niemand mehr bietet. Sobald die Versteigerung geschlossen ist, darf ein Gebot nicht mehr abgegeben werden. Der Jagdvorsteher hat sich den Zuschlag an eine der drei bestbietenden Personen binnen zwei Wochen vorzubehalten. Der nachträgliche Eintritt in das Höchstgebot ist unzulässig. Der Zuschlag kann nur mit Genehmigung des Kreisjägermeisters erteilt werden. Der Jagdvorsteher soll vom Zuschlag an den Höchstbietenden nur abweichen, wenn dies durch besondere Umstände geboten ist. Er bedarf hierzu der schriftlichen Zustimmung des Kreisjägermeisters. Nichtortsansässige Bieter dürfen bei der Erteilung des Zuschlages ortsansässigen Bietern gegenüber benachteiligt werden. Erfolgt binnen zwei Wochen kein Zuschlag, so sind die drei bestbietenden Personen an ihre Gebote nicht mehr gebunden. Der Pachtvertrag kommt mit der Unterzeichnung der Vertragsurkunde zustande.
7. Bei der Ausbietung durch Abgabe schriftlicher Gebote werden die Bieter 14 Tage nach Ablauf der Bietungsfrist frei, wenn ihnen bis dahin nicht der Zuschlag erteilt ist. Für die Genehmigung des Pachtvertrages durch den Kreisjägermeister, insbesondere auch beim Abweichen vom Höchstgebot, gelten die gleichen Vorschriften wie bei der öffentlichen Ausbietung.
8. lieber den wesentlichen Hergang der öffent
lichen Ausbietung ist ein Protokoll aufzunehmen.
9. Für die freihändige oder durch Verlängerung des laufenden.Pachtverhältnisses erfolgende Verpachtung gelten folgende Vorschriften: Der Jagdvorsteher darf nicht mitwirken, wenn er mit dem Pächter verwandt oder verschwägert ist oder wenn er an der Anpachtung wirtschaftlich interessiert ist. Der Pachtvertrag bedarf der Genehmigung des Kreisjägermeisters.
10. Die Derpachtungsart und die Durchführung der Verpachtung von Eigenjagdbezirken ist in das Ermessen des Jagdberechtigten gestellt. Der Pachtvertrag muß nach Form und Inhalt den Vorschriften des Gesetzes entsprechen und bedarf der Genehmigung des Kreisjägermeisters.
11. Nachträgliche Vertragsänderungen bedürfen der Zustimmung des Kreisjägermeisters.
12. Dem Kreisjägermeister und dem zuständigen Finanzamt ist je eine Abschrift des Pachtvertrages und etwaiger Nachträge zu übersenden.
13. Jagdpachtverträge, die gegen die vorstehenden Bestimmungen verstoßen, sind nach § 15 des Reichsjagdgesetzes nichtig.
Berlin, den 27. März 1935.
Der Reichsjägermeister:
gez.: Göring.
angefordert wurden, als auf Grund der Raum- oerhältnisie im Kölner Stadion ausgegeben werden können. Deutschland trägt mit dem Spiel in Köln sein 112. Länderspiel aus, und die jahrelang ungünstige Bilanz dieser Spiele ist endlich aktiv gestaltet worden. Man wird den Kampf in Köln und das Treffen gegen die Tschechoslowakei am 26. Mai in Dresden als die schwersten Spiele unserer Ländermannschaft in diesem Jahre betrachten müssen. Beide Mannschaften für Köln sind erst in letzter Stunde bekanntgeworden, ein Beweis dafür, welche Bedeutung man in beiden Ländern diesem Kampfe beimißt. Keines der Länderspiele in diesem und dem vorigen Jahre war so offen wie das Kölner Spiel.
Weitere Kämpfe
um die Deutsche Fußballmeisterschaft.
Im Kampf um die Deutsche Meisterschaft sollte der 12. Mai eigentlich ein Ruhetag fein. Es sind aber zwei der für den 19. Mai vorgesehenen Treffen auf
diesen Sonntag vorverlegt worden. Das wichtigste von ihnen ist Der Kasseler Kampf Hanau 93 gegen Spvgg. Fürth. Da in der Gruppe 3 alle Vereine punktgleich sind und wieder von vorne anfangen müssen, hat dieser Kampf erhöhte Bedeutung. Der Ausgang des Treffens ist offen. Im zweiten Spiel begegnen sich in der Gaugruppe 2 Stettiner SC. und Schalke 04 in Stettin. Der deutsche Meister, dessen Gruppensieg ohnehin feststeht, wird sich in diesem Spiel auch noch die nötigen Punkte holen und es auf eine Endscheidung nach dem Torverhältnis nicht ankommen lassen.
Nordhessen —Bayern am 19. Mai.
Die Gaue Bayern und Nordhessen bringen ihren Fußball-Rückkampf am 19. Mai 1935 in Hanau auf dem Platz des FC. Hanau 93 zum Austrag. Das Vorspiel in Würzburg endete 1:1 unentschieden und war für den Gau Nordhessen ein großer Erfolg.
Das 2. große Zahnradrennen 1935 in Gießen.
Beste west- und südwestdeutsche Fahrer am Start.
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lers,
die der
ganz besonderes Ereignis. Spaniens Ruf als eins der besten Fußball-Länder des Kontinents ist auch durch Niederlagen der letzten Zeit nicht ins Wanken
Purkert (Hamburg), Paduschek, Danz, Stamm, Kneller, Kerp (alle Köln), Zacharias, Müller (Koblenz), Gelpke, Chiappini (Neuwied), Hohbein, Gafsenmeyer (Frankfurt), Göbel (Wetzlar), Mebus, Faust, E. Muhl, K. Muhl (alle Gießen).
Was das Programm anbetrifft, so ist es durch ein Omnium sowie durch ein Mannschaftsoerfol- gungsrannen erweitert worden. Als erstes Rennen steigt das
Fliegerhauptfahren über 1000 Meter.
In vier Vorläufen werden die acht Besten ermittelt, die vier stärksten Fahrer kommen dann über die Zwischenläufe in die Endläufe. Im e r ft e n V o r l a u f treffen aufeinander: Tertilde, Paduschek, Gelpke, Göbel und K. Muhl. Hier werden Tertilde und Paduschek die ersten Plätze belegen. Im zweiten Vorlauf starten: Schmidt, Danz, Kerp, Chiappini und Mebus. Der dritte V o r - lauf bringt Ehlers, Stamm, Zacharias, Hohbein und Faust an den Start. Im vierten Vorlauf kämpfen um die Plätze: Purkert, Müller, Gaffen- meyer, E. Muhl und Weber.
Bei dem
vorhanden war. An den Start gehen folgende Fahrer: Tertilde, Schmidt (Dortmund), Ehl
Hach der Pause.
Nach Wiederbeginn standen sie jedoch wieder in der Elf und erwiesen sich auch voll aktionsfähig. Nach zwei Minuten schoß Damminger nach guter Vorarbeit von Lehner zum Führungstor für Deutschland ein. Nun begann eine ständige Bedrängung des irischen Torraumes, die nur durch gelegentliche Vorstöße des irischen Sturmes unterbrochen wurde. Die beiden irischen Verteidiger und der Torwart kämpften aber mit dem Mute der Verzweiflung und es gelang ihnen auch, bis fast zum Schlußpfiff ihr Heiligtum reinzuhalten. Alles glaubte bereits an den 2:1-Sieg Deutschlands, ja die Massen beginnen schon abzuwandern, da ging Lehner in der 37. Minute noch einmal allein durch und stellte das Ergebnis auf 3:1 für
Oer Spielverlauf.
Die ersten 25 Minuten gehörten den Iren,
auch in der 19. Minute durch ein Selbsttor deutschen Verteidigung in Führung gehen konnten. Mitte der ersten Halbzeit kam dann die deutsche Elf allmählich in Schwung. Es wurde flacher gespielt und kombiniert und dadurch gewannen die Aktionen des deutschen Sturms an Zweckmäßigkeit. Immerhin dauerte es noch bis zur 31. Minute, bis Damminger nach einer zu kurzen Abwehr des irischen Torhüters ausgleichen konnte. Bis zur Halbzeit hatten beide Länder noch Chancen, die jedoch keine Verwertung fanden. Auf feiten der Iren gab es zwei Verletzte, und zwar mußten der Verteidiger Dunne und der Torwart Foley für einige Minuten vom Feld.
Omnium
handelt es sich um ein hier noch nicht gezeigtes Rennen. In drei verschiedenen Wettkämpfen, und zwar in einem Rundenzeitfahren, Punktefahren und Fliegerrennen wird der beste Fahrer nach Punkten ermittelt. In diesem Rennen gehen an den Start: Tertilde, Purkert, Kerp und Hohbein.
3m 2er rNannfchaftsverfolgungsrennen,
ebenfalls ein auf der Gießener Bahn noch nicht gezeigtes Rennen, finden wir die Mannschaften Paduschek-Danz, Stamm-Kneller, Zacharias-Müller, Mebus-Faust am Start.
Um den Fahrern, die in den ersten drei Rennen keine Plätze belegen konnten, noch eine Siegeschance zu bieten, läuft ein Punktefahren über 25 Runden mit Wertungen in jeder zweiten Runde.
Den Höhepunkt und zugleich den Abschluß der Veranstaltung bildet ein
Deutschland. Auch in den letzten Minuten lag der deutsche Angriff noch vorn, doch konnten die Iren mit Glück und Geschick weitere deutsche Tore verhindern. Zwei Minuten vor dem Abpfiff hatte auch Buchloh noch einmal eine gefährliche Sache zu klären. Dann gab der ausgezeichnete tschechische Schiedsrichter C h r i ft das Zeichen zum Schluß des Kampfes.
In der Kritik der deutschen Mannschaft muß die Leistung der beiden Außenstürmer hervorgehoben werden. Lehner erwies sich wieder als der gefährliche Durchreißer und Fath glänzte mit seiner Technik. Ausgezeichnet spielte auch Siffling, der wieder die Verbindung zur Läuferreihe übernommen hatte. Lenz hatte ein großes Arbeitspensum zu verrichten, er war vor der Pause allerdings verschiedene Male nicht richtig im Bild. Damminger bewies seine Schußkraft und Geistesgegenwart mit seinen zwei Toren. In der Läuferreihe war Goldbrunner der beste Mann, Bender und C i e l i n s k i genügten aber auch den Anforderungen. Neuling T i e f e l führte sich recht vielversprechend ein und Janes war wieder die Ruhe selbst. B u ch l o h im Tor mußte den ersten Treffer halten.
Das Glanzstück der irischen Elf war die Hintermannschaft mit dem ganz hervorragenden Torwart. In der Läuferreihe verdiente Hutchinson die beste Note und im Sturm war der Halblinke- Moore der gefährlichste Spieler.
Und am Sonntag Deutschland-Spanien.
Nachdem am gestrigen Mittwoch mit der Mannschaft des Irischen Freistaates die 19. Nation mit Deutschland in Länderspielbeziehungen trat, wird dieser Kreis am Sonntag um ein weiteres Land erweitert. In Köln findet das erste Länderspiel Deutschland — Spanien statt. Nach dem unvergleichlichen Siegeszuge der deutschen Fußballer in den beiden letzten Jahren ist dieser Kampf ein
Am kommenden Sonntag veranstaltet der Gießener Radfahrer-Verein 1885 sein zweites diesjähriges Bahnrennen auf der Aschenbahn der Spielvereini- gung 1900. Die Meldungen sind derart stark ein» gegangen, daß eine große Anzahl überhaupt nicht berücksichtigt werden konnte. Das Meldeergebnis zeigt aber auch, welchen Ruf die Gießener Bahnrennen in Radsportkreisen gefunden haben. Aus der Fülle der Meldungen wurden nun die besten Fahrer ausgesucht, und man kann sagen, daß eine solche Besetzung bei keinem der bisherigen Bahnrennen
Deutschland gestaltete auch den ersten Fußball- Länderkampf gegen Irland erfolgreich. Mit 3:1 wurde die Mannschaft von der „Grünen Insel" am Mittwoch im mit 35 000 Zuschauern vollbesetzten Dortmunder „Rote-Erde"-Stadion verdient geschlagen. Die deutsche Elf lag meist im Angriff und nur seiner ausgezeichneten Verteidigung und dem überragenden Torwächter Foley haben es die Iren zu danken, daß die Niederlage so knapp ausfiel. Deutschlands Mannschaft konnte allerdings erst nach der Pause voll befriedigen, vor dem Wechsel wurde ziemlich zusammenhanglos und nervös gespielt.
?r letzten Zeit nicht ins Wanken Eine-Stunde-Mannschaftsrennen
gekommen, und es ist verständlich, daß zu diesem nach Sechstage-Art. Die zehn Mannschaften sind Spiel mehr als die dreifache Zahl von Karten'wie folgt zusammengestellt: Tertilde-Schmidt (Dort-
3:1-Sieg gegen Irland.
35000 Zuschauer beim Länderkampf Deutschland—Irland im Dortmunder Stadion »Rote Erde".
mund), Ehlers-Purkert (Hamburg), Paduschek-Danz (Köln), Stamm-Kneller (Köln), Kerp-E. Muhl (Köln, Gießen), Zacharias-Müller (Koblenz), Gelpke-Chi» appini (Neuwied), Hohbein-Gassenmeyer (Frankfurt), Göbel-K. Muhl (Wetzlar, Gießen), Mebus-Faust (Gießen). Mit Tertilde-Schmidt startet die zur Zeit stärkste deutsche Amateur-Mannschaft, die 1934 nicht weniger als 52 Sieae erringen konnte. Die beiden Hamburger zählen ebenfalls zu den besten deutschen Mannschaften. Purkert stellte in Köln-Hürth einen neuen Bahnrekord von 39,15 km auf und ist Sieger im Goldpokal von Bremen. Ehlers ist Hamburger Gaumeister. Den Kölnern Paduschek - Danz geht ebenfalls ein guter Ruf voraus. Die Fahrer Stamm- Kneller gelten auch als starke Fahrer. Kerp (Köln) fährt diesmal zusammen mit E. Muhl, da Schorn infolge seines großen Spurtsieges im Rennen „Rund um Krefeld" am Sonntag bei „Rund um Köln" starten muß. Eine starke Mannschaft, die sicher auch etwas mitzureden hat, Jft Hohbein - Gafsenmeyer (Frankfurt). Mit Gelpke - Chiappini startet eine kampfesfreudige Neuwieder Mannschaft. Zacharias- Müller, Göbel und die Gießener Mebus, Faust, und Gebrüder Muhl siyd alte Bekannte auf der Gießener Bahn, die man schlecht missen möchte.
Das Hockey-Turnier in Brüssel.
England Gruppensieger.
Am Mittwoch wurde bei dem Brüsseler Hockey- Länderturnier auf dem Platz von Union St. Gil- loise in dem Spiel zwischen England und Spanien der Sieger der Gruppe A ermittelt. Die Briten kamen zu einem sicheren 4:0-(l:0-)Sieg und sicherten sich somit den ersten Platz in dieser Abteilung. Der Gruppenzweite, Spanien, trifft nun am Freitag mit Deutschland zusammen, während England zum Gegner in der Vorentscheidung Holland hat. Im letzten Spiel der Gruppe A standen sich Belgien und Oesterreich gegenüber. Die Belgier beendeten den Kampf, der allerdings für die Entscheidung keine Bedeutung mehr hatte, mit 3:1 (1:1) zu ihren Gunsten.
Kurze Sporiuotizen.
Beim Eifel-Rennen am 16. Juni wird das Programm noch umfangreicher und vielseitiger als bei seinen Vorgängern fein. Bei den Wagen werden erstmals Rennwagen und Sportwagen an den Start gehen, und die Motorradrennen werden in zwei Abschnitten, in einem internationalen Rennen für Lizenzfahrer und einem nationalen Wettbewerb für Ausweisfahrer durchgeführt.
Major Campbell ging bei einem Autorennen auf der Brooklandbahn in einem Kleinwagen an den Start und belegte mit einem Stundenmittel von 134,380 Kilometer in feiner Klaffe den ersten Platz und zugleich den sechsten Platz in der Gesamtwertung aller Kategorien.
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