Ausgabe 
9.2.1935
 
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Kunst und Wissenschaft

und

Aus aller Welt

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WeX andern.

i- x e n. Seine Leiche konnte noch nicht gesun := den. Das Paar hatte sich seit vormittags >, | aus einer Bierreise befunden.

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Schneefall,16 Pulverschnee, Ski

Grad, 80 cm Ge- i und Rodel sehr

Ites Wetter Ansteckung WLoidemie

schnee, Ski und Rodel sehr gut.

Schwarzwald. Feldberg: Grad, 180 cm Gesamt-schneehöhe, und Rodel sehr gut.

Harz. Schierke: Heiter,15 ( sarntschneehöhe, Pulverschnee, Ski gut.

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An Stelle des aus gesundheitlichen Gründen von der Leitung des Regensburger Stadttheaters zurück­getretene,. Direktors Linnbrunner wurde Dr. Rudolf Meyer, zuletzt zweiter Spielleiter und Dramaturg an den Städtischen Bühnen in Frank­furt a. M., mit der künstlerischen und geschäftlichen Leitung des Regensburger Stadttheaters betraut.

der ge-

Ser Maler Max Liebermann -fr.

Professor Dr. h. c. Max Liebermann, der frühere Präsident der Preußischen Akademie der Künste, ist im 88. Lebensjahre in Berlin g e st o r - den. Am 20. Juli 1847 in Berlin geboren, erhielt er seinen ersten Unterricht bei Steffeck in Berlin, malte später als Schüler von Pauwels in Weimar und wurde tn Paris von Munkaczy und vor allem von den französischen Impressionisten Manet, Cour- bet und Millet in seiner Entwicklung entscheidend beeinflußt; auch eine Studienreise nach Holland hin­terließ nachhaltige Eindrücke und hat zahlreiche mar­kante Motive für später berühmt gewordene Bilder geliefert Liebermanns erster großer Wurf waren dieGänserupferinnen" von 1874, denen Menzel mit drastischen Worten seine Anerkennung aussprach. Uebrigens hat Liebermann auch von dem unbestech­lichen Realismus Menzels für die Entwicklung sei­nes eigenen Stils, der sich bald immer freier und persönlicher ausformte, manches gelernt. In Lie­bermanns Malerei bildete sich am entschiedensten der Charakter der neuen impressionistischen Sehweise aus, die in der Schule von Barbizon entdeckt und zu höchster Feinheit und malerischer Kultur gestei­gert worden war. Bon Liebermanns Hauptwerken, die man in den Galerien von Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Amsterdam findet, seien genannt die Amsterdamer Waisenmädchen, das Münchener Bierkonzert, das Tischgebet, die Netz­flickerinnen, die Reiter am Strande, die baden­den Knaben, die'Frau mit den Liegen, die Hol­ländische Dorfstraße, die Bildnisse Virchow, Bode, Bürgermeister Petersen und Hindenburg, dazu zahl­reiche Selbstporträts aus den verschiedensten Le­bensaltern Außerdem hat Liebermann ein reiches graphisches Werk hinterlassen und auch als Illu­strator vielfach anregend gewirkt. Liebermann, der bereits 1898 mit Walter L e i st i k o w zusammen die Berliner Sezession gegründet hatte, sammelte in späteren Jahren das reichshauptstädtische Kunstleben in der Berliner Kunstakademie, die er als Präsi­dent vertrat; hier wie in der Sezession war er um die Förderung junger aufsteigender Talente sehr bemüht. Reichspräsident v. Hindenburg verlieh Liebermann zum 80 Geburtstag den Adlerschild des Reichs; auch war er Ehrenbürger der Stadt Ber­lin, lange Jahre Präsident der Preußischen Aka­demie der Künste und Vizekanzler der Friedens­klasse des Ordens Potir le merite.

Präsident Roosevelt ernannte Admiral G r a y - s o n zum Nachfolger des kürzlich verstorbenen Präsidenten des amerikanischen Ro­ten Kreuzes Payne. Admiral Grayson war Marinearzt und wurde später Hausarzt des früheren Präsidenten Wilson, der ihn zum Vizeadmiral beförderte.

Kleine politische Nachrichten.

Wie Havas meldet, hat der französische Land­wirtschaftsminister C a s s e z den Oberpräsidenten von Ostpreußen Koch empfangen, der sich im Ein­vernehmen mit seiner Regierung mit ihm über ein Angebot der deutschen Getreidestellen zum A n - kauf von französischem Futtergetreide unterhalten habe. Der Gesandte C o u l o n d t e, Direktor im Außenministerium, und der Direktor für Landwirtschaft B r a s s a r t hatten an der Unterredung teilgenommen.

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in der 1. Abteilung in Achtellosen in Berlin, in 2. Abteilung in Achtellosen in Heyen-Nassau spielt.

Schweres Eisenbahnunglück in Kanada. Neun Tote, zwölf Verletzte.

häufige Erip; die ErkältuM sehr leickM allgeMM

Nachmittag des Entführungstages gesehen. In dem Wagen hätten sich ein Mann und eine Frau befun­den, an der Rückseite des Wagens sei eine Leiter angebunden gewesen. Hauptmann habe sich nicht in diesem Kraftwagen befunden. Der Zeuge hob noch hervor, daß er beim Tanken des Kraftwagens Gelegenheit gehabt habe, sich die Leiter genau aN- zufehen, und er glaubt, in der zur Entführung be­nutzten Leiter diese seinerzeit an dem Kraftwagen angebundene Leiter wieder zu erkennen. Anschlie­ßend wurde bekanntgegeben, daß die Beweis­aufnahme beendet ist. Insgesamt haben über 50 Entlastungszeugen für Hauptmann ausgesagt.

Ein 300 000-Mark-Gewinn gezogen.

In der letzten Ziehung der Preußisch-Süddeut­schen Klassenlotterie entfiel auf die Nr. 6 6 4 3 8 ein Gewinn von 300000 Mark. Das Los wird

Der südafrikanische Ministerpräsident H e r tz o g teilte mit, daß die Erklärung des Verteidigungs­ministers Pirow, die südafrikanische Regierung sei nicht bereit, an irgendeinem allgemeinen Plan für die Verteidigung des bri­tischen Weltreiches teilzunehmen, die Politik der Regierung darstelle.

zern kauften besonders Schweden, Polen Tschechen.

Frankfurter Dramaturg wird-

Thealerdirektor in Regensburg.

waren. In einer zweiten Wohnung fand man einen Mieter tot auf, während im gegenüberliegenden Zimmer eine betagte Witwe mit schweren Ver­giftungserscheinungen im Bett lag. Auch im Nebenhause wurde eine Mieterin t o t aufge­funden; mehrere Personen wurden in hoffnungs­losem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Die Untersuchung hat ergeben, daß das Hauptzufuhr­rohr geplatzt war. Die Gasgesellschaft scheint keine Verantwortung zu treffen, dagegen wird man prü­fen, ob die kürzlich durchgeführten Straßenbauarbei- ten, bei denen das Gaszusuhrrohr freigelegt wurde, I auf

Wetterbericht

des Reichswetlerdiensies. Ausgabeort Frankfurt.

Während sich in den Küstengebieten eine leichte Milderung eingestellt hat und die Fröste dort meist nicht unter5 Grad Celsius herabgehen, hat die Ausstrahlung in dem fast wolkenlosen Südwest- deubschland eine Verschärfung des Frostes und stellenweise Temperaturen bis15 Grad Celsius hervorgerufen. Das von England nach Skandinavien sich erstreckende Hochdruckgebiet wird jetzt durch starke Wirbeltätigkeit im Norden abgeschwächt, bleibt aber bis zum Montag für unser Wetter noch maßgebend. Von Süden her dringen jedoch in den höheren Schichten etwas wärmere Luftmassen vor und bringen voraussichtlich schon zum Sonntag Bewölkung und Schneefall.

Aussichten für Sonntag: Zeitweise noch heiter, aber namentlich gegen Mittag hin Bewöl­kungszunahme und einzelne Schneefälle, bei öst­lichen Winden Fortdauer des Frostwetters.

Aussichten für Montag: Ausgeglichenere Temperaturen und bei meist wolkigem Himmel etwas geringere Frostgrade, einzelne Schneefälle.

Temperaturen. Am 8. Februar, mittags2,3 Grad Celsius; abends5,6 Grad; am 9. Februar, morgens8,8 Grad; Maximum0,8 Grad, Mi­nimum 9,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 8. Februar, abends0,1 Grad; am 9. Februar, morgens0,6 Grad. Sonnenschein­dauer 7,4 Stunden.

Wintersport.

Rhön. Wasserkuppe: heiter,15 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, verharscht, Ski und Rodel gut.

Vogelsberg. Hoh-erodskopf: Heiter, 18 Grad, 58 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Sauerland. Winterberg: Heiter.14 Grad, 60 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulver-

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Trauerparade für die In den Bergen tödlich verunglückten Reichswehrsoldaten.

Die feierliche T r a u e r p a r a d e für die vier am Krottenkopf tödlich verunglückten Reichs­wehrsoldaten fand in Landsberg am Lech unter riesiger Anteilnahme auf dem Friedhof statt. Nach der kirchlichen Aussegnung und einem dreifachen Ehrensalut erfolgten an den Särgen zahlreiche Kranzniederlegungen. Im Auftrage des Reichswehr- minifters legte der Führer im Wehrkreis VII, Gene­ralleutnant Adam, vier Kränze nieder. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wurden die Särge sodann in die bereitstehenden Leichen­kraftwagen getragen, die die Verunglückten in ihre Heimatorte brachten.

KreuzerKarlsruhe" in Peru.

Der KreuzerKarlsruhe" hat anläßlich der 400-Jahrfeier der Stadt Lima mit einer Abordnung an der Grundsteinlegung des Hum­boldt-Denkmals und an einer Parade vor dem peruanischen Staatspräsidenten teilgenommen. Am 5. Februar hat der Staatspräsident dem Kreu­zerKarlsruhe" einen Besuch abgestattet und nach der Besichtigung des Schiffes an einem ihm zu Ehren gegebenen Frühstück an Bord teilgenommen.

Fast 6,5 Millionen Rundfunkteilnehmer in Deutschland.

Die Gesamtzahl der Rundfunkteilnehmer im Deutschen Reich betrug am 1. Februar 1935 6 439 232 gegenüber 6142 921 am 1. Januar. Im Laufe des Monats Januar ist eine Zunahme um 296 311 Teilnehmer (4,8 v. H.) eingetreten. Unter der Gesamtzahl am 1. Februar befinden sich 453 845 Teilnehmer, denen die Rundfunkgebühren erlassen sind, darunter 304 346 Arbeitslose.

Die erste Delthundeausstellung in Frankfurt a. M.

Fast sämtliche kynologischen Gesellschaften der Länder Europas entsenden Delegierte zu dem 3. k y- nologischen Weltkongreß in Frankfurt a. M. vom 22. bis 25. April. Von den überseeischen Staaten haben sich bis jetzt Amerika, Ceylon und Japan gemeldet. Die Zahl der Nationen, die an dem Kongreß teilnehmen, hat sich damit auf 33 er­höht. Rußland nimmt mit mehreren russischen Ras­sen an der ersten Welthundeausstellung in Frankfurt a. M. vom 26 bis 28. April teil. Da­mit erhöht sich die Zahl der Sonderausstellungen für die verschiedenen Rassen der Welt von 140 auf 145. Norwegen, Dänemark und Schweden haben während der Dauer der Weltausstellung die Oua- rantänevorfchriften außer Kraft gesetzt. König Gu­stav von Schweden hat zu dem großen internatio­nalen Hundetreffen einen prächtigen Ehrenpreis zur freien Verfügung der Ausstellungsleitung ge­stiftet.

Entlastungszeugen für Hauptmann.

Bei der weiteren Zeugenvernehmung im Haupt­mann-Prozeß wurde Brevoort Bolmer. der Besitzer einer Tankstelle in der Nähe von Lindberghs Landsitz, vernommen, durch dessen Aussagen der Angeklagte Hauptmann st a r k entlastet wird.' Der Zeuge sagte aus, daß ein grüner Kraftwagen mit mehreren Per­sonen vor der Entführung des Lindbergb-Kindes mehreremale an feiner Tankstelle vorgefahren fei. Zum letztenmal habe er diesen Kraftwagen am

Bei Neunkirchen (Saar) fand man nachts am Südufer der Blies eine hilferufende Frau in halber Höhe der Uferböschung sich krampfhaft an einem Strauch festhaltend. Man befreite sie aus ihrer ge­fährlichen Lage und erfuhr von ihr, daß sie von dem pensionierten Bergmann E i s e l, mit dem sie sich auf dem Heimwege befand und der vollständig betrunken gewesen sei, beim Stürzen mit in bie Tiefe gerissen worden sei. Da die Blies noch Hochwasser führt, ist Eisel offenbar sofort von der Strömung fortgerifsen worden und e rtrun = Seine Leiche konnte noch nicht gefunden wer- ' " ......... ; 11 Uhr

der Anlaß zu diesem bedauerlichen Unglücksfall ge­wesen sind. Schon seit einigen Tagen hatte man in dem ganzen Viertel einen starken Gasgeruch festgestellt, ohne daß sich jemand gefunden hätte, die zuständigen Behörden zu benachrichtigen.

Die Filmschauspielerin Annabella von einem Bären angegriffen und verletzt.

Die französische Filmschauspielerin Annabella, die auch geleaentlich in Berlin gefilmt hat, wurde in Paris beim Drehen einer Zirkusszene von einem Bären angegriffen und zu Boden geworfen. Nur dem sofortigen Eingreifen ihres Ehe­mannes, John Murat, und einiger anderer Dar­steller ist es zu verdanken, daß Annabella keine schweren Verletzungen davontrug. Sie erlitt jedoch einen doppelten Fußgelenkbruch und mußte in eine Klinik übergeführt werden.

Autounfall der Filmschauspielerin Gretel Theimer.

Die Filmschauspielerin Gretel Theimer wurde m der Nähe von Steinhagen bei Bielefeld bei einem Kraftwagenunfall erheblich verletzt. Sie und ihr Gatte, der Tenor Artur Hell, wollten in Osnabrück gastieren. Auf der Fahrt von Bielefeld stieß ihr Wagen mit einem anderen Wagen zusam­men. Während Artur Hell, der am Steuer saß, mit geringen Verletzungen davon kam, erlitt die Film­schauspielerin einen Bruch des linken Armes, einen Schlüsselbeinbruch und Quetschungen am Kopf. Sie wurde ins Bielefelder Krankenhaus eingeliefert, wo sie mit großen Schmerzen, jedoch ohne Gefahr für ihr Leben, darniederliegt.

Dank für die Hilfsbereitschaft der Norweger beim Unfall des DampfersDresden".

Heiken in organisatorischer Beziehung sind durch eine Verfügung des Reichsbauernführers geregelt.

Dem Reichsnährstand steht nunmehr das Recht zu, die Finanzgebarung, die Personal- und R e o i s i o n s v e r h ä l t n i s s e der Zu­sammenschlüsse einheitlich zu ordnen. Der Reichsbauernführer gibt den Zusammenschlüssen die Satzung, die der Genehmigung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft bedarf. Im übri­gen wacht er darüber, daß bei Durchführung der Marktordnung die wirtschaftlichen Bedürf­nisse der einzelnen Marktgebiete ge­bührend berücksichtigt werden, daß die Tätigkeit der Zusammenschlüsse sich mit Gesetz und Satzung in Einklang befindet uno daß endlich die ständischen Aufgaben des Reichsnährstandes und die Notwendigkeiten von

In Anerkennung der bervorraaenden Verdienste und der Hilfsbereitschaft Der norwegi­schen Bevölkerung bei dem Seeunfall Des DampfersDresde n" im Juni vorigen Jahres hat der Führer und Reichskanzler die nachstehen­den Auszeichnungen verliehen: Die Rettungs­medaille am Bande den Kapitänen Sverre Thor- k i l d f o n des DampfersKong Harald" und Lars Pallesen des DampfersKronprinzeß Märtha"; das Verdienstkreuz des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes den Herren Direktor Peder Elias Pedersen, Zahnarzt Lauritz W a t h n e, Direk­tor Aksel Lund, Vizekonsul Sigve Gerhard, Konsul Jakon Dreyer. Das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes den Herren Seelotsen Sivert, Bertoldus, Thomassen, See­lotsen Tolles T. H ö i n e s , Ordförer Hans G i l j e, Ordförer Anton Salomonsen, Gemeindepfarrer Ivar Aasen, Dr. med. Johann Torkildsen, Fylkesmann John N o r e m , Oberst E. Lilje- d a h l, Major Einar Sörensen, Polizeimeister Ola K v a l s u n d. Die Genannten sind in den der Unfallstelle nahegelegenen Ortschaften Stavanger, Haugesund, Skuoesnes und Kopervik ansässig. Außerdem erhielten weitere 15 norwegische Bürger dieser Ortschaften besondere Dankschreiben und Die Fischer leger I. Kovik und Sohn je ein Geld­geschenk.

Explosion In einer Opiumfabrik in Schanghai. 15 Todesopfer.

Infolge einer Alkohol explosion wurde ein im Herzen Schanghais gelegenes Haus völlig zerstört. Bei den Aufräumungsarbeiten entdeckte die Polizei, daß sich in dem Haufe die größte bisher in Schanghai feftgeftellte Opiumfabrik befand. Bei der Explosion wurden 15 Personen getötet.

30 000 Malariakranke auf Ceylon.

Die letzten Meldungen aus dem Malaria- Gebiet auf Ceylon sprechen von 30000 Kran- k e n. Die Krankenhäuser der betroffenen Bezirke sind sämtlich überfüllt. In Kurunegala, wo die Krankheit besonders schwer auftritt, erkrankte auch das gesamte Krankenhauspersonal.

27 Negerinnen verschüttet.

In Fort Mall in der britischen Kolonie Kenya (Ostafrika) wurden 27 Frauen vom Stamme der Kikuyu bei der Gewinnung von Töpferlehm ver­schüttet. Die sofort eingeleiteten Rettungsmaß­nahmen blieben bei sämtlichen Verschütteten ver­geblich.

Verwegener Ueberfall rumänischer Eisenbahnräuber.

Auf einen Perfonenzug in der Nähe von Ploesti (Rumänien) wurde ein verwegener Banditen­überfall verübt. Maskierte Räuber sprangen auf den Postwagen, hielten drei Zugbeamte, die sich ihnen entgegenstellen wollten, mit vorgehaltenen Pistolen in Schach und warfen den ganzen Inhalt des Wagens durch die Türen hinaus auf das Eisen­bahngelände. Nachdem sie die drei Beamten ge­knebelt und gefesselt hatten, schmuggelten sich die Räuber unter die Fahrgäste des Zuges und ver­mochten an der nächsten Eisenbahnstation unbe­helligt den Zug wieder zu verlassen. Die Beute ist offenkundig von Spießgesellen der Räuber aufge­lesen worden. Der Raubüberfall wurde dadurch entdeckt, daß der Postbeamte der Station Campina vergeblich auf die Meldung des Begleiters des Postwagens wartete. Als man die Türen des Wa- aens öffnete, fand man die drei Beamten gekne­belt und gefesselt vor

Vater und Schwester mit der Axt niedergeschlagen. Selbstmord des Täters.

Ein furchtbares Familiendrama spielte sich in der Wohnung des Polizeihauptwachtmeisters im Ruhe­stand Josef 91 e n n a ft in Lübben im Spreewald ab. Der etwa 30jährige Sohn Gerhard bedrohte Vater und Schwester mit der Axt und verletzte sie auch so schwer, daß eine sofortige Ueberführung in das Krankenhaus notwendig war. Die Verletzun­gen des Hauptwachtmeisters sind so schwer, daß er kaum mit dem Leben davonkommen dürfte. Darauf schloß sich der Sohn in fein Zimmer ein, begoß die Möbel mit Spiritus und setzte alles i-n Flam­men. Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte den Brand nach angestrengter Tätigkeit lokalisieren. Bei den Aufräumungsarbeiten wurde die völlig ver­brannte Leiche des jungen Mannes geborgen. Ger­hard Nennast stand kurz vor seinem Doktorexamen.

Trauriges Ende einer ausgedehnten Vierreife.

Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. I. 35: 12195. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mvnatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

NSDAP. Der Bundesfchulungsreferent des NSDFB. (Stahlhelm) gehört zumStabedes Reichsfchulungsleiters der NSDAP., die übrigen Schulungsreferenten des NSDFB. (Stahlhelm) zum Stabe des Gau- bzw. Kreisschu­lungsleiters der NSDAP." Diese Vereinbarung ist als Anordnung des Reichsschulungsleiters der NSDAP, an sämtliche Schulungsdienststellen der Vartei und von der Bundesleitung des NSDFB. (Stahlhelm) an sämtliche Dienststellen und Schu­lungsreferenten des Bundes geleitet worden.

Gesamtwirtschaft und Gemeinwohl Berücksichtigung finden. Unberührt hiervon bleibt selbstverständlich die staatliche Oberaufsicht des Reiches und die Zusammenarbeit des Reichsnährstandes mit anderen staatlichen und poli­tischen Stellen.

Diese Neuregelung bedeutet einen wesentlichen Schritt vorwärts. Die großen nationalen Ziele: Sicherung der Nahrungsfreiheit des deutschen Vol­tes und Höchststeigerung der deutschen Erzeugung verbinden sich mit der sozialistischen Forderung, dem gemeinsamen Handeln aller an einem Wirtschafts­treislauf beteiligten Wirtschaftsgruppen im Dienst des Ganzen zum verneinen Nutzen. So schafft die neue Verordnung Die Grundlage für eine weitere Fortbildung der Marktordnung Des Reichsnähr­standes.

Oie Schulung im TlSOI». (Stahlhelm).

(Fkp.) Eine der wichtigsten geistigen Aufgaben, die der NSDFB. (Stahlhelm) im Dritten Reich übernommen hat, ist die S ch u l u n g s e i n e r K a - meraben und der ihm nahestehenden Kreise im Sinne der Im Fronterlebnis wurzeln- öen nationalsozialistischen W e ltan- chauung. Sie soll ihnen das geistige Rüstzeug ür ihre Aufgabe, zuverlässige.mpfer ü r das Dritte Reich und bewußte und ein« atzbereite Träger des Staates im bewährten Geist der Front zu sein und zu bleiben, schmieden, erhalten und schärfen. In Ergänzung der von dem Bunde für diese Arbeit aufgestellten Schulungs­richtlinien ist nunmehr zwischen der Bundes­leitung des NSDFB. (Stahlhelm) und dem Reichsschulungsleiter der NSDAP., Dr. Max Frauendorfer, folgende Vereinba­rung getroffen worden:Die weltanschauliche Schu­lungsarbeit im NSDFB. (Stahlhelm) erfolgt nach den Grundsätzen des Reichsschulungsamtes der NSDAP. Um die notwendige Einheitlichkeit zu ge­währleisten, wird der Bundesschulreferent des NSDFB. (Stahlhelm) vom Reichsfchu- l u n g 51 e i t e r der NSDAP, bestätigt, die übrigen Schulungsreferenten des NSDFB. (Stahl­helm) von den zuständigen Gauschulungsleitern der

Gute preise bei der Versteigerung in Sibyllenort.

Großer Betrieb herrschte am ersten Tag der Versteigerung in Schloß Sibyllenort. Im Park waren hunderte von Wagen aufgefahren. Daneben wurde ein ständiger Pendelverkehr mit Kraftomnibussen von Breslau nach dem Schloß unterhalten. Etwa 400 ernsthafte Interessenten haben sich allmählich aus den vielen Besuchern der beiden Vortage herausgeschält. Gleich zu Beginn gab es insofern eine Ueberraschung, als eine kleine Tischglocke, die mit einer Taxe von 1,00 Mark an- gesetzt war, 22,00 Mark brachte. Die Sensation des Vormittags war zweifellos die Versteigerung der beiden hawaifchen Tabakspfeifen, für die ein Erst­gebot von 15,00 Mark vorlag, obwohl sie nur mit 2,00 Mark angesetzt waren. Der Erlös betrug aber 220 Mark. Auch sonst wurden die ausgebotenen Gegenstände fast durchweg wesentlich Überboten. Eine Prunkvase, die wegen ihres Risses mit 880 Mark Taxwert angesetzt war, erzielte immerhin 2050 Mark. Pendeluhren, die mit 20 Mark angesetzt waren, brachten 60 bis 100 Mark. Auch bei den Möbeln erzielte man oft das drei- bis vierfache des Taxwertes. Ein Mahagoni-Rvkoko-Sekretär ging von 400 auf 790 Mark, ein Rokoko-Schreibtisch von 300 auf 1100 Mark empor. Zwei Schreibtische mit reichen Elfenbein-Intarsien erzielten statt der an- gesetzten Taxe von je 200 Mark 430 und 920 Mark, eine geschnitzte Banktruhe erzielte 760 Mark. Der Spielwagen des Königs von Rom, des Sohnes Napoleons, der mit 150 Mark angesetzt war, erzielte das Höchstgebot von 650 Mark. Bei den Gardinen sind die Taxen sogar um das sechs- bis siebenfache Überboten worden. Grundsätzlich wurde kein Stück unter dem Taxwert abgegeben. An dem Erwerb sind Ausländer sehr stark beteiligt. Außer Schwei-

Bei Fort William (Ontario) ist der kanadische Expreß auf der Brücke über die Kakabaka-Fälle mit einer Arbeiterlore zusammengestoßen. Da­bei wurden neun Personen getötet und zwölf verletzt.

Mehrere Todesopfer der Grippe in französischen Garnisonen.

Die Grippe-Epidemie hat in den ver­schiedenen französischen Garnisonen in den letzten Tagen wieder zahlreiche Todesopfer gefordert. Vier Soldaten des 126. Infanterieregimentes in Brive sind im Krankenhaus gestorben. In der Gar­nison in Bourges sind ebenfalls zwei Todesopfer zu beklagen. In der Garnison in Caen sind_ wieder zwei Soldaten an Grippe gestorben. Nach überein­stimmenden Meldungen aus den verschiedenen Gar­nisonen ist die Grippe-Epidemie jedoch im Rückgang begriffen.

Schweres Gasunglück in Frankreich. Bisher drei Tote und sieben Vergiftete.

Ein bedauerlicher U n g l ü rf s f a 11, der bisher drei Todesopfer forderte, während sieben Personen mit lebensgefährlichen Vergiftungs- e r f ch e i n u n g e n ins Krankenhaus geschafft wer­den mußten, ereignete sich in Clermont-Ferrand. Der Pförtner eines Mietshauses bemerkte starken Gasgeruch. In einer Wohnung, die von einem alten Ehepaar und ihrem Dienstmädchen bewohnt wird, fand er alle drei Bewohner bewußtlos auf Die Ehefrau war bereits tot, während bei den an­deren beiden Wiederbelebungsversuche erfolgreich

Vor Ansteckung (bayepJ schützen kB/