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fern Abend erscheint. Eine Beurlaubung für diesen Appell kommt nicht in Frage. Dauer des Appells zirka 40 Minuten.

Hitler-Jugend Unterbann 1/116.

Die Führerschaft des Unterbanns 1/116 tritt am Sonntag, 10. November, pünktlich um 8 Uhr, auf dem Brandplatz an. Es ist Brotbeutelverpflegung für den ganzen Tag mitzubringen. Uniform: Dienst­anzug mit HI.-Mantel.

, X Die deutsche Arbeitsfront nfthaftKraft durch freute"

-Holzappel" am 10. November um 15 Uhr im Gießener Sladlkhealer.

Am Sonntag, 10. November, 15 Uhr, findet im Stadttheater Gießen die Wiederholung des lustigen VolksstückesHolzappel" von h. A. Weber statt. Wir haben die Veranstaltung auf den Nach­mittag gelegt, um auch den auswärtigen Volks­genossen die Gelegenheit zu bieten, diese Vorstel­lung zu besuchen. Eine besondere Ueberraschung wird die Vorstellung insofern werden, als außer

Wir ehren die Gefallenen

der nationalsozialistischen Bewegung! Zahnen heraus!

Kreisleitung Gießen der 7l©OAP

dem Dichter auch das Urbild des WirtesZum goldenen Ochsen", der Gastwirt Hennemann aus Holzappel an der Lahn, an der Aufführung teilnimmt. Herr Hennemann wird mitten unter den Besuchern sitzen; wir wollen doch einmal sehen, ob und von wem er erkannt wird. Auch der Poli­zeidiener Kuhn lebt in Wirklichkeit als Polizei­diener gleichen Namens in Holzappel. Arbeits- kameraden, wenn ihr wirklich einmal herzerfrischend lachen wollt, wenn ihr wieder einmal den Geruch von Erde, kräftiger, ja saftigere Heimatluft spüren wollt, dann besucht am kommenden SonntagHolz­appel". Die Tageskasse ist am Sonntag ab 14.30 Uhr geöffnet.

Wissenschaft im Dienst am deutschen Volk.

Der erste Vortrag in dieser Reihe ist am Montag, 11. November, um 20 Uhr im Hörsaal des Kunst­wissenschaftlichen Instituts, Ludwigstraße 34. Es spricht Prof. Dr. Klute überWirtschaftswert afrikanischer Landschaften" (mit Lichtbildern). Ein­tritt frei.

©porffurfe des ©portamts Gießen

Das Sportamt ist am heutigen Tage geschloffen!

heute laufen folgende Sportkurse:

Waldlauf, für Frauen und Männer. Don 16 bis 17.30 Uhr, Universitätssportplatz.

Hallentennis. Von 16 bis 17 Uhr, Volks­halle.

Sportkurse am Sonntagvormittag.

Hallentennis. Von 9 bis 10 und von 10 bis 11 Uhr, Volkshalle. (Neuanmeldungen werden dort noch entgegengenommen.)

Sportkurse am Montag:

Fröhl. Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Don 19.45 bis 20.45 Uhr, Großen- Buseck, Schule.

Reiten. Von 20 bis 21 und von 21 bis 22 Uhr, Reitschule Schömbs.

&b$.- Ski-Ausrüstung!

Wir machen darauf aufmerksam, daß der Schluß­termin für den Verkauf der KdF.-Ski-Ausrüstung der 10. Dezember ist. Nach diesem Termin kommt die verbilligte Ausrüstung nicht mehr zum Ver­kauf. Die zum Verkauf dieser Ausrüstung zu­gelassenen Sportgeschäfte sind durch entsprechenden Aushang kenntlich gemacht.

Die Hiffung der HZ.-Zahne auf dem Malgymnasium

Zu dem gestrigen Bericht über die feierliche his- sung der Fahne der Hitler-Jugend auf dem Gieße­ner Realgymnasium ist berichtigend zu bemerken, daß Gefolgschaftsführer B ö tz in seiner Eigenschaft als Führer der Gefolgschaft 4/116 der HI. gespro­chen hat.

Landschastsbund Bolksium und Heimat

Ortsring Gießen.

Donnerstag, 14. November, 20.15 Uhr: Heimat­abend in der Aula des Gymnasiums. Lichtbilder­vortrag von Universitätsprofessor Dr. Hummel: Wie unsere Heimatlandschaft entstanden ist". Lieder der Heimat von Frau Steiner, gesungen von der Dichterin.

Eintritt für Mitglieder des LVH., der angeschlosse­nen Verbände und des Goethebundes samt ihren Angehörigen je 10 Pf., für Nichtmitglieder 30 Pf.

Aus der medizinischen Fachschaft.

Der Leiter der Medizinischen Fachschaft, Kame­rad Fritz Müller, und der Beauftragte der Me­dizinischen Fakultät für den Reichsleistungskampf, Professor Dr. ©eifer, hatten für Dienstagabend eine Sitzung zur Festsetzung der Themen für den Reichsleistungskampf einberufen. Studenten der Medizinischen Fachschaft und mehrere geladene Dozenten waren erschienen. Kamerad Müller wies einleitend auf die Bedeutung des Reichs- leistungskampfes hin und gab die näheren Durch­führungsbestimmungen bekannt. Dann nahm Pro­fessor ©eifer Stellung zu der Frage der Themen­gestaltung und deren praktischer Durchführbarkeit in Arbeitsgemeinschaften. In der anschließenden sehr regen Aussprache wurden folgende Themen zur Bearbeitung vorgeschlagen:

1. Vorbeugendes Schaffen des Arztes.

2. Berufsschäden und ihre Verhütung in der ober­hessischen und hessen-nassauischen Stein- und Hüttenindustrie.

3. Die Beziehungen der Häufigkeit des Gallen­steinleidens in Oberhessen zum endemischen Paratyphus.

Leder Hilst dem Winterhilfswerk!

AndieNesihervonLastttastwagen

Arn 16. November 1935 sammelt in Stadt und kreis Gießen das Jungvolk Brot, das dann den bedürftigen Volksgenossen in Offenbach zu­geführt werden soll. Zum Transport der vielen Tausenden von Broten benötigt die Kreisführung des WHW. für den Spätnachmittag des 16. Novem­ber und für den 17.November 25 bis 30 Last- kraf tf ahrzeuge. Ls ergeht daher an alle Besitzer von geeigneten Lastkraftwagen der drin­gende Appell, ihr Fahrzeug in den Dienst der guten Zache zu stellen. Alles Nähere ist zu erfahren durch die Kreisführung des WHW., Abteilung Organisa­tion, Fernruf: 2297. 3m Interesse einer reibungs­losen Durchführung dieser großzügigen Hilfsaktion für das Oftenbacher Notstandsgebiet erwartet die Kreisführung, daß ihr Appell, wie in den Vor­jahren, wiederum opferbereite Unter­stützung findet.

Die Kreisführung des WHW.

Morgen Lmtopssonntag.

Am morgigen Sonntag werden alle Volksgenossen den zweiten Eintopfsonntag zur Förde­rung des Winterhilfswerkes 1935/36 und als Be­kenntnis zu den im schwersten Daseinskampf rin­genden deutschen Brüdern und Schwestern begehen. An diesem Tage ist es Ehrenpflicht aller deut­schen Familien, das Eintopfgericht auf den Mittags tisch zu bringen und damit

der Parole zu folgen, die der Führer auch für diesen Teil des Kampfes gegen hunger und Kälte gegeben hat.

In den Gastwirtschaften wird man nach den Weisungen der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherberaungsgewerbe in der Zeit von 10 bis 17 Uhr die Auswahl haben zwischen Erbsensuppe mit Wurst, einem Fischeintopfgericht in einer Zusam­menstellung nach Wahl sowie einem Gemüsetopf, vegetarisch oder mit Fleischeinlage. Dieser Speise­zettel stellt keine Vorschrift für die Privathaus­haltungen dar, aber als eine gewisse Richtlinie kann

er doch manchen Hausfrauen dienen. Mit großem Genuß kann man aber auch mancherlei andere Eintopfgerichte genießen, deren Herstellungskosten nicht allzu hoch sind und die Möglichkeit geben,

die Lintopf-Opserspende für das Winterhilfs­werk recht ausgiebig zu bemessen.

Jede deutsche Hausfrau und jeder deutsche Mann tue nach dieser Richtung hin das beste, um durch den Eintopf und die Eintopfspende mit allen Kräf­ten beizutragen zur Erfüllung der großen Aufgabe: Die Volksgemeinschaft ist auch

im Winterhilfswerk eine unzertrennliche Ein­heit bei der Hilfeleistung für diejenigen Män­ner, Frauen und Kinder, bei denen noch immer die Jlof am häuslichen Herde sitzt!

Darum gilt es für alle deutschen Menschen: Ein- topffonntaa ist ein Tag des Bekenntnis- ses und des freudigen Opfers für das WHW!

7!©D., Ortsgruppe Gießen-Nord.

Vetr.: Lebensmittelopferring.

Mittwoch, 13. d. M., findet die Einziehung des Lebensmittelopferringes für den Monat November statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Spen­den bereitzuhalten und den Inhalt auf die Um­hüllungen zu schreiben.

Winterhilfswerk 1935/36 Ortsgruppe Gießen-©üd.

Am Montag, 11., Dienstag, 12. und Mittwoch, 13. November findet durch die NS.-Frauenschaft im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Pfund­sammlung für den Monat November 1935 statt.

Es wird gebeten, die Pfundpakete zur Abholung bereit zu halten.

Lebensmittel-pfundpäckchen-©amm- lung in der Ortsgruppe Gießen-Ost.

Die Sammlung für November wird Dienstag, 12. und Mittwoch, 13. November von der NS.- Frauenschaft durchgeführt. Es wird gebeten, die Pfundpäckchen bereit zu halten und den Inhalt der Päckchen außen sichtbar anzugeben.

4. Erbbiologische Feststellungen bei 4500 hessischen Sippen.

5. Die Judenfrage in Oberhessen.

6. Liebigs Einstuß auf die Medizin.

Diese Themen werden in Arbeitsgemeinschaften zu je 10 Mann unter der wissenschaftlichen Leitung der Dozenten des jeweiligen Arbeitsgebietes durch­geführt.

Handtaschenräuber treiben ihrllnwesen.

Der heutige Polizeibericht der Kriminalpolizei­stelle Gießen meldet:

Am 8. November, etwa um 20.30 Uhr, wurde einer Frau, die durch den hitlerwall dem Werner- wall zuging, in höhe des Landgerichtsgebäudes die Handtasche entrißen. Die Frau, die sich an der Häuserseite bewegte, sah einen jungen Mann aus den Anlagen kommen, der die Straße überquerte und einige Schritte hinter ihr herging. In der Nähe des dort befindlichen Briefkastens beschleu­nigte der Mann seine Schritte und erweckte bei der Frau den Anschein, als wolle er Briefsachen ein­werfen. Im gleichen Augenblick aber erfaßte er die Handtasche der Frau, riß diese ab und lief in großen Sätzen wieder nach der Anlage, wo er ver­schwand. Kurze Zeit später wiederholte sich der gleiche Vorgang an der Straßenecke Rodhohl-Fried- richstraße. Zwei Zeugen, die die Hilferufe der zu­letzt Geschädigten hörten, sahen, wie zwei junge Burschen im Alter von 18 bis 20 Jahren den Tat­ort mit Fahrrädern fluchtartig verließen. Beide sollen ohne Mäntel und Kopfbedeckung und etwa 1,68 Zentimeter groß gewesen sein. Einer davon habe braune Ledergamaschen getragen. Von der Geschädigten des Ueberfalls im hitlerwall wird der Täter hinsichtlich des Alters, der Größe und der Kleidung genau so beschrieben. Sie gibt nur noch weiter an, daß er einen dunklen Anzug getragen, rotblonde haare und schmales blasses Gesicht ge­habt habe. Es handelt sich in beiden Fällen zweifel­los um die gleichen Täter.

Personen, die sachdienliche Angaben für die Tä­terermittelung machen können, werden ersucht, der Kriminalpolizeistelle Nachricht zu geben.

Gründung der ©chulgemeinde des Malgymnasiums.

Arn Freitagnachmittag veranstaltete das Realgym­nasium eine von Eltern und Schülern stark besuckte Feier anläßlich der Gründung der Schulgemeinde, nachdem am Vormittag Schule und Hitlerjugend dem Gleichschritt ihres Marsches fürs Dritte Reich durch hiffung der Hitlerjugendfahne Ausdruck gegeben hatten.

Schulorchester und Chor unter langbewährter Lei­tung von Reallehrer Blaß weihten die Stunde mit ernsten und frohen Weisen deutscher Musik, in Ge­dicht und Sprechchor kam das siegreiche Aufwärts­streben unseres Vaterlandes aus Nacht zum Licht, treues Gedenken an unsere Toten und herzlicher Gruß an den Führer zum Ausdruck.

Nach herzlicher Begrüßung führte Oberstudien­direktor Angelberger etwa folgendes aus: Unser Führer selbst hat den für die Erhaltung und die Dauer eines Staates unentbehrlichen Wert der Erziehung ausdrücklich bestätigt. Aus der Verpflich­tung, die junge Generation schon frühzeitig in die Grundgedanken des Staates einzuführen, ergibt sich die volkspolitische Aufgabe der Erziehung, wie die hohe Bewertung der Jugend als eines nationalen Unterpfandes für die Zukunft. Ein Erlaß des Herrn Reichsministers Rust stellt Aufgaben und Rechte der drei Hauptmächte deutscher Erziehung, Schule, Elternhaus und Hitlerjugend, klar und allseitig fördernd heraus. Sie sollen bilden eine Dreiheit deutscher Gemeinschaft mit gleicher Gesinnung, gleichem Weg und gleicher Zielrichtung. Jede der drei Er­ziehungsmächte trägt zum Gelingen des Zieles, ein opferfreudiges, für deutsches Leben und deutsche Kul-

tur aufgeschlossenes Geschlecht heranzubilden, die gleiche und schwere Veranwortung. Kein Gegenein­ander, sondern ein froh bejahtes Miteinander zum Segen von Führung, Staat und Volk. Die Grün­dung der Schulgemeinde und die B este l - lung von Jugendwaltern soll den Bund zwischen Schule und Elternhaus fest be­gründen, einen Bund, in den auch die Hitler­jugend eng einbezogen ist. Gegenseitige Verant­wortlichkeit, diese Pflicht gilt auch der Elternschaft. Sie bildet zusammen mit dem Lehrkörper der Schule die Schulgemeinde, deren Führung in Händen des Schulleiters liegt. Ihm stehen zu engerer Beratung zur Seite einige Väter als Jugendwalter und ein Vertreter der Hitlerjugend als Verbindungsmann zur Staatsjugend. Die Jugendwalter üben ihre Tä­tigkeit nach vorheriger Bestätigung durch die Partei für ein Jahr aus. Für das Realgymnasium sind bestätigt: die Herren Rechtsanwalt Dr. Karl Krü­ger, Postsekretär Adam Lotz, Postschaffner Karl Schmitt und Regierungsrat Karl Wecker, dazu tritt Obersekundaner Rudolf Stein als Vertreter der Hitlerjugend. Ihnen allen gilt Gruß und Dank des Führers der Schulgemeinde für ihre Bereitwil­ligkeit zu neuem, verantwortungsvollem Dienst. Sie wurden mit Handschlag verpflichtet.

Danach gaben Regierungsrat Wecker als Spre­cher der Jugendwarte und Obersekundaner Stein als Vertreter der Hitlerjugend ihr Einverständnis kund, im Sinne der neuen Schulgemeinde verant­wortungsfreudig mitzuarbeiten. Das Schlußwort des Schulleiters faßte den Inhalt der Feier im Sieg-Heil auf den Führer zusammen. Gemeinsamer Gesang der deutschen Lieder beschloß die Feierstunde.

Gießener Dochenrnarktprelfe.

* Gießen, 9. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier inländische, frische Klasse A 12%, Klasse B 12, holländische Kühlhaus­eier 11, jugoslawische, frische 10%, Wirsing, das Pfund 6 bis 10 Pf., der Zentner 6 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 4 bis 8 Pf., der Zentner 4 bis 5 Mark, Rotkraut, das Pfund 7 bis 10 Pf., der Zentner 8 bis 10 Mark, Gelbe Rüben 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 5 bis 8, Rosenkohl 20 bis 35, Feld­salat 80 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 15 bis 20, Zwiebeln 7, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 12 bis 30 Pf., der Zentner 12 bis 15 Mark, Boskop 25 bis 30 Mark, Birnen, das Pfund 10 bis 25 Pf., Nüsse 40 bis 55, Zwetschenhonig 40, junge Hähne 80 Pf. bis 1 Mark, Suppenhühner 70 bis 80 Pf., Gänse 80 bis 90, Enten 80 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das Stück 50 Pf., Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Endivien 8 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 12, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 25 Pf.

*

** Städtische Brennholzversteige­rung. Die Bürgermeisterei kündigt in einer Be­kanntmachung im heutigen Anzeigenteil eine Brenn« Holzversteigerung am Montag, 11. November, an. Auf die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen.

** Viehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet hier Rindvieh-(Nutzvieh-)Markt statt; am Mittwoch, 27. November, wird Schweine­markt abgehalten.

** E i n Zusammenstoß zwischen Mo­torradlern und Pferdefuhrwerk ereig­nete sich gestern nachmittag auf der Landstraße Heuchelheim Gießen. Bei dem Unfall trugen die Motorradler Vesper und Sann aus Burg-Ge- münben zum Glück nur Hautabschürfungen davon, das Motorrad selbst wurde betriebsunfähig. Das Pferdefuhrwerk erlitt keinen Schaden.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

* Beuern, 8. Nov. Bei der am vergangenen Sonntag in unserem Orte durchgeführten ersten Sammlung für das W i n t e r h i l f s w e r k 193 5/36 wurden 120 Abzeichen verkauft. Der Erlös betrug 32 Mark. Bei der ersten Eintopf- gerichtsammlung wurden aus unserem Dorfe 47 Mark dem Winterhilfswerk zugeführt. Am morgigen Sonntaa hält der hiesige Kegelklub Gut holz" auf seiner Kegelbahn ein Preis- kegeln ab, für das wertvolle Preise geftiftet worden sind.

= Steinbach, 8. Nov. Seit einigen Wochen waren die Bonitierungsarbeiten für die Feldbereinigung anläßlich der Durchfüh­rung der Reichsautobahn durch unsere Ge­markung im Gange. Vor 14 Tagen wurden die Arbeiten der Bonitierungskommission unterbrochen. Wie man hört, wird eine andere Linien- führung der Reichsautobahn erwogen. Diese sollte nach der Absteckung unterhalb des Dorfes die Straße Steinbach Li ch über­queren. Dadurch wäre sogar das letzte Haus vom Dorfe abgeschnitten worden. Die Geländeschwieria- feiten sind aerobe an diesem Punkte beträchtlich. Angeblich soll nun ab Dorf-Gill eine andere Führung der Reichsautostraße erwogen werden, so daß dieselbe die Straße GießenSteinback ober­halb des Dorfes überqueren soll. Auch soll dort der Autobahnhof geplant sein. Eine feste Entscheidung liegt anscheinend bis jetzt nicht vor, da die Kommission ihre Arbeiten noch nicht wieder ausgenommen hat.

* Dors-Gill, 9. Nov. Am kommenden Mon­tag, 11. November, kann die Witwe des Schreiner­meisters Louis A tz b a ch von hier ihren 8 0. Ge­burtstag feiern. Noch bis vor kurzem tonnte sich die hochbetagte Frau im haushalt ihres Sohnes betätigen.

Kreis Friedberg.

= Butzbach, 8. Nov. Die Partei hielt im Saale desDeutschen Hauses" ihre monatliche Mitgliederversammlung ab, die einen recht guten Besuch aufzuweisen hatte. Ortsgruppen­leiter Dr. Mörschel eröffnete nach dem gemein­samen LiedeVolk ans Gewehr" die Versammlung. Anschließend gedachte er des vor wenigen Tagen verstorbenen Reichsstatthalters und Gauleiters L o e p e r. Im weiteren Verlaufe wurde die innen» und außenpolitische Lage behandelt, dabei auch auf das Winterhilfswerk hingewiesen. Alsdann gab der Ortsgruppenleiter Rundschreiben und Verordnungen des Gau- und Kreisleiters bekannt. Ortsgruppen- leiter-Stellvertreter Dr. Zinßer sprach hierauf in längeren Ausführungen über das neueEhegesund­heitsgesetz". Der Ortsgruppenleiter schloß den Abend mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer. Vor der Ortsgruppenversammlung waren die Butz­bacher Feuerwehr und Sanitätskolon- ne in Alarmzustand versetzt worden. Im Beisein des Kreisamtsvertreters Regierungsrat h e u s v h n, des Kreisfeuerwehrinspektvrs Füller und des Bürgermeisters Dr. Mörschel zeigte die Frei­willige Feuerwehr eine große Hebung, die darin bestand, die Schlagfertigkeit, Bekämpfung des Feu­ers, Rettungsmöglichkeiten von Menschen, erste Hilfeleistung usw. in gemeinsamer Arbeit mit der Sanitätsabteilung zu beweisen. Daß dies in bestem Maße geglückt war, bewies die sich anschließende Kritik des Kreisfeuerwehrinspektors, sowie des Re­gierungsrates h e u s o h n. Besonderes Lob wurde auch der Leitung der Wehr und Sanitätsabteilung gespendet.

ch Butzbach, 8. Nov. Die Weidig-Werner- Oberrealschule hielt dieser Tage ihren zwei­ten E l t e r na b e n b ab, der wiederum gut besucht war. Nach Begrüßung des Schulleiters sprach Prof. Dr. Weide über die Lehre von der Vererbung. Im weiteren Verlauf gab der Unterprimaner Buß eine Darstellung der Erlebnisse auf dem diesjährigen Erntedanktag am Bückeberg. Gesangliche, musika­lische Darbietungen, sowie einige Gedicktvorträge bereicherten den Abend, der von dem Leiter der Schule, Oberstudiendirektor Dr. Gan s, in der üblichen Weise geschlossen wurde.

Kreis Schotten.

Laubach, 8. Nov. Dieser Tage fand im Schützenhof" eine Mitgliederversamm­lung der Deutschen Arbeitsfront statt, in der der Kreiskassewalter der DAF., Pg. Klein (Gedern), in eineinhalbstündiger Rede über den Ausbau unZ) Zweck der Deutschen Arbeitsfront wichtige und interessante Ausführungen machte. Der Bortragenbe erntete bei ben Zuhörern reichen Beifall. Nach einer kurzen Aussprache würbe bis Versammlung, bie sich eines sehr guten Besuches erfreute, burck OG.-Leiter Pg. Henze mit brei- fachem Sieg-Heil auf ben Führer geschlossen.

kreis Alsfeld.

I) A l s f e l b, 6. Nov. Die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Stenografenschafi stierte imDeutschen Haus" ihr 40jähriges Jubi­läum. Zu der schlichten aber würdigen Feier hatten sich fast alle Vereinsangehorige eingefunben. Nach einleitenden Begrüßungsworten bes stellv. Ortsgruppenoorsitzenden Ferdinand Ehrenklau hielt der Führer der Ortsgruppe Alsfeld der Deut­schen Stenografenschaft Karl Bellinger einen Dortrag über72 Jahre Kurzschrift in Alsfeld", in dem er einen interessanten Rückblick über bie Entwickelung ber Kurzschrift in Alsfeld gab, aus dem zu entnehmen war, daß bereits im Jahre 1863 ein Stenografenverein in Alsfeld ins Leben geru­fen war, der allerdings später wieder aufhörte. Am 16. April 1895 wurde der heutige Verein ge­gründet, der es zu hoher Blüte brachte und ein kräftiger Eckstein in ber Deutschen Stenografenschaft geworden sei. Der Redner schloß mit einem Sieg- heil auf ben Führer und das Vaterland. Bürger­meister Dr. V o l s i n g überbrachte die Glückwünsche der Stadt zu dem denkwürdigen Jubiläum. Er wies auf die hohe Bedeutung ber Kurzschrift hin und sprach sich in anerkennenden Worten über ben Geist aus, ber in der Ortsgruppe Alsfeld herrsche, und der das Verdienst des Vorsitzenden Bellin­ger sei. Kreisyebietsführer Kuhl- Gießen über­brachte die Grüße und Glückwünsche Des Gau- gebietsführers und überreichte dem Verein eine silberne Statuette des Führers und Reichskanzlers

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