Wandern und Reisen ■ Bäder und Sommerfrischen.
Die Giadi an -en drei Flüssen.
Von Friedrich Schnack.
Die bayerische Grenzstadt Passau ist berühmt durch ihre reizvolle Lage an der Donau. Das dunkle schnelle Waldwasser der Jlz, das weißgraue von Kalkstein und Gletscherblau gefärbte Alpenwasser des männlich ungestümen Inn und die Flut der grünen behäbigen Donau, die aus den breiten fruchtbaren Auen Niederbayerns kommt, schlagen hier wie drei lichte Flammen zu einer einzigen zusammen. Sechs Stromufer begleiten die dreifach durchschnittene Stadt, die uralt ist und ihre früheste Siedelung den Römern verdankt. Sie ist aus dem Wasser geboren; terrassenförmig erhebt sie sich aus dem kühlen Bad des Morgens und läßt die Flußnebel von ihren starken braunen Schultern gleiten. Sie ist die Stadt der römischen und napoleonischen Wächter, der Bischöfe und der lustigen Donauschiffer, die durch wundervolle baumreiche Landschaften fahren.
Der Inn wälzt seinen frischen Atem in die alten engen Seitengassen, wo sich schmale venezianische Durchblicke auf sein zuckendes Wassergeleuchte auftun. Das alte Passau, das in guten Zeiten die schweren Getreideschiffe aus Ungarn empfing, liegt zwischen Inn und Donau auf einer schmalen felsigen Landzunge, die in den Zusammenlauf der drei Flüsse hineingebaut ist. Eng drängen sich die bejahrten Bürgerhäuser um den großen Dom, dessen Geschichte zurückschaut in den blauen Dämmerschein des fünften Jahrhunderts. Er hat eine fesselnde und an Erfahrungen reiche Vergangenheit. Viel hatte er unter Feuer zu leiden. Zweimal krähte der rote Hahn auf seinen Türmen. Dreimal wurde er umgebaut. Er hat fast alle Kirchenstile durchgemacht. Im zwölften Jahrhundert war er romanisch, im fünfzehnten gotisch, im siebzehnten wurde er im Barockstil erneuert.
Die Passauer Bürger haben ein gotisches Rathaus mit einem schönen Turm, der mit allerlei Wappen, Fresken und Allegorien bemalt ist. Im Untergeschoß des Gebäudes besitzen sie auch einen wein- und bratwurstduftenden Keller, wo altertümliche Wandsprüche und Freskobilder zum Schmausen und Trinken auffordern, als ob das Leben eine ewige Kirchweih wäre. Aus dem Rauchdunkel der Wölbung wallte der bunte Nibelungenzug, und die fchöne Kriemhild fetzt ihre Füße ans Donauufer, vom Herrn Bischof also gemütvoll empfangen:
Bischof Pilgrim sprach zu sein' Schwesternkind: Kriemhilde sei willkommen und dein lieb Jngesind. In Passau ist gut leben, drum geitz nicht mit der Stund, Du gehst noch früh genug im Heunenland zugrund.
Da ich nicht „mit der Stund" zu „geitzen" brauche, steige ich zur Festung Oberhaus empor, die auf einem felsigen Bergrücken aufragt. „Oberhaus" ist in ganz Bayern ein berüchtigter Ort. Früher ein beliebtes „Militärstrafgefängnis". Jetzt etwas Aebnliches. Immerhin, der Blick vom „Aussichtsturm" auf die dreigeteilte Stadt, die Flüsse und die grünen schwellenden Höhen ist sehr schön. 'Ein Bischof hat die Burg im Mittelalter gebaut. Auf dem Aussichtsturm ist eine große Orientierungsscheibe für alle Himmelsgegenden angebracht. Und wie zum Scherz laufen nach den vier Himmelsrichtungen schwarzen Linien hindurch: Wien, Budapest, Konstantinopel, Jerusalem, Madrid, Paris, London. Das Auge trinkt Nähe und Weite und schweift über die Berge des bayerischen Waldes tief hinein bis in den fernen urwaldfremden Böhmerwald.
Deutsche Kriegsschiffe laufen in diesem Sommer die Ostseeküste an.
Während des Sommerhalbjahres 1935 werden von Einheiten der Kriegsmarine nachstehende Orte der deutschen Ostseeküste anaelaufen: Arendsee, 20. und 21. Juli, Kreuzer „Leipzig"; 10. und 11. August, evtl. 1. Minensuchhalbflottille; 28. Juni bis 3. Juli, Linienschiff „Schleswig-Holstein". Binz, 27. und 28. Juli, Kreuzer „Köln", 1. Minensuchhalbflottille. Boltenhagen, 20. und 21. Juli, Torpedoboot „T 196". 1. Minensuchhalbflottille; 10. und 11. August, Kreuzer ,Köln". Brunshaupten, 20. und 21. Juli, Panzerschiff „Admiral Scheer"; 10. bis 11. August, Linienschiff „Schlesien". Cranz, 27. und 28. Juli, Linienschiff „Schleswig-Holstein". Dahme, 1. und 2. Juli, zwei Boote der 2. Minensuchhalbflottille; 20. und 21. Juli, 1. Räumbootshalbflottille; 10. und 11. August, Torpedoboot „T 196". Elbing, 14. bis 16. Juni, 1. Torpedobootshalbflottille. Göhren, 12. bis 14. Juli, Kreuzer „Köln". Graal Müritz, 20. und 21. Juli, 2. Minensuchhalbflottille. Grömitz, 1. und 2. Juli, zwei Boote der 2. Minensuchhalbflottille; 10. und 11. August, Panzerschiff „Admiral Scheer". Heiligendamm 20. und 21. Juli, Panzerschiff „Deutschland". Kahlberg, 5. bis 8. Juli, 2. Minensuchhalbflottille. Kellenhusen, 1. und 2. Juli, zwei Boote der 2. Minensuchhalbflottille; 10. und 11. August, Kreuzer „Königsberg". Königsberg, 7.
bis 10. Juni, Kreuzer „Königsberg"; 27. und 28. Juli, Panzerschiff „Admiral Scheer" und Panzerschiff „Deutschland". Kolberg, 27. bis 31. Juni, 1. Schnellbootshalbflottille. Lauterbach, 27. und 28. Juli, 2. Minensuchhalbflottille; 17. und 18. August, Torpedoboot „T 196". Mürwik, 6. und 7. Jull, 1. Torpedobootshalbflottille; 13. und 14. Juli, Linienschiff „Schleswig-Holstein". Niendorf, 20. und 21. Juli, Kreuzer „Köln"; 10. und 11. August, Kreuzer „Leipzig". Pillau, 1. bis 7. Juli, 1. Schnellboots- Halbflottille: 13. bis 16. Juli, Linienschiff „Schlesien". Rauschen, 27. und 28. Juli, Linienschiff „Schlesien . Rostock, 30. und 31. Mai, 3. Torpedobootshalbflottille, Rügenwaldermünde, 8. bis 11. Juli, 1. Schnellbootshalbflottille. Scharbeutz, 10. und 11. August, Panzer- schiff „Deutschland". Sellin, 10. Juli, Linienschiff „Schlesien"; 27. und 28.Juli, Kreuzer „Leipzig'. Stettin, 30. und 31. Mai, 1. und 2. Torpedoboots- Halbflottille; 30. Mai bis 2. Juni, Panzerschiff „Admiral Scheer". Swinemünde, 13. bis 16. Juli,
1. Schnellbootshalbflottille; 27. und 28. Juli, Kreuzer „Königsberg" und 3. und 4. Torpedobootshalbflottille. Timmendorfer Strand, 10. und 11. August, Linienschiff „Schleswig-Holstein". Travamünde, 30. Juni und 1. Juli, 2. Minensuchhalbflottille; 20. und 21. Juli, 2. und 4. Torpedobootshalbflottille; 10. und 11. August, 1. und 4. Torpedobootshalbflottille und 1. Schnellbootshalbflottille. Warnemünde, 6. und 7. Juli, Linienschiff „Schlesien"; 20. und 21. Juli, Kreuzer „Königsberg" und 1. und 3 Torpedoboots- halbflottille; 10. und 11. August, 2. und 3. Torpedobootshalbflottille. Wismar, 10. und 11. August, evtl. 1. Minensuchhalbflottille. Zinnowitz, 27. und 28. Juli, Torpedoboot „T 196" und 1. Räumbootshalbflottille. Während der Zeit vom 5. bis 16. August werden von der Flotte noch Orte der Mecklenburger Bucht angelaufen. Die für den Aufenthalt der 1. Schnellbootshalbflottille und der 1. Räumboots- halbflottille angegebenen Orte und Zeiten find von der Wetterlage abhängig und daher unbestimmt.
Musikabend im Heidelberger Schloß.
Von Erich Lauer, Heidelberg.
Auch in diesem Jahre finden wieder die traditionellen Serenaden-Konzerte im Hof des Heidelberger Schlosses statt.
Wenn abends über dem Haardtwald der rote Feuerball hinuntersinkt und der Tag von Minute zu Minute feierlicher wird, treten die verwitterten, hohlen Mauern des Heidelberger Schlosses aus der stolzen Gesteinsmasse heraus, hoch aufragend in das Blau der Nacht. Die Fenster scheinen sich zu weiten, wenn durch den alten Park über die Wipfel der Bäuche hinweg die Schatten kommen und immer tiefer und urgründlicher werden. Das sind die Stunden, in denen der Tag mit der Nacht zusammensinkt, und durch das Geäst der Kastanien mit den tausend Kerzen die Erde ihren Duft ausströmt, bis er im weiten Nachthimmel verweht.
In diesen Abendstunden voll feierlichen Schweigens füllt sich der Hof des Schlosses mit Menschen aus allen Schichten; sie sind dem Alltag entflohen, um in ernster und erhebender Gemeinschaft die Kraft und Innerlichkeit deutscher Musik zu erleben. Denn längst sind die Serenadenkonzerte den kunstliebenden Heidelbergern und den Tausenden von Fremden, die alljährlich hier verweilen, zu einer lieben Tradition geworden. Rotes Flackern der Fackeln zuckt über die Sandsteinquadern und spielt um die Steinbilder. Schatten und Licht zaubern gespenstisches Leben auf den toten Stein, die Geister des Schlosses wachen auf im Takt der Musik, die erst leis und dann immer mehr anschwellend durch den Schloßhof zittert. Lustiger Dreitakt schlägt
Wanderfahrten.
Gießen — Klein-Linden — Dutenhofen — Schöne Aussicht — Wetzlar.
Im Zuge der Frankfurter Straße gehen wir durch Klein-Linden, kommen an der Teufels- und Sorgermühle vorüber nach dem hochgelegenen Dutenhofen, auf unserem Wege schöne Blicke in das Lahntal und nach unseren Nachbarburgen genießend. Von hier zieht die Straße in langsamer Steigung über die Höhen hin und gewährt gute Aussicht bis zum Frauenberg und Spiegelslustturm bei Marburg. Zu unserer Linken erblicken wir Münchholzhausen, rechts davon den Stoppelberg. Nachdem wir noch einen Wald durchschritten haben, stoßen wir auf die Butzbach-Wetzlarer Straße und gelangen auf dieser zum Gasthaus zur Schönen Aussicht, das seinen Namen mit Recht verdient. Hat man doch von seiner Terrasse einen prachtvollen Blick in das Nauborner- und Lahntal, auf Stoppelberg, Wetzlar mit Kalsmunt, Kloster Altenberg, Dianaburg, Schloß Braunfels usw. In wenigen Minuten erreichen wir von hier unser Endziel Wetzlar. Wanderzeit 3% Stunden.
Bad-Rauheim — Forsihaus Winkersleln — Cransberg — Ziegenberg.
Mit Sonntagskarte fahren wir nach Bad-Nau- Heim, durchschreiten die liebliche Badestadt, um roten Kreuzen zu folgen, die uns durch den prächtigen Nauheimer Hochwald mit unterwegs schönen Blicken in die Wetterau und auf die Taunushöhen nach dem gastlichen Forsthaus Winterstein bringen. Von hier führt uns ein schwarzes T weiter an der Kaisergrube, einem noch bewohnten, ehemaligen Bergwerksbetrieb vorüber, wo wir auch den Schlüssel zum benachbarten Limesturm haben können. Die Besteigung des im Stile der römischen Wachttürme durch Prof. Helmke errichteten Turmes ist wegen der umfassenden Rundschau überaus lohnend. Zunächst durch Wald, später über saftige Wiesen kommen wir durch das. verträumte Dörfchen Fried- richstal und von hier auf aussichtsreicher Höhenstraße nach Cransberg, einem der reizvollsten Tau
seine Rhythmen an den Wänden entlang und durch die leergebrannten Fensterkreuze hinaus in die Sternennacht ...
Die Werke deutscher Klassik erstehen in dieser Umgebung zu seltenem Glanz, Mozarts „Kleine Nachtmusik" kann wohl kaum irgendwo so vollkommen Gestalt und Leben annehmen, wie gerade hier im Angesicht der gleißenden Nacht. Oder ist es die „Unvollendete" von Schubert, die in uns herbes nordisches Lebensbekenntnis reifen läßt? — Immer sind diese Stunden wie Andachten. Oft sind es auch verträumte Serenaden und heitere Suiten, die in den Klängen der Bläser das Herz mitreißen zu frohem Scherz.
Und dann, wenn die ersten Spätnebel ins Tal hineinsinken und von Dach zu Dach, von Turm zu Turm ihre weißen Schleier ausbreiten, die Abende schon länger werden, huscht über die Scheiben an den Fenstern der Schloßkapelle Kerzenschimmer. Drinnen, wo vor Jahrhunderten der Schloßpfarrer zum Kurfürsten und seinem Hof sprach, haben vier Künstler Platz genommen, um aus dem Schatz der deutschen Kammermusik ein Kleinod nach dem anderen auszuheben und weiterzugeben an Menschen, die die Sehnsucht nach dem Erlebnis deutscher Kunst hier heraufsteigen ließ. Kristallen ist die Musik, der Klang der Streicher, der den barocken Raum erfüllt. Die Kerzen brennen nieder und mischen ihr Licht in die Töne. Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert und all die großen Meister erstehen wieder, mitten in unserer Zeit.
nusorte, das, in langgestrecktem Talkessel liegend, mit seiner stolzen Kirche und dem auf mächtigem Felsen sich erhebenden Schlosse von der Höhe herab einen überraschend schönen Anblick gewährt. Im Dorf gute Unterkunft. Auf guter Landstraße gehen wir weiter bis zur Herrnmühle, wo wir auf einem Feldweg zum Wald abbiegen und nun auf schattigen Pfaden, grünen Strichen nachgehend, das Usatal entlang, nach Ziegenberg mit seinem, das Tal beherrschenden, durch Goethe berühmten Schlosse kommen. Von Zieaenberg benutzen wir zweckmäßig das Postauto nach Butzbach bzw. Bad-Nauheim. Dauer der Wanderung gut 4 Stunden.
Vorschläge der NGG. „Kraft durch Freude'" für pfingst-Wanderungen.
Von der Kreiswaltung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" werden folgende Vorschläge für zweitägige Pfing st Wanderungen gemacht:
1. Tag: Bahnfahrt bis Mücke (Sonntagsrückfahrkarte). Dann Wanderung über Ruppertenrod, Ober- Ohmen, Unter- und Ober-Seibertenrod, Ulrichstein, Taufstein, Hoherodskopf, Breungeshain (etwa sechs Stunden).
2. Tag: Breungeshain, Gackerstein, nach Rudingshain, Schotten, Laubach, von da Fahrt nach Mücke und Rückfahrt nach Gießen (etwa 5 Stunden).
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1. Tag: Gießen, Heuchelheim, Rodheim, Biber, Strupbachtal nach Hohensolms, Lohmühle, Groß- Altenstädten, Bermoll, Ober- und Niederlemp, Kolschhausen, Katzenfurt (etwa 6 Stunden).
2. Tag: Katzenfurt, Greifenstein, Waldhof Elgershausen, Dianaburg, Leun, Braunfels. Rückfahrt nach Gießen (etwa 5 Stunden).
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Wanderung am zweiten Pfingsttag: Kreuz und quer durch den Hangelstein, Saubringer Linde, nachmittags nach Staufenberg zum Volksfest auf der Burg, veranstaltet von „Kraft durch Freude".
Reisewinke.
Bad-Rauheim im neuen Gewände.
Das hundertjährige Bad-Nauheim, dessen Jubiläum man in diesem Jahre festlich begeht, hat anläßlich seiner Festtage auch äußerlich ein neues Gewand angezogen. Die Kurverwaltung hat umreiche Unterhaltungs- und Erneuerungsarbeiten an fast allen Kurgebäuden durchführen lassen. Das leuchtende Weiß, in dem die Gebäude prangen, hebt sich von dem satten Grün des weiten Parkes besonders schön ab und man hat bei einem Spaziergang auf den prächtigen Wegen seine besondere Freude, wenn die Kurbauten im Sonnenschein liegen und zum Verweilen einladen. Uebrigens hat die Kurzeit in Nauheim schon außerordentlich stark eingesetzt. Die Besucherzahlen liegen vergleichsmäßig erheblich über denen des Vorjahres, ein Beweis dafür, daß der Ruf Bad-Nauheims für Gesunde und Kranke immer noch seine alte Anziehungskraft besitzt.
Bad kisfingen.
Bad Kifsingen, eingebettet in waldreiche Rhönberge, von der fränkischen Saale durchflossen, ist seit Jahrhunderten durch die weltberühmten Heilquellen Rakoczy, Pandur, Luitpolüfprudel, Stahlwasser zur Trinkkur, Rhönmoor und kohlensaure Solequellen zu Badekuren, bekannt. Ferner Salinen- und Gradieranlagen, Inhalatorien, Hydrotherapie, Fluß-, Licht- und Sonnenbäder u. a. m. Klimatisch bieten die umliegenden Wälder und Gebirge gut filtrierte und ozonreiche Luft. Zu Ausflügen mit Post- und Prioatautos ist täglich Gelegenheit in die Berge der Rhön (Kreuzberg, Wafferkuvpe- Fliegerlager) sowie nach den althistorischen Städten Würzberg, Rothenbura, der Salzburg, Bad Brük- kenau und sonstigen schönen Burgen und Plätzen der Umgebung. Unterhaltung und Sport: Kurorchester, Symphoniekonzerte, Reunions, Kurtheater, Lese- und Spielsäle, Reit- und Fahrsport, Tennis und Golf, Schieß- und Angelsport, Schwimmen und Rudern.
Reiseliteratur.
— Die neue Sommer-Werbeschrift des Landesverkehrsverbandes Harz, die unter dem Titel „Harz und Kyffhäuser" erschienen ist, geht neuartige Wege in der Werbung. Auf 32 Folderseiten werden schönste Motive aus dem Gebirge und dem Harzer Vorland gebracht, die eindringlicher als viele Worte die landschaftlichen Schönheiten dieses ' deutschen Mittelgebirges veranschaulichen Das Neuartige in der Werbung dieses Prospektes ist, keine Orte und Gebiete, sondern den Begriff „Harz" bildhaft herauszustellen. Der kurz gehaltene Text ist immer nur Erläuterung. Die Vielseitigkeit des Harzgebirges wird durch eine geschickte, übersichtliche Prospekt-Aufteilung zum Ausdruck gebracht. Die Beiträge „Heilbäder und Heilquellen", ferner „Heilklima und Luftkurorte" sind eingehender behandelt.
Das bewährte Nachschlagewerk „Deutsche Bäder, Kur orte und Seebäder in der Kurzeit 1935" ist in 8. Auflage erschienen. Die Schrift hat in diesem Jahr erstmalig die anerkannten Heilquellenbäder, klimatischen Kurorte und Luftkurorte sowie die Seebäder erfaßt und dadurch eine erwünschte Erweiterung erfahren. Professor Vogt hat einen einführenden Artikel über „Heilquellen, Bäder, Moore und Heilklima als Jungbrunnen für den gesunden und als Heilmittel für den kranken Menschen" zur Verfügung gestellt, Dr. med. Evers berichtet über „Die Heilbäder und ihre Anwendung", Professor Dr. G. Böhm über „Moor und Schlamm als Heilmittel", Dr. med. F. Krone über Trink- und Jnhalationskuren", Sanitätsrat Dr. Bielinb über „Klimabehandlung". Eine genaue Uebersicht über die Kur- und Badeorte nach ihren Heilanzeigen ermöglicht dem Auskunftsuchenden eine erleichterte Auswahl des einzelnen Kurortes. Die Bearbeitung lag in den Händen von Hauptmann a. D. G. Schmidt und des Generalsekretärs der Deutschen Gesellschaft für Bäder- und Klimakunde, Dr. med. F. Krone.
— Deutscher Hotelführer 1935. Offizielles Verzeichnis der deutschen Hotels und Pensionen. Herausgegeben von der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, Berlin, unter Mitwirkung der Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr. Verlag „Deutsche Hotel- Nachrichten", Hamburg 3. — Dieses offizielle Verzeichnis der deutschen Beherbergungsbetriebe bestätigt mit genauen Angaben über Einrichtungen und Preise der darin verzeichneten Häuser, daß das deutsche Gaststättengewerbe auch gegenüber den niedrigen vorjährigen Preisen fast durchweg weitere Preiszugeftändnisse gemacht hat. Das ist insbesondere für die Auslandswerbung wesentlich, die wiederum von der Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr durchgeführt wird. An der Gliederung des Hotelführers ist nichts geändert worden, ebenso ist der Umfang, sowohl was die Zahl der Orte als die der aufgenommenen Betriebe anbelangt, fast unverändert geblieben.
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