vereinbarten 64 kg nur 58' kg zu zahlen, so kann der Verkäufer den Käufer vor dem Amtsgericht Gießen auf den Unterschiedsbettag verklagen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch lossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 0. H.
Frankfurt a.M.
Berlin
Gchluß- kurs
Schlußk. Abend- börse
Schlußkurs
Schluß!. Mittag- börse
Datum
9.11
11.11
9.11.
11.11.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100,9
'00,4
100,5
100,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,65
97,5
97,65
102
97,5
5)4% Doung-Anleihe von 1930 ..
'öS
101,75
102
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
113
113
113,13
113
4x/»% Deutsche Reichspostschatz an-
Weisungen von 1934, I.......
6% e^em.8% Hess. Bolksstaat 1929
100,6
100,75
100,9
100,7
(rückzahlb. 102%)............
97
97
96,6
96,8
4Yi% ehe in. 8% Hessische Landes-
baut Darmstadt Gold 91.12....
96,13
96,25
—
5Yi% ehern. 4)4% Hess. Landes-
Hypothekenbank DarmstadtLtgui
100,65
100,65
—
4Yi% ehern. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
91,75
91,75
—
—
Oberhesjen Provinz-Anleihe mit
AuSlos.-Rechten .............
—
—
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
113,3
113,13
113,25
113,5
4Ya% ehern.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
96,25
96,25
—
5)4% ehem. 4)4% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriefe.......
100,5
100,65
_
5)4% ehem. 4)4% Rheinische
Hhp.-Bank-Ligu.-Goldpse.....
100,75
100,75
100,9
100,9
4)4% ehem. 8% Pr. Landespfand-
brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
4)4% ehern. 7% Pr. Landerpfand. briesanst., Gold Komm. Obl.VI
97
97
97,5
97
Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38
107,65 1 107,65
107,65
107,65
4% Oesterreichische Goldrente....
29,5
29,5
30
29
4,20% Oesterreichische Silberrente
——
1,3
1,4
1,25
4% Ungarische Goldrente.......
9,6
9,4
9,5
9,5
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
9,5
9,25
9,3
9,25
♦Yi% desgl. von 1913..........
9,5
9,4
—
—
6% abgest. Goldmexikaner von 99
10,7
10,5
10,9
10,9
4^Türktsche Bagdadbahn-Anlethe
SettiS1..................—
H»5
12,1
Frankfurt a. M
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« kurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
9.11.
11.11.
9.11
11.11
4% vesgl. Serie 11 .............
_
11,25
11,5
5% Rurnän. vereinh. Rente v. 1903
5,9
5,9
—
4)4%Rumän.vereinh.Nentev.l913
8,5
8,5
8,5
8,5
4% Rumänische vereinh. Rente
4,75
4,8
4,75
4,8
.39 5
39
39
39,25
Hamburg-Amerika-Paket .....
0
15
15
15,13
15
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
——
—
—
28
Norddeutscher Lloyd .........
0
16,75
16,5
16,5
16,4
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
76,5
75
76
75
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
108,25
108,25
108,5
108
Commerz- und Privat-Bank ...
0
83,25-
83,25
83,25
83,25
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................
0
82,5
82,5
82,5
82,5
Dresdner Bank..............
0
83
82,5
83
82,5
Reichsbaak ................
12
175,75
177,5
176,75
177,4
A.E.G......................
0
35,5
35
35,75
34,65
Bekula....................
10
141,4
141,5
141,25
141,4
Elektr. Lieferungsgesellschaft...
5
107,5
107,75
108,65
108
Licht und Kraft ........... 6)4
128,75
127
128,25
127
Felten & Guilleaume.........
4
101
100,5
101,13
100,25
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung
6
121,13
120
122
120,75
Rheinische Elektrizität ........
6
128
128
127,5
127
Rbein. Wests. Elektr..........
6
120,25
120
120,5
120
Schuckert & So...............
4
117
116
116,75
116,25
Siemens L Halske............
7
161,25
161
161
159,9
Lahmeyer LEo..............
7
121,25
121
121,5
121,75
4
97,75
96 5
Harpener...................
0
106'13
105^65
107'75
lO?^
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen ..
3
86,25
85
86,25
84,25
Ilse Bergbau ...............
6
—
152,5
150,5
Ilse Bergbau Genüsse........
6
125
125
125,13
125
Klöcknerwerke ...............
3
83,75
82
83,75
82
Mannes mann-Röhren......
0
78,75
76
78.65
76
-
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
9.11.
11-11.
9.11
11.11.
ManSfelder Bergbau.......
. 5
118
117,5
118
117,75
Kokswerke................
. 6
—
113
112,4
Rheinische Braunkohlen ....
12
213
212
212
210
Rheinstahl ................
. 4
103,5
102
104
102,25
Bereinigte Stahlwerke......
. 0
77,25
75,25
77,13
75,13
Otavi Minen .............
. 0
18,5
18,5
18,5
18,5
Kaliwerke Aschersleben......
. 5
126,5
125,25
126,5
Kaliwerke Westeregeln......
. 5
120
—
120
121,25
Kaliwerke Salzdetfurth.....
iya
—
177,5
178
g. G. Farben-Jndustrie.....
• ?
146,5
145,5
146,5
145,5
Scheideanstalt.............
. 9
207
206,5
——
Goldschmidt ..............
. 5
104
102,5
103,5
102,5
Rütgerswerke .............
. 6
109,75
110,13
111
109,5
Metällgesellschaft...........
- 4
103,5
103,5
104
104
Philipp Holzmann.........
. 4
88
86
87,5
85,25
Zementwerk Heidelberg ....
. 7
116,25
115,5
Cementwerk Karlstadt.......
. 6
130
130
Schultheis Patzenhofer .....
. 4
_
—
101,25
100,5
Aku (Allgemeine Kunstseide)
. 0
52,75
52,75
52,75
52,9
Bemberg.................
. 5
103
103
103,13
101,25
Zellstoff Waldhof ..........
. 6
108,5
107,5
109
108
Zellstoff Aschaffenburg .....
. 0
76
73
75
73,25
Dessauer Gas .............
. 7
—
——
125
124
Daimler Motoren..........
. 0
90
88
90,5
88,13
Deutsche Linoleum.........
. 8
137,5
136,25
137,13
136
Orenstcin L Koppel........
. 0
—
—
76
74
Westdeutsche Kaufhof.......
. 0
23,9
23,65
24
23,25
Chade....................
71 /.
293,5
294,5
294
295,25
Accumulatoren-Fabrtk......
12
168,75
168,5
169,4
168,9
Eonti-Gummi.............
. 8
156
155
155,5
155
Grttzner...................
. 0
27
27
27
27,5
Mainkraftwerke Höchst a.M..
. A
87,75
87,75
-
Süddeutscher Zucker .MM.M
10
203
203
I 203,25
203
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
Banknoten.
9. November
11 November
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
I Brief
Buenos Sitte:
0,673
0,677
0,673
0,677
Brüssel.....
42,03
42,11
42,03
42,11
Rio oe Ian.
0,141
0,143
0,141
0,143
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,66
54,76
54,66
54,76
Danzig.....
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,24
12,27
12,24
12,27
Heljingfors..
5,395
5,405
5,395
5,405
Paris ......
16,37
16,41
16,365
16,405
Holland ....
168,81
169,15
168,69
169,03
Italien.....
20,20
20,24
20,20
20,24
Japan ......
0,715
0,717
0,715
0,717
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
61,46
61,58
61,46
61,58
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
11,10
11,12
11,10
11,12
Stockholm...
63,09
63,21
63,09
63,21
Schweiz ....
80,84
81,00
80,84
81,00
Spanien....
33,94
34,00
33,94
34,00
Prag.......
Budapest ...
10,265
10,285
10,265
10,285
Neuyork...
2,486
2,490
2,486
2,490
Berlin,) 1 .November
Geld
Briei
Amerikanische Noten..............
2,438
2,458
Belgische Noten..................
41,88
42,04
Dänische Noten .................
54,45
54,67
Englische Noten .................
12,205
12,245
Französische Noten...............
16,315
16,375
Holländische Noten...............
168,27
168,95
Italienische Noten................
19,46
19,54
Norwegische Noten ..............
61,30
61,54
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
—
Rumänische Noten...............
-
Schwedische Noten...............
62,92
63,18
Schweizer Noten..................
80,66
80,98
Spanische Noten.................
33,58
33,72
Ungarische Notea ................


