bat ich mir aus, daß man mich wenigstens so lange oben ließ, bis eine zweistellige Stundenzahl herauskäme. Man hat mir diesen Wunsch auch erfüllt Mit mir zusammen stieg der Fluglehrer Denker auf, der aber zwei Stunden vor mi; landete. Wir hatten viel Spaß an dem gemeinsamen Segeln über diese wundervolle Geyend zwischen Rossitten und Pillkoppen. Als ich später ohne Erbarmen von der Leitung der Fliegerschule bei Anbruch der Dunkelheit heruntergeschossen wurde, war ich wirklich traurig. Es war unbeschreiblich schön, an Hunger oder Langeweile habe ich auch nicht einen Augenblick gedacht." Liesel Zangemeisters Leben war Sieg, Kampf und heroisches Ende.
Der dritte Tag
der Internationalen Sechstagefahrt.
Der schwerste Tag in allen bisherigen 16 Veranstaltungen war wohl der dritte Fahrtag der 17. Internattonalen Sechstagefahrt für Motorräder, an dem eine Strecke von 475 Kilometer zurückzu« legen war, die von Oberstdorf über Friedrichshafen, St. Blasien, Schauinsland nach Titisee führte. Don fünf gestarteten Nationalmannschaften im Wettbewerb um die Goldene Trophäe blieb nach dieser schweren Prüfung des Mittwochs nur noch die deutsche strafpunktfrei. Alle anderen, mit Ausnahme der tschechoslowakischen, haben mehr als 100 Sttaf- punkte. Trotzdem ist die Lage für uns nicht allzu rosig, denn ein Mitglied unserer Nationalmannschaft (Kraus) hat sich mit seiner Beiwagenmaschine unweit vom Ziel überschlagen, wobei sein Beifahrer Josef Müller verletzt wurde. Obwohl Müller bewußtlos war, kam er rechtzeitig im Ziel an und verhalf unserer Mannschaft dazu, daß sie noch ohne Strafpunkte ist. Allerdings wird es sich erst nach
einer ärztlichen Untersuchung Herausstellen, ob der tapfere Müller noch weiterfahren kann. Englands Nationalfahrer Bradley fiel wegen Maschinendefektes aus und Italien verlor seinen von Gilera gesteuerten Seitenwagen. Die tschechische Nationalmannschaft erhielt ihre Strafpunkte wegen Reifenschaden.
Die Fahrer erklärten, das heute von ihnen Verlangte läge an der Grenze des Möglichen. Besonders besorgt ist man um die Reifen, die sofort nach Ankunft im Ziel gewechselt werden. Am heutigen Tag hatten es die Seitenwagen-Maschinen weitaus am schwersten, während die Soloräder etwas besser durchkamen. Die Bergprüfung am Schauinsland war eine Kleinigkeit, dagegen machte die Bergprüfung bei Miessen den Fahrern schon bedeutend mehr zu schaffen, am schwierigsten war aber die Geländefahrt im Anschluß an die Mittagskontrolle, die auch die meisten Opfer forderte.
Heini Oittmar in Thun gelandet.
Nach seinem geglückten Höhenflug über die Gipfel der Jungfrau und des Mönch ist der deutsche Weltrekordmann Heini Dittmar mit seinem Segelflugzeug glücklich in dem etwa 40 Kilometer entfernten Thun gelandet. Seine an Bord befindlichen Meßapparate konnten am Dienstag noch nicht zum internationalen Segelfliegerlager auf dem Jungfraujoch gebracht werden, so daß man auch noch nicht weiß, welche Höhe der Darmstädter bei seinem Flug offiziell erreicht hat. Das Wetter ließ 'am Dienstag wieder zu wünschen übrig, gegen Mittag zogen dichte Wolken auf, und so beschränkten sich die im Lager versammelten Segelflieger darauf, ihre Apparate wieder auf die' Jocyhöhe zu bringen und für die kommenden Tage fertig zu machen.
VundesMer Linnemann über das Wballjahr 1935/36.
In einem Rundfunkvortrag hat sich der Führer des Deutschen Fußballbundes, Fachamtsleiter Oberregierungsrat Linnemann, mit den Aufgaben im jetzt voll einsetzenden Fußballjahr 1935/36 auseinandergesetzt. Im Hinblick auf das olympische Fußballturnier machte er dabei u. a. folgende Feststellung:
„Der letzte und wichtigste Teil der sportlichen Betätigung des kommenden Jahres liegt in der Teilnahme an den olympischen Spielen. Noch steht das Programm der olympischen Fußballkämpfe nicht fest. Noch hat der internationale Fuhballverband, der vom olympischen Komitee mit der technischen Leitung dieser Kämpfe beauftragt ist, eine Entscheidung über die Austragungsform nicht getroffen und eine Ausschreibung noch nicht erlassen. Wir hoffen ober, daß die Führung des internationalen Fußballsports erkannt hat, wie bedeutsam es für die Wertung des Fußballs ist, daß er im Rahmen der größten allgemeinen Sportveranstaltung feiner Bedeutung gemäß vertreten wird. Wir hoffen, daß der Vorstand der Fifa seine Entscheidung baldigst bekannt gibt, damit der deutsche Fußball seine Vorarbeiten bald in Angriff nehmen und so aufbauen kann, daß die Kämpfe selbst mustergültig ausgetragen werden und alle Besucher sich in Deutschland wohlfühlen.
Schon heule haben die Führer einiger nationalen verbände ihre Bereitwilligkeit zur Teilnahme an den olympischen Fuhballkampfen aus- gesprochen. Mr würden uns freuen und es dankbar begrüßen, wenn noch viele, ja wenn möglichst alle Fuhballverbande bei den olympischen Spielen vertreten sein würden.
Wir heißen die Vertreter aller Fußballverbände in Deutschland und zur Olympia herzlich willkommen und werden uns bemühen, allen unseren Besuchern den Aufenthalt in Deutschland angenehm zu gestalten.
Neben den Aufgaben der Durchführung des (Sport* betriebe läuft als natürliche Ergänzung die Schulungsaufgabe. Auf hierbei ist die Teilnahme an den olympischen Kämpfen der Pol, um den sich in diesem Jahr das Hauptziel der Schulungsarbeit drehen muß. Gewiß wird die laufende Schulungs- arbeit in den Kreisen und in den Gauen nicht in Fortfall kommen. Sie wird sich wie bisher erstrecken auf die Aktiven, auf die Sportwarte, auf die Jugend und auf die Ausbildung von Schiedsrichtern. Denn wir leiden zweifellos unter einem Mangel an Schiedsrichtern. Sie wird aber noch stärker als bisher eingestellt sein auf das Herausholen junger Talente. Die zusätzliche Zweckschulung des Nachwuchses wird dann in Durchführung besonderer olympischer Kurse der im Vorjahr und in diesem Jahr entdeckten talentierten Sportler liegen.
Diese Schulung wird sich über die ganzen IBln- termonate erstrecken und bis zum Frühjahr zur
Auslese der endgültigen Olympia-Kandidaten führen müssen.
Vom Frühjahr ab muß sodann die Schulung derjenigen Sportler einsetzen, die für die Vertretung des deutschen Fußballsports bei den olympischen Spielen in Betracht kommen. Diese letzte Schulung verfolgt zwei Ziele. Die 22 Berufenen müssen
1. für jede einzelne Person in den körperlich besten Kräftezustand versetzt werden, sie müssen
2. so zu einer Einheit in taktischer, technischer und kameradschaftlicher Beziehung zusammengeschweißt werden, daß jeder einzelne Posten in der Mannschaft von jedem der vorgesehenen Spieler eingenommen werden kann, ohne daß die Einheit der Mannschaft darunter leidet.
Es ist selbstverständlich, daß in Erledigung dieser Aufgabe die Vereine in diesem Jahr zeitweise auf die Mitwirkung ihrer besten Spieler verzichten müssen. Ich bin aber überzeugt, daß alle betroffenen Vereine von der Notwendigkeit des Verzichts auf diese Spieler im Interesse des Ansehens des deutschen Sports so überzeugt sind, daß dieses Opfer nicht mehr schmerzlich empfunden wird."
Einen ernsten Appell richtete der Bundesführer an olle Vereine des Fachamts aber auch an die Zuschauer, um dem wahren Sportgeist im neuen Spieljahr zum Siege zu verhelfen. Er führte dabei u. a. aus:
„Das sportliche können ist im Aufstieg, und die Ausstellung von etwa 40 000 neuen Spie- lerpaffen beweist am untrüglichsten, wie sehr der Fußballspork immer mehr Anhänger gewinnt.
Nicht ganz Schritt gehalten mit dieser Entwicklung hat der Umbruch bzgl. der inneren Einstellung zur Idee des Sports. Es ist im vergangenen Jahr bereits wesentlich besser geworden, aber so manches Toben der Zuschauer auf den Sportplätzen, Angriffe gegen die Schiedsrichter, Vorfälle unfairen Spiels und unsportlicher Einstellung gegenüber dem Gegner haben auch im letzten Jahr bewiesen, daß noch einige Schlacken aus unserem Sport zu entfernen sind.
Ich bitte alle Fußballkameraden darum, in dem Gegenspieler nur den Kameraden zu sehen und im Fußballkampf nur ein ritterliches Streiten gegen den achtbaren Gegner. Auch die größten Hitzköpfe müssen lernen, lieber anständig und ritterlich zu verlieren, als in unedler Leidenschaft zu gewinnen.
Weiterhin bitte ich alle Fußballspieler darum, in dem Schiedsrichter den Sportkameraden zu sehen, der für dieses Spiel zum Führer und Richter bestellt ist und ihm von vornherein volles Vertrauen entgegenzubringen.
Wer mit einem vorgefaßten Mißtrauen den Schiedsrichter ansieht, wird niemals die richtige innere Einstellung zu diesem Sportkameraden finden kön
nen. Ich bitte unsere Zuschauer darum, in den Schiedsrichtern Männer zu erblicken, die nur aus innerer Freude an unserem Sport ein schweres und der stetigen Kritik ausgesetztes Amt übernehmen. Einen solchen Idealismus mit Pfiffen, Bespöttelung und Verhöhnung zu danken, ist eines Deutschen unwürdig. Ich bitte auch unsere Jugend, die nunmehr neue Ideale auf ihre Fahne geschrieben
hat, den Erwachsenen in der idealen Einstellung zum Sport bei jedem Spiel voranzugehen. Wenn das geschieht, dann werden wir sehr bald auch Die notwendige und im Sinne unseres Führers lie- gende ideelle Einstellung zum Sport voll erreicht haben. Dann erst wird die Durchführung unserer Kämpfe nur noch reine Freude auslosen.
Wirtschaft.
Oie Obsternte an der Bergstraße.
Fwd. Die (Ernte der Spätzwetschen ist im Gang und bringt einen vollen Ertrag. Auch die abgeschlossene Ernte der Frühzwetschen war gut. Sonst war im Frühobst das Erträgnis mittelmäßig, nachdem die Blüte teilweise unter Frost gelitten und das Vorjahr eine Rekordernte gebracht hatte. Trotzdem ist das Ergebnis beim Obst im ganzen zufriedenstellend. So waren die Anfuhren auf dem Obst- grotzmarkt, der 30 Sammelstellen an der Bergstraße und im badischen und hessischen Odenwald unterhält, in den letzten Wochen größer als erwartet. Jetzt kommen die ersten Nüsse auf den Markt.
♦
* Lebhafte Beteiligung an der Zeichnung für die Reichsanleihe. Die Zeichnungen für die Reichsanleihe schreiten, wie der DHD. von unterrichteter Seite erfährt, in erfreulicher Weise fort. Das breite Publikum beteiligt sich sehr rege daran, das bisherige Zeichnungsergebnis ist sehr befriedigend.
* Die Adlerwerke norm. Heinrich Kleyer A G., Frankfurt a. M., hatten im Frühjahr dieses Jahres zur Bewältigung von lieber« arbeit Saisonarbeiter von 680 Mann eingestellt. Bei der Einstellung dieser Belegschaftskräfte war vereinbart, daß mit Erledigung dieser Arbeitshäufung mit Zustimmung des Treuhänders der Arbeit diese Zahl der Belegschaft wieder zur Entlassung komme. Dies tritt nunmehr mit Wirkung zum 15. September ein. Die Belegschaftsstärke der Adlerwerke beträgt zur Zeit 5800 Mann. Die Beschäftigung des Werkes ist nach wie vor günstig, wenn auch nunmehr der alljährliche leichte Saisonrückgang zu verzeichnen ist. Der Anteil der Adlerwerke an sämtlichen Neuzulassungen hat sich im Laufe dieses Jahres erhöht und liegt zur Zeit 3 v. H. über der Vorjahreshöhe.
Nhein-Maimsche Börse.
Hlitfagsbörfe im Verlaufe etwas fester.
Frankfurt a. M., 11. Sept. Die Börse verharrte in ruhigem Zustand. Immerhin lagen die Kurse widerstandsfähig, im Verlaufe war die Haltung, durch die stärkere Bewegung des Farbenmarktes angeregt, allgemein etwas freundlicher. Neben Farben traten Reichsbankanteile stärker hervor, die bis 183,50 nach gestern 180,65 gehandelt wurden. Besondere Momente lagen nicht vor, nur ging der berufsmäßige Börsenhandel zu Meinungskäufen über. IG.-Farben zunächst 155,75 (155,50), bann 156,75. Die Verlängerung des Stickstoffabkommens regte dabei an. Erdöl um 0,65 v. H. freundlicher, Rütgers nur knapp gehalten. Sehr still lagen Elektrowerte, Siemens um 0,25, AEG. 0,25 v. H. fester, Gesfürel behauptet. Zellstoffwerte noch etwas schwächer, so Aschaffenburger um 0,50, Waldhof um 0,75 v. H. Auch Montanwerte zumeist rückläufig, dabei verloren Buderus 0,50, Harpener 0,25, Rheinstahl 0,40, Stahlverein 0,25 v. H. Von Maschinenwerten Muag 74,25, Moenus 86,50, also etwas freundlicher. Daimler im Verlaufe lebhafter und wieder an der Parigrenze nach gestern 98,75. Schiffahrtswerte zu Beginn noch etwas leichter, so Nordd. Lloyd um 0,25 v. H. Deutsche Linoleum wurden ausschließlich 7,2 v. H. Dividende etwa unverändert genannt. Aku 0,25 v. H. niedriger.
Der Rentenmarkt lag nach wie vor sehr ruhig, Altbesitz unverändert, Zinsvergütungsscheine 0,1 v. H. freundlicher. Dollarbonds bis 0,50 v. H. fester, so zertifizierte Preußen 60,50. Ungarn um 0,1 v. H. abgefchwächt. Im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer 104,25 bis 104,75.
Von den später notierten Werten zogen Südd. Zucker erneut um 1,75 v. H., dann Reichsbahn-VA. 0,13, Harpener 0,25 v. H. an. Der Verlauf blieb außerordentlich, unter dem Eindrücke der Geschäfts- stille. JG.-Farben wieder 156. Renten sehr still, Pfandbriefe unverändert.
Tagesgeld etwas knapper und 3,25 v. H Abendbörfe vollkommen still.
An der Abendbörse stagnierte das Geschäft vollkommen. IG. Farben notierten etwas über Mittagsschluß, Rheinstahl mit 112,25 0,50 über Mittagsschluß. Im übrigen waren die Berliner Schluß- kurse gehalten. Renten lagen ebenfalls umsatzlos, Altbesitz 111,13 o. H.
Bon später notierten Werten lagen 4 v. H. Schweizer Bundesbahn mit 187 1 v. H. niedriger. 3,5prozenttge dto. unverändert. Der weitere Ver
lauf ergab keine Veränderungen. IG. Farben schlos- sen 156,40. Kurse: Altbesitz 111,13, 6 vH. Vereinigte Stahlbonds 102,50, 4prvzentlge Rumänen 5,13 Brief, 4 vH. Schweizer Bundesbahn 187, 3,5prozenttge dto. 177,50, Commerzbank 91 DD - Bank 90,50, Dresdner 90,75, Reichsbank 183,25, Harpener 112, Mansfelder 120, Rheinstahl 112,25, Stahlverein 82,50, Aku 59,25, Bekula 144,65. IG. Chemie volle 164,50, dto. 50prozentige 146,50, Scheideanstalt 240, Deutsche Linoleum 154, Licht & Kraft 134,25, IG. Farben 156,40, Gesfürel 127,50, Goldschmidt 110, Junghans 85, RWE. 130. Schuckert 126 Siemens 176,25, Reichsbahn-Vorzugsaktien 124,13, Hapag 16.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 11. Sept. Der Getreidemarkt lag noch ruhig, allerdings fängt das Geschäft in Roggen und Weizen an, sich etwas zu beleben. Der Futtermittelmarkt war noch ohne besondere Anregung, ölhaltige Futtermittel fehlen noch, bekanntlich wird aber demnächst mit einer stärkeren Zuteilung gerechnet. Während Futter- und Nachmehl wenig beachtet waren, ist Kleie sehr gesucht bei geringem Angebot. Der Mehlmarkt blieb ruhig.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 199, w 16 202, W19 206, W 20 208, Roggen R12 162, R 15 165, R18 169, R19 171 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste und Hafer nicht notiert. Weizenmehl W 13 27,70, W16 28,15, Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,25, Weizenfuttermehl 13,50, Weizenkleie W 13 10,92, W16 11,13, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlen- Festpreis ab Mühlenstation. Soyaschrot mit Monopolzuschlag, Palmkuchen m. M., Erdnußkuchen m. M. und Treber sowie Trockenschnitzel nicht notiert. Heu 8 Mark, Weizen- und Roggenstroh draht- gepreßt oder gebündelt 2,40 bis 2,50 Mark. Tendenz: ruhig. In Handelsklassenware fanden Abschlüsse nicht statt.
Schweinemarkt in Friedberg.
LPD. F r i e b b e r g, 11. Sept. Auf dem heutigen Schweinemarkt entwickelte sich sehr lebhaftes Geschäft. Der Auftrieb von 655 Jungtieren konnte ganz abgesetzt werden. Es wurden gezahlt: bis sechs Wochen alte Tiere 15 bis 18 RM., sechs bis acht Wochen alte Ferkel 18 bis 22 RM. und acht bis zwölf Wochen alte Tiere 22 bis 33 RM.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 12. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 8 Ochsen 2 Bullen, 6 Kühe, 12 Färsen, 828 Kälber, 193 Schafe, 189 Schweine. Es kosteten: Kälber 41 bis 70 Mark, Hämmel 35 bis 45, Schafe 32 bis 38, Schafe 50 bis 54 Mark. — Marktverkauf: Kälber mittelmäßig, Hammel und Schafe langsam, Schweine wurden zugeteilt.
Rundfunkprogramm.
Freitag, 13. September.
6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk: Reichsparteitag der Freiheit! Die ersten drei Tage. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert. 14.10: Mitten im Werktag. Sozialund Wirtschaftsdienst in bunter Folge. 15.15: Für die Frau. Musik aus galanter Zeit. 16.30: Wie berechnet man das Alter der Erde? Eine geologische Betrachtung von Dr. R. Börner, Frankfurt a. M. 16.45: Kampf um das Reich. Karl V. 17: Zum Reichsparteitag in Nürnberg: Reichssendung: Aufmarsch der politischen Amtswalter auf der Zeppelinwiese. 18.30: Warum schufen wir die Landjugend? Ein Dreigespräch. 18.45: Das Leben spricht! 19: ... Und jetzt ist Feierabend. Abschied vom Sommer. 19.40: „Herr X meldet sich zu Wort", Plauderei von Dr. Anny Hadolny. 20: Zum Reichsparteitag in Nürnberg: Reichssendung: Frauenkongreß in der Festhalle. 22.20: Das offizielle Rundfunkschrifttum. 22.30: Unterhaltungskonzert. 23: Klang durch den Sommerabend. 23.30: Wir haben einen Tag verbracht! Ein Abendspiel in Versen von Paul Schaaf. 24 bis 2: Nachtmusik: „Bach — Händel".
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a. M
Berlin
Schlußkurs
Schlußt. Abend- w
Schlußkurs
Schluß!.
Mittag- börse
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schlußkurs
Schluß!. Mittagbörse
Oatum
10.9-
11 9.
10 9.
11.9
Datum
10.9.
119.
10.9.
11 9-
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1987 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 bVi% Doung'Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
101
97,4
102,4
111,13
97,25
96,75
100,5
114,5
96,»5
100,65
100,5
97
97
107,3
9,95
9,75
9,9
11
101
97,3 102,65
111,13
100,3
97
96,75
100,75
92
129,5
114,5
96,75
100,7
100,65
97
97
107,3
30
9,825
9,9
9,75
11
101,13
97,4
102
111,25
100,2
95,75
114,65
100,65
97
97
107,4
29,7
1,5
9,9
9,85
9,9
11
101,13
97,4 102,25
111,25
100,2
129
114,5
96,75
100,65
97
97
I 107,3
29,4
1,45
9,85
9,95
9,85
11,25
13
4% deögl. Serie II .............
11,5
6,25
6,9 5
41
16
18,25
81
115
91.5
90,75
90,75
39,65
144
114
133,5
106,25
126,25
145,5
129
125,5 176
103
112
96,25
129
93
88,5
11,5
6,25
5,13
41
16
18
81
115,75
91
90,5
90,75
183,25
39,75
144,65
114,25
134,25
106
127,5
145
130
126
176,25
132,5
102,5
110,5
112
96
129
93
i 88,5
6,25
8,7
5,1 41,25
16,25 22,25 ro,13
81
116 91,5
90,75 90,75
180,65
39,75 144,13 114,25 133,75
106,25 125,13
146 129,13 125,75 176,25
133
103
111
112 25
96,25
164 129,5 93,75
89
6,13
8,6
5,15
41,25
16,13
27,5
18,13
81,5
115
91
90,5
90,75
183,25
39,65
144,9
113,5
134,5
106,5
127,5
145
130,13
126
176,4
132
103,5
111,4
111,5
96,25
130
93,25 . 88,75
5% Ruinän. vereinh. Rente v. 1903 4Vr%Rumän.vereinh.Renrev.i9i3 4% Rumänische vercinh. Rente 2 yt% Anatolier ..
4*/,% Deutsche RetchSpostschatzan- Weisungen von 1934, I.......
6% ef)em.8% Hess. Volksstaat 1929 trfirfinhlfi. 102O/-1............
Hamburg-Amertka-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 5
Commerz- und Privat-Bank ... 0
Deutsche Bank und Diskonto-
Gesellschaft................0
Dresdner Bant..............v
Reichsban! ................12
A.E.G......................o
Bekula.................... io
Elektr. Lieferungsgelellschaft... 5
Licht und Kraft ........... 6 y,
Felten & Guilleaume......... 0
Gesellsch.f.Eicktr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert S Co...............4
Siemens L Halske............ 7
Lahmeye» L Co.............. 7
Buderus ....... 0
Deutsche Erd«...............
Gelsenkirchen« ........... 0
Harpener................. 0
Hoesch Eisen-—Köln-Neuessen .. 0
Ilse Bergbau ...............4
Ilse Bergbau Genüsse........e
Klöcknerwerke .............
Mannesmann-Röhre« ........ t
4%% ehem. Hessische Lo
Darmstadt Gold R. 12
Wo ehem. Hess. Land thekenbank Darmstadt
4%% ehem. 8% Darmst Landesb.Goldschuldve
Oberhelsen Provinz-Anl
mdeSbank
eS-Hypo- Llaui ... Komm, rttbr. R.6 eihe mit
Deutsche Komm. Eamm leihe Serie 1 mit AuSlo
*¥i% ehem.8°/c> Franks. H
Goldpfe. 15 unkündbar Wo ehem. 4*4% Rtan
Bank-Liqu.-Pfandbrie Wo ehem. 4/,%
Hyp.-Bank-Ligu.-Gold 4W% ehem. 8% Pr. Lan briefanstalt, Pfandbrie 4K% Wm, 7% Pr. Lan briefanst., Gold Komu tzteuergutich. Berrechnun
4% Oesterretchtsche Gold 4,20% Oesterreichische S 4% Ungarische Goldrentt 4% Ungarische GtaatSren 4V.0/. bttnL nnn 1913 .
labl. Qln- .-Rechten yp.-Bank bis 1935 lf. HHP-'
Rheinische Pfe.....
deSpfand- fe R. 19 deSpfand- t. Obl.VI gSk. 35-89
rente.... ikberrente
te v. 1910
5% abgestt Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie!.....................
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Echlußk. Abend- börse
Schlußkurs
Echlußk. Mittagbörse
Datum
10 9.
11 -9
10-9.
11.9.
Mansfelder Bergbau ..
......1
118,5
120
118,5
120
Kokswerke ...........
....... 6
—
—
118
118
Phönix Bergbau......
.......0
—-
—
—-
—
Rheinische Braunkohlen
..... 12
215,5
214,5
215,5
217
Rheinstahl ...........
.....8>/i
111,65
112,25
111,4
111,75
Vereinigte Stahlwerke.
.......0
82,4
82,5
82,65
82,65
Otavi Minen ........
.......0
19
19,25
19,13
19,25
Kaliwerke Aschersleben.
.......6
135
—
135,25
135,4
Kaliwerke Westeregeln.
.......5
128,5
129,25
128,9
130
Kaliwerke Salzdetfurth
.....IVt
—
—
186
185,75
I. G. Farben-Jndustrte
.......7
155,5
156,4
155,5
156,25
Scheidcanstalt........
.......9
240
240
—-
Goldschmidt .........
.......0
109
110
109,25
110
Rütgerswerke ........
.......4
117
116,5
116,75
117
Metallgesellichaft......
.......4
112,25
111,75
112,5
111,75
Philipp Holzmann ....
.......0
96
94
95,5
95
Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..
......6
118
119,5
Schultheis Patzenhofer
....... 4
109,25
—
—
109,4
Aku (Allgemeine Kunstteide) .. 0
59,5
59,25
59,25
59,25
Bemberg............
....... 0
115,25
—
115,13
114,65
Zellstoff Waldhos .....
.......0
115,5
116
115,5
115
Zellstoff Aschaffenburg
.......0
84,75
82,5
84 5
83
Dessauer Gas ........
.......7
132
—
—
131,5
Daimler Motoren.....
.......0
99,13
99,5
99
99,75
Deutsche Linoleum ....
.......6
162,5
154
162,5
153,25
Lrenstein & Koppel ..
.......0
86,5
——
—
86,13
Westdeutsche Kaufhof..
.......0
28,5
27,75
28,25
27,75
Cbade ...............
.......c
287,5
•—
289
Acrumulatoren-Fabrit
......12
—-
—-
175
Contt-Gumm, .......
....... 8
157
157,75
157
157,75
Grttzner................. 01
Mainkraftwerke Höchst 4
Süddeutscher Zucker........ t|
33,4 [ 33,5
204 | 206,75
34 j 34
204 | 207,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
10. September
11 .September
Amtliche Geld
Notierung Brief
Amtliche Notierung
Geld | Brief
Buenos Zitier Brüssel.....
Rio de Ian. . Sofia ......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
HelsingfmcS.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien. Oslo.....:
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ...
Reuyork...
0,668 41,91 0,139 3,047
54,86 46,83
12,285 5,415 16,38
167,83
20,36 0,722
5,674
61,69 48,95
11,13
63.34 80,86
33,94
10,265
2,487
0,672
41,99 0,141
3,053
54,96
46,93
12,315
5,425
16,42
168,17
20,40 0,724
5,686
61,81
49,05
11,15
63,46
81,02
34,00
10,285
2,491
Banfnoten
0,668 41,92 0,139
3,047 54,82 46,82
12,275 5,41
16,38 167,83
20,30 0,722 5,664 61,65 48,95 11,13
63,30 80,81 33,95 10,26
2,486
0,672
42,00
0,141
3,053
54,92
46,92
12,305
5,42
16,42
168,17
20,34 0,724
5,676
61,77
49,05
11,15
63,42
81,00
34,01
10,28
2,490
Berlin, 11 Sepiember
Geld
Brie'
Amerikanische Rot«..............
2,438
41,72
54,66
12,24
16,33
167,41
19,46
61,49
63,13
80,66
33,59
2,458
41,88
54,88
12.28
16,39
168,09
19,54
61,73
63,39
80,98
33,73
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten ...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, * 1OO Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten.....;.........
Schweizer Roten......... ........
Spanische Noten.................
Ungarische Note» ................


