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Lagerappell -es Kreises Gießen

Wirtschaft

sein Bewertungsergebnis bekannt.

Es durften im ganzen kreis geschossen werden 135 starke Böcke, es wurden geschossen 47 oder

ge-

alle der

W19 28,30, R 15 22,80, Pf. Fracht- 17,25; Wei- 10,65, W 16

Spiele Schonung auf, um am kommenden Sonn­tag den schweren Gang zu dem Tabellenzweiten Großen-Buseck wohlgerustet unternehmen zu kön­nen.

Die Tore selbst fielen in regelmäßigen Abstän­den, und nur dem ausgesprochenen Schußpech der Lollarer hat es Grünberg zu verdanken, daß das Resultat nicht zweistellig wurde. Bei Lollar ver­teidigte zum ersten Male Naumann, ehemals FD.

34,8 v. h. Freigegeben waren ferner 286 ge­ringe Böcke, es wurden gestreckt 269 oder 94 vom hundert. Der Vergleich der beiden Zahlen zeigt deutlich, wie verantwortungsbewußt der Großteil der Iägerschaft vorgegangen ist und auf den Abschuß vieler starker Böcke verzichtet hat, die nun dem Aufbau zugute kommen. Richtig abgeschossen waren im Durchschnitt des Kreises 80 v.h.. falsch 17 v. h. der Böcke, während 2 v.h. zweifelhaft waren und 1 v. h. aus besonderen Ursachen zur Strecke kam, also ein sehr erfreuliches Ergebnis.

Im Anschluß daran richtete der Kreisjägermeister an seine Jäger die dringende Mahnung, die noch übrige Zeit dringend dem Rickenabschuß zu widmen, der noch stark im Rückstand sei.

Nachdem die Jahresstrecke nach Weidmannsbrauch Verblasen war und der Waldchor noch einmal die Hörer erfreut hatte, ergriff als Gast Forstmeister F r e w e r aus Battenberg das Wort zu einem Dortrag überJagdliches Brauchtum". Er ging davon aus, daß kein Stand und Beruf so tief im Ideellen wurzele, wie die deutsche Jägerschaft. Jagen und Weidwerken sei innerstes Erlebnis, das nur der deutsche Jäger in dieser Art kenne. Seme Pflicht aber müsse es sein, jagdliches Brauch­tum, das vielfach zu verschwinden drohe, wieder zu achten und zu pflegen. Der Redner be­handelte dann Jägersprache, Jagdlied, Jagdhorn­blasen, Strecke legen und Verblasen, die verschiede­nen Bruchzeichen u. ä. Die Wärme, mit der der Redner sich für die Pflege alter Weidmannsart ein­setzte, die überzeugende Art seines Dortrages und

Weizenmehl W13 28,05, W16 28,30, W 20 28,65; Roggenmehl R12 22,45, R18 23,30, R19 23,50, alles plus 50

der »Eindruck erfreulich sei und bei richtiger ziehungsarbeit der Hegeringleiter sicherlich das steckte Ziel einmal erreicht würde

Nach dem Dank des Kreisjägermeisters an

behauptet.

Im Freiverkehr waren Weilwerke (Torpedo) auf die Bilanzziffern gesucht mit 104 (zuletzt etwa 96). Tagesgeld unv. 2,50 v. h.

Abendbörse ruhig.

Gleich der Mittagsbörse herrschte auch heute abend starke Geschäftsstille. Trotzdem war die Haltung widerstandsfähig, um so mehr, als kein Angebot mehr oorlag. Soweit gegen den Berliner Schluß noch Veränderungen eintraten, hielten sich bieje in engsten Grenzen. Schwächer waren bei nur kleinem Angebot wieder Scheideanstalt mit 214,75 (216), auch Kunstseide AKU. und einige Elektrizitätswerte blie­ben nicht ganz gehalten. Dagegen waren von Mon­tanaktien Hoesch etwas erholt auf 80,90 (80,40), ebenso Rheinstahl auf 102,65 (102,13). Am Kassa­markt erhöhten sich 50 v. h. einbez. IG. Chemie Basel auf 142,75 (142).

Der Rentenmarkt lag gleichfalls sehr still und unverändert. Altbesitz unverändert 111 (Berlin aller­dings 111,25), sonst nannte man Kommunal-Um- schuldung mit 88,30, späte Reichsschuldbuchforderun-

R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50; Soyaschrot m. M. 16,20; Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Trockenschnitzel 8,80, Heu 8,50 bis 9, Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 3,50 bis 3,70.

Kartoffeln (alles hiesiger Gegend): Industrie 3,10, gelbfleischige 2,90 bis 2,95, weiß-, rot- und blauscbalige 2,70 Mark per 50 Kilogramm bei Wag- gonbezug Frachtverrechnung Frankfurt a. M.

Schweinemarkt in Alsfeld.

> Alsfeld, 9. Dez. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 278 Ferkel aufgetrie­ben, darunter 133 Händlerschweine. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark, 8 bis 10 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 Mark. Der han­del war flott, es verblieb nur ein Ueberstand von etwa 50 Stück.

seine Mitarbeiter an dem mühevollen Aufbau Schau und dem Hinweis auf verschiedene Mängel in der Führung von Abschußlisten usw. gab er nun

ausgleich; Weizennachmehl 17,10 bis

zenfuttermehl 13,50; Weizenkleie W 13

10,80, W19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95,

Ockershausen. Er erwies sich als ein sehr brauch­barer Deruteidiger.

*

Treis I Daubringen I 1:4.

Bei dem am Sonntag ausgetragenen Fußball- Derbandsspiel der I. Elf von Daubringen gegen die aktive Mannschaft von Treis a. L., das tn Treis a. L. ausgetragen wurde, blieb Daubringen mit 4:1 siegreich.

schwerste Bock wog 20,5 Kilogramm, 32 Böcke über 17.5 Kilogramm, darunter noch mehrere mit 20 Kilogramm Auch das Wildbretgewicht muß be­achtet werden, wenn ein gesunder Wildstand heran­gezogen werden soll, der der Volkswirtschaft nicht unbeträchtliche Nahrungsmengen zuführen kann.

Der Redner kam zu dem Gesamtergebnis, daß " ...... .......

Der Eisensteinbergbau

an Lahn, Dill und in Oberhessen im November.

Fwd. Im November ist die arbeitstägliche För­derung erstmalig wieder über 3000 t gestiegen. Ab­solut ist die Förderung im November mit 25 Ar­beitstagen gegenüber Oktober mit 27 Arbeitstagen etwas gefallen. Es wurden gefördert 77 371 t und versandt 83 118 t gegenüber 72 969 t bzw. 77 123 t im Monat September mit der gleichen Zahl von Arbeitstagen. Die Belegschaft ist gegenüber dem Oktober um 50 Mann gestiegen auf 3150 Mann. Auch im November wurden rund 6000 t mehr ver­sandt als gefördert, d. h. den Haldenbeständen ent­nommen. Die Bohrungen und Aufschlußarbeiten gehen rüstig weiter, auch im November wurden, wie in den letzten Monaten, rund 1000 Bohrmeter niedergebracht.

Rhein-Mainische Börse.

Wittagsbörse abbröckelnd.

F r a n k f u r t a. M., 9. Dez. Die Börse lag zum Wochenanfang sehr still. Wirtschaftliche Anregun­gen fehlten, so daß allgemein stärkste Zurückhaltung herrschte. Angesichts der Geschäftsstille bröckelten die Kurse nahezu allgemein leicht ab, da verschie­dentlich etwas Angebot an die Märkte kam, dem keine ausreichende Aufnahme gegenüberstand.

Am Aktienmarkt ergaben sich Rückgänge von 0,51 v. h. Es eröffneten am Montanmarkt hoesch und Mannesmann je 1 v. h., Buderus 0,40 v. h. und Stahlverein 0,75 v. h. IG. Farben setz­ten mit 148 (148,75) ein. Elektroaktien lagen ziem­lich behauptet, Schuckert zogen 0,65 v. h. an, nur Siemens zeigten weiter nachgebende Haltung mit 167,90167,25 (168,25). Tarifwerte lagen voll be­hauptet. Zellstoff- und Papierwerte notierten un­regelmäßig, Aschaffenburger 77,50 (73,25), Feld­mühle 113,50 (114,50), dagegen Waldhof 116,90 (116,50). Im einzelnen kamen noch zur Notiz Reichsbank mit 177,25177,50 (178,50), Conti Gummi mit 157,50 (158), Muag mit 71,25 (70,50), AG. für Verkehrswesen mit 85,50 (85,75), Aku mit unv. 53, Metallgesellschaft mit unv. 110, hapag mit unv. 15 v. h. Nach den ersten Kursen hielt die Geschäftslosigkeit in vollem Umfange an, die Kurse waren indes nur wenig verändert.

Am Rentenmarkt war das Geschäft eben­falls sehr klein. Don deutschen Anleihen erhöhten sich Altbesitz leicht auf 111,25 (111) späte Schuld­

sein praktisches Können lösten lebhaften dankspen­denden Beifall aus.

Oberforstmeister Schlich überbrachte die Grütze des Landesjägermeisters Sprenger und schloß mit einem horridoh auf Reichs- und Landesjäger­meister. Landforstmeister Dr. Hesse sprach auf die Zusammenarbeit von Jägerschaft und Forstver- waltung und mahnte zur Pflege des Ideals und des überlieferten Brauchtums.

Nach dem Vortrag des LiedesWer hat dich du schöner Wald", gab der Kreisjägermeister die Na­men der Schützen bekannt, die Plaketten der Deutschen Jägerschaft in diesem Jahre er­schossen haben.

Ls sielen in den kreis 4 silberne und 35 bron­zene Plaketten. Als bester Schuhe errang der Erbprinz von Solms-hohenfol ms - L i ch bis zum nächsten Jahresappell den Titel Bester Schuhe des Jagdkreises Gießen im jagdlichen Schießen".

Sodann wies der Kreisjägermeister noch auf fol­gende wichtige Dinge hin. Jeder Jagdpächter ist selbst zum Jagdschutz verpflichtet. Es darf ihn nur mit Hutabzeichen und Ausweis ausuben. Wer diese noch nicht besitzt, hat sie daher umgehend zu beantragen. Jagdunfälle, vor allem Laufspren­gungen, sind innerhalb von drei Tagen sowohl von dem Betroffenen wie von dem zu melden, in dessen Revier sie vorkamen. Gegen die Vorschrif­ten überWildfolge" ist noch wiederholt verstoßen worden. Den Jägern wird dringend empfohlen, sich mit dem Gesetz vertraut zu machen, da diese Verstöße zu empfindlichen Strafen führen können. Die neuen Jagdscheine für 1936, die am 1. 4. 36 gelöst sein müssen, sind frühzeitig auf dem vorge­schriebenen Formular zu beantragen. Andere An­träge bleiben unerledigt. Auf die Heranbildung eines guten Jägernachwuchses ist Wert zu legen.

Dildsütterung ist Pflicht. Es wird bei Rot kontrolliert werden, ob wirklich gefüttert wird.

Niemand soll leichtfertig die Jägerehre eines an­deren verletzen. Wer sie angreift, muß mit seiner Person einstehen für das, was er dem Kreisjäger­meister meldet.

Damit fand der außerordentlich anregende Appell sein Ende, nachdem die Jägerei noch des Führers gedacht und ihm treue Gefolgschaft gelobt hatte. H.

gen mit 97 und Zinsvergütungsscheine mit 90,90. Zertif. Dollar-Bonds konnten sich nach den Elnbuhen von heute mittag mäßig erholen, so 6,5 v.h. Preu- zen auf 63,50 (63). Don Ausländsanleihen wurden Mexikaner fast nur im freien Markt in kleinsten Beträgen gehandelt, die Kurse bröckelten dabei wei­ter etwas ab, 5 v.h. innere Silber ca. 5,50 (5,80), 5 v. h. äußere Gold 14,25 bis 14,40 (14,75).

U. a. notierten: Altbesitzanleihe 111, 4 v. h. Ru­mänen 4,90, 4 v.h. Goldmexikaner von 1904 8,25, Commerzbank 84,25, DD.-Bank 83,50, Dresdner Bank 84, harpener 101,50, hoesch Elsen 80,90, Rheinstahl 102,65, Laurahütte 20, Stahlverem 73,40, AKU. 53,50 IG. Chemie Basel volle 164,25, do. leere 142,75, Conti Gummi 156,90, Scheideanstalt 214,75 Licht & Kraft 131,75, JG.-Farbeninduftne 147,25, Gesfürel 123, Goldschmidt 106,50, Metallge- sellschaft 110, RWE. 129,75, Schuckert 118,50, Thur. Lieferung 125, Reichsbahn-Vorzugsaktien 123, AG. für Verkehrswesen 84,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 9. Dez. Auftrieb : Rin- der 1041 (gegen 820 am letzten Montagsmarkt), dar­unter 212 Ochsen, 57 Bullen, 641 Kühe, 131 Färsen. Zum Schlachthof direkt: 1 Ochse, 1 Kuh. Ausland­rinder (Oesterreicher): 143. Kälber 419 (318), Schafe 60 (128), Schweine 2222 (1938). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43 (am 2. Dez. 43), b) 42 bis 43 (43), c 41 bis 42 (42 bis 43), d) 38 bis 40 (36 bis 41); Bullen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 42 bis 43 (41 bis 42); Kühe a) 43 (43), b) 37 bis 42 (40 bis 43), c) 29 bis 36 (32 bis 39), d) 22 bis 28 (25 bis 31); Färsen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 40 bis 43 (41 bis 43). Kälber, andere a) 70 bis 74 (71 bis 76), b) 64 bis 69 (64 bis 70), c) 55 bis 63 (57 bis 63), d) 43 bis 54 (47 bis 56). Lämmer und hämmel b2) 49 (48), c) 46 bis 48 (46 bis 47), d) 42 bis 45 (42 bis 45). Schafe gestrichen. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51), Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (57). Marktverlauf: Rinder guter Qua­lität sehr lebhaft, geringe Qualitäten vernachlässigt und Ueberstand. Kälber ruhig, ausverkauft. Ham­mel und Schafe mittelmäßig, Ueberstand. Schweine wurden zugeteilt. Ueberstand: 169 Rinder, darunter 37 Ochsen, 1 Bulle, 131 Kühe, ferner 14 Schafe.

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren : Beschickung: 844 Viertel Rind- fleisch, 79 ganze Kälber, 72 ganze hämmel und Schafe, 644 halbe Schweine, 2 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo in RM.: Ochsenfleisch b) 75 bis 79 (am 5. Dez. 76 bis 80), c) 67 bis 75 (68 bis 76); Bullenfleisch b) 74 bis 78; Kuhfleifch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68; Färfenfleisch b) 75 bis 79 (76 bis 80), c) 67 bis 75 (68 bis 76). Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) 74. Fettwaren wurden nicht notiert Marktverlauf: ruhig.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 9. Dez. Das Angebot in Brotgetreide war nicht groß, aber für die Nachfrage der Mühlen ausreichend. Futtergerfte und Futter­hafer blieben sehr gefragt, Angebot lag nicht vor. Am Futtermittelmarkt erwartet man die Zuteilun­gen der Dezember-Rate für ölhaltige Artikel. Misch- futter mit ölhaltigen Trägern waren gesucht, aber nur knapp angeboten. In Kleie erfolgten Zuteilun­gen ab Frankfurter und Wormser Mühlen. Am Mehlmarkt war Weizenmehl weiter gut gefragt, Roggenmehl lag ruhig. Für Braugerste zog der Preis weiter an auf 225 bis 230 (220 bis 225), fer­ner erhöhten sich am Rauhfuttermarkt Heu auf 8.50 bis 9 (8 bis 8,50) und gebündeltes Stroh auf 3 50« bis 3,70 (3,20 bis 3,40), während drahtgepreßtes nicht angeboten wurde.

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 205, W 16 208, W19 212, W 20 214; Roggen R12 168, R 15 ' 171, R18 175, R19 177; Braugerste 225 bis 230,

Der von der Deutschen Jägerschast voraeschriebene Appell der Jäger des Jagdkreises Gießen, verbunden mit der Pflich11ro - phäenausstellung, fand am Sonntag im Cafö Leib zu Gießen statt. Nach dem SignalBe­grüßung" brachte ein Chor von Waldarbeitern und Waldarbeiterinnen aus dem Forftamt Schiffenberg zwei Jagdlieder zum Vortrag und leitete über zu den Begrüßungsworten des Kreisjägermeisters Ober- forftmeifter Nicolaus. Sein Gruß galt den vie­len Jägern, die den großen Saal füllten, er galt vor allem dem Vertreter des Herrn Landesjägermeifters, dessen Stabsleiter Oberforstmeister Schlich, ferner dem Chef der hessischen Forstverwaltung Landforft- meifter Dr. Hesse, dem Vertreter des Kreisamtes Gießen, Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s , und den Kreisjägermeistern der Kreise Marburg- Süd, Wetzlar, Alsfeld und Schotten.

. Er übertrug dann die Besprechung der

Gehörnschau

dem Stabsjägermeister Studienrat Hölze l, der ausführte, daß es die erste P f l i ch t s ch a u sei, die seit dem Inkrafttreten des Reichsjagdgefetzes in Gießen veranstaltet werde. Sie unterscheide sich von früheren Geweihausstellungen grundsätzlich; denn dort sei das Bestreben gewesen, möglichst viele gute Geweihe und Gehörne zu zeigen. Die Folge davon sei ein fortgesetzter Abschuß aller Stücke mit guter Erbanlage gewesen, während das minderwertige Stück jahrelang am Leben geblieben sei und sich habe fortpflanzen können.

heule habe die Jägerschaft die klare Ausgabe, die Heranbildung eines gesunden Wildstandes durchzuführen. Der Weg dazu sei ihr durch den Abschußplan und die Anweisung ihres kreis- jägermeislers gewiesen. Dieser sei verantworl- lich für die Entwicklung der Jagd und des Wildstandes seines Kreises, und die Jägerschaft sei verpflichtet, seinen Anweisungen zu folgen.

Ob diese Anweisungen zu dem gewünschten Ergeb­nis führen, lasse sich erst nach Jahren feststellen, heute aber ließe sich schon beurteilen, ob die Jäger­schaft sie verstanden habe, in der Lage sei, sie in die Praxis zu übertragen und den guten Willen dazu besäße. Wenn die ausgestellten Gehörne (grüne ober rote) Nummerschildchen trügen, so bedeute das eine Stellungnahme des Kreisjägermeisters zu jedem einzelnen Stück. Er wolle damit zum Ausdruck brin­gen, daß er den Abschuß des einen Bockes (grün) für richtig hielte im Interesse der Erreichung seines letzten Zieles, während er es gern gesehen hätte, wenn ein anderer (rot) noch am Leben geblieben wäre, um sich weiterentwickeln oder vererben zu kön­nen. Ein rotes Schild sei keine Ehrenkränkung, denn die Ausstellung wolle nicht kritisieren und verdam­men, sondern belehren und dem Jäger helfen.

Aus der Ausstellung ergebe sich ferner, daß in unseren einheimischen Rehsländen dank verstän­diger Vejagung in vielen Revieren auch in den - Vorjahren eine gute Altersgliederung vorhanden sei und daß der Abschuß der abkömmlichen Vöcke vielfach mit großem Verständnis in die älteren Zahresklassen gelegt wurde, eine viel größere weidmännische Leistung, als der Ab­schuß von Vockjünglingen.

Abgeschossen wurden 361 Böcke. Davon waren 14 Böcke über 10 Jahre alt, 170 Böcke älter als 3 Jahre, viele darunter nahe an 8 bis 10 Jahren, und nur 165 Böcke 3 Jahre und jünger. Der

buchforderungen blieben mit 97 behauptet, dagegen ermäßigten sich Kommunal-Umschuldung auf 88,30 (88,35) und Zinsvergütungsscheine auf 90,75 (91). Reichsbahn-Vorzugsaktien lagen mit 123 voll be­hauptet. Zertif. Dollar-Bonds bröckelten bei klei­nem Geschäft etwa 0,250,50 v. H. ab. Am Aus­landsrentenmarkt ist das Geschäft in Mexikanern weiter geschrumpft, die Kurse bröckelten ab, 5proz. äußere Gold 13,6513,75 (14,30), die übrigen Werte etwa 0,25 v. H. 4proz. Rumänen lagen mit 4,97,50 behauptet, 4proz. Ungarn Gold ermäßigten sich auf 9,55 (9,60).

In der zweiten Börsenstunde war die Tendenz schwächer. Es kam weiteres Angebot heraus und die Aktienkurse ließen überwiegend 0,501 v. H. nach, insbesondere am Montanmarkt. Stahlverein 73,25, Hoesch 80, ferner IG. Farben 147,25, AEG. 35.7535,25 (36,13), Siemens 166,50, Reichsbank 176,75, Rheinstahl 102,13 (103).

Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz auf etwa 111,13 v. $). ab. Schwach lagen zertif. Dollar-Bonds, insbesondere Preußen mit 6363,25 nach 64,50. Goldpfandbriefe blieben unverändert, Liquidations- Pfandbriefe lagen uneinheitlich. Stadtanleihen no­tierten überwiegend unverändert, nur Mainzer nachgebend auf 92,25 (92,50). Von fremden Wer­ten ermäßigten Ungarn Goldrente auf 9,40 nach 9,55, Mexikaner blieben auf der ermäßigten Basis

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Jranrrun a. 2)1.

25erlm

Frankfurt a.TJL

Berlin

(Schluß­kurs

Schlußl. Abend­börse

Schluß- kuro

(Schlußl. Mittag- börsc

(Schluß­kurs

Schluß». Abend- börse

Schluß- turs

Schluß,. Mittag- börie

Datum

7.12

9-12

7-12.

9 12.

Datum

7 12 |

9.1?

7.12.

9.12.

6% Deutsche RcichSanlethe v. 1927 4% Deutsche Retchsanl. von 1934 5Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit -Rechten .............

100,5

97,25

111

100,2

97,25

96,25

100,5

93

113,4

96,25

100,55

100,9

97

97 107,75

27,25

1,25

9,6

9,45

9,5

14,3

100,5

97,25

101,13

111

100,13

97,5

96,25

100,65

93

113,25

96,25

100,6

100,9

97

97

107,75

1,2

9,4

9,4

9,4

100,65

97,25

101,65

111,4

100,13

97

113,25

101,13

97

97

107,75

27,_5

9,55

9,5

9,65

14,13

100,65

97,25

101,5

111,25

100,1

97

113

100.9

97

97

107,75

27,5

1,3

9,5

8,65

13,4

4% desgl. Serie II ............

5% Rumän. vereint». Rente v. 1903 4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische verctnh. Rente ..

2%% Anatolier............

Hamburg-Amerika-Paket .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Mt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................ 12

A.E.G......................b

Bekula.................... 10

Eleklr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ...........

Felten & Guilleaume......... 4

Aeselljch.f.Eleitr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Eleklr..........6

Schuckert L Co...............4

SiemensLHalske.......... 7

Lahmeyer L Co.............7

Buderus ...................

Deutsche Erdöl ..............4

Harpener...................C

5,9

8,5 4,975

39

15

16,75

85,75

84

83,5

84 178,5

36,13

134,5

110,75

133 105,25 123,75

130

119

168,13

121

94,9

105,5

102

82

158 126,25

79,75

79

5,9

8,5

4,9

39

15

16,5

84,5

84,25

83,5

84

175,5

35,25

134,25

110,5

131,75

105

123

129,75

118,5

166,5

121

94

104,5

101,5

80,9

157

125

79,25

77,75

8,9 4,95 39,25

15,13

25,75 16,75 85,75

114

84

83,5

84

178

36 134,75 110,75

133

105,5

124

130 119,65 167,75

122

94,9 105,5 102,5

81,5

157

126

80,5 79,25

8,65

4,9

15,13

25,5

16,5

84,75

113 84,13

83,5

84 175,5

35,5 134.65

110

132

105,5 123,25

129,75

119

166

121

94,5 104,5 101,5

80,4

159 125,75 79,25 77,75

4/,% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I.......

6% e^em.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückznhlb 102%) ............

4/i% ehern. 8% Hessische Landes- Bant Darmstadt Gold R.12....

6y,% ehern. 4/,% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaul 4/»% ehem. 8% Darmst. Komm.

LandeSb.Goldschuldverschr. R.6

Oberhcssen Provinz-Anleihe mit

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit Ausloj.-Rechten

4 y»% etjcm.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 W/o ehern. 4Y2% Franks. Hyp.

5'/,% ehern. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....

4y,% ehern. 8% Pr. Landespfand­briesanstalt, Pfandbriefe R- 19

4yt% ehern. 7% Pr. Landespfand briesanst., Gold Komm. Obl.Vl Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38

4% Oesterretchtsche Goldrente....

4,20% Oeslerretchische Silberrente

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4*4% deogl. von 1913..........

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

Ilse Bergbau ...............

Ilse Bergbau Genüsse........ t

Klöcknerwerke ......... 1

Mannesmann-Röhren........

5% abgest" Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1.....................

Frankfurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 217.

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Gchluß- kurs

Schluß». Mittag- börse

7.Dezember

9.Dezember

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld | Bries

Datum |

7.12.

9 12

7-12.

9-12.

Geld

Bries

Buenos fltte-.

Brüssel.....

Rio de 3an. Sofia.....

Kopenhagen. Danzig.....

London .....

HeljtngsorS.. Paris ......

Holland ...

Italien.....

Japan ......

Jugoslawien Oslo..... :

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien....

0,681 41,87 0,139 3,047 54,67 46/80 12,24 5,395

16,39

168,38 19,98 0,714

5,644 61,47 48,95

11,105

63,12 80,51

34,00

0,685 41,95 0,141

3,053

54,77

46,90

12,27

5 405

16,43

168,72

20,02 0,716

5,656

61,59

49,05

11,125

63,24

80,67

34,06

10,30

2,490

Mantzselder Bergbau......... 5

Kokswcrke .................. 6

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstahl.................. 4

Bereinigte Stahlwerke........0

Otavi Minen ............... 0

Kaliwerke Aschersleben........ 5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7%

I. G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstall...............9

Goldschmidt ................ 5

Rütgerswerke ............... 6

Metallgesellschaft............. 4

PhUtpp Holzmann........... 4

Zementwerk Heidelberg ...... 7

Cementwerk Karlstadt......... 6

Schultheis Patzenhoser .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bömberg.................5

117

212

102,75

75

18 126,5 119,5

148,75

219 107,5 112,5

110

87,5 117,75

129

53 101 .S

117,5

210 102,65

73,4

17,5

126,75

187

147,25 214,75

106,5

112

110

87,5 116,5

128

53,5 100.7.6

118 113,65 212,75

103 74,75

17,9

126,5

120 188,25

148,9

107,5

113

110

z

101

53,25 101.75

117,75

113 210,75 102,65

73,4

17,65

126

119

188

147,25

106,75

113

110

87,25

100,9

53,9 99.95

U,böl 41,89 0,139 3,047 54,64 46.80 12,235 5,40 16,39 168,56 19,98 0,714 5,644 61,44 48,95 11,10 63,09 80,54 33,97 10,28

2,486

rlin.9.De»emb

41,97 0,141

3,053

54,74

46,90

12,265

5,41

16,43 168,90

20,02 0,716

5,656

61,56

49,05

11,12

63,21

80,70

34,03

Budapest ...

Reuyork ...

8c

2,49(

Jankno

en

2,486

(Sirlb

Zellstoff Waldhof ............ 5

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum........... g

Lrenstcin & Koppel .......... 0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Ehade....................71/,

Accumulatoren-Fabrik.......12

Conti-Gummi...............e

Grttzner....................0

Mainkrastwerke Höchst a.M. 4

Süddeutscher Zucker 10

116,5

78,25

90,5

137,5

25,75

283

158

I 26,25

87,5

1 200

116,9

77,5

90

137,5

25,4

283,75

156,9

I 26

87

I 200

116,75 77,75

123,5 90,5

138,5

75 25,65 281,75 168,5

158

1 200

115,5

76.5

122,75

89,5

137,5

74,25

25,13

284,5

157

I -

1 200

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Note»?...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten..............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

2,438

41,73

54,48

12,205

16,34

167,96

61,31

62,95

80,33 33,p4

2,458

41,89

54,70

12,245

16.40

168,64

61,55

63,21

80,65

33,78