warm empfundene Worte des Dankes für dke in langen Jahren geleistete treue, zielbewußte und erfolgreiche Arbeit im Dienste der kolonialen Sache. Als Nachfolger Dr. Knieriems ist Pg. Dr. med. Horst H a h n d o r f f, ein Verwandter des großen deutschen Afrikaforschers und Kolonialpioniers Hermann v. W i ß m a n n , zum Leiter der Abteilung berufen worden. Oberstleutnant Leßner dankte dem neuen Vorsitzenden in herzlicher Weise, weil er trotz starker beruflicher und sonstiger Inanspruchnahme sich zur Uebernahme des'Amtes bereiterklärt habe, versprach freudige Unterstützung und Mitarbeit des Vorstandes und übergab Dr. Hahndorff die Leitung der Abteilung. Im Anschluß daran wurde über die zukünftige Arbeit gesprochen, u. a. auch über die Frage der Errichtung einer Kolonial-Ehrenburg auf dem Johannisberg.
Kreis Büdingen.
werden. Der Fahrer vermochte jedoch seinen Wagen noch auf die linke Straßenseite Herumzureißen. Ein im gleichen Augenblick aus entgegengesetzter Richtung kommender auswärtiger Personenwagen konnte nicht mehr rechtzeitig abgebremst werden und fuhr mit voller Wucht gegen einen Baum. Der Fahrer und die beiden Mitfahrer mußten in schwerverletztem Zu st and in das Landeskrankenhaus eingeliefert werden. Auch die Radfahrerin, die von einem der beiden Kraftwagen gestreift wurde und zu Fall gekommen war, trug erhebliche Verletzungen davon.
Der Kampf mit der Kuh.
LPD. Limburg, 9. Mai. Eine w i l d g e w o r - d e n e Kuh brachte das ganze Westerwalddorf Fußingen in Aufregung. Die Kuh war einem
Treiber durchgegangen und tobte zunächst in verschiedenen Gärten und Gehöften umher. Alle Versuche, das Tier wieder einzufangen, scheiterten zu- nächst, und je mehr Leute sich einfanden, desto kühner wurde der „Angriffsmut" und Die „Sprung- tunst" des Tieres. Auch der Gendarmeriewachtmeister war dem Tier gegenüber machtlos, so daß schließlich noch die Feuerwehr zu Hilfe aerufen wurde. Der Gendarmeriebeamte hatte aber Dann den guten Gedanken, die Kuh mit einem Lasso etnfangen zu lassen. An einer langen Stange wurde die Schlinge angebracht und mit List und Tücke um die Hörner der Kuh gelegt. Aus gesicherter Stellung hinter einem Baum her zogen nun die Feuerwehrleute mit vereinten Kräften die Kuh heran und legten sie schließlich in Fesseln. So wurden nach vierstündigem Kampf nun doch die Dorfbewohner Herr des wilden Tieres.
Die Olynipiavorbereitmigen der deutschen Reiter.
$ Bad Salzhausen, 9. Mai. Des verstorbenen Oberforstmeisters Hugo Kirchner, dem $u Ehren man in diesen Tagen in Bad-Nauheim in Anbetracht seiner Verdienste um die Neuanlagen des Kurparkes einen Gedenkstein setzte, gedenkt man auch hier in Dankbarkeit wegen seiner großen Sorgfalt und Liebe zur Ausgestaltung unseres Bades und Kurparkes. Ihm zu Ehren bezeichnete man den Weg von der bekannten mächtigen Silberpappel bis zum Landgrafenteich als „Kirchner- w e g".
8 Wallernhausen, 9. Mai. Dieser Tage wurde der fast 80jährige Ehrenführer des hiesigen Kriegervereins, Wagnermeister Theodor Jung, der den Verein seit seiner Gründung 30 Jahre lang leitete, zur letzten Ruhe gebettet. Der Kriegerverein erwies ihm durch starke Beteiligung und eine Salve die letzten Ehren.
Radfahrerin
verschuldet schweren Unfall.
Fulda, 9. Mai. (LPD.) In den heutigen Nachmittagsstunden ereignete sich durch die Fahrlässigkeit einer Radfahrerin ein folgenschwerer Unfall. Die Radfahrerin fuhr ohne die notwendige Aufmerksamkeit aus einer Seitenstraße auf die Hauptstraße und geriet dabei in Gefahr, von einem Personenwagen überfahren zu
Das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei, dessen Arbeitsausschuß unter Führung des Inspekteurs der Kavallerie, Generalleutnant Knochen- Hauer, steht, mit Oberlandstallmeister i. e. R. G. R a u als Generalsekretär, arbeitet seit längerer Zeit intensiv an der Vorbereitung der deutschen Reiter auf die Olympischen Spiele 1936. Die Reiterkämpfe bestehen oei den Spielen aus drei Prüfungen, nämlich 1. einer fünfteiligen Vielseitigkeitsprüfung mit ganz außerordentlichen Anforderungen an Reiter und Pferd, 2. aus einer großen Dressurprüfung und 3. aus einem großen Jagdspringen. An jeder einzelnen Prüfung können für jedes Land drei Reiter und drei Pferde teilnehmen. Ausbildungsstätte für die deutschen Reiter ist die Kavallerieschule in Hannover, die unter Führung des Generalleutnants Freiherrn von Dalwigk steht. Die Ausbildung der für die Olympischen Spiele in Betracht kommenden Reiter ist von der Kavallerieschule entsprechend den drei verschiedenen Prüfungen untergeteilt in drei Abteilungen:
1. Dresiurpferde (Leiter Major Gerhard, dem der Schulstall der Kavallerieschule unterstellt ist);
2. Vielseitigkeitspferde unter Rittmeister von
M e tz s ch, dem Leiter des sogenannten Vielseitigkeitsstalles;
3. Springpferde unter Leitung des Oberstleutnants Freiherrn von Waldenfels, dem der Springstall untersteht.
Seit dem 1. Oktober des Vorjahres ist für die Dresiurpferde in Hannover auch noch der bekannte Reitmeister Oskar L ö r k e als Ausbildner gewonnen worden. Außerdem werden, bedingt durch persönliche und örtliche Verhältnisse, einige Dressurreiter und Dressurpferde unter Leitung der Reitmeister Major a. D. Bürkner und Richard W ä t g e n in Berlin ausgebildet. Für jede der drei großen olympischen Prüfungen stehen neun bis zwölf Reiter und je zehn bis sechzehn Pferde zur Schulung. Die endgültige Auswahl erfolgt kurz vor den Spielen auf Grund der gezeigten Leistungen.
Das deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei veranstaltet neben der laufenden (Erprobung, die durch die vielen Prüfungen innerhalb des Turniersports dauernd stattsindet, auch noch große Sonderprüfungen für diejenigen Reiter und Pferde, denen eine Vertretung der deutschen Interessen an den Olympischen Spielen voraussichtlich anvertraut werden kann.
So haben bereits im Jahre 1934 vier Vielseitigkelts- prüfunaen in Hannover und Wiesbaden sowie in Berlin-Potsdam und in Berlin-Döberitz stattgefunden, desgleichen einige große Dressurprüfungen.
In diesem Jahre ist die erste große Dressurprüfung mit Olympischen . Bedingungen beim Dortmunder Reichsverbands-Turnier vor sich gegangen und brachte einige der besten in Vorbereitung stehenden Reiter und Pferde vor das große Publikum.
(Eine zweite große Dressurprüfung ist für den
24. Mai in Hannover angefeht.
Eine große internationale Dressurprüfung steht für den 13. Juli in Berlin an. Vielseitigkeitsprüfungen veranstaltet das Komitee in diesem Jahre vom 22. bis 24. Mai in Hannover, vom 20. bis 22. Juni in Berlin-Ost, vom 11. bis 13. Juli in Berlin-West und im September in München.
Das Komitee ist Dorf jeher eine der stärksten Stützen des deutschen Reitsports gewesen. Es erwirbt Pferde, die für die Olympischen Spiele in Betracht kommen oder sichert sich solche Pferde durch Mietverträge. Zur Zeit gehören dem Komitee von bekannten Dressurpferden, Dielseitigkeitspferden und Springpferden, die für die Olympischen Spiele in Betracht kommen oder zur Ausbildung der Reiter gebraucht werden, u. a. die folgenden: Alp, Tora, Maientag, Artus, Derby, Prinz, Pendel, Fleiß. Durch Mietverträge find u. a. Burgsdorff und Lausbub gesichert.
Der Reichsfporkführer ist Mitglied des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei und nimmt an allen Einzelheiten der Ausbildung von Reiter und Pferd den regsten Anteil. (Er hat j bereits in mehreren grundlegenden Fragen, ! deren Lösung den Reitern und Pferden in ' hohem Maße zugute kommen würde, entscheidend eingegriffen.
Dem Arbeitsausschuß des Deutschen Olympiade- Komitees für Reiterei ist auch die Durchführung der reiterlichen Wettbewerbe und des Polospiels bei den Olympischen Spielen übertragen.
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