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(Spv. 1920 Heuchelheim) in der
Das Feld der Rennfahrer am Daubringer Paß. — (Aufnahme: Neuner, Gießen.)
Die ersten
In der A-Klasse (1917/18) brachte Helmut Möll (DfB.'Reichsbahn) die beiden Sprintstrecken an sich, und zwar 100 Meter in 12,1 und 400 Meter in 57 Sek. Ein feines Rennen waren die 1500 Meter, die der hochveranlagte Walter Rinn
den etwas zurück. In der Schwedenstaffel (400, 300, 200, 100) dominierten die 1900er.
Die Klasse B (Jahrgang 1919/20) hatte in Kley (DfB.-Reichsbahn) wohl nicht nur ihren besten Mann, sondern auch den erfolgreichsten Athleten auf dem Platz. Die von ihm erzielten 11,7 Sek. über 100 Meter, 13,05 Meter im Kugelstoßen und 5,92 Meter im Weitsprung sind als überragend zu bezeichnen. Neben Kley zeigte auch Goß (1900) gutes Können. Die Staffel (4X100 Meter) in dieser Klasse fiel ebenfalls an die Spielvereinigung 1900.
Was Kley für die B-Jugend bedeutete, war E. Rinn (Tv. Heuchelheim) in der E-Jugend (Jahrgang 1921/22) Erwähnung verdient auch der 800-Meter-Sieger dieser Klasse. G e m m e r (Mtv. Gießen). In der 4 X 100-Meter-Staffel behielt der DfB.-Reichsbahn die Oberhand.
In der Klasse D (Jahrgang 1923 und jünger) gab es auch schon harte Kämpfe Läuferisch war der Mtv. Gießen am besten gerüstet, der auch die 4X50-Meter°Staffel gewann, allerdings nur mit Handbreite vor den Kleinsten von 1900. — Die Ergebnisse folgen.
natürlich nicht zu denken. Etancelins Maserati wurde aus der Kurve geschleudert und dabei so schwer beschädigt, daß der Franzose die Weiterfahrt einstellen muhte. Aus der Bahn getragen wurde auch Marinonis Alfa Romeo. Nach 30 Sekunden konnte dieser Fahrer den Kampf wieder aufnehmen. Weniger Glück hatte Fagioli auf Mercedes-Benz. Ein Bremsdefekt zwang ihn, die Waffen zu strecken. Auch Bernd Rosemeyer mußte wegen eines Getriebeschadens seinen Auto-Union- Wagen an die Box steuern. Er nahm auf dem Wagen von Pietsch aber sofort das Rennen wieder auf. In der 30. Runde gab es einen Zusammen- stoß Taruffis mit einer der vier „Schikanen". Carrgcciola wurde in Mitleidenschaft gezogen und mußte vorübergehend abstoppen. Das nutzte Nuvo° lari zu einem Angriff aus: der Deutsche fiel zurück.
Caracciola und Brauchitsch kamen wenig später, aber nicht mehr an den Tribünen vorbei. Borne hatte Nuvolari einen gelungenen Angriff auf Hans Stuck durchgeführt und den Deutschen auf den 2. Platz verwiesen. Der Italiener hatte schwer gegen Stuck zu kämpfen. Schließlich war seine Maschine aber doch erledigt, er wechselte mit Dreyfus den Platz und fuhr auf dessen Wagen weiter. Das war etwa in der 50. Runde. Hans Stuck war auf dem Posten und ging jetzt endgültig an die Spitze. In gleichmäßiger, durch nichts mehr aus dem Konzept zu bringender Fahrt hielt der Deutsche Bergmeister dann die Spitze sicher bis ins Ziel. Nuvolari fuhr an zweiter Stelle, aber noch in der gleichen Runde wie Stuck weiter. Rosemeyer war inzwischen endgültig auf den dritten Platz vorgekommen, doch lag er bereits mehrere Runden zurück. Fast alle übrigen Fahrer hatten mittlerweile das Rennen aufstecken müssen. Nach 3:40:09 Stunden Fahrzeit brauste Stuck als Erster über das Zielband. Sein Durchschnitt war mit 137,080 Kilometer ganz hervorragend. Die deutsche Flagge ging am Siegesmast hoch, das Deutschlandlied klyng auf. Stucks Sieg wurde von den Zuschauermassen stürmisch gefeiert; man erkannte seine großartige Leistung an.
Radfernfahrt Basel—Meve.
Radfernfahrt Basel—Cleve brachte auf der
Etappe Basel—Rüsselsheim am Samstag
-rügen durch ihre umsichtige Leitung mit ein Teil zu der glatten Abwicklung bei.
Fußball Berbandsspiele der Gauliga-Mannscbasten
über 350,6 Kilometer einen deutschen Sieg. In 10:18,15 Stunden siegte der Schweinfurter Wen- del vor Heller und Wierz. Soerensen-Dänemark als Vierter war der beste Ausländer, die ersten Schweizer waren Ott (7.) und Nievergelt (10.) — In der Länderwertung lag Deutschland an der Spitze vor Schweiz und Dänemark.
Mit der zweiten Etappe wurde am Sonntag von Rüsselsheim nach Cleve über 303,5 Kilometer fortgesetzt und beendet. Etappensieger wurde der
Hans Stulk - Sieger von Monza. Auto-Union gewinnt Großen Preis von Italien. - 50000 Zuschauer. 11 von 16 Fahrern schieden aus.
(Spv. 1920 Heuchelheim) in der guten Zeit von 4:28,8 Sek. gewann. Auch in den Sprüngen wurden schöne Leistungen gezeigt. So sicherte sich Hußke (Mtv. Gießen) den Hochsprung mit 1,60 Meter, während Volk (1900) im Weitsprung mit 5,73 Meter die Spitze hielt. Die Wurfleistungen stan-
neutralisiert. Dann zogen die Mannschaften in scharfem Tempo los. Weitere 10 Minuten nach dem Start der A= und B-Fahrer begab sich die E-Klasse auf den Weg.
Die Fahrer gingen in das Rennen unter aller Ausnützung ihrer Erfahrungen. Sauber gestaffelt fuhr einer hinter dem anderen, um möglichst wenig Kraft zu verlieren, um dem geringsten Luftwiderstand zu begegnen. Dem Zuschauer bot sich ein prächtiges Bild sportlicher Disziplin.
In scharfer Fahrt ging es zunächst hinauf zur Karlsruhe, an der Wellersburg vorbei, hinunter nach Lollar und in unvermindert rascher Fahrt nach dem Dorfe Staufenberg zu. Lanae Zeit und während der ganzen ersten Runde blieben die Felder dicht geschlossen. Während die B-Klasse bemüht war, den zugestandenen Vorsvrung zu halten, strengten sich die Fahrer der A-Klasse an, diesen Vorsprung zu verkürzen. Die Zeitwertung wurde ja ohne Berüsichtigung des der B-Klasse gegebenen Vorsprungs durchgeführt. Während der ersten Runde vermochte die A-Klasse bereits eine Minute aufzuholen. Von Rund zu Runde wurde der Vorsprung geringer. Bereits in der vierten Runde waren die B-Fahrer eingeholt. Aus beiden Klassen hatte es inzwischen schon einige Ausfälle gegeben, sei es durch Reifenschaden auf schlechter Straße oder durch Maschinendefekte. Einige Fahrer mußten deshalb aufgeben. Andere bemühten sich immer wieder um den Anschluß an die Spitzengruppe. Die alten Kämpen der Landstraße, die in der vierten Runde mit neun Mann die Spitzengruppe bildeten, fuhren die Strecke mit unerhörter Zähigkeit und kaum auf der Strecke zum Daubringer Paß empor zog sich das Feld etwas auseinander.
über Kaiserallee, Moltkestraße, Adolf-Hitler-Wall, Marburger Straße nach Lollar, durch Staufenberg und an Daubringen vorbei, von dort aus auf der lange ansteigenden Straße hinauf auf den Daubringer Paß, hinunter nach Alten-Buseck, nach Großen-Buseck und wiederum hinauf, diesmal zur Ganseburg und dann zum Schützenhaus. Das Schützenhaus war der Start- und Zielplatz, der ständig von einer großen Menschenmenge umlagert war. Zur Mittagszeit, da mit der Ankunft der Fahrer zu rechnen war, harrten etwa 1000 Zuschauer der Rennfahrer und wollten Zeugen rassiger Spurts sein. Der gestrige Sonntag brachte den Radsport dem Verständnis vieler Polksgenossen .näher. Dor allem wurde erneut und eindrucksvoll vor Äugen geführt, welcher Leistung der Willensstärke Mensch fähig ist. Die 210 Kilometer wurden ohne Pause von den meisten Fahrern der A= und S-Klasse in 6:26 bis 6:50 Stunden zurückgelegt. Die Leistungen verdienen deshalb besondere Beachtung, weil die Fahrer zum Teil schlechte Straßenstrecken zu überwinden hatten. Auf einigen Teilen der Strecke gab es auch einigen Gegenwind. Ganz zu schweigen von den großen Höhenunterschieden, die zu überwinden waren.
Oer Nennverlauf
gestaltete sich recht anregend. Pünktlich um 7.15 Uhr wurde die B-Klasse auf die Reise geschickt. Sechs Minuten später startete die A-Klasse. Bis zur Ecke Kaiserallee und Moltkestraße war das Rennen
Gau Nordhessen: Germania Fulda — Kassel 03 3:1; Kurhessen Kassel — VfB. 04 Fried- ioera 1:1; Kurhessen Marburg — Spielv. Kassel 2:1; H. FC. Hanau 93 — Hessen Hersfeld 3:5; Spv. Bad- Nauheim — Borussia Fulda 0:5.
Gau SÜdwest: Eintracht Frankfurt — Bo- -ussia Neunkirchen 3:1; Opel Rüsselsheim — FSV. Frankfurt 2:2; Kickers Offenbach — Phönix Ludwigshafen 1:2; FV. Saarbrücken — Wormatia Worms 1:4; FK. Pirmasens — Union Niederrad 1:2.
Iugeudleichtathletik-Meisterschafleu des Kreises Gießen.
Die gestern auf dem Waldsportplatz des DfB.- Neichsbahn durchgeführten Jugendleichtathletlk-Mel- ckerschaften des Kreises Gießen standen sowohl be- •jeiligungs» als auch leistungsmäßig auf beachtlichem Niveau. Sie legten Zeugnis davon ab, daß die Fugendleichtathletik marschiert und daß in den Ver- ! inen erfolgbringende Arbeit geleistet wird.
der" griff Blücher in den Abwehrkampf Wellingtons ein. Und nach dieser unerhörten Leistung setzte am Abend die klassischste Verfolgung der Kriegsgeschichte ein bis zum letzten Hauch von Mann und Pferd. So erreichte Gneisenau das lang erträumte Ziel: die Ueberwindung Napoleons.
Wir aber wollen uns an diesem klassischen Beispiel der Macht einer Persönlichkeit der Tugenden erinnern, die jeden Feldherrn und jedes Heer unüberwindlich machen. Es sei uns Leitstern bei unserer Arbeit der Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht, die Gneisenau einst begründete mit dem Satz: „Alle Bewohner des Staates sind geborene Verteidiger desselben."
Um den Großen Fubiläumspreis von Gießen.
Straßenrennen über 210 Kilometer.
Abschluß der Jubiläums-Veranstaltungen des Gießener Radfahrervereins 1885
Vor 50 000 Zuschauern feierte am Sonntag die deutsche Automobilindustrie in Monza einen weiteren großen Triumph. Das über 502,970 Kilometer führende Rennen um den Großen Breis von Italien wurde auf der 73mal zu durchfahrenden 6890 Meter langen Rundstrecke von Hans Stuck auf Auto-Union in 3:40:09 Stunden = 137,080 Stundenkilometer nach hartem Kampf vor N u volar i - Italien auf Alfa-Romeo und Bernd Rosemeyer auf Auto-Union gewonnen. Nur Nuvolari wurde dabei nicht überrundet. Für die Schwierigkeiten dieses noch durch sogenannte „Schikanen" er« schwerten Kurses spricht allein die Tatsache, daß von 16 gestarteten Wagen nicht weniger als 11 vorzeitig das Rennen aufftecken mußten. Der Dritte, Rosemeyer, verlor drei Runden gegen Stuck, M a - rinoni (Alfa-Romeo), der Vierte, büßte fünf Runden ein und der Fünfte, Taruffi auf Bugatti, mußte gar 14mal die beiden Erftplacierten an sich vorbeiziehen lassen. Alle übrigen Fahrer, unter ihnen auch die drei Mercedes-Leute, kamen nicht ins Ziel.
Hans Stucks großer Sieg.
Nur 16 von den zuletzt noch „stehengebliebenen" 18 Fahrern nahmen das Rennen auf. Die Deutschen wollten unter allen Umständen ihre zweijährige Siegesserie auch gegen den neuen Alfa fortsetzen, gerade hier auf der gefürchteten und berüchtigten Monza-Bahn, die gegen das Vorjahr länger und noch erheblich schwieriger gemacht worden war.
Zunächst führte Caracciola! Caracciola auf Mercedes-Benz hatte mit Startnummer 6 seinen Platz in der ersten Reihe. Vom Start weg nahm er die Spitze. Nach fünf Runden schon war das Bild an der Spitze völlig umgewandelt.
Zwei Auto-Union, von Stuck und Achills Darzi gesteuert, hielten die beiden ersten Plätze vor Caracciolas Mercedes-Wagen. Hinten schaffte sich Nuvolari vor, auch Rosemeyer kam stärker auf. Stuck und Darzi lieferten sich heftige Kämpfe um die Führung, bis in der 14. Runde der Wagen des Italieners Feuer fing. An ein Weiterfahren war
1900 zeigte wohl die ausgeglichenste Mannschafts- iciftung. Besonders der Sturm erfreute die Anhänger der Dlauweißen, indem er sich erfolgreich ein» usetzen vermochte. Frohnhausen und Nieder-Girmes geigten ebenfalls achtbare Leistungen, wenn auch nicht technisch, so doch großen Eifer und Hingabe. Wetzlar enttäuschte. Es konnte gestern keine über» I i.eugenbe Leistung bieten.
Die beiden Schiedsrichter Gebrüder R ü s p e l e r ' ..... ~ ' gut
Dortmunder Diedrichs in 9:47,22 Stunden vor seinen ihm dichtauf folgenden Landsleuten Wierz- Kleinauheim, Ruhland-Köln und Hauswald-Chem- nitz. In der Gesamtwertung fiel der Sieg für die Fahrt Basel—Cleve an den Kleinauhelmer Wierz, der den Sieger von Warschau—Berlin, Hauswald, auf den zweiten Platz verwies. In der Gesamtländerwertung konnte Deutschland den ersten Platz vor der Schweiz und Dänemark erringen.
Beifall nach den Spielen.
Unter Aufsicht des Kreisführers Henkel wickel- ten sich die Spiele in nachstehender Reihenfolge ab:
1900 — Oranten Frohnhausen 1:1 (1:1).
Frohnhausen ging durch seinen Mittelstürmer : iberraschend in Führung. Schmidt traf hieran keine 1 Schuld, da ihm die Sicht versperrt war. Bei einem Beoränge norm gegnerischen Tor gelang der Aus- ,leich. Kurz vor Schluß hatte Wilhelms Gelegenheit, den Sieg herauszuholen. Sein Schuß holte ich aber der Tormann aus der Ecke. Der Nach- chuß war jedoch zu schwach, so daß der Verteidiger Belegenheit hatte, die Gefahr abzuwenden.
Spv. Wetzlar — TUeder-Girmes 0:0 (0:0).
Die Wetzlarer Vorstädter lieferten hier ihrem Rivalen einen gleichwertigen Kampf. Besonders ihr großer Eifer verhalf ihnen zu dem unentschiedenen Resultat. Man sah aber auch verschiedene gute tech- »ische Leistungen, während Wetzlar keinen richtigen Zusammenhang in das Spiel brachte.
Nieder-Girmes — Oranten Frohnhausen 2:0 (2:0).
Hier hatte man einen Sieg von Frohnhausen er» wartet. Aber Fortuna war mit den Oirmefern. Ein k urz nach Beginn verwandelter Eckball gab ihnen 11 b»en nötigen Rückhalt. Ein wunderbarer Schrägschuß ihres Rechtsaußen ergab das zweite Tor.
1900 — Sportverein Wetzlar 1:0 (1:0).
Dieses Spiel beanspruchte wohl das meiste Jnter- I esse der Zuschauer. Eine Niederlage, das wußten I beibe Mannschaften, bedeutete das Ausscheiden. Deshalb wurde gleich mächtig aufgedreht. Eine Flanke ton Heilmann wollte der Wetzlarer Hüter abwehren. Sein linker Vordermann jedoch behinderte ihn hierbei und prompt nutzte Schmelz die Gelegenheit nus. Wetzlar, zuerst etwas deprimiert, versuchte nun eine Wendung herbeizuführen, aber durch den Trfolg gestärkt, hielten die Blauweißen allen Angriffen stand.
Spv. Wetzlar — Oranten Frohnhausen 1:3 (0:2).
Dies war wohl die größte Überraschung. Frohn- paufen zeigte hier ein äußerst eifriges und mit oer- ,chiebenen guten Kombinationszügen durchwirktes Spiel. Zwei schöne Tore ihrer Flügelstürmer verbal en ihnen zu dem Halbzeitergebnis. Nach der Lause drückte Wetzlar stark und es gelang ihnen iuch durch ihren Halbrechten ein Tor aufzuholen. 3m Gegenangriff jedoch stellte Frohnhausens Rechts- nußen die alte Differenz wieder her.
1900 Gießen — Nieder-Girmes 3:0 (3:0).
Hier zeigten die Blauweißen endlich einmal ihr wahres Können. Besonders der Sturm offenbarte rich in guter Schußlaune. Auf einen Schuß von Heilmann aus 20 Meter fiel das erste Tor. Das । weite resultierte aus einer hohen Vorlage von Jager. Schmelz erwischte sie und unter Assistenz von Wil- >elmi vollendete er die Aktion. Schmelz war auch der Schütze des dritten Tores. Einen Schrägschuß von Wilhelmi hielt der Nieder-Girmeser Torwächter im Fallen. Der Ball entwischte seinen Händen und Schmelz, der energisch nachgesetzt war, traf wiederum ins Schwarze. Nach der Pause war 1900 meist Überlegen, aber zu Erfolgen kam es nicht mehr.
Kritik der Mannschaften:
Fußball-polaltmnier der Spielvereinigung 1900.
Während draußen auf der Grünberger Straße )ie Matadoren der Landstraße ihre Fahrt um den zroßen Jubiläumspreis beendeten, begannen auf !>em Sportplatz der Spielvereinigung 1900 die Spiele um den Jubiläumspokal der ehemaligen hessischen Üeib-Dragoner. Die Veranstaltung schien nicht das nötige Interesse erweckt zu haben, denn nur ca. 500 Zuschauer waren gekommen. Es mag sein, daß mancher lieber ein Spiel zweier Mannschaften von A ns Z sehen will, aber was Abwechslung anbetrifft, »aben auch Pokalspiele ihre ganz besonderen Reize. Besonders die Austragungsart war sehr glücklich gewählt, denn das Spiel jede gegen jede Mann- chaft war sehr interessant. Aber auch propagandistischen Wert haben Pokalspiele. Daß dies gestern in so guter Art und Weise gelang, ist in erster Linie den beteiligten Mannschaften zuzuschreiben. Faire ritterliche Kämpfe, frei von allen Unsportlichkeiten, onden ein dankbares Publikum. Das bewies der
Der Gießener Radfahrerverein, der sich in den letzten Jahren um die Hebung des Radsportes in unserer Stadt außerordentlich verdient gemacht hat, brachte im Zusammenhang mit seinem in oiefem Jahre gefeierten Jubiläum des 50jährigen Bestehens eine Reihe von sportlichen Veranstaltungen zur Durchführung, die ihren Höhepunkt und ihren Abschluß mit dem gestern ausgetragenen „Großen Jubiläumspreis von Gießen" fand. Der Porstand des Vereins hatte keine Mühe gescheut, um gerade dieser Veranstaltung zu einem großen sportlichen Erfolg zu verhelfen. Das Rennen fand denn auch in weiten Kreisen stärkstes Interesse. Die Bedeutung, die man diesem Rennen beimaß, ging allein schon daraus hervor, daß viele bekannte Fahrer ihre Meldung abgaben und am Start erschienen. Aus vielen Städten West- und Südwestdeutschlands kamen die Freunde dieses kernigen Sportes und schufen auf der Rennstrecke jene starke Atmosphäre, Die immer von außerordentlichen Ereignissen ausgeht. Fahrer aus Dortmund, aus Bielefeld, Hagen, Sterk- rade, Köln, Worms, Kassel, Aschaffenburg, Frankfurt, Wiesbaden, Bad Homburg, Offenbach, Gießen, Fulda usw. nahmen teil. In der Startliste fand man viele Namen, mit denen Erinnerungen an Meisterschaftsrennen verbunden sind. Leider konnten die erwarteten Fahrer aus Schweinfurt nicht teilnehmen. Der Ausfall wurde allgemein bedauert, bedeutete aber für dos sportliche Niveau des Rennens keinen Abbruch. Die Rennfahrer waren in drei Klassen genannt: A-, B- und E-Klasse. In der A- und B-Klasse waren die Fahrer vereinigt, die schon in vielen Kämpfen und oftmals siegreich in Rennen lagen, die E-Klasse sah Fahrer am Start, die noch keine besonderen Erfolge zu erringen vermochten.
A- und B-Slasse-Fahrer hatten insgesamt sieben Runden auf der 30 Kilometer langen Runb- strecke zurückzulegen. Die B-Klasse erhielt dabei einen effektiven Vorsprung von sechs Minuten. Die E-Klasse fuhr auf der gleichen Strecke sechs Runden.
Die Strecke selbst führte vom Schützenhaus aus
3n das entscheidende Stadium trat das Rennen, als in der sechsten Runde die Steigung zum Daubringer Paß in einem wahrhaft mörderischen Tempo in Angriff genommen wurde und das feit der fünften Runde vereinigte starke Feld von etwa 18 Fahrern der höhe zustrebte. Leider fielen dabei die beiden Gießener Fahrer Willy Reumann (1885 Gießen) und Heini Preiß (Germania Gießen) heftig ab und verloren sehr rasch viel Terrain.
In der 6. und 7. Runde zog sich das Feld mehr und mehr in die Länge. Die Abstände zwischen den einzelnen Fahrern wurden immer größer. Sicher und unangefochten schob sich der Sterkrader Klin - aels, ein technisch und taktisch hervorragender Fahrer, in den Vordergrund. Er zog in scharfem Tempo dem Feld davon und erhöhte seinen Vorsprung auf etliche Minuten. Als einzelner Fahrer ging er mit drei Minuten Vorsprung vor dem Frankfurter G ä n s l e r durch das Ziel. An dritter Stelle folgte der Frankfurter Willy Spahn, der mit knappem Abstand hinter Gänsler das Ziel passierte. In mehr oder weniger großen Abständen folgten die übrigen Fahrer, die sich zum Teil noch heftige Kämpfe um die Plätze lieferten. Die vielen Zuschauer am Schützenhaus und an der Grünberger Straße erlebten rassige Spurts, in denen die Fahrer nach dieser langen strapaziösen Tour noch ein erstaunliches Maß an Willenskraft bewiesen. Der Gießener Heini Preiß mußte sich mit dem 16. Platz zufrieden geben.
In der E-Klasse gab es insofern eine Ueberraschung, als nicht weniger denn fünf Fahrer in einem heftigen Spurt dicht beeinanber bie Ziellinie passierten und mit je 6 Stunben
Sein kühnes Wagen trug wesentlich zur Entscheidung bei Leipzig bei. Am 1. Januar 1814, leider zu spät, ging die Blüchersche Armee über den Rh em bei Cauo. Durch kühnes Vordringen riß sie die Hauptarmee vorwärts. Trotz der Rückschläge stieß die Blüchersche Armee kräftig vor. Paris in Händen der Verbündeten. Gneisenau hatte sein großes Ziel erreicht. _ ,, _. , . n.
Im Feldzuge 1815 nach der Schlacht bei Llgny befahl Gneisenau, Blücher war nicht zu fmben, den Rückzug nach Norden zur Schlacht bet Waterloo. Moltke urteilt darüber: „Er hat mehr geleistet als ich, er hat ein Heer nach der Niederlage zum Siege geführt." Mit seinem „Vorwärts Km»


