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ad)hingen tn einer schriftlichen Meldung festzu­halten!"

Der Leistungsstellenleiter II sammelt die Meldun­gen ein, wobei die Zeit des zuletzt abgebenden Jun­gen als Mannschaftsdurchschnitt gewertet wird.

Nun erhält der Mannschaftsführer den Auftrag:

Erreiche nach der Marschrichtungszahl unter Benutzung eines Marschkompasses die etwa drei Kilometer entfernt liegende Leistungsftelle III!" Auf der L e i st u n g s st e l l e III erwartet den Mannschaftsführer folgende Aufgabe:

Koche mit deiner Mannschaft in kürzester Zeit ein einfaches, schmackhaftes Mittagessen auf einer selbst gebauten offenen Kochstelle!"

Anschließend erhält der Mannschaftsführer den Auftrag:

Zeichne diese Wegeskizze ab und erreiche danach die Leistungsstelle IV!"

Auf Leistungsstelle IV ist folgende Auf­gabe durchzuführen:

Tarne dich mit deiner Mannschaft in dem durch Flaggen abgegrenzten Raum in möglichst kurzer Zeit. Front nach hier!"

Anschließend erhält jede Mannschaft eine Pflicht­pause von 10 Minuten. Darauf beginnt folgender Auftrag:

Versuche den vor dir liegenden Fluß zu überschreiten und marschiere von jenem Pfahl da drüben, am Fuße eine gelbe Flagge, 400 Meter nach der Marschkompaßzahl. Dann findest du dort mehrere Sandsäcke, von denen einer das ' Kennwort:... trägt. Darin befindet sich ein Brief, in dem dein weiterer Auftrag ^teht. Führe diesen aus!" ,

Nach Eintreffen auf Leistun gsstelle V hat jeder Mannschaftsangehörige sofort folgende Schteß- bedingung zu erfüllen:

5 Schuß liegend freihändig auf 12er Kopf­ringscheibe, Entfernung 50 Meter, mit dem KK- Gewehr!"

Anschließend tritt die Mannschaft an, der Mamr- schaftsführer meldet die Mannschaft dem Wett­kampfleiter zurück.

Die Stärke der Mannschaft ist: ein Führer (der mindestens 17 Jahre alt sein muß) und sechs Iung- genossen (von denen jeder mindestens 16 Jahre alt sein muß). ..

Ausrüstung: HJ.-Sommerdienstanzug, Tornister mit gerollter Decke und ausgeschnallter Zeltbahn, Zeltzubehörbeutel, 1 Karte 1:100 000, 1 Ph^zeiger, 1 Marschkompaß oder Jungendienstkornpah 1 Ta­schenuhr, 1 Schachtel Streichhölzer, 1 Meldet,lock mit Bleistift, 1 kurzer Jnfanteriespaten. Morsch­heit: Es darf nicht unter 5 Stunden und nicht über 6V2 Stunden marschiert werden. Jede Minute unter der Zeit ergibt 20 Strafpunkte, jede Minute über die Zeit 5 Strafpunkte.

Man sieht auch hier, daß an jeden einzelnen Eitler jungen recht hohe Anforderungen gestellt werden. Die geforderten Leistungen entsprechen größtenteils den Bedingungen für das HI.- Leistungsabzeichen. das übrigens schwerer zu erringen ist als das SA.-Sportabzeichen.

Der Sonntagnachmittag bringt dann eine ähnliche Veranstaltung, wie die beim Deutschen Iugendfest. Wir wünschen uns nur eins: daß möglichst viele Eltern uns bei unserem Sportfest be­suchen, damit wir ihnen zeigen können, welch umfassende Breitenarbeit von der Hitlerjugend ge­leistet wird. Sie wissen alle, von welch glühender Begeisterung ihre Jungens erfüllt sind, wie sie freudig die größten Opfer auf sich nehmen. Denn diese Jungens sind stolz darauf, als jüngste Sol­daten unseres Führers zu gelten.

Gerd Rabe,

Stellenleiter für körperliche Schulung im Bonn 116.

Stadl Gießen"-WehrpW1"-,,Kamerad".

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Nie Gießener Rudergesellschast weiht drei neue Boote.

Die Gießener Rudergesellschaft hatte gestern einen festlichen Tag. Sie konnte drei Ruderboote weihen. Zahlreiche Ruderer, zahlreiche- Freunde und Gön­ner des schönen Sportes hatten sich zu dieser Feier eingefunden. Schönster Sonnenschein lag über dem Platz am Bootshaus, der mit vielen Wimpeln ge­schmückt war und so schon rein äußerlich den glück­lichen Rahmen für die würdige Feier bildete. Die neuen Boote, ein Rennachter, ein Rennvierer und ein Einer, standen nebeneinander auf Barren und waren prächtig mit Eichengirlanden und vielen Blu­men geschmückt. Die Namen auf den Booten waren noch mit Flaggen verhüllt.

Die Feier leiteten Mitglieder des MusikzUges des Marinesturmes mit schneidigen Märschen ein.

Der erste Bereinsführer,Herr Niemann hielt eine Ansprache, in der er zunächst von der glanzvollen Vergangenheit des Vereins sprach. Die Gießener Rudergesellschaft habe in der langen Zeit ihres Bestehens schon manches freudige Ereignis be­gehen können. Mancher großartige Sieg und ver­schiedene Meisterschaften konnten errungen werden. In die Vorkriegszeit fielen allein schon 50 wertvolle Bootssiege.

Rach dem Weltkriege, nach dem Fortfall der Wehrpflicht, sei von jung und alt im Verein das unausgesprochene Gelöbnis abgelegt worden, immer nur das zu tun, was unserem Vaterlande nottue und nühe.

Nach dem Kriege habe der Verein wohl eine noch glanzvollere Periode seiner Geschichte erlebt und zwar besonders in den jüngsten Jahren, in denen der Verein mit an der Spitze der deutschen Elite stand und seine Anerkennung darin fand, daß die Achter-Manschast zum Verbands-Achter und zur Olympiazelle ernannt worden sei.

In seinen weiteren Ausführungen betonte der Redner, daß die Zahl der Feste, die innerhalb der GRG. gefKert worden seien, nicht allzu groß sei. Die Arbeit galt auch in erster Linie stets der Er­tüchtigung der Jugend für den Dienst am Vater­lande. Der heutige Tag solle sich aber würdig den begangenen Festtagen anschließen. Drei Boote taufen zu können fei nicht alltäglich.

Die finanziellen Verpflichtungen, die an die Vereine bürd) den Besuch von Regatten gestellt würden, seien sehr groß und manchem Verein fiele die Erfüllung dieser Verpflichtung auch schwer. Auch die GRG. bedürfe hier der $ilfe. In An-

Oberbürgermeister Ritter bei seiner Ansprache und Bootsweihe.

erkenntnis und Würdigung dieser Sachlage habe der Deutsche Ruderverband der Gießener Ruder­gesellschaft einen Renn-Vierer gestiftet. Auch Frie­del Jödt habe durch einen hochherzigen Stifter aus dem Kreise des Vereins einen neuen Einer be­kommen.

Besonderer Dank gebühre aber der Stadt Gießen und Herrn Oberbürgermeister Ritter für die Stiftung eines Rennachters, der es den Mannschaften ermöglichte, in Frankfurt und in Koblenz gut abzuschneiden.

Dank gebühre dafür, daß sich die Stadt Gießen tatkräftig des Willens gezeigt habe, den Sportver-

Die Ruderer der GRG.

einen zu helfen, die deutsche Jugend und die deutsche Zukunft damit zu fördern. Sodann sprach

Oberbürgermeister Ritter

Wenn die Stadt Gießen, so führte er u. a. aus, die Sportvereine unterstütze, so tue sie das aus ihrer Pflicht heraus. Die Gießener Rudergesell­schaft habe den Entschluß zu dieser Stiftung leicht gemacht, sie habe die Menschen immer kamerad­schaftlich zusammengeführt, Kameradschaft geför­dert und so im Geiste des Nationalsozialismus gearbeitet. Die Sportvereine insgesamt seien immer bereit gewesen, Klassengegensätze zu über­brücken. Die Parteien seien durch das Dritte Reich zerschlagen worden und an ihre Stelle sei der dem Ganzen dienende 'Stand getreten, in den sich jeder Volksgenosse efnfügen müße. Wir kenn­ten heute keine Klasse mehr, sondern nur noch eine Rasse. Haß sei allen denen geschworen, die gegen die Volksgemeinschaft Front machen wollten.

helfend fei allen denen unter die Arme ge­griffen, die bereit feien, mitzuarbeiten an der Vertiefung der Volksgemeinschaft.

Die Aufbauarbeit des Führers fei uns asten ein großes Beispiel. In seinem Geiste müßten wir alle bereit fein, fortzufahren in unserem Wirken. Mit der Stiftung des . Ruderbootes habe die Stadt eine Veranlassung geben wollen, daß sich immer mehr Jugendliche auch dem schönen Wassersport widmeten. Immer weitere Kreise der Gießener Jugend sollten sich in den Sportvereinen finden. Es solle nicht so jein, wie in den Zeiten eines volksfremden Systems, da zwei kämpften und aber Taufende zusahen, wir müßten vielmehr immer anstreben, daß unser ganzes Volk von Jugend auf völlig gleichmäßig in der sport­lichen Durchbildung erfaßt werde. Im Sinne dieser Gedanken weihte der Oberbürgermeister die neuen Rennboote.

Der neue Achter auf den NamenStadt Gießen" getauft möge der Mannschaft noch manchen Sieg ermöglichen und dem Namen unserer Stadt Ehre machen, der Rennvierer (die Stiftung des Deutjchen Ruderverbandes) auf den Namen W e h r p f l i ch t" getauft, möge immer daran erinnern, daß ein Mensch, der nicht arbeite, kein Recht zu leben habe, daß ein Mensch, der nicht bereit fei, sich für die Freiheit seines Volkes einzu­setzen, keine Freiheit verdiene. Das BootKarne- r a d" möge den Ruderer, der als einzelner Sportler das schlanke Boot durch das Wasser steuere, die Kameradschaft zur doppelten Verpflichtung machen. Mit den besten Wünschen für die weitere erfolgreiche Arbeit im Gießener Rudersport beschloß Oberbürger­meister Ritter die Bootstaufe.

Gemeinsam wurden sodann die ersten Verse des Deutschlandliedes und des Horst^Weffel-Liedes ge­sungen.

an ihren neuen Booten.

Im Anschluß an die Bootstaufe wurden die neuen Rennboote zu Wasser gebracht. Es folgte dann eine schone Auffahrt aller Mannschaften der GRG. und des RuderklubsHaffia" sowie auch der Damen­mannschaften, die eines iyrer Boote prächtig ge­schmückt hatten.

DiedeutschenSchwimm-Meisterschasten

Der erste Tag in Plauen.

In Plauen (Vogtland) wurden am Samstag dis diesjährigen Deutschen Schwimm-Meisterschaften ge­startet. Der erste Tag brachte elf Entscheidungen und zwar vier der Frauen und sieben der Männer.

Die erste Entscheidung fiel im Turmsprin­gen der Frauen. Sie fiel wieder zugunsten der vorjährigen und Europameisterin Hertha Schieche- Spandau. In der 4 mal 200-Meter-Kraul- staffel der Männer fiel der Sieg überraschender­weise an den Titelverteidiger Magdeburg 96, der die Bremer mit 18 Meter Vorsprung schlug. Die CharlottenburgerNixen" ließen sich ihren Sieg in der Lagen st afsel (100 Meter Rücken, 200 Me­ter Brust, 100 Meter Kraul) nach scharfem End­kampf mit Düsseldorf 98 nicht nehmen. Hans Schwartz- Magdeburg, der für die Heeressport­schule Wünsdorf startete, holte sich erneut die Meisterschaft im 100-Meter-Rückenschwim- men vor dem Düsseldorfer Schlauch. Die D. 0. W. - Meisterschaft im 4 mal 100-Meter-Kraul- schwimmen war der erste Wettbewerb, in dem ein vorjähriger Meister entthront wurde. Poseidon Worms siegte, während der Meister des Vorjahres, SV. Nossen, nur den vierten Platz belegte.

Winfried M a h r a u n - Berlin kam in dem von ihm verteidigten Kun st springen zusammen mit dem Altmeister Leo Esser punktgleich auf den ersten Platz. Der Endkampf im 400-Meter- Frauenkraul war so scharf, daß die Titelver­teidigerin Ruth Halbsguth über 300 Meter (4:26,4) und 400 Meter (5:56,8) zwei neue deutsche Rekorde schwimmen mußte, um sich ihrer hartnäckigen Ver­folgerin, der Breslauerin Ursula Grothe, zu ent« ledigen. Einen neuen Meister gab es im 10 0- Meter-Kraulschwimmen der Männer, wo Meister Wille nicht am Start war. Fischer-Bremen, der Favorit, siegte knapper als erwartet nach har­tem Kampf gegen Heiko Schwartz-Magdeburg.

Die 4 mal 200-Meter-Bruststaffel wurde in zwei Abteilungen auf Zeit geschwommen. Hellas Magdeburg und der 1. Frankfurter Schwimm­klub, die in Nürnberg 1934 in gleicher Folge durchs Ziel gegangen waren, belegten vor Stern Leipzig die ersten Plätze.

Im 4 0 0 = Me ter-Kraulfchwimmen kam Meister Deiters nicht über den fünften Platz hinaus, Sieger wurde der Stettiner N ü s k e. Die abschließende 3 mal 200-Meter-Frauen- Kraulstaffel sah nur zwei Mannschaften am Start. Der Verteidiger, Nixe Charlottenburg, siegte überlegen vor Plauen 1912.

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