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Die Vögel brüten - haltet die Katzen fern!

Oberhessisches Schwurgericht

Der Reichsmüllerdienst im Deutschen Arauen- werk hat in diesem Winter überall in Stadt und Land durch fachlich vorgebildete Lehrkräfte Kurse in Haushaltung. Gesundheitspflege und Kindererziehung veranstaltet. In allen Lehr­gängen werden die Frauen auf die Verbunden­heit und Wechselbeziehung vom Familie und Volk aufmerksam gemacht, in allen Lehrgängen erfahren die Jrauen, welche Forderungen der Nationalsozialismus heute an die Frau stellen muh. Unsere Mütter wollen belehrt werden, darum ist die Nachfrage nach den Kursen sehr groß. Die Arbeit kann aber nur erweitert wer­den, wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind. Darum unterstützt die Haus- und Strahen- sammlung des Reichsmütterdienstes am 10. und 11. Mai, die restlos der Mütterschulung zugute kommt.

bestraft werden. In den Fällen, in denen Herren« lose Katzen eingefangen werden sollen, dürfen nur Fallen verwendet werden, die den völlig quallosen Fang gewährleisten. Die Fallen müssen täglich zweimal nachgesehen und die gefangenen Tiere ihren Eigentümern zurückgegeben werden. Der Ge­brauch von Tellereisen ist für das ganze Reichs­gebiet verboten.

In diesem Zusammenhang sei noch darauf hin­gewiesen, daß die Zahl der herrenlosen, hungernden Katzen, die infolge Vernachlässigung oder gar straf­barer Aussetzung von feiten des Menschen auf den

Vogelraub hingelenkt sind, durch menschlich« Schuld ständig vermehrt wird.

Ls muh deshalb dafür gesorgt werden, dah nur so viele junge Katzen zur Aufzucht ge­langen, wie in guten Händen bestimmt unter­gebracht und ständig ausreichend verpflegt wer­den können. Richt erwünschte neugeborene Jung­tiere müssen sofort nach der Geburt getötet werden, bevor sie am Muttertier gesogen haben.

Kann man die Jungen erst später erreichen, so lasse man eins am Leben, weil sonst die alte Katze durch den Milchdrang krank wird. Die Tötung junger Tiere geschieht am einfachsten durch kräftige Schläge ruf den Kopf, nicht durch Ertränken, weil die ungen Tiere mit ihren unentwickelten Lungen im Wasser nur schwer ersticken. Wer die Tötung nicht selbst durchführen kann oder will, wende sich an einen Tierarzt oder Tierschutzoerein, die die Jung­tiere und auch überzählige erwachsene Katzen in schmerzloser Weise töten. Kater, die man nicht zur Zucht verwenden will, und von denen man wünscht, ) sie zu Hause bleiben, lasse man im Alter von uns bis sechs Monaten von einem Tierarzt kastrie­ren. Nur durch derartige weitgreifende Vorbeu- gungsmaßnahmen wird es möglich sein, Dogelnot und Katzenelend in gleich wirksamer Weise und ohne Mißhandlung einzelner Tiere zu beseitigen.

ten ihre ehebrecherischen Beziehungen fort. In der Hauptverhandlung erhielt Henkel, der schon als Kind nach Kaulstoß kam, von seinem Dienstherrn ein ganz glänzendes Zeugnis. Henkel ist außerordentlich zurückhaltend, was in seiner Schwerfälligkeit begründet liegt. Weder zu der männlichen, noch zu der weiblichen gleichalterigen Dorfjugend hatte der Angeklagte Verbindung. Diese Tatsache erklärt es auch, daß er mit der weit älte­ren Frau ein aussichtsloses Verhältnis eingehen konnte. Er brachte weder die Kraft noch den Wil­len auf, sich von der Ortwein loszusagen.

Schon sehr früh läßt sich das Aufkommen von Mordgedanken nachweisen. Je mehr sich die Der- haltnisse im Hause Ortwein zuspitzten, um so enger gestalteten sich die Beziehungen zwischen dem An­geklagten und der Ortwein. Ostern 1933 traten die Mordabsichten der beiden zum erstenmal klar zu­tage. hier erklärte die Ortwein, sie wisse schon wie sie vorzugehen habe. Im Winter 1933/34 kam es wiederholt zu derartigen Gesprächen. Schon damals jagte die Ortwein, wenn die Verbrühungen nicht ausreichten, würde sie ihrem Mann etwas eingeben. Diese Gespräche haben sich öfters wiederholt. Henkel gab zu, einmal zu der Ortwein gesagt zu haben, sie werde es ja doch nicht tun. da sie zu feige sei. u tmem Iohr fanden dauernd Unterredungen statt, daß der Ehemann Ortwein beseitigt werden müsse und wie das geschehen sollte. Während ihrer Tätigkeit als Putzfrau fand die Ortwein auf dem Speicher der Schule einen Kasten mit Chemikalien, dem sie ein Fläschchen mit Gift entnahm und es dem Henkel zur Aufbewahrung übergab. Henkel gab unumwunden und ohne Einschränkung zu, daß er sich über den Inhalt der Flasche im klaren war und von seinem Zwecke wußte. Einige Zeit danach bekam der Ehemann Ortwein eine Wunde an der Hand. Seine Frau verlangte von Henkel das Fläschchen zurück. Nach mehrmaligem Zureden gab dieser nach. Er legte das Fläschchen an einen aus- gemachten Platz und gab auf Verlangen noch etwas Vitriol hinzu. Die Ortwein erzählte dem Angeklag­ten, sie habe die Flüssigkeit auf die Wunde ihres Mannes gegeben. Während Henkel und die Ort­wein bis dahin ihre ehebrecherischen Beziehungen eingestellt hatten, kam es nun wieder zu dem un­erlaubten Verkehr.

Im Juni 1934 ging dann die Kunde durch das Dorf, der Ehemann Ortwein habe sich verbrüht Am 6. Juli 1934 begann die Ortwein die Ausführung der Tat. Am 8. Juli kam es zwischen ihr und Henkel zu einer regelrechten Unterhaltung darüber wie die Tat vorwärtsgetrieben werden solle. Die Frau brachte zum Ausdruck, daß die Salzsäure nicht aus­reiche, und fugte hinzu, daß sie im Falle des Ge- undens ihres Mannes nichts Gutes zu erwarten habe was ihr Henkel bestätigte. Sie fragte nun Henkel, was sie weiter benutzen sollte. Dieser riet hr, sie solle em Aextchen benutzen und bestärkte sie in ihrem Vorsatz, ihren Mann zu erschlagen. Es kam bann zu der fürchterlichen Tat.

Am Ende seines Plädoyers in der gestrigen Haupt« Verhandlung beantragte der Vertreter der Anklage sechsJahreZuchthausund zehn Jahre Ehr« Derlujt.

Das Urteil lautete auf vier Jahre sechs

V e<2u^^aus und fünf Jahre Ehrver- ®rc! Monate Untersuchungshaft werden dem Angeklagten angerechnet.

Sage allen Bekannten, daß sie ihre Jungen In un­ser Zeltlager schicken sollen, hier werden Kerle aus ihnen gemacht. Miesmacher, die alle so dummes Zeug schwätzen, sollten einmal bei uns ihren Er­holungsurlaub verbringen. Ich wollte, Ihr könntet Alle einmal die frische und frohe Junaenschar selbst sehen, Ihr hättet bestimmt Euere Helle Freude daran.

Grüße den Vater und die Geschwister von mir. heil Hitler!

Unter außerordentlich starkem Andrang des Publikums fand gestern die Verhandlung gegen den 26 Jahre alten Otto Henkel, zuletzt wohnhaft in Kaulstoß, wegen Beihilfe zum Mord tatt. Die Haupttäterin Karoline Drtroein von Kaulstoß wurde im Dezember vorigen Jahres we­gen Mordes an ihrem Gatten zum Tode ver­urteilt, die dagegen eingelegte Revision wurde ver­worfen.

Der Verurteilung liegt folgender Tatbestand zu- gründe: Im Juni 1934 kam es zu einer Verbrühung des Ehemannes Ortwein und des Kindes Elli in Kaulstoß durch einen vom Ofen stürzenden Topf heißen Wassers. Durch diese Verbrühung wurde der Mann bettlägerig. Diese Gelegenheit benutzte die damals etwa 35 Jahre alte Frau Drtroein, um ihren etwa 20 Jahre älteren Mann, mit dem sie dauernd in Streit lebte, zu ermorden. Die Mord- gebauten entwickelten sich mehr und mehr in ihr. Sie schüttete dem kranken Mann Salzsäure in den Kaffee und stellte diesen ans Bett. Ortwein trank jedoch nicht viel davon. Infolgedessen trat der Tod nicht ein. Vier Tage später brachte die Frau ihr entsetzliches Vorhaben zu Ende. Sie schlug dem Mann, der halb sitzend im Bett lag und offenbar vor sich hindämmerte, mit einem Schusterhammer dreimal auf den Kopf. Der Mann wurde zwar be­wußtlos, jedoch trat der Tod noch nicht ein. Das bemerkte die Täterin, und sie versuchte nun, dem schwer mit dem Tode ringenden Mann noch einmal Salzsäure einzugeben, die aber zum größten Teil danebenging und an dem Manne Brandwunden verursachte. Als die Täterin sah, daß ihr Mann noch nicht tot war, drückte sie ihm noch etwas an der Kehle, bis schließlich der Tod eintrat. Nachdem dies geschehen, besaß sie noch die Kaltblütigkeit, für eine Verbergung der Wunden zu sorgen, indem sie die Wunden abwusch, mit Pflaster verklebte und mit Salbe überstrich, so daß man erst bei der Sek­tion darauf aufmerksam wurde.

Nach dieser entsetzlichen Tat, die nur selten in der Kriminalgeschichte ihresgleichen findet, lag die Frage nahe, was bei diesem furchtbaren Verbrechen das leitende Motiv war. wer insbesondere mitwirkte. Alle dahinzielenden Versuche zur Aufklärung blie­ben erfolglos. Erst nachdem das Todesurteil gegen die Gattenmörderin ergangen war, schrieb die 93er- mrtelItes.an if)ren Verteidiger, sie habe während der Verhandlung nicht genug aus sich herausgehen kön­nen: sie teile ihm nun jedoch mit, daß Henkel sie zu der Tat angestiftet habe. Die von der Staats­anwaltschaft angeordnete Vernehmung der Ortwein forderte in überraschender Meise Material zutage jo baf3 man sich zur Verhaftung des Henkel ent- milotz, die er durch Flucht zu verhindern versuchte I)i.?rferm?orfan ^igte deutlich, daß Henkel eine ge« wisse Mitschuld an dem gewaltsamen Tode des Ehe­mannes Ortwein auf sich lasten fühlte und aus Angst zu fliehen versuchte.

Henkel und die Drtroein lernten sich im Frühjahr 1932 auf ihrer gemeinsamen Arbeitsstelle in Kaufstoß kennen. Sie kamen sich immer näher, so öaf3 es bereits im August zwischen beiden zum in- timen Verkehr kam. Don diesem Zeitpunkt an wur- l ^.Ziehungen enger und enger. Im Früh« abr 1933 wurde das Verhältnis zum Dorfgespräch. Es mag wohl fein, daß Henkel, wie er angiebt, oerfucbfe oon foer Ortwein loszukommen. Es fehlte »t)m jedoch die nötige Willenskraft, und beide führ­

60, Schwarzwurzeln 20 bis 45, Rhabarber 15 bis 18, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mark, Aepfel, das Pfund 40 bis 60 Pf., Honig 45 Pf. bis 1,10 Mark, junge Hähne 80 bis 90 Pf., Suppen­hühner 80 bis 90, Enten 80 bis 90, Tauben, das Stück 60 bis 70, Blumenkohl 60 bis 70, Salat 20 bis 30, Salatgurken 50 bis 60, Dberkohlrabi 20 bis 25, Sellerie 10 bis 40, Lauch 5 bis 10, Rettich das Bündel 20 bis 50, Radieschen 7 bis 15 Pf.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag: Deutsche Arbeitsfront, 20 Uhr, Cafe Leib, Amts­walter-Appell. NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", Sportkurse, 17 bis 19 Uhr, Leichtathletik (Universitätssportplatz, Kugelberg). Lichtspielhaus, Bahnhofstraße,Lockvogel . Astoria-Lichtspiele, Seltersweg,Der Judas von Tirol". Gleiberg- oerein, 16 Uhr, Burg Gleiberg: Generalversamm­lung. Reichstreubund, 20.30 Uhr,Aquarium", Kameradschaftsabend mit Angehörigen. Haupt­stelle für Pflanzenschutz, Senckenbergstr. 7, 16.30 Uhr, Vortrag überNeuzeitliche Bodenbearbeitung".

Tageskalender für Sonntag. Stadt­theater Gießen, 19.30 bis 22.15 Uhr,Madame Butterfly". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße,Lock­vogel. Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Der Ju­das von Tirol". VHC.: Wanderung. Gießener Radfahrerverein von 1885 e. 93.: 15 Uhr, Aschenbahn der Spielvereinigung 1900, Großes Bahn-Rad­rennen. VfB.-Reichsbahn, Waldsportplatz, Ju­gend-Wettkämpfe. RestaurantWaldeslust", Kon­zert und Tanz.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Sonntag, 12. Mai, 19,30 Uhr, einzige Sonntagsvorstellung der Dper:Madame Butterfly" von Puccini; Leitung Wrede-Cuj^. Ende 22,15 Uhr. Dienstag, 14. Mai, letzte Auf­führung der Dper:Madame Butterfly": Spiel­dauer von 20 bis 22,45 Uhr. Mittwoch, 15. Mai, Lustspiel:So ein Mädel!" von Sturm und Fär­ber; Spielleitung Karl Volck. Donnerstag, 16. Mai, geschlossene Vorstellung für die- Kulturgemelnde, Ring Deutsche Bühne, die Komö­die:Der Nobelpreis" von Hjalmar Bergmann; Spielleitung Wolfgang Kühne. Spieldauer von 20 bis 22 Uhr. Freitag, 17. Mai, das Märchen: Die armseligen Besenbinder" von Carl Haupt­mann; Spielleitung Anton Neuhaus. Spiel­dauer von 20 bis 22,30 Uhr. Samstag, 18. Mai, als geschlossene Vorstellung für die NS.-Kultur- gemembe, Ring Deutsche Bühne von Hauptmann: Die armseligen Besenbinder"; Dauer von 20 bis 22,30 Uhr. Sonntag, 19. Mai, als geschlossene Vorstellung für die NS.-Kulturgemeinde,^raft durch Freude" Gastspiel des .Kabaretts der Komiker"; Anfang 20 Uhr. Kein Kartenverkauf an der The­aterkasse. Um den vielfachen Fragen und Wün­schen der Theaterbesucher und Abonnenten gerecht zu werden, hat die Theaterleitung den Spielplan so festgelegt, daß das mit großem Beifall aufge­nommene Lustspiel:So ein Mädel! (Extempo­rale)" entgegen den ursprünglichen Absichten nun­mehr doch auch durch das Mittwoch-Abonnement und Freitag-Abonnement geht, und zwar am Mitt­woch, 15. Mai, und Freitag, 24. Mai. Ebenso ver­hält es sich mit dem spannenden SchauspielVer­trag um Karakat" von F. P. Buch. Dieses Schau­spiel kommt Dienstag, 21. Mai, und Mittwoch, 22. Mai, für die Dienstag- und Mittwoch-Abonnenten zur Aufführung. In der letzten Mai-Woche soll dann den Theaterbesuchern und Abonnenten ander- weitig Gelegenheit geboten werden, noch aus­stehende Gutscheine durch Theaterbesuch einlösen zu können.

Es herrscht vielfach noch immer Unklarheit dar­über, in welcher Weise der Mensch die brütenden Vögel schützen und insbesondere vor der Verfol­gung durch Katzen bewahren kann. Dies geht aus den zahlreichen Beschwerden hervor, die beim Reichs-Tierschutzbund einlaufen und in vielen Fäl­len Ansatz zu strafrechtlicher Verfolgung geben.

Während der Brutzeit der Vögel, in den 2Ho- naten April bis Juli, ist es Pflicht aller kaheu- halter, ihre Katzen so zu verwahren oder zu beaufsichtigen, dah eine Störung des Vrul- geschäftes der Vögel nicht eintritt. Auf jeden Fall muß verhindert werden, daß Katzen die Nacht außerhalb des Hauses zubringen. Die Katzen müssen während der Brutzeit der Vögel besonders ausreichend gefüttert werden. In den Fällen, in denen aus zwingenden Gründen Sahen auch am Tage nicht ständig im Hause gehalten werden können, muß wenigstens dafür gesorgt werden, dah die Tiere nurgesättlgt ins Freie gelangen und dah ihre Heimkehr durch Verabreichung einer von den Katzen be­vorzugten Nahrung im Innern des Hauses an- gestrebt wird.

Junge Katzen können zur Duldung von Vögeln an­gehalten werden, was bei verständnisvoller Pflege auch vielfach gelingt. Wer diese Forderungen er­füllt, schützt seine eigene Katze vor Verfolgung und Mißhandlung und trägt dazu bei, die der Allge­meinheit gehörenden frei lebenden Vögel vor Be­lästigung und Nachstellung zu bewahren. Wer Tiere hält, hat auch die Pflicht, sie zu pflegen und zu be­aufsichtigen, und ist für den Schaden verantwort­lich, den sie anrichten.

Aber auch die Vogelfreunde und Vogelschützer müssen sich im Frühling der Pflichten erinnern, die fie gegenüber den Tieren haben. In Gärten, in denen Vögel nisten, lege man um den Stamm der betreffenden Brutbäume Dornenreisig oder einen so breiten Streifen dünnes Blech, daß die Katze nicht darüber Hinweggreifen, also für ihre Krallen feinen Halt finden kann. Auch ein lampenschirm­artig um den Stamm angebrachter Blechstreifen ver­hindert das Weiterklettern. Nester in größeren Sträuchern schütze man ringsum durch Aufstellung von Drahtgeflecht, das die Katzen zurückhält.

Es darf im heutigen Deutschland, das durch ein vorbildliches Tierschuhgeseh alle Tiere, d. h. die wild lebenden Tiere ebenso wie die Haustiere, vor Mißhandlungen schützen will, nicht mehr vorkommen, daß zwischen vogel- freunden und kahenhaltern Schwierigkeiten bei der Durchführung des Schuhes der einzelnen Tierarten entstehen.

Aus diesem Grunde müssen auch die Vogelfreunde ich aller Maßnahmen enthalten, die Quälereien von Katzen zur Folge haben. Wer in seinem Gar­ten fremde Katzen antrifft, die Vögeln nachstellen, versuche zunächst, durch Belehrung der Katzenhalter eine Aenderung der Verhältnisse herbeizuführen oder wende sich an den nächsten Drts-Tierschutz- verein, der für Abhilfe besorgt sein wird. Jede Verletzung oder Tötung einer fremden Katze kann

Dein Fritz.

Und Du, Mutter, wirst auch in diesem Jahr wie­der Deinen Jungen in das Zeltlager der Hitler­jugend oder des Jungvolks schicken, weil Du weißt, daß er hier mutig und stark wird und sich erholt und Dir Freude machen wird!

Inserate! Inserate!

Weil die Sparsamkeit dem Wesen jeder klugen Frau entspricht, muß sie Inserate lesen, glaubt mir, sie bereut es nicht! Ob sie hochgestellt, ob arm ist, Vorteil nimmt sie immer wahr, ob es winterkalt, ob warm ist, alles bietet sich ihr dar!

Frühjahrsmäntel, Markenbutter, Babywäsche, Suppenhuhn, Hemden und Kaninchenfutter, Kieler Sprotten und Kattun. Harzer Roller, Kinderwagen, Büstenhalter, Pflaumenmus, Gurken, Schnaps, Chinchillakragen, Schlafanzug und Spiritus.

Dackel, Couch und Dauerwellen, Auto (achtzehn Monat Ziel), Cello Brusttee, Landparzellen, Seifenflocken, Kinderspiel, Sommerrundfahrt nach Sizilien, Schweinerippchen und Brokat, Gasherd, Anschluß an Familien, Honig, Rundfunkapparat.

Blumenkrippen, Waschmaschinen Lesepult für Großmama, Kinderfräulein, Delsardinen, Darlehn, Mundharmonika. Schlüpfer, Marmelade, Reisig, Sporttrikot für Dauerlauf, Faltboot, Lippenstift und Zeisig, und dann erst der Ausverkauf!

Alles, was in meinem Leben irgendwie Bedeutung hat, was Erfolg und Glück gegeben, danke ich dem Inserat.

Kurzschluß gab es in der Leitung einmal nur, zu meinem Gram, als ich, gleichfalls durch die Zeitung, damals meinen Mann bekam!

k Puck.

Kamps gegen den Lärm im Hans.

Eine wirksame Bekämpfung der Lärmplage ist nur möglich, wenn jeder in seinem Bereich dazu beisteuert. Die Technik hat gerade in den letzten Jahren zahlreiche Hilfsmittel 'bereitgestellt, um auch dem Hausläum zu Leibe zu rücken. Sie müssen aber auch weitestgehend angewendet werden. Das ist kei­neswegs mit unerschwinglichen Kosten verbunden, meist sogar schon mit ganz geringem Aufwand zu ermöglichen.

Ein besonderes Aufgabengebiet erschließt sich hier dem Bauherrn und dem Architekten. Sie haben von vornherein auf möglichste Schallisolierung bei Er­bauung der Wasserleitungen, der Zentralheizung usw. Bedacht zu nehmen.

Auch der Hausbewohner hat eine Fülle von Mög­lichkeiten, durch entsprechende Rücksichtnahme auf den anderen fein Teil zur Erreichung des Zieles bei­zutragen. Dazu gehört z. 93., Lautsprecher nicht bei offenen Fenstern und Türen in Betrieb zu halten und im übrigen die Lautstärke so einzustellen, daß sie im Zimmer noch gut verständlich ist, aber die Nachbarwohnung nicht mehr belästigt. Für übende Musiker sollte es selbstverständlich fein, nur bei ge­schlossenen Fenstern und Türen zu üben und bie Hebungen so zu legen, daß am Abend die Er­holungszeit der übrigen Hausbewohner nicht gestört wird. Das Zuschlägen von Türen kommt meist nur noch aus Versehen vor. Wer es nicht lassen kann, muß wenigstens Filzeinlagen in die Türen einbauen lassen. Das Rumpeln der Nähmaschine wird für die ein Stockwerk tiefer wohnende Partei keine Belästi­gung mehr bilden, wenn unter die Füße des Ma­schinengestells besondere Gummiunterlagen gesetzt werden.

Reinlichkeitsfanatiker, die den Staubsauger stän­dig in Betrieb haben, müssen sich einenflüsternden" Staubsauger anschaffen, das Rauschen und Gurgeln in der Wasserleitung läßt sich einfach durch Anbrin­gung von Drosseleinsätzen in den Wasserhähnen be­seitigen. Trittschallgeräusche können wenigstens er­heblich gemildert werden, wenn der Fußboden mit einem dicken Teppich belegt wird ober das Linoleum eine geeignete schalldämpfende Unterlage bildet. Das sind nur einige Beispiele.

Errichtung einer Krastpostlinie GießenErda.

Vom 15. Mai ab wird die bestehende Krastpost- lime GießenKrofdorf über die Orte Fel­lingshausen, Crumbach, Frankenbach, bis Erda verlanaert. Die Werktag-Vormittagsfahrt verkehrt ab Erda 6.30 Uhr, Frankenbach 6.45, Crumbach 6.53, Fellingshausen 7.03, Krofdorf 7.15, an Gießen Bahnhof 7.32 Uhr. An Sonntagen verkehrt die Fahrt nach Gießen später, und zwar ab Erda 11.30 und an Gießen 12.30 Uhr. Die Rückfahrt erfolgt an Sonn- und Werktagen ab Gießen 17.30 Uhr. Sem am Mittwoch bestehenden stärkeren Verkehr Rechnung traaenb, ist für Mittwochs eine Zwischen- Wt vorgesehen, die in Gießen um 10 Uhr ab- - fahrt, in Erda 11.05 Uhr ankommt, daselbst 11.10 Uhr abfahrt und in Gießen um 12.12 Uhr an- kommt. Neben den Fahrscheinen für die Einzelbe- i nutzer der Kraftpost werden im Preis stark er- < mäßigte Rückfahrscheine mit viertägiger Gültigkeit und Wochenkarten ausgeaeben. Die Fahrzeiten die- ser Kraftpost werden in die vom 15. Mai ab gül- l kigen Fahrpläne des Sommerdienstes aufgenommen.

Gießener Docheumarklprelse.

* Gießen, 11. Mai. Auf dem heutigen Wochen- , markt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,50 Mark, Landbutter 1,40 bis 1,42 Mark, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 8 bis 9' 1 Wirsina (gelb), das Pfund 20 bis 25, (grün) 25 bis 1 30, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 28 bis 35, Gelbe 1 Ruben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 15, Spinat 15 bis 25, Römischkohl 15 bis 20, Spargel 50 bis 80, ' Mischgemüse 15 bis 20, Tomaten 90 Pf. bis 1 Mark, , Zwiebeln (alte) 25, (neue) 20, Meerrettich 40 bis I

** Schulpersonalien. Uebertragen wurde dem Studienrat am Realgymnasium in Gießen Dr. Georg H e u s e l eine Studienratsstelle an der Dberrealschule zu Gießen, dem Studienrat an der Augustiner-Schule (Gymnasium und Dberrealschule) zu Friedberg Richard Mager eine Studienrats­telle an der Aufbauschule zu Friedberg. In den Ruhestand versetzt wurde auf fein Nachsuchen der Lehrer Wilhelm Hedrich an der Volksschule zu Treis a. d. Lda. (Kreis Gießen), mit Wirkung vom 1. Mai 1935 an.

** Arbeitsoergebung. Die Tiefbauverwal­tung der Provinzialdirektion Dberheffen kündigt in unserem heutigen Anzeigenteil einen öffentlichen Wettbewerb zur Vergebung der Arbeiten und Lie­ferungen für die Verbreiterung, Kuroenregulierung und Vorprofilierung auf der Provinzialstraß'e TreisAllendorf a. d. Lda. an. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen.

** Befahren der Waldwege verbo­ten! Die Bürgermeisterei Gießen macht in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, dah das Befahren der Wege und Schneisen in den städtischen Waldungen mit allen nicht der Holzabfuhr dienenden Fahrzeugen ver­boten ist. 9Ber dieser Bestimmung zuwiderhandelt, macht sich strafbar. Wir empfehlen die Bekannt­machung der besonderen Beachtung.

** Das Maienblasen erfolgt am Mittwoch­abend vom Turme der Stadtkirche aus. Damit wurde den Bewohnern der inneren Stadt eine dankbar begrüßte Freude bereitet, wie man aus den zahlreichen mit Zuhörern besetzten Wohnungs- enstern der anliegenden Straßenzüge entnehmen konnte. In unmittelbarer Nähe der Stadtkirche hatte ich ferner die übliche große Zuhörerschaft eingefun­den. Das Maienblasen beginnt heute (Samstag) um 19 Uhr vom Turme der Johanneskirche mit folgender Darbietung: 1. Choral:Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut"; 2.Die Kapelle", von Kreutzer; 3.Goldne Abendsonne", Volkslied.

_ Die Museen im Alten und im Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

Die Vertilgung der Schnakenlar- ven in den Gärten betrifft eine Bekannt­machung des städtischen Hoch- und Tiefbauamtes in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir alle Interessenten besonders Hinweisen.

** Rindviehmarkt in Gießen. Am kom­menden Dienstag findet in Gießen Rindvieh- (Nutz- vieh-) Markt statt. Der nächste Schweinemarkt wird am 29. Mai abgehalten.

,** De rkehrsun fälle. Gestern gegen 14.30 Uhr fuhr in der Bahnhofstraße an der Straßen­bahn-Ausweichstelle beim Geschäft von Röhr ein Lastauto aus Wetzlar, das an dem haltenden Straßenbahnwagen vorbeikommen wollte, den Straßenbahnwagen von hinten an, da der Raum zwischen der Schienenstrecke und dem Bürgersteig ur den Lastkraftwagen zu schmal war. Bei dem wurde an dem Straßenbahnwagen einiger Sachschaden angerichtet, so daß der Wagen sofort nach der Reparaturroerkstätte gebracht werden mußte. Etwa zur gleichen Zeit ereignete sich in der Ludwigstraße ein Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einem auswärtigen Personen­auto» wobei der Motorradler zu Fall kam und eine leichte Verletzung am Bein erlitten hat.