Ausgabe 
9.12.1935
 
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Die Nation opfert für ihre ärmsten Söhne.

Der Tag der nationalen Solidarität in der Reichshaupistadi.

hemmen dürfen. Das wollen wir nicht. Aber es ist nötig, daß als das große Schlußziel im­mer wieder der Leitgedanke aufgestellt wird: Die Leistungen des einzelnen haben in erster Linie der Gesamtheit zu dienen, und der Ruhen, der für die Gesamtheit ab­geworfen wird, wird sich umsehen in den Teil des Ruhens, der auf den einzelnen trifft. Das ist ein Ideal, auf einzelnen Gebieten verwirk­licht, auf anderen Gebieten in der Entwicklung begriffen, auf anderen Gebieten überhaupt nicht reif zur Entwicklung. Aber wir wollen uns hülen vor irgendeiner Doktrin, vor der einen wie vor der anderen.

Die Deutsche Reichsbahn ist ein Beweis dafür! Und so möchte ich am heutigen Tage den Männern danken, die an diesem großen Gemeinschaftswerk tätig sind, den leitenden Männern, an der Spitze Ihnen, Herr Generaldirektor, und den Hunderttau­senden von Beamten und den Hunderttausenden von Arbeitern. Indem sie an einem solchen Gemein­schaftswerk mitarbeiten, helfen sie mit, die Grundlage zu schaffen für einen Staat der Zukunft. Ich möchte ihnen allen danken, die in der Deutschen Reichsbahn als tätige Männer unseres Volkes nicht kapitalistischer Gesichtspunkte wegen ihre Pflicht erfüllen, sondern ihre Pflicht er­füllen als deutsche Volksgenossen/

Rach der mit stürmischer Zustimmung aufgenom­menen Rede des Führers brachte der Reichsarbeits­dienst ein chorisches FestspielDie Straße ins Reich" zur Aufführung. Nach diesem stimmungs­vollen Weihesviel und dem Scherzo aus der 7. Symphonie Ludwig v. Beethovens brachte der Fronkenführer ein Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler aus, in das die Versammelten brau­send einstimmten. Das Deutschland- und Horst- Wessel-Lied bildeten den Abschluß der erhebenden Feierstunde.

Die Parade der Äeichsbahnfahrzeuge.

Rach dem Festakt fuhr der Führer zum Rangier­bahnhof zur Parade der Reichsbahnfahrzeuge. Ge­neraldirektor Dr. Dorpmüller meldete dem Führer alle Fahrzeuge bereit und nun entwickelte sich ein einzigartiges Schauspiel. In etwa einstün­diger Parade fuhren auf den Gleisen die Reichs­bahnfahrzeuge vorbei. Den Auftakt bildeten zehn neuzeitlicheEinheitsschnellzugsloko- Motiven, die neuesten Wunder des deutschen Lokomotivbaues. Ihnen folgte die Nachbildung der er st en deutschen Eisenbahn, der Adler" mit fünf Personenwagen, voll besetzt mit Männern und Frauen in den Trachten der Zeit vor hundert Jahren und Eisenbahnbeamten in histori­scher Kleidung.

Unter all den vielen Fahrzeugen, die vorbeiroll­ten, erweckten besonderes Interesse: der Salon­wagen des Für st en Bismarck aus dem Jahre 1872, die gigantische Borsig - Strom­linien -Lokomotive, die eine Geschwindig­keit von 190 Stundenkilometer entwickelt, der Henschel - Stromlinien - Dampfzug und die neuen Schnelltriebwagen, der Rheingold- Expreß, ein Sonderzug für Fahrten ins Blaue. Güterzuglokomotiven und Güterwagen aller Art, Spezialwagen für den Bahndienst, Gleiskraftwagen Schnellreiseomnibusse für Reichsautobahnen, Last­kraftwagen mit Holzgaserzeugern und Straßenfahr- ^euge zur Beförderung von Eisenbahnwagen. In besonders sinnreicher Weise huldigte die Reichsbahn dem Gedanken der Volksgemeinschaft mit der Vor­beifahrt einesKraft durch Freude"- Son­derzuges, dessen zehn Personenwagen mit fröh­lichen Fahrgästen besetzt waren, die aus allen Gauen des Reiches und zum Teil in ihren heimischen Trachten nach Nürnberg gekommen waren. Die Vor­führung gab ein eindrucksvolles Bild von dem ge­waltigen technischen Fortschritt, ein glänzendes Zeugnis von deutschem Erfindergeist, von dem Kön­nen deutscher Ingenieure und von dem Fleiß deut­scher Arbeit.

Der Führer spricht in Landshut

Die drittälteste Ortsgruppe feiert ihr 15jähriges Bestehen.

Landshut, 8. Dez. (DNB.) Am Samstag und Sonntag feierte die Ortsgruppe Landshut der NSDAP., die drittälteste Ortsgruppe Deutschlands, ihr löjähriges Bestehen. Kurz vor 19 Uhr traf der Führer mit Reichs­führer SS. Himmler und Reichsleiter Dr. Ley in Landshut ein. Dor dem Rathaus, das in Hellem Scheinwerferlicht taghell erstrahlte, nahm der Füh­rer den nächtlichen Vorbeimarsch der nationalsozia­listischen Gliederungen ab. Im großen Saal des Rathauses überreichte hierauf der Oberbürger­meister der Stadt, Pg. V i e l w e i b , selbst Träger des Blutordens, dem Führer die künstlerisch aus­gestattete Ehrenbür gerurkunde, die der Führer mit Worten herzlichen Dankes entgegennahm.

In der Jägerhalle spricht der Führer zu seinen alten Kämpfern. In ironischen, mit überlegenem Spott getragenen Ausführungen wendet sich der Führer, wiederholt unterbrochen von brausender Heiterkeit, an diegeistigen Zweifler", an diese zweifelnden Thomase", die da glauben, daß die Bewegung vielleicht einmal in ihrer großen Auf­gabe wankend werden könnte und rief ihnen zu: Wer mit 5 oder 6 Mann ausgegangen ist, den Sieg zu erobern, der hat auch die Zuversicht, den Sieg zu halten." (Stürmische Zustimmung.) Nur einen einzigen Leitgedanken verfolge die Bewegung: nur das zu tun, was dem deutschen Volke nütze. (Er­neuter anhaltender Beifall.) Dann spricht der Füh­rer von der größten Aufgabe, die der Bewegung gestellt ist: Die Erziehung des deutschen Menschen. Man kann nicht sagen, wir sind ein Volk von Brüdern, wenn man nicht vorher i n dieser Brüderlichkeit aufgewachsen ist, sich in diese Brüderlichkeit hineingelebt und wenn man nicht vorher dieser Brüderlichkeit gedient hat. Das sei die Aufgabe der Partei, daß sie über alles, was sonst im Leben den Men­schen trennt, etwas Einigendes setzt, daß sie d i e große gemeinschaftliche Plattform ab­gibt, auf die einmal alle treten müssen. Es wird niemals der Augenblick kommen, daß man sagen kann: das Werk ist fertig. Nein, mit einer Gene­ration kann man fertig werden, aber die neue Generation tritt bereits an. Die Be­wegung gibt damit dem ganzen Lebenskampf ein ewig neues, sich stets erneuerndes Ziel. (Stür­mischer, nicht endenwollender Beifall.) Nach dem Horst-Wessel-Lied gelobt Gauleiter Dr. W ä ch t - l e r, daß die Bewegung hier in Landshut so wie bisher sich einsetzen werde für die großen Ziele der Partei und daß die Träger dieser Bewegung in unerschütterlicher Treue zum Führer halten werden.

Berlin, 7. Dez. (DNB.) Die Idee des Tages der Nationalen Solidarität und der Gedanke der unauflöslichen Schicksalsverbundenheit hat im deut­schen Volke tiefe Wurzeln geschlagen. Das Ver­trauen, das der Führer in den Gemeinschaftssinn des Volkes gesetzt hat, ist nicht enttäuscht worden. Die R e i ch s h a u p t st a d t als der Sitz der Reichs­regierung und zahlreicher Behörden spiegelte diesen Eindruck besonders lebendig und überzeugend wie­der. 3800 Sammler appellierten an das soziale Empfinden der Berliner Bevölkerung, und das sprichwörtlich gute Herz des Berliners hat ihnen keine Enttäuschung bereitet. Punkt 16 Uhr setzte überall die große Sammelaktion ein.Hermann schüttel mal, sehen kann dir f eener!" Der gute Berliner, der diesen Ruf ausstieß, hatte

Recht, denn unter den Tausenden von Menschen, die sich in der Passage Unter den Linden drängte, war Ministerpräsdent Hermann Gö­ring in der Tat nicht zu sehen. Ueberall nur hoch­gereckte Arme, um Spenden in die Büchse zu stecken, eine große Büchse mit einem riesigen Trichter, in den gut zehn Hände auf einmal ihren Obolus wer­fen konnten. Als diese Büchse gefüllt war, kam eine kleine Holztruhe ran, die einen noch grßeren Umfang hatte. Um 17 Uhr traf der Mini­sterpräsident am Wedding ein, von einer unüber­sehbaren Menschenmenge mit Jubel begrüßt. Hier bewies es sich wieder einmal, daß gerade die ärmere Bevölkerung immer zu Opfern bereit ist. Deshalb verlängerte der Minister die Sammeltätigkeit, und eine zweite Truhe füllte sich von den Groschen der Volksgenossen dort draußen am Wedding. Die näch­sten Sammelstellen des Ministers waren Kaiser h o f und Bristol.

(Sammler be m Führer.

Der Führer lieh es sich nicht nehmen, nach Be­endigung der Strahenfammlung eine grohe An­zahl von Helfern und Helferinnen die­ses Tages in die Reichskanzlei einzula­den, wo er allen persönlich eine gröhere Spende für das Winterhilfswerk in die Sammel­büchsen gab.

Ein geradezu lebensgefährliches Gedränge herrschte vor dem Columbus-Haus am Potsdamer Platz, wo jedermann Frau Magda Goebbels seinen Tribut entrichten wollte. Rasch bildeten SS.- Männer, Politische Leiter und Schutzleute eine Gasse, daß schließlich alle ordnungsgemäßvorbei- aeschleust" wurden. Für jeden Spender fand Frau Goebbels ein herzliches Wort des Dankes. Reichs- jugendführer von Schirach und Reichsarbeits- führer H i e r l sammelten neben Musikzügen ihrer Formationen, SS.-Brigadeführer Botschafter von Ribbentrop vor demFürstenhof". Auch Reichsführer-SS. Himmler, Reichsminister S e l d t e und viele andere Sammler ließen keinen durch, der nicht auch ein Scherflein gespendet hätte.

Auch die Leute vom Film tauchten verschie­dentlich zwischen der Potsdamer und der Leipziger Straße auf und wurden im Nu erkannt und um­ringt. Manches autogrammsüchtige Backfischherz schlug höher: aber es wurde nichts verschenkt. Eine Mark für ein Autogramm, so hieß es unerbitt­lich! Vor dem Haus Vaterland kündete frischer Ge­

sang aus jungen Mädchenkehlen, daß hier die Reichsreferentin des BDM., Trude Mohr, ihr Standquartier aufgeschlagen hatte.

In den Straßenzügen um die Gedächtniskirche im Berliner Westen ging es nicht minder hoch her. Minister Frick und seine Gattin konnten sich der Gebefreudigkeit kaum erwehren. Auch hier mußte die Polizei eine schmale Fahrbahn für die Fahr­zeuge sreihalten; zumal auch der Chef der deutschen Polizei, Generalleutnant D a l u e g e in nächster Nähe bei den Klängen einer Polizeikapelle und den Fanfarenstößen der Hitlerjungen sammelte. Etwas weiter quittierte. Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk dankbar für zahl­reiche Gaben, unterstützt von seiner Gattin und drei seiner Kinder. Der Korpsführer des NSKK. Hühn­

lein hatte zuerst die großen Automobil- und Kraft­sportfirmen besucht, dann blockierte das NSKK. die Ecke der Rankestraße. Staatssekretär Lammers überwachte" den Bahnhof Zoo, die Reichsfrauen­führerin Frau S ch o l tz - K l i n k dasCapitol". Am Innsbrucker Platz wurde Reichsminister K e r r l sehr schnell erkannt. An der Pschorr-Ecke lockte ein großes Schild ,^)ier sammelt der Polizeipräsident Graf Helldor f".

Vor dem Rathaus drängten sich Hunderte, um Staatskommissar Dr. Lippert ihre Spende zu geben. In der Spandauer Straße sammelte Ober­bürgermeister Dr. Sah m. Auf dem Alexanderplatz gab es kein Durchkommen. Vor der Berolina hatte Frau Emmi Göring Aufstellung genommen. Jeder spendete mit fröhlichem Zuruf, und auf dem Denkmalsockel häuften sich die gefüllten Sammel­büchsen. Indessen hatte der Stellvertreter des Füh­rers, Reichsminister Rudolf Heß, seinen ergie­bigen Standort auf dem Hermann-Platz gewechselt. Kaum war er auf dem Horst-Wessel-Platz eingetrof­fen, da wird das Gelände vor der Volksbühne auch schon von Tausenden überflutet.

Schon eine Stunde vor Beginn der Sammlung war der Pariser Platz ein einziges wogendes Menschenmeer, das noch sorglich durch Absperrungs­ketten vom Adlon zurückgehalten wurde. Schlag 16 Uhr, nachdem Reichsminister Dr. Goebbels von feiner kleinen Helga das erste Scherflein in Empfang genommen hatte, konnte der erste Spen­der dieHohle Gasse passieren", und nun riß Stunde für Stunde der Strom nicht mehr ab. Hier kam ein ganzes Volk in allen seinen Ständen und Schichten vorbei und opferte mit dem Gruß auf den Lippen:Heil Hitler!" Da hatte sich eine Mutter mit ihren zwei Kinderchen auf dem Arm durch das Gewühl hindurchgewunden und lieferte nun dem Doktor" durch die Händchen ihrer Kinder ihr Scherflein ab, ein Sparkassenbuch wurde dem Mi­nister gereicht. Viele Menschen und viele Methoden des Gebens. Wenn doch nur alle, die im Aus­land vonschlechter Stimmung" undUnzufrie­denheit" sprechen, hier Zeugen gewesen wären! Sie wären eines anderen belehrt worden, sie hätten gesehen: hier steht ein ganzes Volk, hier stehen die Deutschen schlechthin! Der Humor be­herrschte die Stunde und Dr. Goebbels selbst trug nicht wenig dazu bei:Wer Hosenknöpfe rein tut, wird eingelocht". Nun gab es keine Hosenknöpfe, es gab oft genua 50-Pfennig- und Markstücke. Aber es gab auch mehr. Wer dabei stand, konnte sich davon Überzeugen; Schecks mit mehrstelligen Zahlen. Na­türlich bot diese persönliche Spende die beste Ge­legenheitschöne Grüße" loszuwerden. Und woher

Oie Nachfolge Gchemms.

Staatsminister Wächtler zum Gauleiter und NSLB.-Hauptamtsleiter ernannt.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Berlin, 7. Dez. (DNB.) Der Stab des Stell­vertreters des Führers gibt folgende Verfügungen

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kamen die nicht! Aus Südwestafrika und aus der Tschechoslowakei, aus Tirol, Essen und Oesterreich, aus Ostpreußen und Velbert, aus Siebenbürgen und dem Sudetenland. Sie kamen von überall, wo auf der weiten Welt die deutsche Zunge klingt. Man sah auch ein japanisches Ehepaar, das sich die Mühe desDurchkämpfens" bis zum Minister nicht hatte verdrießen lassen und spendete, wie überhaupt so mancher ausländische Geldschein und so manche aus- ländifche Münze in die Büchse fielen.Devisen nehmen mir besonders gern!" sagte der Minister.

Den Weihnachtsmarkt im Lustgarten hatten sich Stabschef Lutze und Obergruppenführer v. I a - gaw zum lohnenden Sammelbezirk erwählt. Zwi­schen Schloßbrücke und Brandenburger Tor sah man

u. a. die Reichsleiter Amann, Bormann, Bouhler, Rosenberg, Dr. Dietrich, Hauptamtsleiter Hilgen» f e l d t und Obergruppenführer Brückner, vor der Universität deren Rektor Professor Krüger. Un­möglich, alle Sammler zu nennen, das aber kann gesagt werden, daß sie alle restlos und freudig sich einsetzten, um im Kampf gegen Hunger und Kälte eine siegreiche Schlacht zu schlagen. Das Ergebnis wird sich sehen lassen können!

3n Frankfurt.

Auch in Frankfurt a. M. waren die führen­den Männer der Partei und ihrer Gliederungen, Behörden, der freien Berufe, der Presse, des Rund­funks und des Theaters zur Sammelaktion ange­treten. Auf allen Plätzen spielten Musikkapellen oder ließen Gesangvereine prächtige Chöre er­klingen. Punkt 4.16 Uhr nahmen Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, Gaupropagandaleiter Müller-Scheld, Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs u. a. ihre Posten im Zentrum der Stadt, der Hauptwache und den dahin führenden Straßen, ein, von einer unübersehbaren Menge be­geistert begrüßt. Im Nu war die erste Sammel­büchse des Gauleiters von großen und kleinen Mün­zen gefüllt. Jeder wollte der erste sein, der sein Opfer darbringt. SA.-Gruppenführer B e ck e r l e, der Treuhänder der Arbeit Schwarz, sie alle konnten kaum an alle die herankommen, die geben wollten. Unter den 2000 Sammlern Frankfurts befand sich auch der schwedische Schriftsteller Bengt Berg. Auch er war ständig von einer großen Menschenmenge umringt, die dem schwedischen Gast den Dank für fein warmherziges Eintreten für das große soziale Werk Adolf Hitlers durch reichliche Spenden abftattete.

Oer Reichsbauernführer sammelte in Goslar.

Goslar, 7. Dez. (DNB.) Am Tag der Natio­nalen Solidarität sammelte Reichsbauernführer und Reichsernährungsminister R. Walther Darre mit feinen engeren Mitarbeitern in der Reichs­bauernstadt Goslar. Die enge Verbunden­heit der Goslarer Bevölkerung mit den Männern des Reichsnährstandes und des Reichsernährungs­ministeriums fand ihren sinnfälligen Ausdruck in der begeisterten Anteilnahme aller Volkskreise. Auch der letzte Bergarbeiter, der jüngste Rekrut der Gos­larer Garnison und die zahlreich nach Goslar ge­eilten Bauern der Umgebung spendeten nach besten Kräften.

des Führers bekannt:Ich ernenne hiermit den bisherigen stellvertretenden Gauleiter uno Staats­minister Fritz Wächtler (Weimar) zum Gau­leiter des Gaues Bayerische Ostmark der NSDAP.

Berlin, den 5. Dezember 1935.

gez.: Adolf Hitler."

Ich ernenne hiermit den Pa. Fritz Wächtler (Weimar) zum kommissarischen Leiter des NS.-Lehrerbundes und Hauptamtsleiter bei der Reichsleitung der NSDAP.

Berlin, den 5. Dezember 1935.

gez.: Adolf Hitler." *

Fritz Wächtler wurde 1891 in Triebes in Thü­ringen geboren. Nach Abschluß seiner Studien am Weimarer Lehrerseminar wurde er 1911 Lehrer in Vippach-Edelhausen im Kreise Weimar, von wo aus er 1913 als Einjährig-Freiwilliger zur MG- Kompanie des Infanterie - Regiments Nr. 94 ein­rückte. Im Kriege wurde er mehrere Male ver­wundet, er erhielt das Eiferne Kreuz 2. Klaffe, den Orden vom Weißen Falken und das Silberne Ver­wundetenabzeichen. Nach dem Kriege nahm er feine Lehrertätigkeit in Dippach wieder auf, wo er auch im Jahre 1926 die Ortsgruppe der NSDAP, grün­dete: auch als erster SA.-Führer dieses Ortes war er erfolgreich für die Bewegung tätig. 1929 wurde er mit fünf anderen Parteigenossen in den Thü­ringischen Landtag gewählt. Der damalige thü­ringische Innen- und 'Volksbildungsminister bestellte

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Reichsminister Dr. Goebbels, der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, und Ministerpräsident Göring beim Sammeln in Berlin. (Scherl-M.)