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Aus der Provinzialhauptstadt
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die der
Gemefter-Cröffaungs-Appell der Gießener Studentenschaft
sprach von dem Leistungswillen des deutschen Volkes in seinen Berufswettkämpfen, in die sich die Deutsche Studentenschaft als Glied des Di
furchk derer gedenken, die Im Kriege in schweren Kämpfen an Deutschlands Grenzen gestanden und uns davor bewahrt haben, daß der Feind in unser Land eindringen konnte, ferner wollen wir der Kameraden gedenken, die uns vor dem Kommunismus geschützt haben. Die Toten der Bewegung und des großen Weltkrieges sollen euch immer ein leuchtendes Beispiel deutscher Opferbereitschaft und deutschen Opfermutes fein.
So marschiert nun in den aktiven Formationen euren Weg und fragt dabei nicht nach Stand oder nach Lohn. Und wenn ihr je schwach werden solltet, dann entzündet euch immer wieder an dem leuchtenden Vorbild unseres Führers! In dieser Stunde wollen wir uns vereinigen in der Bitte: Herr, laß uns stark sein im Streit! Und wir
ganzen einfüge.
Noch einmal ergriff Rektor Pfähler das Wort und sprach in bewegten Worten von dem, was jedem deutschen Studenten das Heiligste werden müsse — mit Führer und Volk zu gehen und, wie die Toten des 9. November, auch dafür zu sterben wissen. Der Gruß an den Führer und das Horst- Wessel-Lied wurden zum feierlichen Gelöbnis.
Heimatkunde in der Heimatvereinigung Schiffenberg
Frauenschaft durchgeführt. Es wird gebeten, Pfundpäckchen bereit zu halten und den Inhalt Päckchen außen sichtbar anzugeben.
NED., Ortsgruppe Mitte.
Velr. Pfundsammlung.
Die Heimatvereinigung Schiffenberg veranstaltete am gestrigen Sonntag auf dem Schiffenberg eine gutbesuchte Familienzusammenkunft. Nach einem Musikoortrag begrüßte der Der- einsleiter, Oberforstmeister Nicolaus, die Besucher, insbesondere Geh.Rat Professor Dr. Sommer (Gießen) und den Vertreter des Gleiberg- oereins, Lehrer Praß (Krofdorf). Unter Hinweis auf die Feiern in München zur Ueberführung der Kämpfer von 1923 in die Ehrenhalle betonte der Vereinsleiter, daß auch die Heimatvereinigung Schiffenberg durch Pflege der Volksgemeinschaft und Volksverbundenheit seit Jahren zu ihrem Teil an der Verwirklichung der Ziele Adolf Hitlers beitrage. Sein Sieg-Heil galt dem Führer und dem Vaterland. Anschließend sprach Else Michel einen Dorspruch: „Volk und Heimat". Frau Steiner und Frau K i r ch m a n n (Hausen) erfreuten durch zwei Duette: „Der Frühling hat sein Lied verspielt" und „Heimat", die von Pfarrer Steiner begleitet wurden. Hierauf sprach Lehrer Praß (Krofdorf). Er wies auf die engen Beziehungen der beiden Vereinigungen (Heimatvereinigung Schiffenberg und Gleibergoerein) hin und betonte, daß es etwas Wunderbares um die Heimatarbeit fei. Die beiden Vereinigungen batten eine Tradition zu erfüllen. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß die engen Beziehungen zu einer weiteren Vertiefung des Heimatgedankens beitragen möchten, auf dem die zur Erfüllung des großen Zieles unseres Führers notwendigen Kräfte ruhten.
Hierauf hielt Rektor i. R. Müller (Gießen) einen Vortrag über: „Das Nordende des Pfahlgrabens und seine Bedeutung". Der Redner führte u. a. folgendes aus: Aus den Geschichtskarten sei zu ersehen, wie Rom zur Zeit
Darauf rückten die Formationen geschlossen nach ihren Sammelplätzen ab. Die große Menschenmenge begleitete die Fahnengruppe noch bis Standartengebäude.
NGLB
Fachschaft körperliche Erziehung, Bezirk Gießen.
Pflichtarbeitsgemeinschaft am Mittwoch, 13. November, um 15.45 Uhr in der Neuen Pestalozzi- schule. Turnzeug ist unbedingt mitzubringen.
Volksbildungswerk Gießen
Dienstag, den 12. November, 20% Uhr, findet im Studentenhaus der Eröffnungsabend der Volksbildungsstätte Gießen hott. Es spricht Professor Dr. Buten; die musikalische Umrahmung übernimmt der Leiter der Arbeitsgemeinschaft für Singen und Musizieren, Lehrer Siegler.
Die Kurse beginnen Mittwoch, 13. November, in der Universität. Alles Nähere ist dem Arbeitsplan zu entnehmen, der kostenlos in allen Buchhandlungen und auf der Geschäftsstelle, Wolfstraße 20, erhältlich ist.
Morgen abend Eröffnung des Gloria-palastes.
Die Direktion des G l o r i a - P a l a st e s kündigt in unserem heutigen Blatte die Eröffnungs- und Festvorstellunq am morgigen Dienstagabend an. Aus diesem Anlaß wird nach einigen Ansprachen und einem Festspruch, sowie nach musikalischen Darbietungen des Musikzuges der Standarte 116 der Film „Die Pompadour" mit Käthe von Nagy und Leo Slezak in den Hauptrollen gegeben. Außerdem werden auf der Bühne akrobatische Tanzleistungen gezeigt. Näheres in der heutigen Anzeige.
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** Silberhochzeit. Am morgigen Dienstag, 12. November, können Heinr. Schmidt und Frau Marie, geb. Volk, Mühlstraße 8 pt., das Fest der Silbernen Hochzeit feiern.
** Der Schlageter-Ehrenschild wurde dem Kaufmann Pg. Gustav Braun, Seltersweg 50, für seine Teilnahme an den Abwehrkämpfen gegen die Separatisten verliehen.
** D i e letzten Ferienkinder, die von der NS. - Volkswohlfahrt im Vogelsberg untergebracht waren, haben am Samstag ihre Heimreise angetreten. Die Jungen und Mädchen waren seit März im Kreise Alsfeld untergebracht, wo sie sich sehr gut erholt haben und jetzt nur ungern ihre Pflegeeltern verließen, um nach ihrer Heimat an der Ruhr zurückzukehren. Am Samstag passierten sie den Gießener Bahnhof, um den Anschluß nach Essen zu erreichen.
** Das Fundsachenverzeichnis. Das Verzeichnis über die im Monat Oktober gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen
seiner größten Machtentfaltung seine Herrschgier wie einen Keil vom Mittelrhein aus bis in die unmittelbare Nähe von Gießen vorgetrieben habe. Schon Julius Cäsar sei von Mainz aus zweimal in das Land der Chatten vorgestoßen, um die aus Landhunger nach Süden und Westen drängenden ackerbauenden Germanen zu schrecken. Nach ihm sei Kaiser Augustus zum Großangriff gegen die rechtsrheinischen Germanen übergegangen. Seine Stiefsöhne Drusus und Tiberius und fein Enkel Germcmicus hätten namhafte Erfolge errungen. Zwischendurch aber hätte Varus Roms beste Legionen in den Teutoburger Wald und in schmählichen Untergang geführt. Nebenher arbeiteten Roms beste Bundesgenossen: Verrat und die herkömmliche Uneinigkeit der deutschen Stämme. Hermann, der Befreier Deutschlands, sei von der Sippe seines Schwiegervaters, des verräterischen Römer- freundes Segest, ermordet worden. Im Westen hätten sich längs des Rheines bis zur Zuiderste germanische Stämme römischer Macht und römischem Einfluß gebeugt, während im Osten die in Thüringen und Sachsen siedelnden Hormunduren schon längst in guten und freundschaftlichen Beziehungen zu Rom gestanden hätten. Nach Hermanns Tode seien auch die Cherusker aus der germanischen Front ausgeschieden. Die Führung im Abwehrkampf gegen Rom fei nun auf die Chatten, den seßhaftesten und damals einzigen bedeutenden deutschen Volksstamm übergegangen. Jahrhundertelang wechselten für sie Friedenszeiten mit immer wieder aufflammenden Kämpfen gegen die fremden Eindringlinge, und alle Kriege der Römer vom Tode Hermanns bis zum Ende des 3. Jahrhunderts seien gegen die Chatten geführt worden. (So in den Jahren 41, 50, 69/70, 83, 88 und zuletzt noch
..... Montag, 11., Dienstag, 12. und Mittwoch, 13. November findet durch die NS.-Frauenschaft
liche Tatsache trat die Verbundenheit von Dozenten- und Studentenschaft durch das kameradschaftliche Einvernehmen des Rektors der Universität, Magnifizenz Prof. Dr. Pfähler, mit dem Leiter der Gießener Studentenschaft cand. jur. Kurt Friedrich, zutage.
Nach vorausgegangenem gemeinsamen Lied und einem Sprechchor des neuen Gießener Kameradschaftshauses ergriff der
Rektor, Se. Magnifizenz Professor Dr. Pfähler
das Wort. Der Inhalt feiner ernsten Ausführungen lag in der eindeutigen Kennzeichnung der der Deutschen Studentenschaft vom Führer gestellten Aufgabe bedingungslosen Einsatzes für die Belange der Nation. Es gehe nicht mehr an, daß Studenten ein anonymes Privatleben führten und sich nicht sonderlich zur Mitarbeit als Dienst an der Gesamtheit verpflichtet fühlten. Dieser Typ eines Studenten werde von der Hochschule verschwinden. Die Zukunft und endgültige Gestaltung des deutschen Hochschullebens werde vom Führer persönlich entschieden.
Ls gelte, dem Führer zu zeigen, daß die deutsche Hochschule als Ganzes ihre Aufgabe begriffen und den Weg zum Nationalsozialismus gefunden habe.
Das Volk erwarte von seinen Studenten, daß sie die ihrer gehobenen Stellung entsprechenden härteren Pflichten übernehmen. Auf die Korporationsfrage übergehend sei festzustellen, daß die Konsequenz nicht ausbleiben konnte, eine Neugestaltung studentischen Gemeinschaftslebens dem NSDStB. als dem politischen Willensträger der Partei zu übertragen. Rektor Pfähler gedachte in Ehren der Tradition der Korporationen, die zu allen Zeiten in Stunden deutscher Not den Weg zum letzten Einsatz gefunden hätten und sprach die bestimmte Erwartung aus, daß sie auch heute den Weg zu Führer und Volk und der geschichtlichen Aufgabe der Nation finden würden.
im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Pfundsammlung für den Monat November 1935 statt.
Es wird gebeten, die Pfundpakete zur Abholung bereit zu halten.
Deutsche Arbeitsfront.
Ortsgruppe Gießen-Osi.
Am Mittwoch, 13. November, abends 8 Uhr pünktlich, findet in der „Germania", Kaiserallee, ein Appell sämtlicher DAF.-Walter der Ortsgruppe Gießen-Ost statt. Mit sofortiger Wirkung beginnt die Mitgliedsbuch-Unychreibung und damit die Einziehung der Mitgliedsbücher. Bei dem Appell werden die genauen Richtlinien über den Einzug der Bücher bekanntgegeben. U. a. werden auch die Türplaketten ausgegeben. Es ist dringend erforderlich, daß jeder DA F. - Walter an diesem Abend erscheint. Eine Beurlaubung für diesen Appell kommt nicht in Frage. Dauer des Appells zirka 40 Minuten.
Winterhilfswerk und Handwerk.
Am 1. Dezember Strahensammlung des Handwerks in Berufstracht.
In einer Tagung der Kreishandwerksmeister des Gaues Hessen-Nassau in Frankfurt a. M. gab der Landeshandwerksmeister Hessen die Maßnahmen bekannt, mit denen das Handwerk im Gau Hessen- Nassau das Winterhilfswerk unterstützen will. Am 1. Dezember d. I. wird das Handwerk, und zwar Meister, Gesellen und Lehrlinge, in Berufstracht überall Straßensammlungen durchführen. Obwohl schon viele Handwerksmeister Spenden den örtlichen Organen des Winterhilfswerks direkt zugeführt haben, werden weitere über die Kreishandwerkerschaften und Innungen die handwerklichen Betriebsführer noch einmal persönlich angegangen, sich zur Leistung einer angemessenen laufenden Spende während der Wintermonate für das Winterhilfswerk zwecks Erwerb der Plaketten zu verpflichten. Außerdem haben sämtliche Handwerkerführer auf einen Teil der ihnen zustehenden Auslagenentschädigung zugunsten des Winterhilfswerkes verzichtet. Landeshandwerksmeister Garner betonte, daß das Handwerk es als Ehrenpflicht betrachte, auch dazu beizutragen, daß das WHW. seine großen Aufgaben für die Volksgemeinschaft vollbringen könne.
Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen.
** Kein Geld in gewöhnliche Briefe ei n l e g e n ! Die einzig richtige Art, Geld mit der Post zu verschicken, ist die mit Postanweisung, Zahlkarte oder Geldbrief. Wer einen größeren Zahlungsverkehr unterhält, dem kann nur dringend die Einrichtung eines Postscheckkontos empfohlen werden. Er hat dann nur nötig, eine kostenlose lieber» Weisung oder einen Scheck auszuschreiben und den gelben Scheckbrief mit 5 Pfennig frankiert in den nächsten Briefkasten zu werden. Diese einfachen und sicheren Geldoersendungsarten werden aber leider von einem großen Teil der Volksgenossen nicht benutzt. Vor der Versendung von Geld in gewöhnlichen Briefen wird dringend gewarnt. Für in Verlust geratene Einschreibbriefe werden höchstens 40 Mark Ersatz geleistet, für beraubte Einschreibbriefe besteht dagegen keinerlei Haftung. Bei Verlust oder Beraubung gewöhnlicher Briefe haben Absender und Empfänger immer den Schaden zu tragen, weil die Post nicht haftet.
** D i e Zentralheizungsanlage war in Ordnung. Zu dem vor einigen Tagen berichteten tragischen Unglücksfall an der Zentralheizungsanlage im Hause Goethestraße 30, bei dem leider ein Mann den Tod durch Kohlengasvergiftung fand, ist ergänzend nachzutragen, daß nach dem Ergebnis der eingehenden sachverständigen Prüfung die Zen- tralheizungsanlage vollkommen in Ordnung war, die Ursache des Unglücksfalles also nicht in der Heizungsanlage zu suchen ist.
Ausweise für Vereinsdirigenten.
SBK. Bekanntlich dürfen alle der Reichsmusikkammer angeschlossenen Chöre und Laieninstrumentalvereine nur solche musikalischen Leiter be=
den bereitzuhalten und den Inhalt auf die Hüllungen zu schreiben.
Winterhilfswerk 1935/36
Ortsgruppe Gießen-Süd.
Desgleichen fand
Studentenschastsführer Kurt Friedrich der zunächst feinem Vorgänger im Amt Kam. Hans Stenger für feine aufbauende Arbeit im vergangenen Semester dankte, zündende Worte, die in dem Aufruf gipfelten, alles Engende und Trennende, kleine Gesichtspunkte abzustreifen und den Blick auf das Gesamtschicksal des Volkes zu heften. Begriffe der deutsche Student in dieser Stunde nicht den Ruf der Nation, so könnte der Führer eines Tages daraus die Folgerung ziehen, daß die deutsche Hochschule ihre Daseinsberechtigung verloren habe. Nachdrücklich hob er die alleinbestim- menbe Führung des NSDStB. in der Formung des neuen deutschen Studententyps hervor. Der kommissarischeHaupiamts e terk,Kiffel, der mit der Durchführung des Reichsleistungs- karnpfes der Deutschen Studentenschaft in Gießen beauftragt wurde, zeigte der Studentenschaft den Weg zur sachlichen Arbeit im kommenden Semester. In der restlosen Ausfchöpfung aller Fähigkeiten, in den Dienst der Gesamtheit gefteilt, liege der Sozialismus der Tat des deutschen Studenten und sein Kampf gegen sich selber.
Bannführer Jung
wies in kernigen Worten auf den bedingungslosen Einsatz während der Kampfzeit hin, der auch heute die Haltung der Gesamtstudentenschaft werden müsse. Von dem vom Führer gesteckten kilometerlangen Weg seien erst einige wenige Schritte getan. Möge der deutsche Student seine Aufgabe restlos und selbstlos begreifen.
Der
Vertreter der DAI. Mertens
Am Mittwoch, 13. November, werden die Spenden (Pfundsammlung) dur die NS.-Frauenschaft eingesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, den Inhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen und die Mitgliedskarten zur Quittungseinzeichnung bereitzuhalten. Die Pfundsammlung erstreckt fid)' während der Dauer des WHW. wieder auf alle Volksgenossen.
NSV., Ortsgruppe Gießen-Nord.
Betr.: Lebensmittelopferring.
Mittwoch, 13. d. M., findet die Einziehung des Lebensmittelopferringes für den Monat November statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Spen-
_ . Semester-Eröffnungs-Appell der Gießener Studentenschaft in der Großen Aula der Universität gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung, die Zeugnis ablegte von dem politisch ausgerichteten Wollen und Arbeiten unserer Hochschule. Als erfreu-
Gießener SA. von München zurück.
Am gestrigen Sonntagmittag gegen 12.15 Uhr kamen mit dem Zuae von Fulda her die Vertreter der Gießener SA. bei den Feiern in München, Standartenführer Lutter und Standarten-Adju- tant, Obersturmbannführer Münker, mit den Fahnenträgern und dem Feldzeichen der Standarte 116, sowie 12 Sturmfahnen in Gießen wieder an. Zum Empfang der Abordnung unserer Gießener SA. und der Fahnen hatten sich der Führer des SA.-Reservesturmbannes, Obertruppführer Heß, ferner je ein Ehrensturm der SA.-Reserve und der aktiven SA. am Bahnhof eingefunden.
Unter Führung des Standartenführers Lutter wurden das Feldzeichen der Standarte und die Sturmfahnen bei den Klängen des von dem Spielmannszug und dem Musikzug der Standarte gespielten Badenweiler-Marsches auf den Bahnhofsplatz getragen und dabei von der SA. und einer zahlreichen Menschenmenge feierlich begrüßt. Dann ging der Marsch bei flotter Marschmusik des Musikzuges durch die Liebigstraße, Frankfurter Straße, Seltersweg, Sonnenstraße, Brandplatz zum Standartengebäude, auf dessen Platz die Fahnenträger und Die beiden Ehrenstürme aufmarschierten.
Hier hielt Standartenführer Lutter eine kurze Ansprache, in der er u. a. sagte: „Wir sind als Vertreter der Standarte in München Zeugen eines historischen Geschehens gewesen. Wir haben etwas erleben dürfen, das wir in feiner ganzen Größe heute noch nicht ermessen können, das wir erst in uns verarbeiten müssen, um es dann an unsere Kameraden weiterzugeben. Wir haben erlebt, daß die 16 Blutopfer der Bewegung in das Siegestor eingezogen sind, wie der Führer es befohlen hat, und daß der Spruch wahr geworden ist: „Und Ihr habt doch gesiegt!" Wir haben gesehen, daß nur durch Opfer Großes zu erreichenist, daß das Opferblut dieser Helden erst den Führer fähig gemacht hat, das neue Deutsche Reick zu schaffen. Wir waren Zeugen, wie die Hitler-Jugend und der BDM. in die NSDAP, ausgenommen wurden, d. h. wir haben erlebt, daß die Blutzeugen und der Nachwuchs unserer Bewegung an einem Tage geehrt wurden. Die Kameraden, die mit in München waren, bitte ich nun, ihren Einheiten die Eindrücke zu übermitteln, die wir alle dort bekommen haben. Die SA. hat der Stabschef auch bei dieser Gelegenheit wieder darauf hingewiesen, daß wir alles daransetzen sollen, die SA. zu dem Instrument zu machen, das der Führer braucht. Dieses Ziel werde durch rücksichtslose Säuberung in den Gliederungen und durch Erziehung jedes SA.-Man- nes an sich selbst erreicht werden."
Nach dem Kommando: „SA. stillgestanden!" wurde von den SA.-Männern und den vielen Zuschauern begeiftert der dreimalige Sieg-Heil-Gruß an den Führer darqebracht und anschließend der erste Vers des Horst-Wesiel-Liedes gesungen. Unter den Klängen des Badenweiler-Marsches wurden die Standarte und die Fahnen dann in das Standartengebäude getragen.
Dornotizen.
Tageskalender für Montag.
NSG. „Kraft durch Freude": 20 Uhr im Hvrfacll des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwiastraße Nr. 34, Vortrag von Professor K l u t e „Wirtschaftswert afrikanischer Landschaften". — NSG. „Kraft durch Freude": 20 dis 21 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Mutter der Kompanie".
Stadttheater Gießen.
Heute abend fällt die Vorstellung für die NS.- Kulturgemeinde Ring Deutsche Bühne „Cosi fan tutte" wegen Erkrankung im Personal aus. Die Karten behalten ihre Gültigkeit für eine andere musikalische Vorstellung, die noch bekanntgegeben wird.
^DAp. Ortsgruppe Gießen-Ost.
Freitag, 15. November, abends 8.30 Uhr, im Cafe Leid Kundgebung. Es spricht: Pg. Jean B u l1 m a n n , Kreisleiter z. b. D.
Wir laden hierzu alle Volksgenossen herzlichst ein! Für Parteigenossen und Mitglieder der Gliederungen ist die Teilnahme selbstverständliche Pflicht! Eintritt frei!
Lebensniittel-pfundpäckchen-Samm- lung in der Ortsgruppe Gießen-Ost.
Die Sammlung für November wird Dienstag, 12. und Mittwoch, 13. November von der NS.-
grüßen unser deutsches Vaterland, unseren Führer, unsere Fahne und unsere herrliche Bewegung mit dreimaligem Sieg-Heil.
Gewaltig erklangen die dreimaligen Rufe der riesigen Menschenmenge über den Platz. Anschließend wurde gemeinsam der erste Vers des Horst- Wesiel-Liedes gesungen.
Den Abschluß der unvergeßlichen Feierstunde bildete der Große Zapfenstreich, den der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung von Musikzugführer Herrmann prächtig spielte und der mit dem gemeinsam gelungenen ersten Vers des Deutschlandliedes ausklang.
schofligen, die im Besitze eines auf ihre Persott ausgestellten Ausweises der RMK. sind. Jungst hat der Leiter des Amtes für Chorwesen und Volks» musik, Professor Dr. Stein, in einer besonderen Verlautbarung hierauf nochmals hingewiesen, da die Nichtbeachtung der Verfügungen der RMK. zu empfindlichen Störungen im Vereinsleben Anlaß geben kann. Für Vereinsdirigenten kommen folgende Ausweise in Frage:
1. Für den Berufsmusiker, welcher Mitglied der Reichsmusikkammer ist, die braune Ausweiskarte der Reichsmusikerfchajt.
2. Für nebenberuflich tätige Chorleiter und musikalische Leiter von Laieninstrumentalvereinigunaen der Monatsausweis gemäß §§ 10 und 11 der 3. Anordnung zur Befriedung der wirtschaftlichen Verhältnisse im deutschen Musikleben vom 5. Februar 1935.
3. Für ehrenamtlich tätige Chorleiter und Leiter von Laieninstrumentaloereinigungen der gebührenfreie Ausweis gemäß folgender Verfügung des Präsidenten der Reichsmusikkammer vom 19. Juli 1935: „Chorleiter und musikalische Leiter von Volks- musikvereinen, die ihre Tätigkeit ehrenamtlich ausüben, erhalten von dem zuständigen Leiter der Landesmusikerschaft einen Ausweis. Die Landes- musikerschaft händigt diesen gegen Vorlage der vom Vereinsführer unterschriebenen eidesstattlichen Erklärung betr. ehrenamtliche Tätigkeit von Chorleitern auf die Dauer von sechs Monaten aus. Wer nicht im Besitze dieses Ausweises ist, setzt sich der Gefahr aus, von dem Kontrollbeauftragten der Reichsmusikkammer an der Ausübung feiner Tätigkeit behindert zu werden."
Die Vordrucke für die Ausweise zu Ziffer 2 und 3 werden von den Ortsmusikerschasten ausgegeben.


