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Aus der Provinzialhauptstadt

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Gemefter-Cröffaungs-Appell der Gießener Studentenschaft

sprach von dem Leistungswillen des deutschen Vol­kes in seinen Berufswettkämpfen, in die sich die Deutsche Studentenschaft als Glied des Di

furchk derer gedenken, die Im Kriege in schweren Kämpfen an Deutschlands Grenzen gestanden und uns davor bewahrt haben, daß der Feind in unser Land eindringen konnte, ferner wollen wir der Kameraden gedenken, die uns vor dem Kommunismus geschützt haben. Die Toten der Bewegung und des großen Weltkrieges sollen euch immer ein leuchtendes Beispiel deutscher Opferbereitschaft und deutschen Opfermutes fein.

So marschiert nun in den aktiven Formationen euren Weg und fragt dabei nicht nach Stand oder nach Lohn. Und wenn ihr je schwach werden solltet, dann entzündet euch immer wieder an dem leuch­tenden Vorbild unseres Führers! In dieser Stunde wollen wir uns vereinigen in der Bitte: Herr, laß uns stark sein im Streit! Und wir

ganzen einfüge.

Noch einmal ergriff Rektor Pfähler das Wort und sprach in bewegten Worten von dem, was jedem deutschen Studenten das Heiligste werden müsse mit Führer und Volk zu gehen und, wie die Toten des 9. November, auch dafür zu sterben wissen. Der Gruß an den Führer und das Horst- Wessel-Lied wurden zum feierlichen Gelöbnis.

Heimatkunde in der Heimatvereinigung Schiffenberg

Frauenschaft durchgeführt. Es wird gebeten, Pfundpäckchen bereit zu halten und den Inhalt Päckchen außen sichtbar anzugeben.

NED., Ortsgruppe Mitte.

Velr. Pfundsammlung.

Die Heimatvereinigung Schiffen­berg veranstaltete am gestrigen Sonntag auf dem Schiffenberg eine gutbesuchte Familienzusammen­kunft. Nach einem Musikoortrag begrüßte der Der- einsleiter, Oberforstmeister Nicolaus, die Be­sucher, insbesondere Geh.Rat Professor Dr. Som­mer (Gießen) und den Vertreter des Gleiberg- oereins, Lehrer Praß (Krofdorf). Unter Hinweis auf die Feiern in München zur Ueberführung der Kämpfer von 1923 in die Ehrenhalle betonte der Vereinsleiter, daß auch die Heimatvereinigung Schiffenberg durch Pflege der Volksgemeinschaft und Volksverbundenheit seit Jahren zu ihrem Teil an der Verwirklichung der Ziele Adolf Hitlers beitrage. Sein Sieg-Heil galt dem Führer und dem Vaterland. Anschließend sprach Else Michel einen Dorspruch:Volk und Heimat". Frau Stei­ner und Frau K i r ch m a n n (Hausen) erfreuten durch zwei Duette:Der Frühling hat sein Lied verspielt" undHeimat", die von Pfarrer Stei­ner begleitet wurden. Hierauf sprach Lehrer Praß (Krofdorf). Er wies auf die engen Beziehungen der beiden Vereinigungen (Heimatvereinigung Schiffen­berg und Gleibergoerein) hin und betonte, daß es etwas Wunderbares um die Heimatarbeit fei. Die beiden Vereinigungen batten eine Tradition zu er­füllen. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß die engen Beziehungen zu einer weiteren Vertiefung des Heimatgedankens beitragen möchten, auf dem die zur Erfüllung des großen Zieles unseres Füh­rers notwendigen Kräfte ruhten.

Hierauf hielt Rektor i. R. Müller (Gießen) einen Vortrag über:Das Nordende des Pfahlgrabens und seine Bedeutung". Der Redner führte u. a. folgendes aus: Aus den Geschichtskarten sei zu ersehen, wie Rom zur Zeit

Darauf rückten die Formationen geschlossen nach ihren Sammelplätzen ab. Die große Menschen­menge begleitete die Fahnengruppe noch bis Standartengebäude.

NGLB

Fachschaft körperliche Erziehung, Bezirk Gießen.

Pflichtarbeitsgemeinschaft am Mittwoch, 13. No­vember, um 15.45 Uhr in der Neuen Pestalozzi- schule. Turnzeug ist unbedingt mitzubringen.

Volksbildungswerk Gießen

Dienstag, den 12. November, 20% Uhr, findet im Studentenhaus der Eröffnungsabend der Volksbildungsstätte Gießen hott. Es spricht Professor Dr. Buten; die musikalische Um­rahmung übernimmt der Leiter der Arbeitsgemein­schaft für Singen und Musizieren, Lehrer Siegler.

Die Kurse beginnen Mittwoch, 13. November, in der Universität. Alles Nähere ist dem Arbeitsplan zu entnehmen, der kostenlos in allen Buchhand­lungen und auf der Geschäftsstelle, Wolfstraße 20, erhältlich ist.

Morgen abend Eröffnung des Gloria-palastes.

Die Direktion des G l o r i a - P a l a st e s kündigt in unserem heutigen Blatte die Eröffnungs- und Festvorstellunq am morgigen Dienstagabend an. Aus diesem Anlaß wird nach einigen Ansprachen und einem Festspruch, sowie nach musikalischen Dar­bietungen des Musikzuges der Standarte 116 der FilmDie Pompadour" mit Käthe von Nagy und Leo Slezak in den Hauptrollen gegeben. Außerdem werden auf der Bühne akrobatische Tanzleistungen gezeigt. Näheres in der heutigen Anzeige.

*

** Silberhochzeit. Am morgigen Diens­tag, 12. November, können Heinr. Schmidt und Frau Marie, geb. Volk, Mühlstraße 8 pt., das Fest der Silbernen Hochzeit feiern.

** Der Schlageter-Ehrenschild wurde dem Kaufmann Pg. Gustav Braun, Selters­weg 50, für seine Teilnahme an den Abwehrkämp­fen gegen die Separatisten verliehen.

** D i e letzten Ferienkinder, die von der NS. - Volkswohlfahrt im Vogelsberg unterge­bracht waren, haben am Samstag ihre Heimreise angetreten. Die Jungen und Mädchen waren seit März im Kreise Alsfeld untergebracht, wo sie sich sehr gut erholt haben und jetzt nur ungern ihre Pflegeeltern verließen, um nach ihrer Heimat an der Ruhr zurückzukehren. Am Samstag passierten sie den Gießener Bahnhof, um den Anschluß nach Essen zu erreichen.

** Das Fundsachenverzeichnis. Das Verzeichnis über die im Monat Oktober gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der An­schlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangs­berechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen

seiner größten Machtentfaltung seine Herrschgier wie einen Keil vom Mittelrhein aus bis in die unmittelbare Nähe von Gießen vorgetrieben habe. Schon Julius Cäsar sei von Mainz aus zweimal in das Land der Chatten vorgestoßen, um die aus Landhunger nach Süden und Westen drängenden ackerbauenden Germanen zu schrecken. Nach ihm sei Kaiser Augustus zum Großangriff gegen die rechtsrheinischen Germanen übergegangen. Seine Stiefsöhne Drusus und Tiberius und fein Enkel Germcmicus hätten namhafte Erfolge errungen. Zwischendurch aber hätte Varus Roms beste Le­gionen in den Teutoburger Wald und in schmäh­lichen Untergang geführt. Nebenher arbeiteten Roms beste Bundesgenossen: Verrat und die her­kömmliche Uneinigkeit der deutschen Stämme. Her­mann, der Befreier Deutschlands, sei von der Sippe seines Schwiegervaters, des verräterischen Römer- freundes Segest, ermordet worden. Im Westen hätten sich längs des Rheines bis zur Zuiderste germanische Stämme römischer Macht und römi­schem Einfluß gebeugt, während im Osten die in Thüringen und Sachsen siedelnden Hormunduren schon längst in guten und freundschaftlichen Be­ziehungen zu Rom gestanden hätten. Nach Her­manns Tode seien auch die Cherusker aus der ger­manischen Front ausgeschieden. Die Führung im Abwehrkampf gegen Rom fei nun auf die Chatten, den seßhaftesten und damals einzigen bedeutenden deutschen Volksstamm übergegangen. Jahrhunderte­lang wechselten für sie Friedenszeiten mit immer wieder aufflammenden Kämpfen gegen die frem­den Eindringlinge, und alle Kriege der Römer vom Tode Hermanns bis zum Ende des 3. Jahrhunderts seien gegen die Chatten geführt worden. (So in den Jahren 41, 50, 69/70, 83, 88 und zuletzt noch

..... Montag, 11., Dienstag, 12. und Mittwoch, 13. November findet durch die NS.-Frauenschaft

liche Tatsache trat die Verbundenheit von Dozenten- und Studentenschaft durch das kameradschaftliche Einvernehmen des Rektors der Universität, Magnifi­zenz Prof. Dr. Pfähler, mit dem Leiter der Gie­ßener Studentenschaft cand. jur. Kurt Friedrich, zutage.

Nach vorausgegangenem gemeinsamen Lied und einem Sprechchor des neuen Gießener Kamerad­schaftshauses ergriff der

Rektor, Se. Magnifizenz Professor Dr. Pfähler

das Wort. Der Inhalt feiner ernsten Ausführun­gen lag in der eindeutigen Kennzeichnung der der Deutschen Studentenschaft vom Führer gestellten Aufgabe bedingungslosen Einsatzes für die Belange der Nation. Es gehe nicht mehr an, daß Studenten ein anonymes Privatleben führten und sich nicht sonderlich zur Mitarbeit als Dienst an der Gesamt­heit verpflichtet fühlten. Dieser Typ eines Studen­ten werde von der Hochschule verschwinden. Die Zukunft und endgültige Gestaltung des deutschen Hochschullebens werde vom Führer persönlich ent­schieden.

Ls gelte, dem Führer zu zeigen, daß die deut­sche Hochschule als Ganzes ihre Aufgabe be­griffen und den Weg zum Nationalsozialismus gefunden habe.

Das Volk erwarte von seinen Studenten, daß sie die ihrer gehobenen Stellung entsprechenden här­teren Pflichten übernehmen. Auf die Korporations­frage übergehend sei festzustellen, daß die Konse­quenz nicht ausbleiben konnte, eine Neugestaltung studentischen Gemeinschaftslebens dem NSDStB. als dem politischen Willensträger der Partei zu übertragen. Rektor Pfähler gedachte in Ehren der Tradition der Korporationen, die zu allen Zei­ten in Stunden deutscher Not den Weg zum letzten Einsatz gefunden hätten und sprach die bestimmte Erwartung aus, daß sie auch heute den Weg zu Führer und Volk und der geschichtlichen Aufgabe der Nation finden würden.

im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Pfund­sammlung für den Monat November 1935 statt.

Es wird gebeten, die Pfundpakete zur Abholung bereit zu halten.

Deutsche Arbeitsfront.

Ortsgruppe Gießen-Osi.

Am Mittwoch, 13. November, abends 8 Uhr pünktlich, findet in derGermania", Kaiserallee, ein Appell sämtlicher DAF.-Walter der Orts­gruppe Gießen-Ost statt. Mit sofortiger Wirkung beginnt die Mitgliedsbuch-Unychreibung und damit die Einziehung der Mitgliedsbücher. Bei dem Ap­pell werden die genauen Richtlinien über den Ein­zug der Bücher bekanntgegeben. U. a. werden auch die Türplaketten ausgegeben. Es ist dringend er­forderlich, daß jeder DA F. - Walter an die­sem Abend erscheint. Eine Beurlaubung für diesen Appell kommt nicht in Frage. Dauer des Appells zirka 40 Minuten.

Winterhilfswerk und Handwerk.

Am 1. Dezember Strahensammlung des Handwerks in Berufstracht.

In einer Tagung der Kreishandwerksmeister des Gaues Hessen-Nassau in Frankfurt a. M. gab der Landeshandwerksmeister Hessen die Maßnahmen bekannt, mit denen das Handwerk im Gau Hessen- Nassau das Winterhilfswerk unterstützen will. Am 1. Dezember d. I. wird das Handwerk, und zwar Meister, Gesellen und Lehrlinge, in Berufstracht überall Straßensammlungen durchführen. Obwohl schon viele Handwerksmeister Spenden den örtlichen Organen des Winterhilfswerks direkt zugeführt haben, werden weitere über die Kreishandwerker­schaften und Innungen die handwerklichen Be­triebsführer noch einmal persönlich angegangen, sich zur Leistung einer angemessenen laufenden Spende während der Wintermonate für das Winterhilfs­werk zwecks Erwerb der Plaketten zu verpflichten. Außerdem haben sämtliche Handwerkerführer auf einen Teil der ihnen zustehenden Auslagenentschä­digung zugunsten des Winterhilfswerkes verzich­tet. Landeshandwerksmeister Garner betonte, daß das Handwerk es als Ehrenpflicht betrachte, auch dazu beizutragen, daß das WHW. seine großen Aufgaben für die Volksgemeinschaft vollbringen könne.

Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen.

** Kein Geld in gewöhnliche Briefe ei n l e g e n ! Die einzig richtige Art, Geld mit der Post zu verschicken, ist die mit Postanweisung, Zahlkarte oder Geldbrief. Wer einen größeren Zah­lungsverkehr unterhält, dem kann nur dringend die Einrichtung eines Postscheckkontos empfohlen wer­den. Er hat dann nur nötig, eine kostenlose lieber» Weisung oder einen Scheck auszuschreiben und den gelben Scheckbrief mit 5 Pfennig frankiert in den nächsten Briefkasten zu werden. Diese einfachen und sicheren Geldoersendungsarten werden aber leider von einem großen Teil der Volksgenossen nicht benutzt. Vor der Versendung von Geld in ge­wöhnlichen Briefen wird dringend gewarnt. Für in Verlust geratene Einschreibbriefe werden höch­stens 40 Mark Ersatz geleistet, für beraubte Ein­schreibbriefe besteht dagegen keinerlei Haftung. Bei Verlust oder Beraubung gewöhnlicher Briefe haben Absender und Empfänger immer den Schaden zu tragen, weil die Post nicht haftet.

** D i e Zentralheizungsanlage war in Ordnung. Zu dem vor einigen Tagen berich­teten tragischen Unglücksfall an der Zentralheizungs­anlage im Hause Goethestraße 30, bei dem leider ein Mann den Tod durch Kohlengasvergiftung fand, ist ergänzend nachzutragen, daß nach dem Ergebnis der eingehenden sachverständigen Prüfung die Zen- tralheizungsanlage vollkommen in Ordnung war, die Ursache des Unglücksfalles also nicht in der Hei­zungsanlage zu suchen ist.

Ausweise für Vereinsdirigenten.

SBK. Bekanntlich dürfen alle der Reichsmusik­kammer angeschlossenen Chöre und Laieninstru­mentalvereine nur solche musikalischen Leiter be=

den bereitzuhalten und den Inhalt auf die Hüllungen zu schreiben.

Winterhilfswerk 1935/36

Ortsgruppe Gießen-Süd.

Desgleichen fand

Studentenschastsführer Kurt Friedrich der zunächst feinem Vorgänger im Amt Kam. Hans Stenger für feine aufbauende Arbeit im ver­gangenen Semester dankte, zündende Worte, die in dem Aufruf gipfelten, alles Engende und Tren­nende, kleine Gesichtspunkte abzustreifen und den Blick auf das Gesamtschicksal des Volkes zu heften. Begriffe der deutsche Student in dieser Stunde nicht den Ruf der Nation, so könnte der Führer eines Tages daraus die Folgerung ziehen, daß die deutsche Hochschule ihre Daseinsberechtigung ver­loren habe. Nachdrücklich hob er die alleinbestim- menbe Führung des NSDStB. in der Formung des neuen deutschen Studententyps hervor. Der kommissarischeHaupiamts e terk,Kiffel, der mit der Durchführung des Reichsleistungs- karnpfes der Deutschen Studentenschaft in Gießen beauftragt wurde, zeigte der Studentenschaft den Weg zur sachlichen Arbeit im kommenden Semester. In der restlosen Ausfchöpfung aller Fähigkeiten, in den Dienst der Gesamtheit gefteilt, liege der Sozialismus der Tat des deutschen Studenten und sein Kampf gegen sich selber.

Bannführer Jung

wies in kernigen Worten auf den bedingungslosen Einsatz während der Kampfzeit hin, der auch heute die Haltung der Gesamtstudentenschaft werden müsse. Von dem vom Führer gesteckten kilometerlangen Weg seien erst einige wenige Schritte getan. Möge der deutsche Student seine Aufgabe restlos und selbstlos begreifen.

Der

Vertreter der DAI. Mertens

Am Mittwoch, 13. November, werden die Spen­den (Pfundsammlung) dur die NS.-Frauenschaft eingesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, den Inhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen und die Mitgliedskarten zur Quittungsein­zeichnung bereitzuhalten. Die Pfundsammlung er­streckt fid)' während der Dauer des WHW. wieder auf alle Volksgenossen.

NSV., Ortsgruppe Gießen-Nord.

Betr.: Lebensmittelopferring.

Mittwoch, 13. d. M., findet die Einziehung des Lebensmittelopferringes für den Monat November statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Spen-

_ . Semester-Eröffnungs-Appell der Gießener Studentenschaft in der Großen Aula der Universität gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung, die Zeugnis ablegte von dem politisch ausgerichteten Wollen und Arbeiten unserer Hochschule. Als erfreu-

Gießener SA. von München zurück.

Am gestrigen Sonntagmittag gegen 12.15 Uhr kamen mit dem Zuae von Fulda her die Vertreter der Gießener SA. bei den Feiern in München, Standartenführer Lutter und Standarten-Adju- tant, Obersturmbannführer Münker, mit den Fahnenträgern und dem Feldzeichen der Standarte 116, sowie 12 Sturmfahnen in Gießen wieder an. Zum Empfang der Abordnung unserer Gießener SA. und der Fahnen hatten sich der Führer des SA.-Reservesturmbannes, Obertruppführer Heß, ferner je ein Ehrensturm der SA.-Reserve und der aktiven SA. am Bahnhof eingefunden.

Unter Führung des Standartenführers Lutter wurden das Feldzeichen der Standarte und die Sturmfahnen bei den Klängen des von dem Spiel­mannszug und dem Musikzug der Standarte gespiel­ten Badenweiler-Marsches auf den Bahnhofsplatz getragen und dabei von der SA. und einer zahl­reichen Menschenmenge feierlich begrüßt. Dann ging der Marsch bei flotter Marschmusik des Musikzuges durch die Liebigstraße, Frankfurter Straße, Selters­weg, Sonnenstraße, Brandplatz zum Standartenge­bäude, auf dessen Platz die Fahnenträger und Die beiden Ehrenstürme aufmarschierten.

Hier hielt Standartenführer Lutter eine kurze Ansprache, in der er u. a. sagte:Wir sind als Vertreter der Standarte in München Zeugen eines historischen Geschehens gewesen. Wir haben etwas erleben dürfen, das wir in feiner ganzen Größe heute noch nicht ermessen können, das wir erst in uns verarbeiten müssen, um es dann an unsere Kameraden weiterzugeben. Wir haben erlebt, daß die 16 Blutopfer der Bewegung in das Siegestor eingezogen sind, wie der Führer es befohlen hat, und daß der Spruch wahr geworden ist:Und Ihr habt doch gesiegt!" Wir haben gesehen, daß nur durch Opfer Großes zu erreichenist, daß das Opferblut dieser Helden erst den Führer fähig gemacht hat, das neue Deutsche Reick zu schaf­fen. Wir waren Zeugen, wie die Hitler-Jugend und der BDM. in die NSDAP, ausgenommen wurden, d. h. wir haben erlebt, daß die Blutzeugen und der Nachwuchs unserer Bewegung an einem Tage geehrt wurden. Die Kameraden, die mit in München waren, bitte ich nun, ihren Einheiten die Eindrücke zu übermitteln, die wir alle dort bekom­men haben. Die SA. hat der Stabschef auch bei dieser Gelegenheit wieder darauf hingewiesen, daß wir alles daransetzen sollen, die SA. zu dem Instru­ment zu machen, das der Führer braucht. Dieses Ziel werde durch rücksichtslose Säuberung in den Gliederungen und durch Erziehung jedes SA.-Man- nes an sich selbst erreicht werden."

Nach dem Kommando:SA. stillgestanden!" wurde von den SA.-Männern und den vielen Zu­schauern begeiftert der dreimalige Sieg-Heil-Gruß an den Führer darqebracht und anschließend der erste Vers des Horst-Wesiel-Liedes gesungen. Unter den Klängen des Badenweiler-Marsches wurden die Standarte und die Fahnen dann in das Stan­dartengebäude getragen.

Dornotizen.

Tageskalender für Montag.

NSG.Kraft durch Freude": 20 Uhr im Hvrfacll des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwiastraße Nr. 34, Vortrag von Professor K l u t eWirtschafts­wert afrikanischer Landschaften". NSG.Kraft durch Freude": 20 dis 21 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Mutter der Kompanie".

Stadttheater Gießen.

Heute abend fällt die Vorstellung für die NS.- Kulturgemeinde Ring Deutsche BühneCosi fan tutte" wegen Erkrankung im Personal aus. Die Karten behalten ihre Gültigkeit für eine andere musikalische Vorstellung, die noch bekanntgegeben wird.

^DAp. Ortsgruppe Gießen-Ost.

Freitag, 15. November, abends 8.30 Uhr, im Cafe Leid Kundgebung. Es spricht: Pg. Jean B u l1 m a n n , Kreisleiter z. b. D.

Wir laden hierzu alle Volksgenossen herzlichst ein! Für Parteigenossen und Mitglieder der Gliederun­gen ist die Teilnahme selbstverständliche Pflicht! Ein­tritt frei!

Lebensniittel-pfundpäckchen-Samm- lung in der Ortsgruppe Gießen-Ost.

Die Sammlung für November wird Dienstag, 12. und Mittwoch, 13. November von der NS.-

grüßen unser deutsches Vaterland, unseren Führer, unsere Fahne und unsere herrliche Bewegung mit dreimaligem Sieg-Heil.

Gewaltig erklangen die dreimaligen Rufe der riesigen Menschenmenge über den Platz. Anschlie­ßend wurde gemeinsam der erste Vers des Horst- Wesiel-Liedes gesungen.

Den Abschluß der unvergeßlichen Feierstunde bildete der Große Zapfenstreich, den der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung von Musik­zugführer Herrmann prächtig spielte und der mit dem gemeinsam gelungenen ersten Vers des Deutschlandliedes ausklang.

schofligen, die im Besitze eines auf ihre Persott ausgestellten Ausweises der RMK. sind. Jungst hat der Leiter des Amtes für Chorwesen und Volks» musik, Professor Dr. Stein, in einer besonderen Verlautbarung hierauf nochmals hingewiesen, da die Nichtbeachtung der Verfügungen der RMK. zu empfindlichen Störungen im Vereinsleben Anlaß geben kann. Für Vereinsdirigenten kommen fol­gende Ausweise in Frage:

1. Für den Berufsmusiker, welcher Mitglied der Reichsmusikkammer ist, die braune Ausweiskarte der Reichsmusikerfchajt.

2. Für nebenberuflich tätige Chorleiter und mu­sikalische Leiter von Laieninstrumentalvereinigunaen der Monatsausweis gemäß §§ 10 und 11 der 3. Anordnung zur Befriedung der wirtschaftlichen Verhältnisse im deutschen Musikleben vom 5. Fe­bruar 1935.

3. Für ehrenamtlich tätige Chorleiter und Leiter von Laieninstrumentaloereinigungen der gebühren­freie Ausweis gemäß folgender Verfügung des Präsidenten der Reichsmusikkammer vom 19. Juli 1935:Chorleiter und musikalische Leiter von Volks- musikvereinen, die ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus­üben, erhalten von dem zuständigen Leiter der Landesmusikerschaft einen Ausweis. Die Landes- musikerschaft händigt diesen gegen Vorlage der vom Vereinsführer unterschriebenen eidesstattlichen Er­klärung betr. ehrenamtliche Tätigkeit von Chor­leitern auf die Dauer von sechs Monaten aus. Wer nicht im Besitze dieses Ausweises ist, setzt sich der Gefahr aus, von dem Kontrollbeauftragten der Reichsmusikkammer an der Ausübung feiner Tä­tigkeit behindert zu werden."

Die Vordrucke für die Ausweise zu Ziffer 2 und 3 werden von den Ortsmusikerschasten ausgegeben.