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Hofe- Magnus Wehner

beginnt feinen RomanDie Hochzeiiskuh" heute

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feit, den haupten.

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Lefördert wurden.

Auch jetzt werden Ausbau und Weiterentwicklung Idieser wohl wichtigsten Luftverkehrsstrecke, bie es ermöglicht, eine Luftpostsenduni; von 4 bis 5 Tagen von Berlin nach Rio de Janeiro zu befördern, die früher mindestens 3 Wochen brauchte, zu den Auf­gaben gehören, die sich die Deutsche Lufthansa für

00 Klein-Linden, 10. Febr. Der hiesige MännergesangvereinArion" feierte am gestrigen Samstagabend unter außerordentlich star­ker Teilnahme seiner Mitglieder und Freunde sein diesjähriges Winterfest. Der Vereinsleiter, Loko­motivführer M ü l l n begrüßte die vielen Gaste, u. a. auch den Kreiswalter Koch- Gießen, und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß sich auch viele auswärts wohnenden Vereinsmitglieder zum diesjährigen Winterfest eingefunden hatten. Kreis­walter Koch-Gießen vom Hessischen und Deut- schen Sängerbund sprach von der hohen Bedeutung und der besonderen Aufgabe der deutschen Männer­gesangvereine im kulturellen Leben des Dritten Reiches und forderte die Heranwachsende Jugend zur Mitarbeit am deutschen Lied auf. Mit dem beifällig aufgenommenen Sieg-Heil auf unseren Führer klang seine Ansprache aus. Die dargebotenen Chöre des Vereins (Kompositionen von Schreiber, Schwarz, Reim, Silcher und Strauß), von Ehren­chormeister Konrad R i c 0 l a i - Großen-Buseck ge­leitet, zeichneten sich durch Feinheit im Vortrag und gute Klangwirkung aus, so daß die Zuhörer starken Beifall spendeten. Besonderes Interesse brachte man den beiden ChörenGrenadiere" undRadetzky" entgegen, die mit Orchesterbegleitung zum Vortrag gelangten. Die Stahlhelmkapelle wartete mit aus- gezeigneten Musikvorträgen auf und wurde öfters durch starken Beifall zu Zugaben genötigt. Em größeres Theaterstück, um dessen gutes Gelingen sich namentlich Mitglied Heinrich Dormehl ver­dient gemacht hatte, fand bei den Zuhörern dank­bare Aufnahme. Tanz beschloß das wohlgelungene

Das neue Streckennetz legt gegenüber dem des Vorjahres das besondere Schwergewicht auf die verkehrswirtschaftlich und verkehrspolitisch wichtig­sten innerdeutschen und zwischenstaatlichen Linien,

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W A W 15 Pf. mehr, stags 15 Pf, lehr i 1934 gültig.

ler des Wirtschaftsaufbaues. Als Träger objektl- Der Wirtschaftspflege würden sie dem Jntereffenaus. gleich dienen und hätten nach wie vor eine doppelte Aufgabe zu erfüllen. Auf der einen Seite würden sie gewisse, auf Gesetz beruhende Aufgaben erledi­gen anderseits seien sie Selbstverwaltungskörper­schaften, die aus eigner Initiative tätig werden. An den Vortrag schloß sich eine eingehende Aussprache an, in der schwebende Organisationsfragen der Wirtschaft erörtert wurden.

Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurden Fahrplanfragen behandelt. Alsdann wurde ausdrücklich auf die im März stattfindende Kauf­mannsgehilfenprüfung hingewiesen, an der alle männlichen und weiblichen Lehrlinge teil­zunehmen haben, die ihre Lehre in der Zeit vom 1. Juli 1934 bis 30. Juni 1935 beendet habeix bzw. beenden werden. Die Arbeitgeber aus den Krei­sen Friedberg, Büdingen und Schotten sind ver­pflichtet, ihre kaufmännischen Lehrlinge bis spä­testens 20. d. Mts. bei der Industrie- und Handels­kammer Friedberg anzumelden.

Nachdem Syndikus Dr. Göbel das Steuer­säumnisgesetz erläutert hatte, wurden verschiedene interne Angelegenheiten behandelt.

Die Sitzung wurde vom Versammlungsleiter dann in der üblichen Weise geschlossen.

Landkreis Gießen.

Oer Greco als Dorfschatz.

Die spanische Akademie der schönen Künste steht vor der schwierigen Aufgabe, die Bevölkerung des Dorfes Martin Munoz de las Posadas in der Provinz Segovia von der. Notwendigkeit zu über­zeugen, daß das Altargemälde des berühmten Ma­lers Greco, das sich in ihrer Kirche befindet, zur Wiederherstellung nach Madrid gebracht werden muß. Ein Sachverständiger des Madrider Prado- Museums war abgesandt worden, das Bild abzu­holen, aber er fand einen so unfreundlichen Emp­fang, daß bewaffnete Gendarmen seinen Rückzug decken mußten, den er ohne das Bild schleunigst aus Angst vor der drohenden Haltung der Bauern antrat. Diese sind nicht so große Kunstfreunde, daß sie ihr Altarbild wegen seiner Schönheit über alles lieben, sondern sie haben gehört, daß das Werk eine Million Peseten wert ist, und sich ausgerechnet daß auf jeden Haushalt bei einem Verkauf 6500 Peseten kämen. Deshalb find sie entschlossen, ihren Schatz unter keiner Bedingung herauszugeben, be­vor jeder von ihnen voll ausbezahlt ist.

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Zeitgewinn von 2 Stunden 25 Minuten, zwi-1 schen Berlin und Rom von 1 Stunde 35 Minuten' und zwischen Stuttgart und Barcelona von 2 Stun­den 5 Minuten erreicht. Aehnlich groß sind die Zeitgewinne auf allen Strecken, vornehmlich aber auf denen, die mit Schnellflugzeugen beflogen wer­den. Don Moskau gelangt man erstmalig sogar an einem Flugtage nach London.

Der Bäder dien st der Deutschen Lufthansa, der sich regster Inanspruchnahme erfreut, wird im Jahre 1935 mit )u 52-Flugzeugen durchgefuhrt. Auch die Strecken, auf denen Sonntags geflogen wird, haben eine Bereicherung erfahren. Neben den Personenstrecken seien jedoch die P 0 st- und Luft­expreßgut-Linien nicht vergessen. Außer den Nachtpoststrecken nach London und Paris wird die Schnellpoststrecke BerlinAthen, die im Laufe dieses Sommers voraussichtlich bis nach Kairo vor- getrieben werden wird, durchgehend sechsmal wö­chentlich beflogen.

Aus dieser kurzen Zusammenfassung der wichtig­sten Verbesserungen im Luftverkehr 1935 geht her­vor, daß es der Lufthansa dank der verständnis­vollen Förderung, die ihre Arbeit von feiten des Reiches, insbesondere des Reichsluftfahrtministe- riums erfährt, immer mehr gelingt, die Aufgaben zu erfüllen, die ihr als Trägerin des deutschen Luft­verkehrs beim Wiederaufbau unseres Vaterlandes vom Führer zugewiesen worden sind. Nicht nur in Deutschland selbst, nicht nur in Europa und in

Oberhessen.

Industrie- und Handelskammer Friedberg

* Friedberg, 9. Febr. Die I n d u st r i e - und Handelskammer Friedberg hielt eine gut besuchte Tagung ab, die von dem Präsi­denten der Kammer, von der Emde, geleitet wurde. Der Syndikus der Kammer, Dr. Göbel, hielt einen Vortrag über die Industrie- und Han­delskammern im Wirtschaftsaufbau. Er erläuterte zunächst die neuen reichsgesetzlichen Bestimmungen über den Aufbau der gewerblichen Wirtschaft und schildert die Stellung der Industrie- und Handels­kammern nach der ersten Verordnung zur Durchfüh­rung des Gesetzes zur Vorbereitung des organischen Ausbaues der deutschen Wirtschaft vom 27. Novem­ber 1934. Die bewährte Einrichtung der Jndustrie- unb Handelskammer habe eine erfreuliche Anerken­nung gefunden. Die Kammern bildeten die Eckpfei-

1 Grad, 50 cm Pulverschnee,

Nebel,12 cm Neuschnee, it.

Mefall, -13 lverschnee, Ski

Grad, 82 cm Pulverschnee,

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Oer deutsche Lustverkehr marschiert

Rückblick und Ausblick auf die Leistungen der Lufthansa.

Fingerabdruck von jedem Aeuyorker.

In der Oeffentlichkeit Neuyorks wird jetzt dafür geworben, daß jeder Bürger bei der Polizeibehörde seinen Fingerabdruck abnehmen läßt, um bei außer- gewöhnlichen Todesfällen eine Identifizierung zu er­möglichen. Diese Bitte an das Publikum ist die Folge der großen Schwierigkeiten, die sich bei den Schiffskatastrophen derMorro Castle" undMo- hawk" ergeben haben. Es bereitete bei einigen der Opfer viele Mühe, die Namen ausfindig zu machen. Bereits vor einigen Jahren ist in Neuyork ein ähn­licher Aufruf ergangen, dem jedoch nur 6000 Men­schen nachgekommen sind, darunter ungefähr 60 v. H. Männer. Die Aufnahmen der Fingerabdrücke wer­den sorgfältig hinter Schloß und Riegel aufbewahrt und von den insgesamt 1,5 Millionenkriminellen Fingerabdrücken getrennt gehalten. Die Anzahl der Personen, die in Neuyork unbekannt sterben, ist größer, als man im allgemeinen annimmt. Wahrend jedes der vergangenen vier Jahre mußten durch­schnittlich 3700 Leichen bestattet werden, deren Her­kunft nicht zu ermitteln mar. Als Merkwürdigkeit sei noch erwähnt, daß kürzlich bei der Poliz^ 121 Spiritisten ihre Fingerabdrücke hinterlegt haben zum Zweck der späteren Identifizierung, falls sie nach ihrem Ableben Botschaften auf die Erde ge- langen lassen sollten.

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mittags -1,8 111- Februar:

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von einem machtvollen, zeitweilig an Rob. Schu­mann gemahnenden Temperament; freilich nicht ein Verfallen in Zügellosigkeit, wohl aber kündet sich der Gegenwartsmensch Richard Strauß hier an. ,

Schon vom ersten Ton dieses an der Spitze des Programms stehenden Werkes an fanden die Kon­zertgebenden den Kontakt mit dem Hörer. Energie- gebunden, im Nachspüren der vielfältigen Sttm- mungsumschxoünge gab sich der Kopfsatz. Die Im- provisation (2. Satz) zeigt schon eher den kommen- den Strauß: hier war es ein feinsinniges Nach- tdiaffen im Erschöpfen des Kantablen und der klang­lichen Sublimiertheit (die Sordino-Arabesken der Violine!). Das Finale, zunächst lastend, herb, duster, blühte im Allegro auf zu vollem Strömen des Im­pulses, gespannt, im Kontrast der klanglichen Epi­soden; ausladend die zündende Koda.

Beethovens Frühlings-Sonate (op. 24 E-Dur), ein Werk klassischer Ausgewogenheit, Hai auch in der Hausmusik ihren Platz gefunden. Und doch wie unendlich reich erschien es hier m dem gegenseitigen Verbundensein der beiden Part­ner- ein Geben und Nehmen, ein Aufemander- eingehen voll liebevoller Hingegebenheit an das Werk bei bewunderungswürdiger Klarheit Der thematischen Feinheiten.

Im letzten Programmteil baute sich Mar R e - gers Präludium in steilen Steigerungen auf, mit feinem Nachgeben in den Gegensätzen, Die Geige führend mit markanter, impulsgetragimer Linie Regers Valse damour erklang voll Be­schwingtheit, reizvoll, bestechend durch die ungemein auberen Doppelgriffe. In seiner prickelnden schau­menden Bewegtheit gab M 0 z art 5 Rondo dem Konzert den Ausklang; besonders wirkungsstark durch die Kontraste in den Seitenthemen und tn den Kadenzen.

Ganz besonderen Anteil an dem Abend trug Heinz Lamann als Partner am Flügel; er ging auf den kleinsten Wink der Solistin em unb folgte ihr ohne aber andererseits von der unbedingten musikalischen Selbständigkeit etwas aufzugeben. Heinz Lamann ließ immer wieder aufs neue ferne hohen pianistifchen Fähigkeiten erkennen so daß ein nach jeder Richtung hm ausgeglichenes Zufam- menspiel möglich war.

' Nicht endenwollende Hervorrufe dankten den bei- . den Künstlern, und immer wieder fanden sie sich 1 zu Zugaben bereit. Hier sei es der ©eigerm aber 1 ganz besonders ehrenvoll vermerkt, daß sie nicht - mit lockender, leichterer Musik dankte, sondern vor- l nehmlich ernste Werte bot Dr*

daß hier unbedingt von einer geradezu unumschränk­ten Meisterung der letzten technischen Schwierig- feiten gesprochen werden kann und muß. Hier Y wirklich der Weg frei, so daß das Instrument zum unverfälschten und durch nichts behinderten Künder seelischen Erlebens werden kann; hier wird es offenbar, wie bedeutungsvoll sich der Schritt vom instrumentalen Klang zum feelengetragenen Ton auswirkt.

Auf dieser so selten anzutreffeüden Basis, die die letzten bindenden Schranken fallen laßtz ist der Schlüssel gegeben für die Fruchtbarmachung der Lebenswerte in den Werken der verschiedensten Stilrichtungen, der vielfältigen Ausdruckswelt geige­rischer Musikkündung; und Mana Neuß ist eine Gestaltungsgabe zu eigen, die 'n die Tiefe bohrt und letzte Werte fördert und aufschließt.

Schon das Programm mit den charakteristischen Gaben von der Dorklassik bis in die Moderne hin­ein läßt die Wesensart der Geigerin ermessen. Mit ihrem hohen Einfühlungsvermögen ist sie leder Stilepoche gewachsen durch ihre verantwortungs- bewußte Gewissenhaftigkeit dem Werk gegenüber, die ihm sein urtümliches Anrecht gibt und es aus den Bedingungen seiner Zeit, seiner Lebenserfassung heraus gestaltet und wachwerden latzt.

das Jahr 1 ~ ~ ~ ---- ä.-f

Flugzeit, die bisher noch nicht em einziges Mal überschritten, in den meisten Fällen jedoch erheblich 1 unterboten wurde, wird noch mehr verkürzt f Werden, um dadurch sowohl der deutschen als auch Der südamerikanischen Wirtschaft, mft der uns viele Häden eng verbinden, noch besser zu nutzem

Der Luftverkehr war durch seine Abhängigkeit won der herrschenden Witterung früher in starkem Maße ein Saisvnverkehr. Dank der Vervoll­kommnung unserer Flugzeuge, der Entwicklung von Geräten für den Flug ohne Sicht und der seit fahren von der Lufthansa systematisch betriebenen Blindflugausbildung ihrer Besatzungen haben nunmehr die meteorologisch ungünstigen Mo­nate ihre Schrecken völlig verloren. Schon in den vergangenen Jahren gelang es immer mehr die Flu'gpläne einander anzugleichen und den Saison- charakter verschwinden zu lassen. In diesem Jahre nun gehen wir einen großen Schritt weiter denn es wird künftig nur noch zwei 5 Lu 9 P l an e im Jahr geben, statt deren vier wie bisher. Ge­nau wie die Eisenbahn hat der Luftverkehr künftig nur einen Sommerflugplan und einen WinterfUig- plan, die sich in der Hauptsache durch die Verschie­denheit der Zeiten unterscheiden werden

Aber noch in anderer Beziehung ist das Jahr 1935 entscheidend für den Luftverkehr, insbesondere den innerdeutschen. Die kurzen regionalen Verbin­dungen und die Limen der von der Deutschen Luft-

Gießener Konzeriverein.

Drittes Solistenkonzert: Maria Nentz.

Mehr als bei jedem anderen Jnstrumentalsolisten ist bei dem Geiger der Ton und seine daraus er­wachsende instrumentale Fähigkeit ausschlaggebend für den Erfolg. Zwei extreme Pole stehen sich da Gegenüber. Dem einen weist eine fast instinktmäßige, angeborene musikalische Begabung den Weg; der andere, mehr von der geistigen Einstellung her- kommend, wird oft erst nach dornenvollen Muhen mit Einsetzung aller Studienenergie zu seinem Ziel Vorstößen. Der eine wird durch das Musikalisch-In­strumentale, ja Geigerisch-Spielerische zahlreiche be- geisterte Hörer gewinnen; der andere wird durch eine musikalisch-geistige Durchdringung des Werkes um seine Anerkennung ringen. Beide Grundtypen scheiden sich streng durch die Auswahl ihrer^Pro­gramme. Was dem einen als ergiebigstes Feld gilt, schließt sich für den andern aus.

Glücklich ist der zu schätzen, bei dem sich. beide Faktoren, eine ausgesprochene musikalisch-instrumen tale Begabung mit tief schürfender .mustkaü ch-ger ftiger Gestaltungsfähigkeit so vereinen wie bei M a r i a N e u ß. Sie konnte und mußte die große Künstlerin werden, denn sie bringt alles das mit, was uns den Geiger an sich fp fd)a^nr n aL scheinen läßt, ja uns zu begeistern verm g, auch jene durchdringende Kraft musikalische fteUunq, die dem Werke sein letztes Recht gibt, sei nen in ihm gebundenen Anforderungen restlos nach kommt. Und so kann von vorn herein feftgeftcüt werden, daß wohl selten ein Konzert so a ,. Wartungen ohne den geringsten Rest von $ matif erfüllt, ja übertroffen hat, wie Der Abend

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Südamerika sieht die Lufthansa ihr Aufgabengebiet. Mit allen Mitteln wird am Ausbau derGroß- (uf tmege nach Nordamerika und dem Fernen Ostern gearbeitet. Hoffen wir, daß uns das Jahr 1935 der Erschließung dieser Strecken näher bringt, denn die Flugzeuge, die die Farben des neuen Deutschland in die Welt hinaus, über Meere und Erdteile hinweg in fremde Länder tragen, sind nicht nur Helfer des Verkehrs und damit der Wirtschaft, sie sind auch Künder deutschen Schaffensgeistes und werben und wirken in der Ferne für Deutschland.

Winterfest. ,

~y Watzenborn-Steinberg, 10. Februar. Gestern nachmittag ereignete sich hier an der Ecke der Hermann-Göring-Straße und Kirchstraße ein Verkehrsunfall. Die hiesige Gemeindekranken­schwester Berta Mühlhausen, die auf dem Wege war, Patienten zu besuchen, fuhr mit ihrem Fahrrad mit einem Radfahrer von Hausen zusam­men. Der Radfahrer konnte mit einigen leichten Verletzungen feinen Weg fortsetzen, die Kranken­schwester aber mußte, da sie Verletzungen am Kopfe erlitten hatte, von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Gießen im Auto in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

cv> Eber stadt, 10. Febr. Die hiesige Milch­absatz-Genossenschaft hielt im Gasthaus Zur Post" ihre Generalversammlung ab, die 00m Aufsichtsrat-Vorsitzenden Georg S ch m a n D t ge­leitet wurde. Der Rechner, Hermann Biehl, er­stattete den Geschäftsbericht, dem zu entnehmen war, daß die Genossenschaft gegenwärtig 91 Mit­glieder zählt, die im vergangenen Geschäftsjahr an die Milchzentrale Gießen 970 966 Liter Milch zu einem Durchschnittspreis von 12,8 Pfennig pro

Das vorläufige Gesamtergebnis des I zahres 1934 zeigt deutlich, daß die deutschen 1 öuftverkehrserfolge nicht zufallsbedingt waren, son- 1 Jem in ihrer Stetigkeit eine Folge der durchgreifen­den Maßnahmen unseres Führers und ter Reichsregierung sind, die sich ständig «eiter auswirken. Im Jahre 1933 beförderte die deutsche Lufthansa rund 95 000 zahlende Fluggäste; m Jahre 1934 stieg diese Zahl auf rund 130 000, alfo um mehr als ein Drittel. Noch starker war das Üafteigen der Beförderungsleistungen im Luftpost- aerkehr, wo ein Mehr von fast 90 Prozent zu ver­zeichnen ist. Da die S t r e ck e n n e tz l ä n g e nur oon 23 460 Kilometern im Jahre 1933 auf 24 833 Kilometer gestiegen ist, find diese Erfolge neben der I Verdichtung des Verkehrs vor allem der besseren Ausnutzung unserer Flugzeuge zu danken, wodurch 3er deutsche 'Luftverkehr der Eigenwirtschaftlichkeit ?in beträchtliches Stück näher gekommen ist.

Durch die Verwendung der dreimotorigen Junkers ) u - 5 2 - Großflugzeuge auf allen wich­tigen innerdeutschen und den großen zwischenstaat- !«lichen Verbindungen konnte die Flugplan ge- 'chwindigkeit von 160 bis 180 Stundenkilo­meter auf 240 Stundenkilometer gesteigert werden. Auf den im vergangenen Sommer zum erstenmal versuchsweise betriebenen Blitz strecken zwischen Berlin, Hamburg, Frankfurt a. M. und Köln, auf Venen Heinkel He 7 0 Schnellflugzeuge verwen­det wurden, gelang es sogar, eine planmäßige Reise­geschwindigkeit von mehr als 300 Stundenkilometer zu erreichen.

Das wichtigste Ereignis des vergangenen Jahres war aber zweifellos die Eröffnung des planmäßi­gen Transatlantik - Luftpost dien ft es Deutschland Südamerika, jener rund 14 000 Kilometer langen Luftbrücke, die den Atlan­tischen Ozean überspannt und Europa nahe an den lüdamerikanischen Kontinent rückt. Welche über­ragende Bedeutung diese Strecke nach einjährigem Bestehen schon erlangte, beweist wohl nichts deut­licher als die Tatsache, daß auf den bisher plan- mäßig durchgeführten 56 Transozeanflügen rund zwei Millionen Luftpostsendungen

oon Maria Neuß. .... s>tut,

Entscheidend ist vom ersten Augenblick ihres Aus tretens an ihr gewinnender Ton, voll Warm, Rundung unb schwebender Kraft; bald prunkvoll strömend, einem fülligen ©läfertlange 9^'^' . wieder voll Innerlichkeit wie eine edle menschUlye Stimme in ihrer Unmittelbarkeit, dem femsten seelischen Schwingen nachgebend. Je "ach dem s fordern der historischen Stilgebundenheit des We kes breit, pastös, ja pompös, beherrscht, aber nie bloß gewollt, immer aufblühend m organischer Naturkraft; dann wieder gesanglich, weich, von Grazie und wiederum leidenschaftlich durchgluyr bis zur letztmöglichen Expansion des emotionalen Aufschwungs und absinkend in letzter, lebensahnen- der Verhaltenheit. Immer getragen von dem leben­digem Atem des Bogens, der sich nnt einer ideal durchgebildeten Fingertechnik \o zufammenftndet,

Das erwies am stärksten T a r t i n r s T e u fe 1 s - triller-Sonate. Wohl hört man sie auch von anderen Geigern, dann aber meist als Prüfstein einer ermögenden Technik. Tartini aber fordert mehr. Diese Faustische Musikernattrr, die mit höch­stem geigerischen Können zum Wegweiser m die Zukunft wurde, ist durchglüht von stärkster musika­lischer Dämonie auf der Grundlage eines fast ans Mystische grenzenden Erkenntnisttiebes. Und diese Welt wurde wach durch Maria Neuß werden letz­ten Satz der Sonate mit feinenteuflischen Schwie­rigkeiten durch die Kombination von Tnllerketten mit gleichzeitiger selbständiger melodischer Thematik im Konzert hörte, der muhte durch dieUnmittelbar« feit des Eindrucks gepackt sein; da bewunderte man Gicht, da war man überwältigt, da spurte man das Außerordentliche des Erlebens.

Ein gänzlich verschiedenes Klangreich in der E 8- Dur-Sonate von Richard Strauß. Noch hat sich in diesem 1887 entstandenen Werk die Lo^ lösung von der Nachklassik einst vollzogen. Und doch zeigt es schon seine persönliche Note an, nicht Ab­bruch mit der Linie der Ueberlieferung, wohl aber eine ausweitende Ausnützung überfommener Aus­drucksmittel. Nicht bewußte Beherrschtheit wie etwa bei Joh. Brahms, sondern ein freies Sich-Geben, er- füüt von stärkstem musikalsichem Impuls, getragen

Hansa 1934 übernommenen Deutschen Verkehrsfluß G. rn. b.H., die sogenannten ,^) u p f st r e ck e n' sind nahezu völlig verschwunden. Damit ist ein Ka­pitel deutscher Luftverkehrsgeschichte liquidiert, das der damaligen Zeit und der damaligen Entwicklung entsprach, das aber im heutigen Stand des Flug­wesens keinen Platz mehr hat. So sieht das Strecken­netz für 1933 nur46Perfonen st recken vor, während es im Vorjahre noch 60 waren. Diese 46 Strecken sind die besonders gut benutzten, wahrend die fortgefallenen durchweg Kurzstrecken ohne

n, die sich die Deutsche Lufthansa f u r 1' ^nn täglich mehrfache Verbindungen bestehen 19 3 5 gestellt hat. Die planmäßige | me'rben @5 jst vorgesehen, daß auf den täglich zwei- bisher noch nicht em emziges Mal ma{ beflogenen Strecken eine Morgen- und Knxx lohn* orhebhch i 2l b en d v e r 1) i n d u n g geschaffen wird. Auf

I den dreimal täglich beflogenen Strecken soll darüber hinaus noch eine Mittagsverbindung bestehen. So wird zum Beispiel zwischen BerlinLondon, Ber­lin-München, BerlinFrankfurt a. M und Ber­lin-Köln dreimal täglich in beiden Rich­tungen Flugverbindungen bestehen, zwischen Ber­lin Kopenhagen, Berlin Stuttgart, Berlin Rheinland-Brüssel, KölnHamburg und Köln- München zweimal am Tage. Zwischen Berlin und Hamburg ist ein Aerobus-Verkehr mit He 70= Schnellflugzeugen vorgesehen, der dreimal täglich verkehrt, dazu kommt ferner noch die bisherige planmäßige Strecke als vierte Verbindung. Schnell­verkehrsflugzeuge verkehren auch auf den Strecken Berlin-Frankfurt a. M.Mannheim, Ber­lin-Köln, BerlinNürnbergMünchen und Köln Hamburg. Besonders Erwähnung verdient auch die neue Strecke Amsterdam-Frank- furtMailand, die von der Lufthansa in Betriebsgemeinschaft mit der hoAändischen Luft­verkehrsgesellschaft betrieben wird. Diese Strecke ha von Amsterdam aus Anschluß nach London, Hüll und Liverpool.

Die Beschleunigung im europäischen Streckennetz der Lufthansa wird sich stark bemerkbar machen. I So wird z. B. zwischen London und München em

nennenswerte Frequenz waren.

Das zweite hervorstechende Merkmal des Jahres 1935 ist die Verwendung der ) u-52-F lug- zeuge, die als Hauptmuster des deutschen Luft- oerkehrs vier Fünftel aller Lufthanfa-Strecken be­fliegen. Die älteren Flugzeugmuster verschwinden also nahezu völlig, so daß das umfangreiche Be- chaffungsprogramm der Deutschen Lufthansa ;etzt abgeschlossen ist. Weiter ist die Verwendung von He-7O- und )u-16O - Schnellflugzeugen auf einer ganzen Reihe besonderer Schnellverbindungen zu bemerken. Diese Maßnahmen schaffen die Möglich- bisherigen Schnelligkeitsvorteil zu be-