Einzelbild herunterladen

im Studentenheim.

Stadttheater, 19.30 bis

ter

den 6142 921 Rundfunkteilnehmern am 1. Ja-

Aus den Gießener Gerichtssälen

au

eine

des die des der

Rückfahrt am 14. Januar:

wird, hat folgenden Fahrplan: Hinfahrt

am!2. Januar:

klagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte die Dauer von 3 Jahren aberkannt.

Die Aussieigebahnhöfe im Saargebiet find gesperrt gefetzt.

Vor ollem sei auch an dieser Stelle nochmals darauf hingewiefen. daß keiner ohne seinen Abstim­mungsausweis und gültigen Paß zur Abstimmung zugelassen wird! Ls darf keiner auch nur eine dieser unerläßlichen Urkunden vergessen, da sonst seine Stimme verloren ist!

** Der Stand der Rundfunkteilneh­mer am 1. Januar. Die Gesamtzahl der Rund­funkteilnehmer im Deutschen Reich betrug am 1. Januar 1935: 6142 921, gegenüber 5 911 330 am 1. Dezember 1934. Im Laufe des Dezember ist eine Zunahme um 231591 Teilnehmer (3,9 v. H.) eingetreten. Die Gesamtzunahme im Kalenderjahr 1934 beträgt 1090 314 Teilnehmer (21,6 v. H.). Un­

schaffenen Einrichtung nicht ermöglicht, auch ein­mal ein Stück Deutschland kennenzulernen, neue Eindrücke zu sammeln und Erholung zu finden.

Vielfach ist auch die Ansicht vertreten, daß das neue Jahr ganz besondere Reisen in Vorbereitung habe, die nach Amerika, nach dem Mittelmeer usw.

Der Karl Wagner aus Schlitz hatte sich ge­stern wegen schwerer Urkundenfälschung in Tat­einheit mit Betrug zu verantworten. Vor einigen Jahren verstarb plötzlich in Schlitz der praktische Arzt Dr. H. Etwa ein Jahr nach dem Tode des Arztes legte der Angeklagte der Witwe einen an­geblich von dem Verstorbenen dem Angeklagten ausgestellten Schuldschein in höhe von 5000 Mark und 600 Mark Zinsen vor. Die Witwe zahlte dem Angeklagten den Betrag aus, schöpfte jedoch Ver­dacht und übergab den Schein einem Schriftsach­verständigen, der die Unechtheit des Scheines fest- ^stellte und den Angeklagten als Schreiber des Scheines angab. In Anbetracht des raffinierten Vorgehens des Angeklagten, der selbst die Würde des Verstorbenen bei seinem verwerflichen Tun außer acht ließ, erkannte die Kammer auf 1 Jahr 4 Monate Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren.

Kleine Gtrafkammer Gießen.

Zwei Bettler wurden seinerzeit vom hiesigen Amtsgericht zu 6 Wochen haft verurteilt. Außerdem wurde die Ueberführung in ein Arbeits­haus angeordnet. Gegen letztere Maßnahme legten die Angeklagten Berufung ein, die jedoch kosten­pflichtig verworfen wurde.

Die Berufung eines Angeklagten, der zur Haupt­verhandlung nicht erschienen war, wurde kosten­pflichtig verworfen.

22 Uhr,Christa ich erwarte dich". Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße,Die beiden Seehunde". BO. Gießen, 20.30 Uhr, BO.-Abend im Hindenburg. Saarverein, Ortsgruppe Gießen, 20.30 Uhr, Cafe Bürgerhof, Plo'ckstraße 5, letzte Mitglieder­versammlung oor der Abstimmung. VfB.-Reichs- bahn, Beginn des Hallentraining.

S t a d t t h e a t'e r Gießen: heute, 19.30 Uhr,Christa, ich erwarte dich" von Möller und Lorenz. Spielleitung Kurt Lüpke; Leitung: Wrede, Cujö, Bäulke.

Donnerstag, 10. Januar.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30: Gymnastik. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Gymnastik. 10: Nach­richten. 10.15: Schulfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirt- schaftsbericht. 15: Nachrichten der Gauleitung. 15.15: Kinderstunde. Bunte Liederstunde mit der Plapper­liese. 16: Unterhaltungskonzert des Rundfunk­orchesters. 17: Nachmittagskonzert des Sinfonie« orchesters Pforzheim. 18:Das Antlitz deines Vater« landes." Ein Gespräch. 18.15: Bücher, die uns er« warten. 18.30: Katechismus für Sprachsünder. 18.50: Lustiger Sing-Sang und Kling-Klang! 19.45: Tages­spiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Saar-Umschau. 20.30: Großes AbendkonzertRichard Wagner". 22: Nach« richten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Aus Washington: Kurt G. Sell: Worüber man in Amerika spricht. 22.30: Kammermusik.

führen würden. Es dürfe aber kaum die Aufgabe des Amtes fein, solche Reisen zu unternehmen, da sie dem vorgenannten Aufgabengebiet wohl nicht entsprechen.

Solange die überwiegende Mehrheit des Volkes sich kaum den einwächentlichen Urlaub zu ver­schaffen vermag, ist es hauptforge, diesen zu sichern und alle übrigen, die sich solche Reisen erlauben wollen, an die bestehenden Verkehrs­unternehmungen zu verweisen.

hinzu kommt, daß andere Fragen, nicht zuletzt die Devisenfrage, es empfehlen, erst einmal alle unsere Volksgenossen mit unserem wahrlich an Schönheiten und Volkstum überaus reichen Heimatland bekannt zu machen. Von diesen Voraussetzungen ausgehend sind die Fahrten für 1935 festgelegt worden.

Allein 11 Seefahrten sind von Ende April bis Ende September angesetzt, von denen die bei­den ersten und die letzte Fahrt voraussichtlich an die südenglische Küste, die übrigen Fahrten nach den norwegischen Fjorden führen werden. Neben den DampfernDer Deutsche" undOzeana" sind die Monte Oliva" und ihr SchwesterschiffMonte Sarmiento" mit ebenfalls 1800 Teilnehmern für unseren Gau Hessen vorgemerkt. Jedoch hat der Gau nur einmal eines dieser großen Schiffe allein. In drei weiteren Fahrten mit derMonte Oliva" oderMonte Sarmiento" teilen sich mit unseren Urlaubern je einmal der Gau Sachsen, Oberbayern und Halle-Merseburg in die Schiffe.

Für die Landfahrten sind außer den üblichen Wochenfahrten im Jahre 1935 auch einzelne Fahr­ten von 12 bis 14 Tagen Dauer vorgesehen, die nach Danzig (einschließlich Marienberg und Tannenberg), nach dem Schlesischen Bergland und dem Schwarz­wald führen werden.

Die übrigen Fahrten haben als Ziel: die Rhein­pfalz, den Schwarzwald, den Bodensee, das Allgäu, den Chiemsee, das Berchtesgadener Land, den Bayerischen Wald, Waldeck und Reinards Wald bzw. das Wesertal, den harz, den Thüringer Wald und den Spreewald, Sächsische Schweiz und das Erzgebirge, die Schleswiger Seenplatte, sowie im Sommer als Strandaufenthalt die Lübecker und die Kieler Bucht, Büsum und Borkum.

Rund 60 Fahrten stehen den Urlaubern zur Verfügung, von denen zunächst Anfang Fe­bruar nach dem Allgäu und Ende Februar nach dem Erzgebirge je ein Wintersportzug fahren wird.

Außerdem sind noch für 4 Tageszüge im Januar Berlin mit Potsdam und Dresden mit Leipzig und

im Februar Nürnberg (mit Tagesfahrt nach Rothen­burg o. d. Tauber) und im März in das Industrie­gebiet vorgesehen, die während der Winterszeit der Stadtbesichtigung speziell gelten sollen. Ein gedruck­tes Jahresprogramm mit ollen Fahrten mit schö­ner Beschreibung, Zeit- und Preisangaben wird zu Ende Januar herausgebracht werden, das bei den Kreis-, Ortsgruppen und Betriebswarten, die auch die Anmeldungen für die Fahrten annehmen wer­den, zu haben ist. Noch diesem Verzeichnis können dann die Teilnehmer ihren Urlaub festlegen, do ia in den meisten Betrieben im März öie' Urlaubs­regelung für das kommende Urlaubsjahr vorgenom­men wird. Außerdem wird Gelegenheit geboten, für die einzelnen Fahrten eine Voranmeldung zu geben, damit die Züge nicht übersetzt werden'und unnötiger Austausch vermieden werden kann. Die Gebühr, die hierbei gezahlt werden soll, wird auf die Gesamtreisekosten des Einzelnen in Anrechnung gebracht, so daß eine Sondergebühr hierdurch nicht entsteht.

Aber auch die einzelnen Kreise und Ortsgruppen ind bereits an der Arbeit, ihr Jahresprogramm ür die Wochenend- und Ausflugsfahrten fertigzu- teilen. Diese Fahrten sollen allen, denen eine Ur­laubsfahrt nicht möglich ist, Gelegenheit bieten, mit ihren Angehörigen zusammen wenigstens in die nähere Umgebung zu kommen. Unser Gau bietet o viel schöne Ausflugsplätze (Rhein, Main und Lahn, Westerwald, O b e r h e s s e n , Odenwald usw.), daß bei der reichen Auswahl manches Schöne geboten werden kann.

Ein besonderes Gebiet der Arbeit des Amtes Reifen - Wandern - Urlaub wird besonders der Betriebsausflug fein.

Bereits im vergangenen Jahre hat eine Reihe von Betrieben ihrer Belegschaft den freien Tag ge­währt, an dem die gesamte Belegschaft in guter Kameradschaft ihrenFeiertag" genießen konnte. Jrn kommenden Jahre soll dieser Gedanke noch weiter gefördert werden, wobei den Wünschen der einzelnen Belegschaften noch in jeder Weise Rech­nung getragen werden kann.

Vielleicht wird es außerdem möglich sein, wie es der Gau Sachsen mit überaus gutem Erfolg bereits getan hat, für die Jungarbeiter und A n - gestellten besondere Urlaubszüge oder wenig­stens Teilzüge zusammenzustellen, die dann in der Vorbereitung speziell auf die Teilnehmer abgestellt werden sollen und können.

Möge es recht vielen Volksgenossen möglich fein ober möglich gemacht werden, endlich den Urlaub mit feinen Freunden kennen und erleben zu lernen, damit sie mit frischer Kraft und stolz auf ihre schöne Heimat und die Kameradschaft des ganzen Volkes an ihre Arbeit zurückkehren können.

Rundfunkprogramm.

Ortsgruppe Gießen des Bundes der Gaarvereine.

Leiter: Polizeihauptwachtmeister Thum, Reuen Bäue 4, II.

Sämtliche Anfragen von Abstimmungsberechtigten sind an die Saarobleute zu richten, die zu jeder Auskunft und Unterstützung gerne bereitstehen.

Saarobleute sind:

1. Oberarzt Dr. Rauh, Gießen, Universitäts- Augenklinik,

2. Verwaltungs-Oberinspektor Hentschel, Gie­ßen, Welckerstraße 12,

3. Gerichtsreferendar koch, Gießen, hitlerwall 51.

Oer Fahrplan des Gießener Gonderzuges.

Der Sonderzug Rr. 15, der von Gießen am Samstag, 12. Januar, abfährt, die Ab­stimmungsberechtigten aus dem Lahntal aufnimmt und Montag, 14. Januar, zurückgeleitet

Der Reiseplan der 7tG-Gemeinschaft Kraft durch Freuds.

Der Urlaub im Jahre 1935.

ßen Anklang gefunden. Nach einer Mitteilung Reichsführers für das Winterhilfswerk zeugen hessischen Einsendungen von dem hohen Stand Zeichen- und Deutschunterrichts... und von urwüchsigen Phantasie der Kinder."

NS.-Lehrerbuud, Gießen.

Am kommenden Samstag, 15 Uhr, findet

gen vorkommenden Fischarten, wie Heringe, Kabel­jau, Schellfisch, Seelachs, Rotbarsch und die Schollen.

Es heißt also bedenken, daß ein regelmäßiger Fischoerbrauch in den deutschen Familien die Be­strebungen der Erzeugungsschlacht unterstützt und tausende Hände unserer Volksgenossen in den Küsten­gegenden und im Binnenland beschäftigt.

Vornotizen.

Tageskalender f ü r Mittwoch: RDLB., Kreis Gießen, Fachschaft: Körperliche Er­ziehung, 15.30 Uhr, Pflichtarbeitsgemeinschaft in der neuen Pestalozzischule, Eichgärten. NS.-Frauen- schaft Gießen-Süd, 20.30 Uhr, Ortsgruppenabend

nuar befanden sich 427 464, denen die Rundfunkge­bühren erlassen sind, darunter 282 571 Arbeitslose.

** Verkehrsunfall. Gestern morgen ereig­nete sich in der Nähe der Karlsruhe (Marburger Straße) ein Verkehrsunfall. Der 24jährige Schrift­setzer Karl Kreischaus von hier, der mit dem Fahrrad unterwegs war, kam mit einem Auto in Kollision, stürzte und erlitt einen Bruch des rech­ten Oberarmes. Er mußte in die Chiriurgische Kli­nik gebracht werden.

** Reichsbund der Deutschen Ver- sicherungsvertreter (RVV.) Berlin, Ortsgruppe Gießen. Man schreibt uns: Durch Anordnung des Reichswirtschaftsministers und des Preußischen Ministers für Arbeit und Wirtschaft vom 29. November 1934 ist die Wirt­schaftsgruppeVermittlergewerbe" als alleinige Vertretung ihres Wirtschaftszweiges anerkannt wor­den. Innerhalb dieser Gruppe ist die Fachgruppe Versicherungsagenten und Versicherungsmakler" gebildet worden. Auf Grund der Ziffer 3 der An­ordnung des Reichswirtschaftsministers haben sich nach Ziffer 2c alle Versicherungsagenten und Mak­ler, die eine Tätigkeit gemäß der Paragraphen 84 und 93 des HGB. ausüben, beim RVV. Berlin, W. 35, Viktoriaftraße 28, zu melden. Die Ortsgrup­pen geben als Meldenebenstellen Formulare aus und nehmen Anmeldungen entgegen. Die Mitglied­schaft ist durch Anordnung des Reichswirtschaftsmi­nisters vom 29. November 1934 auch dann begrün­det, wenn keine Meldung erfolgt. Personen, die sich melden, ohne dazu verpflichtet zu sein, entstehen da­durch keine Verpflichtungen. In Zweifelsfällen wird deshalb dringend eine vorsorgliche Meldung emp­fohlen. Termin bis zum 15. Januar 1935.

Amtsgericht Gießen.

Der Alfred B e r l i t aus Schlawe (Pommern) wurde zu einem Jahr und sechs Monaten Zuchthaus und in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Der Angeklagte brachte es fertig, sich in Gießen unberechtigterweise als Mitarbeiter des Winterhilfswerks auszugeben. Er versprach Renten­empfängern und Witwen, die er aufsuchte, erhebliche Spenden und veranlaßte die angeblich damit Be­dachten, ihm höhere Geldbeträge auszuhändigen, die er für sich verwandte.

Große Strafkammer Gießen.

Der ehemalige Justizinspektor Damian Schöf- f e l aus Bad-Nauheim wurde wegen verschiedener Verbrechen im Amt am 16. Juli 1933 zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und 6 Mona­ten Zuchthaus und zu 4 Geldstrafen von je 15 0 Mark verurteilt. Gegen dieses Urteil ver- olgte der Angeklagte das Rechtsmittel der Revi- ion. Das Reichsgericht hob in einem Falle, der Aktenbeseitigung, das Urteil der Vorinstanz auf und verwies die Sache zur nochmaligen Verhand­lung an die hiesige Große Strafkammer zurück, die gestern wieder über die Gesamtstrafe zu befinden hatte. Die Kammer erkannte, unter Außeracht­lassung des fraglichen Falles, auf die obige Strafe.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde der Heinrich Seipp aus Ettingshausen wegen Blut- chande und eines gemeinsam begangenen Verbre­chens im Sinne des § 176 Z. 2 RStGB. zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Dem Ange-

Rufe an d'as preußische Kultusministerium, wurde hier Staatssekretär, um dann später zugleich Staatssekretär im Reichsministerium für Wissen­schaft, Erziehung und Volksbildung zu werden.

Schulen und Winterhiifswerk.

Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat an die Unterrichtsverwaltun­gen der Länder einen Erlaß gerichtet, in dem es heißt:Die Winterhilfe erfordert die Mitarbeit aller Volksgenossen. Um auch schon die schulpflichtige Jugend an der gemeinschaftsbildenden Arbeit des Winterhilfswerks teilnehmen zu lassen, begrüße ich die Absicht des Herrn Ministers für Volksaufklärung und Propaganda, einen Zeichenwettbewerb zu ver­anstalten, der geeignet ist, den Gedanken der Win­terhilfe in der Jugend zu stärken und das Werk selbst zu fördern. Ich ersuche Sie daher, die Ihnen unterstellten Volks-, mittleren und höheren Schulen anzuweisen, daß sie im Zeichenunterricht vom fünf­ten Schuljahre ab zur Anfertigung von Zeichnungen anregen, die den Gedanken der Winterhilfe zum Ausdruck bringen. Die besten Zeichnungen sind von den einzelnen Schulen gesammelt unmittelbar dem von der Kreisleitung der NSDAP, gebildeten Aus­schuß zuzuleiten. Es ist beabsichtigt, die Zeichnungen innerhalb der Kreise und (Baue zu Ausstellungen zusammenzufassen und für die besten Arbeiten Aus­zeichnungen zu gewähren. Auf Anforderung der zu­ständigen Parteistellen ist je ein Schulmann zu be­nennen, der als Vertreter der Schulverwaltung an den geplanten Bildausstellungen beteiligt wird, lieber den Erfolg ist mir zum 1. April 1935 kurz zu berichten."

Diesen Erlaß hat die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum der hessischen Regierung den Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und den Kreis- und Stadtschulämtern zur Kenntnis ge­bracht und dabei angeordnet, daß nach den ge­troffenen Vereinbarungen die Unterrichtsergebnisse unter Verwertung neuer Gesichtspunkte nicht an die Kreisleitungen der NSDAP., sondern, wie im vorigen Jahre, an die Ministerialabteilung für Bil­dungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum einzu­senden sind. In dem Erlaß der hessischen Unter« richtsverwaltung heißt es dann weiter:Die Aus­stellung der von uns vorgesichteten Arbeiten alten und neuen Datums erfolgt als Wanderausstellung in den einzelnen Kreisen bei Kreislehrertagungen im Rahmen des NSLB. Dabei werden Vertreter der NSDAP, hinzugezogen. Vorschläge für Aus­zeichnungen werden bei dieser Gelegenheit entgegen­genommen. Nähere Anweisungen folgen. Die Ar­beiten sind bis spätestens 15. Februar 1935 einzu- fenben. Die ausgewählten Schülerarbeiten des Vor­jahres haben bei einer Ausstellung in Berlin gro-

laub hat im Gau Hessen - Nassau allein in den Monaten Mai bis November rund 160 000 Personen Werk- und Berufstätige mit ihren Angehörigen mit Urlaubs-, Wochenend- und Tagesausflugs-Fahrten erfaßt. Und die vielen, die ihren Urlaub auf den Seeschiffen, im Allgäu, an der Seeküste usw. verbrachten, waren mit ihren Berich­ten und Erzählungen nach ihrer Heimkehr die besten Werber geworden, denn wohl jeder von ihnen wird nicht nur selbst auch im neuen Jahr dabei sein, sondern darüber hinaus seinen Arbeits­kameraden mitbringen. Wer im vergangenen Jahre noch nicht mitfahren konnte, weil die Mittel fehlten, oder dringende Sorgen für die Familie im Wege standen, hat jetzt durch die Reisesparkarten mit ihren 50-Pfennig-Sparmarken die Möglichkeit eines Urlaubs 1935 mitKraft durch Freude". Es ist heute seit wenigen Wochen bereits so weit, daß im Reich über zwei Millionen Sparkarten ausge­geben wurden.

Das Ami für Reisen Wandern Urlaub ist gerüstet, allen Wünschen, die imRahmen fei­ner Aufgaben" herangetragen werden, gerecht zu werden.3m Rahmen feiner Aufgabe" be­deutet, daß ihm bestimmte Grenzen gezogen sind. Diese Grenzen sind leicht verständlich, denn es gilt vor allem, die ganze Arbeit so zu ge­stalten, daß das bestehende Verkehrsgewerbe nicht beeinträchtigt oder geschmälert wird. Des­halb gilt seine Sorge vorwiegend denen, die auf Grund ihres Einkommens keine Möglichkeit halten, ihren Urlaub fern ihrer alltäglichen Um­gebung zu verbringen.

Das Amt ist kein Reisebüro für den allgemeinen Verkehr, und es ist ein Irrtum, wenn von verschie­denen Seiten angenommen wurde, daß unter Aus­schaltung der bisher bestehenden Verkehrsunterneh­men hier besonders billige oder günstige Reisegele­genheiten geboten würden, die jedem zugänglich seien. Alle, die bisher schon ihre jährliche Urlaubs­reife gemacht haben, sollen wie bisher diese Reisen fortsetzen und die Vergünstigungen in Anspruch nehmen, die ihnen Reichsbahn und sonstige Unter­nehmen bieten. Für die Teilnahme an den Urlaubs­fahrten der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" kommen die Berufs- und Werktätigen und deren Angehörigen in Frage, deren Einkommen, bzw. de-

Besprechung der Bezirks- und Schulgruppenobleute in der Goetheschule zu Gießen statt.

Die ArbeitsgemeinschaftGewerbliche Berufs­schule" versammelt sich am kommenden Samstag, 15.30 Uhr, im Lehrerzimmer der gewerblichen Be­rufsschule zu einem Vortrag von Dr. Szczech ÜberDie Heimat in der Stein- und Bronzezeit".

Der Bezirk Lich hält eine Tagung der Arbeits­gemeinschaftKörperliche Ertüchtigung" am kom­menden Samstag, 14.30 Uhr, in der Turnhalle zu Lich ab. Anschließend um 15.30 Uhr bei Glöckner Tagung der Arbeitsgemeinschaft Volksschule mit Vortrag von Lehrer Jung, Dorf-Gill.

Alte Rundfunkgeräte fürSchwerhörige

Um den in Mittel- und Kleinstädten und in den Dörfern lebenden Schwerhörigen, die völlig von der Welt abgeschnitten sind, ihr Los zu erleichtern, wird gebeten, die alten Rundfunkgeräte mit Kopfhörern, die ja meist nicht mehr benötigt werden, diesen schwerleidenden Volksgenossen zur Verfügung zu stellen. Die Geräte können bei jeder Ortsgruppe der NSV. abgegeben werden.

Fahrplantafeln der Straßenbahn.

Eine praktische und begrüßenswerte Neuerung bringt unsere Straßenbahn gegenwärtig in Gestalt von Fahrplantafeln, die in aufschlußreicher Weise Auskunft über die Abwicklung des Straßenbahndien­stes geben. Die Fahrplantafeln werden am Bahn­hof, auf dem Marktplatz, an der Volkshalle, in der Licher Straße bei derStadt Lich", am Wiesecker Weg, am Neuen Friedhof und an der Endstation in Wieseck der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Die Tafeln weisen eine klare Beschriftung auf, die beiden Strecken sind durch einen roten bzw. einen grünen Strich kenntlich gemacht. Damit man auch in den dunklen Abendstunden in einwandfreier Weise Aufklärung erhalten kann, werden die Fahr­plantafeln eine Beleuchtungsanlage erhalten, die mit der Stromzuführung der Straßenlampen in Ver­bindung steht, so daß die Lichter der Fahrplantafeln beim Einschalten der Straßenbeleuchtung aufleuch­ten und am späten Abend, wenn die Straßenlampen ausgeschaltet werden, ebenfalls erlöschen. Diese Neue­rung wird sicherlich die dankbare Zustimmung der Einwohnerschaft finden.

Fleisch aus dem Meer.

In diesem Jahre der Erzeugungsschlacht heißt es vor allem, die in Deutschland vorhandenen Lebens­mittel auf das beste auszunutzen!

Wie steht es aber mit dem Fleisch aus dem Meere, unseren Seefischen? (von unseren Fluß­fischen ganz zu schweigen!) Die riesigen Vorräte, die das Meer uns zur Ernährung unseres Volkes schenkt, müssen bei dem Küchenzettel unserer Haus­frauen immer mehr berücksichtigt werden. Ob wohl eine gewisse Unkenntnis über Fischfang, Transport, Nährgehalt, Fischarten und -zubereitung Schuld daran trägt, daß unserefrischen Fische" noch nicht genügend bevorzugt werden?

Wer Gelegenheit hatte, zu sehen, wie in gefähr­licher Arbeit die Fischer auf offener See ihre Netze auslegen und einziehen, wie die Fischdampfer und -boote mühsam von ihren Fangplätzen heimkehren, wie die dem Meere abgerungene Fischbeute täglich auf den riesigen Fischauktionen der Hafenstädte an der Nord- und Ostsee verkauft wird, wie von dort Tag für Tag mit den Kühlwagen der Reichsbahn viele Fifchsonderzüge zusammengestellt werden, die mit größter Beschleunigung die Fische zu den Ver­teilungsstellen im ganzen Reich bringen, der weiß, daß neben der Nahrungsversorgung der Bevölke­rung auch Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten vieler Volksgenossen von dem größeren oder ge­ringeren Verbrauch von Seefischen abhängig find.

Gerade die bekömmlichen Fische enthalten alle lebensnotwendigen Stoffe im richtigen Verhältnis und natürlicher Zusammensetzr . Außerdem find sie sehr preiswert, besonders bi. n größer ' Men-

Ein Jahr erst besteht die NS. - Gemeinschaft I ren Familienstand es ohne die Hilfe der nun ge= Kraft durch Freude" seit ihrer Verkündung durch i*nft.on->n fFinr;*titnn ni^i Pg. Dr. Ley und ist doch bereits so in der Oef- entlichkeit verankert und verwurzelt, wie selten ein anderes Werk. Der Grund liegt einzig und allein in ihrer volkstümlichen Arbeit, getragen von dem Idealismus der nationalsozialistischen Bewegung. Schon in den ersten Monaten ihres Bestehens wurde die Tätigkeit auf den verschiedenen Gebieten ausgenommen und in die kleinste Gliederung hin- eingetragen, so daß ihr die Anerkennung in Form allgemeiner Zustimmung nicht versagt blieb.

Das A m t für Reisen, Wandern, Ur-

8.47

ab

Gießen

an

23.30

9.04

Wetzlar

ab

23.15

9.16

Braunfels

e

23.00

9.22

H

Stockhausen

M

22.53

9.34

Weilburg

22.43

10.05

Limburg usw.

22.04

11.19

Koblenz (hds.) usw.

00

20.33

13.42

,,

Trier (Hbf.)

18.26

14.54

Mettlach

17.12

15.06

Merzig

ee

17.01

15.16

Beckingen

16.50

15.25

D i l t i n g e n

16.41

15.33

Saarlouis

16.33

15.43

B o u s

16.22

15.53

H

Völklingen

16.14

16.09

Saarbr.-Burb.

16.02

16.14

an

Saarbrücken (Hbf.)

00

15.56

16.21

ab

Saarbrücken (Hbf.)

an

15.49

16.31

D u d w e l l e r

ab

15.42

16.41

S u l z b a ch

15.36

16.54

Friedrichskal

00

15.30

17.07

an

Reunkirchen

ab

15.13