Einzelbild herunterladen

sowie das Schülerorchester unter Führung von Lehrer Bayer umrahmten mit ihren Darbietun­gen die Feier in schöner Weise.

Kreis Büdingen.

$ Nidda, 8. April. In der hiesigen Turnhalle fand ein sehr gut besuchter Elternabend der Volks­schule statt. Nach einleitenden drei- und vierstim­migen Gesängen der Oberklasse begrüßte Rektor Meyer die Eltern, denen am Abend ein kleiner Ausschnitt aus dem Schulleben geboten werden sollte. Daneben sollte das Interesse der Erwachsenen an der Volksschule gesteigert werden. Nach einem guten Sprechchor wandte sich Lehrer Geiger an die zur Entlassung kommenden Knaben und Mäd­chen. In trefflichen Worten mahnte er sie, auf dem in der achtjährigen Schulzeit Gelernten weiter auf­zubauen, um einstmals als Erwachsene tüchtige Staatsbürger zu werden. Sodann wechselten in bunter Reihe Darbietungen der verschiedensten Jahr­gänge miteinander ab. Gesang, Sprechchöre, Volks­tänze, Reigen, turnerische Vorführungen, Gedicht­vorträge, gut aufgeführt, wurden von den Erwach­senen mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt und mit großer Freude entgegengenommen.

T Babenhausen I, 8. April. Unser kleines Dörfchen hat im Verlaufe des letzten Vierteljahres zehn Todesfälle verzeichnen müssen, von de­nen die meisten auf das starke Auftreten der Grippe zurückzuführen waren. Heute verstarb der 47 Jahre alte Landwirt und Spezereiwaren­händler Heinrich Keil, nachdem erst vor knapp drei Wochen seine Mutter ihm im Tode voraus­gegangen war. Der Verstorbene hinterläßt eine Frau und zwei Kinder.

Kreis Schotten.

§ Ulrichstein, 7. April. Gestern abend fand im festlich geschmückten Saale desDarmstädter Hof" die feierliche Verleihung der Ehren- kreuze an die Frontkämpfer, Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen statt. Nach einem Marsch, ge­spielt von einem Teil des fünften Trupps des Mu­sikzugs der Reseroestandarte 116, begrüßte Bürger­meister Geiß die Besucher, erinnerte an die unver­gleichlichen Taten unseres Heeres im Weltkrieg, ge­dachte dabei des verstorbenen Generalfeldmarschalls von Hindenburg und ehrte mit allen Be­suchern die Gefallenen in würdiger Weise. Dann überreichte er die bereits eingetroffenen Ehrenkreuze und verlas die Namen derjenigen, deren Anträge leider bisher noch nicht erledigt werden konnten. Ortsgruppenleiter M e i s k i gab dem Dank und dem Stoz der Ehrenkreuzträger in einer ersten An­sprache Ausdruck und würdigte die Taten des Frontkämpfers Adolf Hitler, dem auch diese Feierstunde zu verdanken sei, denn erst im Drit­ten Reich habe der Kämpfer des Weltkriegs wie­der die Ehre und Anerkennung gefunden, die ihm zustehe. Nachdem der Ortsgruppenleiter ein drei­faches Sieg-Heil auf den Führer ausgebracht hatte, wurde die Feier in der üblichen Weife geschloffen. Die Teilnehmer blieben dann noch einige Stunden beisammen, um bei dem Gesang von alten Sol­datenliedern und bei lebhafter Unterhaltung wieder viele Erinnerungen aus der Kriegs- und Militärzeit lebendig werden zu lassen.

)( Ruppertsburg, 8. April. Der hiesige Ortsring des Reichsbundes Volkstum und Heimat veranstaltete im Schlörbchen Saale einen Unterhaltungsabend, der sehr gut besucht war. Das Frauenarbeitsdienstlager Laubach unter seiner Leiterin Fräulein K a i b e l hatte sich bereit­erklärt, uns zu dienen. Nach zwei Chören des Ge­sangvereins Ruppertsburg begrüßte Ortsgruppen­leiter Bürgermeister Lind die Besucher. Mit einem Lied und Sprechchor begannen die Mädchen ihre Darbietungen. Etwa zehn schöne, alte und neue Volkslieder, abwechselnd von den Laubacher Gästen und den Ortseinwohnern mit Begeisterung gesun­gen, folgten. Dazwischen erfreute man sich an den in vollendeter Weise aufgeführten Stegreifspielen Rumpelstilzchen" und diePrinzessin auf der Erbse", sowie drei Volkstänzen. Kasperle machte mit seiner Kunst den Schluß. Alle Darbietungen fanden stürmischen Beifall, so daß der Ortsring­leiter gegen Mitternacht mit warmen Worten den Dank aussprechen und mit einem Sieg-Heil! auf das Vaterland und den Führer schließen konnte.

rl. Gedern, 8. April. Zu der jüngsten Ver­sammlung der Mitglieder des Bezirks Gedern des NSLB. waren trotz schlechtester Wetter- und Wegverhältnisse die Mitglieder vollzählig erschienen. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein Vortrag des Lehrers Cunz (Burkhards) überdie Grundlagen und die Ziele des Unterrichts und der Erziehung im nationalsozialistischen Staat" und die daraus sich ergebenden praktischen Forderungen an die Gestal­tung der Volks- und der höheren Schule und für die Beurteilung der Schüler. Bezirksobmann Kal- berlah sprach über Kameradschaft, über das Ver­halten gegenüber den Juden, ferner über die Ge­staltung der diesjährigen Schulentlassungsfeiern, die mit der feierlichen Ueberführung der Entlassenen in die Hitlerjugend verbunden sein wird, sowie über die Schaffung einer Heimatbilder-Reihe. Die die Versammlung beschließende Führerehrung ver­band er mit einem Hinweis auf die Selbstzucht, die rechte Treue zum Führer von uns allen fordert.

Kreis Alsfeld.

| Alsfeld, 8. April. Vor einigen Tagen fand die diesjährige Schlußfeier des Win - terfchuljahres der Alsfelder Gewerbe­schule statt, zu der sich eine Anzahl geladener Gäste und die Schüler der Anstalt in dem festlich geschmückten Versammlungsraum der Gewerbeschule eingefunden hatten. Die Feier wurde eröffnet mit einer Ansprache des Rektors Rohrbach, der nach seinen einleitenden Begrüßungsworten über die große praktische Bedeutung der Erziehung des jungen Handwerkers durch eine gründliche theoreti­sche Schulausbildung in den gewerblichen Fach­schulen sprach. Die Gewerbeschulen sollen die Mei­sterschulen des Handwerks im Dritten Reich wer­den. Auf die Meisterprüfungen werde künftig gro­ßes Gewicht gelegt werden. Rektor Rohrbach dankte dem Staat, der Stadt als Träger der Gewerbe­schule, sowie dem Kreis Alsfeld für die gewährte finanzielle Unterstützung. Er schloß seine Ausfüh­rungen mit einem warmherzigen Appell an die Schüler seiner Anstalt, weiter an ihrer beruflichen Ausbildung zu arbeiten und für ihre Gewerbeschule

tatkräftig zu werben. Seine Ansprache klang in ein Treugelöbnis für den Führer aus. Kreishand­werksmeister Sattlermeister W. K o ch -Alsfeld über­mittelte namens der Kreishandwerkerschaft den Schülern der obersten Klasse, welche die Abschluß­prüfung mit gutem Erfolg bestanden haben, herz­liche Glückwünsche. Er wies auf die einstige hohe Blüte des Handwerks zur Zeit der Zünfte hin, die wieder erreicht werden müsse. Er gab die Versiche­rung, daß sich die Organisation des Handwerks nachdrücklich für die Förderung der gewerblichen Fachschulen einsetzen werde, da diesen künftig für die Erlang des Meistertitels erhöhte Bedeutung zukom­men werde. Bürgermeister Dr. V ö l f i n g, als Ver­treter der Behörden und als Vorsitzender des Ku­ratoriums der Gewerbeschule überbrachte den Prüf­lingen Glückwünsche zum bestandenen Examen und ermahnte sie, unermüdlich weiterzuarbeiten an ihrer handwerklichen Ausbildung, da im Dritten Reich nur der wirklich tüchtige Handwerker, der Quali­tätsarbeit leistet, vorwärts kommen werde. Alsdann erfolgte die Verteilung der Zeugnisse durch Rektor Rohrbach. Der Abgangsprüfung, welche die theo­retische Meisterprüfung ersetzt, hatten sich fünf Schüler der Anstalt unterzogen, die alle mit gutem Erfolg bestanden. Nach der Schlußfeier fand eine Besichtigung der ausgestellten Schülerartzeiten statt. Die Gewerbeschule hatte im vergangenen Winter einen Besuch von 23 Schülern aufzuweisen.

# Ober-Ohmen, 7. April. Am Samstag be­ging der freiherrlich Riedeselsche Förster i. R. Hein­rich Stöppler seinen 70. Geburtstag. Dem Jubilar wurden zu diesem Tage von seinen Be­rufskollegen und Jagdfreunden zahlreiche Glück­wünsche zuteil. Förster Stöppler ist langjäh­riger Leser des Gießener Anzeigers.

# Ober-Ohmen, 8. April. Gestern brachte ein hiesiger Landwirt, der sich im Osten unseres Vaterlandes anzusiedeln gedenkt, seine sämtlichen Liegenschaften sowie die Hofraite zum zweiten Male zum öffentlichen Ausgebot, nachdem eine erste Versteigerung unzulängliche Angebote zeitigte. Die gestrige Versteigerung wurde dem Wert der Grundstücke ziemlich gerecht. Auf die Hofraite wurde ein Angebot von 6000 RM. abgegeben.

# Aus dem oberen Ohmtal, 8. April. Im Zuge des diesjährigen Straßenbauprogramms in hiesiger Gegend wird nunmehr auch die Ohm- st r a tz e in ihrer Gesamtlänge von Ulrichstein bis Mücke entsprechend den Erfordernissen des heutigen Kraftverkehrs ausgebaut. Es handelt sich hierbei um die Erweiterung und Ueberhöhung zahlreicher Kurven, die in ihrer gegenwärtigen Be­schaffenheit Gefahrenmomente bedeuten. Abgesehen von den Ausfuhrungsarbeiten fallen der einheimi­schen Basaltindustrie dadurch wieder Lieferaufträge zu.

Kreis Lauterbach.

ß. Lauterbach, 8. April. Der Zweigver- ein des VHC. hielt im Hotel Schüz eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Dereinssührer Rühl gedachte des verstorbenen Bürgermeisters Peter, dem manche Anregung zur Verschönerung der Umgebung zu danken war. Dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß im verflossenen Jahre vier­

zehn planmäßige Wanderungen bei zahlreicher Bs* teiligung unternommen wurden. Mit dem Rein« ertrag einer Veranstaltung diente der Zweigverein dem Winterhilfswerk. Für 1935 sind eine Zwei- tagesfahrt in das Thüringer Land, eine Sternwan­derung nach Fulda und eine Wanderung nach Lich vorgesehen. Die Ausrichtung des Hoherodskopf- Festes ist dem Zweigverein Lauterbach übertragen worden. Die Vereinsrechnung wurde von VHC.» Bruder Bönsel vorgetragen. Für die muster­gültige Rechnungsführung wurde dem Rechner ge­dankt und ihm Entlastung erteilt. Im vergangenen Jahr war der Zugang von 21 Mitgliedern zu ver­zeichnen. Mit Dank an alle, die in freudiger Mit­arbeit die VHC.-Sache unterstützen, wurde die Ver­sammlung geschlossen. Gemeinsam sang man das Vogelsberglied.

Neue Bestimmungen für Reklamebilder

Vorn 1. April ab sind, was vielfach übersehen wurde, diejenigen Reklameschilder in Stadt und Land, die den Bestimmungen der 9. Bekannt­machung des Werberates nicht entsprechen, zu ent­fernen. Von diesem Tage ab darf innerhalb geschlos« jener Ortschaften an fensterlosen Wänden, Giebeln, undurchsichtigen Umzäunungen jeweils nur ein ein­ziges Reklameschild angebracht werden. Ist die An­bringungsfläche mindestens 60 Meter lang, so kann für je 30 Meter Länge ein Plakat aufgehängt wer­den. Als einziges Plakat gilt auch die zusammen­hängende Anbringung von zwei, drei und vier gleichartigen Schildern des gleichen Werbungtrei­benden. In geschlossenen Ortschaften mit über 35 000 Einwohnern dürfen die Anbringungsflächen auch Fenster haben, es sei denn, daß es sich um Wohn­bauten handelt. Auf dem flachen Lande dürfen Reklameschilder nur noch an Wegweisern angehängt sein. Hier fällt also die Wand-, Giebel- und Mauerreklame gänzlich weg.

Rrmdfirnkprogramm.

Mittwoch. 10. April:

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45t Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45t Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I des Landesorche­sters Gau Württemberg-Hohenzollern. 13: Nachrich­ten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Musik für Diolincello und Balladen. 16: Kleines Konzert. 16.30: Aus Zeit und Leben. Die Polizei. Funkbe­richte. 17: Nachmittags-Doppel-Konzert. 18.30: Von großen Köchen und ihrer Kunst. Bericht aus dem Kochkunst-Museum. 18.45: Das Leben spricht. 19t Unterhaltungskonzert. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Stunde der jungen Nation:Der Soldatentönig". 20.45: Lachender Funk mit Toni Impekoven. 22t Mandolinen-Konzert.. 22.30: Nachrichten. 22.40: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.45: Tanz- mustk. 24 bis 2: Nachtmusik.

Nach langem schweren Leiden ist am 7. April der Modellschlosserlehrling

Frau Marie Döpfer, geb. Schick

kn Alter von 54 Jahren.

Gießen (Steinstraße 73), den 8. April 1935.

2080 D

2077

(Miele)

Staubsauger um !

Lieferung durch die Fachgetchifte.

Passiva

1625.77

100.00

5. Verschiedenes

Ä.

20880

2098.00

7738.72

Abgang ...............

Mitglieder am 31.12.1934

. 637 .____4

641

. 18 623

Heute verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine Hebe Frau, unsere gute, unvergeßliche Mutter, Schwieger­mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante

in die Ewigkeit abgerufen worden.

Durch seinen Fleiß und seine Tüchtigkeit hat er sich das Ansehen Aller erworben. Schon nach zweijähriger Lehre wurde er durch eine heim* tückische Krankheit ans Krankenlager gefesselt

Wir verlieren in ihm einen braven Jungarbeiter, den wir ungern von uns scheiden sehen. Ein bleibendes Andenken werden wir ihm bewahren.

Konto Verschiedenes

lllllllllllllllllllllliiliilllllllllllllllllllllllllllllllllll Ihre Geschäftsdrucksachen eteilen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen. Man stellt eich die Be­schaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge, Postkarten, Rechnungen,Beschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Le^en Sie deshalb Wert auf ge­pflegte OrucKsachen I Wir bieten sie Ihnen Brühlsche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllimil

Ala

WgenliniengtleiMafi Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeltschristen GWll,SAIMeVl.?

Kornblumenstratze 12, offen.

Mitgliederbewegung am 1.1.1934

Zugang ......................

General-Versammlung findet statt am Mittwoch, dem 17. April 1935, abends 8l/3 Uhr, bei Gastwirt Heinrich Völzel.

Tagesordnung:

1. Vorlesung und Genehmigung der Jahresbilanz

2. Verteilung des Reingewinns

3. Entlastung des Vorstands und Aussichtsrats

4. Änderung des Statutes § 37

Die Firma Bänninger G.m.b.H.

Die Gefolgschaft der Firma Bänninger G.m.b.H.

Gießen

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 11. April, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

-Wehen

n hw V in Leder

L P 1.65 1.85

2.00 2.50

Hermann Röhrig, Lederwaren

Gießen, Neustadt 43. i080v

In tiefer Trauen

Emst Döpfer nebst Kindern.

Vorstehende Jahresrechnung und Bilanz liegt 8 Tage zur Einsicht der Mitglieder in der Geschäftsstelle,

37684.53

Der Aufsichtsrat.

Kinderwagen kauft man bei Berth. Kühne Seltersweg 26

Bäuerl.Hvt.- Genossensch., Frantturt-M. _ ------- Betriebsrücklage 7500.00

So einer...

Ein solcher Hand- W leiter-oderKasten- wagen muß leicht fahren u. trotzdem was aushalten. Im Garten und Haus- halt leistet er Ihnen gute Dienste. Sta- bile Wagen, die preiswert sind, be- kommen Sie bei

J. B. Häuser

Am Oswaldsgarten 1456 a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146

Willi Hofmann

aus Steinbach

Aktiva

Kasse........ 2213.90

Waren. . .20123.94

Außenstände . 11239.24

Immobilien.. 3000.00

Mobilien..... 500.00

Beteiligung .. 300.00

Spar- u.Vorschuß-

Verein Wieseck 207.45

tanbiO-fionfumOerein liefert eingetragene Genossenschaft m. b. H. Bilanz zum 31. Dezember 1934

Geschäftsgut- haben der Mitglieder Guthaben der Lieferanten..

Guthabender

öffentliche Handels-Lehranstalt der Industrie- und Handels­kammer Gießen

Lieblgstraße 16 (Alte Klinik) Fernruf 2480

Höhere Handelsschule:

Schulgeld RM.19.-, Abschluß entspricht derPrüfung für praktische Kaufleute.

Zweijährige Handelsschule: Schulgeld RM.17.-, Abschluß mitMittlerer Reife.

Gründliche fachliche Schulung u. Erweiterung der Allgemein­bildung und nationalpolitischen Erziehung.

Keine Nebengebühren.

Keine Kurse. Eintritt nur an Ostern. Anmeldungen bis spä­testens 15. April 1935. V erspäte- ter Eintritt nicht möglich.

Prospekte kostenlos. eseO

Bekanntmachung.

Der Stadtrat hat dem Entwurf' je einer Orts- satzung über die Erhebung einer Filialsteuer und einer Warenhaussteuer für das Rj. 1935 zugestimmt. Die beiden Ortssaßungen liegen vom 8. April 1935 ab während einer Woche im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 10, offen. Während der Offenlegungsfrist können Einwendungen gegen die Ortssatzungen bei der Bürgermeisterei schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. 20760

Gießen, den 6. April 1935.

Bürgermeisterei Gießen. Ritter, Oberbürgermeister

Mittwoch, den ly.Avril, nachmit­tags 2 Uhr, versteigere tdj dahier, Neuenweg 28 im Löwen, zwangs­weise gegen bar (an Ort u. Stelle, Bekanntgabe in obigem Lokal):

1 Nähmaschine, Doppelflinten, Sofas,Schreibtische, ITrumeau- spiegel, Betten, Kleiderschränke, Sessel, Chaiselongue, Kassen­schränke, 1 Eichenstamm, 1 Akten­regal, Tische, Stehlampe, einen Ausziehtisch, 1 Wäscheschr., Klei­derschränke, 1 Harmonium, Bett­federn, Registrierkassen, Waren- regah 1 Schnellwaage, Büfetts, verschiedene Bilder, Bücherschr., Serrenstoffe,Dekorationsfiguren, ianinos, 1 gr. Posten Anzüge, 1 Personenwagen, einen Posten Herren- u.Frauenstiefel,!. Schuh- machernähmasch., Küchenbüfetts, 1 Flurgarderobe, Eisschränke.

Bestimmt: 1 Trockenhaube, 1 Auto (Hansa) VO 8715, 1 Grammo­phon mit 12 Platten, 1 Fahrrad.

ÄüiOCf 2087 D

Gerichtsvollzieher in Gießen, ________Steinstraße 42_________

Aufforderung.

Betr.: Abführung der Lohnsteuer ab 1. Januar 1935.

Arbeitgeber, die lohnsteuerpflichtige Arbeitnehmer beschäftigen, haben seit dem 1. Januar 1935 die Lohnsteuer nicht mehr durch Verwendung von Steuermarken zu entrichten, sondern in bar an die zuständige Finanzkasse abzuführen. Das Lohnsteuer markenverfahren ist weggefallen. Hierauf sind au4 die hiesigen Arbeitgeber bereits durch ein besonderes Merkblatt hingewiesen worden. Ferner ist eine ent» sprechende Bekanntmachung in den Amtsräumen de* Finanzämter sowie an den von den Gemeindebehör« den hierfür vorgesehenen Stellen ausgehängt worden.

Diejenigen Arbeitgeber, die die Lohnsteuer viertel« jährlich entrichten, hatten die aus nach dem 31. De' zember 1934 endenden Lohnzahlungszeiträumen ein» behaltene Lohnsteuer bis zum 5. April 1935 an die Finanzkassen der unterzeichneten Finanzämter in einer Summe und ohne Bezeichnung der einzelnen Arbeitnehmer abzuführen. 2071V

Weiterhin hatten die Arbeitgeber unabhängig davon, ob die einbehaltene Lohnsteuer an die Finanzkasse abgeführt ist bis zum 5. April 1935 den Kassen der jeweils zuständigen Finanzämter eine Lohnsteueranmeldung nach dem hierfür vor« geschriebenen Muster zu übersenden. Diejenigen Ar« beitgeber, denen bisher keine Lohnsteueranmeldungs» vordrucke zugegangen sind, haben diese bei ihre«! zuständigen Finanzamt kostenlos zu erheben.

Im übrigen wird auf den Jnhatt der bereits de« Arbeitgebern übersandten Merkblätter verwiesen.

Gießen, den 8. April 1935.

Vie Finanzämter.

Gießen, Alsfeld, Hungen, Grünberg L&

Reservefonds 6342.61

Baufonds.... 7000.00 Gewinn 1934 5379.43

37684.53

Der Vorstand.