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nach Schobua, einer der größten Städte des fabäifchen Reiches. Der Forscher hat viel Filmmate- rial sammeln können und wesentlich Neues zu seinen Spezialwissenschasten hinzugefügt. Dieses glänzende Ergebnis ist um so bewundernswerter, als 5)eifrig auch bei dieser dritten Expedition nach Südarabien ganz auf sich selbst angewiesen war: auf seine privaten Mittel, seine Initiative, seinen For- scherehrgeiz und seine unermüdliche Energie. ter hatte im übrigen trotz der lauernden Gefahren der Wüste k e i n e r l e i W a f f e n bei sich, Beweis eines seltenen persönlichen Mutes. Man darf mit Recht erwarten, daß es dem jungen Forscher gelingen wird, noch manche erfolgreiche Expedition nach Ara­bien, einem der interessantesten Lander der Erde, zu unternehmen.

berlieder der eingeborenen Beduinen auf die Wachs­platte zu bannen. Er benützte die unfreiwillige Reise nach Sanaa, um alle Kulturdokumente zu sammeln, deren er habhaft werden konnte, und als er in der Residenzstadt des Königs von Jemen an­gelangt war, konnte er jetzt zum zweitenmal getrost ins Gefängnis wandern. Schließlich erhielt Helfritz die Erlaubnis, über choideda die Heim­reise nach Europa anzutreten.

Ohne Waffen nach Schobua.

Die dritte Südarabienexpedition, von der Hans Helfritz soeben, reich beladen mit wertvollen Auf­nahmen zurückgekehrt ist, führte den unterneh­mungsfreudigen Forscher im Januar von Genua aus über Aden in das Herz Südarabiens, vor allem

Wirtschaft.

* Diskontsenkung in Frankreich. Die Bank von Frankreich hat den Diskontsatz von 3,5 aus 3 v. H. gesenkt. Die Sätze für Monatsgeld wurden gleichfalls von 3,5 auf 3 v. H. ermäßigt. Der Zins­satz für Beleihungen von Wertpapieren betragt jetzt 4 v. H. gegen bisher 5 v. H.

Rhein-Mainische Börse. rNittagsbörse weiter ruhig.

Frankfurt a. M., 8. Aug. Das Geschäft war auch an der heutigen Börse weiterhin klein, da nennenswerte Aufträge der Kundschaft nicht vor­lagen. Auch besondere Anregungen fehlten. Bei nicht ganz einheitlicher Kursentwicklung war die Grund­stimmung freundlich. Die Kurse lagen am Aktien­markt wenig verändert. Einige Beachtung fanden die Untersuchungen des Instituts für Konjunktur­forschung über die augenblickliche Entwicklung am Aktienmarkt. Danach hat der industrielle Produk­tionswert 65 v. H. des Standes von 1928 erreicht, während sich das Aktienkursniveau um etwa 58 v.H. hob. Die Rendite der Aktien lag im Ium bei 3,68 v. H. und die der Renten bei 4,72 o. H. Etwas Nachfrage erhielt sich für Elektroaktien. Lahmeyer, Mainkraft und Schuckert gewannen bis 0,50 v. H., Reag 1 v.H., dagegen ließen Siemens 0,75 v.H. und AEG. 0,25 v. H. nach. Am Montanmarkt waren die Veränderungen minimal. Fest lagen Rheinstahl mit 116,65 (115,50), Mannesmann und Mansfelder erhöhten sich um je 0,25 v. H., Harpener gaben 0,25 v. H. und Hoesch 0,50 v. H. nach. IG. Farben lagen ruhig und mit 158 v. H. unverändert, Deutsche Erd­öl zogen 0,50 v. H. an. Schiffahrtswerte waren et­was angeboten, Hapag verloren 0,50 v.H., Nordd. Lloyd 0,13 v. H. Zellstoff- und Papierwerte bröckel- ten in Nachwirkung des Berichtes über die Lage die­ser Industrie noch ab, Waldhof minus 1,13 v.H., Feldmühle minus 0,25 v. H., Aschaffenburger waren jedoch 0,25 erholt. Don sonstigen Werten ließen Reichsbank 0,40 v. H., Daimler 0,25 v. H. und Deut­scher Eisenhandel 0,75 v. H. nach. Hanfwerke Füs­sen und Moenus Maschinen kamen gut behauptet zur Notiz.

Am Rentenmarkt zeigte sich leichte Nach­frage. Altbesitz gewannen 17,5 Pf. auf 111,90, Zins­vergütungsscheine erhöhten sich auf 90,90 (90,85) und späte Reichsschuldbuchforderungen auf etwa 97,25 (97,13). 6 v.H. Stahlverein lagen 0,25 v.H. höher. Kommunal - Umschuldung und Reichsbahn- DA. notierten unverändert. Bon Auslandsrenten blieben 4 v. H. Rumänen mit 5,40 v. H. behauptet, 4 v.H. Ungarn Gold gewannen 10 Pf. auf 9,60.

In der zweiten Börfenstunde blieben die Kurfs im wesentlichen gegen den Anfana unverändert. IG. Farben bröckelten auf 157,75 ab, ferner West­deutsche Kaufhof mit 30 bis 29,90 (29,50). Tarif- werte lagen voll behauptet, etwas fester Elektrische Lieferungen mit 119 (118), Lechwerke mit 108 (107,40) und Licht und Kraft mit 137,50 (137). Thüringische Lieferung, , Gotha, lagen mit 124,50 unverändert. Fest lagen Rheinische Braunkohlen mit 225,75 (223). Süddeutscher Zucker gaben um 1 v. H. auf 198 und Deutsche Linoleum um 0,75 v. H. auf 157,50 nach. Am Kassamarkt kamen Dürr- werke Ratingen mit 52 (50,13) nach Plus-Ankündi­gung zur Notiz.

Am Rentenmarkt veränderten sich die Kurse im allgemeinen nur noch wenig, es erhielt sich aber einiges Interesse zu Anlagezwecken. Zinsvergütungs- scheine fliegen auf 91 (90,90). Ferner lagen einige Umtausch-Obligationen etwas fester. Pfandbriefe wiesen nur kleine Veränderungen auf, Stadtanleihen lagen nicht ganz einheitlich. Fremde Werte lagen still. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.

in Schiffahrtswerten vor, wodurch sich Hapug auf 16,50 (16,90) und Nordd. Lloyd auf 18 (18,50) er­mäßigten. Ferner bröckelten Montan- und ine meisten Elektrowerte etwas ab, während chemische Werte behauptet blieben. Don Bankaktien gingen Rhein. Hyp.-Bank auf 137,50 (138) zurück.

Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr JtUl. Etwas fester lagen noch späte Reichsschuldbuchfoi^erungen mit 97,30 (97,25), Zinsvergütungsscheine blieben zu 91 gut behauptet, während Altbesitz auf 111,70 (111,90), 5,50 v. H. Rhein.' Hnp. Liquidation auf 101,50 (101,75) nachgaben. IG. Farben-Bonds waren zu 131,25 (131,50) angeboten. Am Aus­landsrentenmarkt lagen ungarische Anleihen etwas fester.

U. a. notierten: Altbesitz 111,70, 5,50 v. H. Rhein. Hyp. Liquidation 101,50, IG. Farben-Bonds 131,25, 6 v. H. Krupp 104, 7 v. H. Monopol-Rumänen 48, 4 v. H. Rumänen 5,30, 4,50 v. H. Ungarn von 1913 9,80, do. von 1914 9,80, do. von 1910 9,75, 4 v. H. do. Goldrente 9,90, Adca 80,50, Commerz­bank 90,65, DD.-Bank 90,25, Reichsbank 188, Rhein. Hyp.-Bank 137,50, Harpener 117,50, Man­nesmann 93,50, Hoesch 104,75, Rheinstahl 116, Stahlverein 87,65, AKU. 62,13, BMW. 126,50, Bekula 141,65, Berger 121,75, Conti Gummi 159,50, Scheideanstalt 240, Deutsche Linoleum 157,65, Licht & Kraft 136,75, IG. Farben 158, Feinmechanik Jetter 88, Gesfürel 129,25, Goldschmidt 111, Holz­mann 94, Junghans 88,75, Lechwerke 108, Moenus 88,75, Rheag 142, RWE. 136, Schuckert 129, Zell­stoff Waldhof 120, Rcheisbahn-VA. 123,75, AG. für Verkehr 87,25, Hapag 16,50, Nordd. Lloyd 18.

$rantfurter Schlachtvlehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. Aug. Auftrieb: 107 Rin­der (gegen 112 am letzten Donnerstagmarkt), dar­unter 29 Ochsen, 17 Bullen, 4 Kühe, 57 Färsen. Zum Schlachthof direkt: 2 Ochsen, 1 Bulle, 5 Fär­sen, 760 (925) Kälber, 97 (74) Schafe, 658 (503) Schweine. Notiert wurden in Mark pro 1 Zentner Lebendgewicht: Kälber andere a) 65 bis 68 (am 1 August 63 bis 65), b) 59 bis 64 (55 bis 62), c) 54 bis 58 (48 bis 54), d) 45 bis 53 (37 bis 47); Lämmer und Hämmel b2) Weidemasthämmel 39 bis 40 (39 bis 40), c) mittlere 37 bis 38 (37 bis 38); Schafe e) beste 35 bis 36 (37 bis 38); Schweine al) 54 (54), a2) 54 (54), b) 54 (54), c) 54 (54), d) 54 (54). Marktverlauf: Kälber rege, ausverkauft. Hämmel und Schafe mittelmäßig, Ueberstand. Schweine sehr flott, ausverkauft. Ueberstand: 31 Rinder, davon 8 Ochsen, 2 Kühe ünd 21 Färsen, 11 Schafe.

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroß­marktes: 1316 Viertel Rindfleisch, 142 ganze Käl­ber, 5 ganze Hämmel, 649 halbe Schweine. Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 76 bis 80, c) 66 bis 74; Bullenfleisch b) 70 bis 78; Kuh­fleisch b) 60 bis 68, c) 50 bis 60; Färsenfleisch b) 76 bis 80, c) 66 bis 74; Kalbfleisch b) 74 bis 84, c) 68 bis 72; Hammelfleisch b) 75 bis 78; Schweine­fleisch b) 75 bis 80. Fettwaren: Speck diesiger Schlachtung, roh, unter 7 Zentimeter, 75 bis 80, Flomen 80 bis 83. Marktverlauf ruhig.

Schwelnemarkt In Butzbach.

* Butzbach, 8. August. Auf dem heutigen Schweinemarkt in unserer Stadt standen 370 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten bis zu sechs Wochen alte Tiere bis zu 20 Mark, sechs bis acht Wochen alte Ferkel 20 bis 26 Mark. Der Handel war leb- haft, der Auftrieb wurde geräumt.

Schweinemarkt in Friedberg.

Abendbörse sehr ruhig.

Die Abendbörse litt wieder unter großer Ge­schäftsstille, da Aufträge nach beiden Setten nahe­zu fehlten. Die Haltung war etwa behauptet. In Anpassung an den etwas niedrigeren Berliner Schlußstand bröckelten die Kurse teilweise etmns ab. Einiges Angebot lag für Hamburger Rechnung

LPD. Friedberg, 8. Aug. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 539 Ferkel aufgetrie- ben, die fast alle abgesetzt werden konnten. Pie Preise stellten sich wie folgt: sechs bis acht Wochen alte Tiere 15 bis 20 RM., acht bis zwölf Wochen alte 20 bis 32 RM.

Mennig des psandbriefgeschästes im ersten Halbjahr 1935. Oie Boden- und Kommunalkreditinstitute im Juni.

Fwd. Die etwas günstigere Gestaltung des Pfandbriefabsatzes, die schon im Mai zu verzeich­nen war, hat auch im Juni angehalten. An in­ländischen Goldpfandbriefen sind 12,3 Mill. M. mehr verkauft worden, als aus dem Verkehr zu­rückgeflossen sind. Dazu kommen noch 13,8 Mill. Mark Osthilfe-Entschuldungsbriefe, die erstmalig an Gläubiger der landwirtschaftlichen Verschuldung ausgegeben wurden. Der Gesamtumlauf im Im land begebener Goldpfandbriefe hat sich dadurch um 26,1 Mill. Mark auf 6851,4 Mill. Mark Ende Juni erhöht. Allerdings sind gleichzeitig (abzüg­lich der Wiederverkäufe) 3,4 Mill. Mark Auslands- emiffionen und 4 Mill. Mark Liquidationspfand­briefe zurückgefloffen. Das gesamte Pfandbriefge­schäft (ohne Osthilfe-Entschuldungsbriefe) schließt im Juni mit einem Reinzugang von 4,9 Mill. Mark ab.

Lin Rückblick auf das nunmehr abgeschlossene erste Halbjahr zeigt, daß sich das Pfandbrief- gefchäft seit Jahresbeginn merklich gebessert hat. In den drei Vorjahren überwogen im ersten Halbjahr erheblich die verhältnismäßig geringen Verkäufe. Diese Rettorückflüsse an Pfandbriefen betrugen jeweils Im ersten Halb­jahr 1932 218,3, 1933 217,2, 1934 131 INill. Mark. Im ersten Halbjahr 1935 dagegen gehen die Verkäufe (ohne Begebung von Oslhilfe-Lnt- schuldungsbriefen) erstmalig wenn auch nur um den geringen Betrag von 9,5 Mill. Mark über die Rückflüsse hinaus.

Auch im Umlauf der Kommunalobligationen hat sich im Juni die markttnäßige Bewegung wenig­stens im Verhältnis zum Vormonat etwas gün­stiger gestaltet. Im ersten Halbjahr insgesamt sind

die Nettorückflüsse an Kommunalobligationen und verwandten Schuldverschreibungen mit 92,3 Mill. Mark erheblich höher, als in den Vorjahren. Denn jeweils im ersten Halbjahr betrugen sie 1932 = 33,5; 1933 = 38,6; 1934 = 27,4 Mill. Mark. Diese Erhöhung ist zunächst darauf zurückzuführen, daß ein im August 1931 zwischen Zwei öffentlich-recht« lichen Anstalten im Umfang von 30 Mill. Mark durchgeführter Austausch von Kommunawarlehen in Kommunalobligationen im Mai 1935 rückgängig gemacht wurde. Vor allem fällt die außerplan­mäßige Tilgung der kommunalen Umschuldungs­anleihe ins Gewicht. Nachdem bis Ende 1934 bereits 32,5 Mill Mark aus dem Verkehr gezogen waren, sind im ersten Halbjahr weitere 42,7 Mill. Mark getilgt worden.

Der Gesamtumlauf an Pfandbriefen, fiomrnu- nalobligationen und verwandten Schuldverschrei­bungen stellte sich Ende 3uni auf 14 035,2 Mill. Mark, davon 8776,3 Mill. Mark Gesamtsumme der Pfandbriefe und 5258,9 Mill. Mark Gesamt­summe der Kommunalobligationen einschl. Sach­wertanleihen.

Im Aktivgeschäft halten sich die Veränderungen in engen Grenzen. Einer Zunahme der städtischen Hypotheken um 7,3 Mll. RM. steht eine Abnahme der landwirtschaftlichen Hypocheken um 4,2 SwiH. gegenüber. Die Kommunaldarlehen haben sich um 5,3 Mill. RM. ermäßigt, die sonstigen Darlehen sich um 11,8 Mll. Mark erhöht.

Der Gesamtbestand an Hypotheken, KommunÄ- Obligationen und sonstigen Darlehen betrug Ende Juni 16 418,1 Mill. Mark, davon 9832,6 Mill. Mark Hypotheken, 5961,2 Mill. Mark Kommunaldarlehen und 624,3 Mll. Mark sonstige Darlehen.

Sie Entwicklung des Aktienmarktes.

Fwd. Das Aktienniveau hat sich nach einer vorübergehenden Zurückhaltung der Börse in den Herbstmonaten des vergangenen Jahres von Monat zu Monat erhöht. Erst in den letzten Wochen ha­ben, nach einem Bericht des Instituts für Konjunk­turforschung, leichte Schwankungen und Sonderbe­wegungen die gleichmäßige Aufwärtsbewegung häufiger unterbrochen, ohne daß man von einer allgemeinen Schwäche der Aktienkurse sprechen könnte.

Die große Linie der Aufwärtsbewegung, die den Aktienmarkt schon seit dem krisentief Mitte 1932, von einem heftigen Rückschlag in der zweiten hälfte 1933 abgesehen, beherrscht, hält weiter an.

Nach alter Erfahrung muß sich die Bewegung der Aktienkurse auf die Dauer in dem Rahmen hal­ten, der durch die beiden Grundfaktoren: Die Er­tragslinie der Industrie und den Zins auf ande­ren Gebieten des Geld- und Kapitalmarktes, be­sonders auf dem Rentenmarkt, gegeben ist. Vor­übergehend können jedoch Sonderfaktoren den nor­malen Verlauf beeinflussen.

Die Ertragslage der Industrie ist in groben Zügen durch ihr Produktionsvolumen be­stimmt. Seit 1932 ergibt sich eine auffallende Übereinstimmung zwischen Produktionsentwicklung und Kursbewegung der Aktien. Produktionsindex, wie Aktienkurse hatten im Sommer 1932 ihren Tiefpunkt erreicht und sind seither in großer Linie gestiegen. Vergleicht man den gegenwärtigen Stand mit dem letzten Höchststand der Konjunktur, so zeigt sich, daß die Aktienkurse von dem Rückgang in den Jahren 192832 bisher etwas weniger auf­geholt haben, als die Produktion. Der industrielle Produktionswert hat im ersten Vierteljahr 1935 wieder 65 v. H. (die Produktionsmenge rund 90 v. H.) des Standes von 1928 erreicht, das Aktien- kursnioeau etwa 58 v. H.

Das erste Ziel der RegierungspoliLik bestehl in der Erhöhung der Beschäftigung und der Erzie­lung eines bestimmten mengenmäßigen Pro­duktionserfolges: Verbesserung der Versorgung, Verbesserung des Verkehrsnehes, dec Erzeu- gungskapazität von Landwirtschaft und Roh­stoffindustrie. hierzu tritt die Notwendigkeit einer Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit deut­scher Erzeugnisse auf dem Weltmarkt. Der Ge­sichtspunkt einer Verbesserung der industriellen Rentabilität und Liquidität, einer Festigung des bilanzmäßigen Status der Unternehmungen kann in diesem Rahmen nur soweit berücksichtigt

werden, als es mit der Lösung der wirtschafts­politischen Hauptaufgaben vereinbar ist.

Die durchschnittliche Bewertung der auf dem Aktien- markt gehandelten Papiere ist zu einem Teil ab­hängig von dem Gesamtvolumen des Materialange­bots und der Breite der als Käufer oder Aktienbe­sitzer in Frage kommenden Schichten. Im Verlaufe der letzten drei Jahre haben sich Anzahl und No­minalkapital sowohl aller deutschen Aktiengesell­schaften als auch derjenigen Gesellschaften, deren Werte an der Berliner Börse notiert werden, stark vermindert. Gemäß dem Grundsatz der Dordring­lichkeit des öffentlichen Kapitalbedarfes und der strengen Praxis der Zulassungsbehörden haben seit langem keine größeren Neuemissionen von Aktien stattgefunden, neuerdings ist verordnet worden, daß Kapitalerhöhungen von Aktiengesellschaften der Ge­nehmigung des Reichswirtschaftsministers bedürfen. Anderseits ist durch die Neuzulassungen von Pfand­briefemissionen, durch die Ausgabe der neuer­dings halbamtlich notierten Gemeinde-Umschul­dungsanleihe, der Zinsvergütungsfcheine und eini­ger Serien von mittelfristigen Schatzanweisungen durch den Umtausch von Dollar-Bonds in Reichs­mark-Obligationen usw. das Volumen der am deut­schen Markt umlaufenden Rentenwerte nicht uner­heblich erhöht worden. Eine wettere indirekte Ver­knappung des Angebotes an Aktien mag dadurch eingetreten fein, daß nach dem neuen Einkommen­steuergesetz Kursgewinne, die bei einem Wieder­verkauf von Aktien innerhalb einer Frist von zwölf Monaten (bisher in der Regel drei Monate) erzielt werden, als Spekulationsgewinne versteuert wer­den müssen, Kursgewinne durch Verkauf von Ren­tenwerten sind dagegen nicht mehr einkommen- steuerpflichtig. Dem auf diese Weise stark vermin­derten Angebot steht ein relativ fest umriffener Kreis von traditionellen Aktienkäufen und Aktien­besitzern gegenüber.

3m Zuge des gegenwärtigen Aufschwunges, bei steigenden Einkommen, Ersparnissen und Rück­stellungen tritt die Neigung des Publikums und der Unternehmungen zum Erwerb von Aktien deutlich hervor.

Diese Nachfrage, die auf die Beanspruchung von zu­sätzlichem Bankkredit r;ur in seltenen Fällen ange­wiesen ist, trifft häufig auf einenleeren" Markt, so daß sprunghafte und ungesunde Kurssteigerungen nicht ausbleiben. Die Ausgabe der öffentlichen Kapi- talmarktpolitik wird darin bestehen, die Material­knappheit auf dem Aktienmarkt und die Material­fülle auf den Rentenmärkten in einer Weise zum Ausaleich zu führen, die die weitere Fortführung des Aufschwunges erleichtert.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H.. Lombardzinsfuß 5,v.l>

Frankfurt O.2J1.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börsr

Schluß- kurS

Schluß!. Mittag­börse

Datum

7.8.

8.8

7-8

8.8.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

101

101

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,4

97,4

97,65

97,65

b¥i% Doung-Anlethe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Wlüs.-Schuld mit

103,65

103,25

103,25

103,25

AuZlot -Rechten

111,7

111,7

111,65

111,7

4«/,% Deutsche ReichSpostschatzan-

100,4

100,4

100,4

100,4

6% e^tn.8% Hess. Bolk'sstaat 1929

(rückzahlb. 102%) ............

98

98

97,5

4¥t% ehem. Hessische LcmdeSbanI

96,5

96,5

byt% ehem. Hess. LandeS-Hypo-

ihekenbank Darmstadt ßlaui ...

4y.% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverichr. R.6

101

101

93

93

*

Oberhessen Provinz-Anlethe mit

127,5

125

Deutsche Komm. Sammelabl. An.

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4H% ehem.8% Frcmts. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar btS 1985

115,5

115,5

115,65

115,5

96,65

96,65

iy3% ehem. 4Yt% Franks. Hyp.-

101,1

101

6%% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe.....

101,5

101,65

101,75

101,75

4%% ehem. 8% Pr. Landespfand­briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

4K% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briesanst., Gold Komm. Obi.VI

97

97

97

97

Kteuergutsch.Berrechnungsk. 85-39

107,4

107,4

107,4

107,4

4% Oesterreichtsche Goldrenre....

4,20% Oesterreichische Silberrente

28

1,425

28,5

29,25 1,5

29

1,5

4% Ungarische Goldrente .......

9,5

9,25

9,9

9,75

9,5

9,9

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

9,25

9,9

*y,% desgl. von 1913..........

9,4

11,5

9,8

11,25

- - -

9,4

6% äbgest" Goldmexikaner von 99

* Bagdadbahn-Aalethe

11,13

11,25

Frankfurt d. JR

Berlin

Schiuß- furt

Schluß!. Abend­börse

Gchluß- turs

Schlußk. mittag» börse

Datum

7 8

8.8.

7-8.

8.8.

4% desgl. Serie 11 .............

11,75

11,75

6,5

8,5

5,3

40

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1908 4Z4°/«>Rumän.vereinh.Rentev.lgl3 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ...............

6,5

8,5

5,4

39,9

17,13

18,9

87,75 118,5

90,5

6,5

8,5

5,3

39,8

17

28

18,65

88

119

90,5

90,5

90,5

188

39,9

141

118

137

109,75

129,75

139,75

135,5

129,13

184

138,5

107,9

114,4

6,4 8,65 5,25 40,25

16,9

28

18,5

87,4

120 90,65

90,25 90,25 187,5

39,9 141,65

118 136,25

109,9 129,5

142

136

>29,4

184

137,9

107,75 114,75

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampsschiff . 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Prival-Bank... 0

Deutsche Bank und Dis conto-

16,5

18 87,25

118,75 90,65

90,25

90,25

188

39,75 141,65

119 136,75 109,75 129,25

142

136

129 184,65

138

107,4 114,65

Dresdner Bank.............. 0

90,5

188,5

40

141

118

137

110

129,5

140

135,5

129

137,5

107,9 | 114,25

Retchsbank ..... 12

A.C.G......................0

Bekula................. 10

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ........... 6%

Felten & Guilleaume.........0

Ges-llsch.s.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co...... 4

Siemens L Halske............7

Lahmeyer L Co..............?

vuverus ......... 0

Deutsche Erdöl .............. *

Gelsenkirchener..... ..... .. o

Harpener...................(

Hoesch EisenKöln-Neueste« .. 0

Ilse Bergbau ............... e

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke........ %y

ILlcniBei m lmn- hreR,,,,,,,, <

117,5 1 105,13 I 175

132

102,5 n 63,25

117,5

104,75

175

134

101,5

83,1

117,65

105 173,5 132,75 102,5 83,25

117,5

105 172,75 133,25

101

63,5

Frankfurt a. M. |

Berkin

Schluß- kurS

Schlußk. Abend- bSrse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse.

Datum

78-

8.8.

7-8.

8-8-

Mansfelder Bergbau.........8

Kokswerke........ 8

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstahl ........... 8%

Bereinigte Stahlwerke........ 0

Otavt Minen ............... 0

Kaliwerke Ascheröleben........ 6

Kaliwerke Westeregeln ........ 6

Kaliwerke Salzdetfurth.....iy*

g G. Farben-Jnbustrw.......7

Scheideanstalt.......... 9

Goldschmidt ...... 0

Rütgerswerke ......... 4

115,5

223

115,5

88,13

17,9

135-5

131

158

240

110,5

121,4 1113,75

115,75

225

116

87,65

17,9

135

131

199

158

240

111

121

113,5

115,13

151,5

223,75

115,75

88,25

18,13

135

131

199,75

158

110,5

121,25

113,75

115,5

121,75

224 116,13 87,65

18

135 130,25 199,5

158

111,5

121,25

113,65

Philipp Holz mann...........C

Zementwerk Heidelberg ...... 1

Cementwerk Karlstadt.........4

Schultheis Patzenhofer .......4

Mu tAllgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhof ............0

Zellstoff Aschaffenburg ....... 0

Dessauer Gas ............ 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum ........... 6

OrensletnL Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade................. 0

Accumulatoren-FabrS....... IS

Lonti-Gummi...............8

93,75

122,25

135

62,5

118,5

121

89,75

98,5 158,25

29,5

287

159,5

94

122,5

135

62,13

118,5

120

90

98

157,65

29,9

286,75

186,5

159,5

«e

111

62,4 718,65

120,9 89,75

134,75 98

158 88,75 29,65

287 186 159,25

111,75

62,13

118,4

120,13

90

135,25

97,5

157,25

88,25

29,75

287,5

186,5

159,75

Gritzner.................. O| 36,25 I 361 36 I 36

Moinkrafiwerke Höchst a.w 4 101 I

Süddeullcher Suda . fl 1891 1881 188 i 188

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Al.

Banknoten.

7. August

8. August

Amtliche Dotierung

Amtliche Geld

Notierung »rief

Geld |

Brief

Buenos Aires

0,663

0,667

0,663

0,667

Brüssel.....

41,91

41,99

41,90

41,98

Rio de Ian. .

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,94

55,06

54,94

55,06

Danzig.....

46,91

47,01

46,915

47,015

London .....

12,305

12,335

12,305

12,335

Helsingfor»..

5,425

5,435

5,425

5,435

Parts ......

16,41

16,45

16,41

16,45

Holland ....

167,68

168,02

167,63

167,97

Italien.....

20,33

20,37

20,33

20,37

Japan ......

0,725

0,727

0,725

0,727

Jugoslawien.

5,684

5,696

5,684

5,696

61,96

Oslo..... :

61,84

61,96

61,84

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11,15

11,17

11,15

11,17

Stockholm...

63,43

63,55

63,43

63,55

Schweiz ....

81,11

81,27

81,10

81,26

Spanien....

34,02

34,08

34,02

34,08

Prag.......

10,29

10,31

10,29

10,31

Budapest ...

**

Reuyork....

2,480

2,484

2,480

2,484

Berlin, ö-August

Geld

tÖneT

Amerikanische Note»........«

2,432

2,452

Kplgischi» Noten .................

41,76

41,92

Dänische Noten .................

54,89

55,11

Englische Noten .................

12-27

12,31

16,36

16,42

Holländische Noten

167.21

167,89

Italienische Noten................

19,46

19,54

Norwegische Noteu ..............

6b63

61,81

DeutsF Oesterreich, * 100 Schilling

Rumänische Noten ...............

schwedische Noten...............

63,21

63,47

Schweizer Sloten.

80,87

81,19

33,66

83,80

Ungarische Stotel