Ur. 289 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhetzen-
Mittwoch, st. Dezember (935
Aus dem Reiche der Krau.
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
zuckerglasur.
*
an
Baseler Leckerli. Das Rezept ergibt 3V< Pfund fertiges Gebäck. 1 Pfund Honig, 65 Gramm Zitronat, 250 Gramm Zucker, 65 Gramm Orangeat, 1V4 bis IV2 Pfund Mehl, 25 Gramm Zimt, 250 Gramm Nüsse, 8 Gramm Nelken, 2 Zitronenschalen, V2 Glas Arrak, 10 Gramm Pottasche. — Honig und Zucker läßt man aufkochen und abkühlen, gibt dann die Gewürze, das durch die Fleischmaschine gedrehte Orangeat und Zitronat, die geriebenen Nüsse, die im Arrak aufgelöste Pottasche hinzu, knetet das Mehl gut ein, rollt den Teil V« Zentimeter dick aus, schneidet ihn in Rechtecke, die man mit Nüssen und Zitronat verzieren kann, und bäckt sie bei mäßiger Hitze. Gleich nach dem Backen bestreicht man sie mit Eiweiß, das man mit etwas Wasser verschlagen hat.
Eier- oder Tee-Plätzchen. Zutaten: 4 Eier, 250 Gramm Zucker, 1 Päckchen Dr. Oetkers Vanillinzucker, 250 Gramm Weizenmehl, 50 Gramm Grieß. — Die ganzen Eier werden mit dem Zucker und dem Danillinzucker mit Hilfe eines Schneebesens zu einer schaumigen Masse geschlagen. Dann untermengt man vorsichtig das mit dem Grieß gemischte Mehl und setzt von der Masse mit 2 Teelöffeln kleine Häufchen auf ein gefettetes, mit Mehl bestäubtes Blech. Die Plätzchen werden bei guter Mittelhitze goldgelb gebacken. Man muß sie gleich nach dem Abbacken vom Blech abnehmen, da sie sich nachher schlecht ablösen lassen.
Schokoladenmakronen. Zutaten: 3 Eiweiß, 125 Gramm Zucker, V2 Päckchen Dr. Oetkers Gala-Puddingpulver, 50 Gramm geriebene Schokolade, 125 Gramm geriebene Haselnußkerne. — Man schlägt das Eiweiß zu steifem Schnee, unterhebt vorsichtig den Zucker und danach gleichzeitig alle anderen Zutaten. Von der gut vermengten Masse setzt man kleine Häufchen auf ein gefettetes Blech und backt sie bei guter Mittelhitze in etwa 15 Minuten ab.
Aus waschbarem, warmem Wollflanell sind die heute vorgeschlagenen drei Kinderkleidchen.
Das erste links zeigt ein ausgesprochenes Schot- tentaro in Rot, Blau und Grün auf weißem Grund. Das Röckchen ist (in einer Richtung) in breite Falten gelegt und wird einer Weste aus weißem Pique angeknöpft. Darüber wird dann lose das einfache Jäckchen getragen. Ein rundgeschnittener Kragen, ebenso Manschetten aus Pique und ein schwarzer Lackledergürtel vervollständigen den kleinen Anzug.
Aus leuchtend gelbem Material ist das zweite Kleid, dessen Rock mit vier gegeneinandergelegten
VomweihnachtlichgedecktenTisch
Gewiß, wir bemühen uns das ganze Jahr hindurch, unseren Eßtisch hübsch und freundlich zu decken. Aber in der Weihnachtszeit legen wir doppelten Wert auf eine festliche Tafel. Schon in den Adventswochen streuen wir öfters ein paar Tannenzweige auf das Tischzeug, wir stellen brennende Kerzen in die Mitte des Tisches oder scharen uns zum Speisen um den angesteckten Adventskranz. Wir haben Mispeln in eine Vase getan, und alles deutet auf das kommende Fest hin.
Am heiligen Abend werden wir mit besonderer Liebe und Freude und unserem besten Leinentuch den Tisch zum Essen bereiten. Und ebenso in den Feiertagen, ob wir mit den unsrigen nun allein sind oder ob Freunde und Verwandte bei uns zu Gast erscheinen: frisch duftende Tannenzweige sind natürlich der vornehmste und der Schmuck, den wir am reichlichsten verwenden. Dazwischen lassen wir vielleicht glänzende bunte Bänder sich winden und ein wenig strahlendes Lametta aufleuchten, wir verwenden möglichst rote Kerzen auf der Tafel oder gelbliche aus Bienenwachs, die einen süßen Geruch an sich haben, und wir schmücken den Tisch außerdem mit Marzipanschweinchen und Schokoladenkringeln: eßbarem Baumbehang, der übrig blieb beim Baumputz und der zwischen dem Porzellan und den Gläsern luftig aussieht und später beim Kaffee gern verschmacht wird.
Thüringer Glaskugeln aus Sonneberg können sich zu kleinen weihnachtlichen Pyramiden türmen in einem grünen Tannenkranz und in ihrem bunten Rund sehr festlich und feierlich wirken. Kleine bemalte Holzengel aus dem Erzgebirge, die Musik machend dargestellt werden, sind ein reizender Schmuck für die Christtafel, und nicht zu vergessen: die große Schale mit roten Aepfeln und vergoldeten Nüssen und den Pfeffer- kuchen, die wir zu Weihnachten nicht entbehren wollen, und die in jeder Form, in der sie auftreten, mit dazu gehören: als Herz, als Weihnachtsmann, als Stern und als einfacher Kreis. Auch die weiß überzogenen Pfeffernüsse liegen in der bunten Schüssel und Zuckerkringel, und die Christstolle liegt, wenn es sein kann, auf dem Nebentisch und kommt zum Tee oder zum Kaffee dran. Ueber allem aber ruht friedliche Heiterkeit, ohne die das Fest kein Fest wäre und ohne die wir nicht glücklich wären in diesen Tagen.
Zur Weihnachts- und Feststimmung gehört für große urtt) kleine Kinder der bunte Teller, von dem man zu jeder Zeit naschen darf. Wer mit wirklicher Lust nach den Plätzchen, nach den Aepfeln und Nüssen greifen soll, der darf aber nicht schon in der Vorweihnachtszeit mit all den guten Sachen übersättigt worden sein. Die ersten Pfeffernüsse und die Lebkuchen, die wir beim Schein der Adventskerzen knabbern, wenn die Lieder verklungen sind, sollen ja nur einen Vorgeschmack geben. Jedes Zuviel raubt den Kindern die Fähigkeit, sich an den weihnachtlichen Sachen noch ZU freuen, auch wenn die Mutter sie mit noch so viel Liebe gebacken hat. Wer seine Kinder gesund durch die Weihnachtstage bringen will, der sorge dafür, daß sie mit einem ausgeruhten Magen hineingehen. Der Uebermäßigkeit in den Feiertagen kann man leicht vorbeugen, indem man den bunten Teller nicht zu voll macht, sondern ihn lieber einmal nat^ füllt, was für die Kinder eine freudige raschung ist.
Für den bunten Teller.
Noch eine Handvoll Rezepte.
Schokoladenhonigkuchen. Das Rezept ergibt 43/4 Pfund fertiges Gebäck. IV2 Pfund Honig, 4 Eier, V2 Teelöffel Nelken, 2 Pfund Mehl, 2 Vanillin, 8 Gramm Pottasche, 625 Gramm Schokolade, 1 Teelöffel Zimt, 2 Eßlöffel Rosenwasser; zum Guß: 1 Pfund Puderzucker, 6 bis 8 Eßlöffel Wasser. — Man mischt das Mehl mit der geriebenen Schokolade, den Gewürzen, den verquirlten Eiern und der aufgelösten Pottajche und gibt den gekochten, abgekühlten Honig hinzu. Der Teig wird gut durchgeknetet und bleibt einige Tage stehen. Dann rollt man ihn einen halben Zentimeter dick aus, sticht ihn aus, bäckt ihn bei schwacher Hitze und bestreicht die fertigen Kuchen noch warm mit der Puder-
Rips.
Einen eingelesenen Rock und am Ellenbogen ebenfalls eingelesene Raglanärmel hat das hellblaue Flanellkleidchen (3) mit Biesengarnitur. Zwischen je zwei Biesen, die sich am Halse, am Rocksaum, am Leibchen und an den Aermeln wiederholen, ist eine weiße Steppnaht eingefügt. H-
haben!" Aber meistens sagt er das so frei, wenn Weihnachten oder der Geburtstag nicht in Sicht ist. Dann heißt es: aufmerksam sein — dann kann man sich alles unauffällig merken, und die Freude ist dann doppelt groß, wenn man etwas bekommt, an oas man gar nicht gedacht hat!
Vor dem Schenken kommt das Denken. Man kann auch lieblos schenken — aber so ein Geschenk kränkt. Ich würde auf jeden Fall als Ehemann beleidigt sein, wenn ich jedes Jahr zu Weihnachten einen Schlips bekäme ober als Frau eine Handtasche. D. K.
Falten gearbeitet ist. Die kurzen Herme! sind der Schulter leicht gezogen und an den Ellenbogen, ebenso wie das Leibchen vorn, durch schwarze Samtbänder verschnürt. Dem Rock find zwei Taschen aufgesetzt; der kleine Kragen ist aus weißem
Mein Weihnachlsbaum.
Die Zeiten verlangen sparsame. Wirtschaftsführung. Und so sagte ich denn zu meiner Frau: „Wir werden also in diesem Jahr einen fachlichen Baum machen."
„Wie? Ich habe sachlich verstanden."
„Anders habe ich auch nicht gesagt. Das heißt also: wir werden den Baum ganz sachlich putzen und zwar nur mit Lametta."
„Aber warum denn?"
„Warum? Erstens weil Sachlichkeit modern ist und zweitens, weil für mehr das Geld nicht reicht."
Meine Frau war verstimmt. Ich auch, aber ich ließ es mir nicht merken. Und so schmückte ich denn meinen Baum nach den allersachlichsten Gesichtspunkten. Hier eine Strähne Lametta und dort eine und dann noch mal rundum eine und der Baum war fertig. Er stand in der Ecke wie im Eise erstickt und erstarrt.
Dann rief ich meine Frau und zeigte ihr den Baum. „Nun, wirkt der nicht fabelhaft vornehm? Paß mal auf, die Idee macht Schule!"
„Das wünjche ich ihr nicht. Mich friert, wenn ich den Baum ansehe. Was werden die Kinder sagen?"
„Die Kinder? Das überlasse nur mir", sagte ich hochmütig, „man kann ihren Geschmack nicht früh genug bilden."
„Oder verbilden", sagte meine Frau und ließ imch mit meinem Baum allein. Wir sprachen bis zum Heiligenabend kein Wort. Ich hätte vor beleidigtem Stolz sogar das Bescherungszimmer nicht betreten, wenn mich der jauchzende Ruf meiner Kinder: „O Mutter, welch ein herrlicher Baum!" nicht freudig erregt und neugierig gemacht hätte. Leise trat ich hinter meiner Frau in das Zimmer. Da stand mein Baum — aber wie ganz anders. Aus dem starren toten Etwas war lebendigste Freude geworden. Da lachten mir die in den herrlichsten Farben schillernden Kugeln entgegen. Und sie spiegelten sich in den freudighellen Augen meiner Frau und Kinder. Meine Sachlichkeit bekam einen unheilbaren Knax, denn in meinem Baum hing nicht nur die Freude, da hingen auch tausende herrliche Erinnerungen aus meiner Kindheit. Dankbar und beschämt drückte ich meiner Frau die Hand, obwohl sie sagte: „Strafe muß sein, du hast am falschen Platz sparen wollen, dafür fällt für dich in diefem Jahr der Schlips aus."
„Laß ihn fallen, laß ihn fallen!. Dafür hast du die Freude an den Baum gehängt."
Und sie lachte uns aus allen Kugeln entgegen.
Gr.
Die Weihnachtsgans.
Bon Margret Halm.
Beim Einkauf achte man darauf, daß die Füße der Gans blaß und weich sind und sich leicht einreißen lassen. Die Pupillen' sind bei jungen Gänsen von einem weißen Ring umgeben, und der Schnabel ist blaßgelb. Bei alten Gänsen ist der Augenring gelb oder blau, die Füße sind dunkel und haben feste, dicke Schwimmhäute.
Vorbereitung. Nachdem man die Gans sauber gesengt und die Stoppeln herausgezogen hat, wird der Afterring weggeschnitten und die dadurch entstandene Oeffnung quer oder lang erweitert, dann faßt man mit der ganzen Hand funem, iö t das Bauchfett von der inneren Bauchhaut und dem Brusttnochen, wo es festsitzt, sucht dann den Magen zu fassen und zieht mit diesem glelch- icitiq das ganze Eingeweide heraus. Nun lost man die Leber vorsichtig vom Darm, entfernt sorgsam die Gallenblase, löst das Fett von den Därmen und legt es für 1—2 Stunden in kaltes Wasser.
Den Magen schneidet man an der weißen Haut- fläche auf und zieht die innere Haut mit dem Ma- gcninfjalt heraus. Der Hals wird abae chn.tten, die Gurgel herausgezogen. Flügel und Fuße werden über dem Kniegelenk entfernt, die Gans innen und außen sauber gewaschen und innen mit Salz ettslTl'f'u'n a Um sie recht ausgiebig zu machen, kann man Le Ganz mit Aepfeln und Kartoffeln füllen, die man zunar kocht, g-fcha t und IN Scheiben oder Stückchen gefchmtten hat Sehr gut ist auch eine Füllung von Kastanien Aepfeln und Rosinen Au einer acht- bis zehnpfundigen Gans braucht man etwa drei Pfund geschalte Kastanien, die man in kochendem Wasser ziehen laßt bis sich d e Innere Schale leicht lüft, dann mit wenig Koffer etwas Butter, Salz und Zucker garkocht, mit Aevfelscheiben und einem Viertel gereinigter Sultan n n vermischt. Diese Masse füllt man kurz vor dem Braten in die Gans und naht die Oeffnung
ZU.
Weihnachtsgeschenke...
.. aber mit Liebe und mit Verstand!
Zwei Freundinnen treffen sich auf der Straße bei den Weihnachtseinkäufen. „Hör mal, Elli, kannst du mir nicht einen guten Rat geben, was ich Hans zu Weihnachten schenken soll?" — „Hans? Na wie wäre es denn mit einem Schlips? Oder einem Aschenbecher? So etwas kann ein Mann doch immer brauchen?" Und dann verschwanden die beiden in einem Geschäft — um den 50. Schlips und den r-ten Aschenbecher zu kaufen!
Sv phantasielos darf man beim Schenken nicht fein’ Vor dem Schenken kommt das Denken, denn ein Geschenk zu machen, ohne darüber nachgedacht LU haben, ist unaufmerksam und kränkend.
Wir schenken uns dieses Weihnachten nur kleine Aufmerksamkeiten!" Ja, so ist es richtig denn heute, wo jeder Pfennig ein paarmal umgedreht werden muß, ehe er ausgegeben wird, da ist es nicht am Platz, etwas Großes zu kaufen, das den ganzen Haushaltungsplan umwirft. Kleine Aufmerksamkeiten aber müssen auch aufmerksam gekauft werden, sonst werden sie zu Nebensächlichkeiten, die dem Be- ' schenkten nur lästig sind. ,
Meine Frau bekommt eine Handtasche", sagt der } Ehemann stolz, denn seit zehn Jahren schenkt er , feiner Frau zu Weihnachten eine Handtasche! Die 'Handtasche spielt bei der Frau dieselbe Rolle wie der Aschenbecher und die Krawatte beim Mann. So etwas zu schenken, ist so sehr bequem Dabei gibt es doch tausenderlei Dinge, die nicht mehr kosten und die doch endlich einmal etwas anderes sind als eine Handtasche ober em Schlips.
Ganz schlimm ist es, wenn kurz vor Weihnachten irgendeiner plötzlich mit dem Befehl auf einen los- schießt- „Wünsch' dir was!" Sich fo auf Kommando etwas wünschen, ist fast allen Mengen unmöglich^ Man gibt meistens zur Antwort: „Was soll ich mir denn wünschen? Schenk' mir doch irgendeine Klei- "e^gibt nur ganz wenige Menschen die sich richtig etwas wünschen können. Die machen es aber ganz anders. Die schreiben sich das ganze Jahr über laute kleine Dinge aus die sie vielleicht be, irgendeiner Gelegenheit einmal haben wollen« Auf diesem Wunschzettel kann man nach Belieben an schreiben und obstreichen, es bleibt immer nod)1 g - Nüg-Nd übrig. Da kcknn es -'nem Nich passieren daß man auf die Frage, mas man ft« rour d)t,«er leaen dasteht und „irgend etwas murmelt -öieie denken auch, Wünsche äußern sei unbescheiden und unerzogen. Das Gegenteil ist der Fall: noch nie hat jemanti eine festumrissene Antwort unbescheiden ge- funben — aber für ben Schenkenben ist es peinlich, immer wteber zu hören: ich weiß nicht.
Was schenke ich einem Mann nun aber außer Krawatten unb Aschenbecher?" .Wos bildeneinen viele Frauen an. Aber es gibt boch tausenberlei Dinge, bie ein Mann brauchen kann. Denken tote nur mal nach! Natürlich, er raucht gern, aber Sie wissen nicht, welche Marke? Dann schicken Sie ihm bitte auf keinen Fall Zigarren ober Zigaretten, meistens sinb bie Raucher fo auf ihre Marke emge- vielt baß sie nichts anberes wollen unb es womöglich noch unhöflich finben, wenn man nicht weiß, welche sie rauchen.
Doch ein Feuerzeug ist dem Raucher sicher will- - falls er es noch nicht hab Rasieren •°,,6 firh jeber Mann — Rasierklingen können Sie chm nicht'°ul schenken, denn „Messer zerschneiden v" Freundschaft" aber zum Nachwaschen nach der
ES" In»**« Ä&TÄ S
Das Braten. Zunächst legt man bie Gans mit ber Brust nach unten in einen Bräter unb setzt 1 Liter kochenbes Wasser zu, schiebt sie in ben heißen Ofen unb läßt sie unter fleißigem Begießen zwei bis brei Stunben langsam braten. Nach einer Stunbe breht man sie herum, so baß dann die Brust nach oben liegt. Wird das Fett zu braun, so gießt man von der Seite ein wenig Wasser zu, Ist die Gans dann weich — wenn sich die Keulen leicht eindrücken lassen — so legt man sie auf eine passende Pfanne ober ben Drill unb läßt sie in be- sonbers erhitztem Backofen bräunen.
Um reichlich Fett zu gewinnen, kann man noch zuvor an ben fettreichsten Stellen unter ben Flügeln unb am Hinterleib unter bie Haut stechen, was man mit Schinben bezeichnet. Nun gießt man noch bas Fett aus bem Bräter ab unb läßt es erkalten. Von ben Wänben bes Bräters schabt man ben braunen Satz zur Kräftigung ber Sauce, bie man mit Wasser unb Mehl, Bratenfett unb Fleischbrühe noch einmal aufkochen läßt.
Das G ä n s e k l e i n bereitet man, inbem man Kopf, Hals, Füße, Flügel, Herz unb Magen in heißem Wasser brüht. Vom Kopf werden nun Augen, Ohren und Schnabel entfernt, der Hals wird, nachdem man die Haut abgezogen hat, in Stücke geschnitten und der Magen wie angegeben gereinigt. Nun werden diese Teile in Salzwasser qar gekocht und in einer Sauce aus weiß geschwitztem Fett und Mehl, Zwiebel, Pfefferkörnern, Salz und Lorbeerblatt, die man mit etwas Wasser ober Fleischbrühe gelöscht hat, mit gehackter Petersilie angerichtet.
Gefüllter Gänsehals. Man zieht von bem Gänsehals bie bitte Fetthaut ab (nicht zerreißen!), füllt sie nicht zu straff mit ber sehr fein gewiegten Gänseleber, bie man mit einem halben Pfunb rohem, gehacktem Fleisch, einem Ei, geriebenem Brötchen, Salz unb Pfeffer mengt unb näht beibe Enben zu. Diese Wurst läßt man nun in einer Fleischbrühe ober in Wasser 30 ober 40 Minuten mehr ziehen als kochen ober brät sie in Gänsefett gar. Nach völligem Erkalten schneidet man ben Gänsehals in Scheiben und gibt ihn als Aufschnitt.
gummt, die mühelos jeden Bürostaub vom Anzug nehmen. Wie oft muß ein Herr schnell mal zu einer wichtigen Konferenz, und ber Anzug ist nicht mehr ganz einroanbfrei! Frühstückt Ihr Mann im Büro? Haben Sie sich schon errunbigt, ob er seinen Kaffee auch nicht aus einer angestoßenen Tasse trinken muß? Schenken Sie ihm ein neues Porzellangebeck — ob?r aus unzerbrechlichem Material — Sie werben sehen, ber Kaffee schmeckt ihm noch mal so gut!
Wie nett ist es, wenn man sich bei irgenbeiner Gelegenheit aufschreibt, was ber anbere sich wünscht. Jeber sagt mal: „Ach, so etwas möchte ich gern
KINDEfcKLEIDCHEN
5
AUS WOLLFIANELL


