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Funkausstellun

HöchsteLeistungsfähigkeitderGemeinden!

Oer Gauleiter über die Zusammenarbeit zwischen Partei und Gemeinde.

_ Die ftcutfthe Rrbeitofront

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Gewitter über Gießen und Umgegend

Erheblicher Schaden im Lumdatal.

i>asGeheimnis gUtenVerdauung Bullrich" Stllz S/r?opIgq'.

öffnet. m

Achtung! Sonderzuge nach Berlin! Einige Teilnehmer an der Fahrt haben von der Be­teiligung Abstand genommen, so daß einige Karten wieder zur Verfügung stehen. Es können also noch einige Volksgenossen, die wir bereits abweisen mutz­ten, an der Fahrt teilnehmen. Meldungen sofort bet der Kreisrundfunkstelle.

Unsere Mitglieder, die an der Fahrt zur Funkausstelluna teilnehmen, müssen das RDR.- oder DFTV.-Abzeichen tragen. Abzeichen sind während der Dienststunden in der Kretsrund- funkstelle erhältlich. . .

Der genaue Fahrplan der Sonderzuge und der Zeitpunkt der Fahrkartenausgabe werden an dieser Stelle rechtzeitig bekanntgegeben.

Großes Sommerfeft in Kloster Arnsburg am Sonntag, 11. August.

Das Gießener Stadttheater erfreut uns mit einem fröhlichen Freilustspiel (Waldfrieden von Ludwig Thoma). Die musikalische Unterhaltung übernimmt die gesamte Standartenkapelle der Gießener SA. (35 Mann). v

Bei Volksliedersingen, Musik und Tanz, bei Kin­derfest und Preisschießen kann jeder Besucher einen Tag der Freude verleben.

Die Preise sind so berechnet, daß es jebem Volks- genossen möglich ist, dieses Sommerfest m Kloster Arnsburg zu besuchen. *

Der Zirkus der 7000, der ab 10.August in Gießen gastiert, hat uns für die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront verbilligte Matze zur Ver­fügung gestellt. Die Preise sind: 1. Platz statt 1,80 L9r i-_ RM., 2. Platz statt 1,40 nur 0,70 RM. Die Karten können in den Dienststunden auf dem Büro, Schanzenstraße 18 II, Zimmer 8, abgeholt werden.

Urlaubszug Nordsee (Norwegen) vom 14. bis 22. August.

Die Fahrkarten zu dieser Fahrt können in den Dienststunden auf dem Büro, Schanzenstraße 18 II,

°b 22.55 Uhr

Rückfahrt erfolgt am 21. August abends von .Vn nm IQ 53 Ubr; so daß die Teilnehmer am 5.Ä* wieder in Gießen ein- treffen.

Sportkurse ^Kraff durch Freude^.

Betrifft geschlossene Kurse.

Wir müssen darauf Hinweisen, daß die geschlos- jenen Kurse, besonders Reiten und Tennis, eine regelmäßige Teilnahme erfordern. Teilnehmer, die ohne zwingenden Grund die angesetzten Uebungs- stunden versäumen, haben keinen Anspruch auf Er­satz, und die Sportmarken verfallen. Diese Maß­nahme muß ergriffen werden, um einen geregelten Kursusbetrieb zu gewährleisten.

Verlegung von Sportkursen.

Während der Schulferien werden folgende Kurse in die Turnhalle der Schillerfchule verlegt: Donners- tags von 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr: Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen; Freitags von 20 bis 21 Uhr: Allgemeine Körperschule, für Frauen und Männer.

Das Sportamt Gießen hat bisher folgende Kurse eingerichtet, an denen alle Volksgenossen, ob jung oder alt, teilnehmen können:

Allgemeine Körperschule.

Für Frauen und Männer gemeinsam.

Dienstags von 19 bis 21 Uhr: Universitätssport­platz (Kugelberg); Donnerstags von 16 bis 18 Uhr: Universitätssportplatz (Kugelberg); Freitags von 20 bis 21 Uhr: Schillerschule, Schillerstrahe.

Fröhliche Gymnastik und Spiele.

Nur für Frauen.

Montags von 19.45 bis 20.45 Uhr: Großen-Buseck Gasthaus Wagner; Dienstags von 20.30 bis 21.30 Uhr: Lollar,Zur Linde"; Donnerstags von 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr: Schillerschule, Schillerstrahe.

Reichssportabzeichen.

Für Frauen und Männer gemeinsam. Donnerstags von 18.30 bis 20.30 Uhr: Universi- tätssportplatz (Kugelberg).

Tennis.

Für Frauen und Männer gemeinsam.

Montags von 18 bis 19 und 19 bis 20 Uhr: Städt. Tennisplätze am Schützenhaus; Dienstags von 6.15 bis 7.15 Uhr: Städt. Tennisplätze am Schützenhaus; Sonntags von 8 bis 10 Uhr: Städt. Tennisplätze am Schützenhaus.

Achtung! Neue Tennis stunden!

Ab Sonntag, 11. August, ist für Anfänger und Fortgeschrittene von 8 bis 10 Uhr neue Uebungs- Möglichkeit gegeben. Anmeldungen nimmt das Sportamt, Schanzenstraße 18, vormittags, entgegen. Telephon 2919. Für Anfänger werden Bälle und Schläger vom Sportamt gestellt.

Schwimmen.

Für Frauen und Männer gemeinsam.

Montags von 18 bis 19.15 Uhr: Badeanstalt des Männerbadevereins. Dienstags von 19.30 bis 20.45 und 21 bis 22 Uhr: Wetzlar, Hallenbad; Mittwochs von 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr: Gießen, Volks- bad- Samstags von 16 bis 17.15 Uhr, Lahnbad.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 9. August. Nach dem Inkrafttreten der Deutschen Gemeindeordnung vom 1. April d. I. findet jetzt in allen Städten die Vereidigung und Einführung der Ge- meinderäte bzw. in den Städten Der Rats- Herren statt. Für Frankfurt erfolgte diese Der- eibigung und Einführung heute durch den Oberbür­germeister der Stadt, Staatsrat Pg. Dr. Krebs, im Beisein des Reichsstatthalters und Gauleiters Da. Sprenger und des Regierungspräsidenten Zschintzsch.

Nach Begrüßungsworten des Oberbürgermeisters, der bei dieser Gelegenheit auf die Bedeutung der Deutschen Gemeindeordnung und die Einführung der Ratsherren hinwies, die auch durch die An­wesenheit des Herrn Reichsstatthalters und Gaulei­ters Sprenger und des Herrn Regierungspräsiden­ten noch unterstrichen werde, ergriff

Gauleiter Sprenger

das Wort zu ausführlichen Darlegungen über die Deutsche Gemeindeordnung, über die Aufgaben der Ratsherren und die des Beauftragten der Partei nach den Bestimmungen der Deutschen Gemeinde­ordnung. Die Deutsche Gemeindeordnung wolle die Zusammenarbeit zwischen Partei und Gemeinde noch intensiver gestatten, um die Gemeindeverwaltung in den Stand zu setzen, höchste Leistungsfähigkeit zu erreichen und mitzuwirken an der Aufrichtung des deut­schen Einheitsstaates. Die Gemeindeord­nung sieht auch die Entsendung eines Beauf­tragten der Partei in den jeweiligen Ge­meinderat vor, dem sehr umfangreiche Machtbefugnisse zustehen. Mit Rücksicht auf die besonderen Schwierigkeiten, die sich gerade in Frankfurt ergeben, auf die Kenntnisse, die der Gauleiter vom Verwaltungswesen der Stadt Frank­furt besitzt und die Personalverhältnisse bei der Stadtverwaltung, die dem Gauleiter besonders gut bekannt sind, habe er sich veranlaßt gesehen, sich selbst zum Beauftragten der Partei im Frankfurter Gemeinderat zu ernennen. Die Aufgaben des Be-

Giehener Vochenmarkkpreise.

* G i e h e n, 10. Aug. Auf Dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40 bis 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, Das Stück 5 bis 10, Eier (in­ländische) 11 bis 12, Wirsing, Das Pfund 12 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 15, Spinat 18 bis 20, Römischkohl 6 bis 10, Bohnen (grün) 25 bis 30, (gelb) 25 bis 35, Erbsen 25 bis 30, Tomaten 25 bis 30, Zwiebeln 15 bis 18, Rhabar­ber 8 bis 10, Pilze 40, Kartoffeln (neue) 7 Pf., Der Zentner 5,50 bis 6 Mark, Frühäpfel, das Pfund 30 ms 45 Pf., Falläpfel 8 bis 12, Pfirsiche 45 bis 55, Brombeeren 45 bis 50, Birnen 15 bis 50, Stachelbeeren 20 bis 35, Johannisbeeren 25, Pflau. men 20 bis 25, Zwetschen 28 bis 30, Mirabellen 30 bis 38, Reineclauden 35, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mark, Suppenhühner 70 bis 80 Pf., Enten 80 bis 90, Tauben, Das Stück 50 bis 60, Blumen­kohl 10 bis 80, Salat 5 bis 12, Salatgurken 10 bis 25, Einmachgurten IVi bis 5, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 12, Rettich 5 bis 20, Sup­pengrün 5 bis 8, Radieschen, Das Bündel 8 bis 15.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag: NSG. Kraft durch Freude" 17 bis 19 Uhr Leichtathletik auf dem Universitätssvortvlatz am Kugelberg. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:In goldenen Ketten". Reichstreuebund Ortsgruppe Gießen: 20.30 Uhr Karneradschaftsabend im Unteroffiziershsim, Neue Schule, Eichgärten. Marinekameradschaft 1892: 20.30 Uhr Monatsversammlung. Zirkus der 7000 : 20.15 Uhr, Gala-Eröffnungsvorstellung. 1880 bis 1930 : 20 Uhr, Abmarsch am Walltor zur Wellersburg.

Tageskalender für Sonntag: Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:In goldenen Ketten." NS-GemeinschastKraft durch Freude": Großes Sommerfest in Kloster Arnsburg. Gießener Ru« dergesellschast 1877: Feierliche laufe dreier Renn­bote. Zirkus der 7000: 15.30 Uhr und 20.15 Uhr: Vorstellungen.

** Erfolgreiche Stenographen. Von der Ortsgruppe Reichsbahn Gießen der Deutschen Stenographenschaft nahmen sieben Mitglieder an dem Leistungsschreiben und dem Schön- und Rich- ttgschreiben während des Deutschen Stenographen­tages in Frankfurt teil. Die Teilnehmer errangen folgende Preise: Schnellschreiben: Abt. 140 Silben: Anneliese Pauly, hervorragend; Abt. 120 Silben: Maria Bernd, hervorragend; Abt. 100 Silben: Heini Wahl, sehr gut; Abt. 80 Silben: Elisabeth L i ch, hervorragend, Walter Schneider, hervor­ragend, Marie Gümbel, sehr gut. Schön- und Richtigschreiben: Anneliese Pauly, Maria Bernd, Heini Wahl und Marie Gümbel sehr gut.

Amtsgericht Giehen.

Der R. L. aus L. wurde durch Strafbefehl mit 25 Mark Geldstrafe belegt. Dagegen verfolgte er Einspruch. In der geftrigen Hauptverhandlung wurde festgestellt, daß der Angeklagte am 21. März d. I. mit seinem Fahrrad aus der Toreinfahrt vom Windhof kam und durch fein Verschulden gegen eine Radfahrerin aus Rodheim rannte, so daß diese zu Fall kam und erhebliche Verletzungen am rechten Knie baoontrug, die sie 16 Wochen ans Bett fesselten und heute noch Beschwerden verursachen. In Anbe- ttacht des schweren Nachteiles erhöhte das Gericht die (Strafe auf 40 RM. und legte dem Angeklagten die Kosten auf.

Nriefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

ZIL HL Frage : Ich habe zwei Söhne im Alter von 20 und 15 Jahren. Beide haben die Absicht, einige Wochen chrer Ferien in Frankreich 3U ^er­bringen, um Die Schlachtfelder zu besichtigen. Frage 1: Wieviel Geld können beide Söhne in deutschem Wert für drei Wochen mitnehmen? Frage 2: Ist es möglich, daß ich, falls das Geld zur Neige geht, Geld nachsenden kann und wieviel? Antwort: Frage 1: Pro Kopf und Monat ton­nen nach Frankreich mitgenommen werden: der ; Gegenwert von 10 Mark (Freigrenze), sowie von 50 Mark bei Vorlegung einer Dringlichkeitsbeschei- : nigung Der zuständigen Ortspolizeibehörde. Beide Söhne können somit, wenn die DringlichkeitSbeschei- nigung beigebracht wird, insgesamt für 120 Mark pro Monat französische Franken erwerben. Frage 2: Für denselben Monat kann kein Geld nachgesandt werden. Erst wenn sich der Aufenthalt in den näch­sten Monat erstreckt, besteht die Möglichkeit, die gleichen Beträge durch Vermittlung einer Deutschen Devisenbank zur Verfügung zu stellen.___________

Kokons durchführen. Hunderte von Züchtern treiben seit Jahren in ganz Deutschland Seidenbau. Die Er- xeugung ist bisher jedoch, am Bedarf gemessen, noch sehr gering. Tausende von Volksgenossen können sich durch Aufnahme des Seidenbaues eine zusätzliche Einnahme verschaffen.

Reichsnährstand und Regierung fordern zur An­pflanzung von Maulbeeren auf. Der Reichsfach- gruppe Seidenbauer sind die Durchführungsarbeiten es Aufbauprogramms übertragen worden. So soll die hiesige Wanderschau den Interessenten die erste Kenntnis vermitteln helfen.

Jeder, der durch Seidenbau in den Monaten Juni bis September eine zusätzliche Einnahme von etwa 150 bis 250 Mark erzielen will, sollte die Schau besuchen und sich dort beraten lassen. Wer hierzu keine Gelegenheit hat, wende sich schriftlich an die Reichsfachgruppe Seidenbauer in Celle, Im Französischen Garten, von der er kostenlos Auf­klärung erhält.

Oer »Zirkus der 7000" in Gießen.

Nachdem es am gestrigen Freitagvormittag kurze Zeit nur leicht geregnet hatte und Dann die Sonne wieder mit aller Kraft schien und erneut große Hitze brachte, trat endlich nach der wochenlangen starken Trockenheit ein Wetterumschlag ein. Freitagnach- mittag von 3 Uhr ab zogen mehrere Gewitter über Gießen und die Umgegend dahin, die bei kräftigem Blitzen und Donnern innerhalb von etwa IVt Stun­den reichliche Niederschläge brachten. Den Kultu- ren in Gärten und Feldern tat der Regen sehr gut, nur hätte er noch länger anhalten und in einen dringend notwendigen Landregen übergehen müssen. Etwa von 5 Uhr ab übernahm Dann die Sonne wieder das Regiment, jedoch brachte sie nicht mehr so viel Hitze wie vor dem Donnerwetter. Am heutigen Samstagvormittag haben wir nun bei bedecktem Himmel eine sehr willkommene Ab­kühlung der Temperatur zu verzeichnen, jedoch bleibt noch der Wunsch nach einem kräftigen, durchweichenden Landregen offen.

Während Das Gewitter m Gießen selbst fernen

Heute morgen ist auf fünfzig Achsen und von Nidda her DerCircus Der 7000 , ein neuer Zirkus, in unserer Stadt angekommen. Der neue Zirkus wurde erst im vergangenen Frühjahr gegründet. Es ist gewiß fein Leichtes, in Der Gegenwart ein derartiges Unternehmen neu aufzubauen. Aber Zirkusleute haben Courage!

Sofort, nachdem die Wagen an der Rampe ftan- ben, wurde mit der Abfahrt nach Oswaldsgarten begonnen. Arbeiter waren inzwischen vorausgegan­gen und arbeiteten auf dem Platze vor. Das Ein­treffen des Exttazuges hatte eine stattliche Anzahl von Zuschauern angelockt. Auch viele Kinder waren da, Die selbstverständlich gleich ihr ganzes Interesse den schönen exottschen Tieren, besonders aber Den Elefanten, zuwandten. Bald begann auf Oswalds­garten jene fieberhafte. Doch so wohl organisierte xätigfeit Des Aufbaues. Heute abend wird bereits die Eröffnungsvorstellung stattfinden.

Schaden verursachte, hat es in der Gegend von Londorf und Kesfeld ach im Lumdatal zum Teil arg gehaust. So wurden von einem gewaltigen Sturm in Der ©emarfung Londorf viele Bäume, mancherorts sogar reihenweise, umgerissen oder in Der Mitte glatt abgebrochen, in Londorf selbst hob Der Sturm Das Dach oer Volfshalle zur Hälfte glatt ab und schleuderte die Dach­sparren usw. bis zu dem etwa 100 Meter ent­fernten Bahnhofsgebäude. Die gewaltigen Regen- güffe überfluteten in kurzer Zeit sämtliche Straßen. Dächer und Fensterscheiben litten allenthalben sehr Not. Auf den Felsdern wurden die wenigen noch draußen stehenden Fruchthaufen auseinander- gerissen und von dem Sturm weithin über Die Aecker verstreut. In Kesselbach wurden eine Anzahl Ziegeldächer der Häuser abgedeckt, ferner ebenfalls zahlreiche Bäume umgerissen oder in Der Mitte geknickt. Zum Glück hielt der heftige Sturm nur kurze Zeit an. Der Schaden in beiden Gemar­kungen ist immerhin als erheblich zu bezeichnen.

auftragten der Partei seien so groß und schwierig, daß die Person des Gauleiters gerade gut genug sei, um diese Aufgaben zu übernehmen. Er er­mahnte die neuen Ratsherren, stets nach dem GrundsatzGemeinnutz geht vor Eiaen- n u tz" zu handeln. In erster Linie seien sie Dafür verantwortlich, das nationalsozialistische Gedankengut ihren Handlungen und Ent- schlüssen zu Grunde zu legen.

Oberbürgermeister Dr. Krebs nahm dann Die Vereidigung und Einführung der Ratsherren vor, die sozusagen bas genossenschaftliche Element Der Selbstverwaltung Darstellten. Sie sind nicht mehr die Gegenspieler der Stadtverwaltung, wie es in den ftüheren Stadtparlamenten der Fall war, sondern sie werden mit der Stadtverwaltung zusammenarbeiten zum Wohle der Bevölkerung. Sie müssen ihre Ohren an die Herzen der Bürger legen, sie müssen auch Maßnahmen, die von Der Stadtverwaltung manchmal ergriffen^ werden und nicht gerade populär sind. Der Bevölkerung ver­ständlich machen.

Um Den neuen Ratsherren gleich ein Bild na­mentlich von der finanziellen Lage Der Stadt zu machen, hielt der Kämmerer der Stadt auf Veranlassung des Oberbürgermeisters einen Vor­trag über dieses Thema. Wenn auch der Etat jetzt ausgeglichen sei, so führte dieser aus, so seien doch noch große Schwierigkeiten auf diesem Gebiete zu überwinden; denn die Stadt schmachte immer noch unter einer Schuldenlast von 300 Millionen, ohne die Schulden der städtischen Gesellschaften. Aber Frankfurt befinde sich doch in einem langsamen, aber ruhigen und sicheren Aufftieg auf allen Gebie­ten. Das lehrt uns deutlich die Gegenwart, und deutlich lehrt uns Die Vergangenheit, daß die Stadtfinanzen kein Boden sind für Experimente.

Oberbürgermeister Krebs schloß darauf den feierlichen Akt mit Sieg-Heil auf den Führer, Vaterland und Stadt. Das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lieb beendeten die Feier.

Reiten.

Für Frauen und Männer gemeinsam.

Montags von 21 bis 22 Uhr: Reitschule Schömbs, Branbplatz; Dienstags von 21 bis 22 Uhr: Reit­schule Schömbs, Branbplatz; Mittwochs 20 bis 21 Uhr: Reitschule Schömbs, Brandplatz; Freitags 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr: Reitschule Schömbs, Brandplatz. Für Den Kursus Mittwochs sind noch einige Plätze frei! Anmeldungen an Das Sportamt.

pflanzt Walnußbäume!

DA. Es ist ein schöner alter Brauch, Der sich in vielen Gegenden unseres Vaterlandes, vor allem auf Dem Lande erhalten hat, daß bei der Geburt eines Kindes an einer Stelle im Garten vor dem Hause, ober sonst auf einem freien Platze ein Baum gepflanzt wird. Bei der Wahl Des Baumes sollte der deutsche Walnußbaum in Zukunft immer mehr bevorzugt werden. Einmal nimmt er sich wegen seiner meist vollendeten Kronenbilbung be­sonders schön unter allen anderen Bäumen aus, dann aber liefert er neben der alljährlich wieder- kehrenden Ernte auch ein wertvolles Holz. Leider ist Der Bestand an Walnußbäumen in Deutschland durch den hohen Bebarf Der Heeresverwaltung wäh­rend Des Krieges stark zurückgegangen. Der strenge Winter des Jahres 1928/29 vernichtete gleichfalls eine große Anzahl wertvoller Walnußbäume. Ersatz ist erst zu einem geringen Teil geschaffen worden. Die einheimische Versorgung mit Walnüssen reicht bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken. Im Jahre 1934 führten wir aus Dem Ausland noch 190 458 Doppelzentner im Werte von 9 062 000 Reichsmark ein. Nußbaumholz für unsere Möbel­tischlerei ist in hohem Grade gefragt. Auch hier kann Der Bedarf bei weitem nicht befriedigt »er­den. Nicht zuletzt verlangt die Wehrhaftmachung unseres Volkes einen verstärkten Anbau dieses wert- vollen Holzes. Aus diesen Gründen sollte jeder De- sitzer eines freien Stück Landes und jede Gemeinde dazu übergehen, den Walnußbaum bei der diesjäh­rigen Herbstpflanzung in verstärktem Maße zu be­rücksichtigen.

Wanderschau

zur Werbung für den Seidenbau.

Don der K r e i s b a u e r n s ch a f t Oberhes­sen-West in der Landesbauernschaft Hessen- Nassau wird uns geschrieben:

Die Reichsfachgruppe Seidenbauer, Celle, im Reichsverband Deutscher Kleintierzüchter xeigte ihre Wanderschau zur Werbung für Den deutschen Sei­denbau in den Tagen von Donnerstag, 15 August bis Sonntag, 18. August einschließlich in der Bäuer- lichen Werkschule in Gießen, Liebigstraße Nr. 16. Die Schau ist für den Besuch von 8 bis 20 Uhr un­unterbrochen geöffnet Das Eintrittsgeld beträgt für Einzelpersonen 0,20 Mark, beim Besuch geschlosiener Verbände ermäßigt es sich auf 0,05 Mark je Person.

Seidenbau treiben heißt mittels Maulbeerlaub die Zucht des Seidenspinners bis zur Gewinnung der

Dedürftigen Volksgenossen die erforderliche Unter- tützung zuteil wird. Kein bedürftiger Dolks- jenoffe ist deshalb gezwungen, sich durch Betteln einen Unterhalt zu verschaffen. Wer dennoch bet­telt, schädigt das deutsche Winterhilfswerk und die anderen Fürsorgestellen, indem er ihnen Mittel entzieht, und handelt zugleich dem Ansehen des Deutschen Volkes zuwider.

Die Polizeibehörden sind zur entschiedenen Be- i kämpfung des Bettelunwesens angewiesen worden. I Ihre Bemühungen können aber nur Erfolge haben, ! wenn sie von den Justizbehörden tatkräftig unter­stützt werden.

Es sind im Strafverfahren Strafen zu beantra­gen, die bas Bettelunwesen wirksam einzudämmen geeignet sind. Geldstrafen werden im allgemeinen wirkungslos fein. Auf eine Anordnung der Unter­bringung in einem Arbeitshause ist in allen Fällen hinzuwirken.

Die Erziehung zu nationalsozialistischer Weltanschauung und Staatsgesinnung.

Den nachstehenden Erlaß des Reichs- und Preu­ßischen Ministers für Wissessnschaft, Erziehung und Volksbildung bringt der Reichsstatthalter in Hessen Abteilung II den Direktionen der höheren Schulen und der gewerblichen Unterrichtsanstalten, sowie den Kreis- und Stadtschulämtern zur Kenntnis:

3d) habe Anlaß, nachdrücklich darauf hinzuwei­sen, daß die Hauptaufgabe auch des Schulunter­richts die Erziehung zu nationalsozialistischer Weltanschauung und Staatsgesinnung durch Rück­sicht auf Angehörige anderer Anschauungen nie­mals gehemmt werden darf. Wie weit etwa Nicht­arier von Fall zu Fall von einzelnen Unter­richtsstunden und Schulfeiern befreit werden sollen, überlasse ich dem pflichtmäßigen Ermessen d'er Schulleiter."

Das Flaggenhiffen und -einholen im Schullandheim.

Der Reichsstatthalter in Hessen Abteilung II hat an die Direktionen der höheren Schulen fol­gende Verfügung gerichtet:

Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß beim Aufenthalt im Schullandheim das Flaggenhissen und -einholen im entsprechenden und würdigen Rahmen vorzunehmen ist. Außer den ge­sundheitlich Behinderten hat die gesamte Führer­und Gefolgschaft dazu anzutteten. Ich ersuche um Beachtung dieser selbstverständlichen Lagerge­pflogenheit.

Wehrmachtsangehörige und Kirchensteuer.

Nach preußischem Landesrecht sind die zum Mi­litärstand gehörigen Personen von Kirchensteuern in ihren Wohnsitzgemeinden befreit. Auf die Frage, wer xur Wehrmacht gehört, und wie lange die Zuge­hörigkeit gilt, gibt jetzt ein Erlaß des Reichs­ministers der Finanzen auf Grund der Bestimmun­gen des neuen Wehrgesetzes Antwort. Danach be­steht die Wehrmacht aus dem Heer, der Kriegs­marine und der Luftwaffe. Angehörige der Wehr­macht sind die Soldaten und die Wehrmachtsbeam­ten. Soldaten sind die im aktiven Wehrdienst stehen­den Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften. Die Zugehörigkeit zur Wehrmacht dauert für die Solda­ten vom Tage des Eintritts oder der (Einberufung bis zum Ablauf des Entlassungstages, für die ak­tiven Wehrmachtsbeamten vom Tage ihrer Ernen­nung bis zum Ablauf des Entlassungstages, und für Die zu Hebungen als solche einberufene Wehr­machtsbeamten des Beurlaubtenstandes vom Tage der Einberufung bis zum Ablauf des Entlassungs­tages.

Kreisrundfunkstelle der NSDAP.

Reichsverband Deutscher Rundfunkteilnehmer.

Ab Montag, 12. August, sind die Kreis rund - funkstelle der NSDAP, und Die Ge- schäftsstelle Des R e i ch s v e r b a n D e s Deutscher Rundfunkteilnehmer in Gießen, Marktlaubenstraße 2, nur noch Dienstags, Donnerstags und Samstags in der Zeit von 17 Uhr bis 19 Uhr für den Publikumsverkehr ge-