Ausgabe 
10.9.1935
 
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Wirtschaft

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZU.

Frankfurt a. M.

Serfln

Frankfurt a.M.

Berlin

SA'. A!S kurs börse

kurs

Datum

9.9

117,5

96,75

182 I 180,65

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Banknoten.

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105 i 103,75

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97,4 102,13

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54,70

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16,385

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63,19

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133 100,25

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A.E.G.

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96,25 160

129.5 94

88,9

zur Notiz.

Es notierten: Altbesitz 111,25 bg, Farbenbonds 126,75, 5 v. H. Rumänen 6,25, 4,50 v. H. do. 8,75, 4 v. $). do. 5,13, 3,50 v. H. Schweizer Bundesbahn 179, Adca 79, Commerzbank 91,75, DD.-Bank 91,50, Dresdner Bank 91,50, Reichsbank 180,25, Harpener 111,75, Mannesmann 88,90, Hoefch 96,25, Rheinstahl 113, Stahlverein 82,50, Aku 59,25, Be­kula 143,90, IG. Chemie volle 166, do. 50 v. H. 149, Daimler 99, Scheideanstalt 241, Deutsche Lino-

136,5 ; 135,75

129 ! 129,13

190 i 187,25

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4% Oesterreichtsche (Soldrente.... 4,20% Oesterreichtsche Silbenente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y2% beöfll. von 1913 .......

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

01 96,75 |

6 120,25 l

merkbar.

JG.-Farben um 1 v.H. gegen Samstag schwä­cher, später eine weiteres 0,50 v. H. Gut gehalten Erdöl und Scheideanstalt, desgleichen Metallgesell­schaft. Am Elektromarkt verloren Siemens und RWE. je 1, AEG. im Verlaufe 0,25 v. H. Auch Montanwerte schwächer, wobei Buderus, Harpener, Klöckner je 0,75, Mannesmann 0,90, Stahlverein 1,25, Hoefch 0,75 v. 5). verloren. Sonst bröckelten Feldmühle um 1, Braubank 0,25, Reichsbank 2, Ha- pag 0,13 v. S). ab. Daimler 0,75 v. S). schwächer, da­gegen Moenus 0,90, Südd. Zucker 0,25 v. S). höher. AG. Verkehrswesen ausschließlich Bezugsrecht 0,50 vom Hundert fester.

Renten ruhig, aber nicht unfreundlich, Altbesitz 0,25 v. H. fester, Zinsvergütungsscheine behauptet. Von Auslandrenten Ungarn Gold um 0,13 v. H. höher genannt. Mexikaner still und kaum ver­ändert.

Im weiteren Verlaufe traten keine Sonderbe­wegungen hervor, das Gesamtgeschäft blieb ruhig. AG. Verkehrswesen verloren 1, Waldhof 0,75 v. H., etwas höher waren Scheideanstalt mit 2, Lahmeyer 0,75, Linoleum 0,50 v. H. Von Auslandrenten Ru­mänen bis 0,50 v. H. fester. Die Börse schloß still.

Tagesgeld 3,25 nach 3 v. H.

Abendbörse still.

Frankfurt a. M., 9. Sept. Die Abendbörse war äußerst still, die Berliner Schluhkurse durchweg gehalten. IG. Farben auf ermäßigter Basis gesucht. Schiffahrtswerte noch etwas schwächer genannt. Aku notierten 0,25 v. H. niedriger. Renten ohne Veränderungen. Rumänen auf Mittagshöhe gehal­ten, sie konnten ihre Tagesgewinne behaupten. Im Freioerkehr Adlerwerke Kleyer 103,50 bis 104,50. Der weitere Verlauf blieb ohne Bewegung und Veränderung. IG. Farben bis 154,75 v. H. zu hören. Ferner kamen noch 3,50 v. H. Schweizer Bundesbahnen mit 179 nach 177,50 etwas fester

Rundfunkprogramm.

Mittwoch, 11. September.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert, anschließend Nachrichten. 8.10: Gym­nastik. 8.30: Frühkonzert. 9.15: Musik am Morgen. 10.15: Schulfunk: Reichsparteitag der Freiheit! Em Querschnitt durch die Vorbereitungen. 11: Zum Reichsparteitag in Nürnberg: Reichssendung: Er­öffnung des Parteikongresses in der Festhalle. 12.30: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Mitten im Werktag. 15.15: Burgen über dem Land. Romantische Wahrzeichen der kurhessischen Heimat. 16: Kleines Konzert. Lieder von Rob. Franz. 16.30: Reichsparteitag in Nürnberg: Reichssendung: Grundsteinlegung zur Kongreßhalle am Dutzendteich. 17.15: Nachmittagskonzert. 18.30: Das Leben spricht. 18.40: Saardienst. Hat das Handwerk genügend Ar- beit? Ein kritischer Bericht. 19: Unterhaltungskonzert. 19.40: Bauernfunk. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Zum Reichsparteitag in Nürnberg: Reichssendung: Kulturtagung im Opern­haus. 21.30: Nachtmusik. 22: Nachrichten. Anschlie­ßend Reichssendung: Zum Reichsparteitag in Nürn­berg. 22.30: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.

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Mjmann 95,50, 2ungh°ns 86 86 50,

Rhein Elektr. Mannheim 144,50, Schuckert 1^6, Sudd. Zucker 204, Deutsche Reichsbahn-VA. 124,25, Hapag 16,75, Anatolier 41.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 9. Sept. Auftrieb: Rin­der 842 (1006), darunter ^0 Ochsen 113 Bullen, 390 Kühe, 179 Färsen. Dem Schlachthof direkt zu actrieben 1 Bulle, 2 Färsen. Kalber 393 (55>z), Schafe 54 (39), Schweine 1019 (1325). (Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf den letzten Montags markt vom 2. September). Esi erzielten (pro em Zentner Lebendgewicht) in , a) 42 (42), b) 41 bis 42 (41 bis 42), c) 38 bis 40 (38 bis 40) d) (34 bis 37); Bullen a) 42 (42), 8 41 bis 42 (41 bis 42), c) 39 bis 40.(39 bs40) d) 36 bis 38 (35 bis 38); Kühe a) 41 bis 42 (41 b s 42), b) 35 bis 40 (35 bis 40), c) 28 bis 34 (28, bis 34), d) 20 bis 27 (20 bis 27); Färsen a) 42 (42), b) 41 bis 42 (41 bis 42), c) 38 bis 40 (38 bis 40), d) (33 bis 37). Andere Kälber a) 66 bis 7U (66 bis 70), b) 59 bis 65 (60 bis 65), c) 53 bis 58 (53 bis 59), d) 42 bis 52 (42 bis 52).Lammer und Hämmel b2) Weidemasthämmel 41 bis 42 (40 vis 41), c) 38 bis 40 (38 bis 39). Schafe nicht no­tiert. Schweine al) 54 (54), a2) 54 (54), b) 54 (54), c) 54 (54), d 54 (54), e) 50 (50), f) (), gl) Sauen 54 (54), g2) (). Marktverlauf. Rinder rege, ausverkauft. Kälber rege, ausverkauft. Hämmel und Schafe mittel; Schweine sehr flott, wurden zugeteilt.

Großhandelspreise für Fleisch und Fettwaren. (Preise für 50 Kilo) in RM.: Ochsenfleisch b) 76 bis 80 (66 bis 74); Bullenfleisch b) 74 bis 80; Kuhfleisch b) 58 bis 66, c) 48 bis 58; Färsenfleisch b) 74 bis 80, c) 66 bis 74 Kalbfleisch b) 74 bis 84, c) 68 bis 72. Hammelfleisch b) 78 bis 80; Schweinefleisch^b) 74. Fettwaren d) 77 bis 80, Flomen 76 bis 80. Beschickung: 1023 Viertel Rindfleisch, 47 ganze Kälber, 33 ganze Hammel, 219 halbe Schweine.

Marktverkauf: Rindfleisch mittel, Schweine­fleisch sehr flott.

Frankfurter Getreidebörse.

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§ Lützellinden, 9. Sept. Die für unsere Ge­meinde nach Beratung mit den Gemeinderäten er­lassene Hauptsatzung hat die Zustimmung des Beauftragten der NSDAP, gefunden und auch die Genehmigung des Landrats erhalten. Dem Bürger­meister stehen 3 Beigeordnete zur Seite. Die Zahl der Gemeinderäte ist auf 6 festgesetzt. Der Bürger­meister versieht sein Amt ehrenamtlich.

csd Dornholzhausen, 9. Sept. Um die Einwohner unseres judenfreien Ortes eingehend über die Judenfrage aufzuklären, ist auch hier jetzt einS t ü r m e r" - K a st e n aufgehängt worden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

[Q Münchholzhausen, 9. Sept. Durch die für unsere Gemeinde erlassene Hauptsatzung ist die Zahl der Gemeinderäte auf 5 festgesetzt. Dem Bürgermeister stehen 2 Beigeordnete zur Sette; er verwaltet sein Amt ehrenamtlich.

> Klein-Rechtenbach, 9. Sept. Die für unsere Gemeinde erlassene Hauptsatzung steyr 2 Beigeordnete vor. Die Zahl der Gememderate beträgt 6.

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Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas .............

Daimler Motoren ..

Deutsche Linoleum . .... Lrenstetn S Koppel ......

Westdeutsche Kaufhof Chade ....................

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Tonti-Gumml.............

Gritzner

Mainkraftwerke Höchst a.M.> Süddeutscher Zucker

7 9.

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Hamburg-Amerika-Paket 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

'21.(3. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank 0

Reichsbank ................12

stimmt habe. Er dankte allen, die an dem Zu­standekommen der Dahlienschau mitgewirkt haben, besonders auch dem Landesbauernführer Dr. W a g- n e r. Der Redner übermittelte auch die Grüße und Wünsche des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger. Landesbauernführer Dr. Wagner begrüßte in seiner Ansprache ganz besonders, daß die Deutsche Dahliengesellschaft die Ueberwachung der Neuzüchtungen ausübt und versicherte, daß der Reichsnährstand immer Verständnis und Unter­stützung für die Arbeit der Gesellschaft haben wird, besonders im Rhein-Maingebiet, das ja das Blumengebiet Deutschlands ist. Der Vorsitzende der Deutschen Dahliengesellschast, Landrat i. R. Moes, dankte der Stadtverwaltung Darmstadt, sowie allen Helfern und Mitarbeitern für das Zustandekom­men der Ausstellung. Die Gartenkultur stelle ein Stück deutscher Geisteskultur dar. Wir könnten dieses Stück deutschen Lebens heute nicht so pflegen, wie es der Fall sei, wenn nicht durch die Macht­übernahme des Nationalsozialismus dem Bolsche­wismus eine Schranke gesetzt wäre. Die Feierstunde schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer.

Kirche und Schule.

Landkreis Gießen.

tn. Lang-Göns, 9. Sept. In dieser Woche beginnt hier der Konfirmandenunterricht. In dem gestrigen Sonntags-Gottesdienst wurde der Konfir­manden besonders gedacht. Es sind in diesem Jahre 35 (19 Mädchen und 16 Knaben).

)( Lich, 9. Sept. Gestern fand in feierlichem Gottesdienst hier und in Niederbessingen die Auf­nahme der diesjährigen Konfirman­den in den Konfirmandenunterricht statt. Stist- pfarrer Naumann sprach in seiner Predigt über das Wort:Lehre mich tun nach deinem Wohl­gefallen, denn du bist mein Gott, dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn" (Psalm 143, Vers 10). Es kamen im ganzen 64 Kinder zur Aufnahme (31 Knaben und 33 Mädchen), davon 5 Knaben und 6 Mädchen aus Niederbessingen, 1 Mädchen aus dem Erziehungsheim Arnsburg, die übrigen aus Lich. Im Nachmittagsgottesdienst predigte Pfarrer D är­mer - Rockenberg, ein geborener Licker, anläßlich der Wiedersehensfeier der Vierziger. Im Anschluß an den Text Hebräer Kap. 3, Vers 714 hielt er eine treffliche Heimatpredigt und richtete zum Schluß die Gedanken feiner Alters- kameraden und der Gemeinde auf die ewige Hei-

Buderus ..........0

Deutsche Erdöl *

Gelsenkirchener 0

Harpener...................0

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Ilse Bergbau

Ilse Bergbau Genüsse 6

Klöcknerwerke

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Frankfurt a. M., 9. Sept. Am Getreidemarkt war das Angebot in Kontingentsware nicht drin­gend, freie Ware war in genügendem Ausmaße nach wie vor vorhanden. In Futtergerste fehlte so ziemlich noch Angebot. Hafer war gesucht. In In­dustrie- und Braugerste verfügte der Markt über normales Angebot. Bei Futtermittel rechnet man jetzt mit der Zuteilung von ölhaltiger Ware. Sie soll noch im Laufe dieser Woche im Gebiete em- treffen. ....

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 13 199, W 16 202, W 19 206, W 20 208; Roggen R12 162, R15 165, R18 169, R19 171 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste und Hafer nicht notiert. Weizenmehl W13 27,70, W16 28,15, Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 und 50 Pf. Frachtausgleich. Weizennach­mehl 17,25, Weizenfuttermehl 13,50, Weizenkleie W13 10,92, W16 11,13, Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopolzuschlag, Palmkuchen m. M., Erdnußkuchen m. M., Treber, Trockenschnitzel nicht notiert. Heu 8, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,40 bis 2,50. Tendenz: ruhig. In Handelsklassenware fan­den Abschlüsse nicht statt.

Kartoffelpreise: Gelbfleischige hiesiger Ge- gend 3,10, weiß-, rot- und blauschalige hiesiger Ge­gend 2,80 für je 50 Kilogramm (Großhandelspreise). Tendenz: Angebot klein.

Bilanz der Leipziger Meffe 1935. !

In dem vom Leipziger Messeamt veröffentlichten Bericht über die Bilanz der Leipziger Herbstmesse 1 1935 (25. bis 29. August), die durch eine Atmo- < sphäre gediegener geschäftlicher Arbeit gekennzeich- net wurde, wird u. a. ausgeführt, daß die Einkäufer sich im allgemeinen lange und sehr genau ins Bild etzten, bevor sie zur Erteilung der Aufträge über­gingen. Dies hat auch den Verlauf der einzelnen Messetage bestimmt. Die guten Geschäftstage der Messe waren der 27. und 28. August, an denen außerordentlich stark verkauft und rege abgeschlossen wurde, so daß das Gesamtergebnis der Leipziger Herbstmesse 1935 als sehr gut zu bezeichnen ist. Die Gesamtbesucherzahl betrug nach dem vorläufigen statistischen Ergebnis etwa 90 000 (i. V. 75 000), darunter befanden sich rund 5000 nichtdeutsche Be­sucher. Mit Ausnahme Italiens, der Schweiz und Norwegens war die Besucherzahl aus den nichtdeut­schen Ändern teilweise erheblich höher als im Vor­jahre. Erfreulich ist die Zunahme der überseeischen Einkäufer. Im innerdeutschen Geschäft kam der Messe der anhaltende Wirtschaftsaufschwung im Reich zugute. Für das internationale Geschäft war in vieler Beziehung das gleiche festzustellen, was sich im innerdeutschen Geschäftsverkehr bemerkbar machte: Starke Käufe nach festumrissenen Ein- deckungsvorhaben. Gekauft wurden vom Ausland auch wieder stärker Waren hochstehender Qualität und ausgesprochene Luxuserzeugnisse, bei. denen, wenn sie den erforderlichen geschmacklichen Ansprü­chen gerecht wurden, die Frage des Preises in den Hintergrund trat. In Waren des täglichen Bedarfs erwartet man über die auf der Messe bereits zum Abschluß gekommenen Geschäfte hinaus in deutschen Ausstellerkreisen bei einem Entgegenkommen in der Preisfrage in den Wochen und Monaten nach der Messe noch zahlreiche Bestellungen. Ueberrascht in der Abwicklung des internationalen Geschäftes hat wieder die Fülle von Kompensations- und anderen Tauschgeschäften, die zum beträchtlichen Teil durch das Leipziger Messeamt vermittelt wurdet. Hier liegt eine wachsende Bedeutung der Leipziger Messe, die sich aller Voraussicht nach auf der Frühjahrs­messe 1936 noch stärker als diesmal äußern wird.

Oie Rohstoffversorgung der Apfelwein- und Süßmostkeltereien.

Fwd. Das von der Hauptversammlung der Deut­schen Gartenbauwirtschaft zur Sicherung der Ver­sorgung der Marmeladenindustrie mit Rohware bis zum 14. September d.J. begrenzte Kelterverbot hat anscheinend da und dort zu der Auffassung geführt, daß sich die Keltereien nun in Alarmbereitschaft halten müßten, um sofort mit Ablauf dieses Verbots die für ihren Bedarf notwendige Rohware an sich zu bringen. Dazu ist zu bemerken, daß auch die Ver­sorgung der Keltereien mit Rohware absolut ge­sichert ist. Die Auffangorganisation für Fallobst, die jetzt bereits für die Marmeladenindustrie so außer­ordentliche Erfolge gezeitigt hat, wird auch nach dem 14. September weitergeführt. Jeder Kelterei ist die Möglichkeit gegeben, sich über den zuständigen Gar­tenbauwirtschaftsverband zu gerechten Preisen aus­reichend mit Obst einzudecken. Für Preistreibereien besteht also weder Grund noch Anlaß. Die Garten­bauwirtschaftsoerbände werden den Markt ständig beobachten. Als Grundlage für die Preisbildung für Kelterobst bleibt zu berücksichtigen, daß, wer zu Preisen über 5 RM. bis höchstens 5,50 RM. ein­kauft, Gefahr läuft, bei einer späteren Festsetzung von Höchstpreisen mit erheblichem Verlust verkaufen zu müssen.

Deutsches Metall aus deutschen Hütten.

wird eine neue Zinkhütte errichtet, die nach einem in Deutschland bisher noch nicht durchgeführten Verfahren metallisches Zink erzeugen wird. Das Gesamtprojekt, dessen erste Ausbaustufe bereits ver­geben ist und 1936 in Betrieb kommen soll, bedingt einen Kostenaufwand von vielen Millionen Mark und leistet dadurch einen außerordentlich wesent­lichen Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosig­keit und zur Stärkung der heimischen Rohstoff­versorgung.

* Der Eisen st einbergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen im August. Der Monat August hat mit der gleichen Zahl der Arbeitstage die Förderung des Juli (76 975) mit 77 016 Tonnen gehalten. Der Absatz steigerte sich von 77 329 auf 85 324 Tonnen, hauptsächlich zu­gunsten der manganhaltigen Erze. Die Beleg- ichaft erhöhte sich um rund 100 Mann auf 2913. Im Laufe des Monats August befanden sich 17 Bohrlöcher in Gang; es wurden hier 996 M"ter abgebohrt. Mit einer weiteren sehr erheblichen För­dersteigerung darf schon für die nächsten Monate gerechnet werden, ebenso mit entsprechenden Mehr­einstellungen.

Hhein-Mainische Börse.

INittagsbörse elwas schwächer.

Frankfurt a. M., 9. Sept. Die Montags­börse lag sehr ruhig und gegen die Vorwoche überwiegend etwas schwächer. Zwar waren er­neut kleine Kund^nausträge vorhanden, die aber nicht genügten, um die Kursabschwächungen aufzu­halten, die von Glattstellungen des berufsmäßigen Börsenhandels ausgingen. Der abessinische Konflikt und die Lage in Genf machten sich störend be-

mat. Nach dem Gottesdienst besichtigten die Vier­ziger die Kirche, besonders die Seitenkapelle, die zur Zeit nach den Plänen des Denkmalpflegers wiederhergeftellt wird.

00 Trais-Horloff, 9. Sept. Einen großen Tag durfte am gestrigen Sonntag das Kirchspiel Trais-Horloff erleben. Kirchenvorstand und Dekanatsbruderrat hatten die drei Kirchspielgemein­den und die umliegenden Bekenntnisgemeinden zu einem Gemeindetag geladen. Der Gottesdienst, der einen erhebenden Verlauf nahm und in dem Pfarker Lic. Fricke und Pfarrer Dr. Adam aus Frankfurt a. M. mit Predigt und Gebet dienten, war so überfüllt, daß ein zweiter Gottesdienst im Konfirmandensaal eingerichtet werden mußte. Es wurden allein über 950 Erwachsene gezählt. Der Besuch aus den Nachbargemeinden war sehr stark. Zahlreiche Pfarrer des Dekanates und der Um­gegend nahmen im Talar teil und teilten sich in die Liturgie. Die Kollekte ergab den ansehnlichen Be­trag von 71 Mark.

Kreis Bübingen.

ie. Büdingen, 8. Sept. Gestern fand hier im Hotel Stern eine Tagung der Fachschaft Volksschule des NS. - Lehrerbundes für die Lehrerschaft des Bezirkes Büdingen statt. Zunächst sprach Lehrer i. R. H e u s o h n über das Thema:Am Born der H e im atg e sch i ch t e". Auf Grund seiner reichen Erfahrung zählte er in gründlicher und a schaulicher Weise die mannig­faltigsten Quellen auf, woraus in erster Linie auf dem Lande die Heimatgeschichte erforscht werden kann. Der anschließende Vortrag von Gewerbe­lehrer Nieh (Büdingen) über das Thema:W i e führe ich meine Schüler in d i e Vor­geschichte ei n?", wurde von zahlreichen Licht­bildern unterstützt, ausgehend von der nahgelegenen Glauburg, wo der Vortragende den Ausgra­bungen bis in jüngster Zeit beiwohnte und auch tätig war. Die Vorträge fanden lebhaften Beifall.

Kreis Schotten.

Q Schotten, 9. Sept. In der hiesigen Stadt­kirche fand gestern der feierliche Gottesdienst zur Eröffnung des Konf i r m andenunter- richtes statt. Dekan Widmann hielt die Pre­digt über das Jefuswort Matth. Kap. 28, V. 20. Die Konfirmanden sangen zwei Lieder. Auf die Ge­meinden des Kirchspiels Schotten verteilen sich die 73 neuen Konfirmanden in folgender Weise: aus Schotten 48 (27 Knaben und 21 Mäd­chen), aus Michelbach 9 (2 Knaben und 7 Mädchen), aus Götzen 5 (1 Knabe und 4 Mädchen) und aus Betzenrod 11 (7 Knaben und 4 Mädchen).

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Siemens & Halske...

Lahmeyer L Eo......

Fwd. Die Unterharzer Berg- und Hüttenwerke GmbH., an der der preußische und der braunschwei­gische Staat durch die Preußag bzw. die Braun­schweig G. m. b. H., beteiligt sind, hat eine Ver­doppelung der Blei-, Zink- und Kupfererzförderung aus der Grube Rammeisberg bei Goslar be­schlössen. Im Zusammenhang damit werden die Tagesanlagen der Grube wesentlich umgestaltet und eine neue Aufbereitungsanlage errichtet. Außer- ....... ri . ,

dem wird das Hüttenberg Oker eine erhebliche Er- leum 162,50, Licht 6rKraft 133,50, Elektr. Lieferung Weiterung seiner Betriebsanlagen erfahren, u. a. 113,75, Eßlinger Maschinen 80,50, IG. Farben

95,5 I 97 I 119

Schluß­kurs

7-9.

"TTm

119,5

213,5

113

83,75

19,4

Swlußk. Mittag« börse

9.9.

117,5 118,75

214,5

112,75

82,65 19,4

Elektr. LieferungSgesellschast... 5

Licht und Kraft ........... 6%

Felten & Guilleaume 0

Gejellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Mcmsselder Bergbau ...

Kokswerke...........

Phönix Bergbau--------

Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ...........

Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln .

Kaliwerke Salzdetfurth

g. G. Färben-Industrie Scheideanstalt........

Goldschmidt .....

Rütgerswerke ........

Merallgeiellschaft

PhtitVV Hohmann .... Zementwerk Heidelberg Eementwerk Karlstadt..

Amerikanische Note» Belgische Noten..................

Dänische Noten ..........

Englische Noten ............

Französische Noten Holländische Noten .........

Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten Schweizer Noten........

Spanische Noten .......

Ungarische Rota

DL tur* börse 7 9- | 9-9-

Datum

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6%% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schulo mit Auslys.-Rechten .............

4*/i% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, I.......

6% et)em.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

Sy,% ehem. Hess. LandeS-Hypo- thekenbank Darmstadt Liaui ...

*ya% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverlchr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. Am leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

*Yi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6y,% ehem. 4Y2% Franks. Hhp.- Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

5%% ehem. 4*4% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe

4V.% ehem. 8% Pr. Lanvespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

4%% ehern. 7% Pr. Landespfand- briesanst., Gold Komm. C61.VI

Steuergutsch.BerrechnungSk. 85-39

Frankfurt <t Ul

Berlin

Schluß­kurs

Schlußl. Abend- börse

Schluß- lurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

7.9.

9.9.

7.9-

9 9.

4% desgl. Serie 11 .............

11,5

11,5

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903

5,3

6,25

5,75

6,3

4Vr%Rumän.vereinh.Rentev.1913

8,25

8,75

8,1

8,8

4% Rumänische vereint). Rente ..

5,13

4,95

5,25

2Y*% Anatolier ...............

41

41

41,5

7. (September

9. (September

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

»rief

Geld

Bries

Buenos Sitte-

0,668

0,672

0,668

0,672

Brüssel ....

41,80

41,88

41,83

41,91

Rio de Jan.

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

54,73

54,83

54,69

54,79

Danzig ....

46,84

46,94

46,82

46,92

London....

12,255

12,285

12,245

12,275

HeliingsorS. Paris .....

5,405

5,415

5,40

5,41

16,38

16,42

16,375

16,415

Holland ...

167,98

168,32

167,98

168,32

Italien....

20,36

20,40

20,36

20.40

Japan .....

0,720

0,722

0,720

0,722

Jugoslawien

5,684

5,696

5,684

5,696

Oslo.....

61,55

61,67

61,50

61,62

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

11,105

11,115

11,105

11,125

Stockholm..

63,20

63,32

63,15

63,27

Schweiz ...

80,84

81,00

80,80

80,96

Spanien...

33,94

34,00

33,94

34,00

Prag......

10,265

10,285

t0,26

10,28

Budapest ..

Reuyork...

2,487

2,491

2,487

2,491