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Das Schaufenster als Werbemittel

wesentlich gesenkt diesem Jahre die noch z u g e l a s - der der steuerlich wird, werden au; und gewerblichen

das deutsche Volk. Glaubt ihr etwa, daß er oder seine Mitarbeiter überhaupt noch ein Privatleben führen können- Glaubt ihr etwa, daß überhaupt noch etwas in uns ist, das uns gehört? Alles gilt dem deutschen Volk (Stürmischer Bei­fall.) Wir haben uns dem Volk verschrieben mit Haut und Haaren und sind dazu da, daß dieses Volk wieder aufersteht. Deshalb müßt ihr Ver­trauen haben! Denn euer Vertrauen ist allein die Basis, auf der wir arbeiten können. Wer dieses Vertrauen zerstört, zerschneidet das Band und will uns kraftlos machen. Erst eure Liebe und euer Vertrauen gibt uns die Kraft, hart zu bleiben und durchzustehen. So oft wir ins Volk gehen, holen wir uns neue Kräfte. Das muß so bleiben. Wer an diesem Vertrauen rüttelt, begeht Landesverrat und wird vernichtet werden. Volksgenossen! Wir leben in einer großen Zeit; denkt darum nicht klein, sondern versteht die Größe dieses Erlebens. Dankt dem Allmächtigen, daß er das Volk gesegnet hat; bleibt treu dem Führer, der uns ge­rettet hat! Bald wird der Tag da sein, an dem wir sagen dürfen: jetzt, Kameraden, ihr zwei Mil­lionen, die ihr draußen geblieben seid, und ihr Kampfgenossen, die ihr für unfern Führer und feine Fahne gefallen seid, EuerOpferistnichtum- s o n st gewesen. Wir haben den Wechsel, den ihr mit eurem Blut geschrieben habt, eingelöst. Dann werden wir den Stein errichten, auf dem ge­schrieben steht:Ihr starbet, auf daß Deutschland lebe!"

Wenn das Ergebnis des Schaufensterweltbe- werbs eine Leistungssteigerung für die Zukunft bringen wird, dann wird der Schaufenster­wettbewerb von dem Erfolg gekrönt fein, für den die Veranstalter Reichsjugendführung und Deutsche Arbeitsfront kämpfen.

Sieht der Einzelhändler ein, daß sein Schau­fenster wirklich die kostbarste und anderseits die billigste Werbefläche ist, die er zur Verfügung hat, und läßt dann seine Waren von einem erfahrenen Schaufenstergestalter ausstellen, so wird es ihm möglich sein, schon in verhältnismäßig kurzer Zeit festzustellen, daß die Schaufenster wirklich erfolg- brinqend für ihn sind. Auch diejenigen, welche schon Schaufenster gestaltet haben, sind angehalten, ihre Kenntnisse zu revidieren. Ein neues Fundament ist geschaffen worden in Form der zusätzlichen Beruss- schulunq, in der die im Einzelhandel tätigen Kame­raden Kenntnis von allen Werbefächern erhalten.

Der Schaufensterwellbewerb des Reichsberufs- wettkampfes wird dazu beitragen, die nötige Aktivität in das. Schaufenster zu bringen und es zu einem Umfahfaktor zu entwickeln.

Kommanditgesellschaften und die Einzelkaufleute ein Interesse hatten, sieht das neue Gesetz nicht mehr vor. Da -aber der Einkommensteuertarif, wenigstens

für das Jahr 1934, noch nicht werden konnte, werden auch in

über kleine Fenster in seinem Laden verfugte, ine wir als Butzenscheiben mit Bleiverglasung kennen, machte der Einzelhändler schon dadurch Werbung, daß er in kunstvoller, kostbarer Ausstattung sein Zunit-Wappen vor seinen Verkaufsräumen an­brachte. Diese mit reicher Heraldik versehenen Wappen waren also das Kennzeichen für das Publikum, das daran erkannte, was für eine Art von Waren in diesen Geschäften gekauft werden konnte. Als man dann richtige Spiegelglasscherben zur Verfügung hatte, war plötzlich die Schau­fensterfläche vorhanden und der Anfang der Einzel­handelswerbung, das Zunft-Wappen verschwand als Kennzeichen.

Dieser kleine historische Ueberblick zeigt, wodurch der Einzelhandel schon immer Werbung in seinen .Verkaufsräumen betrieben hat. Es erscheint des­halb geradezu merkwürdig, daß heute, wo wir in Deutschland über mehr als 800 000 Schaufenster verfügen, nur ein Bruchteil der Einzelhändler die Möglichkeiten der Schaufensterwerbung richtig aus­nutzt, während noch vor 200 Jahren jeder Ver­käufer einer Ware seinen Ehrgeiz daran setzte, tm Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel eine gediegene, handwerkliche Bildwerbung zu ver­wenden.

Tatsächlich ist das Schaufenster das Sprach­rohr für die Ware und die Verbindung zwischen Verkäufer und Käufer, da man im Schau­fenster die Ware in ihrer natürlichen Veschaf- fenheil vor Augen sieht, wie es bei keinem anderen Werbemittel möglich ist. Es genügt natürlich nicht, bei der Verschiedenartigkeit der

Wegen Verrats militärischer Geheimnisse hingerichtet.

Berlin, 9. Febr. (DNB.) Die I u st i z p r e s s e. st e l l e Berlin teilt mit: Die vom Volksgerichts­hof am 9. August bzw. am 16. Oktober 1934 wegen Verrates militärischer Geheimnisse zum Tode verurteilten Kurt Boehm aus Ludwigs­hafen und Paul M o r z aus Stuttgart sind, nachdem derFührerundReichskanzlervon feinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht hat, heute morgen in Berlin h i n g e r i ch -- t e t worden.

Meine politische Nachrichten.

Der F ü h r e r u n d R e i ch s k a n z l e r hat den Gauleiter Joseph Bürckel zum Reichs körn» missar für die Rückgliederung des Saarlandes bestellt.

Wie die NSK. erfährt, findet am 14. Februar in Berlin eine R e i ch s l e i t e r t a g u n g und am 15. Februar eine Gauleitertagung statt. An den Eröffnungsfeierlichkeiten der Deutschen Automobilausstellung 1935 am 14. Fe­bruar nehmen sämtliche Reichs - und Gau­leiter teil.

*

Die Leitung des amerikanischen Frei­willigen Arbeitsdienstes kündigt an, daß die Zahl der Mitglieder von 365 000 a u f 6 0 0 0 0 0 Mann erhöht werden soll. Man werde künftig nicht nur die auf den Wohlfahrtslisten stehenden jungen Leute berücksichtigen, sondern versuchen, möglichst brauchbares Ausbildungs­material auszuwählen. Alle militärische Aus­bildung in den Lagern des Arbeitsdienstes lehnt man ab; von 8000 kürzlich Entlassenen sind nur 18 in das Heer eingetreten.

gewerblichen oder landwirtschaftlichen Gewinns von 1934 abzusetzen.

Steuerlich begünstigte Rücklagen, an denen besonders die offenen Handelsgesellschaften, die

Berlin, 9. Febr. (DNB.) Vor der Presse sprach der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Reinhardt, über die Erste Verordnung zur Durchführung des neuen Einkommensteuergesetzes.

In dem Einkommensteuergesetz vom 16. Oktober 1934 ist eine Bestimmung enthalten über erhöhte Absetzungen für kurzlebige Wirt­schaftsgüter des Anlagevermögens. Die Aufwendungen hierfür können im Jahre der Anschaffung oder Herstellung bereits voll vom Gewinn abgesetzt werden. Diese Zulässigkeit erhöhter Absetzungen ist im Gesetz beschränkt auf Vollkaufleute und aus buchjührende Landwirte. Durch § 9 der ersten Durchführungs­verordnung wird jetzt diese Vorschrift auch aus­gedehnt auf Minderkaufleute, d. h. also auf Kleingewerbetreibende und Hand­werker sowie Angehörige der freien Berufe, die Bücher nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches führen, ohne dazu verpflichtet zu fein. Die Vorschrift des Gesetzes erstreckt sich nicht nur auf solche Wirtschaftsgüter, die im Jahre 1934 erst angeschafft oder hergestellt worden sind, sondern auch auf diejenigen, die bei Beginn des Wirtschaftsjahres 1934 bereits vor­handen waren. Auf diese Weise soll schneller zur Verwirklichung des Grundsatzes der Angleichung der Handelsbilanz an die Steuerbilanz gelangt

O»e Neugestaltung der Einkommensteuer

Erläuterungen des Staatssekretärs Neinhardt.

werden.

Nach § 32, Ziffer 2 des neuen Einkommensteuer­gesetzes ist eine S t e u e r m ä ß i g u n g auf An­trag auch für volljährige Kinder bis zum 25. Lebensjahr zu gewähren, sofern diese Kinder aufKostendes Steuerpflich­tigen für einen Beruf ausgebildet werden, auch dann, wenn die Kinder nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören. Eine Ausbildung der Kinder auf Kosten des Steuer­pflichtigen ist dann gegeben, wenn der Steuerpflich­tige die Kosten der Berufsausbildung einschließlich des Unterhaltes ganz oder überwiegend trägt. Als Berufsausbildung gilt auch Ausbildung in der Hauswirtschaft gegen Lehr- oder Schulgeld.

Nach der Durchführungsverordnung wird nun­mehr als außergewöhnliche Belastung auch der Unterhalt von Kindern ober bedürf­tigen Angehörigen, selbst wenn sie nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören, angesehen und die steuerliche Ermäßigung gewahrt, wenn es sich um Angehörige handelt, die das 25. Lebensjahr bereits überschritten ha­ben. Ebenso kann ein Unverheirateter, der seinen Vater, seine Mutter, seine Schwester ober andere Angehörige unterhalten muß, eine Ermäßigung nach § 32 des Einkommensteuergesetzes beantragen.

Ein D e r lu st v o r tra g ist nicht mehr vor- ,gesehen. Um aber Härten zu vermeiden, ist für das Wirtschaftsjahr 1934 zuaelassen, den Verlust aus Gewerbe- unb landwirtschaftlichen Betrieben, der

Beruf sgruppenamt

Achtung! Heute letzter Anmeldetag für ben Schaufensterwettbewerb ur ,junge Kaufleute" in ber Zeit vom 17. bis 24. Februar. Der Schaufensterwettbewerb gilt als Teilausgabe innerhalb des 2. Reichsberufswettkampfes der deut­schen Jugend. Anmeldungen sind schriftlich zu tätigen bei dem' Berussgruppenamt in ber DAF., Gießen, Lonystraße 18.

Der Arbeitseinsatz im Januar.

kng.

der Hochschule ein großer en Ertüchtigung hres Nachwuchs e der deutschen politischge. !rziehungswesen cher Schul- Bayreuth wird Gattungen des Städtischen i u l e treten. wird der Neu- t 18 Klassen hende Raumnot uirb.

beutfdjen Er- eitf)5bebeufun$ Ache Erschec- itsche Ste­nn Hause der im. Weiter ist Zibliothek- tS.-Lehrerbund

Sicherheit zu Lande, zu Wasser unb in ber Luft Deutschlanbs liebt ben Frieben, Deutschland braucht ben Frieben, unb barum wirb Deutschlanb, was auch immer kommen wirb, feinen F r i e - den sich erhalten auf der Basis ber voll­ständigen Gleichberechtigung nach jeder Richtung.

Das deutsche Volk ist wieder frei geworden, der Deutsche darf wieder stolz fein Haupt auf­recht tragen. Der Führer Hal Deutschland auf seinen Platz geführt, und die Welt hat einfehen wüsten, daß es nicht möglich ist, ein Volk von 65 Millionen freiheitliebender Menschen dauernd in Knechtschaft zu halten. Die Welt hat erkannt, daß sie mit diesem Deutschland klar überein­stimmen tnuß, und wenn der Führer nach un­serem einzigen herrlichen Siege an der Saar erklärt hat, daß uns nun nichs mehr trennt von der Verständigung mit unserem westlichen Nach­barn, dann meinen w i r es ehrlich. Aufrichtig hat er die Hand zur Verständigung gereicht; jetzt liegt es am anderen, einzuschlagen.

Neuer Zwischenfall an der abessinischen Grenze. Italien plant gründliche Maßnahmen. Rom, 10. Febr. (DRV.) Nach Mitteilung der Agenzia Sfefani hat der durch die ständige Zusammenziehung von bewaffneten abefsinischenGruppen hervorgerufene Druck im Gebiete von Ualual und in der Um­gebung einen neuen Zwischenfall hervor­gerufen. In der Frühe des 29. Januar übersielen bewaffnete Abessinier den bewaffneten italieni­schen Posten 21 fbub südlich von Ualual Es entstand ein Gefecht, in dessen Verlauf fünf Ita­liener getötet und sechs verwundet wurden. Die Verluste der Abessinier stehen nicht fest, sollen aber größer fein. Die italienische Gesandtschaft in Abeba hat Anweisung erhalten, wegen dieses neuen Zwischenfalles bei der Regierung von Abessinien formellen P r o t e st zu erheben.

Der römische Berichterstatter desMalin" glaubt zu wissen, daß man in italienischen Regierungs­kreisen nach dem neuen Zwischenfall an der italienisch- äthiopischen Grenze entschlossen sei, von Grund auf Ordnung zu schaffen. Die Regierung scheine eine Reihe militärischer Maßnah­men im östlichen Afrika zu planen. Seit einiger Zeit werde Kriegsmaterial verschifft. Auch hätten in der letzten Zeit Reserveoffiziere Ein- berufungsschreiben erhalten. Man fei ber Ansicht, daß Italien, wenn es eine Expedition nach Abessinien in die Wege leiten wolle, meh­rere Jahresklassen einberufen müsse.

Kunst und Wissenschaft. Ehrentag der schwäbischen Dichtung.

Der vom 18. bis 23. März zur Durchführung gelangende 2. R e i ch s b e r u f s w e 11 k a rn p f der deutschen Jugend wird in der Woche vom 17. bis 24. Februar durch einen großen Wett­bewerb über Schaufensterdekoration eröffn^. Da­mit wird ein Sondergebiet der zusätzlichen Berufs­schulungsarbeit in der Hitler-Jugend und der DAF. in dem Bdrdergrund des Interesses geruckt Die Be­deutung des Schaufensters für die Verkaufswer­bung soll den jungen Berufskameraden mit Ein­dringlichkeit eingeprägt werden. Gerade in den kleineren und mittelgroßen .Geschäften in den Nebenstraßen, Vororten und in Kleinstädten liegt die Schaufenstergestaltung noch sehr rm argen, während die Einzelhandelsbetriebe in den großen Geschäftsstraßen die Bedeutung des Schaufensters im ganzen Ausmaß erkannt haben und ihr m der Schczufenstergestaltung Rechnung trogen. Aber auch die in den anderen Einzelhandelsbetrieben tätigen jungen Berufskameraden sollen ihr Können un ihren Leistungswillen einmal beweisen. Jeder zung Kamerad und jede junge Kameradin fallen öaoo überzeugt sein können, daß man sieentoetren wird, auch wenn sie in einem Kleinladen tn einer Seitenstraße ihre Pflicht an ihrem Arbeitsplatz er­füllen.

Ein Werbemittel, das man ständig vor Augen sieht, das nicht nur eine begrenzte Anzahl von Menschen erfaßt, sondern Millionen von Volks- genossen stündlich vor Augen steht, ist das Schaufenster.

Als die Glasindustrie noch nicht in der Lage war große Spiegelflächen in einem Stuck herzu­stellen und der Verkäufer einer Ware deshalb nur

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vorhandenen Ware diese nur einfach in das Schaufenster hinzulegen, dazu ein Plakat an- zufertigen, das in Lackschrift irgendeine nichts­sagende Bezeichnung führt, sondern, da jede Ware einen besonderen Verwendungszweck hat, bedarf sie eben einer werbenden Darstellung, die sich alle erkannten Hilfsmittel der neuzeit­lichen Verkaufs-Psychologie zunutze macht.

Sehen wir uns die vielen öden, trauernden Fen­sterhöhlen an, die wir in den Seitenstraßen und manchmal auch leider in den Hauptstraßen unserer Städte vorfinden. Verstaubt, oft verschmutzt liegt ber Fleiß deutscher Arbeit in unmöglicher Aus­machung auf Bretterböden, verliert dadurch sein Ansehen, und kein Mensch bekommt Lust, wenn er Ware in derartiger Aufmachung sieht, diese auch zu besitzen. , .

Woran liegt das? Es liegt vor allem an der Unkenntnis über die Erfordernisse einer guten, ge= chmackvollen Schaufensterdekoration und an der mangelhaften Ausbildung der Berufsangehongen auf diesem Gebiet. Der Schaufensterwettbewerb soll deshalb gerade auch hier eine Aenderung schaffen und diesem beruflichen Tätigkeitsgebiet des Emzel- handelskaufmannes in echter Leistungssteigerung neuen Auftrieb geben.

Die Reichsschrifttumskammer hatte den ersten der D i ch t e r e h r e n t a g e, die sie in diesem Jahre in den deutschen Gauen veranstaltet, ins Schwaben- land, das Herzland deutscher Poesie, verlegt. Den Auftakt des Ehrentages für die schwäbische Dich­tung den die Reichsschrifttumskammer mit Unter­stützung der Landesstelle Württemberg-Hohenzollern des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda vom 9. bis 11. Februar in den Haupt­orten der schwäbischen Dichtung, in Stuttgart, Mar­bach und Tübingen, durchführt, bildete die Festaus­führungKarl IX. von Frankreich", ein Schauspiel des Gaukulturwartes Dr. Georg Schmück le, im württembergischen Staatstheater. Der Aufführung, der Reichsstatthalter Gauleiter Murr und Mini­sterpräsident Mergenthaler, ferner zahlreiche schwäbische Dichter und Schriftsteller sowie Ver­treter von Kunst und Wissenschaft beiwohnten, ging eine Begrüßung der Ehrengäste voraus. Minister­präsident Mergenthaler erinnerte an den großen Sdmmben Friedrich Schi11er, dem dieser Ehren­tag besonders gewidmet sein soll, und betonte, Daß die lebende Generation schwäbischer Dichter, Denker und Künstler die Aufgabe habe, das Vermächtnis der großen Gestalter deutschen Wesens weiterzutra­gen, bis aus dem blutgedüngten Volkstum heraus das große Genie geboren werde, das dem dichte­rischen Sehnen unserer Zeit (Erfüllung bringe. In diesem Zusammenhang verwies der Mlnisterprasl- bent auf die große Aufgabe von Staat und Be­wegung, den Dichtern auch die nötige m a t e r l e l l e Unterstützung zuteil werden zu lassen, damit sie nicht auf Almosen angewiesen seien. Das wart- tembergische Kultusministerium benutzte diesen Ehrentag, um für das Jahr 1935 einenSch wa- bischen Dichter-Ehrenpreis" tm Betrage oon 2000 Mark für die beste Leistung schwäbischer Dichter und Dichterinnen ober Angehörige des schwäbischen Kulturkreises auszusetzen.

Im Nomen des deutschen Schrifttums und im Auftrage des Präsidenten der Reichsschrifttumskam-

Schaufenster brauchen einmal eine persönliche Note. Die Ware im Schaufenster gestalten heißt: un Interesse der Volksgemeinschaft mithelfen, die Ar­beitsschlacht zum Sieg zu führen.

Der Leiter der Reichsgruppe Industrie zum Reichsberufswettkampf.

Der Leiter der Reichsgruppe Industrie, Präsident Ewald Heckert, hat einen Aufruf an die Indu­strie gerichtet, in dem er zur Unter st u tzung des in der Zeit vom 18. bis 23. März stattfindenden Reichsberufswettkampfes der Hitler­jugend und Deutschen Arbeitsfront auffordert. Präsident Heckert weist darauf hin, daß dieses der beruflichen Ertüchtigung der deutschen Jugend dienende Werk nur unter Mitarbeit zahlreicher bewährter Wirtschafts- vraktiker zum guten Gelingen gebracht werden kann und bittet deshalb, daß aus industriellen Un­ternehmungen sich Ingenieure, K a u f l e u t e, Werkmeister und sonstige b e r u s e r - sahrene Persönlichkeiten der Wettkampfleitung zur Verfügung stellen möchten.

Deutsche Arbeitsfront.

Berlin, 9. Febr. (DNB.) Nach dem Bericht der Reichsanstalt für A r b e i t v e r m i 11- lung und Arbeitslosenversicherung hat der häufige Wechsel von Frost und Regenperioden im Januar den Arbeitseinsatz wesentlich beeinflußt und neben ber stärkeren Frei­setzung von Arbeitskräften aus den Außenberufen auch zu einer gewissen Zurückhaltung m der Wie­deraufnahme der unterbrochenen Arbeiten d,e erst nach Eintritt beständigen Wetters in vollem Um­fange wieder in Gang gebracht werden konnem geführt. Die Zahl der Arbeitslosen ist deshalb tm Januar um rund 369 000 auf 2 973 000 gestiegen. Sie liegt damit noch um rund 51 v. H. unter dem Höchststand vom 31. Januar 1933 und um 21 v.H. unter der Zahl am gleichen Stich­tage des vergangenen Jahres. Der Stand der Ar­beitslosigkeit ist aber gegenüber dem Vorjahre w e - fentlich günftiger, als in diesem Zahlenbild zum Ausdruck kommt, roeil bei einem fohlen Ver­gleich die u n g e w ö h n l i ch g u n ft i g e W e 11 er- fa g e im Januar des Vorjahres und die Tatsache zu berücksichtigen ist, daß der im Jahre 1934 erreichte hohe Beschäftigungsgrad die Gefahr zahlenmäßig stärkerer Entlassungen bei Storung ber Außenarbeiten durch die winterliche Frostperiode ohne weiteres in sich schließt. '-Von dem Januar- zuqcmg entfällt der weitaus größere Teil auf die Außenberufe (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Industrie der Steine und Erden, Baugewerbe, Ver- kehrsgewerbe). Am stärksten sind das Bauge­werbe und die ungelernten Arbeiter be­troffen, die am Gesamtzugang allem mit etwa 61 v. H. beteiligt sind. Die Konjunkturgr u p - pen weisen Demgegenüber nur germgfugige Ver­schiebungen auf. Diese Bewegung laßt eindeutig er­kennen, daß die Witterungsemflusse den Arbeits­einsatz stark beeinflußt haben. Kennzeichnend dafür ist auch die geringe Zunahme der Arbeitslosigkeit ber Frauen, für bie eine Beschäftigung m den Außenberufen nur in geringem Umfange in Be­tracht kommt. .

KomnmnistschießtSaardeutschenmeder

Saarbrücken, 10. Febr. (DNB.) In der : WirtschaftZur Stadt Straßburg" kam es zu einer Schlägerei mit bekannten Separatistenhauptlingen. wobei der ehemalige Leiter des Abstimmungsburos der Einheitsfront im Gebäude der Arbeiterwohl- kadrt - von dem die 100 000 Einspruch- gegen die Abstimmungsberechtigung von Mitgliedern der Deut- icken Front ausgingen, der Kommunist C fi o ft e, einen jungen Mann durch einen Revol- ertoui schwer verletzte. Die Wirtschaft ist ein bekanntes Separatistenlokal. An einer Wand

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Volksgenossen! Nicht alles ist erreicht; aber wenn so mancher Nörgelnbe an euch herantritt, dann überlegt und gesteht, daß Großes geschaffen i ft, aber niemand kann alles auf ein­mal machen. Was heute noch nicht erreicht ist, wirb morgen geschaffen werben. Dafür bürgt euch ber Führer mit feinem Willen, mit feinem Sehnen, mit seiner Sorge unb seiner Liebe für

ber Wirtsstube sind Hammer und Sichel angemalt. Hieran nahmen einige junge Leute Anstoß. Sie fanden Widerspruch bei den Stammgästen des Lo­kals, Kommunisten und Separatisten. Es kam zu einer Auseinandersetzung. Schließlich zog L Hoste einen Revolver und schoß den Josef Hubertus nie­der. L'Hoste wurde verhaftet. Hubertus ist operiert worden. Sein Zustand ist befriedigend.

Eine tapfere Saardeutsche gestorben.

Die Witwe Johannes, die ihres Stimm­rechts verlustig gegangen war, weil sie bei der Abstimmung im Schwesternhaus in Mettlach erklärt hatte:I ch b i n d e u t s ch geboren und will auch deutsch sterben!", ist im Alter von 85 Jahren in ihrem Heimatort Besseringen bei Merzig gestorben. Ihr Ausspruch war zu einem ge­flügelten Wort im Abstimmungskampf geworden. Aus dem Reich waren ihr unzählige Anerkennungen für ihr mutiges Wort und viele Geschenke zuge­gangen.

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in den Jahren 1933 unb 1932 entstauben ist, von bem Gewinn bes Jahres 1934 bis zur Hälfte Des

steuerlich begünstigten Rücklagen se n. Von hem Gewinnanteil, begünstigten Rücklage zuaeführt Antrag bei landwirtschaftlichen Betrieben nur 20 Prozent Einkommen­steuer erhoben. AllerDings sind für Die steuerlich begünstigten Rücklagen nur Abführungen in Höhe von 25 v. H. Des Gewinns zulässig. AußerDem Darf Die Gesamtrücklage, Die im Jahre 1934 gemacht worDen ist, mit Den früher ge- bilDeten Rücklagen zusammen 4 0 v. H. Des mit Ab­schluß Des Wirtschaftsjahres 1934 festgestellten B e - triebsoermögens nicht übersteigen.

Wenn nach Dem bisherigen Einkommensteuer­gesetz Die Entnahmen in einer Höhe nachzu­versteuern waren, Daß Steuersätze von 30 bis 40 Prozent erreicht würben, ist eine Erleichterung in ber Form geschaffen worben, Daß Die Beträge, Die Der steuerbegünstigten Rücklage entnommen wer­ben, in Zukunft nur mit 5 Prozent er faßt werben, so baß bie Gesamtbelastung ber Den Rück­lagen zugeführten Beträge nur mehr 25 Prozent erreichen kann. Die Abgabe zur Arbeits­losenhilfe wirb bei Der Veranlagung zur Ein­kommensteuer 1934 eingerechnet. Die Abrech­nung beträgt bei einem lebigen Steuerpflichtigen 4V2 Prozent ohne Rücksicht auf Die Höhe Des Ge­haltes, bei einem kinDerlos Verheirateten ist sie auf 3V2 Prozent beschränkt, Da in Der Steuer Des Le- Digen ein größerer HunDertsatz Der Abgaben zur Arbeitslosenhilfe enthalten ist, als in Der Steuer Des kinDerlos Verheirateten. AußerDem wurDen Jung­gesellen über 55 Jahre Den kinDerlos Verheirateten gleichgestellt, so Daß sie nicht unter Die erhöhte Ein­kommensteuer Der LeDigen fallen. Das Voraus- zahlungsfystem wirD feit Dem 1. Januar an- Ders qehanDhabt als früher. Wenn früher ohne Rücksicht auf Die Höhe Des Gehaltes 10 Prozent einbehalten wurDen, so waren Die Fälle nicht selten, Daß Die hohen Gehaltsempfänger, Deren Steuer zum Teil bis 30 unb 40 Prozent bes Ein­kommens ging, außerorbentlich hohe vierteljähr­liche Barvorauszahlungen unb schließlich ein h ohe Abschlußzahlung nach Erhalt Des <5teuer= bescheiDes aufzubringen hatten. Diese Betrage flüssig zu machen, war Den Gehaltsempfängern zum Teil schwer. Die Neuregelung sieht vor. Daß im Ab­zugsverfahren für Die großen Gehaltsempfänger bereits wesentlich höhere B e t rage als früher Einbehalten wurDen. Natürlich fmD Demgegenüber Die Vierteljahrs-Barvorauszahlungen und'Abschlußzahlungen wesentlich kle iner

Auf Anfrage erklärte Der Staatssekretär, Daß Die GrunDsteuer für Den älteren Neuhaus- besitz, Die vor 1V2 Jahren gesenkt worDen ist, ab 1 April 1935 keine Erhöhung erfahren wird. Die Veranlagungsrichtlinien werben voraussichtlich am 16. Februar herauskommen. Er empfehle, Das bie Steuerpflichtigen, insbesondere Unternehmer unb Gewerbetreibenbe, mit ber Aus­füllung unb Abgabe ihrer Steuererklärung warten, : bis bi'efe Veranlagungsrichtlinien erschienen sind.

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