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Arbeit und Kunst

Kunst ist Nur wer allein in

oder mit den deutschen Schiffen aufs Meer. Wir wollen den gerechten Lohn. Dieser ist jedoch nicht eine Bargeldfrage, sondern vielmehr die ge­samte Stellung eines Menschen in der sozialen Ord­nung eines Volkes an sich. Gerechtigkeit und Ehre, nicht Mitleid, sind die Grundlagen unserer Sozialauffassung.

Korporationen am Scheidewege

Eine Erklärung des Reichsamtsleiters Derichsweiler.

die Summe, die unsere Kultur ausmacht, positive Arbeit leistet und sich nickt zersetzender Kritik ergeht, ist ein Kul-

Oie Hamburger Reichsiagung der 7!G -GemeinschaftKraft durch Freude"

schalkungaller fonstlgenEinflüsse ausschließlich im Dienste der nakionalsozialistl- scheu Bewegung stehen.

Es versteht sich von selbst, daß bei ihnen genau so wie bei allen anderen Gemeinschaften, die sich in die Bewegung eingegliedert haben, streng und kon­sequent auf praktische Bewähruna natio- nalsozialistischen Gei st es gesehen wird. Korporationen, die sich nicht.entschließen wollen oder können, diesen Weg zu gehen, die ihr sogenanntes Eigenleben höher stellen als den Nationalsozialis­mus und sich damit bewußt oder unbewußt zum Werkzeug der Reaktion machen, die sich infolge­dessen bis zum 10. Juli nicht gemeldet haben, werden ebenso selbstverständlich außer­halb jeglicher Zusammenarbeit mit dem NS D. - Studentenbund stehen. Eine Mitgliedschaft von Angehörigen des NSD.-Studen- tenbundes in solchen Korporationen wird ausge­schlossen sein. Diese werden nach dem Grundsatz be­wertet und behandelt werden: Wer nicht für mich ist, der ist wider mich.

Heue Ausnahmebestimmungen für die Studentenschaft.

Berlin, 8. Juli. (DNB.) Der Reichser- ziehungsminister hat folgende Ausnahmebe­stimmungen für die Reichsschaft der Studierenden an den deutschen Hoch- und Fachschulen erlassen:

Stück 1: Auf Grund des Reichsgesetzes über die Bildung von Studentenschaften an den wissen­schaftlichen Hochschulen vom 22. April 1933 sind ausnahmslos nur diejenigen Studenten und Studentinnen an deutschen Hoch- und Fachschulen in die deutsche Studentenschaft, bzw. deutsche Fachschulschaft aufzunehmen, die ihre Zugehörigkeit zum deutschen Volkstum und arische Abstammung nach den Ausnahmebestimmungen der NSDAP, nachweisen. Bis zum 1. Oktober 1936 genügt es, daß die Angaben aus dem Ahnennachweis bis zu den Großeltern e i n s ch l. durch die Vorlage deren Geburts-(Tauf- und Trau-)Urkunden oder einen Ahnenpaß belegt werden. In Zweifelsfällen kann der urkundliche Nachweis bis zum Jahre 1800 gefordert werden.

Stück 2: Legt jemand, der die deutsche Reichsangehörigkeit nicht besitzt, aber teilweise von volksdeutschen Ahnen abstammt, Wert auf die Zugehörigkeit zur Reichsschäft, so kann er ausgenommen werden, wenn der Nachweis bei den nichtdeutschen Ahnen hinsichtlich ihrer ari­schen Abstammung nach den Aufenthaltsbestimmun­gen der NSDAP, geführt wird. Hinsichtlich des Nachweises für die deutschen Ahnen gilt Stück 1 der Ausnahmebestimmungen. Wer als G a st in die Reichsschaft der Studierenden ausgenommen wird, wird durch weitere Bestimmungen in dem Erlaß geregelt.

Am Montagnachmittag fand in der Musikhalle eine GemeinschaftstagungArbeit und Kun st" statt. Zu der Tagung hatten sich die Leiter der NS.-GmeinschaftKraft durch Freude", sowie der DAF. eingesunden. Ferner sah man führende Persönlichkeiten des kulturellen Lebens. Einleitend spielte das Leipziger Gewandhausorchester die Leo- noren-Ouvertüre von Beethoven. Sodann führte der Reichsamtsleiter Pg. D r e h l e r - A n d r e ß u. a. aus: Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" habe die Vertreter des deutschen künstlerischen Lebens zu ihrer ersten Reichstagung geladen, weil sie die Notwendigkeit erkannt habe, die deutsche Künstler­schaft mit Auffassungen bekanntzumachen, die sich aus der besonderen Art der Aufgaben dieser Orga­nisation ergeben. Der Nationalsozialismus solle die Kun st erneuern. Das gelinge jedoch nur, wenn mit einer künstlerischen Gestaltung begonnen wird, für die sich in gleicher Wei se der Kün stl e r und der deutscheArbeiter allerStände und Berufe b e g e i st e r t. So, wie die politische Auferstehung vom Volke ausgegangen sei, so werde auch die kulturelle Auferstehung in gleicher Weise vom Volke ausgehen.

Reichöorgani ationsieiter Or. Ley

führte dann u. a. aus: Bisher war die Kunst und ihr Genuß das Vorrecht einiger weniger Menschen in unserem Volke, Kunst genießen dürfen war ge­bunden an Geld, an Besitz. Wir wollen dafür sorgen, und mit Hand anleaen, daß das anders wird, denn wir sind der Ueverzeuguna, daß Ar­beit und Kunst sich nicht ausschließen, sondern letzten Endes ein und dasselbe sind. Arbeit und Kunst sind nichts anderes als die Bestätigung der ewigen Gesetzmäßigkeit in unserem Volke. Ar­beit und Kunst treffen sich beide in dem Begriff Kultur. Kultur ist die Gesamtsumme der gelei­steten Arbeit eines Volkes im Laufe seiner Ge­schichte. Jeder Deutsche, der an der Urbarmachung unserer Wälder mitgeholfen hat, jeder Maurer, der an der Errichtung all unserer Dome und herrlichen Bauten mitgewirkt hat, sowie die unzähligen ande­ren Schaffenden im Volke, ihre Arbeit und ihre

München, 8. Juli. (DNB.) Reichsamtsleiter Derichsweiler äußerte sich in einer Unter­redung mit einem Vertreter des DNB. zu den Vor- g'ängen in Heidelberg und ähnlich gelager­ten Fällen. Er ging dabei auf die gelegentlich oes Reichsappells am 25. Juni herausgegebenen Richt­linien für den NS D. -Studentenbund ein, nach denen die weltanschauliche Er­ziehung der Korporationsstudenten ih der Praxis durchgeführt wird. Danach benennt die Korporation, die bereit ist, sich in den Dienst der nationalsozialistischen Bewegung und ihrer Jugenderziehung zu stellen, bis zum 10. Juli drei Studentenangehörige, die sie als besonders geeignet für die weltanschaulich-politische Schulung erachtet. Diese werden im Laufe des Sommers in dreiwöchigen Lagern des NSD. -Stu­dentenbundes geschult. Aus ihren Reihen wird dann vom Hochschulgruppenführer im Beneh­men mit dem Aktivenführer der betreffenden Korpo­ration ein entsprechend qualifizierter Schulungs­leiter bestimmt.

Die nach reiflicher Ueberlegung erlassenen, von allen zuständigen Stellen der RSDAP. aus­drücklich gebilligten Richtlinien vom 25. 3uni bleiben in vollem Umfange be­stehen. Sie bilden die unverrückbare Grundlage für die Regelung des Verhältnisses zwischen Partei und Korporation. Der 10. 3uÜ ist der Stichtag, an dem klar seskgestelll sein wird, welche Korpo­ration sich der politisch-weltanschaulicher) Er­ziehungsarbeit der Bewegung und damit des RSD.-Studentenbundes zur Verfügung stellen und unterstellen, und welche nicht.

Auf keine Korporation wird ein Zwang ausgeübt. Der Nationalsozialismus kann nicht erzwungen werden. Jede Korporation muß sich aber darüber klar sein, daß sie eine absolut eindeutige Entscheidung zu treffen hat. Die Frage, vor die sie gestellt ist, lautet: Was steht Euch höher, die Weltanschauung des Nationalsozialismus oder Eure vermeintliche Korporations- und Verbandsinteressen?

Die Vorfälle in Heidelberg, wo sich die Reaktion so offen enthüllt hat, zwingen dazu, eine unbedingt klare Entscheidung herbeizuführen. Es kommt selbstverständlich nicht darauf an, daß nur eine äußere Bereitschaft zur Zusammenarbeit be­kundet wird, hinter der sich lediglich der Wunsch ver­birgt, die Korporation als solche zu erhalten und dann im alten Geiste fortzufüyren. Das Entschei­dende ist nicht ein Lippenbekenntnis, sondern die freudige Bereitschaft zu einer so­zialistischen Gesamtlebenshaltung.

Der RSD.-Sludenlenbund ist bereit, auf dieser Grundlage mit jeder Korporation z u- fammenzuarbeiten, da er in den Kor­porationen organl sche Formen des deutschen Gemeinschaftswillens und damit brauchbare Zellen des neuen nationalsozialistischen Le­tz e n s st i l s erblickt. Dagegen kommt für ihn eine Zusammenarbeit mit verbänden, also rein organisatorischen Zusammenschlüssen von Korporationen, nicht mehr in Frage. Diejeni­gen Korporationen, die sich bis zum 10.3uli gemeldet haben, werden also unter Aus­

Wie DNB. zu diesem Erlaß des Reichserzie­hungsministers erfährt, werden damit zum ersten­mal die Ausnahmebestimmungen der NSDAP, auf Organisationen an gewen­det, die unter staatlicher Führung stehen. Der Erlaß bedeutet einen weiteren Schritt

Hamburg, 8. Juli. (DNB.) In der großen Ausstellungshalle des Hamburger Zoo fand am Montag eine Arbeitstagung der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" statt, zu der sich die Gau­warte, Schulungswarte und Propagandawarte aus dem ganzen Reiche eingefunden hatten.

Der Stabsleiter der DAF., Dr. von Renteln, stellte von der nordischen Auffassung her die Frage nach dem Sinn des Lebens. Das Leben fei ein ewiger Kampf, der das Schicksal über die kleinen Wünsche jedes Einzelnen von oben her meistern müsse. Nur wer den Grundsatz des Kamp­fes bejahe, könne freudig das Leben zwingen. Aus dieser kämpferischen Grundhaltung heraus sei auch die NSG.Kraft durch Freude" entstanden. Diese Gemeinschaft sei die sormhafte Verkörperung der heroischen Einstellung zu leben, nämlich die Schaf­fung der Freude durch die Kraft. Die Aufgabe der Organisation sei es, allen Volksgenossen die Tore zu öffnen zu diesem Erlebnis der Freude. Deshalb müßten auch diejenigenn Menschen erfaßt werden, die bisher nur- die grauen Fabrikgebäude kannten und die keine Vorstellung von den reichen Kultur- gütern der Nation hätten.

Der Leiter des AmtesReifen, Wandern und Urlaub", Pg. Dr. Lafferentz, betonte, daß es dem Amt gelungen sei, bereits im ersten Jahre des Bestehens der NS.°Gemeinschaft eine beträchtliche Anzahl von Urlauberzügen in Fahrt zu setzen. In diesem Jahre seien bis zum 1. Juli insgesamt über eine Million Arbeitskameraden auf eine längere oder kürzere Reise geschickt worden.Wir glauben, daß es uns gelingen wird, in diesem Jahre ins­gesamt dreieinhalb bis viereinhalb Millionen zu bewegen. 60 000Kd F."- Seefahrer haben bis zum 1. Juli Hochseefahrten an die Südküste Englands und nach Norwegen gemacht. In diesem Sommer werden wir bestimmt auf 150 000 Seefahrer kommen. Diese Entwicklung ist zu einem großen Tell durch den Erfolg der Reisesparkarten ermöglicht wor­den. Die augenblickliche Gesamtsumme unseres Reise- fparkontos beträgt rund 5 Millionen Mark."

Für den verhinderten Leiter des AmtesSchön­heit der Arbeit", Dg. Speer, sprach Pg. Kretzschmer. Das Amt gäbe von Anfang an die Gestaltung der Arbeitsstätten als eine Kulturaufgabe betrachtet, die dem gesamten deut­schen Volke gestellt werden müsse. An den In­genieur müsse appelliert werden, sich in stärke­rem Maße als bisher der Aufgabe anzunehmen, Gesundheit und Sicherheit des deutschen Arbeiters zu gewährleisten. Doch auch an den Arbeiter selb st müsse appelliert werden, sich der Verbesserung und der Pflege seines Arbeits­platzes in jeder Weise anzunehmen. Arbeiter, die diese Arbeit sabotierten, gehörten nicht in die Be­triebsgemeinschaft. Für die IdeeSchönheit der Arbeit" seien seit Gründung des Amtes bereits 125 Millionen RM. in den deutschen Betrieben aufgewendet worden, und doch stehe man erst am Anfang.

Reichssportführer v. Tschammer und Osten betonte, daß die sportliche Organisation der DAF. eine wertvolle Quelle der Lebenskraft und Leistungs- fähigkeit des deutschen Volkes darstelle. Zwischen den Sportämtern der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" und dem Reichsbund für Leibesübungen dürfe es keine Rivalität geben. Beide Organi­sationen arbeiteten nach den von ihm herausgegebe- nen Richtlinien auf das Engste zusammen. Es gelte, sonders auch die L a n d g e m e in b e n , in die Ar­beit einzubeziehen. Weiter fei der Neubau von Uebungsstätten, Turnhallen, Schwimmbädern usw. notwendig. In Zukunft werde es keine Leibesübun- aen und keinen Sport der Bürgerlichen und der Arbeiter mehr geben, nur deutsche Leibesübungen, deutschen Sport und deutsches Turnen für alle Volksgenossen.

Der Leiter der AbteilungW e r k s ch a r e n", Pg. G o h d e s , sprach über Aufgaben und Ziele dieses jüngsten Kindes der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude". Die Werkscharen sollen künftig allein Träger des kulturellen Gedanken­gutes in der Feierabendgestaltung der DAF. innerhalb der Betriebe fein. Die Werkschar werde allmäylich bienationalsozialistische Elite des Betriebes werden. Innerhalb von fünf Monaten fei es gelungen, im gesamten Reich rund 1400 Werkscharen mit etwa 40 000 Mitgliedern aufzustellen.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, erklärte sodann:Kraft durch Freude" ist das Werk des Führers. Der Führer hat mir den Befehl gegeben, dafür zu sorgen, daß d i e N e r v e n des schaffenden Volkes gesund erhal- ten und gestärkt werden, und zu diesem Zweck wurde die NSG. ins Leben gerufen. Zwei Mil- l i o n e n Volksgenossen haben bereits im ersten Jahr der neuen Organisation auf großen Reisen und Fahrten Erholung gefunden und chr deutsches Vaterland und die' Welt kennengelernt: im nächsten Jahr roetben es bereits vier Millionen sein. Wir wissen, baß allein b i e Gemein­schaft fähig unb in ber Lage ist, Freube zu ver­mitteln. An bie Gemeinschaft bes Volkes und ber Rasse sind auch bie Werte ber Kultur unb ber Kunst gebunben; sie können nicht im luftleeren Raum ein Leben für sich führen. Kraft durch Freude ist der verkörperte Nationalfozialis- mus. Der Sünde steht bei uns gegenüber die Disziplin. Der Buße steht bei uns gegenüber ber Stolz! Dem Schwachen unb ber Schwäche stellen wir den Starken und das Starke gegenüber, und dem Genuß, der die gemeinen Triebe befriedigt, steht bei uns gegenüber die Freude. Es handelt sich hier um zwei Welten, die einander ausschließen. Alle, die glauben, daß dieses Leben lebenswert ist, und daß sie. in diesem Leben eine heilige Mission zu erfüllen haben, sind Nationalsozialisten. Wir wissen genau, daß dieses Leben kein Paradies ist. Das Leben ist Kampf, und Kampf ist Leben. Wir kennen keine Welt und keine Vorstellung, bei der die einen in ewiger Faulenzerei ihren Genüssen frönen und bie anberen ewiger Verbammnis ver­fallen sein sollen. Wir kennen in ber Ewigkeit ben Kampf als ben Ausbruck unseres Glaubens unb unseres Lebens. Das ist altgermanifches Denken, unb bas ist unser Glaube!

Wir verlangen ben Urlaub nicht aus Milleid, wie wir überhaupt nichts aus Mitleib verlangen, sondern weil der schaffende Volksgenosse seine Kräfte behalten muß, was ja auch wieder dem Unternehmer zugute kommt.' Wir werden in kürzester Zeit bie Gesetze sind bereits in Vor­bereitung dazu kommen, daß nicht allein der

turträger in Deutschland. Unb hier scheidet sich bie Rasse von ber Rasse, hier scheiden sich die Geister.

Nachdem der Redner bann ben Sinn ber NSG. Kraft burch Freude" auch für den schaffenden Künstler unterstrichen hatte, kam er auf die Füh­rerpersönlichkeit Adolf Hitlers zu spre­chen und schloß: Der Künstler, der Arbeiter und der Politiker sind in der Person der Füh­rers vereint und so gestaltet sich in dieser Einheit die deutsche Seele zur Harmonie.

Starker, langanhaltender Beifall 'dankte Reichs-, organisationsleiter Dr. Ley. Die Egmont-Ouver- türe von Beethoven beschloß die eindrucksvoll ver­laufene Kundgebung.

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Den Abschluß der Reichstagung bildete am Mon­tagabend eine Aufführung des Festspiels Deutsche Heimkehr" von Wilm Geyer in der Hanseaten-Halle. Während die Scharen der Zu­schauer den ungeheuren Raum füllten, konzertierte der auf 150 Mann verstärkte Gauspielzug mit den Hamburger Lobeda-Chören unter Leitung von Mu- sikzugführer Schlottmann und Chorleiter Hanne- mann. Unter brausendem Jubel betrat Reichsorga- nifationsleiter Dr. Ley an der Spitze der Ehren­gäste, unter ihnen viele führende Persönlichkeiten des Staates, der Wehrmacht und der Bewegung, die Halle.

In atemloser Stille entwickelte sich dann die ein­drucksvolle Handlung des. chorischen Spieles. Wilm Geyers festliches Werk rafft die Fülle der äußeren und inneren Erlebnisse unserer Zeit in einem sinnbildlichen Geschehen zusammen. Alles was an tiefster Not, an Glauben und endlicher Er­lösung die Jahre von 1929 bis heute erfüllte, findet hier einen starken und sinnfälligen Ausdruck. Die Aufführung des Festspieles, bei der 2000 Laien­spieler und 30 bedeutende Schauspieler in einer gro­ßen Einheit mitwirkten, stand unter der Leitung von Helmut Hansen vom Deutschlandfender. Sämtliche Mitwirkende zeigten hervorragende Lei­stungen. In ergriffenem Schweigen lauschten die Tausende von Zuhörer, bis sie zum Schluß mit den Spielern in das -jubelnbe Bekenntnis zum neuen Deutschland und zu seinem großen Führer ein- stimmten.

Urlaub geduldet, sondern daß er g e f o r d e r t wird, und baß berjenige, ber ben Urlaub erhält, ihn auch unterallen Umständen antreten muß. Wir werden darüber hinaus den Urlaub orga­nisieren unb dafür sorgen, daß der Urlauber nicht während der Ferien in seinem Haus sitzen bleibt, sondern daß er hinausgeht ins deutsche Land

war, die Grundsätze des nationalsozialistischen Par» teiprogramms in ihrer Organisation zu verwirk­lichen, hat sich somit auch hier wieder in bie erste Reihe gestellt.

Reue Richtlinien

für Privatschulkonzessionen.

Berlin, 6.Juli '(DNB.) Reichsminister Rust hat neue Richtlinien für die Erteilung non Unter» richtserlaubnisscheinen und Privat» schulkonzessionen aufgestellt. Bereits durch frühere Anordnungen waren deutsche Reichs- angehörige nichtarischer Abstammung von ber Erteilung privaten Unterrichts an Äugenb­liche ausgeschlossen, sofern es sich nicht UM Frontkämpfer oder solche Personen handelt, deren Väter ober Söhne im Kriege gefallen finb, ober um solche Antragsteller, die schon vor bem Kriege Privatunterricht erteilt bzw. eine Privatschule geleitet haben. Nun können auch Antragsteller arischer Abstammung, bis mit einer Person nichtarischer Ab­stammung verheiratet finb, zum Privat­unterricht an Jugenbliche grunbsätzlich n i ch t m e h r zugelas sen werden. Ausgenommen sind Antrag­steller, die Frontkämpfer sind, mit einem Frontkämpfer verheiratet finb, deren Väter ober Söhne im Weltkriege ge­fall e n finb ober bie schon vor b e m K r i e g e Privatunterricht erteilt bzw. eine Privatschule ge­leitet haben, sofern bie Ehe oor bem 2. Iuli 1933 geschlossen ist. Wer nach dem 2. Juli 1933 eine Ehe mit einem nichtarischen Ehe- Partner einging, wirb zum privaten Unterricht an arische Jugenbliche nicht mehr zugelassen. Alle Privatschulleiter unb Privatlehrer einschl. ber Leite­rinnen unb Lehrerinnen finb verpflichtet, bem Kreis- schulrat van ber Eingehung ber Ehe Mitteilung zu machen. Sie verlieren bie Unterrichtserlaubnis, wenn sie mit einer Person nichtarischer Abstam­mung bie Ehe eingehen.

Nachzensur

aller vor -er nationalsozialistischen Erhebung zugelaffenen Filme.

Berlin, 6. Juli. (DNB.) Im Zeichen vorüber» gehenber Filmknappheit ergibt sich für bie Film- inbuftrie bie Notwenbigkeit, auf ältere Ton» filme unb sogar Stummfilme zurück- zugreifen. Hierbei ist es wieberholt vorgekom­men, daß Filme zur Vorführung gebracht worben finb, bie auf Grund des im liberalen Staat gelten* ben Lichtspielgesetzes zugelassen worben waren. In verschiebenen Fällen ist sogar bie Vorführung von Filmen mit nichtarischen Mitwir* Eenben festgestellt worben, bereu Zulassung in heutiger Zeit nicht mehr in Frage kommt. Um alle Filme, bie mit bem Geist ber neuen Zeit nicht ver­einbar finb, vom Umlauf in ben beutschen Licht­spieltheatern auszuschließen, bebarf es einer grund­sätzlichen Regelung dahin, daß alle vor der natio­nalsozialistischen Erhebung für Stumm- und Ton­filme erteilten Zulassungen außer Kraft treten. Den Herstellern dieser Filme bleibt es überlassen, bie für eine Vorführung geeignet erscheinenben Filme einer Nachprüfung burch bie Filmprüf­stelle unterziehen zu lassen, für bie bie Bestimmun­gen bes von ber nationalsozialistischen Regierung erlassenen Lichtspielgesetzes maßgebenb finb. Eine Wieberzulassung von Stummfilmen kommt nur ausnahmsweise in Frage.

HL -Rottenführer und OL.-Hordenfühi er.

Der Reichsjugenbführer hat bie Einführung neuer Dien st ränge für bie Hitler-Jugenb und das Deutsche Jungvolk verfügt. Als neuer und un­terster Diensttang, also als Rang zwischen dem Hitler-Jungen uno dem Kameradschastsführer, wird bei der Hitler-Jugend ber Rottenführer ein- geführt. Entsprechen!) erhält bas Deutsche Jungvolk ben neuen Rang bes Horbenführers zwischen bem Jungvolkjungen unb bem Jungenschaftsführer. Als Kennzeichen trägt ber HJ.-Rottenführer eine silberne Litze auf beiben Schulterklappen, ber DJ.* Horbenführer einen silbernen Winkel auf dem linken Unterarm.

Wegen Verbreitung marxistischer Hetzschriften festgenommen.

Dresden, 8. Juli (DNB.) Die Polizei ist Personen auf die Spur gekommen, die sich dazu hergegeben haben, Material, das ihnen ein früherer SPD. - Funktionär zu- st e 111 e , 3 u verbreiten. In der Angelegen­heit, die restlos geklärt werden konnte, mußten acht Personen in Haft genommen werden. Unter ihnen befanden sich zwei katho­lische Geistliche. Der frühere Marxist hatte vermutet, daß er katholischen Kreisen willige Ab­nehmer für feine Hetzschriften finden werde und Geriet auf dieser Suche auch an Pfarrer Schwarz (Dresden-Johannstadt) und an Pfarrer Center (Dresden-Neustadt, Albertplatz). Es ist festgestellt worden, daß Kenter aroße Mengen solcher Hetz­schriften erhalten hat, Die er bereitwilligst annahm und an katholische Kreise weitergab.

Religionslehrer beurlaubt.

Neuß, 8.Juli (DNB.) Der am Gymnasium in Neuß bisher als Religionslehrer tätige Prof. Hecker ist mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden. Dieser Maßnahme liegen Vorgänge zu­grunde, die sich vor einer Kundgebung, in der Pfarrer Münchmeyer sprach, ereignet haben. Prof. Hecker hatte u. a. zu den Schulkindern gejagt, es sei eine Schande für Neuß, daß Pfarrer Münch­meyer in Neuß spreche, und es fei weiterhin eine Schande, daß die Werbeplakate für die Münch» meyer-Kundgebung an einer katholischen Schule angebracht würden.

Auflösung staatsfeindlicher Organi­sationen in Danzig.

Danzig, 8. Juli. (DNB.) Der Danziger Poli­zeipräsident hat denBund nationaler Be­amter" unb bie Danziger Gruppe ber inter­

nationalen Bibelforscher mit sofortiger Wirkung a u f g e I ö ft. Beide Organisationen hatten sich staatsfeinblicher Betätigung schuldig gemacht. Den sogenanntenernsten Bibelforschern" konnte erst vor wenigen Taaen in einem Gerichtsverfahren kommunistische Zersetzunystätiakeit nachgewiesen werden. Bei den Angehörigen DesBundes natio­naler Beamter" handelt es sich um ausgesprochen reaktionäre Elemente, die sich nickt gescheut Haden, trotz ihrer Eigenschaft als Staatsveamte bzw. Pen­sionäre vor wenigen Tagen in einer Veranstaltung die Danziger Regierung in der übelsten Weise zn verunglimpfen und zu verleumden mit der ausge* vorwärts bei ber Durchführung des Arierprinzips, sprochenen Absicht, die Autorttät der Regierung zu Die Studentenschaft, die schon von jeher beftrebt1 untergraben.

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