Ausgabe 
9.4.1935
 
Einzelbild herunterladen

Dienstag, 9. April 1935

Nr.84 Erstes vlatt

185. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Der Wahlsieg -er NSDAP, in Danzig

236 733

Liste Weise (früh. Deukschnationale) 3

Polen

2

talangriff" g<

Ueberhaupt h

139 043

38 015

7 990

31 525

9 691

382

8 310

44

12

2

9

(38) (13)

(5) (10)

(4) (2)

NSDAP SPD. Kommunisten Zentrum

Die Berechnung der Mandate nach dem Pro­portionalsystem ergibt folgende Verteilung der Sitze im W s t a g ; die allerdings noch gering­fügigen Verschiebungen unterworfen sein kann:

Es ergibt sich daraus, daß unter Berücksichtigung der höheren Wahlbeteiligung alle Oppositionspar­teien Verluste erlitten haben. Nur di e NSDAP, hat sechs Mandate gewonnen, und die Polen haben ihre beiden Sitze behauptet.

sein würden, wie in der Vergangenheit, werfe bereits einen Schatten auf die Konferenz. Daily Herald" schreibt: In Stresa würden Macdonald und Simon höchstwahrscheinlich fest­stellen, daß sich die Ansichten der Franzosen und Italiener mit ihren eigenen Ansichten keines­wegs decken.

militärischen Maßnahmen gegen einen Angreifer einverstanden sei. Die Sorge, daß die Antworten der britischen Minister ebenso ausweichend

(109 029) (37 882) (14 566) (31 336) (13 596)

(-) (6 743)

237 016

13 482

234 956 1 7777

Wahlen vom 28. Mai 1933):

NSDAP.

SPD.

Kommunisten

Zentrum

Liste Weise

Liste Pietsch

Polen

Wahlberechtigt waren

Abgegebene Wahlscheine

Gültige Stimmen Ungültige Stimmen

Insgesamt

Macdonald, Flandin und Mussolini treffen sich in Slresa.

Mehrstündige Beratungen des britischen Kabinetts, aber anscheinend keine Entscheidung für einen klaren Kurs.

nichts genützt, daß der ehemalige Senatspräsident Dr. Rauschning noch unmittelbar vor der Wahl in einem offenen Brief das Eingreifen aus­ländischer Stellen forderte und sich zum offenen Landesverrat hergab, um nach verlorener Schlacht über die Grenze zu flüchten. Sie haben ihreun­beeinflußte Feststellung" der wahren Volksstim­mung gehabt mit dem Ergebnis, daß die Zahl der nationalsozialistischen Stimmen eine weitere starke und stetige Steigerung erfahren hat und daß die Bewegungsfreiheit der anderen Parteien, die diesen in dem aufgelösten Volkstag zu gering war, nunmehr die weitere Einschränkung er» suhr, die sie verdient. Denn worauf es gerade in Danzig auf diesem vorgeschobenen Posten des Deutschtums allein ankommt, ist die H e r st e l l u n g eines einheitlichen Willens, einer ein­heitlichen Gesinnung und eines einheitlichen Deutsch­tum-Begriffes, der sich mit dem deckt, was wir im Reiche darunter verstehen und wie mir ihn im Reiche haben.

Die erneute Niederlage der Parteien im Danziger Wahlkampf ist zu groß und zu eindeutig, als daß es interessant sein könnte, sie im einzelnen zu analysieren. Nur an einer Teilschlappe kann doch nicht vorübergegangen werden, das ist die Dezimie­rung der Kommunistischen Partei, die von den 14 566 Stimmen, die bei der 1933er-Wahl auf sie gefallen waren, nicht weniger als 7685, das sind rund 53 v. H. verloren hat. Das ist jedenfalls bas wichtigste Ergebnis der Wahl, daß die Danzi­ger Bevölkerung in ihrer überwältigenden Mehr­heit begriffen hat, worauf es anfam zu zeigen, daß sie nur eine Aufgabe hat, ihr Deutschtum.

Sin Ausruf des Senalspräsidenten.

Danzig, 8. April. (DNB.) Der Präsident der Freien Stadt Danzig, Arthur Greiser, hat nach- * stehenden Aufruf an die Bevölkerung der Freien Stadt Danzig erlassen:

An die Bevölkerung der Freien Stadt Danzig! Der vom Senat der Freien Stadt Danzig ge­wünschte und von der nationalsozialistischO Bewe­gung parlamentarisch herbeigeführte Appell an die Danziger Bevölkerung hat mit dem gestrigen Tage den Beweis erbracht, daß noch mehr als bis­her die übergroße Mehrheit der Dan­ziger Bevölkerung hinter der natio­nalsozialistischen Partei und Regie­rung steht. Damit hat die Danziger Bevölkerung eindeutig zum Ausdruck gebracht, daß sie m i t d e m Treiben und Wühlen der Opposition nicht einverstanden ist. Die Oppositions­parteien haben dadurch ein für allemal das Recht verwirkt, im Namen der Danziger Bevölkerung Schriften und Beschwerden an irgendeine Stelle zu richten. Formal mögen sie im Recht sein, moralisch sind sie gerichtet. Durch den eindeutigen Vertrauens­beweis der Danziger Bevölkerung, der durch die Abgabe von 30 000 Stimmen mehr als in den Volkstagswahlen im Mai 1933 zum Ausdruck ge­kommen ist, wird die Regierung nach der Neu­bildung ihre schwere und verantwortungsvolle Aufbauarbeit nunmehr mit gestärkter Kraft fortsetzen und, vom Vertrauen des Volkes ge­tragen, vollenden. Der Senat dankt der Danziger Bevölkerung durch erhöhte Pflichterfüllung. Das Volk hat gesprochen. Die Arbeit geht weiter! Für ein deutsches Danzig im nationalso- zialistischen Geist! Heil Hitler!

Millionen Russen hätten die Waffen strecken müssen, der Krieg wäre wahrscheinlich Ende 1915 mit einem vollen deutschen Siege zu Ende gegangen. Ungeheuer mußte die seelische Enttäuschung für den feinnervigen Ludendorff sein, als ihm diese Möglichkeit entglitt und alles in einem verlustreichenordinären Fron­talangriff" gegen die russische Armee versandete. Ueberhaupt hatte Ludendorff bereits jetzt nicht nur gegen den Feind, sondern auch gegen die verhäng­nisvolle Militärbürokratie Krieg zu führen. Nach­schub, rivalisierende und dienstältere Unterführer, versagende und ewig mißtrauische Verbündete, geg­nerische Uebermacht, ohnmächtiges Beobachtenmüssen der Sabotage durch Heimatbehörden, Krisen der Schlacht und Krisen der Nerven, es hätte bei Gott keines zweiten Menschen Kraft diese ungeheure Anspannung und diesen schmerzlichen Druck aus-

Ludendorff.

Zum 70. Geburtstag des Jeldherrn am 9. April 1935.

Von Friedrich Wilhelm Heinz.

General Erich Ludendorff wird am 9. April 70 Jahre alt. Man muß weit zurückgehen in der deutschen Geschichte, um ein zweites Schicksal zu finden, so groß, so einsam, so tragisch, wie das des Generals Ludendorff. Ja, in Glanz und Schatten, in Aufstieg und Sturz scheint dieses Leben mehr der Ursage als der Gegenwart anzugehören. Wie ein Findlingsblock aus fernster Zeit ragt die Er­scheinung des Generals in das 20. Jahrhundert, eine wahrhaft nibelungenhafte Gestalt, umwittert vom eisigen Hauch der echten Tragödie ganz im

gehalten.

Es gab viereinhalb Jahre lang Alltag für Luden­dorff. Ohne Urlaub hielt er auf seinem Posten aus. Friedrich der Große hatte Dichtung und Philosophie als Freunde im Feldlager. Ludendorffs Tageslauf aber war ausgefüllt mit Arbeit, Vortrag, Gesprä­chen, summendem Hasten, Denken, Sorgen, Vere

Als im Mai 1933 der Nationalsozialismus aus den damaligen Wahlen in Danzig mit einer Mehrheit von etwa 56 Prozent als un­bestrittener Sieger hervorging, war bereits das innerpolitische Kräfteverhältnis im Freistaat ein­deutig bestimmt worden. Dennoch wollten sich die Reste der ehemaligen Systemparteien, die in Danzig unter dem Schutze des Völkerbundes noch ein Da­sein im Trüben fristen konnten, mit dieser Tatsache nicht abfinden. Vielmehr haben sie seit jener Wahl kein Mittel unversucht gelassen, der Welt immer wieder zubeweisen", daß allein sie das Recht hätten, im Namen der Danziger Bevölkerung zu sprechen. Nun der Nationalsozialismus hat nicht gezögert, diese Parteien ihre Behauptung wirklich unter Beweis stellen zu lassen, und er hat kurzer­hand die A u f l ö s u n g des 1933 gewählten Volks­tags und die Neuwahlen vom 7. April, die sonst erst im Jahre 1937 fällig gewesen wären, veranlaßt; offenbar aber nicht zum Vergnügen jener Quertreiber, die ja entgegen ihrer zur Schau getragenen Miene ihrer Sache alles andere als sicher waren. Nun haben dieberufenen Wort­führer der Danziger Bevölkerung" ihre Klärung der innerpolitischen Verhältnisse, wenn diese auch anders ausgefallen ist, als sie es sich ge­wünscht hätten.

Von rund 230 000 abgegebenen Stimmen hat die NSDAP, nicht weniger als rund 140 000 auf sich vereinigen können. Im Verhältnis von 6:1 sind die anderen Parteien gegen die NSDAP, aufmarschiert, im Stimmenverhältnis von 2:3 haben sie als Be­siegte das Feld räumen müssen. Es hatte ihnen

frage mit, daß die britische Regierung auf der Kon­ferenz in Stresa durch den Ministerpräsi­denten und durch den Außenminister Sir John Simon vertreten sein werde. Nach den hier vorliegenden Berichten ist nunmehr sicher damit zu rechnen, daß auch der französische Mi­nisterpräsident Flandin zu der Konferenz von Stresa fahren wird, so daß die drei beteiligten Länder England, Frankreich und Italien sämtlich durch ihre Regierungschefs vertreten sein werden.

Heber die beiden insgesamt mehr als vier Stun­den dauernden Beratungen des Kabinetts am Montag berichtetDaily Telegraph", Mac­donald und Simon würden bei ihrer Reise nach Stresa von dem parlamentarischen Privatsekretär Edens, Lord Cranborne, und dem Sachver­ständigen des Foreign Office, William Strang, begleitet werden, die beioe an Edens letzter europäischen Reise teilgenommen haben. Im allgemeinen hätten die Minister den Eindruck, daß das Gefühl der Sicherheit in Europa und besonders in Osteuropa nicht aus regionaler Grundlage erhöht werden könne. Infolgedessen werde ein Plan erwogen, der Europa als Einheit behandele. Eine be­sondere Erklärung über die Unverletzlichkeit von Grenzen sei möglich. Um aber der.Erklärung grö­ßere Wirksamkeit als Abschreckungsmittel gegen einen Angriff zu geben, werde angeregt, di e in der Dölkerbundssatzung vorgesehene Aktion deutlicher zu bezeichn en. Soweit Osteuropa in Betracht komme, scheine die britische Regierung überzeugt zu sein, daß der Ost Pakt in seiner ursprünglichen Form schwer­lich durchführbar sei. Hinsichtlich Oester­reichs seien sich die Minister klar darüber ge­wesen, daß in Stresa ein Versuch gemacht werden dürfte, den in verschiedenen Protokollen vorgesehe­nen Pakt sofort abzuschließen. Eine Anregung, daß die europäischen Hauptmächte sich zusammentun sollten, um den Frieden aufrecht zu erhalten, habe anscheinend keine Zustimmung gefunden. Die britische Regierung sei der bestimm­ten Ansicht, daß Erfolge nur möglich seien, wenn jede ins Auge gefaßte Aktion auf einer Völker­bund s g r u n d l a g e beruhe, um jeden Anschein eines gegen einen bestimmten Staat gerichteten Systems zu vermeiden und Deutschland den Bei­tritt mit allen damit verbundenen Vorteilen zu er­möglichen, falls es sich zur Rückkehr in den Völker­bund entschließen sollte. Man sei der Meinung, daß in derselben Weise eine neue Erörterung des Pro­blems der Begrenzung der Rüstungen ermöglicht werden könnte.

News Chronicle" erklärt, trotz der ßänae der Beratungen habe das Kabinett keine Entschei­dung erreicht. Die Mehrheit der Minister habe sich indessen für weitere Bemühungen zur Beruhigung Europas mit Hilfe des Völkerbundsfystems und gegen eine Einkreisung Deutschlands durch ein Bündnis benachbarter Staa­ten ausgesprochen. Leider seien noch immer keine Zeichen dafür bemerkbar, daß die Regierung, die sich so eifrig um die nächsten Parlamentswahlen kümmere, sich darüber klar sei, mit welcher Span­nung der Rest der Welt auf ein Zeichen Groß­britanniens warte. Wenn ein energischer Fingerzeig Englands ausbleibe, der bezwecken würde, die Völkerbundssatzung praktisch wirksam zu machen, dann sei zu erwarten, daß Italien für ein Vorgehen der Groß­mächte allein eintreten werde. Dies würde von Deutschland unvermeidlicherweise als Einkreisungspolitik aufgefaßt werden und gerade zu den Bündnissen und Gegenbündnissen führen, die Großbritannien nicht wünsche

Corning P o st" schreibt, die anscheinende Abneigung der Regierung, sich für den einen oder anderen Weg zu entscheiden, verursache zunehmende Sorge in beinahe jedem Lande Europas, eine Sorge, die nicht einer gewissen Gereiztheit entbehre. In

preußische Edelmann, der vor der Geschichte die Verantwortung trägt, und auf der andern Seite die dämonische Schöpferkraft des mit allen Härten und Schroffen des Charakters ausgestatteten Genies.

Tannenberg wurde zu einer der vollkommen­sten Vernichtungsschlachten der Weltgeschichte. Der Weg in die russische Flanke, diese in ihrer Kühn­heit größte strategische Operation des Weltkrieges, zerschlug die russische Dampfwalze. Keine napoleo­nische ober friderizianische Schlachten- oder Feld­zugskonzeption weist solche strategisch großartige Momente und Lösungen auf, wie der H e rb st - seldzug in Polen. Dann folgte die zweite Ver­nichtungsschlacht in Masurens Winterkälte. Un« aufhaltsam verlegte sich das Schwergewicht von Westen nach Osten.

Aber schon jetzt begann die Tragödie. Ludendorffs Plan für den Sommerfeldzug 1915, der die Russen von Norden und Süden in eine gewaltige Zange nehmen sollte, wurde von Falkenhayn ver­worfen. Menschlich-Allzumenschliches ist nun einmal auch im Kriege nicht ausrottbar. Der von Hinden­burg gutgeheißene Plan hätte die größte Vernich­tungsschlacht der Erdgeschichte herbeigeführt. Viele

Das amtliche Ergebnis.

Danzig, 8. April. (DNB.) Das Wahlamt hat am Montag gegen 14 Uhr das nachstehende vor­läufige amtliche Ergebnis der Wahlen zum Danziger Dolkstag bekanntgegeben. Danach er­hielten Stimmen (in Klammern die Ergebnisse der

gewordene und dezimierte Brigade. Sein kühner Wille riß die Truppe mit sich, kaltblütig im furcht­barsten Feuer stehend, erzwang er die Schlachtent­scheidung. Fast ganz allein, ohne seitlichen Anschluß auf beiden Seiten, durchstieß er den Fortgürtel und nahm die Zitadelle. Das höchste Glück des Soldaten, siegreich als Führer im Feuer gestanden zu haben, war Ludendorff zuteil geworden.

Im Westen ging es noch immer voran, im Osten drohte die Katastrophe. O st p r e u ß e n lag dem russischen Zugriff offen. Das Vertrauen in die bis­herige Kriegsführung war erschüttert. Da trafen Generaloberst von Moltke und sein General- quartiermeifter General von Stein eine Ent­scheidung von höchster historischer Tragweite. H i n- b e n b u r g übernahm bie Führung gegen bie vor­dringenden Russen, Ludendorff wurde sein Ge- neralstabsches. Hindenburgs gläubige Zuversicht und eiserne Ruhe übernahm die Verantwortung, Luden- borffs geniale Strategie unb harte Willenskraft ersann die kühnen Pläne, die die stolzen Siege er- kämpfen halsen. Beide, Hindenburg und Ludendorff, ergänzten sich. Keiner war ohne den andern denk­bar. Aus der einen Seite der ruhige, gottgläubige

französischen unb italienischen Kollegen gefragt wer­ben, ob Großbritannien an das Kollektivsystem glaube, unb ob es mit wirtschaftlichen unb im Notfall mit

Sinne ber Antike: geloben mit vulkanischen Ener­gien, wikiimerhast im Tatendrang, Schicksalstrotz auf der Stirn, unbändiges Freiheitsaefühl im Herzen, und doch unter dem unerbittlichen Gesetz der Vorsehung stehend.

Wir wissen, baß es überhaupt nicht so weit her ist mit unserer vielgerühmtenFreiheit des Willens". 9n uns wirken die heimlichen Befehle unseres Blut­erbes, unser Weg ist bestimmt durch Erlebnis unb Haltung unserer Vorfahren, unser Schicksal wirb erfüllt In den Grenzen von Volk unb Nation, von denen es keine Loslösung gibt. Blut ist ein ganx besonderer Saft! Der General Erich Ludendorff aber hak in seinen Adern rollen von groß­mütterlicher Seite her dasBlutder Wasa- k ö n i g e, deren Geschichte zurückreicht in die Zeit, da der Drachenbug der Wikingschiffe 400 Jahre vor Columbus bie amerikanischen Gewässer durchfurchte, da Byzanz, Rom, Paris und London erzitterten vor den seefahrenden Normännem, da Normannen­reiche entstanden im nördlichen Island, im süd­lichen Sizilien, nicht zu vergessen der Staaten­gründung des Wikings Rurik an der fernen Wolga. Es ist das Blut der Sagas, das Blut desAlles oder Nichts?", das imFeldherrn des Weltkriegs" ^^e^ junge Landwirtssohn aus Kruszewnia im ehemaligen Posen, der Kadett unb Offizier Erich Ludendorff, es ist von ihm nicht mehr be- richtet als ein starker und selbstbewußter Charakter, eine unermüdliche Arbeitskraft, ein kühner Flug der Gedanken und eine außergewöhnliche soldatische Begabung. Für Männer dieser Präaung stand die Generalstabskarriere offen, unb so sehen wir Luden- borff früh als Lieblingsschüler bes großen Graf en Schliessen am Werk. Von ber dazwischen he- genben Frontdienstzeit bekennt Ludendorff, sie fet bie schönste seines Lebens gewesen.

Langsam öffnet sich ber Vorhang vor jenem flam­menüberzuckten Welttheater, bas mit derMarokko- krise" begann und im Walde von Compcegne einen vorläufigen Aktschluß nehmen sollte. 1913 verlangte ber bamalige Chef der Aufmarschabteilung tm Gro­ßen Generalstab, Erich Ludendorff, drei neue Armeekorvs von Reichskanzler unb Reichstag. Der im Grunbe pazifistische Bethmann-Hollweg blieb Sieger über den jungen Oberstleutnant Luden­borff. Dieser Mußte in bie Verbannung, er wurde als Chef der Operationsabteilung, für welchen Posten er vorgesehen war, gestrichen. Nur ein Armeekorps wurde bewilligt. Die beiden andern fehlten ein Jahr darauf an der Marne, wo sie die Kriegsentscheidung herbeigeführt hätten. Ludendorfs selbst fehlte im Großen Hauptquartier, wo statt feines ungebroche­nen Siegeswillens grauer Pessimismus umging und ' zur unglückseligen Sendung des Oberstleutnants Hentsch führte.

Und doch hatte ber Kriegsgott persönlich bie Pfor­ten bes Ruhmestempels vor Lubenborff aufgestoßen, bamals, als schwache Friebensbrigaben Lüttich erstürmten. Auf bem Weg zu feiner Dienststelle stieß Generalmajor Erich Lubenborff auf eine führerlos

London, 8. April. (DRV.) Ministerpräsident I Stresa würben Macdonald und Simon von ihren Macdonald teilte im Unterhaus auf eine An- frnmnfifrbon unh itattpnUMen Kvlleaen aefraat wer-

Erscheint täglich, außer M Annahme von Anzeigen

Sonntags und Feiertags für die Mittagsnummer

Beilagen: Die Illustrierte Ä IkA A A JkA AA A AA bis 8'/,Uhr des Vormittags

liUPNPNpr sw

VVIIVIIW WIMVmvV ra» von einzelnen Nummern Wx Ermäßigte Grundpreise:

infolge höherer Gewalt < M < < Stellen-, Vereins., gemein-

General-Anzeiger sm Sberhessen e@=

Postscheckkonto' behördliche Anzeigen6Rpf.

gtonifMrtam Main liess vruck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätsvuch- unb Steindruckerei 8. Lange in Stehen. Schristleitung und SeschSftrstelle: Schulftrahe 7 M-Ngenabschlüff-Staffel 8