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Neuregelung in der Versorgung Gießener Wehrmachtsangehöriger
Wehrbezirkskommando Kassel I und dessen Versorgungsabteilung abgegeben.
Die öcutfdie Arbeitsfront • n.9.=6cmeinf(haft „ftraft öurdi frcuöc
Versorgungsableilung des Wehrbezirkskommandos Kassel I übernommen und bearbeitet werden. Damit
deutet werden. Wer etwa an Kriegserinnerungen oder nur an Theaterdonner denkt, kommt auch hier nicht auf seine Kosten.
Rot läßt den Angreifer auch hier wieder nur auf nahe Entfernungen herankommen, und dann auf den Elz, von dort auf den Wein-Berg zurückzugehen. Es wird Sonntag werden, ehe Blau mit seinem Angriff gegen Elm beginnen kann. Rot wird also trotz seiner zahlenmäßigen Unterlegenheit seinen Auftrag lösen und den Nordostrand Elm bis zum Abend des 8. September halten.
Um 14.30 Uhr ist die Uebung beendet. Die Truppe rückt hungrig und müde in ihre Quartiere in und um Helmstedt. Am Abend ist Manöverball und morgen ist Sonntag — eigentlich zu schön, um wahr zu sein.
Heute Rückkehr unserer Soldaten!
Am heutigen Mittwoch kehren die Kompanien des Infanterie-Regiments Gießen, aus dem Manöver in der Gegend von Braunschweig kommend, hierher zurück.
Das I. Bataillon unter dem Kommando des Oberstleutnants von Wachter trifft mit der Re- gimentsmufik um 18.53 Ahr ein. Line Kompanie kommt bereits um 16.32 Ahr an. Das II. Bataillon fährt mit seinem Transportzug um 19.14 Ahr in den hiesigen Bahnhof ein, eine weitere Kompanie kommt um 21.54 Ahr an. Sämtliche Transportzüge fahren auf dem Güterbahnhof an der hammstrahe ein. Das Ausladen wird etwa eine Stunde in Anspruch nehmen, so daß der Einmarsch in die Stadt jeweils eine Stunde später als der oben angegebene Zeitpunkt der Ankunft erfolgen wird. Die Truppen werden mit der Regimentsmusik wahrscheinlich über die Brücke im Zuge der Klinikstraße, dann durch die Frankfurter Straße und über den hindenburg- wall kommen.
Die Gießener Volksgenossen werden unseren Soldaten sicherlich einen herzlichen Empfang bereiten und dadurch ihre innige Verbundenheit mit unserer Wehrmacht sichtbar bekunden.
die Wehrbezirkskommandos und die Zivilverwal- tungsbehörden — Versorgungsabteilungen — mit ihren Bezirken, die vom 1. Oktober 1935 ab zuständig sind für Empfänger von Uebergangsgebühr- nissen und Unterstützungen» sowie für ehemalige Soldaten der Wehrmacht und Hinterbliebene, die nach dem Reichsversorgungsgesetz versorgt werden (R«ntenversorgungsberechtigte)". Die Versorgungsangelegenheiten in dieser Art wurden für die Wehrmachtsangehörigen aus der Stadt Gießen und näherer Umgebung bislang beim Versorgungsamt Kassel bearbeitet. Die Neuregelung bringt hier die Aenderung, daß die Akten von dem vorstehenden Dersorgungsamt nunmehr a b 1. Oktober 19 3 5 von der
den also die ehemaligen Soldaten der neuen Wehrmacht und die Hinterbliebenen, die am 31. Dezember 1934 nur nach dem Reichsversorgungsgesetz versorgt wurden, vom 1. Oktober ab gleichfalls in den Personenkreis mit einbezogen, der auf die Wehrbezirkskommandos überzuleiten ist.
Die künftigen Versorgungsabteilungen der Wehrbezirkskommandos haben ab 1. Oktober 1935 ebenfalls Dersorgungsanträge ehemaliger Wehrmachtsangehöriger usw. zu bearbeiten, die sich mit der Bewilligung von Unterstützungen bzw. Bewilligung von Beihilfen bei Krankheitsfällen befassen. Alle derartigen Anträge müssen daher an die neue Dienst- | stelle gerichtet werden.
In der zweiten Tabelle der Verordnung Reichsarbeitsministers erscheint eine „Uebersicht über
Laienspielschar.
Für die Kapelle unserer Laienspielschar suchen wir noch einen Violinspieler, sowie einen Schlagzeuger. Anmeldungen umgehend bei „Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18.
Rheinfahrl am Sonnlag, 15. September.
Wir veranstalten am Sonntag, 15. September die letzte Rheinfahrt. Für diese Fahrt sind noch Plätze frei. Die Anmeldungen müssen bis Mittwoch, 11. September, erledigt werden. Fahrpreis mit Dampferfahrt und Mittagessen 5,50 Mark. Zeit der Abfahrt wird noch bekanntgegeben.
Arlaubszug harz (Wernigerode) vom 16. September bis 22. September.
Die Urlaubsfahrt wird mit Omnibussen durch- aeführt. Die dadurch entstehenden Mehrkosten an Fahrgeld betragen 2,50 Mark. Wir bitten die gemeldeten Teilnehmer, sofort diesen Betrag auf der Kreisdienststelle einzuzahlen.
Sportkurse »Kraft durch $reut>e".
heute folgende kurfe:
16.30 bis 17.30 Uhr: Fröhliche Gymnastik und Spiele, Kantinengebäude der Fa. Bänninger; 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr: Schwimmen, für Frauen und Männer gemeinsam, Dolksbad; 20 bis 21 Uhr: Reiten, Reitschule Schömbs.
Achtung! Neuer kdF.-Schwimmabendt
Da die KdF.-Schwimmkurse sich einer so regen Beteiligung erfreuen, hat das Sportamt einen weiteren Schwimmabend Freitags eingelegt. Die Zeit von 20.30 bis 21.30 ist für Frauen und Männer gemeinsam eingerichtet, während die Stunde von 21.30 bis 22.15 nur für Frauen unter Leitung einer Schwimmlehrerin vorbehalten ist. Anmeldung kann vor Beginn der Uebungsstunden im Volksbad erfolgen.
Lernt Schwimmen mit „Kraft durch Freude".
Medizinischer Fortbildungskursus.
Die Medizinische Fakultät der Universität Gießen hält ihren heurigen Fortbildungskurs für praktische Aerzte vom 13. Oktober bis 19. Oktober 1935 ab. Als Hauptthema ist aufgestellt: „Vorbeugendes SchaffendesArzte s". Am 13. Oktober, abends, findet der Begrühungsabend im Studentenhaus statt, am 14. Oktober, abends, spricht Professor G e r t h - s e n, Direktor des Physikalischen Universitäts-Institutes, über „Künstliche Radioaktivität". Für Mittwoch, 16. Oktober, ist ein Ausflug nach Bad-Nauheim
sowie von etwa 40 größeren, weiter entfernt liegen- den Orten Sonntagsrückfahrkarten mit dreitägiger Geltungsdauer aus.
Sippengemeinschast Fresenius.
Man schreibt uns: Der gesunde Sinn unserer Tage fördert und fordert nicht nur die Volks-, sondern auch die Familienverbundenheit. Wo ist deine leibliche und geistige Heimat? Diese Frage beschäftigt mehr denn je bte Geister unserer deutschen Volksgenossen.
So haben auch die hauptsächlich in den althessischen Landen beheimateten Fresenius jetzt in Frankfurt den 1844 gegründeten Bruderverein unter vielseitiger Zustimmung zu dem Hessischen Familienverband der Sippengemeinschaft Fresenius erweitert und sich mit den seit 1743 in Frankfurt, Hessen-Nassau und weiter ansässigen Bruderstamm zur Sippengemeinschaft Fresenius zusammengeschlossen. Die Gemeinschaft der beiden Fa- milienverbände umfaßt jetzt rund 300 in der 8. bis 11. Generation lebende Personen, die bis nach Island hinauf über fast alle Erdteile zerstreut leben. Nach dem Ende des 16. Jahrhunderts bis ungefähr 1800 waren außer zahlreichen Beamten, Lehrern, Offizieren u. a. die kinderreichen Pfarrfamilien am stärksten vertreten. Danach haben, den geänderten Zeitoerhältnissen entsprechend, immer mehr Männer und auch Frauen sich den neueren Wissen- schäften und freien Berufen zugewandt, beispielsweise als Chemiker, Aerzte, Künstler usw., in Industrie und Handel, als Fabrikanten, Kaufleute und jetzt werden in der Gemeinschaft über 40 Berufsarten aezählt.
Es soll nun die vor mehreren Jahren begonnene Arbeit zu Ende geführt werden, die Angaben der vorhandenen Teil-Stammbäume der Familie, worin etwa 500 Fresenius, restlos zu vervollständigen. Danach sollen den erwarteten Reichsbestimmungen gemäß für alle Glieder der Gemeinschaft die Sippentafeln aufgestellt werden.
Eine seit Beginn dieses Jahres erscheinende Fa- milienzeitung berichtet vom famlliengeschichtlichen Erbgut dxr Vergangenheit und weckt das Jnteresie an den Lebensschicksalen der heutigen Generation.
Der Frankfurter Familienverband errichtete in 1825 die bis heute noch wohltätig wirkende „Frese-
E. C. Die Zuständigkeit für Versorgungsberech- tigte der Wehrmacht (Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe) wurde durch einen Erlaß des Reichsarbeitsministers, der im Einvernehmen mit dem Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht und dem Reichsfinanzminister getroffen wurde, neu geregelt. Diese Neuregelung ist in der Hauptsache in der Uebergabe der Versorgungsangelegenheiten der Angehörigen der Wehrmacht von den bisherigen zivilen Versorgungsämtern an die Versorgungs- abteilungen der einzelnen Wehrbezirkskommandos begründet.
Der Erlaß des Reichsarbeitsministers umfaßt zwei Tabellen, in denen die zuständigen Stellen der Versorgungsabteilungen der Wehrmachtsangehörigen bis ins kleinste Dorf genau angeführt werden. Durch die Uebergabe der Versorgungsangelegenheiten von den sogenannten „zivilen" Behörden an die Militärbehörden wird in der Gestaltung der neuen deutschen Wehrmacht ein großer Schritt vorwärts gemacht. Es ist naturgemäß für alle Der- sorgungsberechtigten der Wehrmacht wichtig zu wissen, welche Dienststellen für den Dersorgungsberech- tigten zuständig sind.
Die Neuregelung für die Stabt Gießen wirkt sich nach dem Erlaß des Reichsarbeitsministers wie folgt aus: Nach der Uebersicht über die Wehrbezirkskommandos — Versorgungsabteilungen — mit ihren Bezirken, die vom 1. Oktober 1935 ab für Ruhegehalts- usw. -Empfänger der Wehrmacht (Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe) zuständig sind, gehört unsere Stadt mit ihrer näheren Umgebung als Bezirk der Versorgungsabteilung bislang zum Versorgungsamt Kassel. Von diesem Versorgungsamt werden nunmehr die Akten über die Versorgungsberechtigten der Wehrmacht an das
Das Infanterieregiment Gießen im Manöver
Oie Hebung am T. September.
Blau hat nach Ueberwinden schwächeren Wider- standes an der Aller am 7. September 8 Uhr den Westrand des Lappwaldes beiderseits der Warte erreicht. 8.15 Uhr erhält das Regiment Befehl, den Elz anzugreifen. „
Rot war im Ausweichen nach Westen. Das beider- feits angelehnte I. I.-R. 117 hatte den Auftrag, den Nordostrand von Elm bis zum Abend des 8. September zu halten.
Zu dem Heraustreten des J.-R. 36 aus dem Lappwald hatten sich die Helmstedter Schulen ein- gefunden. Nur schade, daß beim neuzeitlichen Ge- secht der Zuschauer nicht mehr so recht auf seine Kosten kommt. Spannende Bilder wie Kavallerie- Attacken, Sturmangriffe, im Galopp auffahrende Geschütze, die den Angreifer mit Kartätschen begrü- ßen, bekommt der sensationslüsterne Zuschauer nicht mehr zu sehen. Artillerie, Minen-Werser und schwere Maschinengewehre stehen in Gelände falten versteckt. Durch alle Mulden und Tälchen schiebt sich die Infanterie nach vorne. Hier und dort hört man das Knattern eines Maschinengewehrs, oder den Abschuß eines Minenwerfers. Wenn dann der Zuschauer dem Schall nacheilend den Ursprungsort erreicht hat, so hat vielleicht das MG. seine Stellung schon gewechselt.
Rot hat zunächst den Silberberg (2 Kilometer südlich Helmstedt) besetzt. Was sich von Blau am Waldrand zeigt, wird mit Feuer überschüttet. Der Wald wird vergast. Der Soldat verschwindet unter seiner Gasmaske, der zuschauende Zivilist schnuppert zunächst nach dem seltsamen (nebenbei ganz ungefährlichen) Geruch und geht dann doch in etwas größere Enfernung. Blau bringt schwere MG. und MW. in Stellung. Bei Eröffnung des Feuers hat Rot aber den Silberberg geräumt.
Blau treibt Aufklärung nach vorn. Meldungen kommen zurück. Der Feuerschutz durch MG., MW. und ArU. wird neu organisiert. Stunden vergehen, bis das JR. 36 zum Angriff gegen die Gehl-Berge und Höhe 156 (1 Kilometer ostwärts Runstedt) an» treten kann.
Auf beiden Seiten fängt das Feuer der schweren Waffen zu spielen an. Jedoch Platzpatronen und Manöverkartuschen kosten Geld. MG.°, Artl.- und Minenfeuer kann nur durch wenige Schüsse ange-
mit dortigen Vorträgen bzw. Vorweisungen vorgesehen. Zur Deckung der Unkosten wird von jedem Teilnehmer der Betrag von 10 RM. erhoben; sonstige Kosten entstehen nicht. Prospekte, die Stundenplan und weitere Veranstaltungen anzeigen, sowie Anfragen durch Professor Georg Herzog, Pathologisches Institut Gießen, Klinikstraße 32 g.
Ehrenvolle Wiederverpfl ch ung.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Das Orchester des Stadttheaters Gießen war ab 16. Mai von der Kurverwaltung Bad Homburg als Kurorchester verpflichtet. Die Sommermonate über konnte das verhältnismäßig noch junge Orchester künstlerisch solche Erfolge und Anerkennung seitens der Kurverwaltung und vor allem der Kurgäste erringen, daß das Orchester für die nächste Kursaison erneA unter ehrenvoller Berufung wieder verpflichtet wurde. In einigenlagen kehren unsere Orchestermitglieder nach Gießen zurück, um schon nach kur- zer Erholungspause an die Probenarbeit für die musikalischen Werke des Spielplans zu gehen. Unter der musikalischen Leitung des neuverpflichteten Kapellmeisters Paul Walter wird das Orchester nach einem feierlichen Auftakt bei der Spielzeit-Eröffnungsvorstellung am 4. Oktober die Mozart-Oper: „Cosi fan tutte“ zur Erstaufführung bringen.
Oie Zugehörigkeit von Beamten zu Beamtenvereinigungen.
Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregie- rung — hat an alle unterstellten Behörden, Gemeinden, Gemeindeverbände und sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts eine Verfügung über die Zugehörigkeit von Beamten zu Beamtenoereini- gungen erlassen. In der Verfügung heißt es:
Auf Anordnung des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern — Erlaß vom 17. August 1935 II SB 6732/2.8. — hat jeder Beamte bis zum 1. Oktober 1935 mit Bezug auf seinen Diensteid eine Erklärung darüber abzugeben, welchen Beamtenvereinigungen, gleichgültig, ob diese auf berufsethischer, beamtenpolitischer, beamtenwirtschaftlicher, konfessioneller oder sonstiger Grundlage beruhen, er in der Nachkriegszeit angehört hat, oder noch angehört. Die Abgabe der Erklärungen dar durch Urlaub, Krankheit usw. keine Verzögerung erleiden.
Diese Erklärung, die auch von den Staatsdienstanwärtern abzugeben ist, ist zu den Personalakten des Beamten bzw. Staatsdienstanwärters zu neh-
fchwer, daß sie im Krankenhaus behandelt werden mußten; ein Vergiftungsfall verlief tödlich.)
Um die Kenntnis der Pilze zu verbreiten und damit der Gefahr der Pilzvergiftung nach Möglichkeit entgegenzuarbeiten, hat das Reichsgesundheitsamt einen Ueberblick über die wichtigsten eßbaren und schädlichen Pilze im Pilzmerkblatt gegeben, das durch den Buchhandel bezogen werden kann.
Zeigen sich nach dem Genuß von Pilzen Erscheinungen, die den Verdacht einer Vergiftung ergeben, so versäume man keine Zeit, für ärztliche Hilfe zu sorgen. Bis solche zur Stelle ist, muß man sich bemühen, das Gift aus dem Magen zu entfernen. Falls Erbrechen nicht bereits erfolgt ist, rufe man es durch Trinken von warmem Wasser oder dadurch hervor, daß ein Finger tief in den Rachen gesteckt wird. Die schädliche Wirkung des Genusses giftiger Pilze äußert sich gewöhnlich nach einigen Stunden^ bei den Knollenblätterschwämmen tritt sie meist erst nach 8 bis 40 Stunden ein. Hilfe kommt bei der Erkrankung nach Genuß von Knollenblätterschwämmen vielfach zu spät.
Aus parteiamtlichenBekanntmachungeu
Die Politischen Leiter der Gießener Ortsgruppen versammeln sich zur Fahrt zum Reichsparteitag am morgigen Donnerstag um 5.40 Uhr vor der Kreisleitung, die übrigen Teilnehmer um 6 Uhr auf Oswaldsgarten, die Frauen treffen sich am Bahnhof, wo sie spätestens um 6.45 Uhr sein müssen In der Ortsgruppe Gießen-Süd müssen die Teilnehmer am Reichsparteitag am heutigen Mittwoch um 20 Uhr in der Geschäftsstelle, Cred- nerstraße 24, sein, das Fahrgeld in Höhe von 5,60 Mark mitbringen und die Eintrittskarten in Empfang nehmen.
men (vergl. auch mein Ausschreiben vorn 6. August 1935 zu Nr. P. A. 1/13812 bett. Zugehörigkeit von Beamten zu Freimaurerlogen, anderen Logen oder logenähnlichen Organisationen). Folgerungen aus den von den Beamten abzugebenden Erklärungen werden vorläufig nicht gezogen werden.
Diese Anordnung erstreckt sich auch auf alle Gemeindebeamten, sowie bei den Gemeindeoerbänden und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts tätigen Beamten und Dienstanwärter.
Die Kontrolle, daß sämtliche Beamten und Dienstanwärter die verlangte Erklärung abgegeben haben und diese zu den Personalakten genommen wurde, hat durch die einzelnen Abteilungen der Landesregierung für ihren gesamten Geschäftsbereich zu erfolgen. Die den Abteilungen nachgeord- neten ober beaufsichtigten staatlichen usw. Behörden haben der Abteilung vis spätestens 10. Oktober 1935, die Abteilungen dem Personalamt der Landesregierung bis spätestens 15. Oktober 1935, das Personal- Et mir bis spätestens 20. Oktober 1935 die erfolgte Durchführung dieser Anordnung zu berichten. Die gestellten Termine sind genau einzuhalten, da bis zum 1. November 1935 die Durchführung der Anordnung dem Reichs- und Preußischen Minister des Innern gemeldet sein muß.
Die Behörden- und Dienststellenleiter werden für die ordnungsgemäße Durchführung dieser Anordnung persönlich haftbar gemacht.
Oie Frankfurter Messe
um 25 Prozent stärker beschickt.
(Fwd.) Die diesjährige Frankfurter Messe, die vom 22. bis 25. September auf dem Festhallen, gelänbe zu Frankfurt a. M. durchgeführt wird, weist in den Abteilungen Haus- und Küchengeräte, Spielwaren, die auch im vorigen Jahre burchge- führt würben, eine um 25 v. H. erhöhte Beschickung aus. Außerbem wirb die 1. Frankfurter Gastwirts- messe vom 21. bis 29. September durchgeführt. Beide Veranstaltungen umfassen etwa 500 Aussteller auf einer gesamten Ausstellungsfläche von 15 000 Quadratmeter.
Die Deutsche Reichsbahn gibt während der ganzen Dauer der Messen von allen Bahnhöfen im Umkreis von 100 Kilometern um Frankfurt a. M.,
musschs Familienstiftung"; manches bedrängte Fa- nvlienqüeb hat sich der Hilfe btefer Bruderschaft erfreuen können, lieber eine solche Wvhlfachrts- einrichtung wird im Hessischen Verband in Kurze beraten werden. .. ,
Der Tag war ernsten Beratungen gewidmet, am nächsten Tag war eine große Anzahl von Der. wandten aus beiden Familkenverbanden m froher Übereinstimmung längere Zeit beisammen.
Oie Verwendung der Falläpfel.
LPD Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau kitt mit: Es ist bekannt, daß die Verwendung der Fall- äpfel zur Kelterung durch Süßmostereien und Apfel- meinteltereien bis zum 14. September 1935 gesperrt war, um der Marmeladen-, Obstgelee- und Obst« krauttndustrie alles erforderliche Material zuzuführen. Die durch diese Verordnung geschaffene Lage läßt es heute schon angezeigt erscheinen, diejenigen überschüssigen Mengen Aepfel, me vorübergehend von der Marmeladen-, Obstgelee- und Obstkrautindustrie nicht aufgenommen werden können, den Süßmostereien und Apfelweinkeltereien zuzu- führen. Das augenblicklich bestehende Kelterverbot endet am kommenden Samstag, 14. September 1935. Dieses Kelterverbot wird insofern gelockert, als die Keltereien auch jetzt schon Obst zum Keltern aufkaufen dürfen, wenn sie nachweisen tonnen, Dop die Hersteller von Marmelade, Obstgelee und Obstkraut diese Mengen nicht aufnehmen können und die Keltereien im Besitz der Genehmigung des Vorsitzenden des Gartenbauwirtschaftsverbandes Hessen- Nassau sind.
Die Stiftung »©ängerbonf-* im Deutschen Sängerbund.
SDK. Dor einiger Zeit war durch die Führung des Deutschen Sängerbundes die Stiftung „Sänger« dank" ins Leben gerufen worden, deren Zweck bie Unterstützung alter, hilfsbedürftiger Sänger ist, bie sich um bie Sängersache besonbers verdient gemacht haben. Im letzten Heft der Deutschen Sängerbun« deszeitung, dem Amtsblatt des DSB., teilt der Bundesschatzmeister Dr. Hermann mit, daß erstmals zum Schlüsse des Jahres 1935 die Zinserträgnisse der Stiftung „Sängerdank" durch die Stiftungsausschuß auf Gesuche hin $ur Verteilung gebracht werden können. Unterst«tzungsgesuche sind unter genauer Darlegung der Verhältnisse im ordentlichen Geschäftsgänge, d. h. also über den zuständigen Sängerkreis und Sängergau, zu richten an den Obmann des Stiftungsausschusses, Bürger- I meister a. D. Friedrich Roth in Leipzig S19, Si- monstraße 2. Berücksichtigt werden können nur solche Gesuche, die dort bis spätestens zum 15. Oktober 1935 eingegangen sind. Bisher bei der Bundesgeschäftsstelle oder dem Bundesschatzmeister eingereichte Gesuche müssen wiederholt werden. Grundsätzlich berücksichtigt werden können nur Gesuche, die in Not geratene, alte, verdiente Sangesbrüder betreffen. Bei der im Hinblick auf den Umfang des Bundesgebietes zur Zeit noch recht bescheidenen Höhe des Stiftungskapitals und demgemäß auch der Zinserträgnisse wird sich vorerst eine gerechte Berücksichtigung der einzelnen Gesuche nur in der Weise erreichen lassen, daß bie Höhe der Einzel- spende auf 50 Mark grundsätzlich -begrenzt wird. Wie auf dem Sängertag in Königsberg bekannt- gegeben, wird es das eifrige Bestreben der Bundesführung fein, das Stiftungsvermögen im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten fortlaufend zu erhöhen und auf diese Weise die Stiftung selbst leistungsfähiger zu gestalten.
Chorleitererziehung und Wertungssingen.
SBK. Die vom Deutschen Sängerbund vor einigen Monaten herausgegebenen Richtlinien für Wertungssingen beginnen sich allmählich in der Praxis einzuführen. In fast allen Gauen des DSB. werden bie Wertungssingen nach den neuen Richtlinien vorbereitet. Dabei stellt sich allenthalben heraus, daß die Vorschrift für die Vereine, innerhalb von drei Jahren an einem Wertungssingen teilzunehmen, keineswegs eine zu häufige Inanspruchnahme bedeutet. Im Gegenteil, viele Vereins melden sich wiederholt zur Teilnahme am Wertungssingen. So wird dem DSB. z. B. aus Hessen berichtet, daß der Gau höchstwahrscheinlich von der Ausführungsbestimmung zu den Wertungssingen Gebrauch macht, wonach es statthaft ist, die Vereine alljährlich zu Wertungssinqen heranzuziehen. Das ist gleichzeitig ein glänzendes Erziehungsmittel für die Chorleiter, die damit jährlich eine Probe ihres Könnens abzulegen haben. Es heißt bann in dem Bericht weiter: Es entsteht schon jetzt die Frage, in welcher Weise gegen Chorleiter vorgegangen werden soll, die aus Unkenntnis, Fahrlässigkeit oder aus absichtlicher Renitenz den vom DSB. und dem Gau gegebenen Richtlinien keinerlei Beachtung schenken. Gerade unter den jüngeren, aus den Jnstrumentalmusikern hervorgegangenen Chorleitern gibt es noch manche, die der Anschauung sind, wenn sie nur den Sängern und ihrem zum Teil doch recht kitschigen Geschmack nachgeben, die Sänger im Widerstand gegen alle kräftigere und herbere musikalische Kost stärken, daß sie dann um so mehr Ansehen bei den Vereinen gewinnen und andere Kollegen ausstechen, die sich redlich für die gute Sache bemühen. Hier kann nur schonungslose Kritik bei den Wertungssingen helfen und enge Zusammenarbeit der Kreischorleiter mit der (Bauleitung, damit mit allen Mitteln solchen üblen Machenschaften das Handwerk gelegt wirb.
vornottzen.
— Tageskalenber für Mittwoch: NSG- „Kraft burch Freube": 16.30 bis 17.30 Uhr Fröhliche Gymnastik unb Spiele in dem Kantinengebäude der Firma Bänninger; 20 bis 21 unb 21 bis 22 Uhr Schwimmen im Volksbab; 20 bis 21 Uhc Reiten, Reitschule Schömbs, Branbplatz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Lockspitzel Asew".
— Oeffentliche Vorträge für Frauen finden am morgigen Donnerstag im Saale des (Saf£ Leib statt. (Siehe heutige Anzeige.)
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,** Unfall beim Spiel. Aus dem Kinderspielplatz einer Gastwirtschaft ereignete sich ein Unfall. Ein Mädchen, bas sich mit anberen Kindern auf der Rutschbahn vergnügte, erlitt einen Beinbruch unb mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht werden.
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