MAGGI
Der Zwang zur Selbsthilfe
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Rückfahrt:
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Oberheffen
In allen besseren Lebensmittelgeschäften zu haben
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21.18
21.34
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19.12
10.30
ab um
Wetzlar Dutenhofen Gießen Großen-Linden Lang-Göns Mainz-Kaftel Koblenz
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Hinfahrt:
7.39 Uhr
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8.29 „
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Schaden zu bewahren.
Wir find überzeugt, daß die erwähnten „korni- fchen Zeitgenossen" gegen alle denkbaren Zufalle des Lebens sich versichert haben. Aber noch keiner von ihnen hat daran gedacht, daß die Mitarbeit im Reichsluftschutzbund und die Ueber- nahme des Amtes als Luftschutzhauswart oder Brandwart oder als Mitglied der Hausfeuerwehr die beste Versicherung gegen mögliche Gefahren aus der Luft ist.
Mögen diese Zeilen dazu beitragen, den Abseits- stehenden die Augen zu öffnen und sie zu veranlassen, sich in die Millionenfront des Reichsluft- schutzbundes einzureihen.
20. September, in der Zeit von 20 bis 22.30 Uhr zahlen alle SA., RSA., NSKK., Reiter- und Ma- rine-SA.-ufw.-Angehörige, die nicht Parteigenossen sind, den Hilfskassenbeitrag für das 4. Vierteljahr 1935 im Cafe Leib, Walltorstraße.
Wer an diesen beiden Abenden nicht bezahlt, wird in München bei der Hilfskasse abgemeldet.
Auch werden die Hilfskassenbeiträge vorher nicht angenommen.
zubeugen.
Westerwälder Kleinbahn-Idyll.
LPD. Westerburg, 11.Sept. Ein heiteres Reiseerlebnis hatten dieser Tage die Reisenden des Zuges Westerburg—Montabaur. Kaum hatte der Zug die Station Herschbach verlassen, als er auch schon wieder hielt. Man sah den Lokomotivführer von der Maschine springen und einer Tongrube zueilen, die bis oben mit Wasser gefüllt war. In dem nassen Element schwamm eine Ziege verzweifelt hin und her. Vermutlich sah sie in dem herbeieilenden Mann ihren Retter, denn sie wandte sich ihm zu. Durch Locken und Zurufe leitete der Lokomotivführer ihre Bahn. Als sie in seiner Nähe an- gekommen war, zog er sie mit Hilfe eines herbei- geeilten Bahnbeamten aus dem Wasser und übergab sie dem Eigentümer. Das Tier hatte sich in seinem Freiheitsdrang losgerissen und war der Tongrube zu nahe gekommen. Der Lokomotivführer, dessen Tat freudige Zustimmung und Begeisterung bei den Reisenden auslöste, bestieg nach dieser Unterbrechung schnell wieder seine Maschine und erreichte auch ohne Verspätung die nächste Station.
SA.-Standarle 116.
NSDAP., Gießen-Nord.
Abteilung Hilfskasse.
Bezahlung der hilfskassenbeiträge für das letzte Vierteljahr 1935.
Donnerstag, 19. September, und Freitag,
Koblenz ist gesorgt.
Uraufführung im Stadtlhealer am Erntedankfest, Sonntag, 6. Oktober.
Am Tag des deutschen Bauern bringt die RS.- | Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Kreis Gießen, 1 eine Reichsuraufführung eines Volks- : stückes heraus, das zweifellos ein ganz großer : Theatererfolg werden wird. Herrn. August Weber, seines Zeichens Schulmeister in Holzappel an der Lahn, schreibt ein lustiges Volksstück „Holzappel" Es ist ein Stück voll urwüchsigem Humor, voll Derbheiten, aber auch voll kerngesundem Bauernstolz und Bauerntrotz, voll Gebundenheit an Heimat und Scholle. Nach der Durchsicht des Textbuches kommen wir zu der Ansicht, daß die Uraufführung derart einschlägt, daß das Stück alsbald seine Reise über sämtliche deutschen Bühnen machen wird.
Preise der Plätze von 70 Pf. bis 1,50 Mark. Karten müssen bis zum 1. Oktober bei den Orts- und Betriebswarten der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" bestellt werden.
Eportkurse ,zäraft durch Freude".
heule folgende Kurse:
Allgemeine Körperschule.
Für Frauen und Männer gemeinsam, von 16 bis 18 Uhr, Universitätssportplatz.
Reichssportabzeichen.
Für Frauen und Männer, von 18.15 bis 19.45 Uhr, Universitätssportplatz. (Sollte dieser Kursus wegen ungünstiger Witterung ausfallen, dann kann dafür der Kursus Leichtathletik, Samstag von 17 bis 19 Uhr, auf dem Universitätssportplatz besucht werden.)
Fröhliche Gymnastik und Spiele.
Nur für Frauen, von 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße.
Reiten.
Von 21 bis 22 Uhr, Reitschule Schömbs.
Achtung! Heuer kdF.-Schwimmabend!
Freitags ist ein neuer KdF.-Schwimmabend eingelegt worden. Die erste Stunde, von 20.30 bis 21.30 Uhr, für Frauen und Männer gemeinsam, Volksbad; die zweite Stunde, von 21.30 bis 22.15 Uhr, nur für Frauen, Volksbad. Diese Stunde wird von einer Schwimmlehrerin geleitet.
Hinein in die KdF. - Schwimmkursei Gtudienfahrt der Vogtschen Privathandelsschule Gieren.
Man schreibt uns: Deutsche Jugend will vorwärts! Nicht zuletzt aus diesem Grunde besuchte die Vogtsche Privat-Handelsschule mit ihren Schülern die Rhein-Mainische Wirtschaftsschau in Frankfurt am Main. .Schon in der Vorwoche besichtigte eine Klasse diese überragende Ausstellung. In den frühen Morgenstunden des 7. September begann die Fahrt des Hauptteils der Schüler nach Frankfurt. Herrlich war diese Fahrt! Um so schöner noch, da zwei bequeme Omnibusse das Fahren erleichterten. An Gesang und an der nötigen Stimmung fehlte es selbstverständlich nicht. Erwarten, Neugierde, Wißbegier waren aus den Gesichtszügen der Schüler zu lesen. Mahnend und weihevoll grüßte die Eintretenden das Bild unseres Führers und das des Reichsstatthalters, unter dessen Schirmherrschaft die Ausstellung stand. Dann begann ein inneres Erleben, Schauen, Lesen, Hören und Staunen um all das, was Menschengeist ersonnen, Menschenhand geschaffen hat. Kein Gewerbe, kein Industriezweig fehlt!
Auf zum Rhein am 15. September mit „Kraft durch Freude".
Für diese wundervolle Fahrt in der Traubenzeit bei dem herrlichen Wetter am Sonntag an den Rhein sind noch einige Plätze frei. Umgehende Meldungen werden noch entgegengenommen.
Der Zug fährt in Gießen ab 8.17 Uhr.
Nachstehend geben wir den genauen Fahrplan be-
siche 40 bis 50, Brombeeren 40 bis 45, Preiselbeeren 40 bis 45, Birnen 10 bis 30, Zwetschen 10 bis 15, Mirabellen 20 bis 30, Renekloden 25, junge Hähn 80 bis 95, Suppenhühner 70, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 5 bis 60, Salat 5 bis 10, Salatgurken 4 bis 25, Einmachgurken 1 bis 2, Endivien 5 bis 15, Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 15 bis 40, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf,
*
** Berufung in den Führerrat des Vogelschutzvereins für Hessen. Der Landforstmeister für das Land Hessen, Staatsrat Dr. h. e. Hesse, hat den Ornithologen am ^orst- institut der Universität Gießen, Dr. Karl Rudolf Fischer, in den Führerrat des staatlich autorisierten Vogelschutzvereins für das Land Hessen berufen.
Die Gießener SA. fährt zum Reichsparteitag.
Die Teilnehmer der SA. der Standarte 116 am Reichsparteitag verlassen am Freitag, 13. September, um 17.40 Uhr, mit Sonderzug Gießen.
Antreten: 17 Uhr auf dem Slandartenplah.
Marsch st raßen: Platz der SA., Sonnen- sirahe, kreuzplckh, Sellersweg, Frankfurter Straße, Liebigstraße, Bahnhofstraße zum Bahnhof.
Rütffunft:
Der Sonderzug verläßt Montag, 16. September, 15.15 Uhr, Nürnberg und trifft um 21.48 Uhr a u f dem Bahnhof Gießen ein.
Der Einmarsch erfolgt durch Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurter Straße, Seltersweg, Son- nenstraße zum Slandartenplah.
fut üifttye, Jtown und 4*u>c&£4tm, tetöudeM 'pt&kUdcL und in d£X
Das Schiff fährt ab Mainz-Kastel
Für genügend Aufenthalt in Rüdesheim sowie in
wertet werden kann. Das Entscheidende liegt dem unbeugsamen Willen, Familie und Volk vor
Voll Achtung standen die werdenden Jungkaufleute vor den Erzeugnissen unserer Wirtschaft, in deren großem Getriebe sie alle einmal Mitarbeiten werden. Deutsche Qualitätsarbeit! Unwillkürlich empfand jeder den Geist, den unser Führer in jeden Betrieb, in jedes deutsche Herz getragen hat: Einigkeit! Erschüttert und zugleich beglückt sahen die Schuler die Gegenüberstellung von Einst und Heute. Eine be- besondere, unerwartete Freude bereitete unseren Schülern der Besuch des Gauleiters und Reichsstatt. Halters Sprenger. Ein Rundgang durch tue Hauptstraßen, eine Besichtigung der Altstadt von Frankfurt gab dem Tag einen gebührenden Abschluß. Bei einem kleinen Imbiß am Ufer des Mains stärkten sich die Schüler, um vollbefriedigt und um viel Wissen reicher die Fahrt in die Heimat anzu-
mus und der von ihm erreichten deutschen Einheit hinarbeiteten. Die Juden, über deren verhängnisvolles Wirken die NSDAP, das deutsche Volk auch weiterhin aufklären werde; die Reaktion, d. h. die ewig Gestrigen, die sich in den neuem Staat nicht hineinfinden können, sondern die „gute alte Zeit" wieder herbeiführen möchten, für deren Einfluß aber im neuen Staat kein Raum mehr ist; diejenige Gruppe, welche die Religion als Deckmantel für ihre politischen Ziele benutzt. Als Beispiel führte er die westfälische Priesterschaft an und warnte davor, die Geduld des Staates, der den Kulturkampf vermeiden wolle, zu lange auf die Probe zu stellen. Ohne Adolf Hitler hätte die Kirche in Deutschland dasselbe Schicksal ereilt, wie in Rußland. Wenn auch hier und da einmal ein Fehler seit der Machtübernahme begangen worden fei, so überwiegen doch bei weitem die Erfolge, welche die national- sozialistische Regierung zu verzeichnen habe für Deutschland und seine Zukunft. — Lebhafter Beifall dankte dem Redner. Alsdann schloß Pg. H e n z e nach dem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang des Deutschland- und Horst-Wessel-Liedes die Versammlung.
In der Parallelversammlung im „Schützenhof hatte Gauschulungsleiter Pg. Demmer (Frankfurt a. M.) ähnliche Gedanken entwickelt und alle zur Mitarbeit an der Durchsetzung der Ziele und Aufgaben des Nationalsozialismus aufgerufen. Das Schlußwort fvrach hier Kreisleiter Pg. Kromm (Schotten) und er brachte das Sieg-Heil auf den Führer aus.
Landkreis Gießen.
* Langgöns, 11. Sept. Heute veru n- glückte hier der etwa 30 Jahre alte Dreschmaschinenarbeiter Fritz Rink aus Kestrich bei Groß- Felda, der mit der Dreschmaschine in unseren Ort gekommen war. Der bedauernswerte Mann geriet beim Ausfahren einer Bulldogg-Zugma- s ch i n e aus einem Gehöft unter das Fahrzeug und erlitt dabei so schwere innere Verletzun- g e n, daß er bald nach seiner Einlieferung in die Chirurgische Klinik in Gießen verstarb.
)( Garbenteich, 11. Sept. In der verflossenen Nacht wurde bei dem hiesigen Bäckermeister Karl Stumpfeingebrochen. Dem Spitzbuben fielen dabei etwa 10 Mark Bargeld, außerdem noch Schokolade, Zuckerstücke und Backwaren im Gesamtwerte von etwa 12 Mark in die Hände. In einem kleinen Zimmer konnte man Spuren des Einbrechers an einem Schranke feststellen, alle Schubladen waren durchwühlt, aber das Schloß konnte er anscheinend nicht öffnen. Da die Familie Stumpf im oberen Stocke schläft, konnte der Einbrecher ungestört arbeiten. Eine am Morgen offenstehende Schiebetür des Backhauses, durch die der Dieb auch das Haus verlassen hat, zeigte dem Bäckermeister den unerwünschten nächtlichen Besuch an. Leider konnte
treten.
Meine $rau gehorcht zum erstenmal!
Als Kind schon, wie die Schwiegermutter sagt, besaß Johanna ihren dicken Kopf.
Sie hat die Eltern schwer damit geplagt, (an diesem Kopf hing damals noch ein Zopf!) Sie hat sich durch der Seele sture Kraft auch in der Schule manches eingebrockt: Johanna ist, so sprach die Lehrerschaft, sehr eigenwillig, bockig und verstockt.
Johanna wurde später meine Frau.
Es war wohl Liebe, wie man das so nennt. Sie war zwar von sehr zartem Körperbau, doch war ihr Wille Eisen und Zement.
Gab ich gelegentlich dann wohl als Mann und Haushaltvorstand meine Ansicht kund, so sah sie mich nur von der Seite an, und dieser Blick verschloß mir stets den Mund!
Es gab wohl keinen Mann auf dieser Welt, der jemals sie durch Worte überzeugt, und dessen Urteil, das er klug gefällt, sie je sich anaepaht hat und gebeugt.
Man sprach sehr höflich in der ganzen Stadt von ihrer ausgeprägten Eigenart ...
Indessen wandte plötzlich sich das Blatt, als sie allmählich etwas rundlich ward.
Johanna tut jetzt, was ein Mann befiehlt! Sie beugt sich willig männlichem Entschluß! Ich bin es n i ch t, der den Erfolg erzielt, wie ich getrost hiermit bekennen muß.
Wenn sie des Morgens auf dem Teppich liegt, so seh ich — und ich bin vor Staunen still —, daß sich ,Johanna reckt und streckt und biegt, wie es der — Rundfunk-Uebungsmeister will!
Puck.
Vornottzen
— Tageskalender für Donnerstag: NSG. „Kraft durch Freude": 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen im Lyzeum, Dammstraße; 16 bis 18 Uhr Allgemeine Körperschule, 18.30 bis 20.30 Uhr Reichs- fportabzeichen auf dem Universitätssportplatz, Am Kugelberg. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Heilige und ihr Narr". — 16 Uhr und 20.15 Uhr im Saale des Caf6 Leib Oeffentlicher Frauenvor- trag. — Reichsgemeinschaft Deutscher Hausfrauen e. V.: 20.15 Uhr Mitgliederversammlung. —
Gießener rvochenmarktpreije
* Gießen, 12. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) ■ 11 bis 12, Wirsing, das Pfund 9 bis 12, Weißkraut 8 bis 12, Rotkraut 10 bis 15, Gelbe Rüben 8 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 6 'bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 20, (gelb) 20, , Unterkohlrabi 8 bis 10, Erbsen 25 bis 30, Tomaten 10 bis 15, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 100, Kürbis 6 bis 8, Pilze 30 bis 40, Kartoffeln 4 bis ; 41/2 Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mark, Frühäpfel, । das Pfund 10 bis 30 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Pfir-
Der Reichs!uftscbutzbund, Landesgruppe Hessen-Rheinland-Süd, schreibt:
Don Luftmanövern über fremden Großstädten haben wir in den letzten Jahren oft gehört. Stets ergab sich dasselbe Bild. Trotz umfassender militärischer Abwehr gelang es einem großen Teil der angreifenden Flugzeuggefchwader, die Sperre zu überfliegen und den Angriff auf das Ziel mit Erfolg durchzuführen. Es ist an der Zeit, daß jeder Volksgenosse die Folgerung aus diesen Berichten für sich und seine Familie zieht.
Es gilt Vorsorge zu treffen, daß ein Luftangriff kein haus unvorbereitet trifft.
Gin begehrter Bürgermeisterposten.
LPD. Lauterbach, 11. Sept. Auf den aus- aeschriebenen B ü r g e r rn e ist e r p 0 st e n der Stadt Lauterbach haben sich insgesamt 4 5 Bewerber aemeldet, die zum größten Teil von auswärts stammen.
Stadtratssihung in Butzbach.
pb. Butzbach, 10. Sept. In der letzten Sitzung des Stadtrats wurde nach einigen formellen Erledigungen, die das Feldbereinigungsoerfahren und mehrere Wirtschaftskonzessionsgesuche betrafen, der Beschluß gefaßt, für die Uhr der St. M ar - kuskirche ein neues Werk zu beschaffen und gleichzeitig auch noch zwei Zifferblätter auf der Nord- und Ostseite anzubringen. Lieferant des Werkes ist die Firma Weule in Bockenem a. H.
lieber die Erbauung eines neuen P 0 stamts sind schon mehrere Jahre Verhandlungen mit den Behörden und der Stadtverwaltung im Gange. Man hat sich nun entschlossen, das Gebäude Ecke Weiseler und Gr. Wendelstraße zu errichten und den Ortsbauplan entsprechend zu ändern. Ein Teil des Forstamtsgartens sowie der an die Gr. Wendelstraße anstoßende Garten von Sparwasser werden wegfallen und die Tankstelle von Sparwasser auf die andere Seite des Hauses verlegt werden.
Einem früheren Stadtratsbeschluß gemäß konnten Erbbegräbnisse nicht mehr errichtet werden. Zwischenzeitlich sind jedoch mehrere Grabstätten reserviert worden. Diesem Zustand soll ein Ende gemacht, die Sperre aufgehoben und für jede bisher reservierte Begräbnis- und weitere Erbbegräbnisstätten eine Gebühr von 50 Mk. erhoben werden.
Weiterhin wurde beschlossen, jedem neuvermählten Ehepaar bei der Ziviltrauung als Hochzeitsgabe der Stadt das Buch des Führers: „Mein Kampf" zu überreichen.
Kundgebung gegen Gtaatsfeinde.
o Laubach, 11. Sept. Für Sonntag abend hatte die Ortsgruppe derNSDAP. zu einer Kundgebung gegen Juden, Reaktion und sonstige Staatsfeinde im „Solmser Hof" aufgerufen. Wie sehr dieser Ruf bei der Laubacher Bevölkerung Anklang gefunden hatte, zeigte die Tatsache, daß infolge Ueberfüüun^ des Saales im „Schützenhof" eine Parallelversammlung abgehalten werden mußte.
Ein Propagandamarsch der Formationen der NSDAP, bildete den Auftakt. Dann zogen die Fahnenträger in den Saal ein, wo nach Eröffnungsspruch eines Hitlerjungen und Begrüßung durch Ortsgruppenleiter Pg. Henze der Redner des Abends. Gauinspektor David Müller, das Wort ergriff. Er unterschied drei Gruppen von Staatsfeinden, die auf die Zerstörung des Nationalfozialis-
Manche sagen, dies sei eine Ausgabe der Behörden; sie beweisen damit nur, daß sie die bedeutungsvollen Aufgaben des zivilen Luftschutzes noch immer nicht erkannt haben. Gewiß gibt es auch einen behördlichen Luftschutz. Aber es ist niemals möglich, im Ernstfall an tausend gefährdeten Punkten zugleich zu sein. Darum muß die Bevölkerung zur organisierten, d. h. durchdachten und von langer Hand vorbereiteten Selbsthilfe übergehen. Wenn auf Grund der Anweisungen des Reichsluftschutzbundes gehandelt wird, wird diese Selbsthilfe von Erfolg begleitet sein.
Es gibt komische Zeitgenossen, die angesichts der Entwicklung der Flugzeugwaffen allen Mut verlieren und jede Abwehr für aussichtslos halten. Es sind kleine und außerdem kurzsichtige Geister. Sie wissen nicht, daß jeder Angriffswaffe früher oder später eine Abwehrwaffe entgegengestellt wird. Sie haben die bitteren Erfahrungen, die Deutschland im Herbst 1917 mit der U-Bootwaffe machen mußte, schon wieder vergessen. Sie wissen nicht, daß der Lebenswille eines Volkes stets Mittel und Wege findet, um bestehende Gefahren zu beseitigen ober wenigstens zu verringern.
Viele Rlöglichkeilen des Schuhes gegen Flieger und Fliegerbomben gibt es.
Bon den eigenen Fliegern und der Flakartillerie wollen wir absehen, weil es sich um militärische Einrichtungen handelt. Verdunklung, Tarnung, Schutzräume, Erziehung eines Volkes zur Disziplin sind zwar nicht immer leicht, aber möglich. Man muß nur anfangen und wird dann feststellen, daß eine Menge von Erfahrungen aus dem Schützengraben auch heute wieder ver-
Schöffengericht Gießen.
Der Konrad Pfeil II. aus Homberg wurde wegen eines Vergehens nach § 134 a StGB, an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Wochen zu einer Geldstrafe von 70 Mark, sowie zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Der Angeklagte beschimpfte am 11. Sunt 1935 in einer Wirtschaft in Homberg den nationalsozialistischen Staat. Strafmindernd kam in Betracht, daß der Angeklagte die Aeußerungen in angetrunkenem Zustand machte.
Wegen Bedrohung und Beleidigung eines Beamten hatte sich der A. K. aus Ober-Ohmen zu verantworten. Der Angeklagte war mit Steuern im Rückstand. Als ein Vollziehungsbeamter des Finanzamts Grünberg zur Pfändung schreiten wollte, trat ihm der Angeklagte mit erhobener Mistgabel entgegen und belegte ihn mit allerlei Schimpfworten. Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Wochen Gefängnis und in die Kosten des Verfahrens.
Das Gericht befaßte sich sodann mit dem Joh. St., dessen Ehefrau und dem H. B., sämtlich aus Brauer- schwend. Die Eheleute St. und der Angeklagte B. behaupteten in Schreiben an das Kreisamt, an die Kreisleitung, an die Arbeitsfront und an den Gauleiter, der Bürgermeister von Brauerschwend habe den Angeklagten St. zur Ausstellung falscher Sprungzeugnisse veranlaßt und das Ansinnen an St gestellt, die Sprungregister zu verbrennen. Außerdem beschuldigte die Ehefrau den Burgermei- fter, dieser habe unsittliche Anträge an sie gestellt. Während die Eheleute St. zu G e f ä n g n 1 s st r a - fen von zwei bzw. einer Woche verurteilt wurden, erkannte das Gericht gegen B. auf 5 0 Mark ©elöftrafe, evtl, zehn Tagen Gefängnis. Soweit die Eheleute St. verurteilt sind, wurde dem Beleidigten Publikationsbefugnis zugesprochen..
Oie Kinderlähmung in Frankfurt.
Frankfurt a. M., 11. Sept. (LPD.) Da in Frankfurt a. M.-Eschersheim ein weiterer Fall von Kinderlähmung festgeftellt wurde, ist vor- sorglich ab 12. September 1935 die Ludwig- Richter-Schule in Eschersheim geschlossen worden, um jeder weiteren Ansteckungsgefahr vor-
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