wer-
weltanschauliche Erziehung der NSDAP.
und
Alfred Rosenberg verkündet die Stiftung
eines „Preises für Kunst und Wissenschaft
7/
Oer Führer spricht
aber zum Mit-
auch unbegründete Preis st eigerungen Ausdruck zu bringen, mehrere Male mit allen fein zu unterbinden.
augenblicklich mehr materiellen Angelegenheiten zu beschränken?
Und der zweite Einwand: Können wir es uns erlauben, heute für die Kunst Opfer zu bringen in einer Zeit, da um uns überall noch so viel Armut, Not, Elend und Jammer vorhanden sind? Ist die Kunst nicht letzten Endes eben doch nur für Wenige bestimmter Luxus, statt das notwendige Brot zu geben für alle?
Dazu ist folgendes zu sagen: Die Kunst ist keine Erscheinung des menschlichen Lebens, die nach Bedarf gerufen und nach Bedarf entlassen oder pensioniert werden kann. Die kulturelle Befähigung eines Volkes gehört zu dem Gesamtkomplex der rassischen Werte und Veranlagung eines Volkes. Man kann die kulturelle Tätigkeit nicht für eine gewisse Periode einstellen, ohne einen darauf zwangsläufig erfolgenden allgemeinen kulturellen Rückgang und endlichen Verfall. Keine Zeit kann sich herausnehmen, von der Verpflichtung der Kunstpflege entbunden zu sein. Sie würde im anderen Falle nicht nur die Fähigkeit des Kunstschaffens, sondern auch die des Kunstverstehens und Kunsterlebens verlieren. Denn beide Fähigkeiten befinden sich in einem unlöslichen Zusammenhang. Der schöpferische Künstler erzieht und veredelt durch sein Werk das Aufnahmevermögen der Nation genau so wie umgekehrt das dadurch entwickelte und erhaltende allgemeine Kunstgefühl den fruchtbaren Boden und damit die Voraussetzung gibt für die Geburt, das Wachsen und Erfassen neuer schöpferischer Kräfte.
Wenn aber die kulturelle Tätigkeit als solche schon keine Aussetzung auf kürzere ober längere Zeit vertragt, soll sie nicht sehr schwer einholbare Schaden erleiden, dann wäre eine solche Unterlassung besonders aber dann abzulehnen, wenn die allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Nöte einer Zeit geradezu gebieterisch eine Verstärkung des inneren Halles einer Nation erfordern. Denn dieses ist wichtig zu verstehen: Die großen Kulturleistungen der
Oer Dichter Hanns Johst und Professor Or. Hans K. J. Günther als erste Preisträger.
Menschheit waren zu allen Zeiten die H ö ch st- l e i st u n g e n des Gemeinschaftslebens. Ob sachlich oder rein geistig, es verkörpert sich in ihnen stets die tiefste Wesenskraft eines Volkes. Niemals ist es aber nötiger, ein Volk zu dieser unendlichen Kraft seines ewigen inneren Wesens und Seins hinzuführen als dann, wenn politische oder wirtschaftliche Sorgen es nur zu leicht im Glauben an seine höheren Werte und damit an seine Mission schädigen können. Wenn der kleine menschliche Geist, von Leid und Sorge verfolgt, irre wird im Glauben an die Große und Zukunft seines Volkes, dann ist es Zeit, ihn wieder aufzurichten durch den Hinweis auf die von keiner politischen und wirtschaftlichen Not wegzuleugnenden Dokumente des inneren und damit unvergänglichen höchsten Wertes seines Volkes. Und je mehr die natürlichen Lebensansprüche einer Nation verkannt ober unterdrückt, ja einfach bestritten werben, um so wichtiger ist es, biesen natürlichen Ansprüchen b e n Charakter eines höheren Rechtes zu geben burch bie sichtbare Demonstration ber höheren Werte eines Volkes, bie, wie bie geschichtliche Erfahrung zeigt, noch nach Jahrtausenden unzerstörbare Zeugen sinb nicht nur ber Größe, fonbem ba- mit auch bes moralischen Lebensrechtes ber
Völker.
Ja, sollten selbst die letzten lebenden Zeugen eines solchen unglücklichen Volkes ihren Mund geschlossen haben, dann werden die Steine zu sprechen beginnen. Die Geschichte findet kaum ein Volk positiv erwähnenswert, das sich nicht in seinen Kulturwerten das eigene Denkmal gesetzt hat. Die Zerstörer aber solcher in den Spuren noch vorhandener Leistungen fremder Völker finden dagegen stets nur eine traurige rein feststellende Beachtung.
Was würden die Aegypter sein ohne ihre Pyramiden und Tempel, ohne den Schmuck ihres menschlichen Lebens, was die Griechen ohne Athen und Akropolis, was Rom ohne seine Bauten, unsere germanischen Kaisergeschlechter ohne die Dome und die Pfalzen und unser Mittelalter ohne Rathäuser, Zünfte- hallen usw., oder gar die Religionen ohne Münster. Daß es einst ein Volk der Maya gab, würden wir nicht wissen oder denn als belanglos empfinden, wenn nicht zum Staunen der Gegenwart die gewaltigen Ruinen der Städte sol- cher sagenhaften Völker immer von neuem die Aufmerksamkeit erwecken und das forschende menschliche Interesse auf sich ziehen und fesseln würden. Nein: kein Volk lebt länger als die
Dokumente seiner Kultur!
Den Einwand aber, daß nur ein kleiner Teil eines Volkes, weil dies verstehend und miterlebend, daran interessiert sei, ist falsch. Denn mit demselben Recht könnte man jede andere Funk- tion im Leben eines Volkes als unwichtig hinstellen, weil nicht die Gesamtheit an ihr einen direkten An- teil zu haben scheint. Oder will jemand behaupten, daß etwa die Masse einer Nation direkt Anteil nimmt an den Spitzenleistungen der Chemie, der Physik und überhaupt aller anderen höchsten Le- bensäußerungen oder Geisteswissenschaften? Ich bin im Gegenteil davon überzeugt, daß die Kunst, weil sie die unverdorben st e und unmittelbar ste Wiedergabe des Seelenlebens eines Volkes ist, unbewußt weitaus den größten direkten Einfluß auf die Masse der Völker ausübt, immer unter der einen Voraussetzung, daß sie ein wirkliches Bild des Seelenlebens sowie der angeborenen Fähigkeiten eines Volkes und nicht eine Verzerrung derselben zeichnet.
Dies ergibt aber einen sehr sicheren Anhalt über den Wert oder den Unwert einer Kunst. Die vielleicht vernichtendste Aburteilung des ganzen dadaistischen Kunstbetriebes der letzten Jahrzehnte ist gerade darin zu finden, daß das Volk sich in seiner überwältigenden Masse davon nicht nur abwandte, sondern am Ende für diese Art jüdischbolschewistischer Kulturverhöhnung keiner! et Interesse mehr bekundete.
Die einzigen mehr oder minder gläubigen Be- ftauner dieser Narreteien waren zum Schluß nur noch die eigenen Fabrikanten. Unter solchen Umständen allerdings ist dann der Kreis der an der Kunst Interessierten in einem Volke denkbar klein, nämlich er umfaßt die — Gott Lob und Dank — immerhin noch in der Minderzahl befindlichen Schwachsinnigen, also Entarteten, sowie die an der Zerstörung der Nation interessierten Kräfte. So, wie wir aber von einer solchen in Wahrheit nie als Kunst anzusprechenden, sondern eher als Kulturvernarrung zu bezeichnenden Tätigkeit absehen, wird die Kunst in ihren tausendfachen Auswirkungen um so mehr der Gesamtheit einer Nation zugute- kommen, je mehr sie sich über das Niveau der Interessen des einzelnen hinweg zur Höhe der allgemeinen Würde eines Volkes erhebt«
Indem wir überzeugt find, das wesen und den Lebenswillen unseres Volkes politisch zum Ausdruck gebrach! zu haben, glauben wir auch an unsere Fähigkeit, die entsprechende kulturelle Ergänzung zu erkennen und damit zu finden. Dir werden die Künstler entdecken und fördern, die dem Staat des deutschen Volkes den kulturellen Stempel der germanischen Rasse als einen zeitlos gültigen aufzuprägen vermögen.
Der zweite Einwand, daß man in einer Zeit schwerer materieller Not lieber auf die Betätigung auf dem Gebiete der Kunst verzichten sollte, denn
Wir waren aber auch in diesem Jahre und den genau so in der Zukunft fein des unverrückbaren Willens, das deutsche Volk nicht in eine
Lebensmittel. Allein, wir waren entschlossen, unter keinen Umständen so, wie das von feiten einer gewissen internationalen Presse sehnsüchtig erhofft wurde, zu kapitulieren. Und wir haben die Krise erfolgreich überstanden. (Bravo!) Wir waren dabei gezwungen, den Versuch, die schlechte Ernte durch teils verständliche, teils
Würde und Lebensrechi der deutschen Kultur
Oie große Kulturproklamation des Führers im Nürnberger Opernhaus.
Den Preis für Wissenschaft erteilte die NSDAP, in diesem Jahre Professor Dr. Hans $. k.
Günther.
Das Ringen der NSDAP, hat sich von ihren ersten Tagen an auf den Erkenntnissen der Rassenkunde und des Schutzes des gesunden deutschen Blutes auf- gebaut. In diesem Kampfe hat der Forscher Dr. Hans Günther Entscheidendes für die Gestaltung dieser Rassenkunde und der Ausbildung des heldischen Charakters unserer Zeitepoche beigetragen. In seinen vielen Schriften und vor allen Dingen in seiner „Rassenkunde des deutschen Volkes" hat er geistige Grundlagen gelegt für das Ringen unserer Bewegung und für die Gesetzgebung des nationalsozialistischen Reiches.
Um nichts zu übersehen und um alle sich regenden schöpferischen Kräfte aufspüren zu können, wird beim Beauftragten des Führers ein Kulturfeil a t gegründet, der mit Hilfe aller in Frage kommenden Verbände und in engstem Einvernehmen mit den staatlichen eine Auslese der Leist u n g e n auf künstlerischem und wissenschaftlichem Gebiet durchführt. Nach dem Willen des Führers sollen die Kulturtagungen der Reichsparteitage der NSDAP, die höchste Auszeichnung und die stärkste Förderung unseres Ringes um eine neue Weltanschauung bedeuten. Große Werke der Musik und Dichtung sollen hier ihre Uraufführung erleben, andere vor aller Welt als schöpferische Leistungen ihre Würdigung erfahren. Die Vorbereitung zu dieser Auslesearbeit ist unser aller Pflicht. Und wenn einmal die große Kulturhalle hier in Nürnberg errichtet sein wird, dann muß sie die Verwirklichung eines unserer Träume darstellen: der Schauplatz sein für ein geistiges Olympia des deutschen Volkes. Ich bitte nun den F ü h r e r, das Wort zu ergreifen.
einer neuen Kampfansage der Welt die Zerstörung predigt, wollen wir Nationalsozialisten fester unter herrliches Banner fassen und es vor uns hertragen mit dem heiligen Entschluß, gegen den alten Feind zu kämpfen, ohne Sorge um unser Leben, auf daß Deutschland seine Ehre und die Freiheit sich bewahre und damit die Grundlagen des Lebens der Zukunft.
Es lebe das Deutsche Reich!
Es lebe die nationalsozialistische Bewegung!
"(Sekundenlange Stille, dann stürmisch ausbrech-m- ber, nicht endenwollender Beifall und brausende Heilrufe.)
neue Inflation hineintaumeln zu lassen. Da- 3U muh aber heute noch jede Lohnerhöhung genau so wie jede Preissteigerung führen. Wenn daher auch jetzt gewissenlose Egoisten oder gedankenlose Dummköpfe aus irgendeiner Verknappung, die immer wieder kommen.kann, das Recht zu Preissteigerungen ableiten, so würde dieses Verhalten dann, wenn die Regierung nachgeben wollte, zwangsläufig die uns bekannte Schraube der Jahre 1921 bis 1923 wieder in Bewegung bringen und damit zum zweiten Male dem deutschen Volke eine Inflation bescheren.
Wir werden daher solche Elemente von jetzt ab mit einer brutalen Rücksichtslosigkeit a n g r e t f e n (starker Beifall) und nicht davor zurückschrecken, wenn es im Guten nicht geht, sie durch das Konzentrationslager dem nationalen Gesarnt- interesse gleichzuschalten und diesem anzupassen.
Wir gedenken aber nicht nur, keine neuen Schulden zu machen, sondern wir haben im Gegenteil unsere internationalen Schulden wesentlich vermindert. Dabei ist es uns gelungen, bei den Auslandsverschuldungen die Zinssätze zum Teil zu erniedrigen und ebenso auch den innerdeutschen Zinssatz zu senken.
Um die uns fehlenden Lebensrnittel und Rohstoffe einzukaufen, hat die Regierung versucht, den deutschen Export aufrechtzuerhalten. Und tatsächlich ist die Beteiligung Deutschlands am internationalen handel trotz dem jüdischen Weltboykott in keinem größeren Umfange zurückgegangen als der Außenhandel der anderen Länder auch. Soweit aber unser Export nicht die Mittel zum Einkauf ber uns notroenbigen Rohstoffe unb Lebensrnittel zur Verfügung stellt, Haden wir uns entschlossen, durch die Produktion eigener Werk- ft Okf f c Deutschland vom Import unabhängig zu macken. Und zwar handelt es sich hierbei nicht um „Ersatzstoffe", sondern um vollständig ebenbürtige gleiche oder neue Stoffe. Parallel damit fand eine großzügige territoriale Neuordnung unserer Induftrie statt. In derselben Zeit wendete die Regierung ihr Augenmerk der Entwicklung des Verkehrs zu. Alle begonnenen Projekte wurden weitergeführt, neue große Aufgaben find hinzugekommen.
Insoweit aber alle unsere Bemühungen nicht in ber Lage waren, ben einzelnen Menschen einen aus- reichenben Verdienst zu geben, oder die infolge zu geringer Löhne noch übriggebliebene Not anbauert, hat bie großartige Organisation unseres Sozialhilfswerkes versucht, helfenb einzuspringen. Wenn in Sowjetrußlanb mit kaum 15 Menschen auf ben Quadratkilometer Millionen vor dem Verhungern sind unb Unzählige auch fortgesetzt bes Hungers sterben, dann ist die Tatsache, daß es gelungen ist, nur auf unsere eigene Kraft bauend, 137 Menschen auf ben Quadratkilometer zu ernähren, etwas Wunderbares. (Beifall.)
Die kommenden Aufgaben.
Im übrigen sind wir selbst nie mit unseren Leistungen zufrieden. Unser Ziel ist, für bas Wohlergehen des beutschen Volkes i mm er unb im« mer roieber neue Anstrengungen zu unternehmen. Unb ich möchte hier jenen Kritikern, bie auf jeben einzelnen Mißerfolg begierlich lauern, fol- genbes sagen: Wer sehr viel schießt, wird auch einmal ober bas anbere Mal b a n e 6 e n schießen.
Mit dem 16. März hat bie nationalsozialistische Regierung ber beutschen Nation aus eigener K r a ft bie Gleichberechtigung gegeben. Die Fixierung unseres Heeres gibt Deutschlanb ben notroenbigen Schutz zu ßanbe; bie Errich - tung unserer Luftwaffe sichert bie deutsche Heimat vor Brand und Gas. Die in ihrer Größe durch das Londoner Flottenabkommen umrissene neue deutsche Kriegsflotte beschützt den deutschen handel und bie deutsche Küste
Dieses Jahr 1934 auf 35 ist zugleich d a s I a h r großer innerer reformatorischer Arbeiten auf fast allen Gebieten unserer Gesetzgebung unb Verwaltung. Die Arbeitsbien st - pflicht würbe eingeführt.
3. Die deutsche Wirtschaft.
Wir können heute darüber sprechen: Das Jahr 1934 bradjte uns leider eine sehr schlechte Ernte. Wir sind noch jetzt durch sie belastet. Aber trotzdem ist es gelungen, bie Versorgung bes beutschen Volkes mit den lebenswichtigen Nahrungsmitteln sicherzu st eilen. Daß dies gelang, trotz vieler Einschränkungen, ist eine Leistung, die ber großen Masse unseres Volkes vielleicht nicht in ge- nüaenbem Umfang zum Bewußtsein kam. Die mit dieser Ernte verbundenen Schwierigkeiten führten manchesmal allerdings zu einer vorübergehenden Verknappung dieser oder jener
Alfred Rosenberg
roürbiate bann die geschichtliche Bedeutung des durch die nationalsozialistische Bewegung hervorgerufenen geistigen Umbruchs unb verkünbete, baß die NSDAP, mit dem heutigen Tag einen „Preis für Kunst unb Wissenschaft" stiftet. Die Urkunde ist vom Führer unterzeichnet. Der Preis hat die Form eines Stipendiums für Künstler unb Forscher, die Wesentliches zur Ausgestaltung der nationalsozialistischen Weltanschauung geleistet haben. Die Preisverteilung erfolgt durch den Beauftragten des Führers auf der Kulturtagung ber Reichsparteitage ber NSDAP. Die höhe des Sti- penbiums beträgt zunächst 20000 Mark unb kann einem Künstler ober Forscher übergeben ober auf mehrere Preisträger verteilt werden. Außerdem stiftet ber Zentralparteiverlag der NSDAP. 10000 Mark jährlich zur Förderung in nationalsozialistischer Gesinnung wirkender führender Künstler unb Forscher.
Denn, was wir an uns im langen, gemeinsamen Kampfe innerlich erlebt haben, müssen wir den kommenden Generationen stets aufs neue lehren, sollen diese nicht in Kürze die Erfahrungen der Vergangenheit vergessen haben. So wollen wir uns, meine Parteigenossen und -genos- finnen, an diesem 7. Parteitag der Bewegung schärfer als je zuvor zur Erkenntnis durchringen, daß die nationalsozialistische Partei eine ewige und ununterbrochene Mission der Erziehung unseres Volkes unb damit ihrer fortgesetzten eigenen Bewährung zu erfüllen hat. (Lebhafter Beifall.)
Der Parteitag 1935 findet in einer bewegten Zeit statt. Da ber bolschewistische Jube in Moskau nach
schwerste ist. Sie hat am meisten mit Vorurteilen zu kämpfen, ist am meisten belastet durch die Erlebnisse unb schlechten Trabitionen einer langen Vergangenheit unb leibet am meisten unter bem Zweifel ber Kleinmütigkeit. Allein bas, was uns auf biesen Gebieten bisher schon gelungen ist, berechtigt uns zu ber festen Zuversicht, baß bie Aufgabe einst ihre letzte Lösung erfährt. Allerbings: bies wirb nie ein Gut sein, bas, einmal erworben, träge aufbewahrt werben kann. Wir wollen nicht in ben Irrtum verfallen, zu meinen, bah man einmal Nationalsozialist wirb, um es bamit bann ewig zu bleiben. Nationalsozialist ist nur ber, ber sich unentwegt ber Ibee verpflichtet fühlt, ihr bient unb für sie wirbt.
Nur wer in seinem Leben überhaupt noch nie geschossen hat, kann beeiben, auch nicht einen Fehlschuß getan zu haben. (Starker Beifall.) Sicher aber ist, baß größere Anstrengungen noch nie gemacht worden sind, ein Volk vom Abgrund seines wirtschaftlichen, staatlichen unb moralischen Verfalls zurückzureißen. Unb bies setzt uns auch bie Aufgabe fest für bas vor uns liegenbe Jahr.
Wir werben wieber einen scharfen Angriff unternehmen auf bie Zahl unserer Arbeitslosen. Wir werben uns wieber bemühen, bas Verhältnis zwischen Arbeit und Lohn aufrechtzuerhalten, und wir werben vor nichts zurückschrecken, Elemente ber Störung, ganz gleich wo sie sich zeigen unb wer sie sind, den Interessen der Nation zu unterwerfen. Wir werden das gewaltige sozialistische Werk unserer Arbeitsfront weiterführen.
Wir werben bas Deutsche Reich in seinem Heere stärken, um aus ihm immer mehr einen sicheren Hort bes europäischen Friedens und damit der europäischen Kultur zu machen. (Lebhafter Beifall.) Wir werden alle in Angriff genommenen Arbeiten fortführen unb ergänzen durch Neuanstrengungen, um Deutschland wirtschaftlich lebensfähig zu erhalten und in feinem Lebensstandard zu verbessern.
Wir werden aber vor allem bie Bewegung als bie Quelle unserer Kraft i n n e r I i d) f e ft t g c n, unb wir werden in ihrem Sinne fortfahren in ber Erziehung ber deutschen Menschen zu einer wirklichen Gemeinschaft. Wir sind überzeugt, daß diese letzte Aufgabe unsere
Rosenberg fuhr fort: Wir sind froh, am heu- tiaen Tage zum er st en Male die Verteilung dieses Preises vornehmen zu können unb wollen bamit einen Dichter und einen Forscher auszeichnett.
Den Preis für Kunst erteil! die NSDAP, dem Dichter Hanns Iahst, Präsident der Deutschen
Dichterakademie.
Inmitten eines furchtbaren weltanschaulichen unb politischen Zusammenbruchs hat ber Dichter Hanns Johst in feinen „R o l a n d s r u f e n" sich bereits eelifch aus eigenem Instinkt eingesetzt für eine leutsche Wiebergeburt. Er hat in späterer Zeit durch eine Werke diesem Streben weiteren Ausdruck verliehen, hat in seinem „Prophete n", in seinem „Thomas Paine" Gestalten großer Revolutionen gezeichnet und schließlich in seinem „Sch läge t e r" eine Gestalt geschaffen, die uns National- ozialisten und dem ganzen deutschen Volke für immer als leuchtendes Beispiel vorschweben wird. Albert Leo Schlageter, der als deutscher Offizier, Freikorpskämpfer und Nationalsozialist bewußt sich opferte für, bie Ehre Deutschlanbs, ist in bem Werke Hanns Johsts gezeichnet als eine Zusammenballung jener Opferkräfte, deren das deutsche Volk zwischen den furchtbaren Jahren 1918 bis 1933 bedurfte, um aus dem Niedergang wieder zur Höhe zu steigen. Nach dem Worte von Hanns Johst ist Schlageter nicht der letzte Kämpfer des Großen Krieges, sondern der erste Soldat bes Dritten Reiches. Die NSDAP, bankt hiermit bem Dichter für fein Werk unb hofft, baß er auch in Zukunft sein Schaffen einsetzen wirb für bie innere Erstarkung ber großen deutschen Wiedergeburt.
Der Führer führte in feiner Rede u. a. aus:
Als am 27. Februar 1933 das Feuer aus der Kuppel des Reichstages den Himmel zu röten begann, schien es, als ob das Schicksal bie kommunistischen Branbstifter bestimmt hätte, der Nation noch einmal die Größe der geschichtlichen Wende durch eine hochlodernde Fackel zu erleuchten.
Es wird dereinst mit Erstaunen bemerkt werden, daß in dieser Zeit, da der Nationalsozialismus und seine Führung einen heroischen Kampf um Sein oder Nichtsein auf Leben und Tod ausgefochten haben, der deutschen Kun st die er st en Impulse zu einer Neubelebung und Wiederauferstehung gegeben worden waren; wir waren entschlossen, im neuen Staat eine positive Förderung und Behandlung der kulturellen Aufgaben sicherzustellen. Und ebenso fest stand der Entschluß, die dadaistisch-kubistischen und futuristischen Erlebnis- und Sachlichkeitsschwätzer unter keinen Umständen an dieser kulturellen Neugeburt teilnehmen zu lassen. Dieser Entschluß muß um so unerschütterlicher werden, als wir nicht nur eine hinter uns liegende Verfallserscheinung auszugleichen haben, sondern bem ersten w e - sensreinen -beutschen Nationalstaat das kulturelle Gesicht für bie kommenden Jahrhunderte geben müssen.
Es ist nicht verwunderlich, wenn in einer solchen Zeit gegen ein solches Bemühen zwei Einwände erhoben werben. Der erste: Ist jetzt überhaupt bie Zeit, angesichts ber gewaltigen politischen unb wirtschaftlichen Aufgaben, die uns gestellt sind, sich mit kulturellen und künstlerischen Problemen zu beschäftigen, bie unter anberen llm> stäuben, ober überhaupt in anberen Jahrhunberten vielleicht wichtig, heute aber weber notroenbig noch Dorbringlid) sind? Ist jetzt nicht bie praktische Arbeit wichtiger als bie Beschäftigung mit Kunst, Theater, Musik usw., lauter Dinge, bie vielleicht ganz schön, aber boch nicht lebenswichtig sinb? Ist es richtig, monumentale Bauten aufzuführen, statt in nüchterner Sachlichkeit sich auf bie
Nürnberg, 11. Sept. (DNB.) Wie ber Kongreß den Rückblick und ben Ausblick für das politische Geschehen gibt, so zeigt alljährlich die Kulturtagung auf dem Reichsparteitag den Weg an, ber auf weltanschaulich-geistigem und künstleri- chem Gebiet gegangen worden ist und in der Zukunft eingeschlagen werden soll. Das Opernhaus hatte für die Kulturtagung eine einfache aber wirkungsvolle Ausschmückung erfahren. Auf rotem Samt schmückten goldene germanische Sonnenzeichen ben Raum, dessen Blickpunkt das symbolische Zeichen des „Parteitages der Freiheit" in mattem Silber aufroies. Die festliche Veranstaltung begann mit einem zukunstsgläubigen Lied der Hitler-Jugend, einem Treuebekenntnis zu ihrem Führer. Dann folgte das Leipziger Gewandhaus-Orchester unter Generalmusikdirektor Peter Raabe mit der „E g m o n t" - O u v e r t ü r e. Der Beauftragte des Führers für bie gesamte geistige


