Jedem deutschen Kind seinen Ferienaufenthalt
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Folge nicht Aber
Dem Bauernstand ist heute eine große, ja man kann wohl sagen die größte Verantwortung für das Gedeihen unseres Volkes übertragen worden.
Wenn vom Führer der Landwirtschaft die Aufgabe gestellt ist, alle Maßnahmen zu ergreifen, um unser Volk unabhängig in seinen Bedürfnissen an Vahrung und Kleidung zu machen, so ist ihm damit eine Möglichkeit zum Dienst am Vaterlande gegeben, wie kaum einem anderen Berufsstand innerhalb unserer deutschen Volksgemeinschaft. Unser Führer, unser gesamtes deutsches Volk erwarten, daß es dem Bauern gelingt, die gestellte Aufgabe zu lösen; denn davon hängt es ab, daß jederzeit ohne Gefahr und internationale Rücksichten eine freie, selbständige deutsche Politik getrieben werden kann.
Das Ziel ist bestimmt zu erreichen, wenn sich jeder der hohen Verpflichtung bewußt ist, die dem einzelnen durch den Dienst an der Scholle auferlegt wird. Das Wohl des Vaterlandes muß richtunggebend sein für unsere Arbeit! Der Sieg ist unser, wenn in zäher Arbeit jeder sich allmählich angleicht an die dem Bauernstände von seiner Führung gestellten Produktionsrichtungen.
Nicht so sehr durch Steigerung des Aufwandes
Die Preisbewertung.
Zuchtbullen:
1. Formpreis uno 1. Leistungspreis: Konrad Krauß- müller, Schwabenrod. 1. Formpreise: Wilhelm Ro-
persönlich zu irgendwo in Deutschland wohnenden Verwandten zu bringen, können nunmehr die Kinder durch die Verwandtschaftsverschickung der NSV., verbunden mit großen finanziellen Erleichterungen (Fahrpreisermäßigung), zu ihren Verwandten schicken.
Somit sind die Eltern der Sorge hinsichtlich der Betreuung der Kinder während der Bahnfahrt vollkommen enthoben. Für eine reibungslose Abwicklung der Verschickung, sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt der Kinder, durch eine bis in alle Einzelheiten hinein durchdachte und gut durchorganisierte Vorbereitung (Versicherung, Begleitung, Verpflegung usw.) ist vollauf Sorge getragen. Die Organisation kann mit Recht das restlose Vertrauen noch so um das Wahl ihrer Kinder während der Bahnfahrt besorgter Eltern genießen.
Wer seinem Kinde einen Ferienaufenthalt während der großen Sommerferien bei seinen irgendwo in Deutschland wohnenden Verwandten verschaffen möchte, wende sich baldmöglichst an seine VSV.-Ortsgruppe oder an den für fein Kind zuständigen Schulleiter.
Dort bekommt man über alle diesbezüglichen Fragen und Unklarheiten bereitwilligst Auskunft erteilt, denn die diesjährige Parole des Erholungswerkes des deutschen Volkes lautet: Jedem deutschen Kind seinen Ferienaufenthalt!
LPD. Frankfurt a. M., 11. April. Am Donnerstagnachmittag sprach Gauleiter Sprenger im Rundfunk über das Thema „Warum Vertrauensratswahlen?". In seiner Rede ührte er u. a. aus:
Die ehemaligen Betriebsratswahlen ’tanben im Zeichen des K l a s s e n k a m p f e s. Die Gewerkschaften waken nur noch Mittel zu politischen Zwecken. Sie hatten sich von ihren Aufgaben ent- ernt und waren nur Exponenten politischer Parteien.
So konnten die Betriebsratswahlen der Vergangenheit nur ein Spiegelbild der Parteien fein. Die Arbeiter, die Angestellten und die Betriebsangehörigen waren vielfach nur noch Objekt der Wirtschaft.
Menschenleben spielten keine Rolle. Der Arbeiter war zur Nummer heruntergedrückt. So stand es am 30. Januar 1933, als Adolf Hitler die Macht übernahm. Der nationalsozialistische Kampf wurde geführt um die Erziehung des deutschen Menschen und vor allem um die Wiedergewinnung des deutschen Arbeiters. Zwei Jahre nationalsozialistischer Staatsführung und damit zwei Jahre ernsten Schaffens liegen hinter uns.
Die Sehnsucht des deutschen Arbeiters, ihn in eine Einheitsgruppe zu ziehen, wurde erfüllt. Die Form entspricht zwar nicht den ehemaligen Vorstellungen, sondern
die Einheilsfront wurde im Geiste Adolf Hitlers, im Rahmen der nationalsozialistischen Weltanschauung geschaffen.
Sie umfaßt alle werktätigen Arbeiter der Stirn und der Faust: Die Deutsche Arbeitsfront. 40 Millionen stehen zusammen in dieser Front. Arbeitnehmer und Arbeitgeber, beide zusammen erst bilden die Gesamtheit der Gemeinschaft. Im gegenseitigen Vertrauen und im Bewußtsein eigener Kraft muß jeder den höchsten Einsatz bringen, um zum höchsten Erfolg gelangen zu können. Die Betriebsführung und die Gefolgschaftsmitglieder müs-
Vorwärts aus eigenem Können!
Aufruf der Landesbauernfchast Heffen-Naffau.
soll eine Mehrerzeugung erreicht werden, sondern durch Verbesserung der Wirtschaftsweise in den einzelnen Betrieben. Es kommt vor allem darauf an, daß alle jene Betriebsleiter aufgerüttelt werden, die unberührt von allen Fortschritten neuzeitlicher Wirtschaftsweise auf die alte primitive Art weiterarbeiten, zu ihrem Schaden und zum Schaden des deutschen Volkes.
Wenn auch alle diese Belriebsleiler sich das zunutze machen, was im Laufe vieler Jahre als gut und wertvoll befunden ist, was ohne Risiko eine Ertragssteigerung verspricht, wenn alle diese Betriebe in ihrer gesamten Wirtschaftsform auf die Stufe der gut durchschnittlich bewirtfchafleken Betriebe gebracht werden, dann können wir das Ziel, die völlige Rahrungsfreiheit unseres Volkes, für immer erreichen. Und wir werden es erreichen! Denn unser Glaube heißt Deutschland und unser Vertrauen Golt und Adolf
Hitler!
Und allen äußeren Widerständen zum Trotz kann unser Führer Deutschland freimachen, weil wir ihm helfen, durch vollen Einsatz aller Kräfte der Erzeugungsschlacht auf der ganzen Linie zum Siege zu verhelfen. Das sei unser unerschütterliches Treuebekenntnis zum Führer!
Sie Bedeutung der Vertrauensratswahlen
Eine Ansprache des Gauleiters.
Oberhessen.
Bullen- und Zuchteberauktion in Lauterbach.
Lauterbach, 11. April. Die vom Tierzuchtamt Gießen hier durchgeführte Bullen- a u k t i on war in ihrer finanziellen Auswirkung für den Veranstalter sowohl, als auch für die Verkäufer ein Erfolg, wie er bei anderen Auktionen noch nicht zu verzeichnen war. Noch bei keiner Versteigerung war bisher der Durchschnittserlös so hoch, wie bei der jetzigen. Auch die Zahl der verkauften Tiere war verhältnismäßig gut, konnten doch von 42 Bullen 28 verkauft werden. Die erzielten Preise bewegten sich zwischen 400 und 1160 Mark mit einem Durkschnitt von 609 Mark. Die letzte (vorjährige) Bullenversteigerung, die außerordentlich günstig verlief, wies nur 'einen Durchschnittspreis von 525 Mark auf. Sämtliche Tiere waren Leistungsbullen, deren Mütter unter Milchleistungskontrolle stehen. Diese Leistungskontrolle war neben der Formschönheit der Tiere diesmal Gegenstand der Preisbewertung, die der Versteigerung vorausging. Für alle preisgekrönten Tiere aab es von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau sog. Kaufzuschüsse, die den Käufern zugute kamen. So gab es für 1. Formpreise 20,— M., für 2. Preise 15,— M. und für 3. Formpreise 10,— M. Zuschuß, für jeden 1. Leistungspreis gab es 30,— Mark, für jeden 2. Preis 20,— M. und für jeden 3. Leistungspreis 10,— M. Zuschuß. Den höchsten Preis erzielte der Landwirt Konrad Krausmüller- Schwabenrod mit 1160 M. für seinen Bullen, der von dem Tierzuchtamt Limburg erworben wurde. Dem Landwirt Wilh. Rodemer-
lang-Göns; Wilhelm Müller V., Lang- Göns. 1. Formpreis und 3. Leistungspreis: Karl Döring, Queck. 1. Formpreis: Heinrich Knauß, Stangenrod. 2. Formpreis und 1. Leistungspreis:
Die Erfolae der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt sino so bekannt, daß sie nicht neu aufgeführt werden müssen. Die im vergangenen Jahre getätigte Verschickung von über 20 000 erholungsbedürftigen Kindern innerhalb des Gaugebietes Hessen-Nassau, von der Stadt auf das Land und umgekehrt, spricht leistungsmäßig für sich selbst.
Wer Kindertransporte miterlebt und gesehen hat, was die kleine Gesellschaft alles mit nach Hause schleppte, dem ist bestimmt alles Kritikaster- und Muckertum vergangen. Landkinder brachten aus der Stadt tausend Neuigkeiten Über nie vorher gesehene Dinge mit. Blasse, hochaufgeschossene, magere, verschüchterte Großstadtkinder kamen sonnen- und seeverbrannt, mit leuchtenden Augen in ihre Heimat zurück. Wochenlang gab es nur ein Gesprächsstoff für alle:
Die Erlebnisse von Ferien und Reise.
Diese Ferienherrlichkeit soll in diesem Jahre jedem deutschen Kinde, ohne Unterschied des Standes und der Herkunft, zuteil werden.
Aus diesem Grund hat die NSV. im Rahmen der Kinder-Landverschickung eine noch großzügigere Aktion ins Leben gerufen, nämlich
die Verwandlschaftsverschickung,
das weißt nicht mehr und nicht weniger, als Eltern, denen es aus irgendwelchen Gründen, beruflicher oder finanzieller Art, nicht möglich ist, ihre Kinder
demer, Angersbach; Leonhard Faust, Maar; Ludwig Brauer, Ober-Ofleiden; Friedrich Rodemer, Angersbach; Konrad Ortwein, Angersbach; Willy Hanack, Zell; Konrad Schul VI., Angersbach; Heinrich Rahn, Angersbach. 2. Formpreise: Konrad Jakob Kleer, Bindsachsen; Eduard Krömmelbein, Wallenrod; Karl Fink II., Leusel; Friedrich Nik. Schad, Angersbach; Johannes Heinrich Schott, Rixfeld; Wilhelm Stein, Stumpertenrod; Friedrich Seim, Zeilbach. 3. Formvreise und 1. Leistungspreise: Heinrich Rodemer VI., Angersbach; Heinrich Fölzing. Wallenrod; 3. Formpreis und 3. Leistungspreis: Heinrich Schul XL, Angersbach. 3. Formpreis: Justus Peter, Maar; Friedrich Wahl III., Angersbach; Otto Hofmann, Stumpertenrod; Johannes Ritter III., Maar; Wilhelm Nau, Ober-Ofleiden; Gutsverwaltung Sickendorf; Otto Bück, Langsdorf; Georg Krug II., Schwarz; Bürgermeister Stroh, Brauerschwend; Hermann Müller, Weid-Moos.
Zuchteber:
1. Formpreise und 2. Leistungspreise: Karl Vel
sen eng miteinander verbunden fein. Diese Verbundenheit herzustellen, immer wieder aufs neue herzustellen, ist Aufgabe des Vertrauensrates. Die Mitglieder des Vertrauensrates sollen in jeder Weile Vorbild der Gefolgschaft sein.
Die einzelnen Vertrauensralsmitglieder müssen an der Stelle, an die sie gestellt sind, beweisen, daß ihre Leistungen über jede Kritik erhaben sind.
Es kommt also nicht darauf an, wo er steht, sondern auf seine L e i st u n g e n. Bei dieser Betreuung muß insbesondere mit dem Unfug gebrochen werden, daß die körperliche Arbeit mißachtet wird. In diesem Geiste sind die Vertrauenstratswahlen zum ersten Male eingehend vorbereitet worden. Es wurde versucht, die besten Männer auf die Liste zu stellen. Eins aber, deutsche Arbeiter, laßt Euch sagen: Engel stehen keine auf der Li st e. Die menschliche Gemeinschaft in ihrer Gesamtheit wird niemals vollkommen sein können. Es muß auch den Vertrauensmännern zuaeaeben werden, daß sie mit menschlichen Fehlern behaftet sind. Es muß aber im Geist sich die Ueberzeugung bilden, daß diese Männer den besten Willen haben, ihrer Aufgabe zu entsprechen. Je größer das Vertrauen ist, das Ihr zu ihnen habt, umso besser können sie ihre Aufgabe erfüllen.
Diese Verlrauensratswahlen find ein Bekenntnis zur nationalsozialistischen Weltanschauung und ein Bekenntnis zum Führer Adolf Hitler. Ohne Adolf Hitler keine Wiedergesundung Deutschlands, ohne Adolf Hitler auch kein Aufbau der Wirtschaft, und ohne Adolf Hitler kein weiteres
Aufblühen der deutschen Wirtschaft.
So steht denn, deutsche Arbeiter, an dem Wahltag einig zusammen und seid Euch bewußt, daß unsere Verrrauensratswahlen gleich einem Gelöbnis zum Führer sind, der das erste und beste Vorbild des deutschen Arbeiters war, ist und bleiben wird.
dieser Dortrage hin. Es gehe vor allen Dingen darum, daß auch der Arbeiter einmal erfahre, was der Hochschullehrer zu leisten habe. Wenn der Führer Volksgemeinschaft haben wolle, dann müsse man wissen, was der andere schafft und arbeitet. Wenn man von dem anderen, der an irgendeiner Stelle arbeitet, nichts weiß, dann könne es nicht zu einem inneren Derwachsensein kommen. Der Hochschullehrer wolle einmal außerhalb seines gewohnten Aufgabenkreises davon erzählen und berichten, was er zu leisten habe und was ihm von seinem Volke aufgetragen ist. Prof. Pfähler gab der Hoffnung Ausdruck, daß im weiteren Verlauf der Vorträge eine Gemeinschaft entstehe, die immer inniger und fester werde.
Der Kreiswart der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" C h r i st wies ebenfalls kurz darauf hin, welchem Zweck die vorgesehenen Vorträge dienen sollten. Auch er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die zunächst noch kleine Gemeinschaft immer größer und fester werde und als Nutzanwendung jeder erkennen möge, daß es keine höhere und niedere Arbeit, sondern daß es nur d i e Arbeit gibt.
Dann sprach Professor D u k e n über das Thema „Familienfürsorge und Krankheitsbekämpfung". Die interessanten Ausführungen des Redners erweckten bei den Zuhörern lebhafte Aufmerksamkeit, die am Schlüsse des Vortrags in starkem Beifall zum Ausdruck kam.
Gießener Schlachthof Ausbildungsstätte für Kandidaten der Veterinärmedizin.
Im Deutschen Reich gibt es eine große Anzahl Untersuchungsanstalten, die zum geringen Teil staatlich sind, zum überwiegenden Teil Städten, Kreisen oder gemeindlichen Verbänden gehören. Seit der Machtergreifung durch die nationalsozialistischen Bewegung ist in den Kreisen der amtlichen Lebensmittelchemiker die Auffassung vertreten, daß eine Vereinheitlichung des im Dienste der Lebensmittelüberwachung stehenden Untersuchungswesens Platz greifen mühte. In dieser Hinsicht hat der Reichsminister des Innern bereits entscheidende Maßnahmen getroffen, weitere Anordnungen werden folgen.
Jetzt hat der Reichsminister des Innern eine neue Bekanntmachung erlassen, in der das Medizinal- und Veterinärwesen behandelt wird, soweit es mit der Lebensmittelüberwachung im Zusammenhang steht. Die am 27. März Dieses Jahres erlassene Verordnung bestimmt die zugelassenen Ausbildungsstätten für die Kandidaten der Veterinärmedizin. Es gibt demnach in Deutschland 96 Schlachtviehhöfe oder ähnliche Anstalten, die Kandidaten der Veterinärmedizin für ihren späteren Beruf praktisch vorbereiten.
Für Hessen sind für die praktische Ausbildung in der Schlachtvieh- und Fleischbeschau- sowie Lebensmittel-Ueberwachung für die Kandidaten der Veterinärmedizin die folgenden Schlacht- oder Viehhöfe zuständig: Darmstadt, Gießen- und Mainz.
In diesem Zusammenhang ist es interessant, zu wissen, wieviel tierärztliches Personal es in unserem engeren Gebiet gibt. Hierüber gibt die Reichsstatistik des tierärztlichen Personals vom 1. Juli 1933 als letzte vorliegende amtliche Erhebung eine erschöpfende Auskunft, aus der hier die wichtigsten Daten folgen: Das tierärztliche Personal im Land Hessen bestand aus 196 Tierärzten, darunter 110 im Beruf stehende Privat-Tierärzte. In der Fleischbeschau waren insgesamt 134 Tierärzte tätig. Privatpraxis übten aus 124 Tierärzte (außer den Privat-Tier- ärzten die beamteten Tierärzte, Militärtierärzte und Schlachthoftierärzte). Dies bedeutet, daß im Gebiet des Landes Hessen auf 1237 viehbesitzende Haushaltungen ein praktischer Tierarzt fommt.
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** Zur Pflege der Freibrüter. Wir können unseren freibrütenden Vögeln im Frühjahr dadurch beim Bauen ihrer Nester behilflich sein, daß wir kräftige Zweige von Sträuchern mit Weidenruten zusammenbinden. Wir schaffen dadurch einen künstlichen Astquirl, den die Vögel als Nest- unterlage benutzen können. Helfen kann man den Freibrütern auch durch Anlegen von Hecken. Nur müssen diese gut gepflegt sein, unten breit und dicht, oben schmal. Vor allem müssen sie so verschnitten werden, daß sich genügend Astquirle als Nistgelegenheit bilden. Den Schnitt der Hecken im Juni, den sog. Johannisschnitt, unterlasse man unter allen Umständen, weil dadurch die Vögel bei der Brut gestört, oder ihre Nester freigelegt werden.
** Schwerer Unfall beim kindlichen Spiel. Im Anwesen Löberstraße 3 ereignete sich gestern ein schwerer Unfall. Einige Kinder spielten in der Scheuer und ließen im Eifer anscheinend nicht die nötige Vorsicht walten. Der zehnjährige Heinz Röhrig stürzte dabei vom Gerüst ab und schlug hart auf. Mit einer leichten Gehirnerschütterung und mit einer schweren inneren Verletzung (Nierenriß) mußte der bedauernswerte Junge von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Klinik gebracht werden. Das Befinden des Kindes ist leidlich gut.
Angersbach wurden 1050 M., dem Landwirt Ludwig Brauer- Ober-Ofleiden 1010 M. für je einen Bullen bezahlt.
Die Zuchteberversteigerung, die gleichzeitig zum ersten Mal hier stattfand und für ine ~ ' auch beibehalten wird, hatte bei weitem den Erfolg, wie die Bullenversteigerung, auch diese Neueinführung wird sich für die Zukunft besser bewähren, da der Bedarf an Zuchtebern künftig nur auf Versteigerungen des Tierzuchtamtes gedeckt werden kann. Von 21 gemeldeten Tieren waren 19 aufgetrieben; es handelte sich nur um veredelte Landschweineeber. Auch hier ging erst eine Preisbewertung nach Formschönheit und Leistung voraus, die Käufer erhielten entsprechende Kaufzuschüsse. Von diesen 19 Zuchtebern wurden 9 Stück verkauft. Die Preise bewegten sich zwischen 120 M. und 220 M. Den Höchstpreis erzielte hier Karl Velten II - Lang- Göns mit 220 M. Der Durchschrittspreis lag
etwas über 172 M.
Otto Wilhelm Velten, Lang-Göns. 2. Formpreis und 2. Leistungspreis: Karl Velten II., Lang-Göns. 2. Formpreis und 3. Leistungspreis: Heinrich Schwing, Burg-Gemünden; Heinrich Knauß, Stangenrod. 2. Formpreis: Heinrich Wagner VII., Bolln- bach; Heinrich Klink, Calbach. 2. Formpreis^ und 3. Leistungspreis: Karl Döring, Queck; Wilhelm Stark III., Wirberg. 3. Formpreis und 3. Leistungspreis: Kurt Göbel, Pfordt. 3. Formpreis: Wilhelm Rühl, Freiensteinau; Heinrich Klink, Calbach. 3. Formpreis und 2. Leistungspreis: Hemrich Schwing, Burg-Gemünden. ,
Landkreis Gießen.
OO Klein-Linden, 11. April. Im verflos. enen Winterhalbjahr wurde in unserer Volks- chule eine Speisung vo.n Kindern minderbemittelter Eltern durchgeführt. Es wurden an 27 Kinder an 74 Speisungstagen 497 Liter Milch und Kakao abgegeben. Die Kosten für die ganze Speisung (Milch, Kakao, Zucker und Zu- bereuung) belaufen sich auf 122,02 Mark, wovon die NSV. allein 57,51 Mark übernahm. Die Einrichtung der Speisung bat sich sehr gut bewährt, sie wurde von einem der hiesigen Lehrer geleitet.
§ Mainzlar, 11. April. Seit einigen Tagen läßt sich in den Wiesen unserer Gemeinde in der Richtung nach Treis zu ein Storchenpaar ehen. Es wäre zu begrüßen, wenn der immer fel- ener werdende Vogel in unserem Orte eine Nist- tätte finden würde.
* Watzenborn-Steinberg, 12. April. Bei einem U n g l ü ck s f a l l erlitt gestern die 13 Jahre alte Tochter des Bäckers Müller von hier, Lina Müller, erhebliche Schnittwunden am rechten Arm durch Glasscherben, so daß das Kind nach Gießen in die Klinik verbracht werden mußte.
* Lieh, 12. April. In der Nacht zum gestrigen Donnerstag wurde hier bei dem Metzger Dietz ein Einbruch verübt. Dem oder den Dieben fiel ein Zentner Dauerwaren im Werte von etwa 140 Mark in die Hände. Die Ermittlungen über die Täter sind im Gange.
ch Hungen, 11. April. Dieser Tage waren die Arbeiten der Berufs- und Volksschüler im hiesigen Schulhause zur Besichtigung ausgestellt. Die Ausstellung erfreute sich eines guten Besuchs und zeigte das große Interesse, welches die Bevölkerung an der Ausbildung der Jugend nimmt. Die ausgestellten Gegenstände aus den verschiedensten Arbeitsgebieten fanden die ungeteilte Anerkennung der Besucher, waren doch Arbeiten darunter, die in ihrer Feinheit geradezu Bewunderung erregen mußten. Die Ausstellung zeigte aber auch, in welch hohem Maße sich Lehrer und Lehrerinnen ihres Berufs bewußt sind, um eine tüchtige Jugend für das Leben heranzuziehen.
> Rodheim a. d. Horloff, 11. April. Unser bisheriger Bürgermeister Adolf Hofmann, der feit dem Jahre 1924 das Amt versieht, hat das Amt mit dem 1. April d. I. niedergelegt.
kreis Alsfeld.
* Alsfeld, 10. April. Der heutige Kameradschaftsappell des NSD. Frontkämpfer-Bundes (Stahlhelm), Ortsgruppe Alsfeld, hatte eine besondere Bedeutung. Ein Befehl des Bundesführers hat angeordnet, den Trauerflor, den die Stahlhelmfahnen feit Versailles getragen haben, abzunehmen, weil durch das Wehrgesetz vom 16. März die schlimmste Entehrung von uns genommen ist. Hinzu kam eine Ehrung für den großen Feldherrn des Weltkriegs, General L u d e n d o r f f, der am gestrigen Tag seinen 70. Geburtstag gefeiert hat. Diesen frohen Charakter des Abends betonte die Ausschmückung des Saales, ebenso wie die flotte Musik, die soldatische und vaterländische Weisen erklingen ließ. Nach der Rede des Ortsgruppenführers S ch m a l l über General Ludendorff befahl Kreisführer Schäfer die Abnahme des Trauerflors von der Fahne. Es war ein feierlicher Augenblick, der die Gedanken in die Vergangenheit zurück und in die Zukunft vorwärts gehen ließ und mit dem Lied von der Wacht am Rhein zu einem Gelöbnis wehrhafter Treue sich gestaltete. Hiermit war der Inhalt des Abends nicht erschöpft. Nach der Ehruntz des ver- ftorbenenen Kameraden Trebert berichtete der Kreisführer über die Führerbefprechung in Gießen und über die Lage des Stahlhelm in Hessen. Alsdann folgten noch zwei Vorträge. Kamerad Reimherr ging aus von der Aufhebung wichtiger Bestimmungen des Versailler Diktats (Saar und Wehrhoheit) und gab einen kurzen, aber sehr inhaltreichen Ueberbhtf über die Frage der deutschen Kolonien. Anschließend erzählte Kamerad L i ch von seiner Dienstzeit in der deutschen Kolonie Kiautschou und vermittelte durch sein Wort und durch mitgebrachte Gegenstände ein anschauliches Bild von Der Eigenart des fernen Chinesenlanoes und feiner Bewohner. Mit dem Gelöbnis der Treue zu Führer und Vaterland wurde der gehaltvolle Kameradschaftsappell geschloffen.
= Deckenbach, 12. April. Am heutigen Freitag begeht der älteste hier noch lebende Veteran von 1870, Georg Kornmann, seinen 89. Geburtstag.
Preußen.
Ein mehrfacher VSuber gefaßt.
LPD. Frankfurt a. M., 11. April. Wie gemeldet, wurde in der Nacht zum 3. April in der Eckenheimer Landstraße ein Raubüberfall ausgeführt und der Täter kurz darauf f e st genommen. Es handelte sich um den 23 Jahre alten Karl K n o b t. aus Frankfurt a. M. Im Verlaufe ber Ermittlungen wurde festgestellt, baß ber bereits überführte Räuber sich in einem weiteren Fall als Räuber betätigt hatte. In einer Wirtschaft machte er bie Bekanntschaft eines Mannes, bem gegenüber er sich als SA.-Mann ausgab. Unter biefer Vorgabe gewann er bas Vertrauen seines Opfers. In ber Wirtschaft überzeugte er sich bei ber Gelegenheit, ob sich ein Uebersall auch lohne. Als sie bann bie Wirtschaft verließen, verlangte Knobt von seinem Opfer bas von ihm verausgabte Geld zurück. Als ihm dies verweigert wurde, versuchte er seinem Opfer die Geldbörse zu rauben.
= Sichertshausen, 10. April. Der G e - meindevoranschlag für das Jahr 1935 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 7861 Mark ab und verzeichnet im einzelnen folgende Beträge: Allgemeine Verwaltung 10 Mark Einnahme, 1105 Mark Ausgabe; Schulwesen 399 Mark Einnahme, 1739 Mark Ausgabe; Wohlfahrt 101 Mark Einnahme, 166 Mark Ausgabe; Straßenwesen 500 Mk. Einnahme, 641 Mark Ausgabe; Anstalten und Einrichtungen 1380 Mark Einnahme, 1952 Mark Ausgabe; Finanzwesen 5471 Mark Einnahme, 2258 Mark Ausgabe. — Bei einer Hauswerbung für den Reichsluftschutzbund traten in unserem Orte 96 o. H. der Bevölkerung bei. Damit steht unser Ort an erster Stelle im Ortsgruppenbereich.


