Sorgen in
Oberheffen
Ratsherrensihungin Alsfeld.
von 1500 Mark enthält Laut Entschließung des der Dienststelle Alsfeld des Kulturba Bürgermeisters wurde die vorgelegte Rechnung ge- Hessen darüber vorgelegte Voranschlag nehmiqt Einwendungen sind nicht erhoben worden. 5250 Mark wurde gebilligt und darau
Bezüglich der Alsfelder Jugendher- ßung durch den Bürgermeister über Di b «rae die im Dachgeschoß der Bäuerlichen Werk- der Arbeiten in diesem Sinne getrosfl , , , “ ' , r . f.i ___s. <nira hoc SYYHHaT UmX ttn Wnrrrnffhlrtrt TH
Mit Arbeit überlastet?
.. auf Kaffee Hag umstellen 1
Die Molkerei Wetterfeld, die bereits seit dem Jahre 1905, also seit nunmehr 30 Jahren besteht, hatte am gestrigen Sonntag einen bedeutsamen Abschnitt ihrer Geschichte zu verzeichnen. Die erweiterte und mit modernsten Maschinen ausgestaltete Molkerei konnte gestern offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden. Mit dieser Einweihung war gleichzeitig eine Bauernkundgebung verbunden.
Wetterfeld trug aus Anlaß des für die Gemeinde wichtigen Ereignisses reichen Flaggenschmuck. Das Molkereigebäude war mit vielen Fahnen des Dritten Reiches und mit Girlanden geschmückt. Aus weitem Umkreis waren die Bauern nach Wetterfeld gekommen, um an der Einweihungsfeier teil- zunehmen, insbesondere kamen sie aus den Orten Lauter, Nieder- und Ober-Bessingen, Ruppertsburg, Queckborn, Münster, Röthges und Ettingshausen, die für die Molkerei Wetterfeld das Anlieferungs- qebiet darstellen. Darüber hinaus hatten sich«noch zahlreiche Gäste eingefunden. So waren der Milchwirtschaftsbezirk Gießen, das Milchwirtschaftsgeblet Rhein-Main und der Deutsche Milchwirtschaftsverband vertreten, ferner hatten sich alle eingefunden, die den Bau unterstützten und in irgendwelcher Form zu seiner Erstellung und Ausstattung beitrugen. Um das Zustandekommen des Erweiterungsbaues haben sich, neben dem Direktor der Mol
schule untergebracht ist, und deren Rechtsträgers, des Gaus Main-Rhein-Lahn-Fulda des Reichsverbandes für deutsche Jugendherbergen, bestand seither kein formelles Rechtsverhältnis zwischen Gau und Stadt. Auf Anregung des Verbandes soll ein schriftlicher Mietvertrag abgeschlossen werden. Auf Grund dessen überläßt die Stadt die erforderlichen Raume unentgeltlich. Der Gau übernimmt dagegen die Verpflichtung, für die ordnungsmäßige Erhaltung der benutzten Räume aufzukommen. Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit mit halbjähriger Kündigungsfrist abgeschlossen. Der Vertragsentwurf wurde in dieser Form nach Anhörung der Ratsherren ge-
Nein. Es ist eine Bekannte. Von früher. Sie wollte mir einen Tip für das Rennen geben. „Goldfasan" soll Favorit sein, wie sie behauptet. Du hast vielleicht auch von der Nennung gelesen. Anscheinend wird es eine Ueberraschung geben, da der Gaul bisher eine gänzlich unbekannte Große war.
„Du willst zum Rennen? Ich denke, ihr wolltet morgen nach der neuen Talsperre?
Günter hob die Schultern.
Wir hatten es vor. Aber — ich weiß nicht — vielleicht sollte man den Tip doch ausnützen. Schon wegen der langen Gesichter, die es vermutlich geben wird Nach der Talsperre kann man ja auch jeden anderen Sonntag noch fahren. Aber wie gesagt, ich weiß noch nicht." „ f
Er hatte ziemlich hastig gesprochen. Erst als er zu Ende war, kam es ihm richtig zum Bewußtsein, daß er etwas ganz anderes gesagt hatte, als er hätte sagen sollen und hatte sagen wollen. Als ob etwas Fremdes ihm die Worte geformt hatte. Er ärgerte sich wieder über sich selbst, aber gesagt war gesagt. Man konnte ja auch immer noch tun, was man für gut befand.
nehmigt. ..
Ausführung von Kanalisationsarbeiten. Die laut Anerkennungsbescheid des Arbeitsamts Gießen als Notstandsarbeit zugelassene Kanalisierung des Burgmauerweqs und der anschließenden Wallgasse kann hinsichtlich des letztge-
Molkerei-Einweihung und Bauern-Kundgebung in Wetierfeld
Kundgebung aus.
Zu einem kameradschaftlichen Beisammensein fand man sich dann im Saale des Deutschen Hauses ein. Der Vertreter des Deutschen Milchwirt- schaftsoerbandes Herr Link- Berlin hielt einen kurzen Vortrag über die Aufgaben und die großen Möglichkeiten, ferner über die großen Verpflichtun- gend er deutschen Milchwirtschaft. Gleichzeitig wies
Blick, mit dem Günter sie betrachtete. Sie ließ die Gabel sinken. „ ,, .,
„Was hast du denn?" lächelte sie. „Du sieht mich ja an, als sähest du mich heute zum ersten Male!"
Er lächerlte gleichfalls. .....
„Daran ist die Sonne schuld. Sie wühlt ja richtig in deinem Haar. Da soll der Mensch nicht neidisch werden!" v m .
Er hatte das klägliche, beschämende Gefühl der Unaufrichtigkeit und begann, von etwas anderem zu sprechen. ,
Als der Senator sich nach dem Essen erhob, um noch einmal nach seiner Gattin zu sehen, forschte Annelies erneut in Günters Gesicht.
„Was hast du nur? Hast du Aerger im Geschäft gehabt?"
Er riß sich zusammen.
„Nein. Wieso?"
„Du bist so zerfahren, als ob du mit deinen Gedanken gar nicht hier wärest."
ja — ich dachte eben an morgen — wir wollen doch nach der Talsperre ..."
„ Ja, ich wollte sowieso mit dir darüber sprechen. Es" wird der Tante vielleicht gar nicht lieb sein, wenn wir fahren. Sie wird mich wohl brauchen oder doch Gesellschaft haben wollen, wenn es ihr morgen wieder besser gehen sollte. Wir können doch am nächsten Sonntag fahren .. " ,
„Gewiß, es ist vielleicht besser. Allerdings hatte ich schon Vorschlägen wollen — morgen ist doch das große Rennen — das hätte ich mir gern mal angesehen ..."
„Warum denn nicht? Die Gelegenheit kannst du doch wahrnehmen. Du brauchst doch deswegen nicht auch zu Hause zu bleiben, denn wir werden ja doch nicht viel voneinander haben. Geh also ruhig, wenn du Interesse daran hast."
„Ich weiß wirklich nicht, was ich mache", erwiderte er zögernd. „Aber wenn ich gehe — lieber würde es mir jedenfalls fein, wenn du mitkommen
Z) A l s f e l d , 6. Dez. In der jüngsten Sitzung der Ratsherren gelangte die Abrechnung vom Prämienmarkt 19 3 5 zur Vorlage. Die Einnahmen betrugen 3838,11 Mark; die Ausgaben belaufen sich auf insgesamt 3694,67 Mark. Es verbleibt danach ein rechnungsmäßiger Ueberschuh von 143,34 Mark, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, daß die Abrechnung einen städtischen Zuschuß in Hohe
Preisverteilung für das Leistungsschreiben der Gießener Stenographen.
5250 Mark wurde gebilligt und daraufhin Entschlie- den Bürgermeister über die Ausführung ucl Arbeiten in diesem Sinne getroffen. Die erfor- derlichen Mittel sind im Voranschlag für das Rf. 1935 vorgesehen. Die Arbeiten werden im Wege von Notstandsarbeiten ausgeführt. Der malerisch besonders reizvolle Winkel a/m Grabbrunnen, der unter Denkmalschutz steht und der nachweislich zum ältesten Teil der ehemaligen Ansiedlung Alsfeld in der Nähe der Burg gehört, wird in seiner äußeren Anlage bestehen bleiben.
Landkreis Gießen.
£ Wieseck, 9. Dez. Samstagabend fand bei Gastwirt Braun die Herbstgeneralversammlung der Spar-undDarl e h n s k ässe e. G. m. b. H.
pellos zum alten Eisen gelegt, als man das Spiel satt gehabt hatte. _
Ob Mias Mann übrigens wohl mit hier war? Ob die beiden wohl eine glückliche Ehe führten. Ach, was ging das ihn an! Und man sollte ihn gefälligst in Ruhe lassen.
Ruhe ...? Ja, was da immer noch im ganzen Körper pochte und zuckte, das war alles andere als Ruhe! Wie konnte man sich durch so einen dummen Anruf nur so ganz und gar aus dem Gleichgewicht bringen lassen!
Günter gab sich einen Ruck. Er horte den unterbrochenen Bericht des Magazinverwalters bis zum Ende an, aber er faßte nur das Wenigste, mußte immer wieder fragen. Don einem Bekannten hatte Mia gesprochen — ob das wohl ein stiller Verehrer war? " Ja so— die Bearbeitung der Kommissionen— da mußte ein einfacheres, weniger zeitraubendes Verfahren ausqedacht werden, natürlich. Und oie Säcke und Kisten würde man wieder auf Abruf bestellen, selbstverständlich. Ja — ob Mia wohl noch so blendend schön war wie damals? Ob sie noch die geschmeidige Figur hatte, das prachtvolle dun e Haar, den Mund, der wie eine scharlachrote Blute
Günter ärgerte sich über sich selbst, daß er seine Gedanken immer wieder abirren ließ, daß er o wenig Herr über sich war. Er gab noch em paar Anweisungen, über die der Magazinverwalter im stillen den Kopf schüttelte, dann ging er wieder.
Der Senator war in seine Arbeit vertieft, als er das Privatkontor wieder betrat, und sah kaum auf Günter setzte sich schweigend und sah fluchtig die Vormittagspost durch. Ein paar Riegen summten durch die Stille und setzten sich auf das Papier Er verjagte sie, aber sie kamen wieder. Aufdringliches Gemüse! Und ebenso aufdringlich war die Sonne, die einen schrägen Streifen auf den Schreibtisch warf. Günter stand auf und zog mit einem heftigen Ruck die Vorhänge zu.
Der Senator sah flüchtig auf, musterte Gunters Gesicht einen Augenblick und beugte sich wieder über
Nach^ einer Weile richtete er sich auf und fragte be!,Uebrigen5 — die Dame, die vorhin anrief — war das Kundschaft?"
Günter schlug wieder nach einer Fuege.
Die Kundgebung.
Die Kundgebung, die aus Anlaß der Einweihung stattfand, nahm einen schönen Verlauf. Mit Fahnen und Musik .kamen die Formationen der Partei, SA., HI., JV. und Arbeitsdienst in geschlossenen Marschkolonnen von Laubach her in das festgebende Dörfchen. Landesbauernführer Dr. Wagner machte den Marsch von Laubach nach Wetterfeld inmitten der Kameraden mit. Als die Formattonen vor dem Molkereigebäude eintrafen, herrschte dort bereits reges Leben. Fast alle diejenigen, die zur Einweihungsfeier gekommen waren, unterzogen die Einrichtungen der Molkerei einer eingehenden Be- sichttgung und gaben häufig ihrer Befriedigung über die zweckmäßige Einrichtung Ausdruck.
Die Einweihungsfeier und Bauernkundgebung wurde durch den Ortsgruppenleiter Pg. Flenze eröffnet.
Bürgermeister pg. Krauß, (Wetterfeld), Ser gleichzeitig Direktor der Molkereigenossenschaft ist, hielt eine kurze Ansprache Er begrüßte die zahlreichen Gäste, besonders den Landesbauernführer, und gab dann einen kurzen geschichtlichen Rückblick auf die Entwicklung der Molkerei. Er wies auf die Notwendigkeiten hin, die zur Erweiterung des Molkereigebäudes führten, und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Einrichtung so erfolgte, daß die Molkerei Wetterfeld Vergleiche mit anderen Molkereien nicht zu scheuen brauche. Mit der Hoffnung, daß es unter der Initiative des Landesbauernführers mit der Milchwirtschaft immer mehr vorangehen möge, schloß der Redner seine Ansprache. Sodann sprach der
Landesbauemführer Or. Wagner
Schön- und Richtigschreiben.
Note hervorragend: Emil Jost, Richard Strauch, Hermann Ronneburg, Adolf Dörfner, Georg Bingel, Otto Wilhelm, Anni Derzbach, Elfriede Tenniger, Josef Kämmerer, Margot Drescher.
Note sehr gut: Emma Reitz, Karl Heinz Kuhl, Paul Jöst, Willi Arnold, Albert Schäfer, Elli Fink, Willi Koch, Else Georg, Emil Biedenkopf, Elli Erbe, Hans Medebach, Marie Winther, Elfriede Werner, Karl Meister, Erika Wigandt, Johanna Graf, Gretl Roßkath, Fritz Weiß, Artur Heinz, Herbert Lepper, Irmgard Hof, Gerttud Kardaun, Dietrich Zaiß, Karl' Seipp, Dora Kern, Robert Hofmann, Mathilde Ludwig, Elfriede Bock, Mariechen Schneider, Ewald Bötig, Johanna Bohl, Karl Hofmann, Herta Schmitz, Theo Hühn, Else Schmelz, Hans Werner, Hans Haas, Friedrich von ßemmers, Fritz Reh, Anna Weihrauch, Kurt Rupp.
Note gut: Ludwig H. Bester, Irmgard Schalch, Gretl Dahmer, Gerda Hofmann, Rosemarie Simon, Hildegard Siebert, Marie Bick, Siegfried Hennig, Wilhelm Arnold, Gustav Rau, Fridel Nuhn, August Hock, Karl Schieferstein, Anna Damm, Hildegard Eisenacher, Wilhelm Zimmermann, Ferdinand Dörfner, Walter Zulauf, Anni Schmittdiel, Elli Philipp, Karl Nachttgall, Margot Goppelt, Franz Hoffmann, Karl Hildebrandt, Irmgard Fischer, Werner Barnick, Anneliese Hucke, Ruth Wintterlin, Trude Müller, Hans Becker, Karl Enz, Lore Hofmann, Margrit Fahrenbach, Albert Brückel, Helmut Seibert, Alfred Kilthau, Annemarie Raab, Franz Trauth, Walter Müller, Liselotte Rühl.
Tiichi müv« werden, Annelies!
Vornan von Bernhard Lonzer.
Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin.
5. Fortsetzung. Nachdruck verboten!
Es knackte im Apparat. „3a, fofori, mir einen Moment noch", hörte Günter Mia Rechberg wie aus weiter Ferne sagen. Dann war ihre Stimme wieder ganz nahe: m.. . „
„Ich werde von auswärts verlangt, Gunter. Es bleibt also dabei? Schade, wie gesagt. Also auf Wiederhören!" . ., ., , s
Wieder klang ein knackendes Geräusch her, dann war es still. . ,
Günter hielt den Hörer noch in der Hand, ohne daß es ihm zum Bewußtsein kam. Erst die(Stimme des Magazinverwalters, der einem der zlngelteu= ten etwas zurief, riß ihn auf. Mechanisch bangte er den Hörer an. Mit fahriger Bewegung glitt seine Hand über die Stirn und über den Scheitel. Noch immer saß ihm der Schreck in allen Gliedern. Oder war es gar nicht mehr der Schreck, der ihn im Augenblick fast überwältigt hatte? War es noch etwas anderes? Die Wirkung war jedenfalls dieselbe. Als ob man bei etwas Unrechtem ertappt worden wäre! t .
Er hob unwillkürlich die Nase. Wonach roch es hier eigentlich? War das Mias Parfum? Unsinn, natürlich! Was für ein Parfüm hatte sie überhaupt damals immer gehabt? Er kam nicht darauf, aber es war ihm ganze nahe. Eigenarttg und stark, aufreizend stark war es immer gewesen.
Gr hatte nicht erwartet, jemals wieder von Mia ,u hören oder gar mit ihr zusammenzutreffen. Im Anfang ja, da hatte er manchmal brennend gewünscht ihr noch einmal gegenübertreten zu tonnen falt überlegen und mit stummer, aber bereiter Verachtung. Aber das war lange vorbei.
Mn/ dachte sie sich eigentlich? Was wollte sie
Was dachie ]ie i j h Kein Gedanke,
haft er^um R°nn°n qeh°n würde I S°lbst°°rst°nd- Nch n7chU Bubi w°r nümlich nicht mehr! Büb. war totaf n gcgangenl M°n h°Ue ihn I- damals ftru-
Er betonte zunächst, daß das Deutsche Reich, der Staat im Zeichen einer Idee stehe, im Zeichen des Nationalsozialismus. Die Programmpunkte der NSDAP, müßten Staatsauffassung jedes einzelnen werden. Die Arbeit an der Wiedergesundung Deutschlands werde mit allen Kräften betrieben. Wenn dabei der Bauer nicht in absehbarer Zeit völlig schuldenfrei dastehe, fo dürfe er dafür nicht dem Nationalsozialismus die Schuld m die Schuhe schieben, sondern einem vergangenen System, das eineinhalb Jahrzehnte mit dem Bauern Schind- luder trieb. Die Zeit des Nebeneinander- und Gegeneinanderarbeitens sei vorbei. Der Nattvnal- sozialismus sei darum bemüht, den organischen
kereigenossenschast Pg. Krauß, besonders der Bezirksleiter des Milchwirtschaftsbezirks Gießen, Herr Weber, und der Betriebsleiter Herr Buchenau verdient gemacht. Die Bauleitung lag in Händen von Architekt Schwan (Gießen); Diplom- Ingenieur Hübner von der Bauberatungsstelle des Milchwirtschaftsverbandes Frankfurt a. M. unterstützte das Werk nach besten Kräften. Der Um- und Erweiterungsbau erforderte einen Kostenaufwand von 40 000 Mark. Die Einrichtung der Molkerei ist muftergültig.
Modernste maschinelle Anlagen ermöglichen jetzt die Verarbeitung einer Frischmilchmenge von 12 000 Liter täglich. Die gegenwärtig verarbeitete Milchmenge beläuft sich auf etwa 8000 Liter.
Das Gebäude wurde erweitert durch den Anbau einer Butterei und eines Hauskellers mit Waschküche. Jrn Obergeschoß konnte eine geräumige Wohnung für den Betriebsleiter geschaffen werden, ferner ein Zimmer für drei Gehilfen. Die Betriebseinrichtungen der Molkerei gestatten eine rasche und gründliche Reinigung. Ein Teil der Raume wurde mit Kacheln ausgelegt. Für tue im Betrieb beschäftigten Personen konnte auch ein Badezimmer eingerichtet werden.
müsse aber verlangt werden, daß er Verständnis aufbringe für die gegenwärtige Lage. Es darf kein Butterhamstern geben, es darf aber auch nicht Vorkommen, daß der Futterpreis in die Höhe getrieben
Mehr und mehr müsse jetzt jeder Volksgenosse erkennen, daß es für ihn die härteste Strafe darslellen würde, aus der Volksgemeinschaft ausgestohen zu werden.
Jedermann müsse sich aber auch bereitfinden, anzuerkennen, daß der Nationalsozialismus bereits ungeheure Leistungen vollbracht habe. Die Zahl der Arbeitslosen sei sehr zurückgeaangen, es fei eine Wehrmacht aufgebaut worden und der Bauer könne jetzt sicher auf seiner Scholle leben.
In seinen weiteren Ausführungen sprach der Lan- desbauernführer davon, daß er bemerkt habe, daß die Bauern ihre Kälber schlachteten. Er warnte dringend vor solchem unsinnigen Tun. Der Bauer müsse an die Zukunft, er müsse für Generationen vorausdenken. Er warnte ferner davor, Viehrasien anderer Landschaften in die Ställe zu nehmen, die hier bei uns nur Krankheiten in den Stall bringen, während die bodenständigen Rassen gesund bleiben und höchste Milcherträge liefern könnten. Der Bauer müsse alle Kraft darauf verwenden und dafür sorgen, die deutsche Nahrungsfreiheit sicherzustellen, denn nur dann könne auch sein Acker beschützt werden. Abschließend dankte der Redner allen de- nen, die dazu beigetragen haben, die Molkerei zu id)3mn$inne des Geistes der Gemeinschaft und
mit den Wünschen, daß die Molkerei der Volksgemeinschaft dienen möge, übergab der Landes- bauernführer die Molkerei ihrer Bestimmung Seine Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. f .
Mit einer kurzen Schlußanfprache des Kreisler- ters des Kreises Schotten, Pg. K r o m m, mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer und nut den gemeinsam gesungenen ersten Versen des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes klang die
nannten Straßenteils zur Zeit aus technischen Gründen noch nicht zur Ausführung gelangen, da die Projektierung noch nicht endgültig feststeht. Es wird deshalb beabsichtigt, an Stelle der Wallgasse die Kanalisierung des Grabbrunnens im Zuge Burggäßchen, Platz am Grabbrunnen, Wollweber- gaffe, vorzunehmen, da die Abwäfferverhältniffe an diesem tief gelegenen Stadtteil sehr ungünstig sind. Der Vorschlag wurde von dem Rat nach den Darlegungen des' Bürgermeisters gutgeheißen. Der von der Dienststelle Alsfeld des Kulturbauamts Ober- ... * • <"------(i<-| in Höhe von
würdest." .
„Ich möchte unter diesen Umstanden wirklich nicht, Günter. Es wird ja auch mal ohne mich gehen — nicht wahr? Du trifft dort sicher noch Bekannte und hast Zerstreuung genug. Und zum Abend sind wir dann wieder beisammen und können ja immer noch auf ein Stündchen irgendwo hin-
' " Fortsetzung folgt.
Die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Steno- ! araphenfchaft vereinigte am vergangenen Samstag ! im Cafe Leib zahlreiche Schriftfreunde und Gäste ; zu einer Nikolausfeier, in deren Rahmen auch die Preisverteilung für das vor kurzer Zeit 1 in den Räumen der Peftalozzischule am Werner- . wall durchgesührte Leistungsschreiben vorgenommen : wurde. Der Abend nahm einen sehr unterhaltsamen Verlauf. Die Kapelle Daubertshäuser unter- 1 hielt mit guter Musik. Der Führer der Ortsgruppe Herr Graf hielt eine kurze Ansprache, in Der er besonders auf das Leiftungsfchreiben einging. Er hob hervor, daß die Ergebnisse ganz ausgezeichnet seien und die Ortsgruppe Anlaß habe, berechtigten Stolz zu tragen. Er dankte allen denen, die sich auch für diesen Wettbewerb wieder uneigennützig in den Dienst der Sache stellten, besonders aber auch jenen, die sich durch die Stiftung von Ehrenpreisen verdient machten. Im Anschluß an diese kurze Ansprache wurden durch namentlichen Aufruf die Ehrenpreise und die vielen Urkunden verteilt, die den Teilnehmern des Wettbewerbs als Anerkennung für ihre Arbeit übergeben wurden. Schließlich kam der Nikolaus und verschenkte aus einem Wagen viele schöne Pakete, die mit großer Freude aufgenommen wurden. Weitere musikalische Darbietungen, einige humorvolle Gesangs- und Gedichtvorträge füllten den weiteren Abend. Der Abend der Gießener Stenographenschaft, die es schon immer gut verstand, Arbeit und Unterhaltung in schöner Verbindung zu pflegen, nahm einen prächtigen Verlauf. Nachstehend die
Oie Ergebnisse.
Schnellschreiben.
220 Silben: Note sehr gut: Johanna Bohl, E. (Ehrenpreis), Dora Kern, E., Ewald Bötig E.
2 0 0 Silben: Note hervorragend: Otto Wilhelm E., Fritz Reh E.
18 0 Silben: Note hervorragend: Richard Strauch E., Johanna Graf E., Irmgard Schalch, Anni Schmittdiel, Anna Damm.
16 0 Silben: Note hervorragend: Elfriede Tenninger E., Emil Jost E., Mariechen Schneider, Emma Reitz; Note sehr gut: Karl Meister, Hans Becker; Note gut: Gretl Roßkath.
14 0 Silben: Note hervorragend: Georg Bingel E., Erika Wigandt E., Anneliese Hucke, Alfred Kilthau, Ruth Wintterlin, Walter Müller; Note sehr gut: Karl Heinz Kuhl, Walter Zulauf, Otto Kompf; Note gut: Karl Hofmann.
12 0 Silben: Note hervorragend: Adolf Dörfner E., Anni Derzbach E., Paul Jöst, Elli Fink, Herta Schmitz, Willi Arnold, Willi Koch, Kurt
Rupp, Margot Goppelt, Trude Müller, Ludwig H. Bester, Elli Philipp, Karl Nachtigall, Karl Enz, Helmut Seibert; Note gut: Paul Heidlindemann.
100 Silben: Note hervorragend: Hildegard Siebert E.; Note sehr gut: Fritz Weiß, Artur Heinz, Heinrich Wilhelm Fischer; Note gut: Gustav Rau, Gretel Dahmer, Hans Haas, Reinhard Klotz.
8 0 Silben: Note hervorragend: Hermann Ronneburg E., Josef Kämmerer E., Margot Drescher, Dietrich Zaiß, Robert Hofmann, Herbert Lepper, Elfriede Werner, Elly Erbe, Theo Hühn, Gerda Hofmann; Note sehr gut: Anna Weihrauch, Else Schmelz, Hans Medebach, Rosemarie Simon, Else Georg, Elfriede Bock, Maria Bick, Wilhelm Zimmermann, Hedwig Schneider, Dtti Rienhardt.
6 0 Silben: Note hervorragend: Emil Biedenkopf E., Gertrud Kardaun E., Siegfried Hennig; Note sehr gut: Irmgard Hof, Mathilde Ludwig, Marie Winther, Karl Schieferstein, Karl Hildebrandt, Irmgard Fischer, Franz Hoffmann, August Hock, Margrit Fahrenbach, Annemarie Raab; Note gut: Friedel Nuhn, Werner Barnick.
Es war Samstag, das Geschäft wurde um em Uhr geschlossen. Eine knappe halbe Stunde später verließen Günter und der Senator das Büro. Die Frau Senator fehlte beim Mittagessen; sie fühlte sich nicht wohl und hatte schon am Vormittag das Bett aufgesucht.
Günter begrüßte Annelies mit besonderer Herzlichkeit, als i)b er etwas gutzumachen hätte; aber er war doch sichtlich zerstreut. Annelies saß ihm bei Tisch gegenüber. Die Sonne warf einen breiten, goldenen Streifen in das Zimmer, der auf ihrem Nacken spielte und ihrem Haar den goldbraunen Schimmer verlieh, den Günter so sehr liebte. Er betrachtete ihr Haar mit solcher Aufmerksamkeit, als sähe er es heute zum ersten Male. Mußte man diesen warmen Goldton nicht förmlich mit der Hand wegnehmen können? , „
Mia — nein, diesen goldigen Schimmer hatte ihr Haar nicht. Es war weit dunkler, ganz dunkel. War es nicht überhaupt schwarz? Ja, gewiß, nacht- schwarz hatte er es in der Erinnerung. Es glanzte wie zu feiner, weicher Seide zerfasertes Ebenholz. Wenn die Sonne darauf schien, hatte es einen fast bläulichen Schimmer. Was war eigentlich schöner? , ,
Annelies gewahrte den eigenartig forschenden .gehen.


