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seinem Mephisto, der elegantesten und geistigste» Wiedergabe dieser Rolle, doch wundern. Als Er­gebnis dieses Jahres sagte ihm sein damaliger Intendant:Ich glaube nicht, daß es bei Ihnen zu großen Rollen reichen wird. Vielleicht können Sie später, wenn Sie einen Bauch haben, einmal komische Chargen spielen." Man sieht, auch be- rühmte, heute noch bekannte Intendanten können irren.

Es war in den Jahren der beginnenden Infla­tion. Gründgens hatte kein Geld, seine schauspiele­rische Beschäftigung war minimal, sie bot ihm keine weitere Entwicklungsmöglichkeit da suchte sich dieser vielseitige, immer aktive Geist aus eigene Faust eine Tätigkeit, die ihn befriedigte. Bei der Dumont hatte er sich die Grundlagen rhythmi­scher Gymnastik angeeignet. Aus seiner star­ken, tänzerischen Begabung heraus veranstaltete er mit großen öaiengruppen Aufführungen am Quedlinburger Dom, die starke Beachtung sanden. Im Sommer daraus leitete er sogar als junger Anfänger das Harzer Bergtheater Grüne Bühne" in Thale. ,<Jch bin aus Verzweiflung Tänzer geworden, weil ich den Glau­ben an meine schauspielerische Laufbahn verloren hatte." Schon in Halberstadt machte man sich seine tänzerische Begabung zunutze. Er tanzte sehr bald in verschiedenen Aufführungen und führte auch Tanzregie, die ihm die höchste Kritik einbrachte, die sich ein Tanzregisseur würrschen kann:Seine Bewegungen schöpfen aus der Musik!" Das gilt auch heute noch für den Schauspieler Gründgens, und vor allem für den Opernregisseur, dessen

Rosenkavalier" an der Staatsoper noch unver­gessen ist. *

Aber immer wieder klingt in der Unterhaltung die Traurigkeit darüber an, daß Gründgens sich in Halberstadt, wo er Stadt und Menschen so gern hatte, künstlerisch nicht durchsetzen konnte.Die Ge­fahr war sehr groß für mich, immer wieder ver­nichtet zu werden. Dann aber kam Max Alber- ty, der Intendant des Kieler Stadttheaters sah mich und holte mich gleich für das nächste Jcchr nach K i e l, wo ich plötzlich fcflt allein das Reper- toire trug. Kiel war für mich die Statte der ruhi- gen Entwicklung, hier habe ich gespurt, was es eigentlich heißt, Theater zu spielen. Hier ist mir, wie man bei uns sagt, der'Knopf nufaegangen Schon nach einem Jahre holte mich Erich 3te- gel nach Hamburg an ferne Kammerspiele. Fünf Jahre war ich dort, und konnte mich in jeder Hinsicht schauspielerisch vervollkommnen m ruhiger außerordentlich anregender Arbeit. Erich Ziegel verdanke ich meinen raschen Aufstieg, er hat es ge- wagt, mich ganz groß rauszustellen, so daß ich, als ich n a ch B e r l i n kam, zwar immer noch kämpfen mußte, aber doch die Wege etwas geebnet hatte. Mein Ruf war mir von Hamburg aus voraus- aeeilt"

Sieben Jahre ist Gründgens erst in Berlin. Seine ganze Vielseitigkeit kam hier erst voll zur Ent- faltung. Opernregie, Schauspielregie, sogar Film- regieDie Finanzen des Großherzogs" und eine Unmenge der großen Rollen bei Film und Bühne, bis zum Intendanten des staatlichen Schau­spielhauses seit dem Frühjahr 1934. Fürwahr, eine beispiellose Karriere! Fritz Aeckerle.

Wirtschaft.

Oie Jndustrie- und Handelskammer Gießen

gibt Auskunft:

1036: Schließung des Sonderkontos der Bank von England bei der Reichshauptbank.

1037: Rur ratenweise Auszahlung auf deutsche Reise­kreditbriefe in der Schweiz.

Oer Etsensteinbergbau an Lahn, Dill und in Oberheffen im Juli.

Gegenüber dem Monat Juni ist im Juli eine nicht nur absolute, sondern auch arbeitstäglich recht erhebliche Steigerung der Förderung und des Ab­satzes eingetreten. Die Förderung stieg auf 76 455 Tonnen (im Vormonat 65 297 Tonnen), der Ver­sand erhöhte sich auf 76 955 Tonnen (66 874). Die Vorräte gingen um rund 500 Tonnen zurück auf 71 000 Tonnen. Seit Anfang des Jahres find 500 Bergleute neu eingestellt worden, die Förderung ist in der gleichen Zeit um rund 20 o. H. gestiegen.

Erzeugerpreise für Speise-Irühkartoffeln.

FWD. Der Kartoffelwirtschaftsverband Hessen-

Rassau teilt uns mit:

Auf Grund der Anordnung Rr. 21 der Hauptver­einigung der deutschen Kartoffelwirtschaft, Berlin, netten ab Montag, 12. August, für das Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau nachfolgende Er­zeugerpreise für Speise-Frühkartoffeln je Zentner ausschließlich Sack bis auf weiteres:

a) für gelbe lange Sorten mindestens 3,80 RM.

jedoch nicht mehr als 4,30

b) für runde gelbe Sorten mindestens 3,40

jedoch nicht mehr als 3,90

3,

c) für blaue, rote und weiße Sorten mindestens

jedoch nicht mehr als 3,50

Für die SortenKönigsberger Blanke" undEifeler Platte" find keine Erzeuger-Höchstpreise festgesetzt.

Die Preise verstehen sich je Zentner, und zwar im geschlossenen Anbaugebiet waggonfrei Verlade­station ober frei Bezirksabgabestelle, im nicht ge­schlossenen Anbaugebiet waggonfrei Verladestation oder frei Uebergabestelle am Erzeugungsort.

* 8 v. H. Linoleum-Dividende. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates der Deutschen Lino­leum-Werke AG., Berlin-Stuttgart, wurde beschlos­sen, der am 9. September stattfindenden Haupt­versammlung die Verteilung einer Dividende von 8 d. H. für das Geschäftsjahr 1934 auf das um- laufende Kapital vorzuschlagen gegen 6 v. H. im Vorjahr. Das vergangene Jahr hat einen recht be- friedigenden Verlauf genommen. Der Entwicklung im neuen Geschäftsjahre wird mit Vertrauen ent­gegengesehen.

* Continental Gummi-Export st ei» g e r u n g. Der Continental-Export-Gesellschaft, der Tochtergesellschaft der Continental Gummiwerke, ist es gelungen, die Exportwertumsätze im ersten Halb- fahr 1935 gegenüber dem gleichen Dorjahreszeit- raum um 32 v. H. zu steigern, obgleich die inter­

nationale Konkurrenz in Auto- und Fahrrad-Reifen, technischen und chirurgischen Gummiwaren auf dem Weltmarkt außerordentlich stark ist. Zur Erreichung dieses Zieles mußte eine Anzahl neuer Absatz­märkte in überseeischen Ländern neu erschlossen werden.

* Aufhebung nicht gerechtfertigter Preisbindungen im E l e k t r o - Groß­handel. Der Reichs- und Preußische Wirtschafts­minister hat durch eine Anordnung an den Reichs- verband des Elektro-Großhandels e. D. die Auf­hebung wirtschaftlich nicht gerechtfertigter Preisbin­dungen veranlaßt, um dadurch die Einkaufspreise der Elektroinstallateure zu verbilligen. Es lind ferner Maßnahmen getroffen worden, die auf eine Er­mäßigung der Verbraucherpreise hinzielen.

Nhein-Mainische Börse.

Etwas fester.

Frankfurt a. M., 10. Aug. Die Wochenschluß­börse verkehrte im Anschluß an die gestrige Abend- börfe in überwiegend etwas festerer Haltung. Sei­tens der Börse bestand etwas Kaufneigung, wäh­rend der Auftragseingang aus der Bankenkund­schaft nach wie vor sehr gering blieb. Die Tendenz erhielt einige Anregung van der erneuten Abnahme der Arbeitslvsenziffer, während sonst aus der Wirt­schaft keine Nachrichten Vorlagen. Das Gesamtaus­maß der Umsätztätigkeit war klein, nur in einigen Spezialwerten war sie verhältnismäßig lebhafter.

So bei IG.-Farbenindustrie, die auf 158,65159,25 (158,50) anstiegen. Scheideanstalt gewannen 1 v. H. auf 240. Elektroaktien lagen ruhig, aber überwie­gend fest. AEG. gewannen 0,40, RWE. 1, Siemens 1,50 und Schlickert 0,50 v. H. Auch Montanpapiere notierten höher, insbesondere Klöckner mit plus 1,40 und Mansfelder mit plus 1,25 v. H., im übrigen betrugen die Erhöhungen 0,25 bis 0,40 v. H. Hoesch lagen mit 104,75 unverändert. Weiter gesucht blie­ben Deutscher Eisenhandel mit 107,75 bis 108,50 (107), wobei aber der Materialmangel den Kurs- auftrieb stark begünstigte. Sonst eröffneten AKU. 0,75, Deutsche Linoleum 0,75 und dement Heidel­berg 0,13 v. H. fester, anderseits bröckelten AG. für Verkehr 0,13, Moenus Maschinen 0,13 und Fein­mechanik Jetter 0,50 v. H. ab. Westdeutsche Kaufhof lagen im Zusammenhang mit dem Bericht über die rückläufigen Warenhausumsätze nur knapp gehalten.

Am Rentenmarkt herrschte bei Börsenbeginn Ge­schäftsstille, doch lagen die Kurse ziemlich unver­ändert. Etwas höher gesucht waren mittlere Fällig­keiten von Reichsschuldbuchforderungen, die etwa 0,25 v. H. gewannen. Umtausch- und Industrie- Obligationen wiesen nur geringe Abweichungen auf. Von fremden Werten erhielt sich weitere Nachfrage nach Ungarn, 4proz. Goldrente 10,45 (10,25). Don Mexikanern gewannen 5proz. innere 0,13 v. H. auf 5,70, 4^proz. Irrigation lagen mit 7,50 unver­ändert.

Im Verlaufe blieb die Tendenz fest, das Geschäft war indes weiter klein und nur auf wenige Spe­zialwerte beschränkt. IG.-Farben wurden mit 159,25 bis 159,50 lebhafter umgesetzt. Nach den ersten Kursen erhöht waren Hoesch bis 105,50 nach 104,75, Moenus bis 89.25 nach 88,75 und Fein­mechanik Jetter bis 88,50 nach 88. Auf den übrigen

Marktgebieten blieben die Anfangskurse meist be­hauptet. Von später notierten Werten zogen Licht und Kraft auf 137 (136), Südd Zucker auf 198 (196) und Bank für Brauindustrie auf 125,75 (125) an. Leicht ermäßigt waren Thür. Lieferung mit 124 (124,50).

Der Rentenmarkt blieb ziemlich bei unoeränber- ten Kursen. Kommunalumschuldung lagen mäßig höher, anderseits Zinsvergütungsscheine mit 90,95 um 5 Pf. niedriger. Pfandbriefe notierten meist un­verändert, während Stadtanleihen teilweise fester

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

F r a n k s u r t a. M., 12. August. (Vorbericht.) Uht 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1092 Rinder (163 Ochsen, 01 Dullen, 479 Kühe, 359 Fär­sen), 437 Kälber, 33 Schafe, 2812 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 30 bis 42 Mark, Bullen 32 bis 42, Kühe 20 bis 42, Färsen (Kalbmnen) 30 bis 42, Kälber 40 bis 67, Härnrnel 35 bis 39, Schweine alles 54 Mark. Marktverlauf: Rinder anfangs lebhaft, später stark abflauend, Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe langsam, Schweine sehr flott.

Die Deutsche Arbeitsfront.

NG-Gemeinschast »Kraft durch Freude".

Achtung! Hausgehilfinnen!

Da die Dersammlungssperre auch für den Monat August verlängert worden ist, müssen die Heim­abende auch in diesem Monat noch ausfallen.

Der nächste Heimabend kann daher erst am Diens­tag, 3. September stattfinden.

Urlaubszug Bayrischer Wald (Zwiesel) vom 15. bis 23. August.

Die Fahrkarten zu dieser Fahrt können in den Dienststunden auf dem Büro, Schanzenstraße 18 II, 3immer 8, abgeholt werden. Die Fahrt geht ab Frankfurt 23.45 Uhr. Die Rückfahrt erfolgt am 23. August von Grafenau um 4.52 Uhr, so daß die Teilnehmer in Frankfurt 18.13 Uhr eintreffen.

Velriebswanderwarle

Gießen, Heuchelheim, Meseck, Lollar.

Am Sonntag, 18. August, wird eine Rad - Wanderung durchgeführt. Wir fahren zunächst nach Grünberg, dort Besichtigung der Stadt und des Schwimmbades, Badegelegenheit, bann Rückfahrt durch bas Lumdatal nach Climbach, bort ebenfalls Babegelegenheit in dem neuerbauten Schwimmbad. Abfahrt ab Gießen 6.30 Uhr ab Schützenhaus. Ruck­sackverpflegung. Die Wanderwarte melden bis Donnerstag, 15. dieses Monats, die Anzahl der Teilnehmer. Es wird erwartet, daß die Teilnehmer­zahl so groß ist, daß in mehreren Gruppen gefahren werden kann.

Schwimmbäder melden.

Sämtliche Ortswarte, in deren Bereich Schwimm­bäder sind, melden diese umgehend. Gleichzeitig sind mit den Badeverwaltungen die Preise auszu­machen, die unseren KdF.-Wanbergruppen bei Be­nutzung eingeräumt werden. Wir bitten um um­gehende Meldung an die Geschäftsstelle .Kraft durch Freude", Gießen, Schanzenstraße 18.

Mlly-Reichert-Abend.

Heiterkeit triumphiert bei dem großen Bunten Abend mit Willy Reichert und seinen Künstlern am Samstag, 24. August, in Gießen. Sei es für die Theaterfreunde, sei es für den Freund des Kabaretts, für alle werden köstlichste und heitere Gaben aefpenbet werben. Das Programm ist so ge- stattet, daß alle auf ihre Rechnung kommen wer­den, ernste Kunst wird mit heiterer abwechseln. Aber allen voran steht der König des Humors Willy Reichert mit feinem köstlichen Humor, der auch das ganze Programm ansagt. Sie werden alle wetteifern, das Publikum in froheste, heiterste Laune zu versetzen, beschwingte, lustige Stunden zu schaffen, an die die Besucher noch lange in glück­hafter Erinnerung zurückdenken sollen.

Vorverkauf: Musikhaus Challier, Schokoladen­haus Huntemann, KreisdienststelleKdF.", Schan­zenstraße 18, Zimmer 8, Geschäftsstellen der DAF.» Ortsgruppen.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 12. Aug. Am Samstagabend fand im Saal von Gastwirt Heinrich Braun die Aus­gabe der Kriegsehrenzeichen an die Wit­wen und Eltern, Frontkämpfer und Kriegsteilneh­mer statt. Der große Saal war voll besetzt. Bürger­meister Pg. Euler hielt eine kurze Begrüßungs­ansprache und gab bann Regierungs-Baurat Kuhl­mann das Wort, der über den beabsichtigten Bau des Kriegsehrenmals, bas als Ehrenhof gedacht ist und im Entwurf und Modell vorlag, sprach. Darauf erfolgte die Ausgabe der Kriegsehrenzeichen an 27 Witwen, 19 Ettern, 248 Frontkämpfer und 47 Kriegsteilnehmer. Der stellvertretende Ortsgrup­penleiter Pg. Jung übermittelte den Dank der Jungen an die Frontkämpfer und gelobte dabei, daß die Jugend ihre Pflichterfüllung nicht vergessen werde. Die Denkmäler sollen die Jugend stets an diese Dankespflicht erinnern. Darauf hielt Bürger­meister Euler noch eine kurze Ansprache. Er dankte dem Vorredner für seine treffenden Worte. Sein weiterer Dank galt dem Führer, der die Ar­beitslosigkeit beseitige und die Wehrmacht wieder ge­schaffen habe. Mit der Huldigung für -den Führer und dem Gesang der Nationallieder fand die Feier ihr Ende. Die Pausen wurden mit Märschen und Musikstücken der Kapelle ausgefüllt.

h Großen-Linden, 11. Aug. Schon vor Jahresfrist war hier eineSchulgemeinfchaft des Volksbundes für bas Deutschtum im Ausland" gegründet worden, die aus klei­nen Anfängen schnell anwuchs und heute etwa 13 0 Schüler umfaßt, wohl die stärkste im Land­kreis Gießen. Während diese Schüler eifrig Mo­natsbeiträge leisten und zum großen Teil Leser der Jugendzeitschriften des VDA. sind, gehört außer­dem noch eine größere Anzahl Schüler demK a - meradschaftsopfer" an, indem sie Spenden nach eigenem Ermessen beisteuern. Als Auswirkung mehrerer Vortrags- und Lichtbilderveranftaltungen im vergangenen Winter und Frühjahr wurde auch unter den Erwachsenen der Wunsch geädert, eine Ortsgruppe des VDA. zu gründen Auch diese ist bereits auf 40 Mitglieder angewachsen, die zum größten Teil auch die ZeitschriftDer Volks­deutsche" beziehen. Leiter der Ortsgruppe, sowie der Schulgemeinschaft ist Lehrer Arnold, die Kassen­geschäfte führt die Lehrerin Frl. Müller. Es wäre zu wünschen, daß der VDA., der früher nur eine Angelegenheit einzelner Kreise war, auch auf

dem Lande in dieser Weise mehr und mehr Fuß faßt und so zu einem wahren Volksbund wird.

I Utphe, 11. Aug. In diesem Jahr sind in unserem kleinen Orte drei neue Wohnhäu» s e r errichtet worden bzw. noch im Bau begriffen und zwar an den verschiedenen Dorfausgängen. An der Berstädter Straße hat Wilhelm Eichenauer bereits fein neues Haus bezogen, am Unter-Wid- dersheimer Ausgang erstellt der Arbeiter Gustav Weber einen Neubau und etwas abseits der Kreisstraße baut der Arbeiter Fritz Weber. Außerdem hat einen größeren Wohnhausanbau der Kaufmann Wilhelm F i I f i n g er vorgenommen. Da viele Jahre lang hier die Bautätigkeit, abge­sehen von Ausbesserungsarbeiten, ganz geruht hat, darf dies als ein erfreuliches Zeichen der allgemei­nen Wirtschaftsbelebung angesprochen werden. Ein Glück war es für unser Dorf wie für die ganze Umgegend, daß infolge der Nähe des Wölfers­heimer Schwefelwerkes fo gut wie feine Arbeits­losigkeit aufgetreten ist. So sind auch alle drei Bau­herren bis heute in Wölfersheim in Arbeit.

)( Bellersheim, 11. August. Gestern ge­gen 23 Uhr wurde hier Feueralarm geschlagen. Die Scheune des Landwirts Karl Schäfer stand in Flammen. Die hiesige Feuerwehr und die bald eintreffende Pflichtfeuerwehr vom benach­barten Obbornhofen nahmen den Kampf gegen das wütende Element auf, doch machte sich bald Wassermangel bemerkbar. Zum Glück war die angrenzende Nachbarscheuer des Bauernwarts Kopf durch eine Brandmauer geschützt, während auf der anderen Seite ein ins Feld führender Weg die Hofraite abschloß und der Wind von dem Dorf abwehte. Sämtliche noch ungedroschenen Getreidevorräte fielen dem Feuer zum Opfer, dagegen konnten die untergestellten land­wirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften recht­zeitig geborgen werden. Auch das Vieh wurde ge­rettet, bis auf ein Mutterschwein, das den ret­tenden Händen entsprang und in die Flammen lief. Die Entstehung des Brandes ist noch ungeklärt.

Kreis Aksfetd.

Alsfeld, 11. Aug. (LPD.) In dem Kreisort Münch-Leusel kam ein21jähriges Mäd- ch en im Eifer der Arbeit der Dreschmaschine zu nahe. Es geriet dabei in das Getriebe der Ma­schine, die ihr ein Bein unterhalb des Knies abriß. Das schwerverletzte, bedauerns­werte Mädchen mußte ins Alsfelder Krankenhaus eingeliefert werden.

Die hinter den Papieren

Frankfurt a-M.

Berlin

Schluß- furt

Schlußk. Abend« börse

Schluß» furt

Schlußk. Mittag« börle

Oahim

9.8.

10.8

9.8

10.8.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1984 6Yi% Boung-Anleihe von 1930 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

97,4 102,9

111,75

100,4

98

96,5

101

93

127,5

115,5

96,65

101

101,75

97

97

107,3

28,5

10,25

10 10 11,75

97,5 103

111,75

100,4

98

96,5

101

93

128

115,5

96,65

101,25

101,65

97

97 107,3

29 1,45 10,5 10,5 10,5 11,9

101,13

97,7

103,25

111,7

100,4

97,5

115,5

101,5

97

97

107,3

29,75

10,25

10,13

10,13

11,75

101,13

98

111,75

100,4

97,5

115,5

101,9

97

97 107,3

30,5

1,5

10,7

10,6

10,7

11,75

4»/»% Deutsche ReichSpostschatzan- Weisungen von 1934, I.......

6% efoem.8% Hess. öoIISftaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

4ehern. Hessische LandeSbank

Darmstadt Gold R. 12........

6%% ehem. Hess. LandeS-Hypo- thekenbank Darmstadt Ltaul ...

4%% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

4 yt°/0 ehe m.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bU 1935 i%% ehem. 414% Franks. Hyp.- Bank-Ltgu.-Psandoriese.......

6y.% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

4 yt% ehern. 8% Pr. Landespfand, briefanftalt, Pfandbriefe R. 19

4y»% ehem. 7% Pr. Landespfand, vriefanst., Gold Komm. Cbl.VI

Eteuergntich.BerrechnungSk. 35-89

4% Oesterrelchische Golbrente....

4,20% Oesterreichische Silberrevte 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4Vi% desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Tückische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1.....................

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskoni 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt 0. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß« kurü

Schlußk. Mittag­börse

Schluß« kurs

Schlußk. Bbend- börse

Schluß­kurs

Vcyiuyl. Mittag­börse

9.August

10. August

Amtliche Notierung

Geld | »rief

Amtliche Notierung

Geld | 3 rief

Datum

9 8

10.8.

9.8-

10.8.

Datum

9.8.

10.8.

9.8.

10 8-

4% desgl. Serie II .............

5% Rumön. vereinh. Mente v. 1903 4^%Rumän.vereinh.Reniev.iSlg

4% Rumänische vereinh. Rente .. aV*% Anatolier ...............

Hamdurg-Amerika-Paket o Hamburg-Südam. Dampfschiff. o

Norddeutscher Lloyd .........o

M.®. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz, und Privat-Bank ... o Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft.................

Dresdner Bank........ o

Reichsbank ............... zx

A.E.l».......................

Bekula............... 10

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ...........

Felten & Guilleaume.........o

Gesellsch.f.Elektt.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schuckert SCo............... 4

Siemens S Halske....... 7

LahmeyerLCo.......... 7

Subern» ....................

Deutsche SrdiU ...............

Gelsenkirchener.............. 0

Harpener...................O

Hoesch EisenSöln-Neueffen .. O

Ilse Bergbau ...............

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klöcknerwerke .............

Mannesmann-Rbhrr« ,M.MM 0

11,75

6,4

8,5

5,2

40

16,5

17,75 87,75

119,5 90,65

90,25 90,25

188

40 141,75 118,25

136

109,5

130

143

136,75

129

184

137,25

107,5 114,4

117,25 104,75

175 133,5 100,65 93,25

11,75

6,13

8,65

5,2 40,25

16,5

17,75 87,65

119,5

90,5

90

90,25

188

40,75

142,25

119

137 109,25 130,65 142,75 137,65 129,5 185,5 137,5

! 107,25 114,5

117,5

105,5

175

133,25

102

93,5

6,4

8,55

5,25

40

16.65

28

17,9

87 119,65 90,65

90,13 90,25

187,65

40 141,9

118

136 109,5 129,5 144,5 136,9 129,4

184 137,25

107,5 114,25

117,25 104,75

172,5

133,5

101

93,25

6,4

8,5

5,2 40,25

16,65 28,25

17,9 87,5

119

90,5

90 90,25 188,25

40,9 141,13

118,9

137 109,25 130,5

144 137,75 129 65 185,75 136,75

107,5 114,75

117,4 105,5

170 133,25 101,75

93,65

Mansfelder Bergbau ......... 8

Kokswerke............. 5

Phönix Bergbau........ O

Rheinische Braunkohlen ..... 12

Rheinstahl ................8%

Bereinigte Stahlwerke........ 0

Otavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....iy1

9. ®. Farben-Jndusiria.......7

Scheideanstall...............9

Goldschmidt ....... O

Rütger-werke ........ 4

Metallgesellschaft............. 4

Philipp Holz mann ........... 0

Zementwerk Heidelberg ......5

Cementwerk Karlstadt......... 4

Schultheis Patzenhoser ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... y

Zellstoff Waldhof............0

Zellstoff Aschaffenburg ....... 0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............ O

Deutsche Linoleum....... g

Ctenßetn & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Ehade............O

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Eonti-Gummt........... g

Gritzner.....................

Mamkrastwerke Höchst a.M^... 4

Süddeutsch« Zucker .........

116

225

116

86,9

17,9 135-65

130

158.5

239

111

120,75 114,25

94

122,9

134

62,5 H7,75 119,75 89,75

98,5

156,5

29,65 286

158,25

101

196

117,25

225,25

116,65

87,25

17,9

159,5

240

111

120,5

115

94,65

123

133

63,65

118,25

119,5

90

98,5

157,25

29,5

158

36,5

188

116,5

122,25

225

116,13

86,75

18

135

130

199,9

158,13

111

121

114,25

94,5

111,4

62,4

118

119,25

89,65

135,65

97,9

156,25

88,4

29,4

286

186

158,5

I 37,5

i 186

117,9 122,4

224,75 116,4

87,13

18 135,13 130,5 199,75

159,5

111 120,75 113,65

95

112

63,5 118,25 119,25

90 135,75 98,25

157 88,65 30,13 286,75

160

I -

198

Buenos Lire- Brüssel.....

Rio de Jan. . Sofia ......

Kopenhagen. Danzig.....

London .....

Heliingfors.. Paris ......

Holland ....

Italien.....

Japan ......

Jugoslawien. Oslo..... :

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schwei, ....

Spanien....

Prag.......

Budapest ... Reuyork ...

______8

Amerikanische Belgische Not Dänische Note Englische Not Französische 9 Holländische 9 Italienische N Norwegische 9 Deutsch Cefte Rumänische 9" Schwedische 9 Schweizer No Spanische No Ungarische Rt

0,663 41,88 0,139 3,047 54,92 46,92 12,30

5,42 16,415 167,73

20,33 0,725 5,684 61,81 48,95 11,15 63,40 81,12 34,00 10,29

2,478

er1in,ig.«ugus Noten.......

en...........

n .......... n ..........

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-reich, i 100 oten........

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Ul»

0,66" 41,9k

0,141 3,05:

55,0

47,0

12,3

5,4

16,45

168,0

20,3 0,72

5,69

61,9 49,0

11,1

63,5

81,2 34,0

10,3

2,48

Banfno

Schilling

!

en

0,663 41,89 0,139 3,047 54,96

46,93 12,31 5,425

16,415 167,58

20,33 0,724 5,684 61,87 48,95 11,16

63,46 81,12

34,03 10,29

2,479

Geld

2,431 41,76 54,91

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167,16

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0,667 41,97

0,141

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5,435-

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34,09 10^31

2 ^83

Brie!

2,451

41,92

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12,315

16,425

167,84

19,54

61,90

63,50

81,21

33,81