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ie sieht es in -er Wirtschaft aus?

Die Reihe der Montanabschlüsse wurde in diesen Tagen durch den Geschäftsbericht der Gutehoff- n u n g s h ü t t e vervollständigt (wenigstens soweit es sich um Gesellschaften handelt, die zum 30. Juni bilanzieren) Die Gesellschaft hebt hervor, daß die Mengenkonjunktur im Jnlandsgeschäft der deutschen Eisenindustrie eine bessere Ausnutzung ihrer An­lagen gestattete. In welchem Umfange und in wel­chem Zeitmaß der auf die Dauer unumgängliche Ersatz der öffentlichen Arbeitsbeschaffung sich durch Privatinitiative verwirklichen werde, bleibe abzu­warten. Die Kapazität der deutschen Wirtschaft sei noch nicht voll ausgenutzt und vor einem weiteren Ausbau könne zur Zeit nur dringend gewarnt wer­den. In der Rede, die Peter Klöckner auf der Hauptversammlung der Klöcknerwerke hielt und die wie alle Klücknerreden von der Wirtschaft und ins­besondere auch der Börse mit Aufmerksamkeit ge­lesen und diskutiert wurde, sind Ausführungen ent­halten, die zu dieser von der Verwaltung der Gute- hoffnungshütte ausgesprochenen Warnung in einem gewissen Gegensatz stehen. Peter Klöckner begrün­dete nämlich die Beschränkung der Dividendenaus­schüttung auf 3 (im Vorjahr 2,5) v. Sy mit der Not­wendigkeit, die Förder- und Fabrikationsanlagen über und unter Tage zu verbessern, also In­vestitionen vorzunehmen. Hinsichtlich der zukünf­tigen Entwicklung jagte Klöckner, daß das Baro­meter für die Jnlandbejchäftigung unsicher sei. Jeder müsse das Bestreben haben, für die kommende Ab­schwächung im Jnlandgeschäft durch eine Er­höhung des Exportes Ersatz zu schaffen. Die Expartaussichten für die Zukunft seien gün­stiger. Er schloß seine Rede mit den Worten: Zu­sammengefaßt blicken wir mit Ruhe und Zuver­sicht in die Zukunft.

Die maßgebenden Wirtschaftsländer begnügen sich damit, ihren Binnenmarkt durch einseitige, wirtschaftsegoistische Maßnahmen nach Möglichkeit zu beleben. Auf diesem Wege haben insbesondere die Vereinigten Staaten in letzter Zeit be­merkenswerte Erfolge erzielt. Unter Führung der Kraftwagenindustrie konnte die amerika­nische Wirtschaft ihren Jnlandabsatz und ihre Pro­duktion wesentlich ausweiten. Die Automobiler- aeugung der Vereinigten Staaten wird im laufen­den Wirtschaftsjahre voraussichtlich auf mehr als 3,5 Millionen Wagen gebracht werden. Das be­deutet gegenüber dem Vorjahrergebnis eine aber­malige Steigerung um 750 000 Wagen oder um 25 d. Sy Die amerikanische Maschinen- und ebenso die Textilindustrie sind mit Erfolg bemüht gewesen, im Produktionsaufstieg mit der Automobilindustrie Schritt zu halten. Erzeugung und Verbrauch, Handelsumsätze und industrielle Beschäftigung haben sich in Amerika, wie die ver­öffentlichten Meßziffern zeigen, in den letzten Mo­naten in bemerkenswerter Weise erhöht, freilich auch zugleich die Preise und Löhne. Aber die amerikanische Wirtschaft zeigt heute im großen und ganzen das Bild einer schnell fortschreitenden Er­holung.

Ebenso günstig wie die amerikanische hat sich die englische Wirtschaft in den letzten Monaten entwickelt. Die deutsche Wirtschaft hat es weit schwerer als die der beiden großen Abwer­tungsländer, den konjunkturellen Höchststand wieder­zuerreichen. Vor allem hat die deutsche Ausfuhr mit viel größeren Hemmungen und Widerständen zu kämpfen. Trotzdem zeigt sich, daß es in Deutsch­land gelingt, in den Wirtschaftsaufstieg, der zunächst durch die öjfentliche Arbeitsbeschaffung hervorgeru­fen worden ist, die Privatinitiative in stär­kerem Maße wieder einzuschalten. Nach einer in­teressanten statistischen Zusammenstellung, die wir in dem schon erwähnten Jahresbericht der Gutehoff- nungshütte finden, ist der Eisenverbrauch in Deutschland, auf den Kopf der Bevölkerung berech­net, im letzten Jahre von 177 auf 196 Kilogramm gestiegen. Auch Amerika weist in der gleichen Zeit eine Erhöhung des Eisenverbrauchs je Kopf der Bevölkerung von 217 auf 269 Kilogramm auf. Dagegen ist dieser in E n g l a nd nur von 217 auf 224 Kilogramm gestiegen, in Frankreich dagegen von 128 auf 121 Kilogramm gesunken. Die deutsche Aus­fuhr von Eisen und Eisenwaren hat sich im letzten halben Jahre gleichfalls von 1,2 auf 1,5 Millionen Tonnen oder wertmäßig von 287 auf 323 Millio­nen Mark erhöht, während die deutsche Gesamtaus­fuhr noch etwas zurückgegangen ist

Auch in Deutschland marschiert die K r a f t wa­ge nind ustri e an der Spitze des Konjunkturauf­stiegs. Im dritten Vierteljahr 1935 haben die deut­schen Automobilfabriken insgesamt 55 662 Perso­nenkraftwagen gebaut. Das ist um ein Fünftel mehr als in der gleichen Zeitspanne des Vorjahres. Der Absatz hat sich aber sogar um ein Viertel er­höht. Besonders erfreulich ist, daß die Auslands­verkäufe deutscher Kraftwagen um nicht weniger als 73 Prozent zugenommen haben. Ferner ist fest­zustellen, daß sich Produktion und Absatz von Lastkraftwagen noch günstiger als die der Per­sonenwagen entwickelt haben. Die Siegerlän­der Eisenindustrie berichtet in ihrer Oktober­übersicht über eine lebhafte Nachfrage nach Qualitätsblechen aller Art. Die Werke sind nach wie vor gut beschäftigt, die Eisengießereien sogar so stark, daß die Einhaltung der Lieferter­mine vielfach Schwierigkeiten bereitet. Auch hier macht sich in manchen Betrieben ein Mangel an Facharbeitern bemerkbar. Die Aussichten für das Auslandsgeschäft werden ebenfalls nicht ungün­stig beurteilt. In der Solinger Schneidwa­renindustrie hält sich die Ausfuhr andauernd über dem Dorjahresstand. Der Siemenskon­zern, dessen Geschäftsjahr am 30. September ab- gelaufen ist, der aber das finanzielle Ergebnis noch nicht vorlegen kann, berichtet über den Geschäfts­gang, daß der I n v e st i t i o n s b e d a r f der ge­samten Industrie sich in zahlreichen Bestellungen für Maschinensätze und sonstige Produktionsanlagen aus dem Erzeugungsgebiet der Siemens-Firmen geäußert habe, daß die Belebung im Geschäft mit Verbrauchsartikeln weniger stark aus­geprägt gewesen sei. Ein stärkerer Änvestitionsbe- dars wird für die nächste Zukunft bei den Elektri- zitätsoersorgungsunternehmen erwartet. Erfreulicher­weise sind sowohl auf dem Schwach- als auf dem Starkstromgebiet Erfolge im Auslandsgeschäft zu ver­zeichnen gewesen, die sich teilweise wegen ihrer lan­gen Laufzeit noch nicht in den Umsätzen auswir­ken konnten. Die Gefolgschaft des Konzerns konnte um 12 000 auf 122 000 vermehrt werden

Während die Welt sich im Sanktionswirrwarr be­findet, geht Deutschland folgerichtig daran, seine eigene Wirtschaft dadurch zu stärken und zu unter­mauern, daß es mit den Staaten, die als Einfuhr­land für hochqualifizierte, deutsche Jndustriewaren in Betracht kommen, Handelsabkommen schließt, die unter Berücksichtigung der deutschen landwirtschaft­lichen Erzeugungsschlacht doch als Lieferanten un­seres zusätzlichen Lebensmittelbedarfes in Frage kommen. So wurde am letzten Oktober mit Un­garn ein Abkommen geschlossen, das gegen Lie­ferung deutscher Jndustriewaren die Einfuhr un­garischen Viehs, Schweineschmalzes, Butter, Geflü­gel, Gemüse ujw. regelt. Es ist bezeichnend, daß Deutschland mit 62,7 Millionen Pengö im Vorjahre an d i e erste Stelle der ungarischen Handels­bilanz sich setzen konnte, also Oesterreich ablöste, und daß wir auch in der ungarischen Ausfuhr vor der österreichischen stehen. Einer deutschen Jndustrie- gruppe, die unter der Führung der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg steht, ist der Bau der goßen Atatürk-Brücke über das Goldene Horn bei Konstantinopel übertragen worden, ob­wohl an dem regen Wettbewerb um diesen Groß­auftrag auch englische und französische Firmen ei­frig teilnahmen. Mit O e st e r r e i ch ist soeben ein Kompensationsgeschäft abgeschlossen worden, auf Grund dessen dieses Land für insgesamt 3,5 Millio­nen Schilling Ruhrkohle, oberschlesische Koks und Düngemittel aus Deutschland bezieht und dafür ent­sprechende Mengen von Vieh, Butter, Frischmilch und Holz nach Deutschland liefert. Weiter tritt am 20. November das neue deutsch-polnische Handelsabkommen in Kraft, das ebenfalls auf der Basis der Ergänzungen der beiden Ausfuh­ren aufgebaut ist und dessen Wirkung über die reine Wirtschaftsfrage erheblich hinaüsgeht. Die deutsche Einfuhr aus Polen war ebenso wie die Ausfuhr ständig zurückgeganaen. Sie betrug im Jahre 1928 377,9 Millionen Mark, im Jahre 1932 sank unsere Einfuhr auf 81,7 Millionen Mark und im Vorjahre betrug sie 78 Millionen, während die deutsche Ausfuhr von 496 Millionen im Jahre 1928 auf 93,4 im Jahre 1932 und auf 55 Millionen im Vorjahre gesunken ist. Jetzt hat sich Polen bereit­erklärt, eine größere Menge deutscher Jndustrie­waren, vor allem auch Kraftfahrzeuge, aufzuneh­men, während wir in erhöhtem Maße aus Polen Butter, Schweine, Gänse usw. beziehen. Auch mit

Lettland sind die Wirtschaftsverhandlungen wie­der ausgenommen worden. Deutschland und Eng­land bestritten die lettländische Ein- und Ausfuhr um über 50 v. H. Seit dem Jahre 1934 sank aller­dings der englische Anteil, während der deutsche wieder im Steigen begriffen war. Deutschland führte in der Zeit vom Januar bis August 1934 14,6 v. Sy der lettländischen Ausfuhr ein, während es im gleichen Zeitraum des Jahres 1935 25,4 v. Sy waren. Es führte nack Lettland, am Gesamt- Handel dieses Landes gemessen, im ersten Halbjahr 1934 für 11,3 o. Sy nach Lettland aus, während es in diesem Jahr 20,7 v. Sy waren. Lettland als Agrarland hat vor allem ein Interesse daran, seine Butter, seine Schweine und Gänse nach Deutschland in verstärktem Maße abzusetzen, während wir die Ausfuhr unserer Jndustriewaren dorthin steigern werden.

Gegen bte Butterknappheit sind umfas­sende Maßnahmen getroffen worden. Aus der einen Seite werden auf Grund verschiedener Verein­barungen größere Buttermengen auf dem Kompen­sationswege nach Deutschland hereinkommen. Auf der anderen Seite wird eine möglichst gleich­mäßige Verteilung der vorhandenen Butter­mengen sichergestellt werden. Die Molkereien sind angewiesen worden, ihre bisherigen Bezieher gleich­mäßig je nach der verfügbaren Erzeugung zu be­liefern. Ebenso ist der Einzelhandel mehr und mehr dazu übergegangen, durch Bezugslisten den Abneh­mern eine möglichst gleichmäßige und gerechte But­terbelieferung zu gewährleisten. Da auch die Stei­gerungen des Weltmarktpreises der Butter neuer­dings ihren Höhepunkt überschritten haben, und z. B. in Dänemark bereits Preisherabsetzungen vor­genommen worden sind, darf man damit rechnen, daß auf dem deutschen Buttermarkt bald wieder normale Verhältnisse eintreten werden.

Das Bundesgericht von Baltimore gegen Roosevelts Wirikchastsplan

Baltimore, 8. Nov. (DNB. Funkspruch.) Das Bundesgericht von Baltimore erklärte in einer am Donnerstag getroffenen Entscheidung, das vom Kongreß angenommene Gesetz gegen die

Holding-Gesellschaften für verfassungswld- r i g. Der Spruch stellt einen neuen scharfen Vor­stoß gegen die New Deal bar. Das Gesetz sah bte Auflösung d er Dach-Gesellschaften und eine durchgreifende Neuordnung vor. Nach Einlegung der Berufung wird der ober st e Gerichtshof in Washington mit der An­gelegenheit befaßt werden.

Stavisky und die Polizei.

Vielsagende Prozetzaussagen.

Paris, 8. Nov. (DNB. Funkspruch.) Im Sta- visky-Prozeß erklärte der Angeklagte Cohen, der im städtischen Leihhaus von Bayonne a l s Schätzer von Schmucksachen und Edel­steinen angestellt war und zugegeben hat, für etwa 15 Millionen Franken Schmucksachen ü ber­sch ä tz t zu haben, er fei häufig beauftragt worden, den Parlamentariern Schmuck st ücke als Geschenke zu überreichen, so u. a. dem ehemaligen Arbeitsminister Francois Albert, der inzwischen verstorben ist. Um sein Gewissen zu entlasten, habe er einen anonymen Bries an d i e Polizei geschrieben, in dem er die ganze Betrügerei aufgedeckt habe. Zu seinem größten Er­staunen sei Stavisky wenige Tage später mit dem Original zu ihm gekommen und habe ihm erklärt, wenn er den Schreiber dieses Briefes ausfindig mache, würde er mit ihm abrechnen. Diese Aussage des Angeklagten, die darauf schließen läßt, daß Stavisky sehr enge Beziehungen zur Polizei unterhielt, veranlaßte das Gericht zur Anordnung weiterer Untersuchungsmaßnahmen. Man will versuchen, festzustellen, wer Stavisky den parlamentarischen Polizeiausweis verschafft hat, der es ihm beispielsweise erlaubte, bei den Pferderennen seinen Kraftwagen auf dem dem Präsidenten der Republik vorbehaltenen Parkplatz abzustellen.

Keine englische Anleihe für China.

Tokio, 6. Nov. (DNB.) Der britische Bot­schafter erklärte dem stellvertretenden Außenminister * Shigemitsu, daß England mit Nanking über eine Anleihe weder verhandelt noch eine

Der Fall Alberding.

Ein aufsehenerregender Prozeß wegen Mordes und Versicherungsbetruges.

Dor dem Schwurgericht in Rudolstadt (Thür.) be­gann der Prozeß gegen den des Mordes und Versicherungsbetruges angeklagten 43jäh- rigen verheirateten Heinrich A l b e r b i n g aus Fulda. Alberding soll der Mörder eines etwa 21 bis 30 Jahre alten Mannes sein, dessen zerstückelte Leiche, wie bereits berichtet, am 23. August 1928 in einem dichten Unterholz in der Umgebung von Saalfeld gefunden wurde. Nach den bei der Leiche gefundenen halbverkohlten Papieren mußte man damals «nehmen, daß Alberding, der seit Anfang 1928 spurlos verschwunden war, tatsächlich das Opfer eines bestialischen Mordes geworden sei.

Die Kriminalpolizei in Fulda hatte übrigens im Februar 1928 von Alberding einen Brief erhalten mit der Mitteilung, daß er von zwei ehemaligen Prozeßgegnern gefangen gehalten werde und sich auf seinen letzten Gang gefaßt machen müsse. Auch hatte man in einem Aermel des an­geblich toten Alberding einen Brief gefunden, in dem Alberding sichauf seinen bevorstehenden ge­waltsamen Tod vorzubereiten" angab. Bald jedoch richtete sich der Verdacht der Täterschaft gegen den verschwundenen Alberding. Man hatte ermittelt, daß der Vermißte kurz vor seinem Verschwinden seine Familie im Falle seines Todes mit 6 0 0 0 0 Mark versichert hatte. Das Geld ist jedoch nicht ausaezahlt worden. Der nunmehr steckbrieflich gesuchte Alberding blieb jahrelang verschwunden. 1934 konnte man ihn in Fulda festnehmen, als er im Begriff war, nach mehr als sechs Jahren wieder zu feiner Familie zurückzukehren.

Zu Beginn der Beweiserhebung überraschte der Angeklagte das Gericht mit heftigen Angriffen auf d i e Verhandlungsführung, die er als ungesetzlich und verbrecherisch bezeichnete. Er beantragte feine sofortige Freilassung und Aus­setzung der Verhandlung, da er den Mord nicht be­gangen habe. Die wirklichen Mörder kenne er, ihre Namen könne er aber nur dann mitteilen, wenn man ihm und seiner Familie die notwendigen

Sicherheiten gegen die ihn bedrohenden Mörder gebe.Als das Gericht den Antrag des Angeklagten unter Zurückweisung seiner unberechtigten Angriffe mit der Begründung ablehnte, daß er unter dem schweren Verdacht des Raubmordes stehe und feine Erzählungen wohl selbst nicht glaube, erklärte der Angeklagte, die Mörder seien drei Geschwister namens G o s s o w aus Dro- patschow, die entweder ins Ausland gegangen feien oder unter falschem Namen noch in Deutsch- land leben müßten. Wo dieser Ort liegt, konnte selbst der Angeklagte nicht angeben, und auch in keinem Atlas findet man diesen Namen. Ausführlich äußerte sich dann der Angeklagte über die Dinge, die ihn in die Mordgeschichte verwickelt hätten. Auf der Bahnfahrt zwischen Fulda und Frankfurt a. M. habe er ein junges Mädchen kennengelernt, das seinen Bräutigam, der es treulos verlassen hätte, erschossen habe. Diesem jungen Mädchen habe er zur Vertuschung des Verbrechens,da er sowieso aus­wandern wollte", angeboten, feine Kleider mit denen des toten Bräutigams auszutaufchen. Nach anfäng­lichem Sträuben fei das Mädchen, nachdem Alber­ding ihr 300 Mark angeboten habe, darauf einge­gangen, und zusammen mit dem Bruder des Mäd­chens fei der Kleideraustausch vorgenommen wor­den.

Alberding ist schon früher häufig mit den Ge­setzen in Konflikt geraten. So hat er nach einem verlorenen Prozeß zwei seiner Arbeiter des Mor­des an dem bei Saalfeld gefundenen Toten be­schuldigt. Um sich das für feine Auswanderung nach Amerika notwendige Geld zu verschaffen, hat er Wechsel gefälscht. Auf die Frage des Gerichts­vorsitzenden, der ihn übrigens als eine Verbrecher­natur bezeichnete, wo Alberding sich denn so lange verborgen habe, gab der Angeklagte an, daß er in seiner Fuldaer Wohnung gewesen sei. Wenn die Polizei kam, habe er sich immer hinter dem Küchen­herd versteckt.