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Vorführungen zweier Mädel des Gießener BdM.<

Feierstunden der Friseurinnung

rinnerte Obermeister Götz daran, daß nach 150jäf)» tiger Unterbrechung ein alter Brauch der damaligen

Obecheffen

Spätestens in

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irzbach, 3. heck Peter RoManbtr, laefer. 7. Heinrich . 9. Walter HA Hildegard Sieberi

Philipp Kroch, 15. Gertrud Petri

Mobs, 18. R 0. HBltyelm Erich,

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lichem Stil gehalten. Die Mädel tanzten Volks­tänze, fangen Lieder und führten Singspiele auf, die Jungmadel boten ebenfalls Volkstänze und zeigten em Märchenspiel.

Nach dem Schlußlied sprach Ortsgruppenleiter

Hitler habe Ordnung auch im Handwerk geschaf- fn. Dafür sei das Handwerk dankbar. Der Ober­meister empfahl den jungen Gehilfen den besten Öeiftem des Handwerks nachzueifern, nahm bann bn Freispruch der Lehrlinge vor, überreichte ihnen kesellenbrief und Ausweise und sprach Urnen Glück-

Mit dem Lied der Hitlerjugend wurde der Abend beschlossen.

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brauchen Sie Ihren neuen lüagen. Denn Oftern auch für Sie die Ofterfahrt gesichert-ein schöner

:er Brauch der damaligen unfte nunmehr neu auflebt und dem Lehrling en Werdegang wie in alter Zeit vorschreibt. Adolf

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der Gesellenbriefe.

inter feierlichen Klängen zogen durch das Spalier er Schüler und Schülerinnen der Fachschule, der nnungsvorstand, die Prüfungskommission, die Alt- ?sellen und die Lehrlinge ein. Gleichzeitig wurden te Jnnungslade und die Fahne der Fachschaft ein- ^bracht. Im Verlaufe des zeremoniellen Brauches

Die Friseurinnung für Stadt und Kreis Gießen veranstaltete am Sonntagnach- mittag im Caft Leib zu Gießen eine schöne Feier. Nach dem Emzua des Jnnungsvorstandes mit den in ihrer Berufskleidung erschienenen Teilnehmern bes Prüfungskursus entbot Obermeister Hans Götz , Gießen) der Versammlung und den Ehrengästen Den Willkommgruß. Er deutete die Nöte des Fri- seurhandwerks an, das wie kein anderes unlauterer Konkurrenz ausgesetzt war. Die Teilnehmer des ^ortbildungskursus sollen ihr Bekenntnis zum Leistungsprinzip zum Ausdruck bringen. Dem Füh­rer und Reichskanzler, der Meisterehre und Sei- stungsprinnp wieder eingeführt hat, wurde der Dank durch ein freudigesSieg-Heil" bezeugt.

Unter der Leitung des Vorsitzenden der Prü- iungskommission Peter Dunkel und des Fach­lehrers für Fnsture an der Gewerblichen Berufs- ichule Willy Tränkner begann hierauf das

Abschluhfrlsieren der Kursusteilnehmer und dgs Schaufrisieren des Aachbeirates.

Oie Prüflinge hatten an lebenden Modellen ihre Künste au zeigen, Ondulationen und Wasserwellen luszuführen. Der Fachbeirat zeigte Frisuren. Wäh­lend der etwa zweistündigen Arbeit unterhielt die Kapelle K r e n g e I. Gleichzeitig stand die

Ausstellung der Gesellenstücke

ur Besichtigung frei, welche die unter Anleitung es Fachlehrers W. Tränkner hergestellten Perücken und Zöpfe umfaßte, zu denen die Gieße- icr Haarfabrik von Heinrich Sann das Material estellt hatte. Mittlerweile hatte die Prüfungskom- liffion, die aus dem Friseurmesster Fritz Henkel- i a n n (Butzbach) und den Gesellen S e e p e Grimberg) und Brückner (Gießen) bestand, die Arbeiten angenommen. Großes Interesse fand das Schaufrisieren des Fachbeirates. Nach urzer Pause begann die

Lossprechung der Lehrlinge und veberreichung

wünsch für ihr Fortkommen aus. Freigesprochen wurden: E. Abel, W. Krüger, R. Sohn, H. Simon, W. Albach, H. Wedemann, P. Kaufmann und Gg. Sauer. Hierauf wurde der Toten ehrend gedacht. Den Junggehilfen Hch. Simon und Wilh. Krüger wurde für Die zwei besten Prüfungsarbeiten als Anerkennung je ein Buch überreicht.

Altgeselle Schermuly nahm die neuen Ge­hilfen in den Gehilfenstand auf und ermahnte sie zu eifriger Arbeit.

Kreishandwerksmeister Stühler sprach ernste und besinnliche Worte zu den Junggehilfen. Ec for­derte sie auf zu eifrigem Streben nach bester Lei­stung und Meisterehre.

Rach dem Auszug des Jnnungsvoristandes stand Me von Schreinermeister Hermann und Vild- hauermeister Berte angefertigte Jnnungslade zur Besichtigung. Eine

Ehrung für Irlh Loh

leitete der Bäuerische Gesangverein mit einem Ge- -sanasvortraa ein. Obermeister Götz würdigte die großen Verdienste von Fritz Lotz, der Jahrizehnte 'Der Innung angehört und seit 25 Jahren gewissen­haft das Amt des Rechners verficht. Aus Dankbar­keit für das immer bereite Einstehen und die Pflicht­erfüllung für den Beruf ernannte der Obermeister ihn zum Ehrenmitglied der Friseur­in n u n g und überreichte ihm ein Geschenk. Im Auftrage des Bundespräsidenten Renz vorn Bund Deutscher Friseure überreichte ber Obermeister dem Jubilar noch die silberne Bundesmedaille für treue Pflichterfüllung am Berufsstand. Außer­dem lieh der Landesverband Hessen-Nassau im Rhein-Mainiischen Friseurverband ein künstlerisches Diplom übergeben.

Altgeselle S ch e r m u l v übermittelte die Glück­wünsche der Fachschaift, in deren Auftrag er ein Angebinde überreichte.

Kreishandwerbmeister Stühler sprach zu dem Jubilar ebenfalls anerkennende Worte und über­gab ihm ein Glückwunschschreiben des Präsidenten her Handwerkskammer für Hessen und Nassau.

Der Vorsitzende des Bcmerschen Gesangvereins Heinrich Ley gab seiner Freude über diese Ehrung des Sangesbruoers Fritz Lotz Ausdruck, bet feit 38 Jahren aktiv im Verein mttmirften.

Gerührt dankte dann Fritz Lotz für die zahl­reichen Beweise der Freundschaft und die Ehrungen.

Inmitten des unterhaltenden Teiles der Veran­staltung gab der Obermeister noch die

Ergebniffe des Frisierens der Kurfusfeilnehmer

bekannt. Es erhielten folgende Preise: beim On­dulieren: 1. Riffer, 2. Dietz, 3. Seth «n-Linden), 4. Brauer, 5. Fink (Wieseck);

a sser wellen : 1. Erb, 2. Odenwald, beide Gießen.

auf, während Dr. Bullmann mit einer Muster­riege prachtvolle turnerische Vorführungen bot. Um- rahmt war die Feier von Musikstücken, die einige Schüler spielten, und mehrstimmigen Chören unter Leitung von Lehrer Reinheimer. Nach Ab­schiedsworten schloß Rektor Siegfried die Feier in üblicher Weise.

tn. Lang-Göns, 8. April. Heute nachmit­tag ereignete sich hier im Orte am Kirchenplatz ein Zusammenstoß mit einem Auto, der zum Glück verhältnismäßig harmlos verlief. Ein Personenauto fuhr gegen ein haltendes Müll er­fuhr w e r k. Die Pferde gingen durch, wurden verletzt, aber nicht schwer. Die Wagenachse brach und die Ecke der Umsäumungsmauer des Kirch­platzes wurde umgeriffen. Personen kamen nicht zu Schaden. Das Auto mußte, da es stark beschä­digt war, abgeschleppt werden.

cxd Eherstadt, 8. April. Die ©auf Um- stelle Hessen-Nassau der NSDAP, zeigte hier den FilmWilhelm Tell", der bereits am Vormittag den Schülern vorgeführt wurde. Der Film fand größte Aufmerksamkeit. Bei einer Grundstücksoersteigerung, bei der Me­sen, Ackerland sowie Baumstücke zur Versteigerung gelangten, wurden Preise geboten, die von den Verkäufern gutgeheißen wurden. Eine Wiese von rund 1400 Quadratmeter kostete 1150 RM., eine Wiese von 2100 Quadratmeter 1550 RM., ein Baumstück von 740 Quadratmeter kam auf 600 RM., ein Acker von 9800 Quadratmeter auf 6700 RM., ein Acker von 2900 Quadratmeter auf 1900 RM. Die Freiwillige Feuer­wehr hielt bei Karl Fel sing ihre erste Gene­ralversammlung ab. Der Führer der Wehr, August F e l s i n g, dankte allen, die zur Gründung der Wehr und zu ihrer Uniformierung beigetragen haben. Bürgermeister Görlach betonte in einer kurzen Ansprache, daß das Verlangen, eine frei- mittige Feuerwehr zu gründen, schon feit Jayren bestehe, aber erst nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler im Geiste des WortesGemeinnutz geht vor Eigennutz" Verwirklichung erfahren konnte. Rechner Gär lach erstattete den Kassen­bericht, der gutgeheißen wurde. Schriftführer Engel verlas das Gründungsprvtvkvll. Zum Schluß der Versammlung wurde ein Film vorge- führt, der die Feuerwehr bei der Hebung, beim Großfeuer und bei festlichen Gelegenheiten zeigte. Der Führer der Wehr schloß die Versammlung in der üblichen Weise.

<S Di klingen, 7. April. Gestern feierten die Eheleute Johannes Bücher und Frau Christine (Besitzer der Jettmühle bei Villingen) das Fest der Goldenen Hochzeit. Beiden Ehegatten geht es noch gut. Im Kriege verloren sie zwei Söhne und einen Schwiegersohn. Von unserem Führer Adolf Hitler erhielt das Jubelpaar ein Glück­wunschschreiben.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 7. April. Im kleinen Saal des Hessischen Hof" fand heute nachmittag die Ge­nera lv er sa mm lu na der Vereinsbank für Butzbach und Umgegend statt. Aus dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl von 557 mit 629 Anteilen auf 617 mit 675 Anteilen gestiegen ist. Die Garanttemittel beliefen sich am 31. Dezember 1934 auf insgesamt 907 000 Mark, wovon 151000 Mark auf Geschäfts­guthaben, 81000 Mark auf Reserven und Rück­lagen, und 675 000 Mark auf Haftsumme der Mit­glieder entfallen. Der Gesamtumsatz stieg auf 41 598 000 Mark, die Bilanzsumme von 1 449 000 Mark auf 1595 000 Mark. Die Spareinlagen ver­mehrten sich um 123 000 Mark, sie betrugen am 31. Dezember 1934 gleich 1079 000 Mark. Die Ver­mögensbilanz schließt ab mit 1595182,85 Mark, die Umsatzbilanz mit 20 799 347,93 Mark, die Ge­winn- in Derlustrechnung mit 105 415,85 Mark. Der Gewinn wird wie folgt oerteitt: 7345,18 Mark gleich 5 v. H. Dividende, 500 Mark auf Reserve­fonds, 500 Mark auf Betriebsrücklage, und 177,58 Mark Vor trag auf neue Rechnung, insgesamt 8522,76 Mark. Bei den Wahlen zum Vorstand und Auftichtsrat wurden die ausscheidenden Mitglieder wiedergewählt, und zwar vom Vorstand: Heinrich Kunz (Butzbach), vom Aufsichtsrat: Heinrich Jä­ger (Ober-Hörgern), Wilh. Brücke! I (Pohl- Göns), Tb. Sommer lad (Butzbach) und Georg Vissel (Griedel). Anläßlich des zehnjährigen Be­stehens der Vereinsbank fand nach Schluß der Hauptversammlung eine kleine gemütliche Feier statt.

pb. Butzbach, 8. April. Im Saale desDeut­schen Hauses" fand die Abschlußfeier der zur Entlassung korpmenben Schüler und Schülerinnen der Volksschule statt. Rektor Bach begrüßte die Besucher, insbesondere die Ehrengäste, Kreis­schulrat K ö t h (Friedberg) und Bürgermeister Dr. Mörschel (Butzbach), worauf Vorträge von Kin­dern aller Klassen folgten. Im Verlaus des Abends hielt Rektor Bach noch eine Ansprache, in der er sich besonders an die aus der Schule zur Entlassung kommenden Kinder wandte. Kreisschulrat K ö t y sprach ebenfalls ermahnende Worte an die scheiden­den Schüler, denen Gedenkblätter überreicht wurden. Der Mädchenchor unter Leitung von Lehrer Buß

Marktes wird eine große politische Kund­gebung darstellen, auf der Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger und Landesbauern- führer Dr. Wagner sprechen werden. Mit dem Markt ist eine Verlosung von Zuchtvieh, land­wirtschaftlichen Geräten usw. verbunden. Im Laufe des Abends wurden die verschiedenen Kom­missionen ernannt, wie der Finanzausschuß, der die wichtigste Aufgabe hat, sodann der Wirtschafts-, Vergnügungs-, Prämnerungsausschuß usw. Mit Sieg-Heil" auf den Führer wurde Die Versamm­lung geschlossen.

Ein Ururgroßvater.

)( Großen-Linden, 9. April. Der im 91. Le- bensjahre stehende Landwirt Philipp Pepp­te r IV. von hier wurde dieser Tage Ururgroh- vater. Das Ururenkelkind des hochbetagten Man­nes ist das Söhnchen des Erbhofbauern Artur Weber von Lützellinden. Die Geschlechterfolge vom Ururgroßvater zum Ururenkel geht von Phi­lipp P e p p l e r IV. über Philipp Peppler VI. (Sohn) von Großen-Linden und dessen Ehefrau Marie, geb. Müller, von Lang-Göns, beide in Großen-Linden wohnhaft. Sie stellen das Urgroß­elternpaar -bar. Die Tochter der beiden, Marie (hier wechselt die Geschlechterfolge nach dem mütterlichen Teil), heiratete den Landwirt Ludwig Keßler von Großen-Linden, ber jetzt im 43. Lebensjahr steht. Diese beiden sind bte Großeltern des neu­geborenen Kindes. Deren Tochter Erna, verheiratet mit dem Erb Hofbauern Artur Weber von Lützel­linden, ist die Mutter des Kindes. Der Erbhof, dem Artur Weber vorsteht, ist bereits feit über vier Generationen und stets in männlicher Erbfolge im Besitz der Familie Weber.

Landkreis Gießen.

8 Alten-Bufeck, 8.April. Die Eiersomm- l u n g für das WHW., die von dem hiesigen BdM. durchgeführt wurde, erbrachte 214 Stück. Die Samm­lung für bas Opferbuch der NSV. ergab für Alten-Bufeck den Betrag von 27,90 Mark und für Trohe 15,10 Mark.

* Großen-Buseck, 8. April. Dieser Tage sand im Ortsverein des Alice-Frauenver- eins vom Roten Kreuz die Prüfung der von Dr. Gengnagel und Schwester Berta Büchs- l e r ausgebildeten Samariterinnen vom Roten Kreuz statt. In ihrer Eröffnungsansprache begrüßte die Vorsitzende, Baronesse Erne st ine v. Ra­benau, die Gäste und gab einen Rückblick über die Arbeit des Ortsvereins. Bei der Prüfung durch Medizinalrat Dr. Kortüm (Gießen) zeigten sämt­liche Prüflinge großes Verständnis und beantwor­teten die gestellten Fragen so gut, daß der Exa­minator ihnen, sowie den beiden Leitern des Unter­richts feinen Dank und Anerkennung aussprechen und zum bestandenen Examen beglückwünschen konnte. In seinen Schlußworten wünschte er, daß die Samariterinnen ihre erworbenen Kenntnisse in Friedenszeiten zum Segen der Allgemeinheit ausüben und in Kriegszeiten, vor denen uns unser Führer und Kanzler bewahren möge, in gleicher Weise wie ihre Vorfahren int Dienste des Roten Kreuzes ihre Schuldigkeit tun möchten, und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf unseren Führer! Bei der folgenden Kaffee-Tafel richtete die Landesleiterin des Bereitschaftsdienstes, die ehemalige Erbgrohherzogin Cäcilie ebenfalls beherzigende Worte an die Samariterinnen, und in ihren Schlußworten beglückwünschte Baronesse v. Rabenau sowohl die Kursusteilnehmer, als auch die Leiter herzlich zu dem schönen Erfolg.

5 Steinbach, 8. April. Wie bereits berichtet, konnten am Samstag, 6. April, der Straßenwär­ter i. R. Hubertus Becker und feine Ehefrau Maria, geb. Hahn, in bester Gesundheit das Fest der Goldenen Hochzeit im Kreise ihrer Kin­der und Enkel feiern. Der Führer und Reichs­kanzler hatte ein Glückwunschschreiben gesandt. Pfarrer D ö l l überbrachte ein Glückwunschschreiben des kommissarischen Propstes für Oberhessen, Trommershausen (Frankfurt a. M.). Ebenso überreichte er einen Glückwunsch der Kirche Stein­bach und als Ehrengabe der Kirche ein Gebetbuch. Das Jubelpaar gehört zu den treuen Kirchenbe­suchern unserer Kirche.

Y Watzenborn-Steinberg, 7. April. Am gestrigen Tage konnten die Eheleute Johann Georg Pfaff und Elisabeth, geb. Philipp, Adolf-Hitler- Straße, ihren goldenen Hochzeitstag feiern. Der Jubllar steht im 75., seine Ehefrau im 72. Le­bensjahre.

A Großen-Linden, 8. April. Im Faber- schen Saale sand die Schulentlassungs­feier der diesjährigen Konfirmanden statt. Eine Folge von Gedichten, Sprechspielen und Theater­stückchen war auf den Leitgedanken des Uebergan- ges von der Schule zum Leben abgestimmt und wickelte sich unter Leitung des Klassenlehrers Dr. B u l l m a n n frisch und voll jugendlichen Schneids ab. Rektor Siegfried wies in seiner Ansprache auf den Ernst und die Bedeutung des Tages hin und zeigte bann, welche Aufgaben im neuen Staate der deutschen Jugend gestellt seien und in welchem Geilte sie gelöst werden müßten. Lehrerin Frl. Muller führte mit den Mädchen mehrere Reigen

Aehnliche judenfteie Märkte wurden in Langs­dorf und Hochweisel abgehalten. Im Jahre 1893 waren es sogar zehn Orte mit solchen Märkten. In den folgenden Jahren flaute die Bewegung ab. Die Märkte standen wohl noch im Kalender, wur­den aber nicht besucht.

Im vorigen Jahre gelang es nun der hiesigen Ortsbauernschaft, in Anknüpfung an ver­gangene Zeiten einen judenfreien Markt Ins Le­ben au rufen, der einen glänzenden Verlauf nahm. Es sprachen auf der Kundgebung Landesbauern­führer Dr. Wagner und Staatsrat P e u ck e r t (Thüringen).

Am vorigen Samstag war nun hier eine vor­bereitende Versammlung für den dies­jährigen jubenfreien Markt, der am 23. Mai stattfinden soll. Bürgermeister Wenzel leitete die Versammlung und begrüßte alle Erschie­nenen, Vertreter der Bauernschaft, des Handwerks, der Gewerbtreibenden, der Züchter usw. und er­innerte daran, daß der vorjährige judenfreie Markt ein erfolgversprechender Anfang gewesen sei und daß der zweite in diesem Jahr den ersten übertreffen müsse. Bürgermeister Wenzel gab dann in großen Zügen ein Bild davon, was ge­plant ist. An eine Prämiierung von Pfer­den, Rindvieh, Schweinen und Ziegen schließt sich der eigentliche Markt an. Am Nachmittag wird ein großer historischer Festzug aufgestellt werden, der in besonderen Gruppen die Verbun­denheit der Bauern mit der Heimat und dem er­erbten Boden zeigen soll. Den Höhepunkt des

Zudenfreier Markt in Lang-Göns.

s. Lang-Göns, 7. April. Lang-Göns war »n jeher eine Hochburg gegen die Juden. Noch is vor einigen Jahren sah man alte Tabaks- reifen, auf denen die Bildnisse von Dr. B ö ck e l, iickenbach, Zimmermann und Hirsche! firgebrannt waren. Diese ersten Vorkämpfer |:urben hier immer gefeiert Bei Reichstagswah- in errichtete man Triumphbogen und holte die (ebner mit Musik unb Vorreitern ab. Als bei rr Reichstagswahl im Jahre 1890 in ben Kreisen llsfelb unb Gießen Antisemiten gewählt worden laren, verboten die Juden ihren Handelsleuten d 50, RM. Geldstrafe, die Märkte in Allendorf ön der Lumda unb Lang-Göns zu besuchen. Aber Ärr Spieß würbe umgebreht, unb am 3. Juni 1890 waren in Lang-Göns zum ersten jubenfreien Vieh- irorkt etwa 4000 Bauern erschienen. Aus dem Utarft würbe eine große deutsche Volkskundgebung. £r. Böckel, derBauernkönig", wurde mit Mu­st! unb Jubel empfangen. In demselben Jahre, m 4. November, wurde der zweite judenfteie Markt in Lang-Göns abgehalten. Er übertraf den ersten, lieber 15 000 Menschen aus allen Gegen- dcn Deutschlands waren erschienen. Nach einer Schilderung von Dr. Gerhard war das Ge­dränge so groß, daß man zwei Stunden brauchte, um vom Bahnhof bis in die Mitte des Dorfes zu gelangen. Dr. Böckel, der Hauptführer der An- tilemiten, habe damals auf dem Höhepunkt feines Glanzes gestanden.

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Pg. Wobker den Mädeln und Hitlerjungen sei- Orchesters "ausgefüllt. neu Dank für den wohlgelungenen Abend aus. Die

Der zweite Teil des Abends war in volkstüm- Zuschauer waren sehr beifallsfreudig und schienen 4 " " " offenbar von den Darbietungen recht befriebigt zu sein.